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DSA5 Spielbericht Die Paligan-Akten

Der Plot will es! Diskussionen und Anregungen zu offiziellen und inoffiziellen Abenteuern.
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Spielbericht Die Paligan-Akten

Beitrag von StipenTreublatt » 12.08.2017 19:37

Teil 1 geleitet am 11.08.2017 von der sehr gut gelaunten Shanna im dsaforum-Discord, siehe viewtopic.php?f=30&t=45616
Elaria Bosvani hat geschrieben: Liebes Reisetagebuch,

Ich wurde angeworben! Endlich! Gut, es ist keine Expedition... aber ich muss auch keinen Stall ausmisten (hoffe ich).
Aber der Reihe nach:
Der Tag lief wie alle anderen in Beilunk bisher auch: Viele interessante, wohlgekleidete Leute mit wenig Interesse daran, einer hervorragenden Entdeckerin wie mir eine Expedition zu finanzieren, dafür wurde ich aber ab und zu mit einer Dienerin verwechselt (dabei habe ich mir doch extra für diesen Hoftag edle Kleidung gekauft! Die war teuer!).
Dann aber setzte ich mich zu einer Gruppe etwas seltsamer Gestalten, und das Schicksal nahm wie schon in Weiden seinen Lauf (vielleicht sollte ich das öfter mal machen? Aber... "seltsam" kann ja auch "ungut seltsam" bedeuten.... wie auch immer, diese Leute waren nett).
Es handelt sich um einen Adligen aus... tja, wo kam der noch mal her? Schon wieder vergessen. Jedenfalls hat er viel Geld, aber irgendwelche Probleme mit seiner Wappenrolle. Paranor Arlaton hieß er (sollten Adlige im Mittelreich nicht eigentlich ein "von" im Namen haben? Was weiß ich, vielleicht eine Ausnahme.)
Dann war da noch eine Frau aus der Schwesterschaft der Mada, Solivai mit Namen, mit der muss ich mich die Tage mal näher unterhalten. Sie hat mir meine Geschichte aus Weiden nicht geglaubt, ich weiß nicht genau, warum. Waren diese Ereignisse etwa so unglaubwürdig?
Und zuletzt noch so ein süßer Kerl mit so leicht angespitzten Ohren, was genau der hier macht, habe ich leider nicht mitbekommen, da war ich wohl gerade von seinen niedlichen Ohren abgelenkt. Ordhan heißt er, er kommt aus Albernia. Vielleicht ist er ja mit Feen verwandt?

Jedenfalls bin ich gerade dabei, von meinen Expeditionen sowie den Ereignissen in Weiden zu erzählen, als so ein total edler Kerl vom Nebentisch aufsteht und uns anbietet, für das Mittelreich eine wichtige Aufgabe zu erledigen! Sogar mit Bezahlung! Ich habe natürlich sofort zugesagt, bevor der sich das noch anders überlegt (die anderen haben noch eine Weile herumgefeilscht, stell dir das mal vor! Aber die scheinen ja auch alle gut Geld zu haben, jedenfalls schien es mir nicht so, als hätte einer der anderen das Problem, spätestens in ein paar Wochen mittellos dazustehen... so wie eine gewisse Entdeckerin, die uns beiden ja sehr gut bekannt ist... jaja, ich weiß, schlechte Planung und so, aber ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass es so schwierig sein würde, einen Gönner zu finden! Tja, wäre ich hübsch, hätte ich vielleicht weniger Probleme... aber ich habe mir doch schon edle Kleidung geleistet, was soll ich denn noch machen, mich pudern? Davon bekomme ich doch immer Ausschlag!)

Also hat uns der Kerl, Egtor von Ibenburg mit Namen - der hat wohl eine wichtige Position im Reich, jedenfalls war seine Nase entsprechend hochgereckt während dem Gespräch mit ihm - erzählt, dass da eine wichtige Person gerade gestorben ist, irgendwas Paligan, und dass die wohl wichtige Unterlagen hat, die wir abholen sollen. 'Geht klar', habe ich mir gedacht, und schnell zugesagt. Morgen treffen wir uns wieder, dann sagt er uns, wie wir nach Perricum kommen. Genau, der Kerl, der uns die Sachen geben soll, lebt wohl in Perricum. Die anderen sind noch unten in der Schenke geblieben, ich hingegen habe es mir hier im Schlafsaal gemütlich gemacht, um das schnell alles aufzuschreiben, und dann ausgeschlafen morgen an die Arbeit zu gehen. Ich werde bezahlt! Gute Nacht, liebes Reisetagebuch, wir sehen uns morgen!
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Beitrag von StipenTreublatt » 13.08.2017 10:06

