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[MI] Wie hart darf die G7 sein?

Robert
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[MI] Wie hart darf die G7 sein?

Ungelesener Beitrag von Robert » 17.07.2005 13:32

Nach einer längeren Phase der Beratung haben meine Gruppe und ich beschlossen die G7 in Erwägung zu ziehen. Leider habe ich allerdings von Bekannten dahingehend nur Hinweise bekommen, dass diese Kampagne einfach "unfair" sei.

Ich persönlich kenne die DSA3 Publikationen und habe sie bereits einmal durch als Spieler allerdings dürfte sich einiges ändern. Ich besitze "Rückkehr der Finsternis" und "Meister der Dämonen" und würde hiermit gerne die User des Forums fragen welche Erfahrungen sie mit der Neuauflage bereits gemacht haben.

Ich kenne nur einen Bericht eines ehemaligen Studienkollegen, der meinte, seine Gruppe wäre nach "Unsterbliche Gier" völlig entnervt gewesen( 3 von 5 Helden tot, darunter die 2 Gezeichneten) und haben aufgrund dessen die G7 abgebrochen.

Ich selbst tue mir ein wenig schwer die DSA 4 Auflage einzuschätzen, da ich nach eben diesen Regeln keine Erfahrung mit "High-End" Charakteren habe und was ich ihnen zutrauen kann.

Wenn ihr mir helfen könntet wäre ich sehr erfreut.

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Feyamius
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Ungelesener Beitrag von Feyamius » 17.07.2005 19:46

Ich werde es so halten, dass wenn ich diese Kampagne endlich irgendwann mal leiten werde (was ich auf jeden Fall irgendwann noch schaffen werde!), dass ich den Spielern sagen werde, dass sie sich jeweils zwei Charaktere machen sollen.

Mit den anderen kann man zwischendurch ja auch mal spielen, falls mal einer der Spieler nicht kann. Am besten bieten sich dann natürlich die Nebenlinien-Abenteuer an.

Falls einer der G7-Charaktere dann stirbt, kann er durch den Zweitcharakter ersetzt werden.

Die G7 ist kein Zuckerschlecken, die Spieler sollten das auch merken. Trotzdem sollte es nicht zum SC-Kill-Marathon ausarten.

Was die DSA4-HighEnd-Charaktere angeht, habe ich gar keine Bedenken. Gegner werden ja in der überarbeiteten Version in etwa vorgegeben. Daran kann man sich mal grob orientieren. Dazu kommt, dass man ja auch einfach mit einem Grundstock von ungefähr gleich vielen AP, wie die Charaktere haben, auch die NSCs aufbauen kann. Mal etwas mehr, einige Male aber sicher auch um Einiges weniger.
Und letzten Endes hat man immer noch die Möglichkeit, "spontane Anpassungen" vorzunehmen, falls man als SL merkt, dass es von der Relativität her so rein gar nicht passt.


Bye, Feyamius...
...der jetzt schon weiß, dass es schwer werden wird, seine Spieler dazu zu überreden, gleich zwei Charaktere zu bauen. :lol: Wie kann man sich nur so dranstellen, SCs basteln macht doch Spaß?!?

Tycho
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Ungelesener Beitrag von Tycho » 18.07.2005 00:03

also erstmal: die Neuauflage ist unendlich viel besser als die alten Abenteuer!!

zur Schwierigkeit kann ich nix sagen, weil ich sie noch nie geleitet habe, aber ich denke mal die G7 ist hart, aber zu schaffen. Und ein paar Helden können bestimmt sterben wenn man sich dumm anstellt, aber wo ist denn aus Erfolgserlebnis, wenn alles immer glatt geht...

leiten würde ich sie mal gerne nur mir fehlen die Spieler :cry:

CYA
Tycho

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Doc Sternau
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Ungelesener Beitrag von Doc Sternau » 18.07.2005 00:15

Ein Abenteuer ist so hart, wie man es als Meister macht.

