Wissen ist Macht. Nichts Wissen ... ach lassen wir das.

 

 

 

Sumaros gesammelte G7-Texte

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Sumaro
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Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 03.04.2016 01:00

Als ich heute durch einige meiner Dateien zur Schreibstube ging, habe ich festgestellt, dass ich noch einige Texte besitze, die vielleicht auch abseits der eigenen Runde hilfreich oder stimmungsvoll sein könnten und die ich in diesem Thread gerne der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchte.

Es handelt sich dabei um ein wildes Konglomerat an verschiedenen Schreibwerken (Traumsequenzen, Briefwechsel, Einzelszenen etc.), die aber vielleicht auch für andere Leute eine Bereicherung sein können. Anfangen möchte ich mit ein paar Träumen des ersten Gezeichneten, die ich für einen Freund und seine Runde geschrieben habe. Da die Kampagne mittlerweile bei ihnen abgeschlossen ist, sind es für die Runde natürlich keine Spoiler mehr, für Spieler allerdings sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass in diesem Thread MEISTERINFORMATIONEN besprochen werden.^^

1. Gezeichneter (Traum 1) „Eine Armee für Assarbad“:

Die seidenen Vorhänge bauschen im heißen Luftzug, der direkt aus den Nüstern des wilden Ras'Rargh zu stammen scheint. Er trägt den Geruch von Dung, Blut und Schweiß mit sich, Beleidigungen für die feine Nase eines Schöngeistes, doch Bestätigung für den unerschöpflichen Willen eines Feldherren. Röhrendes Grollen, aggressives Schnauben und aufgeregte Rufe aus lächerlich dünn klingenden Menschenkehlen wehen mit dem heißen Atem des Kriegsgottes zu den Türmen hinauf. Langsam, gemächlich und doch mit der urtümlichen Kraft eines Rakshaza erhebt ER sich. SEIN Blick ist dunkel und glühend, trotz des Zwielichts spürst du IHN auf dir ruhen und SEIN Lächeln, zufrieden und vielleicht sogar mit einem Hauch von Stolz, lässt dein Herz schneller schlagen. Alles vereint ER in sich: Schönheit, Anmut, Weisheit, Wissen und die unbändige Macht, die jeden Feind zerschmettern kann. Ein Herr, dem zu dienen nur den Mächtigsten vorbehalten ist und einer dieser Mächtigen bist du. Gemeinsam tretet ihr durch die hauchfeine Spinnenseide, heraus aus dem Schatten der Kammer, in der ihr gelegen habt, in der du SEINEN Worten lauschtest und SEIN Wissen aus dem Pokal der Jahrhunderte getrunken hast. Die blendende Helligkeit des Ifriit der Sonne, dessen Name auszusprechen seinen Zorn zu beschwören bedeutet, lässt dich für einen Augenblick innehalten, ein Zögern, das ER natürlich bemerkt. SEINE Hand legt sich auf deine Schulter, eine Geste des Vertrauens, der Anerkennung und der Nähe. Eine Geste, die niemandem außer dir zuteil werden kann. Du folgst SEINEM Blick über den Rand des Balkons hinaus, hinunter auf die weitläufige Ebene, aus der einzelne Paläste und Turmbauten hervorstechen, sich aus dem Wüstenstaub erheben und gen Himmel streben. Prächtige Bauten, Meisterwerke magischer Kunst, in der kargen Einöde, Heimstatt niederer Mogule und Zauberfürsten, die nicht so hoch in SEINER Gunst stehen. Doch nicht der Anmut von Zwiebeltürmen und der Glanz von goldgedeckten Dächern unerschütterlicher Zitadellen ist es, was ein Lächeln auf SEINE Züge bringt. Es ist die wuselnde Masse, das Meer aus Leibern, die versammelt sind, zwischen den Mauern eurer Stadt der Wüste!
Der grölende Lärm von tausend Kehlen dringt hinauf, grunzende Laute, feuchtes Zischeln und klackendes Knurren erklingt aus den Mäulern von Bestien, Meisterstücken aus deiner Hand, IHM zum Wohlgefallen geschaffen. Skorpionsklauen, Menschenkopf, Löwenleib und ein zischelnder Schlangenschwanz, drei mal drei Mantikore, die Garde der Vernichtung, die größten von ihnen mit gewaltigen Schwingen ausgestattet, die sie ausbreiten und einen Sturmwind entfesseln, der die schreienden Chimärenbändiger zu Boden schleudert. Neun mal neun Schlangenmenschen geformt aus Sklavenfleisch und Würgeschlangen, elf mal elf Schakalechsen, gekreuzt aus den bellenden Wüstenhunden und den sandfarbenen Kragenechsen, Plänkler und Läufer, Leibwache und Wächter. Vier mal vier Hornbären, zusammengefügt aus den pelzigen Bestien der Gebirgshöhlen und den wilden, brünstigen Tieren des Kriegsgottes Ras'Rargh, jeder ein Banner in das borstige Fell gebrannt, eine lebende, unter den Feinden wütenden Standarte! Hunderte Todesvipern, Schlangen, verschmolzen aus den giftigsten ihrer Art, zusammengepfercht in geflochtenen Körben, umgeben von menschlichen Sklaven, von denen einige, unvorsichtige langsame bereits tot im Sand liegen! Schwärme von zischelnden Skorpionschrecken, mit dem Gift der Wüstenskorpione gesegnet, welches das Blut in Feuer verwandelt, geflügelt und zahlreich wie Heuschrecken, die dem großen Schwarm zu Ehren, über die Lande herfallen und alles verschlingen.
„Erschaffe mir eine Armee, wie die Welt sie nicht gesehen hat!“ Hatte ER verlangt. Hier war sie! Deine Armee, SEINE Armee. Gesichter wenden sich zum Himmel, zu dir hinauf und aus tausenden Kehlen, aus Mäulern unfähig zu sprechen, aus zahnbewehrten Schlünden steigt der Ruf auf, der dich wie ein Sturm umtost und mit einem Gefühl gottgleicher Macht erfüllt. Die Diener preisen ihre Herren, ihre Götter.
„ASSARBAD! ASSARBAD! ASSARBAD!“ SEIN Name und SEIN Lächeln, das nur dir gilt, SEINEM treuen Diener. Dessen Name aus dem Sturm erklingt.
„KASIMERAN! KASIMERAN!“ ER packt dich bei den Schultern, SEIN Blick ist stolz und siegesgewiss.
„KASIMERAN!“ dröhnt der Ruf in deinen Ohren, du bist erschüttert in Ehrfurcht, dein Leib erbebt, zittert, wird hin und her geworfen, während dein Name in deinen Ohren klingt, getragen von tausenden Kehlen, getragen von einer Kehle, von einer Stimme, die bekannt ist. „Kasimeran!“ Du schlägst die Augen auf und blickst in die Augen deines besorgt wirkenden Gefährten, der dich bei den Schultern gepackt und geschüttelt hat. Blutrote Schlieren, Nachwehen einer äonenalten Erinnerung, lassen deinen Blick verschwimmen, ehe du ganz in die Wirklichkeit zurückkehrst.

1. Gezeichneter (Traum 2) „Assarbads Großzügigkeit“:

Süße, angenehme, schwere Süße, die in der Luft liegt. Das Aroma von Wasserrausch und Stechapfel wird mit jedem Atemzug, den du aus der fröhlich gurgelnden Wasserpfeife nimmst, stärker. Der Rauch bringt schillernde Farben und verschwommene Bilder, vor allem jedoch ein heißes Ziehen in deinen Lenden, welches durch die Posen der sich drehenden und die Hüfte wiegende Tänzerin nur noch weiter angeregt wird. Ihr Gesicht erkennst du kaum, ist es doch verborgen durch Schleier und deine Sinne auf wohlige Weise getrübt durch den aromatischen Rauch, doch ihr Leib ist so sündig, wie es sonst nur die Sagen der blutroten Schwester Bel'Kalil verkünden. Sie tanzt nur für dich, ihr Leib windet und dreht sich, ihr Busen bebt bei ihren Schritten, die Münzen, allesamt aus Gold, die sie als Gürtel um ihre schmale Taille trägt, klimpern bei jedem Schritt ihrer zierlichen Füße.
ER lacht, SEINE Stimme ist volltönend und weich, schmeichelhaft genug um selbst den grimmigsten Wesen der Elemente Wünsche abzuringen und manches Mal so donnernd bestimmend, dass selbst die gehörnten Ifriitim ihre garstigen Fratzen in Demut beugen. ER hat den Geist eines Philosophen und den Körper eines Kriegerfürsten. Du hast IHN gesehen, beim Tanz mit der Chand'jarr, der schlanken Klinge, die ER einem Fürsten der Elemente abgerungen hat. Andere als ER würden sich niemals in dieser Kunst üben, denn einem Mogul ist es unwürdig körperliche Arbeit zu tun, doch ER ist nicht wie die anderen. Selbst jetzt, wo ihr euch Wasserrausch teilt und du das lustvolle Sehnen in deinem ganzen Körper spürst, ist SEIN Blick klar. Und er haftet auf dir.
Weit entfernt, durch den Dunst des Rauchs, regen sich Erinnerungen an große Schlachten, an schauderhaft-schöne Szenerien, die von eurem gewaltigen Sieg kündeten. Von Blut, das von einer gierigen Steppe getrunken wird und in dessen rötlichen Schaum die zermahlenen Knochen eurer Feinde liegen, zerborsten unter dem Ansturm eurer Armee.
Eine Berührung holt dich zurück ins Hier und Jetzt, dorthin wo die Sharisad, ihre letzten Schleier über dich fallen lässt und Vollkommenheit einen neuen Ausdruck verleiht. Sie senkt sich herab, sinnlich räkelnd, dem Takt der Trommeln folgend, dem näselnden Klang der Flöte gehorchend. Ihre Haut ist heiß, fast fiebrig, doch ihre Berührung lässt einen Laut von solcher urtümlicher Wollust über deine Lippen kommen, dass es den zivilisierten Mogul, hinter dem benebelnden Rausch, erschrecken würde. ER lacht, beugt sich zu dir hinüber, während das Weib aus den dunkelsten Rauschträumen entstiegen, sich auf deinem Schoß niederlässt, sich windend wie eine Schlange, nur noch ein Schleier vor ihrem Gesicht und den klimpernden Gürtel aus Goldmünzen um ihre Taille gebunden. SEINE Stimme durchdringt das Gewirr der tobenden Orgie um euch herum mit Leichtigkeit, erhoben blickst du auf ein Meer aus wild ineinander verschlungenen Leibern, die Stöhnen, Winseln, Schreien und Keuchen. ER hat nur den Blick für dich, dein Lehrer, dein Mentor, dein Herr und dein Gott.
„Genieße den Tanz der Shaz-Man-Yat, mein Geschenk an dich, mein Freund. Dies ist dein Fest, Kasimeran!“ Du lächelst, dann stöhnst du, stöhnst in den Mund der Shaz-Man-Yat, stöhnst, als sie ihre Finger in deine Haut gräbt und dein Blut zum kochen bringt, stöhnst, als sie dich aufnimmt und dir jede erdenkliche Art von verruchter Lust schenkt. ER ist großzügig. ER lächelt als du in Lust verglühst. Die Sharisad lässt ihre gespaltene Zunge in deinen Mund gleiten und du vergisst wer du bist und warst, als die Verführerin des Iblis dir zeigt, wie ein Gott Ekstase erlebt...
Ein Traum! Keuchend sitzt du in deinem Bett, aufgerichtet, den Blick in die Dunkelheit gerichtet, die dein Zimmer einhüllt. Schmerzhaft pocht deine Körpermitte, verruchteste, dunkelste Wonne zieht durch deine Lenden, doch alles ist nur ein Nachhall einer Erinnerung, die dich in Schweiß gebadet hat. Schweiß, der auf deine Haut brennt, dort, wo auf deiner Haut die blutig gekratzten Striemen von einer wilden, ekstatischen Liebesnacht künden, die seit Jahrtausenden vergangen ist...

1. Gezeichneter (Traum 3) „Assarbads Triumph“:

Der Boden erzittert unter den Schritten von Bestien und Menschenkriegern. Wolken von gelbbraunem Staub verdunkeln das Antlitz des Sonnendämons, dessen Hitze das Schlachtfeld förmlich ausbrennt. Kreischen und Brüllen hallt in der Ebene wieder, Soldaten schreiben Befehle, während über all dem das Surren gewaltiger Insektenschwärme die Luft vibrieren lässt. Hinter den Reihen von Chimärenbändigern und Fußvolk tanzen die niederen Zauberschüler, wirken Zauber und Gegenzauber, ein statisches Knistern liegt in der Luft, wo sich zu dem Hitzeflirren der Wüste die geballte magische Macht gesellt. Selbst der fliegende Thron, der dich trägt, ein Stück erhoben aus der Masse, so wie es die Mogule stets tun, Feldherren und Könige, für den einfachen Sterblichen gar Gottheiten gleich, zittert in Anbetracht der gewaltigen Mächte, die hier entfesselt werden. ER hat eine Armee gerufen, wie die Welt sie nicht gekannt hat, allen voran, die Standarte mit SEINEM Zeichen von deinen Mantikoren tragen lassend, schwebt ER. Der Jüngste in euren Reihen, der Mächtigste, der Sohn aller Magie.
Pfeile verdunkeln den Himmel, ein tödlicher Hagel auf SEINE Stellung gezielt. Welch Affront! Welch dreiste Ungehorsamkeit IHN angreifen zu wollen! Du hebst deinen Arm, das Zepter in deiner Hand entlädt mit einem metallisches Klirren, das aus dem Nichts zu kommen scheint, die Magie, lässt den Pfeilhagel auseinander stieben wie einen Taubenschlag in den der Falke fährt. Rings um IHN sterben Sklaven und Träger in den tödlichen Geschossen, doch keines kommt IHM auch nur nahe.
Abseits siehst du Tubalkain, mit dem kalten Herzen, lachen. Sein Thron verströmt eine beißende Kälte, die es jedem außer ihm unmöglich macht sich dem Gebilde aus fliegendem Eis zu nähern. Al'Gorton, der Meister der Jahre, dessen Thron aus lebendem Holz, stets dem Wandel unterworfen, besteht, hat seinen Blick auf IHN gerichtet. Das Zepter in der Hand, war er doch zu langsam, so wie stets, wenn es darum geht einzugreifen. Seine Zögerlichkeit verleiht seinem Beinamen schon fast einen spöttischen Klang, doch nur wenige würden es wagen seiner Macht zu trotzen.

