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Xeraan sagt, geht hier lang! borbi

 

 

 

Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Von A wie Aves bis Z wie Zholvar: Alles über (mehr oder weniger) anbetungswürdige Kräfte, ihre Diener & Schergen.
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Cifer
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Cifer » 12.08.2017 23:04

Märzhäsin hat geschrieben:
12.08.2017 22:27
Sicher? Ich meine mich zu erinnern das es ein Abenteuer gibt in dem Brajan über eine goldene Statue mit den Spielercharakteren spricht.

Es gibt auch insgesamt drei Abenteuer in denen Boron und Phex mit den Spielercharakteren sprechen ("Jüngling am Strand", "Auf Dracos Spur" und "Der Orkenhort") . Das ist doch auch ein Verstoß gegen das Mysterium von Kha, oder verstehe ich hier etwas falsch?
Das Mysterium von Kha ist sehr, sehr schwammig definiert. In erster Linie bedeutet es "Eine Gottheit greift nicht ein, wenn es für den Plot nicht wünschenswert ist, dass eine Gottheit eingreift." Die beste hintergrundtechnische Erklärung für die Setzung ist, dass Gottheiten auf Dere aktiv werden können, aber diese Aktivität einen Preis hat. Was dieser Preis ist - keiner weiß es. Das einzige was wichtig ist, ist, dass der Preis existiert. Relativ "billig" (geradezu alltäglich) ist es für Götter, bestehende (!) Priester mit Karma auszustatten, damit die den Willen der Gottheiten auf Dere vertreten. Schon teurer ist es, eigenen Geweihten Visionen zu senden - kommt aber auch sehr regelmäßig vor, mit dem offensichtlichen Problem, dass VIsionen fehlinterpretiert werden können, weil die Gedankenwelt einer Gottheit und die eines Menschen nicht beliebig kompatibel sind. Nochmal schwerer ist es, Visionen an "Normalos" zu senden. Und ganz am oberen Ende der Eingreifensskala steht das Große Wunder, der tatsächliche physische Eingriff einer Gottheit auf Dere, sowie die Schaffung eines Auserwählten wie des Aikar Brazoragh. (Und so schwer, dass eine Gottheit es nicht ohne Mithilfe des Bodenpersonals schafft, ist die Vergabe der Primärliturgie, die Schaffung eines neuen sich selbst erhaltenden karmalen Kultes.)
All das passiert auf Aventurien - in unterschiedlichem Seltenheitsgrad.
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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 12.08.2017 23:12

Märzhäsin hat geschrieben:
12.08.2017 22:27
Vorstellen kann ich es mir aber ich würde das Verhalten dieser Leute trotzdem in Frage stellen und könnte es nicht richtig nachvollziehen.
Bedeutet in deinem Aventurien gibt es keine Leute, die etwas anderes tun und denken als du es tun würdest?
Märzhäsin hat geschrieben:
12.08.2017 22:27
Bis jetzt bin ich damit sehr gut gefahren und ich wollte nur ein Beispiel aus meinem realen Leben nennen um dir meine Sicht auf die aventurischen Götter zu veranschaulichen.
Ich bezweifle, dass dies deine einzigen Kriterien sind, um Personen auszuwählen, denen du vertraust. Aber wie ich schon sagte, ist hier nicht Thema. Mein Punkt ist, andere Leute haben offenbar andere Präferenzen bzw. Kriterien. Diese Vielfalt gibt es vermutlich auch in der Hintergrundwelt des Rollenspiels.
Ahnherr derer von und zu Durenald hat geschrieben:
12.08.2017 22:36
Joah, und die Anzahl an Änderungen der Setzung von DSA1 bis DSA5 ignorieren wir einfach, weil...?
Du warst auf der Suche nach Gemeinsamkeiten bzw. Gleichheiten der Gottheiten. Ich habe dir ein paar redaktionelle Überlegungen genannt. Offenbar war die Redax schon immer der Meinung, dass es gewisse Gemeinsamkeiten von Göttern gibt, z.B. die Möglichkeit der Weitergabe von Karma oder das Wirken von Wundern oder die faktische Unsterblichkeit. Die Frage war doch nicht "Was weiß ein Aventurier über seine Götter?". Die Antwort würde ganz anders ausfallen (und führt dann auch wieder mehr zum Thema hin).
Ich stelle hier nicht in Frage, dass du ein anderes Bild von Aventurien, dem Götterhimmel und sonstigen Anschauungen hast, geschweige denn, dass ich es absprechen würde, aber zum einen sehe ich durchaus, dass Götter gewissen Beschränkungen unterliegen müssen, weil es im Hintergrund so beschrieben ist (wie diese Regeln gestaltet sind, ist dahingehend weitestgehend offen), zum anderen halte ich die Grundprämisse des Threadthemas schon nicht für hinreichend, um einen wirklichen Zweifel an der Religion der Novadi aufkommen zu lassen.

Abseits davon hast du für mich deutlich gemacht, dass für dich auch konkrete Regeln zum göttlichen Wirken kein Grund wären diese als verbindliche Grundlage zu nehmen. Wenn also für dich die Hintergründe von DSA (z.B. Mysterium von Kha) keine Grundlage bilden, um eine Diskussion über die Gemeinsamkeit von Göttern zu ermöglichen, sehe ich keinerlei Option, dieses Gespräch weiterzuführen und würde mich deiner Signatur anschließen und sie erweitern um "alles ist optional". Damit brauchen wir aber wirklich nicht mehr verschiedene Ansichten diskutieren, sondern sind - mal wieder - auf einen schlichten Meinungsaustausch reduziert, der mir persönlich in diesem Fall wenig bringt. :)
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Amat von Lowangen
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Beitrag von Amat von Lowangen » 12.08.2017 23:56

Sumaro hat geschrieben:
12.08.2017 20:24
Wir haben offenbar sehr unterschiedliche Definitionen von zielführend und funktional, ebenso wie vom Wort "logisch".
Bedauerlich, dass du falsch liegst.
Zudem sehe ich ehrlich gesagt dein Argument nicht, denn die aventurische Empirie würde ja eher die Rastullah-Gläubigen widerlegen, wenn man sich von deiner, mMn seltsamen, Verwendung des Wortes logisch distanziert und das reine auf "wirkt es oder wirkt es nicht" herunterbricht.
Dir muss entgangen sein, dass ich diesen Punkt oben bereits gegeteilig belegt habe. Die aventurische Empirie beweist, dass logisch Unmögliches funktioniert, und das macht auch die irdisch unsinnige Argumentation der (Rastullah-)Gläubigen ("Unser Gott könnte, aber er hat es nicht nötig.") akzeptabel.