Am Besten spielst du mit deiner Gruppe 2-3 Abenteuer vor der 7G-Kampagne, dann merkst du recht schnell, wie die Spieler vorgehen und vor allem womit die Charaktere fertig werden. Danach passt man dann seine Abenteuer an. Klar, wenn du eine Gruppe mit nur einem effektiven Kämpfer aber 4 Halb-Pazifisten hast, dann solltest du sie nicht in jedem Abenteuer mit Gegnerscharen überrollen - das führt unweigerlich zum SC-Tod.
Manche Kämpfe der alten Publikation sind auch schlicht überflüssig, die kann man auch weglassen, wenn man merkt die Gruppe ist nicht so kampflastig - im Gegenzug kanst du natürlich auch immer die Schergenzahl erhöhen, wenn du merkst deine Mannen hauen sich durch alles ohne viele Probleme durch.

Es liegt in deiner Hand, wie hart die G7 ist - und den Spieler musst du ja auch nicht auf die Nase binden, was du angepasst hast - hauptsache du und deine Spieler haben Spaß! ;):)

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Angram
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Ungelesener Beitrag von Angram » 18.07.2005 01:15

Der ganze Thread ist ja MI, also denk ich kann ich ja so schreiben ;)

Mhm, mir ist meine gruppe schon fast an korobars auftritt mit den paar skelleten in AoE gestorben...war der erste 'kampftest' den ich an dieser gruppe gemacht hab (ich hab die gruppe neu machen lassen am anfang der G7 - die anderen charaktere sind eigentlich alle nach Borbi die wir haben..)
danach musste ich das ganze...etwas zurückschrauben, naja, jetzt sind wir schon 3 monate an UG ;)

zu AoE
Der Magier ist vor der Armbrustschützin weggerannt - hatte kein AsP mehr ;) ...
Der Barbar war schon bewusstlos
...
Elf ist irgendwann in wald verloren gegangen, kA was der da macht ;)
...
Spion hat sich mit nem skellet gekloppt - mit nem degen :lol: ..und war dann auch kampfunfähig ;)
...
der einzige der noch kämpfen konnte und den kampf eigentlich alleins ausgefochten hat war unser kori mit seinem Andergaster...der hat das alles irgendwie fast alleins gemacht
...
oh, ja, die geweihte hat auch onch gut gekämpft *G* also..die travia-geweihte-NSC

Fystanithil
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Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 18.07.2005 09:37

Die G7 sollte mMn so 'hart' sein, dass die SCs dem Tode ab und zu mal recht nahe kommen (es muss keiner sterben - es sei denn, die Spieler stellen sich wirklich blöd an) und die Spieler sollten an den Fingernägeln kauen...
Wir haben gerade mit KdM als Prolog angefangen, die Helden werden bereits allesamt seit 10+ Jahren gespielt, so hängt man natürlich besonders an denen und 'fürchtet' sich, wenn es ihnen an den Kragen geht...

Fystanithil

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Skyvaheri
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Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 18.07.2005 10:59

Die G7 ist die härteste Kampagne schlechthin. Nur als Beispiel: die 800 (!) AP, die in Meister der Dämonen "nur" für den Sturm auf Fürst Herdins Palast angegeben werden, sprechen eine deutliche Sprache.

Du solltest nicht an harten Kämpfen sparen, da die Spieler sich sonst veräppelt vorkommen. Rüste die Helden lieber großzügig mit Heiltränken aus oder gewähre hin und wieder auch ein Wunder Boron's oder Rondra's. Wenn es in einer Kampagne passt, dann in die G7.

Als Empfehlung: die Helden für die G7 können getrost auch mit 140 GP generiert werden, davon 110 auf die Eigenschaften bei Max-Wert 15. Alle Helden sollten sich ihrer Haut erwehren können. Die G7 ist nix für Glasknochen-Hexer und Pazifisten. Die Chars kommen in jedem Teil (mehrmals) an ihre Grenzen - und darüber hinaus.