Aus der brodelnden Masse der verkeilten Armeen steigen Flammensäulen auf, rasen wie gefräßige Ifriitim in die Reihen eurer Kreaturen, verschlingen und verbrennen, bis sie durch das vereinte Opfer von drei mal drei eurer Zauberschüler gebannt werden.
Auf fliegenden Teppichen erheben sich aus der Menge eurer Feinde Gestalten, winzig sind sie, doch ihre magische Kraft umgibt sie mit einer leuchtenden Aureole. Dein Blick wird von rubinrot überlagert, als deine Hellsichtigkeit ihre Schutzzauber durchleuchtet. Das sind sie, die Mudramulim, die es wagen der Macht der Magiermogule vom Gadang zu trotzen. Die Diamantenen Sultane, wie sie sich selbst in purer Selbstüberschätzung nennen.
Eure Armeen zerfetzen sich gegenseitig, fingerhoch fließen Blut und Seim über den Wüstenboden, der gierig jede Flüssigkeit trinkt, die man ihm vorwirft und doch nicht nachkommt, von der schieren Masse übersättigt wird. Der Tod wandelt über die Ebene, reißt Seelen aus sterbenden Leibern und ereilt selbst jene Kreaturen, die nur für die wahnsinnige Raserei des Schlachtfelds geschaffen wurden. Der Feind beschwört Feuer und Wasser, Sturm und Stein, schleudert die Elemente selbst in den Kampf. Doch mit all dem habt ihr gerechnet, denn ER wusste es. ER ist vorbereitet. Ebenso wie ein jeder von euch. Wie ein Geist hebt ihr die Zepter der Macht, weit mehr als reine Zierde, magische Talismane von enormer Kraft, belegt mit Zaubern, die ihr gemeinsam gewoben habt.
Tubalkain sendet Eis, knisternde Winterkälte, ein Sturm aus dem Norden, entfacht durch eine Geste, gerufen mit klirrenden Worten. Wo Kälte und Frost toben erstarren Getier und Mensch, erfroren binnen Herzschlägen. Schimmernde Wände aus schützender Magie ballen sich, einer schillernden Seifenblase gleich, um die Sultane zusammen, deren Feuer im Ansturm der Kälte des ewigen Gletscher des Amul Dschadra gefrieren.
Al'Gorton sendet das wimmelnde Chaos, schmutzig funkelnde Magie aus den tiefsten Pforten der Calijn'Naar, der Moghuli des nimmersatten Schwarms. Wo sie Menschen berührt wandeln sie sich, zerfließen und verschmelzen, wo sie die Bestien streift, wuchern und wachsen diese. Neue Gliedmaßen brechen hervor, Panzer verkrusten über Fell, giftige Stacheln fahren aus ledriger Haut. Gleißende Kuppeln aus Licht hüllen die Sultane ein, schützend eng um ihre Teppiche gezogen, als das wimmelnde Chaos anbrandet wie Meereswellen gegen Felsen. Sie halten stand, doch EUER Schlag folgt erst noch.
ER entfesselt Macht, du entfesselst Macht! Peitschende Lanzen aus fasrigem Unlicht, lichtbringende Strahlen aus Dunkelheit, Wogen purer, reiner Magie rasen über das Schlachtfeld. Wo sie Menschen treffen vergehen sie im Wirbel des Äther, wo sie Bestien streifen, verlieren diese ihre Körperlichkeit, werden mordende Monster ohne Leib! Schimmernde Schilde und gleißendes Licht flackert um die Sultane, dein Körper wird durchströmt von der gesammelten Macht des Äthrastan, Ashtarra, die Kraft der Sterne, ergießt sich in einem Zauber, wie die Welt ihn nicht kannte, frei und ungezügelt, brutal und unnachgiebig. Licht zerbricht, Wände zerbersten, Teppiche bäumen sich auf und zerfasern im Nicht-Stoff, kreischende Laute stoßen die aus, die sich Sultane nannten! Diamant wollten sie sein! Diamant sind sie, ihre verstümmelten Leiber, ihre geborstenen Stäbe, ihre armseligen Gestalten! ER lacht! Du lachst! Siegreich! Siegreich sind die Mogule vom Gadang, unbesiegbar ihre Armeen, unendlich ihre Macht! Deine Macht! Ewig lebe ASSARBAD! Ewige lebe KASIMERAN!
Du springst auf, den tosenden Jubel deiner Diener erwartend, das Zeichen deiner Herrschaft erhoben. Doch alles was dich trifft sind die befremdeten Blicke deiner Gefährten, keine Armee die deinen Namen auf den Lippen trägt, keine zerschmetterten Feinde, im Angesicht deiner Macht und alles, was in deiner Hand ruht ist ein dürrer Stecken aus Holz, kaum mehr als eine Verballhornung des Instruments wahrer Stärke, das du dein eigen nennen solltest. Nur ein Traum von Macht. 'Ewig lebe Kasimeran...', wispert die dünne Stimme in deinem Geist, ein schwaches Echo des brausenden Lobgesangs, der aus uralten Erinnerungen aufsteigt.

1. Gezeichneter (Traum 4) „Assarbads Verrat!“:

Es hätte euer größter Triumph sein sollen! Die letzte Schlacht, entscheidend, den Feind vor Augen. Den größten der Sultane, den Führer ihrer Riege aus schwächlichen Madaschülern, doch Sulman Al-Nassori ist nicht wie seine Schüler, die ihr kriechenden Maden gleich in den Staub getreten habt. Er hat Waffen, die ihr nicht kanntet, Bannzauber, die ihr nie gesehen habt, er hat sie um sich geschart, tausende freie Männer und Frauen, der letzte Widerstand vor den Mauern Yash'Hualays, welches sie in ihrem Hochmut großspurig Khunchom genannt haben und auf den Ruinen der alten Echsenstadt erbauten. Doch was ein glorreicher Handstreich hatte werden sollen, ist im Begriff zu scheitern! Selbst ER, nein gerade ER hatte es nicht vorhergesehen. Das Mysterium SEINER Unbesiegbarkeit wankt. Gleißende Kugeln aus Licht und Feuer stiegen in den Himmel auf und zogen flammende Bahnen über das Firmament wie herabstürzende Sterne. Kein Zauber, kein Bannzeichen, kein Zepter der Macht vermochte diese Waffe aufzuhalten. Wo sie niedergingen, da erbebte die Erde und die Bestien verdampften zu Fleisch und Knochen und die Menschen wurden zu Asche und Staub. Al'Gortons wandelhafte Chaosbestien wurden durch das Licht blind und wütend, wo sie die Macht der Zauberwaffen nicht vernichtete, da richteten sie sich in wilder Raserei gegen ihre Herren. Tubalkains Gletschereis zerbarst unter der herabstürzenden Urgewalt, schmolzen dahin wie Schneeflocken im Glutsand des verschollenen Zze Tha! Doch der Sohn eines räudigen Hündin war ohnehin nicht mehr dort wo er sein sollte. Seine Truppen, herzlose Streiter, beseelt mit der eisigen Macht der Kälte, zogen sich in einer disziplinierten Formation zurück, ließen die Flanke gen Süden einbrechen und entblößte damit SEINE Truppen, das Zentrum.
Doch noch ist die Schlacht nicht verloren, noch habt ihr Reserven, Truppen, Macht! Du suchst IHN, SEINEN Blick. Wenn ER sich mit dir verbündet, sowie in der ersten großen Schlacht, ihr beide gemeinsam könntet es herumreißen! Bei den gefallenen Göttern, den tiefen Mächten der jenseitigen Welten, bei der aufbrausenden Mada, die IHN geboren hat, ihr könnt noch siegen! Es braucht nur einen gewagten, einen vollkommenen Zug, einen Vater der List, einen Sohn der leibhaftigen Weisheit, um dies zu tun. SEIN Blick trifft dich und ER nickt. Vorrücken! Das Zentrum soll vorstürmen! Deine Bestien werden in ihre Reihen brechen, das Feuer des Feindes auf sich lenken, damit ER sie vernichten kann. Ja, das ist die Brillanz die nur ER besitzen kann!
Du gibst den Befehl, deine Stimme dröhnt magisch verstärkt über das Schlachtfeld, du siehst die ersten Reihen deiner Feinde erzittern. Ja, Furcht in ihren Augen, Verzweiflung in ihrem Blick, die Magiermogule vom Gadang sind nicht geschlagen!
Brüllend, angepeitscht durch deine Macht und mächtige Zauber, preschen die Truppen vor, dein Teil des Zentrums eurer Schlacht überbrückt die einstmals fruchtbare Ebene, die jetzt einer Schlammsuhle gleicht, von riesenhaften Schweinen aufgeworfen und zerwühlt. Dein Thron schwebt weiter nach vorne, Pfeile, von ihren primitiven Bögen verschossen, prallen gegen die magischen Schilde. Schwächliche Zauber, versuchen deine Magie zu durchbrechen. Nutzlose Würmer! Erlebt den Zorn der Mogule!
Blutrot erleuchtet dich deine Hellsichtigkeit! Unter deinen Truppen ballt sich Magie zusammen, der Boden selbst beginnt sich aufzuwerfen, Wasserfluten und Schlammlawinen brechen hervor, als die verhehlenden Zauber zusammenbrechen und die List des dreimal verfluchten Sulman kenntlich wird. Aus dem Mhanadi selbst hat er Djinnim und noch machtvollere Geister gerufen und sie mit den alten Glyphen der Echsen verhohlen! Jetzt wo die steinernen Säulen, im Schlamm vergraben, bersten, zerspringen und zertrümmert werden von elementarer Macht, offenbart sich die Falle in ihrer ganzen Grausamkeit. Bleibt ihr auf Abstand zerschießen euch seine Wurfmaschinen mit magischer und göttlicher Kraft belegt, nähert ihr euch versinkt ihr in den Schlammfluten! Doch ER weiß Rat. ER hat einen Plan! Dein Kopf ruckt herum. „JETZT A...!“ rufst du aus, doch dein Schrei erstickt, als du erkennst, das zweifach verfluchte List dich betrogen hat.
Unmöglich! Die Gedanken rasen durch deinen Kopf, während deine Armee versinkt, Bälle aus Feuer und Licht über den Himmel ziehen und Nachzügler zerschlagen und feindliche Zauber die schützende Magie deines Throns zu brechen trachtet. ER flieht! Zieht sich zurück, die ganze Zeit! Du stürmtest vor und ER opferte dich auf dem Altar des Krieges! Kein Plan, keine List, außer die SEINE eigene Existenz zu retten, um den Preis der deinen. Mit ihm verschwinden der Meister der Jahre und Tubalkain mit dem kalten Herzen, ihre schwebenden Throne wirken winzig, nun da euch schon Meilen trennen. Verrat! VERRAT! ER hat dich verraten!
Knisternde Hitze entflammt nahe bei, die bewahrende Magie deiner Schutzzauber versagt mit einem seufzenden Klirren. Der Thron stürzt hinab, mitten in die Wogen aus Schlamm und Wasser, mitten hinein in das Gewimmel der Leiber, die in Flammen stehen und erstickt werden. Vor dir goldglänzend und prächtig Sulman Al-Nassori, schwebend auf einem Teppich gewoben aus Damast und Brokat, durchzogen mit Fäden aus den fünf magischen Metallen. Er ist weit fort, doch du meinst sein Gesicht zu sehen, so nah, wie es nur deine blutrote Weitsicht erlauben kann. Doch kein Triumph steht in SEINEN Zügen! Unmöglich, ist das dort ER? Verraten von dem gleichen Gesicht, doch in dem einen steht ein hinterhältiges Lächeln und in diesem... Trauer und Bedauern... Nein, das kann nicht ER sein und doch ist er IHM gleich... „Fluch über dich Sulman Al-Nassori! Fluch über dich Assarbad! Fluch über...!“ schreist du in deinem Zorn hinaus, ehe die gierigen Arme der Geister des Mhanadi deinen Thron in die Tiefe zerren.
„Verrat!“ Das Wort würgt sich aus deiner Kehle herauf, wie bittere Galle. Deine Sicht ist verschleiert von Blut. Pochender Schmerz schießt durch deine Hände, als du die verkrampften Finger öffnest. Blutige Furchen zieren deine Handflächen, so fest hast du dich in die Lehnen deines stürzenden Throns gekrallt. Blut rinnt aus deinen Augen und deinem Mundwinkel, Blut mit dem du Verrat bezahlen musstest, dein Blut, sein Blut. Und der dröhnende Widerhall eines einzigen Gedankens peitscht durch deinen Geist, wieder und wieder, unaufhörlich, mit solchem Hass, dass du die Welt brennen sehen willst. „Fluch dir Assarbad, Fluch dir Borbarad! Fluch dir und deinem Verrat!“