@Märzhäsin
Ich weiß, aber ich darf nicht sagen was ich davon halte, weil das gelöscht würde.
Laske Hjalkason hat geschrieben:
12.08.2017 19:50
Amat hat Götter so definiert, das sie physikalische Gesetze brechen
Während ich nicht glaube, dass irgendwer hier Götter nicht, wie ich, als übernatürlich definiert, freut es mich doch dass du meine Definition sofort verstanden und korrekt wiedergegeben hast. :)

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Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 13.08.2017 00:04

Sumaro hat geschrieben:
12.08.2017 23:12
Bedeutet in deinem Aventurien gibt es keine Leute, die etwas anderes tun und denken als du es tun würdest?
Selbstverständlich gibt es solche Leute aber ihr Verhalten wird von den Personen die so denken wie ich in Frage gestellt, ich hatte das bereits erklärt.
Sumaro hat geschrieben:
12.08.2017 23:12
Damit brauchen wir aber wirklich nicht mehr verschiedene Ansichten diskutieren, sondern sind - mal wieder - auf einen schlichten Meinungsaustausch reduziert, der mir persönlich in diesem Fall wenig bringt.
Wenn das deiner Meinung nach alles nichts bringt, was würde dir dann etwas bringen? Mich zu bekehren? Mein Weltbild und meine Überzeugungen zu erschüttern? Mich dazu zu bringen endlich einzusehen dass du Recht hast? :???:
Cifer hat geschrieben:
12.08.2017 23:04
Das Mysterium von Kha ist sehr, sehr schwammig definiert.
Das ist es ja gerade...
Cifer hat geschrieben:
12.08.2017 23:04
Eine Gottheit greift nicht ein, wenn es für den Plot nicht wünschenswert ist
Und wenn es für den Plot wünschenswert ist dass Molag Bal mit seinen Anhängern redet dann ist die Bedingung doch erfüllt?
Cifer hat geschrieben:
12.08.2017 23:04
Die beste hintergrundtechnische Erklärung für die Setzung ist, dass Gottheiten auf Dere aktiv werden können, aber diese Aktivität einen Preis hat. Was dieser Preis ist - keiner weiß es. Das einzige was wichtig ist, ist, dass der Preis existiert.
Und wenn Molag Bals Preis dafür eben das Fell einer Wildkatze ist, welches an seinem Altar geopfert wird?
Cifer hat geschrieben:
12.08.2017 23:04
All das passiert auf Aventurien - in unterschiedlichem Seltenheitsgrad.
Und bei Molag Bal ist der Seltenheitsgrad eben ziemlich niedrig.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin dir dankbar für deine Beiträge weil sie wirklich sehr konstruktiv geschrieben sind aber auch deine Erläuterung würde die Existenz von Molag Bal in meiner Spiegelwelt nicht unplausibel erscheinen lassen oder zumindest nicht unplausibler als Rastullah.
Amat von Lowangen hat geschrieben:
12.08.2017 23:56
Ich weiß, aber ich darf nicht sagen was ich davon halte, weil das gelöscht würde.
Das schlimmste war für mich dass man mir wegen solch einer Kleinigkeit vorgeworfen hat rechtsradikal zu sein, und dann anschließend meine Stellungsnahmen löscht, das hat mich ehrlich gesagt ziemlich hart getroffen.

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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 13.08.2017 00:12

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 00:04
Wenn das deiner Meinung nach alles nichts bringt, was würde dir dann etwas bringen? Mich zu bekehren? Mein Weltbild und meine Überzeugungen zu erschüttern? Mich dazu zu bringen endlich einzusehen dass du Recht hast? :???:
Diesen Thread nicht mehr mit Aufmerksamkeit zu bedenken, denke ich. :)
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Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 13.08.2017 00:16

Sumaro hat geschrieben:
13.08.2017 00:12
Diesen Thread nicht mehr mit Aufmerksamkeit zu bedenken, denke ich.
Das wäre Schade aber dann gestatte mir bitte noch eine letzte Frage:

War ich deiner Meinung nach dir gegenüber zu grob?

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 13.08.2017 00:24

Sumaro hat geschrieben:
12.08.2017 23:12
Du warst auf der Suche nach Gemeinsamkeiten bzw. Gleichheiten der Gottheiten
War ich nicht.
Sumaro hat geschrieben:
12.08.2017 23:12
Abseits davon hast du für mich deutlich gemacht, dass für dich auch konkrete Regeln zum göttlichen Wirken kein Grund wären diese als verbindliche Grundlage zu nehmen.
Auch das ist so nicht der Fall.

Du bist schnell dabei, etwas als "nicht zielführend" zu deklassieren oder Dein Desinteresse zu bekunden, wenn es nicht in die von Dir gewünschte Richtung läuft. Wenn Dir ein Meinungsaustausch nichts bringt, nun, ich lasse mich immer gerne inspirieren.
btw. Was wäre denn Deiner Meinung nach das Ziel dieses Threads, der ja eigentlich nichts anderes als eine ausgelagerte OT-Diskussion ist?

Du bist ein Meister des ausgewählten Zitates - sowohl in Regelwerken als auch in Userpostings. Bitte betrachte das ruhig als Kompliment, denn ich betrachte mich selbst ebenfalls als Könner dieser Disziplin. Aber wie sagt Uncle Ben: "Mit großer Macht..."
Ich bin ehrlich gesagt ein bischen beleidigt, daß Du mein Signaturbekenntnis zu einem freieren Umgang mit den Regelwerken als Statement zur Beliebigkeit umdeutest.

Dieser zum Teil hitzig geführte Thread pendelt nicht nur zwischen unterschiedlichen Extremen in der Ansicht zu aventurischen Göttern, er wird auch gewürzt durch unterschiedliche Ansichten zum Religions- und Glaubensverständnis allgemein.

Stützt man sich rein auf die Regelwerke hat man ein Problem:
Götter "... sind in der Lage, tierische oder kulturschaffende Diener-Spezies hervorzubringen." Aber sie können keine Primärliturgien offenbaren?
Das Problem heißt DSA-Regelwerk. Es ist widersprüchlich. Deswegen liebe ich es so!

Ich wundere mich, daß hier bislang der maraskanische Zwillingsglaube völlig außer acht gelassen wurde oder der muntere Wechsel von Göttern in dämonische Spähren (und zurück?) - DDZ. vs. "Gegenwart".

Ich finde die Frage, warum Tulamiden lieber an einen "stillen Gott" glauben durchaus gerechtfertigt, wenngleich ich für mich selbst direkt ein paar dutzend Antworten habe. Ich habe auch kein Problem damit, spielerische Vor- und Nachteile von persönlichen Pantheongöttern vs. göttliche Prinzipien zu diskutieren.

Eine verbindliche Antwort ist in den Regelwerken nicht enthalten (und es wäre schade wenn) und wie viele Hintergrunddiskussionen dient dieser Thread meiner Meinung nach nur einem Ziel:
Inspiration für den nächsten Spieleabend.
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Sumaro
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Beitrag von Sumaro » 13.08.2017 00:47

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 00:16
War ich deiner Meinung nach dir gegenüber zu grob?
Nein. Sonst hätte ich mich gemeldet. Ich sehe nur keine weiteren Impulse. Ich habe meine Meinung kundgetan, wieso ich glaube, dass eine bestimmte Glaubensrichtung durchaus legitim ist, selbst mit aktiven Wunderkräften, du siehst das nicht so. Damit ist der Austausch weitestgehend beendet, würde ich sagen.
@Ahnherr derer von und zu Durenald
Ich denke der Sinn des Threads liegt darin, die Besonderheiten der aventurischen Religionen mit all ihren abstrusen Regeln und Gebräuchen zu diskutieren.