Die Neuauflagen sind super. Allerdings sind die Kämpfe hier noch potentiell tödlicher, weil die Chars weniger LE haben. Da die meisten der Dämonen bzw. Paktierer ordenlich zulangen, sollten alle Helden wenigstens 40 LE (!) haben. Ja auch die Magier.

Es gibt einige Punkte, da haben die Chars die Wahl: Stehenbleiben, kämpfen und sterben, oder lieber geordneten Rückzug, Fortsetzung des Kampfes später und überleben...

Sky

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Ungelesener Beitrag von Tycho » 18.07.2005 13:04

mal eine Frage aber wie willst du denn bitte als Magier 40 LeP erreichen, wenn du nicht gerade die barabaristen Völker oder Zwerg bist?

nen Magier mit KK und KO jeweil 12 (das ist schon viel für nen Magier meiner Meinung nach) der hat max:

36:2 = 18
+ 10 (für Mittelländer oder Tulamide)
+6 (KO/2 LeP zugekauft)

= 34 und mehr geht nicht außer man steiger seine Konsti was als Magier voll wiedersinnig wäre....

wahrscheinlicher wäres es wohl (KO/KK = 10) nur 30
(und selbst mit KK und KO 14 kommt man "nur" auf 38LeP)

und dann hat man schon 450 bzw 300 AP nur für die LeP ausgegeben, die man wahrscheinlich sinniger in AsP investiert hätte...

Fystanithil
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Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 18.07.2005 14:20

Ich glaube Sky hat da jetzt nicht genau nachgerechnet, sondern einfach mal über den Daumen 40LP geschrieben (unser G7 S&Sler hat übrigens KO 14 und KK 14...). Und 38 ist doch auch okay.

Ich muss mich aber trotzdem nochmal gegen das Spielen der G7 mit frisch generierten Helden aussprechen (auch wenn sie mit 140GP generiert wurden), es ist einfach nicht dasselbe, als wenn man mit 'seinem' Helden spielt.

Fystanithil

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Skyvaheri
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Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 18.07.2005 16:09

stimmt. ich habe das nicht nachgerechnet, sondern aus dem "Bauch" heraus angegeben... Denn aktuell bei uns in KdM: Magier noch 18 LE... Dämon... trifft: 22 TP... Magier -3... dank RS 1... Glückwunsch und schon wieder permanente LE / AE weg wegen Balsam.

Kann man LE nicht bis KO dazukaufen?

@Fystanithil: Ich kann Dir nur zustimmen: Selbst mit 140 GP haben die Helden als Erststufler nicht den Hauch einer Chance - und als 140 GP Chars mit 5000 AP fehlt mMn einfach der "stimmige" Hintergrund und die "echten" gemeinsamen Erlebnisse, die eine Gruppe "reif" für die G7 machen.

Ich kann's nur wiederholen... wir haben 140 GP Chars und 3+ Jahre (RL!) Vorarbeit geleistet und haben jetzt Chars zwischen 5000 und 12000 AP für die G7.

Sky

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Ungelesener Beitrag von Fystanithil » 18.07.2005 16:14

Skyvaheri hat geschrieben: Selbst mit 140 GP haben die Helden als Erststufler nicht den Hauch einer Chance - und als 140 GP Chars mit 5000 AP fehlt mMn einfach der "stimmige" Hintergrund und die "echten" gemeinsamen Erlebnisse, die eine Gruppe "reif" für die G7 machen.

Ich kann's nur wiederholen... wir haben 140 GP Chars und 3+ Jahre (RL!) Vorarbeit geleistet und haben jetzt Chars zwischen 5000 und 12000 AP für die G7.
Ich meinte auch nicht als Erststufler mit 140 GP, sondern 140 GP + X AP. wie dem auch sei, wir sind uns ja einig, dass man mit eingespielten Helden spielen sollte, das macht ihr (@ Sky) und wir machen es genauso und wir empfehlen es jedem, es ebenso zu machen...

alle Missverständnisse geklärt :???:

Fystanithil

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Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 18.07.2005 16:31

Unfair? Wie hart? Soll ich kichern?