1. Gezeichneter (Traum 5) „Der Tag der Rache“:

Diffuses Dämmerlicht ist alles was die graubraunen Wände aus Naturstein beleuchtet. Die Luft ist trocken und staubig, der Geruch von Jahrhunderten ohne Licht und Wind hängen in der niedrigen Kammer. Ein rötliches Glimmen flackert auf dem steinernen Podest auf, stemmt sich gegen das Licht, das durch schmale Schächte von der Decke hinab fällt, beleuchtet klamme, skelettartige Finger über die sich gebräunte Haut wie trockenes Pergament zieht. Fast zärtlich streicheln sie über den funkelnden Rubin, dessen Glanz vertraute Wärme in dem Gefühl von Hass und Rache verspricht. Von irgendwo dort draußen erklingen Rufe, weit und gedämpft, gespenstisch durch die Gänge des natürlichen Höhlensystems hallend.
Sie haben dich gefunden. Du wusstest, dass deine Häscher nahe waren. Der Verrat war überall und der Sternenkreis wartete nur auf die Gelegenheit Rache zu nehmen. Für die Schmach, die ihnen durch Unterwerfung beigebracht worden war. Doch kaum wankte die Macht der Magiermogule erhoben sich die feigen Ratten, nannten sich Meister und verlangten Al-Nassori zu gefallen. Welch tumbe Bauern! Sahen sie nicht, dass sie, gleich welcher Seite sie folgen würde, nur Verrat und Untergang erwartete? Sahen sie nicht, welches Spiel hier gespielt wurde? Dass die Götter herabgestiegen waren, um sie alle zu narren, um auf der Welt der Sterblichen einen Krieg zu fechten, einen Streit beizulegen, der niemals Sache der vergänglichen Welt des Lebens gewesen war? Nein, sie waren blind. Aber DU hast es gesehen. Du weißt nun, dass SIE euch narren. SIE sind eins und SIE schieben euch wie Figuren über ein gewaltiges Spielbrett, das diese, eure, Welt für SIE sein muss.
Natürlich konnten SIE dich nicht entkommen lassen. Denn DU kennst die Wahrheit! Du weißt, wer sich hinter Assarbad und Sulman Al-Nassori verbirgt. Es ist so offensichtlich, doch du musstest erst den Tod nach deinem Leib greifen spüren, bevor du erkanntest, was es ist. Jetzt jedoch wird dir dieses Wissen nicht mehr helfen. Dein Leib ist verbraucht, die Lebenskraft aus den Blutschalen deiner Altäre erschöpft. Selbst dein Herz aus Kristall ist zersprungen, als du alle Kraft gerufen hast, dich aus der Umklammerung des sicheren Untergangs zu befreien. Du hast es gehört, den fernen Klang von zersplitterndem Glas. Natürlich hatte es DIR keine Unsterblichkeit gegeben. Natürlich nicht, denn SIE haben es dich gelehrt und so war es nicht mehr als ein Gefäß, gemacht für den Trug und bereitgestellt für den Verrat. Und jetzt waren SIE hier IHRE Taten zu beenden.
Nein, du erkennst die Stimmen, die nun immer lauten Hallen. SIE haben ihre Diener geschickt, die willfährigen Verräter aus dem Sternenkreis. Nicht einmal diese Ehre, deinen Tod durch IHRE Hand, gewähren SIE dir. Aber vielleicht ist es besser so. So können SIE nicht wissen, was SIE ereilen wird.
Die Gänge sind hellhörig, wenn man leise ist, so wie du. Man kann sie hören, wie sie heranstürmen von allen Seiten, ihre Diener, Zauberkreaturen, vorausschickend. Djinni und Ifriitim, Seite an Seite, eine Demonstration ihrer Macht und die Hoffnung dich so zu überwinden. Narren, allesamt. Du bist hierher gekommen, um zu überdauern. Doch nicht dieses Häufchen Knochen und Fleisch und dünne, reißende Haut. Nein, dein Wille ist es der Überleben wird. Deine Macht ist es, die überdauern wird, bis zu dem Zeitpunkt an dem SIE erneut IHR Spiel beginnen. Bis zu dem Tag, an dem DEIN Fleisch und Blut geboren ist um SIE zu vernichten mit DEINER Macht! Was ist ein Leib? Was ist eine Seele? Belanglos!
Du tanzt die letzten Schritte, so schnell, dass dein bebender Körper beinahe zerbricht unter der Wucht der entfesselten Kräfte. Dein Inneres zerreißt, als die Magie sich von deiner schwindenden Körperlichkeit löst und hinaus strömt, hin zu den machtvollen Werkzeugen, die DU erschaffen hast und die dich begleitet haben durch Höhenflug und Verrat. Zepter und Almadin, wie passend. Ein Blutstein für all dein Leiden, für all die Gier nach Rache, gesegnet mit deinem Zorn, deiner Hellsicht und deinem Misstrauen. Und dein Symbol der Macht, mehr als ein Werkzeug, mehr als ein Standeszeichen. Grausame Zauber hast du damit entfesselt, aber auch neues Leben geschaffen. Es wird IHM, der nach dir kommt, gute Dienste tun, denn in ihm wird er die Stärke finden sich auch gegen SIE zu behaupten und dem Wandeln der Götter und ihrem ewigen Spiel ein Ende zu bereiten! Dein Inneres zerfasert in Licht und Macht und Schmerz. Dein Blut spritzt auf den Altar, benetzt Zepter und Stein, letzterer erfüllt von einem dunklen Glosen, den Lebenssaft trinkend. All die Macht, die aus Jahrhunderten deines Lebens stammt fließt hinfort, verankert sich in den letzten Geschenken deiner selbst an diese Welt. SIE werden fallen.
Feuer brandet in den Raum hinein, Azzitai! Salamander! Djinn und Ifriit, beide beseelt vom Drang der Zerstörung. Ihr Ansturm zerfrisst deinen Leib, verkocht dein Blut, verbrennt dein Fleisch. Du schreist! Schmerzen! Unbändige, tobende Qual! Schrill, hoch, kreischend! „RACHE!“
Deine Haut brennt wie Feuer, deine Kehle ist wund von dem Schrei, der noch immer in den Ohren deiner Gefährten zu klingeln scheint. Er kam so plötzlich, so gewaltig, so qualvoll und befreiend. Blut tropft aus dem roten Auge heraus, zieht eine unheimliche Tränenspur über dein Gesicht. Die Schmerzen sind nur ein fernes Echo aus einer Erinnerung geboren. Aus einem Feuer, das den Tod gebracht hat. „Die unschätzbar Alte“, flüsterte deine wunde Kehle das Geheimnis, das ein glosender Blutstein damals mit dem Lebenssaft eines mächtigen Moguls getrunken hat. Die Höhlengräber Rashduls, unübersichtlich, uralt und Stätte deines Erbes. Dort liegt, im Staub und unter dem Sand der Jahrtausende verborgen, DEIN Symbol der Macht und sein Ruf hat dich ereilt. DU wirst DEINE Rache bekommen! Endlich ist es soweit! „Rache.“ Wie süß das Wort auf deinen Lippen schmeckt, nun, da du erkannt hast, dass dies der unausweichliche Ausgang ist. Das Ende eines Spiels rote und weiße Kamele, welches vor Urzeiten begonnen wurde. Du wirst den letzten Zug machen und DEIN ist die Rache.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 03.04.2016 01:10

Kontext und Erklärung:

Dieser Text wurde von mir für die Szene des Nayrakis-Brunnen in Borbarads Festung in der Gor geschrieben. Die Szenen sind teilweise nebulös, teilweise sehr explizit gehalten, da ein sterblicher Geist aus dem Potential aller Möglichkeiten und allen Wissens nur begrenzten Zugang erhält. Da es sich bei dem eintauchenden Charakter um eine Mittelreicherin handelte, wurde beispielsweise bei der "nahen" Zukunft vor allem darauf Bezug genommen.
Grundsätzlich decken die Visionen aber gewaltige Zeiträume ab, in denen unglaublich viel passiert ist und sind daher häufig nur eine vage Reihung möglicher Interpretationen. Die Szenen haben keinerlei Bezug zum Inhalt der HA. ;) Die gab es noch nicht als ich sie geschrieben habe und würde auch nicht berücksichtigt. Sehr wohl berücksichtigt wurde allerdings "Die letzte Glut" aus "Magische Zeiten". Und jetzt lest selbst. ;)

Im Strudel des Nayrakis:

„Sphärenklang erfüllt das Licht, die Luft, jeden Halbfinger deines Seins, deine Seele selbst scheint ihm zu antworten und in freudiger Resonanz mit dem Klang zu schwingen, dessen Töne du mit keinem Wort der Welt beschreiben oder fassen könntest und die dich dennoch in eine frohlockende Glückseligkeit heben, die deinem Empfinden bisher fremd war. Fühlt es sich so an seinen Göttern, ihren Sphären, ihrer Existenz nahe zu sein? Ist es nicht vielleicht sogar mehr, wie die sanfte Berührung eines Unsterblichen, dessen Wesen und Verstehen weit über die Grenzen hinausgeht, was ein Sterblicher sein kann? Licht, so rein und klar, als würde es alle Farben der Welt in sich tragen und doch muss es nicht mehr sein als strahlend silbrig-golden, durchsetzt von Funken aus Harmonie und Klang. Ein Duft reizt deine Sinne, die schon längst aufgegeben haben zu begreifen, was hier geschieht, was es bedeutet in das Licht einzudringen und sich der Erkenntnis, der Erleuchtung hinzugeben. Er ist frisch und frei, unbeschwert wie eine Frühlingsbrise und warm wie ein Sonnenstrahl, der zwischen dunklen Wolken hervor bricht. Und dennoch gibt es nichts an ihm, was du benennen könntest, nicht die Süße von Zimt oder die Frische von Bergwiesen, nicht der Geruch vom Salz des Meeres oder die Regenschwere eines tobenden Sturms. Er ist da, er ist wundervoll, berauschend und erhellend zugleich, doch kein Wort in keiner Sprache dieser Welt oder einer anderen könnte dem gerecht werden.
Wie ein Schattenbild, überdeckt vom Licht, ist die Erinnerung an deinen Grund hinab zu tauchen, einzudringen in das duftende, wärmende, befreiende Leuchten. Andere Stimmen, Worte, Bitten, Hoffnungen, aber auch Schrecken, Leiden, Schmerzen und Abscheu, du erinnerst dich dieser Gefühle so klar und doch sind sie nicht mehr als Schemen, davon treibend im steten Strom neuer Eindrücke. Ist es nicht gleichgültig, warum du diesen Weg auf dich genommen hast, warum du dich fallen lässt in Licht und Weisheit? Die ersten Antworten und die letzten, alles was war, was ist und was sein kann, scheint hier zum greifen nah. Da ist kein Zweifel, keine Furcht, nichts was ein sterbliches Herz zögern oder einen sterblichen Geist innehalten ließe. Nur eine gewaltige, erleuchtende Unendlichkeit, wie ein Ozean ohne Grenze, dem man einen winzigen Tropfen, dich selbst, hinzufügt. Ohne Widerstand gehst du auf in den Gedanken, dem Wissen, dem Glauben, den Hoffnungen und der schieren Essenz von unzähligen Wesen, wirst eins mit der Ewigkeit und all dem was es jemals zu wissen werden gibt. Erkenntnis und Bilder fluten durch dich hindurch, losgelöst von Raum und Zeit...“

Vergangenheit (vor mehr als 1000 Jahren): Große Helden stemmen sich gegen die Finsternis einer dunklen Zeit, unzählige von ihnen, mit leuchtendem Mut, mit peitschendem Zorn, mit schimmernder Hoffnung und schattiger List, drängen gegen die Einflüsse von Chaos und Hass. Inmitten eines Wirbels aus Schwärze streben Gestalten in die Welt, ihr Anblick ist widernatürlich, ihre Macht gewaltig, ihre Verderbnis erschreckend. Doch nicht Chaos sondern fein säuberliche Ordnung, geplanter Frevel, Macht missbraucht bis an ihre Grenzen, stieß die Pforten auf, aus denen sie in die Wirklichkeit strömen und verschlingen, verzehren und zerreißen. Mit hochgereckten Armen blickt der Träger eines kristallenen Herzens auf sein Reich, auf sein Volk, dessen Ende er befohlen hat. Heroen, geboren in einer Zeit des Wachsens, werfen sich in die Verdammnis und scheitern doch, denn die Macht der Finsternis ist überwältigend und der letzte Funke Hoffnung erlischt, als selbst das Kristallherz erzittert und der König der alten Zeit sich schaudernd von seinem eigenen Werk abwendet und flieht. Eine dunkle Zeit bricht...