Ich hätte z.B. nicht an Maraskan sondern an Efferd mit dem Gebot kein Feuer zu entfachen gedacht, womit man zwangsläufig einen der wichtigsten Grundsteine menschlicher Zivilisation beiseite schiebt.

Von meiner Seite aus, ist das Mysterium von Kha ein verbindliches "Regelwerk" für die Götter, nach denen sie eben in der Tat nur in Ausnahmefällen und unter größerer Anstrengung eingreifen können und wollen. Zudem sind Götter für mich ohnehin weniger Personen sondern eher Naturgewalten bzw. Entitäten, deren Verständnis der Welt auf ihren Aspekten beruht, welche zugleich reine Teile der Schöpfung darstellen. Dazu kann man von mir hier einiges im Forum lesen, gerade wenn es um die Historia geht. Das alles noch einmal zu wiederholen wäre sicherlich nicht zielführend in diesem Thread.

Insofern bietet mir dahingehend WdG S. 14f alles, was ich von den Göttern brauche.
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Cifer
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Cifer » 13.08.2017 02:10

@Märzhäsin
Ich denke, du missverstehst mich. Ich argumentiere nicht für oder gegen deine Inklusion von Molag Bal (auch wenn ich sie persönlich für überflüssig halte, weil meines Erachtens der Rastullahglaube im aventurischen Hintergrund gut funktioniert), sondern erkläre lediglich, wie das Mysterium von Kha vermutlich funktioniert.
Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 00:04
Und wenn Molag Bals Preis dafür eben das Fell einer Wildkatze ist, welches an seinem Altar geopfert wird?
Nicht "Preis für die Gläubigen", sondern "Preis für die Gottheit". Und als kosmisches Gegengewicht für göttliche Einmischung wiegt ein Wildkatzenfell in meinem Empfinden ... gering. So im Sinne von "Für diese zwei Cent kannst du mir doch einen Atomreaktor bauen, oder?"
Amat von Lowangen hat geschrieben:
12.08.2017 23:56
Bedauerlich, dass du falsch liegst.
Ein Falschfahrer? Ich seh hier hunderte!
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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 13.08.2017 02:46

Der "Preis" mit seinen Gläubigen sprechen zu können, dürfte vglw. niedrig sein. Ungefragte Visionen und Prophetien sowie erfragte seitens der Gläubigen sind ja auch bei anderen Göttern nicht selten oder besonders kompliziert.

Das Mysterium von Kha interpretiere ich jedenfalls nicht als eine Art Kosten-Wirkung-Verhältnis wie AsP-Zauberwirkung und ich denke, daß "Preis" hier ein schlecht gewähltes Wort ist, um entsprechende göttliche Beweggründe zu erläutern. Ich denke eher, daß Götter andere Bewegründe haben sollten, daß der Verzicht auf das Nutzen allmächtiger Möglichkeiten weniger auf irgendwelchen negativen Konsequenzen beruhen sollten, als mehr auf erwünschten Entwicklungen die eben gerade durch diesen Verzicht in Entwicklung treten.
Sonst gäbe es nämlich keinen Unterschied mehr zwischen Göttern und Dämonen.
Falls man die Motivation der Götter wirklich nur über die Seelenernte definiert und diese als einzige Existenz- und Kraftgrundlage annimmt, dann wären Götter tatsächlich nichts anderes als Metavampire,

Ich persönlich halte zwar auch nichts von der Idee eines "Telefonseelsorgengottes", aber ich traue Märzhäsin durchaus zu, daß Ihrer auch nicht so rüber kommt.
Zuletzt geändert von Ahnherr derer von und zu Durenald am 13.08.2017 02:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Angorax
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Angorax » 13.08.2017 02:46

Hochgradig spannend, da möchte ich mitreden.

Aber dazu müssen zunächst einmal ein paar Dinge definiert, oder zumindest skizziert werden.

Bei der Diskussion über aventurische Götter befinde ich mich in der Position eines DSA4.1-Spielers, mit genügend Wissen über meine bevorzugte Spielwelt, Aventurien, um ihre Grundprinzipien - soweit sie mir wichtig sind - zu verstehen.
Ich betrachte die Welt später noch aus dem Blickwinkel ihrer Bewohner, aber für den Moment bin ich eben Spieler.

Bevor ich mich mit DSA beschäftigt habe, war ich einmal in der Position, einen Gott zu erschaffen. Als Autor, zum Glück nicht real ;)
Dieser Gott sollte möglichst mächtig innerhalb der Welt sein, ohne dabei mit anderen, bereits erdachten, quasi Kanon-Göttern in Konflikt zu geraten. Auch hier wieder aus der Sicht eines übergeordneten, außenstehenden Schöpfers innerweltlichen Inhalts. Innerweltlich waren Konflikte natürlich erwünscht.
Relativ schnell sagte mir der gesunde Menschenverstand, dass ich also meinen zu bastelnden Gott nicht omnipotent machen durfte, denn dadurch wäre die Spiellogik von vornherein zusammengebrochen. Ein Gott, der alles alleine machen kann und vermutlich auch wird, braucht keine Diener.

DSA hat das schon weit früher erkannt, und ich bin ganz sicher, dass (Hobby)autoren auch später immer wieder zu diesem Schluss kommen werden.
DnD hat das so gemacht, nach allem, was ich weiß, und das ist auch gut so.

Betrachten wir nun also, was übrig bleibt.

Das sind Götter, deren Macht weit über die anderer NSC hinaus geht. Sie können in der Welt Dinge vollbringen, die golbal riesige Auswirkungen haben, aber sie tun dies nie, oder als Ereignis, das in Mythen ganze Zeitalter überdauert. Dafür wurde das Mystherium von Kha eingeführt.

Was bleibt danach also noch?
Es bleiben Götter, die schon - für von Sterblichen grade noch zu fassend - sehr lange Zeiträume durch ihre Diener wirken. Das ist toll für mich als Spieler, denn ich kann also Karmalzauberer spielen. Das tue ich in einer Welt, die ihren eigenen Gesetzen unterliegt. Es sind teilweise ähnliche Gesetze, wie ich sie von der Erde kenne, aber sie sind doch ganz anders.

Ich kann, von außen betrachtet, nicht errechnen, wieviel Energie in einem AsP steckt. Dabei sollte das doch einfach sein, oder? Sprich einen Animatio, und miss, wieviel Masse er wie lange wie weit tragen kann. Aber halt, da hängt es schon davon ab, wie gut der Zaubernde ist. Je besser der ist, um so länger macht der Zauber mit. Ich könnte noch weitere Beispiele aufzählen, aber am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Autoren ihre Zauber nach Spielbarkeit, einer diffusen "Balance", nach Effekten, die man sich gut bei Magiern vorstellen kann, nach allem, aber nicht nach dem Tafelwerk ausgedacht haben.
Ich akzeptiere das bereitwillig.
Es bedeutet für die Spielwelt also, dass Magie Regeln unterliegt, die zum Teil von Einwohnern der Welt erfasst werden können, zum Teil aber nichtmal von einem Außenstehenden (Spielerperspektive), der aus seinem erlernten Denkmodell nicht ausbrechen kann, oder will.