Die G7 wird unter anderem beschrieben mit: "Die Helden haben wenig zu lachen und noch weniger zu gewinnen. Borbarad ist ihnen stets einen Schritt voraus." In keiner anderen Kampagne wird am Ende geraten, die Helden allesamt umzubringen (Was ich in der Form eines Kampfes bis zum Letzten auch nur ausdrücklich raten kann!) oder sie wenigstens auf ewig zu trennen.

Die G7 sollte nicht nur, sie muss verdammt hart sein. Deine Helden legen sich mit einem Unsterblichen, einem Sechstsphärigen, kurz: Einem Halbgott an! Was glauben die denn, mit wem man sich da misst? Mit dem Gott der sportlichen Fairness? Oder vielleicht doch eher mit Borbarad, einem der größten Frevler an Los' Gesetzen seit Satinav!?
Ich kenne nur einen Bericht eines ehemaligen Studienkollegen, der meinte, seine Gruppe wäre nach "Unsterbliche Gier" völlig entnervt gewesen( 3 von 5 Helden tot, darunter die 2 Gezeichneten) und haben aufgrund dessen die G7 abgebrochen.
Und was sollen das denn bitte für Waschlappen gewesen sein? Hätte so eine Gruppe den Alveraniar des verbotenen Wissens stürzen können? Die G7 ist etwas für Knochenbeißer(-innen) und Krieger, nicht für Rohalsjünger und Tsageweihte.

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Doc Sternau
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Ungelesener Beitrag von Doc Sternau » 18.07.2005 18:46

@Amat von Lowangen: Wie wäre es, wenn du deinen Schreibstil 2-3 Stufen freundlicher generierst? ;)

Hart ist ein Wort, dessen Bedeutung fließend ist - was für die eine Gruppe hart ist, ist für die nächste ein Kinderspiel und was für diese hart ist, ist für erstere unschaffbar.

Daran muss man die 7G-Kampagne orientieren: Was können meine Spieler mit ihren Helden nch schaffen und was ist für sie einfach bloß noch frustrierend weil einfach unschaffbar.

Ergo: So hart, wie es die Gruppe gerade noch aushält aber nicht so hart, dass es frustrierend ist - und nichts ist frustrierender, als eine Kampagne ständig mit neuen Helden durchzuspielen.

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Ungelesener Beitrag von Mandrion » 18.07.2005 19:24

Ganz unrecht hat Amat von Lowangen nicht, wenn man die Maßstäbe ansieht, die in der G7 gesetzt werden, den Antagonisten und das Streitobjekt (nicht weniger als die bekannte Welt und das Seelenheil ihrer Bewohner), dann MUSS die G7 hart sein.

Andererseits ist dauernder Heldentod auch nicht wünschenswert. Die G7 lebt auch von menschlichen Tragödien und der Identifikation eines Spielers mit seinem Charakter. Und die geht halt flöten, wenn man nach 4 Abenteuern den fünften Charakter bastelt...