Elaria Bosvani hat geschrieben: Liebes Reisetagebuch,

Die letzten Tage ist viel passiert! Also, eigentlich nur heute, die Schiffahrt war nicht so aufregend, aber dennoch ist mein letzter Eintrag ja einige Tage her. Aber der Reihe nach:
Am Morgen nach dem Treffen mit dem Ibenburg haben wir uns mit ihm vor dem Gasthaus getroffen, wo er uns eröffnete, dass unser Schiff praktisch sofort auslaufen würde. Ich bin natürlich sofort losgerannt, da ich das Schiff und damit meinen Lohn auf keinen Fall verpassen wollte! Die anderen haben sich mehr Zeit gelassen, insbesondere Herr Klapperplatte, also der Adlige ohne Wappenrolle.
Der Ibenburg ist derweil ganz gemütlich nebenher geritten und hat uns dann am Schiff verabschiedet.
Oh, jetzt habe ich doch was vergessen, vor dem Treffen mit dem Ibenburg haben mir die anderen, insbesondere Herr Klapperplatte, noch mitgeteilt, dass sie den gestrigen Abend noch genutzt haben, um sich umzuhören, wer noch Interesse an diesen Paligan-Akten haben könnte, und tatsächlich haben sie erfahren, dass es da noch zwei weitere Leute gibt: Eine Ishara Cavazaro, die für eine andere Paligan arbeitet (also nicht die, die gestorben ist, logischerweise), und einen Sinold Sturmfels, vielleicht auch von, der irgendein Offizier ist. Erstaunlich, was man in einem Gasthaus so erfahren kann! Ob die beiden auch ihre Leute nach Perricum schicken, um die Sachen abzuholen? Sollten wir uns vielleicht beeilen.

Auf jeden Fall waren wir dann auf dem Schiff Richtung Perricum. Die Überfahrt dauerte einige Tage, aber gar nicht so lange eigentlich, wenn man bedenkt, dass alle davon geredet haben, dass Beilunk ja vor einer Weile noch mitten in den Schwarzen Landen lag... die können dann ja nicht so groß gewesen sein, wenn man in ein paar Tagen Schiffahrt zum wichtigsten Hafen des Mittelreichs kommt.
Wie auch immer, ich habe mich während der Überfahrt ein wenig mit dem Kapitän unterhalten, ein netter Mann eigentlich, arbeitet bevorzugt für das Mittelreich. Kann ich verstehen, anscheinend zahlen die ja gut für Botendienste.

In Perricum angekommen sind uns dann gleich mal zwei Dinge aufgefallen: Erstens waren überall Zerstörungen zu sehen, und zweitens liefen überall Schwerbewaffnete mit grimmigen Gesichtern herum. Uns wurde mitgeteilt, dass hier vor einer Weile ein Angriff von Haffax stattfand (auf meine Frage, ob das nicht so ein Dämonenkerl aus dem Osten war, habe ich statt einer Antwort nur komische Blicke bekommen, anscheinend sollte man das wissen?), und dass die Schäden nur langsam behoben würden. Ich meinte daraufhin, dass es ja schneller gehen würde, wenn die ganzen grimmigen Leuten mal ihr Mordwerkzeug beiseite legen und mit anpacken würden. Als Antwort bekam ich, dass die eben mit Planungen beschäftigt wären - was ich stark bezweifle! Was bitte hat denn ein einfacher Fußsoldat zu planen? Wieviel Proviant er einpacken muss?

Bekomme gerade Hunger, schreibe später weiter!
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Beitrag von StipenTreublatt » 15.08.2017 12:33

Elaria Bosvani hat geschrieben: Jedenfalls haben wir uns dann mithilfe unserer Reisekasse im Hotel Kaiser Reto eingerichtet, wobei ich mir gleich mal ein warmes Bad gegönnt habe, dem sich Solivai angeschlossen hat, womit sie mir die Gelegenheit gegeben hat, sie mal ein wenig auszufragen. Hat sich herausgestellt, dass sie eine Hexe ist! Erstaunlich, hätte ich jetzt nicht gedacht, sie hat ja gar kein Tier dabei? Oder hat sie das bisher nur versteckt? Und wo?
Jedenfalls war das wohl der Grund, warum sie mir die Ereignisse in Weiden nicht abgenommen hat. Anscheinend konnte sie nicht glauben, dass jemand aus ihrer Tradition so einen Unsinn verzapfen könnte. Allerdings musste sie zugeben, dass sie noch nie einem Hexer persönlich begegnet war, das ist wohl sehr selten. Ich habe dann spekuliert, dass es wohl einen guten Grund hat, dass Hexen keine Männer ausbilden, wenn die dann gleich Allmachtsfantasien bekommen. Sie hat mir dann auch noch ein wenig über ihre Arbeit für die Schwesternschaft der Mada erzählt und lachend bestritten, dass sie als Stadthexe während einer Hexennacht nackt in einem Gebäude um ein Feuer tanzt.