Für die Betrachtung der Welt heißt das also für mich, dass, wer auch immer nun wie die Spielwelt schuf, Gesetze anwendete bzw. festschrieb, die nur zum Teil begreifbar sind. Der begreifbare Teil reicht aber vollkommen aus. Ich muss auch nicht wissen, warum Spo-Mods soundso anstrengend sind, zum Spielen reicht mir die ZfP*-Angabe.

Die Welt Dere ist von irgendetwas erschaffen worden, das schon in seinem "Sandkasten" solche nicht völlig begreifbaren Gesetzmäßigkeiten eingebaut hat. Die Kraft, die dazu benutzt wurde, war das Nayrakis. Mit der - nicht fundierten, aber in den Regeln gern verwendeten Aussage - Karma schlägt Astralies, oder Nayrakis schlägt Sikaryan, will ich diese meine These mal beweisen.
Es gibt hier Leute, die dazu berufener sind, aber diese sehr knappe Erklärung soll mal für meinen Gedankengang reichen.

Die Götter, die Dere also erschaffen haben, sind bestrebt, das Weltgeschehen in den jetzt existierenden Bahnen weiterlaufen zu lassen. Die Zwerge sprechen vom Weltenmechanismus. Das passt ganz gut. Ihre eigene Kraft, das Karma, kann die Welt brechen. Das ist aber nicht gewünscht. Sieht man auch innerweltlich am Mysterium von Kha, und selbst beim kleinen popligen Geweihten, der eine Erschwernis bekommt, wenn seine Liturgie zu sehr die Welt zu verbiegen droht.

Die Götter sind also Teil der Welt, sie könnten ihre Gesetze wohl ändern, aber sie ziehen es vor, diese nur hin und wieder zu biegen. Und das ist ein gewollter Teil der Welt, meinem Verständnis nach. Dere ist nicht perfekt - das wäre für Spieler langweilig, aber auch Aventurier, die sich mental doch an realen Menschen orientieren, würden in einer perfekten Welt wohl wahnsinnig werden.
Oder würdet ihr ein DSA spielen wollen, in dem ihr nie würfelt, und immer eine Dreifach-1 hättet? Würdet ihr wollen, dass euer ganzes Leben so ist? Dazu würde es einer ganz anderen Rasse bedürfen, als es Menschen sind.
"Wie heißt das Abenteuer?"
"Wir besiegen Rhazzazor"
"Okay, das schaffen wir ja dann und bekommen das Mädchen, nächstes AB bitte"

Ich denke, der Ansatz ist klar.

Und sowas wussten natürlich auch die aventurischen Götter, also haben sie bewusst keine perfekte Welt erschaffen. Diese Mängel bedeuten aber, dass man immer wieder Wartungsarbeiten am Weltenmechanismus vornehmen muss. Dazu haben sie zum Beispiel ihre Geweihten.
Diese sind sozusagen Hilfs-Admins. Hm, das macht Fenia nach meiner Logik zu einer Forengöttin. Kann ich mit leben :D
Das heißt, sie besitzen eine Handvoll innerweltlicher Cheatcodes, die aber vom System vorgesehen sind! Cheats funktionieren nur, weil irgendein Programmierer das so wollte. Alles andere ist Bugusing.

Soviel zu "Logik" etc.pp.

Nun zu Rastullah vs. Karmaspender.

Genau so, wie der Mensch Perfektion gern anstrebt, sie, wenn erreicht, aber ablehnt, so ziehen ihn bestimmte Konzepte an, während andere ihn abstoßen. Etwa "Der da hat was drauf, das kann ich sehen, spüren, anfassen, dem folge ich" gegen "Mir wird gesagt, der da ist viel zu groß und alles ist sein Wille, der braucht nichts geben"
Ich halte mich hier auch bewusst nur bei Menschen auf, weil Rastullah für Elfen, Zwerge, Orks und co. keine wirkliche Rolle spielt.

Es wäre mal interessant zu wissen, woran die Novadis vor dem Ereignis in Keft geglaubt haben. Da ich das gerade nicht weiß, arbeite ich mit dem Ist-Zustand.

Nehmen wir an, die Kamelreiter haben wiedermal Krieg gespielt, und auf der einen, wie der anderen Seite kümmert man sich um die Verwundeten. Perainegeweihte spenden Wundsegen, Borongeweihte verpacken Gebeine halbwegs nekromantensicher,...
Auf der anderen Seite gibt es Worte zum Lobpreis Rastullahs.

Ein Novadi zieht mit anderen Abenteurern los, ein Ingerimmgeweihter bespricht die Gruppe in den vom AB vorgesehenen Koschbasalt Lavahöhlen mit "Vertrauter der Flamme" (Von G auf P, oder von Selbst auf Berührung, oder er hat genügend KaP - irgendwie geht es. ) Also er tut etwas, wogegen gerade kein Magier mit einem Leib des Feuers in der gleichen Situation anstinken kann.
Für Rastullah gibts Lobpreis.

So kann das fortgehen. Mit einer Seereise, wo der Efferdgeweihte den Sturm bändigt
Der Novadi kann nur hoffen und Rastullah preisen
usw.

Sollte man nicht meinen, der "Sandfresser" erkennt recht schnell, dass sein Gott Quatsch ist, weil er all so tolles Zeug nicht vergibt?


Ich als Spieler weiß, dass ich keinen Rastullahgeweihten spielen kann, weil ich da kein Karma und nix bekomme. Geweihte haben Karma.
Einen Priester Rastullahs, einen Prediger, den kann ich sehr wohl spielen, aber keinen regeltechnischen Geweihten.

Jetzt ist der Zeitpunkt, mich in den Novadi zu versetzen.
Heilung: Rastullah weiß, wann meine Zeit gekommen ist. Er schenkt keinem heilende Hände, und wenn mich die Kräuter gesund pflegen, dann war es sein Wille.
Flammenimmunität: Rastullah war so gütig, einen Fehlgeleiteten zu schicken, auf dass er mit wirrem Glauben das Richtige tut.
Sturm: Rastullah war so gütig....

Also mit dem rechten Glauben kann man erklären, dass die Novadis nicht reihenweise konvertieren. Zumal der Großteil ihres Volkes in einer Wüste hockt, und Wunder wirkende Geweihte nicht jeden Tag vorbei kommen, um ihnen eine andere Weltsicht zu zeigen.
Selbst wenn das so wäre, so wurde der Novadi von Anfang an indoktriniert im Sinne des Rastullahglaubens.

Selbst Atheisten haben einen starken Glauben! Ich bin Atheist, und ich wage zu sagen, dass ich ganz stark daran glaube, dass es keine Götter gibt. Kurzum macht es inneraventurisch schon Sinn, dass karmalose Götter weiterhin Anhänger haben.

Bezugnehmend auf meine Behauptung, allmächtige Götter würden ohnehin alles alleine machen, kann der Novadi antworten:
Oder er will eben nicht alles alleine machen! Oder er ist so groß, dass sein Wirken einem garnicht so bewusst ins Auge springt, wie ein Rondrageweihter, der einen Sturm herbei ruft.