Was man als SL machen kann, um dieses Dilemma zu entschärfen, ist der Einsatz von "Red-Shirt-Charakteren" (benannt nach den Sicherheitsleuten bei Star Trek, die immer rote Hemden tragen und deren Daseinszweck es ist, zu sterben um die Gefährlichkeit der Situation zu unterstreichen). In anderen Worten: Führe eine Reihe von NSCs unterschiedlicher Macht ein, die immer wieder auftauchen und zu denen die Helden irgendeine Form von Beziehung haben. Sei es als Auftraggeber, sei es als Weggefährten, sei es als Helfer, sei es gar als Gegenspieler (auf eher politischer Ebene; also keine Wegelagerer, die die Helden töten wollen sondern eher Gardisten oder Bannstrahler, die ihnen das Leben schwer machen o.Ä.). Und lass diese an geeigneten Stellen draufgehen, anstelle der Helden. Wenn ein aufgemotzter Belhalharpaktierer mit einem Seitenhieb einen erfahrenen Rondrageweihten und einen Pfeil des Lichts zerreisst, einen zweiten Kampfmagier tötet, nachdem dieser ihn schwer verletzt hat, und dann noch zwei oder drei der Helden an den Rand des Todes bringt, die nur deshalb überleben, weil er im Kampfrausch wahllos um sich schlägt statt erst einen Gegner auszuschalten, dann kommt dessen Gefährlichkeit auch herüber, ohne dass ein Held zu Boron geht...

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Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 18.07.2005 19:27

@Doc Sternau: Ich kann Dir nur bedingt zustimmen. So hart, dass es für die Gruppe hart ist?

Eine Gruppe bestehend aus bspw. einem Glasknochen-Hexer [siehe Räuberproblem-Thread], einem Illusionsmagier mit Keuchhusten, einem einhändigen Streuner, einem Tsa-Geweihten und einem Schelm ist für die G7 nicht angebracht - und eine Kampagne, welche für diese Helden "hart" wäre, ist wohl kaum eine geeignete G7... :wink:

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Ungelesener Beitrag von Skyvaheri » 18.07.2005 19:30

@Mandrion: dem kann ich mich voll und ganz anschließen.

Weicheier und Tsalieb's haben in der G7 einfach nix verloren... wer sowas spielen will, sollte sich Feenflügel oder Über den Greifenpass als Kampagne zusammenbasteln.. oder meinetwegen die Spielsteinkampagne spielen... :wink:

Sky

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Feyamius
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Ungelesener Beitrag von Feyamius » 18.07.2005 22:18

Alles in allem kann man also zusammenfassen:
Die G7 soll die Charaktere an ihre Grenzen bringen, und zwar eine Gruppe, die objektiv betrachtet schon überdurchschnittliche Durchschlagskraft besitzt, quasi als Grundvoraussetzung der Spielbarkeit der G7. Die Macht des Alveraniars, gegen die sich die Helden stemmen, gepaart mit dem "Streitwert", den es in dieser Kampagne zu erretten gilt, muss mit einem gewissen Maß an Gefährlichkeit veranschaulicht werden - wozu neben der direkten Malträtierung der Charaktere auch das Ableben einiger NSCs gehört, zu denen die Helden vorher eine gewisse Beziehung aufbauen konnte, damit es zumindest auf den ersten Blick keine "One-Shot-NSCs zur Veranschaulichung der Tragweite der Ereignisse sind"... was sie natürlich trotzdem sind, aber eben irgendwie besser "verpackt" und damit glaubwürdiger, tragischer.
Die Charaktere an sich sollten also schon so früh wie möglich auf ihre Queste vorbereitet werden, sowohl outplay als auch inplay. Im idealsten Fall also bereits bei der Erschaffung (evtl. sogar durch Erstellung mit 140 GP, immerhin werden es mal die "größten Helden des Zeitalters"; damit könnte man simulieren, dass sie selbst als Erststufler vielleicht eine Ahnung davon haben könnten, zu etwas höherem auserkoren zu sein), oder aber auch später. Dies ist jedoch nicht zwingend, es mag einem auch gefallen, aus ganz "normalen" Charakteren später die Bezwinger Borbarads zu entwickeln. Es sollten nur halt eben auch entsprechende Charakterklassen sein, die das "Zeug" zu einem Helden haben.
Außerdem kann es nichts schaden, wenn man einen ebenso liebgewonnenen Zweitcharakter sein Eigen nennt, der im äußersten Notfall "einspringen" kann und mit dem man solange Nebenlinienabenteuer spielen kann.


