A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

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Thallion
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A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Thallion » 12.03.2015 08:17

Dieser Thread ist zur Diskussion der Inhalte des im Februar 2015 erschienenen Solo-Abenteuers A209 Im Griff der Schwarzen Eiche von Sebastian Thurau bestimmt.

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Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps, Fragen oder Meinungen zu dem Abenteuer. Dieser Thread ist zur Sammlung dieser Informationen und Themen gedacht.

Darüber hinaus kann man in diesem Thread das Abenteuer auch bewerten, um so eine grobe Orientierungshilfe für andere Nutzer zu bieten. Hier gelangst Du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du willst dann abstimmen, könntest es aber nicht mehr, wenn du schon abgestimmt hättest, ohne das Abenteuer zu kennen.

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Cadrax Sohn des Cendrosch
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Re: A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Cadrax Sohn des Cendrosch » 12.03.2015 14:15

Hallo,

Ich habe "Die Rückkehr zur schwarzen Eiche" vor einigen Tagen gespielt. Das Abenteuer hat, wenn ich mich recht entsinne, ca. 4 oder 5 Stunden gedauert; Als Charakter habe ich meinen Herold genutzt, der schon die ersten beiden Teile (den ersten sehr, sehr knapp) überstanden hat (und über mehr AP als die vorgegebenen Charaktere verfügt) – recht versiert im Kampf und bei den Wissenstalenten, dafür körperlich nicht so effektiv.

Insgesamt hat mir "Die Rückkehr zur schwarzen Eiche" viel Vergnügen bereitet, auch wenn das Abenteuer durchaus seine Probleme hat. Ich habe lange auf das Erscheinen gewartet, entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Enttäuscht wurden sie nicht, aber ich kann nicht sagen, dass ich vollauf zufrieden bin.

Positiv hervorheben möchte ich die Karte und ihre sehr freie und unkomplizierte Verwendung – dadurch fühlt sich das Ganze ein wenig wie ein Computerspiel im Stile von Baldur's Gate an, bei dem man zu den relevanten Kartenabschnitten reisen kann ohne sich mit der eigentlichen Reise aufzuhalten. Die Atmosphäre bleibt, wie in den ersten Teilen, durchweg bedrückt, ernst und unsicher – insgesamt meiner Ansicht nach die größte Stärke der Trilogie. Man fühlt sich nie wirklich sicher, man weiß nie wirklich, was genau vor sich geht, es ist, als würde stets ein Schatten über allen Geschehnissen in den Abenteuern liegen.

Die Charaktere sind größtenteils gut gelungen, bilden die abgelegenen Nordregionen Andergasts gut ab, haben aber leider nicht viel Zeit, um sich zu entfalten oder vertieft zu werden. Die Motivationen des Druiden beispielsweise bleiben leider völlig unklar. Auch mit dem primären Antagonisten gibt es einige Probleme, zu denen ich noch kommen werde. Dafür kann die namensgebende Rückkehr zur schwarzen Eiche, das Besuchen der relevanten Orte des ersten Teils, überzeugen, und insgesamt gibt es auf der Karte einige interessante Dinge zu entdecken.

Dabei gibt es die ein oder andere Sache, bei der sich mir die Frage stellt, ob die so gut ins Setting passt. Erstens, warum werden die Adligen im Abenteuer alle als Barone bezeichnet? Müssten die nicht eigentlich in Andergast Freiherren genannt werden? Zweitens, ich freue mich natürlich prinzipiell über die zahlreichen, als Anführerinnen agierenden weiblichen Charaktere im Abenteuer, aber Andergast ist eigentlich ein ziemlich patriarchalisches Setting. Es scheint mir etwas unwahrscheinlich, dass dort niemand Probleme hat, von einer Frau angeführt zu werden – es wird nicht einmal angesprochen, dass das alles ziemlich ungewöhnlich für Andergaster Verhältnisse ist.

Ansonsten: Ich persönlich hatte das Gefühl, auf der Karte zu wenig Zeit zu haben. Es ist ärgerlich, dass der Spielercharakter keine Anhaltspunkte hat, wo es sich lohnen mag, zuerst hinzureisen. Ich habe zuerst den Norden der Karte erkundet und prompt den Preis bezahlt, als ich sowohl bei den Orkgötzenkultisten als auch bei den Holzfällern zu spät ankam, um sie als Verbündete zu gewinnen, was den Endkampf für meinen Charakter verdammt schwer gemacht hat (er hat ihn trotz seiner wirklich guten kämpferischen Fähigkeiten mit nur 6 LeP überlebt). Auch die positiven Zufallsbegegnungen haben sich für ihn nie ereignet. Ansonsten werden im Abenteuer glücklicherweise nur offensichtlich unintelligente Entscheidungen bestraft (Rückkehr zur Burg oder zum Dorf, obwohl bekannt ist, dass dort die Truppen des Antagonisten herumstreifen etc.), bei der Wegfindung fehlt aber oft die Möglichkeit, vorher abzuschätzen, was klug oder weniger klug wäre.

