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Die letzte Schlacht des Wolfes - Darstellung Brins

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sosom
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Die letzte Schlacht des Wolfes - Darstellung Brins

Beitrag von sosom » 04.01.2017 13:09

Hallo,

meine Gruppe hat sich nach der Schlacht im Schnee mit Bernfried und den seinen in Ysilia mehr oder weniger häuslich eingerichtet. Zum Herzog und seinem Hof haben die Gezeichneten mittlerweile ein recht gutes Verhältnis, ein Charakter ist ihm als tobrischer Baronsspross auch zu Gefolgschaft verpflichtet. Auch zum Schwert der Schwerter besteht ein langjähriges Vertrauensverhältnis. Nach der Heerschau zu Praske (mitsamt Verrat und der Entführung Bernfrieds, den aus Zeitgründen nicht die SCs befreiten) sind die Tobrier mit den Kaiserlichen wieder zurück in Ysilia und die Gezeichneten haben ihre erste Audienz beim Reichsbehüter und bei Königin Emer hinter sich. Abgesehen von den üblichen Etikette-Verfehlungen lief diese ganz gut. Der Reichsbehüter war froh, Informationen aus erster Hand zu erhalten und die Gezeichneten konnten etwas über die Probleme und Strategien der Mittelreicher erfahren.

Nun stehe ich vor dem Problem, dass Brin sich ja vor dem Fall Ysilias von Haffax ziemlich an der Nase herumführen lassen wird. Die tatsächliche oder von Spielerseite so wahrgenommene Inkompetenz von vielen NSC in der G7 wurde ja schon an mehreren Stellen diskutiert und moniert. Ich möchte nach Möglichkeit verhindern, dass meine Spieler Brin (und Emer und Ayla ...) in diese Schublade einsortieren. Mindestens ein Spieler hat leider manchmal Schwierigkeiten, sich in eine vormoderne Feudalgesellschaft mit ihren Verpflichtungen und Vorstellungen einzudenken, dem erscheinen gewisse Entscheidungen dann schnell unverständlich bis dumm.

Um Brin nicht als unfähigen Vollpfosten dastehen zu lassen und um die Perfidie von Haffaxens Täuschungsmanöver später besser herauszustreichen habe ich bisher folgende Ansätze, die in Stabsbesprechungen betont werden könnten:

- Konflikt mit dem Horasreich: Tobrien ist sicher die größte Sorge des Reichsbehüters, aber nicht seine einzige. Solang die Friedensverhandlungen in Oberfels nicht abgeschlossen sind, kann die Südgrenze des Reiches nicht offen bleiben, ganz gleich mit welch feurigen Schwüren der Zug der Edlen seine Treue versichert. Deshalb wurden nur verhältnismäßig wenige Truppen aus Almada und den südlichen Provinzen herangeführt.

- Krisenherd Maraskan: Brin hat seinen größten Strategen auf die Giftinsel geschickt, um dort für Ruhe zu sorgen und allfällige Aufstände niederzuschlagen. Dies scheint derzeit zu funktionieren, freilich um den Preis, dass in Tobrien nur die zweite Garde der Militärstrategen, sowie er selbst und Emer, die Truppen führen können. Aber haben nicht gerade die Gezeichneten berichtet, wie sie gegen Borbarad in Tuzak stritten und wieviele Maraskaner sich unter den Söldlingen des Dämonenmeisters befinden?

- Flüchtlinge: Die an Tobrien angrenzenden Provinzen des Mittelreiches haben zunehmend Probleme, die Geflüchteten aufzunehmen und zu versorgen und können deshalb nicht so viele Truppen stellen. In den Kontext könnte man auch die Ernennung Dexter Nemrods zum Grafen von Wehrheim einordnen.

- Der Schutz Ysilias und der Reichslandstraße nach Norden ist wichtiger als die ohnehin eher dünn besiedelte Mark Osterfelde zu halten (die ja quasi direkt nach dem Abzug der Kaiserlichen aus Praske an die Borbaradianer fällt).

Für weitere Anregungen, Tips, Gedanken, wie sich der Reichsbehüter und Emer (gerade während der Wochen des winterlichen Stillstands in Ysilia) als fähige Staatsleute und Feldherren darstellen lassen, wäre ich äußerst dankbar.

Bonusfrage: Gibt's eigentlich irgendwo offizielle Angaben dazu, wieviele Kaiserliche sich im Winter 1020 BF in Tobrien aufhalten? Bernfried hat ja zur Verteidigung Ysilias 12 Banner, die Borbaradianer haben irgendwas zwischen 2000 bis 5000, aber nirgendwo steht etwas darüber, wieviele Männer und Frauen mit dem Reichsbehüter ziehen. Auch bei der Heerschau zu Praske sind weit und breit keine Zahlen zu sehen.

Edit: Rechtschreibung
Zuletzt geändert von sosom am 05.01.2017 10:52, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Die letzte Schlacht des Wolfes - Darstellung Brins

Beitrag von Herr der Welt » 04.01.2017 14:20

Die Falle funktioniert nicht, weil Brin dumm agiert, sondern weil Haffax es auf geniale Weise versteht, seine Feinde in solche Fallen zu führen (jedenfalls ist das die Setzung zu der Figur; Mängel in der Konkretisierung des Schlachtplans sollte nicht Haffax angelastet werden).
Wenn die Gezeichneten so eng mit der Reichsführung sind, dann werden sie sicherlich als Berater geschätzt. Gib ihnen die Informationen, die zur Verfügung stehen und lasse sie an der Entwicklung des Plans - am besten im Dialog mit Brin, Bernfried und co. - teilhalben.

Wenn Haffax im Norden und Nordosten freie Hand hat, erobern die Borbaradianer die Provinzen, schneiden den Kaiserlichen in ihrer Festung sämtliche Versorgung ab und erschwert den Rückzug, bevor sie mit einem deutlich größeren Heer vor Ysilia anrücken - die Dämonenarche kommt natürlich trotzdem zum Einsatz. Ein in Ysilia verbleibendes Heer rechnet mit einer Belagerung, auf die Haffax aber ganz und gar nicht setzt.
Im Frühjahr sitzt man nicht mit seinem Heer in Festungen herum. Zumal ein längeres Winterquartier kaum zu versorgen sein dürfte – insbesondere, wenn man die übrigen Provinzen dem Feind überlässt, anstatt sie im Notfall selbst auszuplündern (alias: das Nötige zu requirieren).
Die Borbaradianer gewinnen, weil sie schnell sind. Einen monolithischen Heeresblock zu bilden, erscheint da kaum als eine geeignete Gegenmaßnahme. Die Kaiserlichen wissen schließlich um ihre zahlenmäßige Überlegenheit. Die nutzt man hauptsächlich dadurch, dass man den Feind stellen kann. Insofern ist damit zu rechnen, dass dieser sich zu entziehen versucht.

Genau genommen läuft Brin also nicht in eine Falle Haffax', sondern es gelingt diesem, das kaiserliche Heer auszumanövrieren. Dazu, dass Brin die Borbaradianer in einer Feldschlacht zu stellen gedenkt, gibt es kaum eine sinnvolle Alternative.

Zahlenmäßig würde ich für die Kaiserlichen irgendetwas zwischen 3.000 und 4.000 Kämpfer annehmen. Die Borbaradianer dürften zu der Zeit eher so um die 2.000 konzentrieren können.

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