Zukunft (in mehr als 1000 Jahren):
Ein Reich so groß und machtvoll wie es nur unter weiser Herrschaft erblühen konnte erstreckt sich über den Kontinent. Eine Frau blickt in das Licht, das Knie gebeugt in einer gesplitterten Halle, deren Mauern vom Ruß geschwärzt sind und die Zeichen von vielen Kriegen tragen. Doch das Licht ist unberührt vom Makel, es erhellt ihr Antlitz, streichelt ihr blondes Haar, in das graue Strähnen gemischt sind. Es glättet die Falten eines erschöpften Gesichts, welches von einem Leben voller Entscheidungen kündet. Frieden, mit Weisheit, mit Stärke erkauft und getragen. Der Mantel der Kaiser liegt auf ihren Schultern, eine Bürde über viele Jahre. Frieden ist auf ihrem Gesicht, als sie ihr Haupt beugt und auf ein Werk blickt, welches nicht hätte geschaffen werden können, wären nicht andere ihr voraus gegangen.
Das Licht flackert, der Himmel verdunkelt sich ohne Wolken. Ein Tor wird aufgestoßen, Blut rinnt über den Boden des Saals, von dem sich die Kaiserin mit den Bewegungen einer alten Kriegerin erhebt. Die Farben verblassen mit dem Licht, was bleibt ist das purpurrot von Blut und der Anblick eines mächtigen Schattens hinter dem ein roter Mond strahlt. Das Geräusch berstender Ketten erfüllt die Luft, was Ordnung war zerbricht unter der Wucht eines Ansturms, wie ihn das Reich niemals gesehen hatte. Die Finsternis kehrt zurück, die Zeit des Friedens endet mit dem Leib der Frau, die gebrochen zu Boden sinkt, niedergestreckt vom Schatten auf dessen geschwungener Klinge Blut tropft. Das Purpurblut der Kaiserlichkeit. Eine finstere Zeit bricht an...

Entscheidung:
Das Pendel schwingt vor und zurück, die Wogen des ewigen Ozeans, aus Weisheit und Erkenntnis, werden getrieben von Ebbe und Flut. Sie geben den Tropfen frei, doch in der Tiefe wartet mehr Wissen, mehr Weisheit, jede Erkenntnis... Du bist sterbensmüde... Willst du zurückkehren in die Begrenztheit des Seins oder den nächsten Gezeiten harren, tiefer tauchen in all das, was geworden ist und sein könnte?

Vergangenheit (vor mehr als 10.000 Jahren):
Macht wäscht über das Land, das Leben pulsiert und wächst, erstarkt überbordend und frei. Gletschereis ergießt sich vom Nordstern herab, schwarzpelzige Gestalten erstarren berührt vom Odem der Kälte, ein erblühendes Kriegerreich vergeht bevor es entstehen kann, altes überdauert, bewahrt von Macht, das Ende hinausgezögert, als die Welt erzittert und keine Zerstörung folgt, die dem Bewahren vorangeht. Ob der Eigenmächtigkeit schlägt ein Gigant feurige Funken aus Felsen und fügt zusammen, was als Wächter der Erdschätze bestand haben soll. Aus dem Licht treten Kinder, sanftmütig und zart, so mächtig, dass selbst der Tod sie meidet. Die Langlebigen erblühen und führen Krieg mit den Kaltblütigen, streiten um ein Zeitalter, dessen Anfang und Ende durch einen Willen verwaschen wurde und dessen Frevler mit Gewalt ein Ende findet. Die Welt erbebt erneut, ein Wächter ist gefallen, doch das Gleichgewicht ist wiederhergestellt. Für einen Augenblick in der Ewigkeit. Viel zu kurz und ebenso notwendig...

Zukunft (in mehr als 10.000 Jahren): Über den Ruinen einer Menschenreiches begegnen sich Heere von Riesenhaften und Schwertzauberern. Schlachtenlärm lässt die Welt dröhnen, die Weisen und Mächtigen der Zeit sind taub für etwas anderes als den Laut des Krieges. Risse aus Purpur sprengen in underischen Glanz aus der Finsternis der Sternenleere. Ketten, gehalten vom Sphärenklang, bersten mit dem Urlaut der Ermüdung. Zorn, Hass und Wille branden über die Schöpfung, die erbebt, als ihr ältester Sohn sein Haupt erhebt, zurückgekehrt aus dem Bann seiner Geschwister, die in einer Festung aus Licht Kriegsrat halten. Die Schöpfung zittert unter den Schritten der Armeen, die marschieren einen Krieg zu führen, der hinauf reicht bis in das strahlende Heim unsterblicher Götter. Uralte Wächter, riesenhaft und mondenmächtig, sühnen ihren ersten Frevel in verhohlenen Bergen voll von Waffen für den jüngsten Tag. Behüter der fallenden Gigantin und Lichtkinder geben einander die Hand im Bund gegen den Verrat, der Traum und Wirklichkeit für immer beherrschen will. Ein drittes Mal brennt die Welt...

Entscheidung:
Das Pendel schwingt vor und zurück, die Wogen des ewigen Ozeans, aus Weisheit und Erkenntnis, werden getrieben von Ebbe und Flut. Sie geben den Tropfen frei, doch in der Tiefe wartet mehr Wissen, mehr Weisheit, jede Erkenntnis... Du bist uralt … Willst du zurückkehren in die Begrenztheit des Seins oder den nächsten Gezeiten harren, tiefer tauchen in all das, was geworden ist und sein könnte?

Vergangenheit (vor mehr als 100.000 Jahren):
Hünenhafte Urwesen stapfen durch eine wüstenhafte Welt, die Elemente sind aufgewühlt und ungebunden. Bärtige Krieger liegen im Kampf mit gewaltigen Drachenwesen, in deren Adern Feuer und Wut brodelt. Stein auf Stein werden Bollwerke aufgeschichtet, die spätere Generationen und Rassen Gebirge nennen werden. Eine sterbliche Göttin umtanzt einen Sternenherren, der die Macht der Götter hütet. Dreiäugige Zauberpriester wandeln auf dem Licht der Sphären, nehmen in ihre Mäntel aus Dunkelheit und Sternenglanz die Gabe der Zauberei auf und schaffen Wunderwerke im schwebenden Nichts, einem Grau zwischen den Welten. Urmeere branden gegen felsige Klippen, in ihren Tiefen wandeln sich Wesen und Göttliche, schauen die Wunder der Tiefe. Auf einem Thron aus Felsen nimmt die sehende Tochter des unergründlichen Meeresgiganten Platz und schaut das was sein wird. Sechs gewaltige Erdenwächter, beginnen ein neues Äon ihrer Wacht, sechs gepanzerte Lichtdrachen steigen auf zur Festung des Göttlichen. Der erste Tod kommt in die Welt, als Sterblichkeit dort Einzug hält wo ewiges Leben begonnen hat. Ein altes Volk sieht seinem Ende entgegen, ein anderes seiner ewigen Wacht. Es ist der Beginn der Zeit.

Zukunft (in mehr als 100.000 Jahren):
Götter wandeln auf Dere, ihre Macht überstrahlt alles. Was sterblich ist, unterwirft sich ihrem Willen und Wort, selbst die Elemente sind besänftigt. Gestalten aus reiner Kraft streifen gestaltlos und allpräsent über die Ebenen des Seins, erwählen sich jene aus ihren Getreuen, deren Seelen in Harmonie erklingen. Makel und alter Frevel werden getilgt vom Angesicht der Welt, niemals erstrahlte die Schöpfung reiner und klarer, unberührter und friedvoller. Ein neues, ungekanntes Gefühl bemächtigt sich der Mächte, die seit Anbeginn der Zeit die Welt begleiteten. Es ist Furcht, denn sie wissen, sie sind unsterblich und doch endlich. Es ist das Ende der Zeit.

Entscheidung: Das Pendel schwingt vor und zurück, die Wogen des ewigen Ozeans, aus Weisheit und Erkenntnis, werden getrieben von Ebbe und Flut. Sie geben den Tropfen frei, doch in der Tiefe wartet mehr Wissen, mehr Weisheit, jede Erkenntnis... Du erbebst bis ins Innerste … Willst du zurückkehren in die Begrenztheit des Seins oder den nächsten Gezeiten harren, tiefer tauchen in all das, was geworden ist und sein könnte?

Vergangenheit (vor mehr als 1.000.000 Jahre): Aus den Armen eines Allgottes, dessen Wunden Wasser und Licht in die Finsternis des Nicht-Seins bringen, sinkt eine Urriesin nieder. Der Widerhall unfassbarer Kräfte lässt das was kein Kosmos ist, selbst im Nachhall erzittern, der erste Frevler wird durch ein mächtiges Wort gebunden. Verwunderung und Trauer wehen über den Ort, der jetzt Schöpfung ist und aus dem Licht des Allgottes und dem Blut der Urriesin erheben sich neue Mächte, während der erste Tag anbricht. Es ist das Ende der Ewigkeit...

Zukunft (in mehr als 1.000.000 Jahre):
Alles was ist ist vollendet. Jeder Gedanke, der werden konnte, wurde gedacht, jedes Leben, das werden konnte, wurde gelebt. Die Welt ist alt geworden und die Bürde des Seins wiegt schwer. Selbst der Tod stirbt in den letzten Stunden der Schöpfung, denn alles was ist, ist längst geworden was es sein soll. Die letzten Kämpfe sind verebbt, die Totenhallen sind verwaist, die Wesen der Welt und aller Zeiten heben ihre Gesichter dorthin wo kein Stern mehr funkelt. Das Urfeuer, ebenso alt geworden wie die Welt, entzündet den Leichnam von allem was Schöpfung ist. Wohltuende Wärme und allumfassende Zufriedenheit erfüllen alles was noch ist. Es ist der Beginn der Ewigkeit...

Entscheidung:
Das Pendel schwingt vor und zurück, die Wogen des ewigen Ozeans, aus Weisheit und Erkenntnis, werden getrieben von Ebbe und Flut. Sie geben den Tropfen frei, doch in der Tiefe wartet mehr Wissen, mehr Weisheit, jede Erkenntnis... Du bist Teil der Ewigkeit …
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 03.04.2016 01:27

Kontext und Erklärung:

Die folgenden Texte sind Briefe von Liscom von Fasar an einen klugen Gegenspieler. In dieser Konstellation der G7 war einer der Spieler ein weißmagischer Ermittler, der die borbaradianischen Umtriebe schon vor der Rückkehr des Meisters als gefährliche Sekte ausgemacht hatte und versuchte diesen zu begegnen wo immer er konnte, während die öffentlichen Stellen sie bestenfalls für Spinner hielten.
Auf diesem Weg war er immer wieder mit einem "Meister" im Hintergrund konfrontiert, den er allerdings nie zu Gesicht bekam, sondern nur von ihm wusste (Liscom von Fasar), letzterer nutzte Briefe, um seinem Gegenspieler den Respekt zu bekunden, den er empfand und ihm zugleich zu offenbaren, in welche Richtung seine Pläne gehen.

Der erste Brief ist dabei ein Abschluss ihres "Katz und Maus"-Spiels in dem es dem Weißmagier gelungen war einige borbaradianische Zirkel auszuhebeln (und damit Liscom durchaus unterstützte, wenn auch anders als gedacht). Anspielungen in dem Brief beziehen sich auf den Umstand, dass sowohl Satinav als auch die Helden aus "Krieg der Magier" Zeitfrevel begangen haben, in dem sie in die Vergangenheit reisten und das in diesem Aventurien erst die Taten dieser zeitreisenden Helden in Borbarads Festung (man hat Teile von Borbarads Schriften mittels Limbusportalen aus der schwarzen Festung geschafft => Notmark s. Krieg der Magier), Liscoms Studien und Taten ermöglichten.

Der zweite Brief richtet sich ebenfalls an seinen "Feind" und ist quasi der letzte Wille des Liscom von Fasar, der sich hier vertrauensvoll an den "Finder" seiner Habseligkeiten und damit, wie er vermutet, seinen langjährigen vertrauten Feind wendet. Hier wird dargestellt, was Liscom eigentlich antreibt, dass er durchaus ein Idealist ist und ein Gläubiger, ebenso wie Philosoph und wie komplex das Verhältnis von zwei langjährigen Gegenspielern sein kann.

1. Brief des Liscom von Fasar

Kollegiale und dankbare Grüße entsende ich Euch, Collega.