Bye, Feyamius...
...die Ergebnisse zusammentragend.

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Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 18.07.2005 23:54

@ Doc: Okay, ich könnte. ;) Aber vielen Dank, dass du noch so höflich bleibst, während du es vorschlägst. :)

@ Feyamius: Zum Thema "Heldentode" möchte ich eins beitragen: Es ist unfair, einen Helden zu killen, der noch nicht gut genug ist, sich gegen Feinde zu wehren. Ein Held jedoch, der schon eine ungefähre Ahnung haben muss, wie der Hase wohl laufen wird, sollte hingegen dringend lernen zu kämpfen.
Es kann einfach nicht angehen, dass ein Spieler in der G7 den vielzitierten Zuckerbäcker spielt, weil er darauf kalkuliert dass der Meister die Gegner an ihn anpasst. Wenn ein Held meint, nicht kämpfen können zu müssen, dann muss er entweder die Gefahr meiden, verdammt schnell laufen oder sterben. Eine G7 ohne tote Helden ist entweder ein Verdienst einer wirklich guten (und harten) Gruppe oder das Versagen eines zu weichen Meisters.

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Ungelesener Beitrag von Doc Sternau » 19.07.2005 00:27

Also vom tsagläubigen Zuckerbäcker habe ich eigentlich nicht geredet.

Aber es gibt durchaus erfahren und gestandene Helden (unswere Gruppe als Beispiel: Geode, Auelf, Riva Leibmagier und Streunerin), die einfach ein ganz anderes Kampfpotential aufbringen, als zum Beispiel die Gruppe mit dem Korgeweihten, dem Weidener Ritter, dem S&S'ler und dem Puniner Magier.

Trotzdem würde ich jetzt unsere Gruppe nicht unbedingt als 7G-untauglich einstufen. Und da sollte man dann die Kämpfe auf die entsprechende Gruppe anpassen - dass man mit einer Gruppe Pazifisten kein Weltrettungsabenteuer spielt, sollte klar sein.

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Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 19.07.2005 09:06

Nicht umsonst ist der Ratschlag für die Zusammensetzung der Gruppe "Das Rückgrat der Gruppe sollte aus Kriegern, Magiern und Geweihten bestehen".

Eure Gruppe muss nicht schlechter sein als andere, auch nicht wirklich ungeeignet, aber ein Krieger und ein Söldner (oder so) würden euch wirklich nicht schaden und sollten eure Überlebenschancen positiv beeinflussen. Generell habe ich wenig gegen Gruppen, die nicht kampfstark sind, aber in der G7 sind sie, so leid es mir tut, fehl am Platz.

"Die Feder ist mächtiger als das Schwert, aber nur, so lange der Feind keins hat!"

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Ungelesener Beitrag von MartinSojka » 19.07.2005 12:44

Um die Diskussion um ein paar Statistiken zu ergänzen:

Bei uns (5 Spieler) sind im Verlauf der Kampagne insgesamt 13 Charaktere gestorben; die paar wenigen Überlebenden waren nicht mehr spielbar. Deswegen haben wiir noch keinen einzigen Tag nach der Schlacht an der Trollpforte ausgespielt - die DSA3-Gruppe wurde im Jahre 995 neugestartet, die DSA4-Gruppe im Jahre 1007. Meine Empfehlung: Baue lieber vier Charaktere pro Spieler auf ...

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Ungelesener Beitrag von Dshafir ben Rashid » 19.07.2005 14:08

Ich habe die Kampagne selber noch nicht gespielt, aber bereite sie gerade vor um sie mit meiner Gruppe im Anschluss an die Phili-Saga spielen zu können.

Unsere Kampfkraft ist auch nur so durchschnittlich:
Mohastammeskrieger
Golgarit
Magier aus Lowangen (nicht die schwarze Akademie)
Thorwalerpiratin
Auenläuferin
Havennische Stutzerin

Ich hoffe, ich habe keinen vergessen.