Führt man sich vor Augen, wie es sich in der Wüste lebt, dann kommt man mit einem sehr großen, distanzierten Gott wesentlich weiter.
"In der Wüste ist garnichts, und kein Mensch braucht garnichts." aus Lawrence von Arabien. Wenn der eine Verdurstende also das rettende Pfützlein Wasser findet, der andere einfach vom Sand der Zeit verschluckt wird, so sind das innerweltlich gute Argumente für einen großen, allmächtigen Gott, dem in seinem Plan eben der eine wichtig war, der andere aber nicht.


Das Einzige, was mich stutzig macht, ist, dass die Novadis ja vor Rastullah an irgendwas geglaubt haben müssen. Dann kommt irgend ein wirrer Philosoph aus der Keft vorbei (oder Duzende, oder drei pro Oase, oder wie auch immer), und predigt einen neuen Gott.

Prä-Rastullah-Novadi: "Aha, und was kann der so, was macht der?"
Prediger: "Er hat AAAALLES erschaffen und ist groß und mächtig!"
PRN: "Aha, naja wir glauben hier an Feqz, wenn der einen Handel segnet, und ich sag mir soll die Zunge abfallen, wenn ich mich nicht dran halte, dann fällt mir die Zunge ab. Bei Rassalu auch?"
P: "Rastullah! Nein, der tut nix!"
PRN: "Und wenn mein Vertragspartner Mist baut, straft Rustilla ihn dann?"
P:"Rastullah! Nein, er wird sich selbst strafen"
PRN:" Aha, na ich geh mal meine Ziegen hüten,..."
Prediger wirft ne Doppeleins auf Überzeugen...

Aber wie oft soll das so geklappt haben?
Der, welcher zustimmt dem Rechthabenden, ist auf dem richtigen Weg.

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 13.08.2017 02:53

Angorax hat geschrieben:
13.08.2017 02:46
Cheats funktionieren nur, weil irgendein Programmierer das so wollte. Alles andere ist Bugusing.
ok, damit ist eigentlich alles gesagt:
Geweihte sind Cheater, Dämonenpaktierer sind Buguser :devil:

P.S. - Ich find die Idee echt klasse!
Zuletzt geändert von Ahnherr derer von und zu Durenald am 13.08.2017 03:00, insgesamt 1-mal geändert.
Alle Regeln sind optional!

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Beitrag von Märzhäsin » 13.08.2017 03:03

Ahnherr derer von und zu Durenald hat geschrieben:
13.08.2017 02:46
Ich persönlich halte zwar auch nichts von der Idee eines "Telefonseelsorgengottes", aber ich traue Märzhäsin durchaus zu, daß Ihrer auch nicht so rüber kommt.
Nein das ist Molag Bal natürlich nicht. :)

Es reicht auch nicht einfach nur das Fell einer Raubkatze an einem seiner Schreine zu opfern, er muss die Frage und den Anlass für wichtig genug erachten damit er seinen Anhängern antwortet.
Angorax hat geschrieben:
13.08.2017 02:46
Das Einzige, was mich stutzig macht, ist, dass die Novadis ja vor Rastullah an irgendwas geglaubt haben müssen. Dann kommt irgend ein wirrer Philosoph aus der Keft vorbei (oder Duzende, oder drei pro Oase, oder wie auch immer), und predigt einen neuen Gott.

Prä-Rastullah-Novadi: "Aha, und was kann der so, was macht der?"
Prediger: "Er hat AAAALLES erschaffen und ist groß und mächtig!"
PRN: "Aha, naja wir glauben hier an Feqz, wenn der einen Handel segnet, und ich sag mir soll die Zunge abfallen, wenn ich mich nicht dran halte, dann fällt mir die Zunge ab. Bei Rassalu auch?"
P: "Rastullah! Nein, der tut nix!"
PRN: "Und wenn mein Vertragspartner Mist baut, straft Rustilla ihn dann?"
P:"Rastullah! Nein, er wird sich selbst strafen"
PRN:" Aha, na ich geh mal meine Ziegen hüten,..."
Prediger wirft ne Doppeleins auf Überzeugen...

Aber wie oft soll das so geklappt haben?
Das ist auch einer der Hauptgründe weshalb ich diese ganze Rastullah-Geschichte so suspekt finde.

Leta
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Leta » 13.08.2017 09:43

Angorax hat geschrieben:
13.08.2017 02:46
Prä-Rastullah-Novadi: "Aha, und was kann der so, was macht der?"
Prediger: "Er hat AAAALLES erschaffen und ist groß und mächtig!"
PRN: "Aha, naja wir glauben hier an Feqz, wenn der einen Handel segnet, und ich sag mir soll die Zunge abfallen, wenn ich mich nicht dran halte, dann fällt mir die Zunge ab. Bei Rassalu auch?"
P: "Rastullah! Nein, der tut nix!"
PRN: "Und wenn mein Vertragspartner Mist baut, straft Rustilla ihn dann?"
P:"Rastullah! Nein, er wird sich selbst strafen"
PRN:" Aha, na ich geh mal meine Ziegen hüten,..."
Prediger wirft ne Doppeleins auf Überzeugen...
Wer so plump argumentiert hat eher einen TaW von 2 oder wirklich schlecht gewürfelt.

Prediger: "Er hat AAAALLES erschaffen und ist groß und mächtig!"
PRN: "Aha, naja wir glauben hier an Feqz, wenn der einen Handel segnet, und ich sag mir soll die Zunge abfallen, wenn ich mich nicht dran halte, dann fällt mir die Zunge ab. Bei Rassalu auch?"
P: "Rastullah hat solche billigen Zaubertricks nicht nötig. Die Zunge abfallen lassen können die Zauberer doch auch und wenn du es darauf anlegst entferne ich deine Zunge eigenhändig mit meinem Wakif. Wer solche Zaubertricks braucht sollte sich vielleicht an die Scharlatane auf dem Jahrmarkt wenden. "
PRN: "Und wenn mein Vertragspartner Mist baut, straft Rustilla ihn dann?"
P:"Habt keine Ehre? Müsst ihr wie ein kleines Kind zu Mama rennen damit sie euch hilft? Mimimimimi der hat mich dehaut!
Ein echter rechtgläubiger Mann und seine Familie kann solche Dinge selbst regeln und solch einen Vertragsbrecher selber die Zunge herausschneiden. Aber wenn ihr euch hier wieder auf die Zaubertricks verlassen müsst...

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Talasha
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Talasha » 13.08.2017 10:57

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 03:03
Ahnherr derer von und zu Durenald hat geschrieben:
13.08.2017 02:46
Ich persönlich halte zwar auch nichts von der Idee eines "Telefonseelsorgengottes", aber ich traue Märzhäsin durchaus zu, daß Ihrer auch nicht so rüber kommt.
Nein das ist Molag Bal natürlich nicht. :)

Es reicht auch nicht einfach nur das Fell einer Raubkatze an einem seiner Schreine zu opfern, er muss die Frage und den Anlass für wichtig genug erachten damit er seinen Anhängern antwortet.
Was bei einem Daedra vermutlich funktioniert, aber bei Peraine, Tsa, Travia, Nurti usw.usf. eben nicht mehr. Sprich, warum muss man bei denen nicht einfach eine Handvoll Kräuter, eine Gans oder ähnliches auf den Schrein packen um perfekte Anweisungen für das örtliche Gesundheitswesen zu erhalten.
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Madalena
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Madalena » 13.08.2017 11:21

Mir liegen ungefähr 100 irdische Vergleiche auf der Zunge, aber die Entwicklung dieses Threads zeigt, dass ich lieber nix entfernt Buzzword-artiges in die Runde werfen will. :rolleyes:

Also versuchen wir einen aventurischen Vergleich: Novadis sehen zwar täglich Rastullahs Wunder und Macht, aber im direkten Vergleich können sie nicht so gut übernatürliche Effekte herbei"zaubern" wie die Diener der Zwölfe. Könnte ihn natürlich zum Nachdenken bringen, ob sein Glaube der schwächere ist.