Ihr mögt mir verzeihen, dass es solange Zeit in Anspruch nahm euch angemessenen Dank zu übermitteln, hinsichtlich der Dinge, die ihr für mich getan habt. Doch eure Hilfe soll nicht umsonst gewesen sein. An dieser Stelle will ich Euch all das offenbaren, was ich bisher vor euch geheim halten musste. Nicht aus Böswilligkeit, wie ich euch versichere, sondern aus Gründen der Sicherheit, waren mir Eure Motive doch zunächst nicht offen ersichtlich. Allzu viele Gestalten, die sich als integer und ehrenhaft bezeichnen, scheitern bei genauerer Prüfung ihrer Gesinnung an den einfachsten Tugenden. Ihr jedoch seid ein Mann von beeindruckendem Format, ein Mann, der bereit war großes zu leisten, um meine Freiheit zu gewährleisten und der mir auf diese Weise geholfen hat die Pläne, die ich heute zu einem Abschluss bringen kann, voran zu treiben. Nur euch, werter Collega, ist es zu verdanken, dass Liscom Ghosipar von Fasar oder auch Hamed ben Seyshaban genannt, wie Ihr vermutlich bereits wusstet, heute dort stehen kann, wo ich stehe.
Mir ist bewusst, dass Euer aufrichtiges Gefühl für Verantwortung dem Streben nach Freiheit, wie es die Lehren des Meisters wiedergeben, als diametral entgegengesetzt empfunden werden muss. Doch ich versichere Euch, dass ich vollstes Vertrauen in Euch habe, diese scheinbare Unvereinbarkeit der Lehren zu überbrücken, dem komplexen Gesetz der Logik folgend, dass sich in den Handlungen der Natur widerspiegelt. Ohne Euch wäre es mir kaum gelungen die Anhängerschaft des Meisters von Zweiflern, Zauderern und Schwächlingen zu säubern, ohne einen Eklat zu verursachen, der die Gemeinschaft nachhaltig hätte schwächen können. Wie die Kirche des Praios eindrucksvoll demonstriert gibt es keine größere Schwäche als die Uneinigkeit, zumindest wenn man gegen äußere Feinde bestehen muss und man nicht über die unbegrenzten Weisheiten des Meisters verfügt. Das Wesen der Freiheit ist es unbegrenzt zu sein, ebenso wie es das Wesen des Willens und der Gedanken ist, nur durch Überwinden von Beschränkungen wahre Größe zu erlangen. Ich hoffe, dass vor dem Zeitpunkt, an dem Ihr dem Meister gegenübertreten werdet, Eure Erkenntnisse weit genug gediehen sind, um über die simple Lehre der Kirchen, die Euch zweifelsohne indoktrinierte, hinaus zu blicken.
Leider wird es uns nicht vergönnt sein von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen, denn die Vollendung meiner Pläne, die dank Euch über Jahre hinweg gedeihen konnten, werden auch mein Ende bedeuten. Doch ist dies kein Grund zum Bedauern, sondern viel mehr ein Grund der Freude, denn mein Opfer wird ermöglichen den Meister zurück zu bringen. Ihr habt zu diesem Zeitpunkt schon lange erkannt, dass der Handel des Testaments nicht mehr ist als Augenwischerei, eine Verlockung für den schwachen Geist sich dem stärkeren unterzuordnen. Meine Aufgabe ist weit größer, weit umfassender, weit essentieller. Der Avatar der Freiheit wird auf Dere wandeln, die Welt steht am Abgrund und der letzte Wandel muss vollzogen werden. Ein Wandel, der nur von einem Geist begangen werden kann, der größer und freier ist, als alles, was wir Sterblichen sind. Freiheit, absolut und vollkommen ist nur in Assoziation mit grenzenloser Macht möglich, mein Freund. Erwartet den Wandel der Welt mit freudigen Augen, denn sie wird nie mehr so sein, wie sie dereinst war.
Da mir bewusst ist, dass es Eurem Wesen entspricht Euch meinen Planungen entgegen zu stellen und ich Euch diese Freiheit gewähren will, wie es der Wille des Meisters ist, so gebe ich euch diese Hinweise mit auf den Weg, auf das Ihr den Pfad beschreiten könnt, welcher Euch zur Erkenntnis und Freiheit führt. Zwischen den Leibern gefallener Götter, befreit vom Strick des schwarzen Mannes, entsteigend aus dem Netz astraler Kraft, beschreite ich den Pfad, den vor mir nur der erste Frevler und die größten Helden eines Zeitalters begangen haben, um zum Ursprung der Freiheit zu gelangen.

So Euer Verstand scharf ist, wie ich ihn vermute und kennen lernte, werdet Ihr alsbald vor den Meister treten und ER wird Euch erkennen.

Mit hochachtungsvollen Grüßen
Liscom Ghosipar von Fasar, erster Schüler des großen Borbarad


2. Brief des Liscom von Fasar (letzter Wille)

Gerichtet an den Sohn der Weisheit, der dieses Schriftstück in den Händen halten wird. Er möge mir verzeihen, dass meine Worte nicht geschliffen und brillant wie funkelnde Juwelen auf dieses Pergament gebannt werden, doch meine Zeit eilt und ebenso die von so vielen anderen Wesen. Leider wird es uns nicht vergönnt sein uns jemals zu begegnen, denn wenn ihr diese Zeilen in den Händen haltet, wird das Lebenswerk dieses Sohnes des Glaubens vollbracht sein und die Welt wird erzittern unter den anbrandenden Wogen einer neuen, endgültigen Ordnung. Es ist nicht naive Hörigkeit, die mich handeln lässt und mich dauert jedes Opfer, welches gebracht werden muss, das höhere Ziel zu erreichen. Doch was sind die Leben von Menschen, deren Seelen in die Hallen ihrer Götter finden werden, gegen die Rückkehr des Meisters, der vollenden kann und wird, was vor so langer Zeit begonnen wart.
Diesem Vater des Wissens ist bewusst, dass der Finder dieser Zeilen verstehen wird, was meine Worte bedeuten. Er wird Zeuge der Tat sein und er wird erkennen, welche Größe und auch welche Opfer in diesem Werk gebunden sind. Doch nicht nur als Zeugnis soll der Finder meiner Worte überdauern, auch das Wissen will ich ihm anvertrauen, das Wissen, das einstmals mir von eben jenem Finder geschenkt wurde und das nun im vollendeten Kreislauf des Seins den Weg zurückgefunden hat, von den dankbaren Händen des Schülers zu seinem vorherbestimmten Hüter. Denn niemand geringerem als euch, Sohn der Weitsicht, wird es gegeben sein, mein Erbe unter dem weisenden Blick des Meisters anzutreten. So wie ihr dereinst mir das Wissen schenktet mein Leben zu einer Bestimmung zu führen, die das Herz eines Gläubigen und Entschlossenen höher schlagen lässt, so will ich diese Gnade und Güte nun erwidern. Nutzt die Macht in euren Händen mit Bedachtsamkeit und Vorsicht, denn noch höhere Mächte bewachen die verschlungenen Pfade von Zeit und Raum und neidisch ist der Blick auf das Los der Sterblichen, denen Freiheit geschenkt wurde und die sich jede Freiheit nehmen können. Edler Finder, Wissender unter den Blinden, die nicht sehen wollen, euch obliegt nun das Wissen zu nutzen, dass im Liber Zhammoricam per Satinav niedergeschrieben wurde und meine besten Wünsche begleiten euch, sie werden alles sein, was von mir geblieben ist. Nehmt es als mein letztes Zeugnis, als meinen letzten Willen und meine letzten Worte an, wahre Größe findet ihr nicht im Gehorsam und in der Unterwürfigkeit. Wahre Größe kann nur an geborstenen Grenzen geschliffen werden, die ihr hinter euch lasst, mit jedem Schritt, in dem ihr mehr der werdet, der ihr sein sollt und wollt.

In tiefer Verbundenheit und mit verständiger Hingabe verbleibt bis hin zum Rausch der Ewigkeit

Liscom Ghosipar von Fasar, Erster Schüler und neuer Leib des Meisters
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 03.04.2016 11:19

Kontext und Hintergrund:

Hier jetzt die Traumsequenzen zum dritten Gezeichneten. Diese sind etwas allgemeiner gehalten (ohne spezielle Namen) und können daher vermutlich, wenn Interesse besteht, 1:1 in der eigenen Runde übernommen werden. :)

Dritter Gezeichneter (erster Traum) „Blut des vergangenen Zeitalters“:

Feuchte Hitze durchdringt das dichte Grün, Dampf steigt aus dem morastigen Boden auf, bildet einen dunstigen Nebel, der die Spur der Beute verbirgt. Doch nur vor dem Jäger, der sich auf seine Sicht verlassen muss. Zischelnd schnellt eine blutrote Zunge zwischen wulstigen Lippen hervor, die eine Doppelreihe von, scheinbar unsymmetrischen doch ungeachtet davon gefährlich scharfen, Zähnen verbergen. Gewaltige Muskeln spannen sich unter grüngrauen Schuppen an, angetrieben vom rauschenden Blut, das von einem pochenden Doppelherzen in der breiten, kantigen Brust durch dicke Venen und Adern gepumpt wird. Die Beute ist verletzt, der Geschmack von Kupfer und Süße liegt in der Luft, ein Warmblüter, zweifelsohne. Dieses Aroma kennt der Jäger in dir nur zu gut, denn es verheißt ein kleines, heftig pochendes Herzchen und zartes, rosiges Fleisch, das den Zähnen und Klauen kaum einen Widerstand bietet. Es ist schnell, geradezu flink wie es Haken schlägt und versucht zu entkommen, doch es ist Beute, ein hilfloses Wesen, klein und zerbrechlich, schwach und von Furcht erfüllt. Sein Schweiß hat diese bittere Note, den Geschmack der Panik, der einen Jäger anstachelt. Es hastet durch den Wald, sucht Deckung hinter Farnen, so groß wie es selbst, doch reichen sie dir nicht einmal bis zum Ansatz des Schwanzes. Hitze umflorrt es, gekühlt mit Strömen aus Schweiß, du siehst in der Brust das Herz rasen, so schnell, klopfend wie eine Kriegstrommel. Noch einen Augenblick, ein wenig länger, der Moment in dem Erleichterung die Reflexe erlahmen lässt, in dem der Geist des kleinen glatthäutigen Warmblüters sich der Illusion von Sicherheit und Entkommen hingibt, ist der Moment in dem ein Jäger zuschlägt.
Seine Gefühle, hastig, wild, ungezügelt, hallen als schwacher Wiederklang durch deinen Geist. Es fehlt die Kontrolle, die kühle Berechnung, die kalte Wut, die nur von einem Wesen mit kühlem Blut gelebt werden kann. Es ist ihre größte Schwäche, diese überflüssigen, unbändigen Emotionen, die jetzt langsam abebben und eine Leere zurücklassen, in die sich tropfend Erleichterung und Hoffnung ergießt.
Vorwärts! Gewaltige Muskeln entlassen die aufgestaute Anspannung in einem Schub, der selbst deinen massiven, muskelgestählten Leib mit seiner enormen Masse in schlagartige Bewegung setzen kann. Peitschende Äste, Blattwerk und Farnwedel prallen an deinem Schuppenpanzer ab, als du mit der Kraft und Urgewalt eines Drachen durch das Buschwerk schlägst und die kleine, vor Wärme glühende Figur mit einem beiläufigen Streich deiner Klauen zu Boden schleuderst. Viel zu langsam will es sich zur Seite werfen, in dem Moment, in dem du schon über ihm bist, es schon zu Boden geschmettert hast. Ein Schrei, schrill, panisch dringt dumpf an deine Ohren. Es braucht diese Laute nicht, denn du riechst Blut, Angst und Tod. Es wird nicht mehr fliehen. Die Beute ist erlegt. Deine geschlitzten Augen betrachten das glatthäutige Bündel, dass verkrümmt zu deinen, in den Boden gegrabenen, Klauenfüßen liegt. Die Wahrnehmung von Wärme schwindet von einem Augenblick zum nächsten, als deine geschlitzten Augen sich wieder auf die normale Sicht umstellen.
Dieses Wesen ist anders, als die Beute, die du bereits erlegt hast. Es ist ein Warmblüter, ein zerbrechlicher, kleiner Käfer im Angesicht deiner Macht, aber es ist nicht wild und nackt, wie sie es üblicherweise sind. Es trägt sogar eine Klinge aus gehämmertem Metall und eine Rüstung aus gehärtetem Leder. Nicht genug um auch nur den Hauch von Widerstand gegen deine Stärke zu bieten, aber es ist doch eine Botschaft. In seinem mit wildem Haar bewucherten Gesicht, das an die primitiven Flachheit der Affen erinnert, zeigt sich Angst, aber dahinter ist mehr: Stolz und Hass. Hass auf dich und dein Volk. Und du siehst es in seinen Gedanken. Dieses Männchen ist nur einer von vielen, einer von hunderten und tausenden, die sich in den Schluchten der Berge verstecken. Und sie hassen das erwählte Volk des Kr'Thon'Chh. Du reißt sein pochendes Herz aus der Brust, verschlingst es, während noch Leben in den Augen ist und betrachtest wie sie brechen. Die Zeit auf die DU gewartet hast ist da! Ein neuer Feind erhebt sich, noch sind sie schwach und ängstlich, aber bald schon werden sie Krieg bringen. Große Kämpfe und Schlachten, die DU schlagen wirst. Herzen die DU verschlingen wirst! Ein neuer Tag ist angebrochen, ein neues Äon dämmert am Horizont. Nicht das der Felsbewohner und Lichtträumer, nein, ein Äon voller Schlachtwut und Zorn! Das süße Blut, vermengt mit dem bitteren Geschmack von Angst und Hass, rinnt in deine Kehle. Vielleicht wird es DEIN letzter Kampf werden, aber es wird ein Krieg sein, der die Welt erschüttert! Dein Kriegsschrei lässt tausende Vögel aufstieben und Banden von Pelztieren kreischend das Weite suchen!
Und die Glatthäute keuchend aus ihrem Schlaf hochfahren! Sie starren dich an, DICH den Krieger der alten Zeit! Du schmeckst noch ihr Blut auf deinen Lippen, du riechst ihren Schrecken, deine Zunge schnellt vor, zischelnd, ihr Aroma aufnehmend. Doch es fehlt etwas! Muskeln, Schuppen, Stärke und Macht! Ein Krieg zieht auf! Ein Krieg wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat! Du brauchst deine Macht, deine alte Stärke! Stärke aus dem alten Blut! Und du wirst sie erjagen!