Nach dem Bad war es dann auch bald Zeit, zum vereinbarten Treffpunkt zu gehen, so einer nicht gerade schicken Hafenschenke. Nach einigem Warten ist unser versprochener Informant aber immer noch nicht aufgetaucht, also haben wir, also die Hexe und ich, uns mal beim Wirt erkundigt, was los ist. Herausgefunden haben wir dabei, dass der Kerl bis gestern jeden Tag zur gleichen Zeit hier war, und dass er wohl in der Markgräflichen Residenz arbeitet. Ich habe den anderen daraufhin vorgeschlagen, dass uns Herr Klapperplatte wohl Zugang zur Residenz verschaffen könnte, dass er dazu aber erst mal seine Klapperplatten anlegen müsste (um mehr Eindruck zu schinden). Mein Vorschlag wurde aber abgelehnt, und so sind wir einfach mal ohne Plan zu Residenz gelatscht. Dort angekommen, bemerkten wir zu unserem Erstaunen, dass der Hintereingang völlig unbewacht war, und dort dauernd einfach Leute ein- und ausgegangen sind. Anscheinend Bedienstete? Jedenfalls habe ich da mal eine junge Frau angesprochen, die mir sagen konnte, wo unser Gesuchter wohnt, und dass sie sich Sorgen macht, weil er seit gestern abend verschwunden ist.

Ich habe ihr versprochen, mich um die Sache zu kümmern, und habe die anderen daraufhin zum Wohnhaus des Mannes geführt. Im Rückblick hätten wir vielleicht zuerst mal die Nachbarn befragen sollen, aber das süße Spitzohr meinte zu mir, dass er sich mal den Hintereingang anschauen wollte, und dass ich ihm dabei mal Blickschutz bieten solle. Also habe ich meinen Mantel ausgebreitet und erstaunt mitangesehen, wie er das Schloss aufgeschlossen hat - woher hat er denn einen Schlüssel für diese Tür?
Da die Tür also schon offen war, haben wir uns gleich mal im Haus umgeschaut, wo es stockdunkel war, weswegen der Albernier in der Küche ein paar Fackeln aufgetrieben und entzündet hat (warum bewahrt jemand Fackeln in der Küche auf?!). Vorsichtig mit Fackel in der Hand habe ich also das Haus erkundet, die anderen hinterher, und im ersten Stock unter seinem Bett einen Zettelfetzen mit dem hastig hingekritzelten Namen "Ishara" gefunden. Wir haben also messerscharf gefolgert, dass er wohl von dieser Frau entführt wurde.
Da im Haus ansonsten nichts zu finden war (noch nicht einmal Wertsachen, die ich hätte sicherstellen können!), haben wir uns also wieder auf die Straße begeben, wo uns doch noch die Idee kam, mal die Nachbarn zu befragen. Insbesondere die gegenüberliegende Flickschneiderei schien geeignet, also wurde ich dort mal vorstellig.

Die alte Besitzerin war etwas... speziell, hatte aber gesehen, was passiert war (und war nach einer kleinen Bestechung auch bereit, darüber zu reden): Eine Frau mit tiefausgeschnittenem Mieder und Federhut hatte ihn besucht, und ihn kurz darauf von zwei Männern niederschlagen und auf einen Karren verfrachten lassen.
Anscheinend dachte die Frau, dass es sich dabei wohl um Streitereien eines Liebespaares handelte, jedenfalls hielt sie es nicht für nötig, die Stadtwache zu informieren. (Mir fehlen gerade etwas die Worte, um dieses Verhalten zu beschreiben)
Jedenfalls haben wir uns dann noch etwas im Hafen umgehört (da die Leute mit dem Karren anscheinend Richtung Hafen unterwegs waren) und herausgefunden, dass der Karren wohl zu einem Lagerhaus gezogen wurde, das schon länger nicht mehr benutzt wurde.
Das wollen wir uns dann heute nacht mal anschauen. Bin etwas aufgeregt und hoffe, dass es nicht zu Gewalttätigkeiten kommt.
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