Aber ähnlich geht es dem Anhänger der Zwölfe oft auch, wenn er mit Paktierern konfrontiert wird. Paktierer haben Kräfte, die die der Geweihten ziemlich in den Schatten stellen. Warum laufen die Zwölfgötterdiener dann nicht in Scharen zu den niederhöllischen Zwölfen über? Ganz einfach: Weil die Dämonen zwar Macht versprechen, aber dich letztlich zerstören. Man verliert seine Seele, verdammt sich für die Ewigkeit - ein hoher Preis. Solange die Überzeugung aufrecht erhalten werden kann dass die Dämonen die Bösen sind, und dass die göttliche Seite letztlich dennoch obsiegt (was etwa in den Schwarzen Landen nicht mehr gegeben ist), kann man die Leute also ganz gut bei der Stange halten, auch wenn man erstmal weniger "power" bieten kann.

Für Novadis ist es ähnlich: Sie haben sich ihre Wüste erobert (die für sie den Mittelpunkt der Welt darstellt, und es in gewisser Weise sogar wirklich ist), und sind in Randgebiete expandiert, wo technologisch, demografisch und ökonomisch eigentlich haushoch überlegene Großmächte das Sagen hatten. Zu glauben dass Rastullah die schützende Hand über sein Volk hält, und dass die Mächte der Zwölfe heimtückische Verlockungen sind, von denen sich der Rechtgläubige nicht verderben lassen darf, finde ich aus dieser Sicht sehr nachvollziehbar.
lg Madalena (vormals Zulhamid ibn Rezzan)

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Na'rat
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Na'rat » 13.08.2017 11:27

Was die ganze Konvertierungsgeschichte angeht. Die hat auch viel mit handfesten Vorteilen zu tun, nehmen wir das frühe (irdische) Kalifat. Eine verschwindend kleine muslimische Elite hat über eine Bevölkerung geherrscht die zum überwältigenden Teil einer anderen Religionen anhingen. Zwei oder drei Jahrhunderte später haben sich die Mehrheitsverhältnisse radikal verschoben.
Andersgläubige machen nur noch eine kleine Minderheit aus, auch wenn sich recht große Minderheiten sehr, sehr lang behauptet haben und noch behaupten.
Oder anders herum, der arabische Sklavenhandel. Im islamischen Recht ist es mehr oder weniger Verboten andere Muslime als Sklaven zu halten. Da war es dann gar nicht gerne gesehen, wenn der Sklave sich plötzlich auch zum Islam bekannt hat.
Oder die christlichen Missionierungen in Asien, Afrika und den Amerikas.
Oder die scheinbar sehr pragmatische Einstellung einiger japanischer Fürsten gegenüber der christlichen Religion.

Warum? Weil es eben Vorteile hat die Religion der Herrschaft zu teilen. Weniger Steuern, Kriegsdienst, teilhabe an der Herrschaft, Beherrschung der richtigen Sprache/Schrift usw.
Da darf man sich also schon fragen, wie eine Religion als Machtfaktor, so derlei in Aventurien überhaupt gegeben ist, bestand haben kann, wenn die konkurrierenden Religionen, so derlei in Aventurien überhaupt gegeben ist, klar mehr greifbare Vorteile haben.

Klar lassen sich auch Indizien finden die dagegen sprechen, das Mogulreich oder britisch Indien fallen mir da als erstes ein. Aber da waren die Umstände leicht andere.

Ich finde daher auch, Religionen ohne Superkräfte sollten eine Randerscheinungen in Aventurien sein, was Maraskaner und Novadis ja auch sind.

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Märzhäsin
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Beitrag von Märzhäsin » 13.08.2017 12:31

Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 10:57
Was bei einem Daedra vermutlich funktioniert, aber bei Peraine, Tsa, Travia, Nurti usw.usf. eben nicht mehr. Sprich, warum muss man bei denen nicht einfach eine Handvoll Kräuter, eine Gans oder ähnliches auf den Schrein packen um perfekte Anweisungen für das örtliche Gesundheitswesen zu erhalten.
Weil ein Daedrafürst nicht den gleichen Regeln unterliegt wie die 12 Göttlichen. :)

Es ist in meiner Spiegelwelt durchaus möglich beispielsweise einen Rat von Peraine zu erhalten aber die wird keine Opfergabe verlangen sondern die Erfüllung einer kleinen Aufgabe fordern und das auch nur falls sie die Motive des betroffenen Anhänger für ausreichend perainegefällig und den Anlass weshalb ihr Rat ersucht wird für ausreichend wichtig erachtet.

Und ihren Rat zu ersuchen nur um einige Hinweise für das örtliche Gesundheitswesen zu erhalten wäre sowohl für die 12 Göttlichen als auch für die 16 daedrischen Prinzen ein äußerst unwichtiger Anlass.
Na'rat hat geschrieben:
13.08.2017 11:27
Warum? Weil es eben Vorteile hat die Religion der Herrschaft zu teilen. Weniger Steuern, Kriegsdienst, teilhabe an der Herrschaft, Beherrschung der richtigen Sprache/Schrift usw.
Da darf man sich also schon fragen, wie eine Religion als Machtfaktor, so derlei in Aventurien überhaupt gegeben ist, bestand haben kann, wenn die konkurrierenden Religionen, so derlei in Aventurien überhaupt gegeben ist, klar mehr greifbare Vorteile haben.

Klar lassen sich auch Indizien finden die dagegen sprechen, das Mogulreich oder britisch Indien fallen mir da als erstes ein. Aber da waren die Umstände leicht andere.
Ich bin wirklich froh das noch jemand versteht was ich mit meinen Argumenten meine.
Zuletzt geändert von Märzhäsin am 13.08.2017 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

Leta
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Leta » 13.08.2017 12:42

Madalena hat geschrieben:
13.08.2017 11:21
Also versuchen wir einen aventurischen Vergleich: Novadis sehen zwar täglich Rastullahs Wunder und Macht, aber im direkten Vergleich können sie nicht so gut übernatürliche Effekte herbei"zaubern" wie die Diener der Zwölfe. Könnte ihn natürlich zum Nachdenken bringen, ob sein Glaube der schwächere ist.
Übernatürliche Effekte können auch Paktirer, Magier, generell Magiebegabte, diverse magische Kreaturen und Gaukler hervorrufen. Daraus zu schließen das der eigenen Glaube schwächer währe ist schon seltsam.