Dritter Gezeichneter (Zweiter Traum) „Eine Waffe für die Schlacht!“:

Sie kamen in der Mitte der Nacht, die Kälte nutzend, die jedes Echsenwesen schläfrig und langsam machte. Sie kamen zu vielen, sie kamen leise und sie kamen verborgen. Sie schlichen sich an Wächtern vorüber, schlitzten Kehlen auf, erstachen von hinten die Sklaven und die Wachdiener aus dem schwachen Volk der Achaz. Fast waren sie bis ins Innere der Stadt gelangt, hin zu den Zikkuraten der Priester und Zauberer, doch sie hatten die Wachkreaturen unterschätzt, Bestien verschmolzen aus Warmblütern und Echsenwesen, die den inneren Ring mit ihren scharfen Sinnen bewachten und bellend in die Nacht gebrüllt hatten. Aus dem Hinterhalt wurde eine Schlacht, wie DU es vorhergesehen hast. Der Duft von Blut liegt in der Luft und klebt an den Schuppen deiner Gelegebrüder. Keine Zeit sich zu rüsten! Keine Zeit für Pläne! Es herrscht KRIEG!
Tief saugst du den Geruch des Kampfes ein, schmeckst Stahl, Gedärme, Blut und Schweiß in der Luft. Prickelnde Wärme, kristallisiert aus machtvoller Magie, lässt deine Muskeln zucken. Der erste Schlag lag bei ihnen, den wimmelnden Warmblütern, Hunderte wuseln auf den breiten Steinpfaden zwischen den Behausungen des Dienervolkes, welches der Übermacht und der Brutalität der glatthäutigen Bergbewohner zum Opfer fällt, niedergemacht wird, während die Nacht ihm den Willen zum Kampf raubt. Sie sind alle unwürdig. In ihrem Blut liegt keine Ehre, in ihrem Blut liegt keine Stärke. Alles was das dort ist, ist Gemetzel und die vor Wärme leuchtenden Glatthäutigen glauben den Sieg darin schon so nahe. Sie haben noch nicht begriffen, dass DU wach bist. Deine Zahnreihen entblößen sich in einem Ausdruck der Bedrohlichkeit zu einem brutalen Fletschen. Die gewaltige Klinge in deiner Hand, eine riesenhafte Axt mit geschwungenem Blatt beginnt von knisternden Blitzen umzuckt zu werden, als deine Macht in sie fließt. Deine mächtigen Herzen pumpen immer schneller, als der Geruch des Blutes den unaufhaltsamen, wilden Kampfrausch entfacht. Heißer als Drachenatem, unnachgiebiger als Stahl, tödlicher als der Blick V'sars! „N'Churr!“
Dutzend Kehlen antworten dem Kriegsschrei, stimmen ein, senden das Bild von Urgewalt und Zorn in die Köpfe der schwächlichen Warmblüter. Ihr seid wenige, nur ein Dutzend, sie sind hunderte, doch ihr sein Leviathanim! Ihr seid die Jünger Kr'Thon'Chhs!
Ein Satz und du bist unter ihnen! Dein Sprung zerquetscht ein Dutzend Glatthäute! Die Woge pulsierender Magie, die du in ihre Leiber sendest lässt sie kreischend zu Boden gehen, Blut aus ihren schwächlichen Körpern strömen! Und erst dann erntet deine Klinge! Singend zertrennt sie Leiber, zerreißt Leder und Haut, zerschneidet Holz und Knochen! DU bist ihr Tod! Sie mögen zu Dutzenden kommen, zu Hunderten, zu Tausenden! Sie sind schwach! DU bist stark! Ein Peitschen deines Schwanzes schleudert sie davon, ihre kleinen Klingen prallen wirkungslos gegen deinen Schuppenpanzer, der mit magischer Macht gehärtet ist! Diejenige, die nicht gleich sterben zu deinen Klauenfüßen kreischen und wimmern, als der ätzende Schweiß deiner Schuppen sie zersetzt!
„Seht mich und sterbt! Bekämpft mich und sterbt! Berührt mich und sterbt! EHRE UND TOD! N'CHURR!“ Wie eine Flutwelle durchbricht deine Macht ihre schwachen Verstand. Schreckensvisionen ihres Endes brechen über die wimmelnden Nagetiere herein, lassen ihren Ansturm in Panik und Flucht umschlagen. Flieht und sterbt! Ein Sprung, Knacken, Spritzen. Bersten, Krachen! Kreischen, Wimmern, Schreien, Weinen, Winseln, Brüllen! Blut, Eisen, Feuer, Rauch, Gedärme, Kot! Die Laute der Schlacht, der Geschmack der Schlacht! DU lebst für die Schlacht! DU lebst die Schlacht! DU bist die Schlacht! Zerquetschen! Zerstampfen! Zerschmettern! Zerteilen! Zerstören!
„N'Churr!“ brüllt deine schwächliche Stimme, ihr fehlt die dunkle Kehligkeit, ihr fehlt die Brust mit der gewaltigen Lunge, ihr fehlt der rasende, doppelte Herzschlag, das wilde Hämmern der Kriegstrommeln eines jeden Leviathanim! Doch das rasende, heiße Blut, es ist da und der Ruf! Der Ruf nach der Kriegswut! Nach der Schlacht! Du bist geboren um diese Schlacht zu schlagen! Wo ist die Schlacht, die es zu schlagen gilt?! Du musst sie finden! Und du musst bereit sein! Abfällig starrst du auf die Klinge in deiner Hand. Nutzlos, winzig, schwächlich! Du bist eine Waffe für die Schlacht... du brauchst eine Waffe für die Schlacht geschmiedet! Eine Waffe dem N'Churr würdig!

Dritter Gezeichneter (Traumsequenz 3) „Der Kampf ist ewig“:

Rotes Licht fließt über dunklen Felsen, die Ränder deiner Wahrnehmung liegen im Nebel, ebenso wie die höheren Ränge der Arena, in der du stehst. Der Hieb kommt viel zu schnell. Blut spritzt auf den Boden, die gewaltige Waffe mit langem Stiel und gebogener Klinge, gleitet aus der tauben und kraftlosen Klaue, landet mit einem hellen Klirren auf dem groben felsigen Untergrund. Von Wunden übersät strauchelst du, den Blick aus dem verbliebenen geschlitzten Auge auf deinen Kontrahenten gerichtet. Den fünften deiner Art, gegen den du angetreten bist. Vier liegen zerschmettert, mit verkrümmten Leibern, verrenkten Gliedern und aufgeplatztem Schuppenkleid auf dem Boden der Arena verteilt. Mächtige, aber junge Kämpfer, kaum ihren Häutungen entwachsen.
Jeder Kampf wurde schwerer als der davor, in jedem Kampf schien dein Feind wilder und stärker zu sein. Täuschung, natürlich, denn sie wurden nicht mächtiger, du wurdest schwächer, erschöpfter. Sie sind jung, sie lauern auf dein Ende und hier im N'Churr'ichay können sie dich herausfordern, denn hier ereilt sie nur Schmerz, nicht aber der Tod, den sie verdient hätte.
Blut und Krieg, das ist die Saat deiner Rasse, dies sind die Gaben, die ihr der Welt hinterlassen werdet, selbst jetzt, wo ihr dahinschwindet, von diesen kurzlebigen, glatthäutigen, schwächlichen Maden in der Nacht gemeuchelt, zerhackt und unter Felsstürzen begraben. Sie sind so viele, ihr nur noch wenige und die aus den jüngeren Gelegen, geschlüpft nach dem Beginn des großen Krieges, sie werden niemals die volle Stärke erreichen, denn schon jetzt werden sie in Schlachten geworfen, die sie nicht gewinnen können.
Tod und Zerstörung bringt ihr, Blut trinkt ihr, Kr'Thon'Chh ehrt ihr, doch es ist nicht genug. Es kann niemals genug sein, denn der Kampf ist Ewigkeit, vom Anfang bis zum Ende der Zeit! Krieg! Blut! Kampf! Ehre! Dein Körper in der Wirklichkeit blutet aus. Dein Geist zerfasert. Du bist zu lange hier! Doch du bist kein Brutling! Du bist nicht frisch geschlüpft wie diese anderen! Du hast gekämpft, seit dem Anfang des großen Krieges, bevor Zze Tha verschwand, bevor der Gottdrache zerrissen wurde, bevor sie euch bannten mittels ihrer Magie und auf die Insel trieben! Du hast all diese Schlachten gesehen und überlebt! Du hast Blut getrunken von Wesen, die das junge Gelege nicht mehr erlegen kann, da du das letzte Tier verschlungen hast! Du bist ewig wie der Krieg, wie der Kampf, wie die Ehre! Dein Leib stirbt, aber du lebst! Kraft durchströmt dich, fließt zu dir aus dem Blut der Gefallenen, aus der kochenden Hitze deiner eigenen Wut! Sie sind so unwissend, sie ahnen so wenig. Nur wer bereit ist alles zu opfern kann immer siegen!
Gewaltige Muskeln spannen sich, dein Gegner hebt seine Glefe, scharf genug um einen Drachenpanzer glatt zu zerschneiden und lässt sie mit der ungestümen Urgewalt der Jugend niederrasen. Du fällst zur Seite, auf deine Waffe, Schuppen platzen auf, Blut spritzt, magisch gehärteter Stahl zerfetzt Muskelfasern. Schmerz, süßer, willkommener, heißer Schmerz. Du kommst nicht mehr hoch, du musst es auch nicht, du drehst dich nur noch zu ihm, deinen Schwanz nutzend. Seine Beine spannen die Muskeln an, er schreit röhrend auf, auf den Reißzähnen spiegelt sich blutiges Licht. Ungestüme Gewalt, ungebremst, unaufhaltbar. Knochen brechen, Rippen krachen, ein Herz zerfetzt von dem spitzen Keil einer Axt zuckt krampfartig noch einmal, zweimal. Heißer Schmerz prellt durch deinen Arm, dann birst der Stiel deiner Waffe, der Leib kippt zur Seite, bebend im Todeskampf.
Du blickst auf das Bündel aus Muskeln, Schuppen und Fleisch, sein Blick bricht, seine Gestalt verschwimmt, Flirren wie von großer Hitze umfließt den zerschmetterten Körper mit dem zerfetzen Herzen in der Brust. Dann Stille. Er ist fort. Der letzte Nestling ist geflohen, geschlagen im N'Churr'ichay. Doch für dich gibt es keine Rückkehr. Sie haben ihren Sieg erkauft, dein Leib ist ausgeblutet in der Wirklichkeit, dort wohin du nicht mehr gehen kannst. Doch du kannst hier sein, auf ewig in Kampf und Ehre! Kämpfe in einer Zeit, in der dein Volk nur mehr eine Geschichte verborgen in einer Legende ist! In der die Glatthäutigen ihren Schlüpflingen die Grausamkeit deiner Art nur noch zum Schrecken, aber nicht mehr zum Krieg berichten. Zeiten in denen große Kämpfe, große Ehre und große Opfer warten! Zeiten, in denen DU erwachen wirst und wieder kämpfst! Und bis dahin bist du N'Churr'ichay! Bis dahin bist du N'Churr! Die Ehre, die Wut, der Rausch und die Macht deines Volkes!
Dieses Mal erwachst du nicht aus dem Traum, dieses Mal ist es kein Traum, denn du bist dir deiner bewusst. Du bist der Krieger, der die Zeit überdauert, der Verschlinger der Herzen, die Waffe gegen den größten Feind. DU bist was du suchst und so zerbrechlich dein Leib, so schwächlich deine Arme, so kraftlos deine Zauber auch sein mögen, du bist der letzte Krieger! Und in dir ist die Wut, der Mut, der Rausch und die Ehre eines Volkes! Du bist der verkörperte N'Churr! Und du wirst alles geben, das letzte und allerletzte, Körper und Seele für Krieg und Ehre! Und SIEG! Was auch immer du warst ist bedeutungslos geworden, denn dies ist DEINE Bestimmung!
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 05.04.2016 09:24

Kontext und Hintergrund:

Die folgenden Szenen sind für den vierten Gezeichneten geschrieben worden, in diesem Fall einem, der eine "zwergischere" Variante des Zeichens getragen hat. Die Fähigkeiten des Zeichens waren mehr im karmalen (Angrosch) und magischen (Geoden/elementar) Bereich zu suchen, als es beim offiziellen Zeichen der Fall ist. Der Gezeichnete konnte hier Zeuge werden, wie das Volk der Angroschim den Schaffensprozess des Zeichens erlebt hat.