Das sind aber erstmal nur Kleinigkeiten. Meine primäre Kritik am Abenteuer liegt bei der Handlung und vor allem dem Ende:
Erstens: Warum lässt der Antagonist Erloran und Kameire am Leben? Gerade ein Kampfmagier wie Erloran stellt für ihn eine Bedrohung dar, und es sollte aus dem Vorgängerabenteuer doch ziemlich klar sein, das dessen Loyalitäten beim Spielercharakter liegen, oder?
Zweitens: Der eigentliche Plan des Bösewichts – den nehme ich ihm einfach nicht ab. Zuviel Aufwand für zu wenig Effekt – wozu die aufwändige Verschwörung, wozu sich im zweiten Teil mehrmals in Lebensgefahr begeben, wenn alles nur ein Ablenkungsmanöver ist, um Soldaten im Norden zu binden? Da hätten auch ganz normale Orküberfälle genügt, ohne das ganze Drumherum. Es ärgert mich außerdem, am Ende der Trilogie nichts über die eigentlichen Auftraggeber zu wissen, und was das alles nun genau für die Beziehungen zu Nostria bedeutet wird auch nicht ganz klar.
Drittens: Der Bösewicht fällt von einer Klippe herunter, wie in einem Disneyfilm. Warum darf man nicht hinunterklettern und überprüfen, ob er wirklich tot ist? Müsste er nicht eigentlich borongefällig bestattet werden? Für eine ansonsten durchaus kreative und überraschende Abenteuertrilogie scheint mir diese Art, den Antagonisten überleben zu lassen, ein ziemliches Klischee zu sein.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht: Der Endkampf ist, wenn man etwas Pech hat und ungünstige Wege nimmt, vielleicht ein wenig zu hart. Ansonsten sind die verlangten Proben ziemlich fair, finde ich. Man sollte halt nicht bedenkenlos dorthin gehen, wo sich feindliche Soldaten aufhalten könnten (ich habe im ganzen Abenteuer kein einziges Mal gegen irgendwelche der königlichen Soldaten kämpfen müssen – ich habe nichtmal welche getroffen, außer am Anfang und am Ende, versteht sich). Mit ausreichend Verbündeten und vorsichtigem Vorgehen (man muss nicht jedes Mal direkt auf die Orks losstürmen) sollte sich der Endkampf auch für schwächere Charaktere überstehen lassen.

Insgesamt würde ich dem Abenteuer zwischen 3 oder 4 Punkten geben; Die ersten beiden Teile der Trilogie haben mir minimal besser gefallen – die Handlungsschwächen am Ende sind hier das Hauptproblem, über die anderen Dinge kann man hinwegsehen. Auch ein Gefährtensystem hätte der "Rückkehr" gut getan, gerade wegen des Zeitmangels – Es wäre nett, wenn man z.B. Verbündete an die Orte hätte schicken können, die der Spielercharakter nicht rechtzeitig erreichen würde. Da ich, vor allem wegen der durchgehend dichten Atmosphäre, insgesamt aber doch mehr Spaß hatte, als mit den meisten offiziellen Abenteuern, runde ich auf die 4 Punkte auf (was auch meine Bewertung für die Gesamttrilogie wäre).

Viele Grüße,
Cadrax Sohn des Cendrosch

Engor
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Re: A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Engor » 12.03.2015 15:28

"Die Rückkehr zur Schwarzen Eiche" stellt für mich grundsätzlich ein gelungenes Soloabenteuer dar, vor allem weil es - wie seine beiden Vorläufer - eine gute und moderne Struktur aufweist, die Karte gibt dem Spieler eine gute Übersicht, durch die Zeitabfrage kommt außerdem eine gewisse Dynamik hinzu.
Durch die Unterschiedlichen Begegnungen an den verschiedenen Orten wirkt der Band auch abwechslungsreich, allerdings muss man dabei auch berücksichtigen, dass die NSCs immer nur wenige Abschnitte erhalten, in denen sie eine Rolle spielen, von daher haben viele nur ein eher oberflächliches Profil. Weiterhin bleibt aber z.B. Dairon ein interessanter Charakter, weil er nach wie vor undurchsichtig bleibt.
Zudem gefällt mir das Belohnungssystem, erreichte Leistungen machen dem Spieler das Finale deutlich leichter, was z.B. auch in einigen Gruppenabenteuern schon erfolgreich praktiziert wurde.
Grundsätzlich sehe ich aber auch ein paar Logiklücken, warum der Antagonist z.B. den SC verfolgen lässt, aber dessen alte Freunde einfach so schalten und walten lässt, verstehe ich nicht so ganz, auch ist mir unklar, warum die Soldaten so schnell dem Charisma eines für die Fremden verfallen sollten, dass sie für ihn absolute Gräueltaten verüben.
Die Story passt zum bodenständigen Andergast, fällt aber natürlich so auch etwas unspektakulär aus, je nach Verlauf kann es durchaus sein, dass zwischendurch viel Leerlauf herrscht. Meine ausführliche Kritik findet sich hier: http://engorsdereblick.blog.de/2015/02/ ... -20074289/
Unterm Strich aber ein gelungener Abschluss der Trilogie, von daher gebe ich 4 Punkte.