Von den Werten her sind nur der Moha und der Golgarir wirkliche Kämpfer, aber die anderen können sich zumindest wehren.

Ich lasse mich mal überraschen, ob ich die Härte der Kampagne anpassen muss. Ich sehe das nämlich auch so, dass die Helden höchstens wegen extremer Dummheit oder mehrfachem extremen Würfelpech sterben sollten. Daher finde ich die Idee mit den NSCs in roten Uniformen äußerst gut.

@ Amat
Die Feder ist mächtiger als das Schwert. Vorausgesetzt die Feder ist lang und spitz und das Schwert ist kurz und stumpf.
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Ungelesener Beitrag von amador veron » 19.07.2005 15:10

Der Tod eines Helden sollte immer gegenwärtig sein und um das zu bewerkstelligen muss halt auch mal tatsächlich ein Charakter sterben. Das aber ist in meinen Augen nicht die eigentliche Härte die bei der G7 wichtig ist sondern lediglich Stilmittel um die Spannung hochzuhalten.

Hart sollte die Kampagne in dem Sinne sein, dass die Charaktere echte Opfer bringen müssen. Sie sollten Familie und Freunde verlieren. Manche mögen gar zum Feind überlaufen. Auch körperlich und seelisch sollte der lange Kampf an den Helden zehren. Unnatürliche Alterung, Verlust von Gliedmaßen, Verfolgungswahn, etc. Lasst Eure Helden auch schwierige Entscheidungen treffen wie etwa einen kleinen Gardetrupp in den sicheren Tod zu befehlen um für Flüchtlinge aus einem Dorf Zeit zu gewinnen un diese so zu retten. Ein Magier mag einen beträchtlichen Teil seiner AE aufgeben um ein mächtiges Artefakt zu erschaffen und ein Geweihter könnte nach und nach den Glauben verlieren(sowas natürlich nur in Absprache mit dem Spieler). Vor allem gegen Ende der Kampagne sollten die Charaktere so weit sein, dass der Tod schon fast als Erlösung erscheint. Wichtig ist es auch den Spielern immer wieder klar zu machen, welche Last und welche Verantwortung auf den Schultern Ihrer Helden liegt.

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Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 19.07.2005 21:00

Dem sechsten Gezeichneten, einem Ambosszwerg, habe ich (über einen Angrosch-Hochgeweihten) eröffnen lassen, dass er sich keine Hoffnungen machen soll, das Ganze zu überleben. Der Spieler war schon soweit, dass er sich sowieso opfern wollte. Genau wie übrigens auch der vierte Gezeichnete, ein Dämonologe und der siebte Gezeichnete, ein Krieger, der bis zum letzten Moment glaubte, seine Aufgabe sei es ausschließlich, die sieben Gezeichneten zu beschützen.

Jetzt wo ich nachdenke: Die gesamte Gruppe hat sowieso derart alles daran gesetzt, Borbarad zu vernichten, dass ihnen ihr eigener Tod nur als Mittel zum Zweck schien.

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Ungelesener Beitrag von Feyamius » 20.07.2005 00:33

@ Amat:
Wir sind uns nicht immer einig, aber:
"Die gesamte Gruppe hat sowieso derart alles daran gesetzt, Borbarad zu vernichten, dass ihnen ihr eigener Tod nur als Mittel zum Zweck schien."
-- GEIL! Vollste Zustimmung!
Genau so... sehr gut gemacht!

Wenn ich diese Einstellung irgendwann, wenn ich die G7 leiten werde, hervorrufen kann, hab' ich mein Ziel erreicht!


Bye, Feyamius...
...der das grad sehr krass findet.