Vierter Gezeichneter (Erster Traum) „Ein Meisterstück unter dem Berg“:

Flirrende Hitze steigt aus der glühenden Esse auf, rotes Licht fließt über grauen Stein und schwarzen Ruß. Alte Fresken, von kunstfertiger Hand in den Felsen geschlagen, werden im Wiederspiel von Licht und Schatten lebendig. Laut und hell klingt der Schlag von Metall auf Metall, rhythmisch und gleichmäßig, dem Herz eines stählernen Giganten gleich. Der Rauch aus den Schloten der Essen steigt in hellen Schwaden auf und verliert sich in der Dunkelheit der gewölbten Höhlendecke. Ein Zischen gestellt sich in den Rhythmus des Hämmerns, als rotglühendes Metall in Bäder voll rauchender Säure und eisigem Wasser getaucht wird. Eiserne Zangen ziehen eine schimmernde Klinge mit funkelndem Blatt aus dem Wasser hervor, tauchen sie in Öl und reichen sie an Hände, die in ledernen Handschuhen stecken. Gedrungene, massige Gestalten, im Gegenlicht der Essen nur Schatten und Schemen, bewegen sich in der gewaltigsten Schmiede dieses Volkes. Dutzende Angroschim hämmern mit runengezierten Werkzeugen auf Platten, Stangen und Klumpen aus glühendem Metall, welches hell leuchtend seine Legierung und Beschaffenheit erst preisgibt, wenn es in den Bädern getauft wurde. Bärtige Schmiede, deren Muskelstränge sich, knotigen Tauen gleich, unter braungebrannter Haut wölben, vollbringen Meisterwerke der handwerklichen Kunst, unter dem wachsamen Blick der der Priester des Schöpfervaters. Grollende, brummende Lobgesänge an das weise Väterchen, an den Herren von Feuer und Erz und den Kriegsführer gegen das drachische Gezücht, erfüllen die Hallen, getragen durch von Ruß rauen Kehlen, unterlegt von der emsigen Melodie, die Hammer und Amboss singen. Aus der Esse gehoben, aus dem Feuer gezogen, aus den edelsten Metallen der Wurzeln des Berges zusammengefügt, erwacht ein Meisterstück zum Leben. Vom Herzschlag des Berges erweckt, beseelt vom Blick des Schöpfervaters, geschaffen von den Händen des Hohepriesters, durchdrungen von der Leidenschaft eines Kriegervolkes, wird im Augenblick des letzten Bades in brodelndem Öl, in den Tiefen der uralten Binge das letzte Stück geschaffen. Ein letztes Teil und mit ihm erwacht das Bewusstsein, eine alte Seele in feinstem Toschkrilstahl, durchzogen mit Spuren des legendären Mithril. Mit dem letzten Hauch setzen alte Finger, schwielig und schwarz von den Spuren der Arbeit, die Fingerkuppe an, die letzte Niete wird gepresst, bevor der letzte Atemzug über die Lippen des höchsten Schmiedes unter dem Berg geht. Kräftige Hände greifen den sinkenden Körper, heben ihn von seinem Werk fort. Brummende Stimmen zelebrieren den Akt der Aufopferung, künden in alten Worten, kehlig und rau vom letzten Schöpferwerk des großen Schmiedes, der das letzte gab um zu schaffen, was ihm vom Schöpfervater bestimmt war. Silbern glänzend ruht sein Werk auf schwerem, dunklem Leder. Blutrot spiegelt sich das Essenlicht in den Facetten, der feingliedrigen Finger, dem starken Rücken der Hand und den funkelnden Ewigsteinen entlang des Armes. Wie ein Guss fügt sich ein wofür der Alte sein Leben gab. Wie aus einem Guss ist er, der letzte Teil der Rüstung. Der Handschuh, geschaffen von den Vorvätern, gehärtet im Blut und Schweiß, beseelt mit Hoffnung, Zorn und Stärke, ausgekühlt im letzten Atemzug seines Schöpfers. Ein Meisterstück wart geboren unter dem Berg. Gepriesen sei Angrosch, denn sein Wille ist groß.

Vierter Gezeichneter (Traumsequenz 2) „Teil eines Ganzen“:

Teil eines Ganzen zu sein, Teil von etwas Größerem, Teil einer Gemeinschaft. Die erwachende Seele eines Werkstückes kannte keine Gefühle, wie sie ein Angroscho kennen würde. Aber sie kannte die Verbundenheit, die aus einzelnen Wesen eine Gemeinschaft und aus einzelnen Teilen eine Rüstung erschaffen konnte. Geschaffen von den kunstfertigsten Händen unter dem Berg, in den heiligsten Hallen eines Schmiedegottes, dessen sakraler Blick jeden Handgriff seines Dieners beobachtet hatte. Inspiriert von der karmalen Macht dieses Schöpfervaters, der die letzten Tage, Stunden und Herzschläge eines Meisters, beobachtet und angeleitet hatte, um dem Werkstück schließlich ein Leben zu geben, welches keine Zauberei der Welt hätte schaffen können. Jetzt war es vollbracht und aus dem Stück war Teil einer Gemeinschaft geworden, das durch viele Hände gereicht wurde. Mächtige Hände, mit Schwielen und harten Knoten, verhornter Haut und mit Öl beschmierten Fingern, die andächtig das silberglänzende Metall polierten oder mit kunstfertiger Gewalt Runen hinein stanzten. Zeichen, die mit Blut ausgewaschen und mit geweihtem Öl ausgebrannt wurden, die eine weitere Facette der Stärke in das Werkstück einbrachten und die Rüstung unnachgiebig, unbeugsam und undurchdringlich machten. Segnungen wurden gesprochen, doch auch andere Gestalten, mit Händen voller lebendiger Erde, die nicht nur ihre Finger in Ruß, Öl, Stahl und Feuer gehalten hatten, kamen heran um das Meisterstück zu berühren. Auch sie sprachen Segen, doch waren diese von anderer Natur, weniger gegen die Drachenkraft gerichtet, mehr für die Erdkraft einer sterbenden Urmutter gesprochen. Mit diesen Segnungen kam neue Macht, andere Macht, Macht über die Elemente, aus denen das Meisterstück geschaffen worden war. Essenzen durchdrangen die Gemeinschaft der Teile, verwoben Einzelstücke und erfüllten sie mit erdiger Magie. Erz und Feuer woben die Hüter der Erdkraft in das vollkommene Meisterwerk, in jedes Teil eine andere Kraft, in absoluter Harmonie, geplant und berechnet von brillanten Geistern, damit Runen und Zauber, Segen und Götteratem sich vereinten zu einem Stück. Auf das nicht nur Titanium und Toschkril sondern auch Segen und Zauber ein Guss, eine Gemeinschaft wurden, jedes für sich stark, doch gemeinsam vollkommen.
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Bluthandel » 05.04.2016 13:30

Nett, danke, wie äußerst passend, dass ich morgen meine Leute in Yol`Fassar anno 1036 vBF wieder agieren lasse. Da kommen Deine Texte sehr passend als Inspiration (so wie ich mich auch vom Amazeroth-Schrein für den großen Bylmaresh-Tempel vor Ort habe inspirieren lassen) - steht doch der Angriff vom "bösen" Al Nassori bei uns unmittelbar bevor. :)
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 05.04.2016 14:11

Das freut mich sehr zu hören. Dann hat es sich schon jetzt gelohnt die Sachen nicht in meinen alten G7 Ordnern verstauben zu lassen. :)
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von zaknitsch » 10.07.2016 20:53

Hast du davon eigentlich noch mehr? Also für weitere Gezeichnete?
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 10.07.2016 20:55

Ich hatte nur vier Gezeichnete SC.^^ Aber ich kann welche schreiben für weitere Zeichen. Das könnte Spaß machen. :)
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von zaknitsch » 10.07.2016 23:17

Mich würden solche Träume und Visionen vor allem für den 6. Gezeichneten interessieren.


Und deine Ausarbeitung des 4. Zeichens würde mich interessieren. :)

Bei mir soll es auch mehr in die Richtung "Rüstung" und typisch angroschim gehen, als dieses verspielte phexische.
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 10.07.2016 23:29

Ah, den Wolfsgezeichneten. Da müsste ich dann wissen, wie du den aufziehen möchtest. Dann kann ich dahingehend zugeschnittene Texte schreiben. Ich habe ja hinsichtlich des sechsten Zeichens auch ein bisschen mehr "Fleisch" auf die Rippen gegeben.

Hier mein viertes Zeichen^^

Faust der Vorväter
KK +12, zweihändige Waffen einhändig führen
Begabung Handwerk + Runenschmied + Mechanik
Möglichkeit zur göttlichen Inspiration
Erlaubt es einzigartige Runen zu schmieden
Karmaler Fokus (50 KaP für Meisterstück/Handwerkssegen/Mirakel etc. mit je 25 LkP*)
SO auf 18 unter Zwergen
Runenmacht durch RkW verdoppelt
Special Hingabe-Aura mit 40 LkP*
Hammerschlag der Vorväter: Je 1 KaP erlaubt Schockwelle von 1 Schritt Radius diese Schockwelle richtet 3 StP-SP an pro KaP Wesen im Radius müssen je KaP KK+1, GE +1 oder Körperbeh. +3 schaffen um nicht niedergeworfen zu werden
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von zaknitsch » 13.07.2016 04:57

Der wird ähnlich dem von Sky aufgezogen.

Dieses ganze "Wesen" passt einfach zu gut auf unseren Thorwaler Krieger.


Wenn du an solchen Texten so einen Spaß hast, würde ich mich freuen. :)
Und ich denke auch noch der ein oder andere Spielleiter hier.
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 13.07.2016 19:20

Ich habe hier mal kurz aufgestellt, wie ich mir den Himmelswolf als Zeichen so vorstelle von wegen Fertigkeiten und Mentalität. Wenn das für dich passend ist, dann würde ich darauf aufbauend ein paar Visionstexte zum sechsten Gezeichneten schreiben.
Sumaros Gedanken zum sechsten Zeichen hat geschrieben: Graufang ist eine Wesenheit, die dazu geschaffen wurde (von Giganten) einen listigen, schnellen und schier unsichtbaren Gott aufzuspüren und zu fangen. Genau da würde ich ansetzen, denn diese Aspekte lassen sich erstklassig auf diverse offene und ehrenhafte Kämpfer, aber auch auf Ermittler, Kopfgeldjäger und Inquisitoren anwenden. Und daran kann man dann auch die Gaben anlehnen. So etwas wie einen unverstellten Blick (ergo Illusionen, Unsichtbarkeit, Tarnungen etc. sind vollkommen wirkungslos gegen den Gezeichneten), Beutesinn (einmal die "Witterung" aufgenommen findet er sein Ziel immer, kann es ausmachen, wenn es ihm nahe ist und sonst jeglicher Spur auf jede Entfernung folgen), Unaufhaltsam (sowohl physische wie auch mentale Barrieren halten den Jäger nicht auf, er kann sowohl feste Hindernisse auf dem Weg der Beute durchschreiten als seien sie nicht da, als auch magische Fallen etc. umgehen, sie werden einfach nicht ausgelöst), Ausdauernd (seine AuP werden pauschal verdoppelt) und Zäh (Begabung KO + Möglichkeit SP im Wert von KOx2 in SP (A) umzuwandeln).
Damit hätte man auch einen weiteren Grund, warum die Trolle dieses Zeichen eigentlich nicht hergeben wollen, denn das Zeichen selbst erlaubt eben selbst in die bestgesichertsten, verhohlenen Trollfesten einzudringen und sich gegen die Überreste der alten Zivilisation selbst zu wenden. Auf der anderen Seite würde es auch durch Borbarads Scharaden schauen und jedes Hindernis auf dem Weg zum Bethanier nichtig machen (quasi ab dem Zeitpunkt an dem der Träger eins mit dem Zeichen ist, also nur noch zur Endschlacht, was allerdings da besonders gut passt).
Sumaros Gedanken zum sechsten Zeichen hat geschrieben:Von den Trollen gegeben bietet das Zeichen erzene Härte und Unermüdlichkeit, Beständigkeit und Halt. Es hat Äonen gewartet und ist ein geduldiger Jäger. So unverwüstlich wie der Felsen aus dem es geschlagen wurde, so zielstrebig wie es nur ein göttlicher Wille sein kann. Es braucht sowohl schiere Willenskraft als auch einen Körper welcher der puren Macht des Zeichen stand hält. Die Haupteigenschaften des Zeichens würde ich darum auf MU und KO legen.

Schlichte Boni auf die Eigenschaften sind sicherlich ebenso angebracht wie auf Selbstbeherrschung, Sinnenschärfe u.ä. allerdings würde ich vermutlich das ganze mehr im Stil klangvoller Gaben oder Vorteile ausbauen, die das Wesen des Himmelswolfes wiederspiegeln. Im Gegensatz zu den anderen Zeichen ist dieses nicht aktiv, also kein Zeichen, dessen Fertigkeiten man mal eben benutzen kann wie die Rubinsicht oder so, das Zeichen verleiht dadurch Macht, dass es seinen Träger stark genug Macht es ein einziges Mal einzusetzen. Ergo arbeitet man hier mit passiven Boni.

Beispiele:

"Atem des Himmelswolfes":
Der Träger des Zeichens ist mit einer schier unermüdlichen Ausdauer gesegnet (jeder AU-Punkt wird pauschal verdoppelt, AU werden nach Spalte C zugekauft), über die Grenzen normaler Sterblichkeit hinaus erträgt er Erschöpfung und Überanstrengung (Schwellen auf doppelte KO erhöht). Er braucht nur wenig Schlaf (maximal halbe Zeit bei voller Regi, ganz gleich welche Umstände) und trotzt jedem Wetter und widrigen Umständen.

"Geschlagen aus Erz und Stein":
Der Träger des Zeichens ist wird widerstandsfähig wie Fels und Stein, Verletzungen, Wunden, Schmerzen, das alles berührt ihn weit weniger als jeden anderen Menschen. Erst wenn er das Zeichen entfesselt wird er lernen, was es bedeutet Schmerzen zu ertragen, die kein Mensch zuvor erlitten hat und genau hierauf bereitet ihn Graufang vor. Regeltechnisch erhält er die Fähigkeit Abhärtung V (5 Wunden können automatisch ignoriert werden, Wundschmerz-Proben u.ä. sind um 10 Punkte erleichtert, er kann kämpfen bis seine LE unter 0 fällt ohne Einbußen; weiterer Zukauf bis Abhärtung VIII möglich jeweils für 900/1050/1200 AP). Zudem wird seine Wundschwelle um den Grad der Abhärtung erhöht Punkte erhöht. Er gilt als Immun gegen Gifte und Krankheiten, Begabung KO (rückwirkend) und Steigerung nach ME. Zudem geht KO ein weiteres Mal in die LE-Basis-Berechnung ein.