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Talasha
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Talasha » 13.08.2017 12:52

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 12:31
Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 10:57
Was bei einem Daedra vermutlich funktioniert, aber bei Peraine, Tsa, Travia, Nurti usw.usf. eben nicht mehr. Sprich, warum muss man bei denen nicht einfach eine Handvoll Kräuter, eine Gans oder ähnliches auf den Schrein packen um perfekte Anweisungen für das örtliche Gesundheitswesen zu erhalten.
Und ihren Rat zu ersuchen nur um einige Hinweise für das örtliche Gesundheitswesen zu erhalten wäre sowohl für die 12 Göttlichen als auch für die 16 daedrischen Prinzen ein äußerst unwichtiger Anlass.

.
Die Göttinnen der Heilkunst interessieren sich also nicht für die Heilkunst? :???:

Weil ein Daedrafürst nicht den gleichen Regeln unterliegt wie die 12 Göttlichen.
Oben hast du noch behauptet er wäre ein Gott, also unterliegt er den gleichen Gesetzen.
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Na'rat
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Beitrag von Na'rat » 13.08.2017 13:06

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 12:31
Ich bin wirklich froh das noch jemand versteht was ich mit meinen Argumenten meine.
Das Problem, Religion ist in Aventurien kein Machtfaktor und die Religionen machen sich nicht gegenseitig Konkurrenz, außer irgendwelche Orkpriester oder Paktierer (Dämonenpriester) die jeweils ihre Konkurrenz abschlachten.
Leta hat geschrieben:
13.08.2017 12:42
Übernatürliche Effekte können auch Paktirer, Magier, generell Magiebegabte, diverse magische Kreaturen und Gaukler hervorrufen. Daraus zu schließen das der eigenen Glaube schwächer währe ist schon seltsam.
Nein, er ist nur schwächer als alle anderen Religionen im Umfeld. Jeder Priester der Zwölf kann per Hand auf legen heilen, je nach Regeledition, kann das auch ein Rechtsgelehrter der Kefter Schule oder ein Priester der Zwillinge?

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Salix
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Salix » 13.08.2017 13:19

Na'rat hat geschrieben:
13.08.2017 13:06
Nein, er ist nur schwächer als alle anderen Religionen im Umfeld. Jeder Priester der Zwölf kann per Hand auf legen heilen, je nach Regeledition, kann das auch ein Rechtsgelehrter der Kefter Schule oder ein Priester der Zwillinge?
Wenn er unbewusster Viertelzauberer mit dem Balsam ist, lautet die Antwort ja. :P

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Märzhäsin
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Märzhäsin » 13.08.2017 13:21

Leta hat geschrieben:
13.08.2017 12:42
Übernatürliche Effekte können auch Paktirer, Magier, generell Magiebegabte, diverse magische Kreaturen und Gaukler hervorrufen. Daraus zu schließen das der eigenen Glaube schwächer währe ist schon seltsam.
Diese Effekte sind nicht das Gleiche wie diejenigen die durch karmische Energie möglich sind. Und gerade in einer Welt in der jeder Jahrmarkstzauberer beeindruckende Effekte vor begeisterten Kinderaugen hervorrufen kann haben Novadis die an einen angeblich schlafenden Riesen glauben der nichts kann aber früher irgend wann mal alles erschaffen hat, ihren Skeptikern nichts zu bieten.

Keine Macht, Kein Bling Bling, kein Peng! Kaboom! Pulverisier!

Und dieses Moralapostel-Geschwätz: "Rastullah hat ALLES erschaffen und ist der Allerbeste ohne das er irgendwas macht oder bieten kann oder eingreift oder dir hilft und alles andere ist nur dämonische Macht und Magie!" kann keinen Alrik hinterm Ofen vor locken sondern nur den kleinen Abdul der vom Kindesalter an gehirngewaschen wurde. :ijw:
Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 12:52
Die Göttinnen der Heilkunst interessieren sich also nicht für die Heilkunst?
Doch, aber nicht wenn man nur ein paar lächerliche Kräutertipps im Stil der Apothekenrundschau braucht, das ist unter Peraines Niveau. :wink:

Wenn dein bester Freund oder dein Vater todkrank wären oder du dich im maraskanischen Dschungel mit einer bizarren und bisher unbekannten Krankheit infiziert hast oder vergiftet wurdest wären das alles ausreichend wichtige Anlässe für Peraine.
Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 12:52
Oben hast du noch behauptet er wäre ein Gott, also unterliegt er den gleichen Gesetzen.
Er verfügt wie alle Deadraprinzen in etwa über das gleiche Machtniveau wie die 12 Göttlichen und folgt den Regeln meiner Spiegelwelt und meines Pantheons aber nicht den Regeln aus Wege der Götter von Seite 14 die unter der eindeutigen Überschrift "Einige redaktionelle Überlegungen" stehen.

Die 16 daedrischen Prinzen kann man nun mal in ihrer Funktion deutlich besser mit den 12 Göttlichen als mit den 12 Erzdämonen vergleichen.

Das Mysterium von Kha ist wie bereits erwähnt sehr schwammig definiert und Phex und Boron haben in mehreren Abenteuern gegen es verstoßen und haben sich mit ihren Anhängern unterhalten.

Warum soll das dann in meiner Spiegelwelt mit meinem eigenen Pantheon nicht in Ordnung sein?

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Angorax
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Angorax » 13.08.2017 13:36

Vergessen wir nicht die 99 Gesetze.
Der Prediger kam damit nämlich auch noch um die Ecke.
"Hier, habt ihr einen ganzen Haufen Regeln, die zwar teilweise so klingen, als hätte jemand sie erdacht, der zuvor die falschen Pilze geraucht hat,
ABER sie sind Von Rastullah, dem Großmächtigen. Befolge sie brav"
"Aber wir haben schon gut gelebt, bevor ich..." guckt "Im Prinzip wohl nur noch Gras speisen darf?!"

Es wäre interessant, wenn sich Rastullah als Sandkastenexperiment des Namenlosen entpuppen würde. Man gibt einem Volk krude Regeln, man gibt ihnen im Ausgleich nichts als fromme Worte und die Behauptung "Ach ja, die Welt, wo ihr drauf lebt, die is von mir. Preiset mich"
Man macht dieses Volk dann zum Feind all seiner Nachbarn, und schaut, ob sie sich halten können. Warum nicht?
Der, welcher zustimmt dem Rechthabenden, ist auf dem richtigen Weg.

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Talasha
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Talasha » 13.08.2017 14:11

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 13:21
Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 12:52
Die Göttinnen der Heilkunst interessieren sich also nicht für die Heilkunst?
Wenn dein bester Freund oder dein Vater todkrank wären oder du dich im maraskanischen Dschungel mit einer bizarren und bisher unbekannten Krankheit infiziert hast oder vergiftet wurdest wären das alles ausreichend wichtige Anlässe für Peraine.
Also wenn einer stirbt interressiert sich Peraine, wenn hunderte an Krankheiten leiden und sterben ist es ihr egal? :rolleyes: Ganz ehrlich wenn du schon alle die nicht deiner Meinung sind für Vollidioten hältst dann nenne sie wenigstens auch so, das wäre wenigstens anständig.