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Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 20.07.2005 16:24

Es war aber ganz ernsthaft so, dass zumindest drei von ihnen ihren Tod sehr detailliert und auf den maximalen Effekt bedacht geplant haben: Der Dämonologe und der Weißmagier jeweils mittels der DRUIDENRACHE und der Zwerg als Träger des sechsten Zeichens, dem ganz klar war, was "das größtmögliche Opfer" bedeuten würde. Außerdem der Thorwaler Krieger (und Dritte Gezeichnete), der dort siegen wollte, wo die Echsen versagt hatten und "eher sterben als verlieren" wollte. Der Krieger hatte schon vorher zwei Mal sein Leben für die Gruppe aufgegeben (bzw. wollte es tun), was mMn auch einen guten Krieger ausmacht, und so blieb auch nur der Zweite Gezeichnete, der ja auch als einziger überlebt hat. Er ist jetzt ein Wolf und streift irgendwo zwischen Andergast und Nostria herum.

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Ungelesener Beitrag von Feyamius » 20.07.2005 16:45

Er ist ein Wolf?
Okay...

Aber der Rest klingt sehr cool. ;-)

Hat bei euch nach der G7 auch Tarlisin von Borbra die FFF?


Bye, Feyamius...
...der sich nebenbei fragt, was die Hand jetzt als ihren nächsten "Zweck" ansieht. TNBT?

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Ungelesener Beitrag von Mandrion » 20.07.2005 16:47

...der sich nebenbei fragt, was die Hand jetzt als ihren nächsten "Zweck" ansieht. TNBT?
Wenn man bedenkt, dass die Hand mit Drachen in Verbindung gebracht werden kann, und TNBT um Drachen geht - warum nicht?

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Feyamius
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Ungelesener Beitrag von Feyamius » 20.07.2005 17:20

Das war auch mein zugrundegelegter Gedanke, insofern war TNBT nicht einfach vollständiges ins-Blaue-Raten.

Ich fänd's sehr cool, weil die FFF mein absolutes Lieblingszeichen sind.

Wenn das aber wirklich so sein sollte, dass sie in TNBT eine Rolle spielt, kommen maSgW wieder Endlosdiskussionen auf, was denn jetzt der wirkliche Zweck der Hand ist. Ich meine: es war immerhin ein (von den Prophezeihungen eingespanntes) Zeichen. Wenn jedoch der Kampf gegen Big B. nur ein "Durchgangsabenteuer" für die Hand war... oh-oh!
Wenn schon das relativ "doofe" (im Wortsinn gemeint) Rubinauge ein solcherlei geartetes "Schicksal" hatte, dann müsste die demgegenüber recht "intelligente" (weil eigenständige) Hand doch auch eine Art Schicksal haben, nach dessen Erfüllung sie "kaputt geht". Und wenn dieses Schicksal nicht Borbarad war... was war es dann? Und wenn es was anderes als Borbarad war: wieso war es dann ein so wichtiges Artefakt (eines der sieben Zeichen)?

Ehrlich gesagt fand ich die "Endaufgabe" des Trägers des Vierten Zeichens im großen Finale immer schon ein wenig arm. Vielleicht waren die FFF doch nicht so wichtig, wie wir alle geglaubt haben? Aber wieso dann die Einbindung in die G7-Prophezeihungen? Fehlinterpretation?


Bye, Feyamius...
...der die Hand im Vinsalt-Chat zwischenzeitlich mal besaß (also nach der G7, quasi statt Tarlisin), bevor es verboten wurde, (auch eigene) Charaktere oder Gegenstände aus der G7 im Chat einzubringen (weil sonst ca. siebenundachtzig Charaktere, die sich nicht kennen, aber zufällig alle Gezeichnete sind, darunter mit übereinstimmenden Zeichen, aufgetaucht wären). Glücklicherweise... ;-)
Zuletzt geändert von Feyamius am 20.07.2005 17:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Amat von Lowangen
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Ungelesener Beitrag von Amat von Lowangen » 20.07.2005 17:25

So lange ich meistere wird Tarsilin von Borbra nirgends mehr vorkommen.

Übrigens danke für dein obiges Kompliment, hatte ich ganz überlesen. ;)

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