"Jäger und Bluthund":
Der Träger des Zeichens ist gesegnet mit den einzigartigen Instinkten eines vollendeten Jägers, gerade Heimlichkeiten und Hinterhalte erspürt er mit solch untrüglicher Sicherheit, dass es unmöglich scheint den Träger mit Phexens Gaben zu täuschen (Begabung Sinnenschärfe (rückwirkend), Steigerung nach ME, Gabe Gefahreninstinkt + Begabung (wenn vorhanden Begabung rückwirkend). Zudem scheint er sich in jedem Gelände der nördlichen Hemissphäre wie auf heimischem Terretorium zu bewegen (faktisch Geländekunde Gebirge, Höhlen, Wald, Sumpf, Steppe und Eis, auch doppelt + Boni von Ortskundig). Herausragender Sinn Geruch, Gehör und Dämmerungssicht stellen sich ein, profitieren ebenfalls vom Geländebonus ebenso wie andere Talentproben nach ME (Fern- und Nahkampf unter Ausnutzung des Geländes z.B.).

"Unerschütterlichkeit":
Der Träger des Zeichens weicht nicht zurück, er kennt Gefahr, aber keine Furcht, denn in ihm ist die Macht eines Himmelswolfes (MU-Proben erleichtert als stünde er permanent unter einer Segnung der stählernen Stirn mit 25 LkP*). Zauberei und Illusionen halten ihn nicht ab sein Ziel zu erreichen (MU und KO gehen ein zweites Mal in die Berechnung der MR ein).
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von zaknitsch » 05.08.2016 06:29

Oh mein Gott... Sorry für das nicht mehr zurückmelden^^

Also die regeltechnischen Geschichten, sind mir jetzt gerade nicht so wichtig.

Aber vom Sinn und Zweck der Regeln, wie ich das 6. Zeichen im Hintergrund sehe, stimmen da unsere Vorstellungen weitestgehend überein.

Neben der Härte und dem knallharten Jagd"instinkt", sehe ich bei Graufang ebenso "das Wilde" als einen Aspekte, des 6. Zeichens.

Nehmen wir hier als direkten Vergleich deine beschriebene "Unerschütterlichkeit" um dies zu beschreiben:

So, wie du sie beschreibst, passt es meiner Auffassung eher zum 3. Zeichen. Für mich kennt das 6. Zeichen keine Gefahr, weil es sich einfach in diese hineinstürzen würde. Aufgrund der Wildheit Graufangs. Unerschütterlichkeit hört sich zu sehr nach "Standhaft" an. Dieser "Mut" Aspekt rührt beim 6. Zeichen meiner Auffassung nach aber woanders her.

Nicht von "ich bin so mächtig, du kannst mir gar nichts", sondern eher "mir doch egal, wie mächtig du bist, ich mach dich trotzdem fertig".

Der Unterschied ist nicht sehr groß, aber ich hoffe man versteht, wie ich den Unterschied meine.


Aber ansonsten sind unsere Auffassung vom 6. Zeichen ziemlich gleich bis ähnlich. :)
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 05.08.2016 08:11

Mir geht es auch weniger um die konkrete Ausprägung seiner regeltechnischen Fertigkeiten, als viel mehr dem Gefühl, welches mit dem Zeichen einhergeht. Das der Himmelswolf wild ist, ist auch klar, aber er ist eben auch sehr zielgerichtet, wie ich finde. Er ist unbeirrbar in seinem Ziel (die phexische Brut aufspüren und packen) und "Unerschütterlichkeit" passt auch viel besser zu einem Zeichen für einen Inquisitor und von Trollen gegeben als "Wildheit". ;)

Wenn aber das grundlegende Flair so passt, dann kann ich mich ans Schreiben der Texte zu entsprechenden Traumsequenzen und Visionen machen.
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von Sumaro » 19.08.2016 23:33

So, ich habe mich mal am ersten Traum versucht. Das Thema ist, der Schmerz und die Opfer, die damit einhergehen dieses Zeichen aufzunehmen, aber auch die wilde, animalische und kämpferische Seite dieser Macht zu betonen.

Problematisch ist es einen Traum zu gestalten, wenn man keinerlei Anhaltspunkt hat, wie die Konditionen sind, unter denen man z.B. an einen der Herzsplitter gelangt ist. Da hatte ich bei den anderen Träumen klarere Vorgaben bzw. Wünsche nach denen gestaltet wurde. Einen Traum dann generisch und dennoch stimmungsvoll zu halten, scheint mir eine große Herausforderung, daher sehe ich das hier erst mal als Testlauf. Wenn also konkretere Wünsche da sind, hinsichtlich dem was man thematisieren sollte oder vor allem welche Szenarien man nutzen möchte, um die Herzsplitter zu übergeben und welche Gaben damit erwachen sollen, dann kann ich damit deutlich bessere, maßgeschneiderte Arbeit abliefern.

6. Gezeichneter (Traum 1): Der Wolf erwacht

Graurm. Du schreckst aus deinem Schlaf hoch. Ein Laut, dunkel und kehlig hat dich aufgeweckt. Die Nacht wirft lange Schatten, nur der silberne Sichelmond spendet Licht. Der kalte Bergwind rauscht durch die Wipfel der Föhren und lässt einen Schauer über deine nackte Haut rieseln. Unter deinen bloßen Füßen ist rauer Felsen.

Graurm. Erneut dieser Laut. Er klingt hohl und tief, als halle er wieder aus einer lichtlosen Höhle, das Echo eines Wortes, welches nicht für eine menschliche Kehle geschaffen wurde. Dein Blick schweift über den Berghang, an den sich die dichten Wäldern schmiegen und über die weite Ebene, die sich unter dir in der Dunkelheit verliert.

Graurm! Du fährst herum, als der Ruf hinter dir erklingt, dieses Mal eindeutig ein Wort, wenn dir auch seine Bedeutung ungreifbar scheint. Zwischen schroffen Felsen, doppelt mannshoch tritt eine riesenhafte Gestalt hervor, nur ein Schemen im Schatten des Berges und im Gegenlicht des Mondes. Dein Herz schlägt bis zum Hals, ein hungriges Stakkato, in das sich heißes Fieber mischt.

Graurm! Sie kommt auf dich zu, die Pranke, groß wie ein Findling, in deine Richtung gereckt, als wolle sie dich zerquetschen. Du bleckst die Zähne, alle Verwirrung abschüttelnd, alle Fragen beiseite schiebend. Instinktiv greift deine Hand nach einem steinernen Keil, nicht mehr als einem kantigen Splitter, der zu deinen Füßen liegt. Die gezackte Bruchkante ist so scharf, dass sie in deine Hand schneidet, kaum dass du deinen Griff darum festigst.

Graurm! Der Schritt des Riesen lässt den Boden erbeben, als er näher kommt. Heißes Blut tropft von deiner Hand auf die Steinscherbe, deren Schnitt wie Feuer brennt. Die Kälte, welche dich eben noch Schauern ließ, berührt dich nicht mehr. Deine Nackenhaare stellen sich auf, ein Knurren entringt sich deiner Kehle. Du bist bereit zu kämpfen! Mit nicht mehr als deinem Leib und einem Stein gegen einen Riesen!
Graurm! Es ist dein Wort, dein Laut, deine Kehle, die ihn ausstößt! Du hebst den scharfen Splitter aus grauem Stein zum Hieb. Dein Blut färbt die Bruchkante in sattes Rot, während der Rest der Welt in Schattierungen von Grau versinkt. Deine Muskeln spannen sich. Noch ein Schritt, der den Felsen zittern lässt. Deine Klinge fährt nieder und der dumpfe Aufschlag lässt dich taumeln. Schmerz explodiert als heiße Flammenspuren in deiner Brust. Blut spritzt auf den Boden vor dir, während deine Faust den Splitter tiefer drängt. Tiefer hinein in dein eigenes Fleisch. Er schabt über deine Rippen, er knirscht über dein Brustbein, er zerschneidet Haut, Muskeln und Sehnen, während er in dir versinkt. Schwarze Flecken tanzen in deinem Blick.

Graurm! Du versenkst es in deinem eigenen Fleisch, badest es in deinem Blut, schärfst es an deinen Knochen. Der Schrecken und der Schmerz schmelzen zusammen in einem wilden Ruf, der aus deiner geschundenen Brust, über deine blutspuckenden Lippen dringt. Ein Heulen, dröhnend und klar, verlangend und fordernd, erschütternd und schrecklich bricht sich Bahn. Über deinem Leib thront die Gestalt des Riesen, seine Züge sind wie gemeißelter Felsen, seine Pranke hat sich gesenkt und ruht auf einem Stab aus Knochen. Sein zotteliger Bart ist unbeeindruckt vom Zerren des Windes und sein felsgrauer Blick drängt sich in deine brechende Wahrnehmung. „Finde mich, Wimmelkrieger. Finde mich und das Graurm.“

Heulend fährst du aus dem Schlaf hoch, das Herz hämmert gegen den Brustkorb als wolle es ihm entkommen. Der Schmerz hat dich geweckt. Ein stechender, flammender Schmerz, direkt in deiner Brust, zwischen den Rippen, in Höhe des Herzens. Dort wo deine Finger eine wulstige Wölbung unter vernarbter Haut ertasten. Ein steinerner Splitter. Graurm...
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Re: Sumaros gesammelte G7-Texte

Beitrag von zaknitsch » 29.10.2016 09:50

Hi Sumaro und: Überraschung, ich lebe noch. ;)

Ich bin leider hier im Forum nicht ganz so aktiv. Habe diesen Thread aber dennoch stetig im Hinterkopf. Zusätzlich ist unsere Runde durch eine unglückliche Konstellation von Urlauben jetzt fast 2 Monate nicht zum spielen gekommen. Das muss man auch erst einmal hinkriegen^^

ABER:

Letzte Sitzung habe ich diesen Traum verwendet. Als Abschluss des Abends. Ich glaube der ist richtig gut angekommen. :D

So, dann will ich mal ein wenig mehr von meinen Gedanken und dem zukunftigen Träger des 6. Zeichen erzählen, wenn du noch Lust und Laune hast zu schreiben.

Zu Anfang: Ich werde mich von der Konzeption an diese stetige Entwicklung a la Sky halten. Diese bestätige verändern und in das Zeichen quasi hineinwachsen.

Mein Spieler und sein Held weiß wie man leiden kann. Er kann opfern, wenn es um die richtige Sache geht. Er spielt einen eher barbarisch angehauchten Thorwaler Krieger, der häufig mal seinen eigenen Kopf durchsetzen muss. Und so ist er schon häufiger so was wie der "Einzelgänger" der Runde.

Er trägt im Moment den Schlangenreif und möchte diesen unbedingt loswerden. Da habe ich auch schon mal mit einem Traum durchsickern lassen, das eben dieser Ring etwas "blockiert", was großes, was in ihm schlummert.

Den ersten Herzsplitter habe ich dementsprechend auch ziemlich früh jetzt vergeben. Und zwar zu BB, auf der Hochebene des fliegenden Pferdes. Er hatte die letzte Nachtwache. Erlebte deinen Traum und wachte splitterfasernackt auf, dreckig. Hände und Füße blutig, der Körper dreckig, als ob er wo wie Swafnir ihn schuf im Gebirge unterwegs gewesen sei. Beim anziehen, bevor der Rest der Gruppe was merkt, fand er dann diese Erhebung unter der Haut, den Splitter. Graurm. ;)

Einen Fähigkeit hat er hier noch nicht bekommen. Aber erste Risse sind im Schlangenreif entstanden und ein nervöses Zischeln des Reifens begleitete ihn beim Aufstehen.

Sein Held hat halt immer eine große, gewaltige Schnauze. Er labert viel und ist eh der größte. Jetzt kommt es natürlich immer so, das dies am Tisch natürlich nicht immer so passiert, bzw. es keiner mitbekommt (bei der Schlacht um Borbra hat er quasi alleine eine Flanke gehalten - jedoch hat dies von den Gefährten tatsächlich KEINER mitbekommen).

Meine nächste Idee ist es, ihm da ein wenig auf die "Schulter zu klopfen", bzw. seinem Held ein wenig Marmelade aufs Brot zu schmieren. Die Spieler wissen ja alle, was er leistet. Aber die Helden sehen tatsächlich meist nur den labernden Thorwaler Krieger (hört sich fast schon wie in einer Comedy an hier... aber ich habe das Gefühl das dies dem betroffenen Spieler manchmal auch ein wenig nervt - er will halt ein großer Held sein. :) ).

Ich kann das glaube ich nicht so richtig beschreiben, wie ich es mir vorstelle. Ich möchte ihm einen Traum präsentieren, das er die Waffe ist, DER Jäger ist. Es schlummert in dir und du musst es nur finden, bzw. erwecken. So ein wenig unter dem Motto: Sollen sie doch "lachen", du wirst es ihnen schon zeigen. Und dann so richtig^^ Ne keine Ahnung. Das ist fast schon wieder zu menschlich und speziell auf die Heldensituation gemünzt.

Es soll noch neutral sein, also nicht speziell auf erweckende Fähigkeiten getrimmt sein. Aber darauf zielen, das ER DIE Waffe ist. Also ein wenig weiter greifender Traum/größerer Traum von der Bedeutung. "Kleinere" Träume um einzelne Entwicklungen und Fähigkeiten würden dann danach folgen.

Bitte fragen, wenn es zu undeutlich ist.

Btw: Ich liebe es mit relativ unerfahrenen "Aventuriern" zu spielen. Keiner konnte den Begriff Wimmelkrieger in einen Zusammenhang bringen. Grandios!
Ich hasse Menschen, Tiere und Pflanzen. - Steine sind Ok.

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