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 13:21
Das Mysterium von Kha ist wie bereits erwähnt sehr schwammig definiert und Phex und Boron haben in mehreren Abenteuern gegen es verstoßen und haben sich mit ihren Anhängern unterhalten.
Haben sie nicht, wurde alles geretconned. Ich mache dich nebenbei nur auf Logiklücken aufmerksam, kein Grund aggressiv zu werden.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

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Beitrag von Märzhäsin » 13.08.2017 15:02

Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 14:11
Also wenn einer stirbt interressiert sich Peraine, wenn hunderte an Krankheiten leiden und sterben ist es ihr egal? :rolleyes: Ganz ehrlich wenn du schon alle die nicht deiner Meinung sind für Vollidioten hältst dann nenne sie wenigstens auch so, das wäre wenigstens anständig.
Ich verstehe nicht weshalb du so wütend bist. :)

Ich halte hier niemanden für einen Vollidioten und ich bin ja sogar dankbar wenn mir jemand Fragen stellt solange die nicht vollkommen albern und absurd sind und das trifft auf deine Fragen absolut nicht zu. :wink:

Über jede Frage die du mir über meinen Pantheon stellst freue ich mich denn so habe ich die Chance über meine eigenen Ideen nachzudenken und befinde mich nicht mehr in einer Echokammer.

Wenn es sich um Krankheiten in Form einer gefährlichen Epidemie handeln würde, wäre das natürlich ein ausreichend wichtiger Grund um einen Rat zu erhalten.

Aber kleinere Probleme wie Schnittwunden, Prellungen und Erkältungen können die Geweihten und Wundärzte mit dem bereits bestehenden Wissen lösen, da würde es Peraine als unangebracht erachten sie wegen solchen Kleinigkeiten um einen Rat zu bitten.
Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 14:11
Haben sie nicht, wurde alles geretconned. Ich mache dich nebenbei nur auf Logiklücken aufmerksam, kein Grund aggressiv zu werden.
Ich bin wie gesagt dankbar dass du mich auf so etwas aufmerksam machst und aggressiv bin ich kein bisschen, ich weiß ehrlich gesagt nicht wie du darauf kommst.

Etwa weil ich einige Stellen unterstrichen oder fett gedruckt dargestellt habe? Das sollte aber nicht so herübergekommen.

Es wird leider ständig irgend etwas geretconned oder geändert, ich blicke ehrlich gesagt auch überhaupt nicht mehr durch was jetzt Kanon ist, was mal Kanon war und was mal Kanon sein wird, der Metaplot und die DSA 4.1-Publikationen enthalten einige Widersprüche und Ungereimtheiten,

Bei DSA 1 bis 3 gab es zumindest noch eine gewisse Kontinuität.

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Ahnherr derer von und zu Durenald
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 13.08.2017 15:04

Talasha hat geschrieben:
13.08.2017 14:11
Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 13:21
Das Mysterium von Kha ist wie bereits erwähnt sehr schwammig definiert und Phex und Boron haben in mehreren Abenteuern gegen es verstoßen und haben sich mit ihren Anhängern unterhalten.
Haben sie nicht, wurde alles geretconned. [...]
... und Morgen wird das Mysterium von Kha geretconned. -> ...und dann?
Sag nicht, das passiert nicht. In DSA ist schon Unglaublicheres passiert.

Für einige SC sind solche Göttererscheinungen schlicht erlebte Realität.
Und ich prophezeie hier mal, daß ich es noch erlebe, daß Götter wieder auf (kanonisch) Dere wandeln.

Ich verstehe einfach den Ansatz nicht, warum man Götter in möglichst enge Regelkonzepte zwängen will.


Btw: -> Der Reiz des Rastullahglaubens liegt mMn in erster Linie darin, daß er von den Menschen nicht verlangt, alles für die Götter zu tun, sondern alles für die (gläubigen) Menschen - hier werden die Gläubigen ins Zentrum der Religion gerückt (jeder einzelne!) und nicht der Gott!
Zuletzt geändert von Ahnherr derer von und zu Durenald am 13.08.2017 15:06, insgesamt 1-mal geändert.
Alle Regeln sind optional!

Rhanaya
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Rhanaya » 13.08.2017 15:05

Die 12G sind fein aufgeteilt, je nach Gusto. Das macht sie sympatisch, sonst würden wirklich alle nur dem Stärksten hinterher rennen.
Praios ist ja die Nummer 1 für Adlige, weil er eben Bereiche vertritt die für Adlige wichtig sind, von Ackerbau hat er keine Ahnung. Der Bauer braucht also seine Ackergottheit die es spriesen und gedeihen lässt und dafür sorgt dass es was zu Essen gibt. So findet eben jeder seine Nische und alle 12 bilden einen Kreis in dem für jeden gesorgt ist und es eben keinen Stärksten gibt.

Dann kommt dieser obskure Wüstengott mit Allmachtsanspruch. Kann alles, hat alles erschaffen, überhaupt ist ALLES von ihm. Kann zwar nix vorzeigen aber hat einen fanatischen Haufen Gläubiger die alle anderen Götterwunder ignorieren, negieren oder im Zweifel als Magie verunglimpfen, rückt ihn einfach zu nahe an den irdischen Allah mit seinen Fanatikern.
So einen Allmachtsphantasten gab es schon mal, der darf nun auf unbestimmte Zeit die kleine Lücke im Sternenwall bewachen.

Wäre Rastullah tatsächlich "nur" ein Wüstengott der ganz tolle Sachen mit Sand machen kann und seine Jungs selbst im dicksten Sandsturm noch die Oase finden lässt, ja dann könnte ich damit leben.
Nix mehr mit ALLES sondern nur ALLES mit Sand und auch nur dann wenn der Anbeter ne Schippe Sand dabei hat oder was auch immer für Beschränkungen, dass würde die Sache wesentlich besser machen und ihn auch in der Mächtigkeit in die Nähe der Orkgötter rücken, die ja auch nur ihre Orks und das Orkland haben.

Kurz und Gut, der Geburtsfehler ist die zu starke Inspiration vom Irdischen Allah samt Anhänger und Allmachtsanspruch ohne wirklich liefern zu können.
Zuletzt geändert von Rhanaya am 13.08.2017 17:04, insgesamt 2-mal geändert.

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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 13.08.2017 16:24

Märzhäsin hat geschrieben:
13.08.2017 13:21
Die 16 daedrischen Prinzen kann man nun mal in ihrer Funktion deutlich besser mit den 12 Göttlichen als mit den 12 Erzdämonen vergleichen.
Finde ich überhaupt nicht. Die Daedraprinzen sind, wenn überhaupt, mit den Erzdämonen zu vergleichen. Die Aedra dann wie aventurische Götter.

btw. Wer den DSA Hintergrund für umfangreich hält, hat sich noch nicht tiefer mit der Elder Scrolls Lore beschäftigt :censored:
Madness is not a State of Mind. Madness is a Place. Let's go there, Shall we?
In Erinnerung an Xeledon.

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Cifer
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Sinn und Unsinn von aventurischen Religionen

Beitrag von Cifer » 13.08.2017 17:12

@Rhanaya
Argumentierst du gerade, warum Rastullah aus irdischer Sicht schlecht ist oder aus aventurischer? Das kann ich gerade nicht aus deinem Post herauslesen.
Freiheit aus Schmerz.
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