Andras Marwolaeth
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Re: A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Andras Marwolaeth » 12.03.2015 17:44

Einerseits war es ganz nett zu spielen, andererseits gab es abseits des Koboldrätsels keine wirkliche Herausforderung. Beim ersten mal kam ich ohne Probleme bis ans Ende (wo mein Held dann gegen den letzten Ork nur zweiter Sieger war). Man kann eigentlich nicht wirklich viel falsch machen.
Die Interaktion mit den Einwohnern des Landstrichs ist sehr knapp. Meist sagt man einen Spruch, kriegt dann Unterstützung und kann weiterziehen. Kurz vor Ende sah es dann bei mir so aus, dass ich mir die Frage gestellt habe, was mein Held hier eigentlich machen soll.
Ich gebe 3 Punkte.

Andras Marwolaeth
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Re: A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Andras Marwolaeth » 21.04.2015 21:52

Eigentlich ist es ganz nett. Man stapft durch den andergastschen Schnee, sammelt Verbündete und haut dem Feind eins auf die Mütze. Die Umgebungskarte hat mir besonders gut gefallen.

Aber das war es schon mit dem Positiven:
Im Gegensatz zu den Vorgänger-Abenteuern konnte ich im ersten Anlauf schon fast bis ans Ziel durchlaufen (wo mich doch noch ein Ork erwischt hat), ohne dass es besondere Probleme gab. Mehr noch: ich wusste gar nicht genau, was ich da jetzt eigentlich machen soll.
Man kann die Burg aus dem ersten Abenteuer besuchen, doch viel ist da nicht vorgesehen.
Es gibt ein etwas schwierigeres Rätsel, das zwei Doppelseiten mit Bildern und eine ganze Reihe von Abschnitten beansprucht.
Dairons Verhalten und Motivation strapaziert aber schon arg die Logik. Der dreht und wendet sich, die Soldaten gehorchen ohne Murren seinen Befehlen und das alles soll ein lang durchdachter nostrischer Plan sein?!

Letzten Endes habe ich mich für "zufriedenstellend" entschieden.

Madamal
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Re: A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Madamal » 11.09.2016 23:23

Auch wenn ich ein wenig hinterherhinke, mein Fazit nach dem Spielen:
In der Trilogie fand ich den zweiten Band am spannendsten. Der dritte fiel leider wieder ab. In meinem Fall lag das zum Einen daran, daß mir ehrlich gesagt die ganze Zeit nicht klar war, was mein Auftrag war. Echte Beweise für meine Unschuld zu sammeln, wollte mir nirgends gelingen. Mein Versuch, die Verschwörung am Ort des Geschens (in der Burg daselbst) aufzudecken, lief natürlich ins Leere. Folglich lief ich irgendwie recht planlos durch die Gegend und war froh, als endlich das Finale begann. Zum Anderen finde ich das Ende zu heftig. Aber der Reihe nach:

An den Stationen auf der Karte habe ich auch soetwas wie einen roten Faden (meinetwegen auch ein rotes Netz) vermißt. Ok, da konnte mal ein Ring oder eine Todesnachricht überbracht werden, aber das waren Ausnahmen. Viele Stationen erschienen ohne Zusammenhang. Das Bilderrätsel war für meinen analphabetischen Charakter schlicht zu hoch ... :-/ (ob's die Kombi aus Klugheit und Lesen-Schreiben-Fertigkeit des Spielers hinbekommt, muß ich noch probieren :rolleyes: ). Und daß ich möglichst viele Menschen in die Berge treiben soll, um später mit ihnen meine "Ich verteidige meine Ehre"-Armee zu begründen, habe ich erst gerafft, als es mir im Finalteil mitgeteilt wurde :censored: ("in echt" wäre meine Heldin vermutlich schon lange vorher einfach in eine nettere Gegend des Kontinets aufgebrochen und hätte die Leute sich selbst überlassen :oops: ).
Es gab tagelang keinen einzigen Kampf, außer der Regeln wegen hätte ich keine Erholung gebraucht, die Endkämpfe hingegen waren dann trotz Unterstützungen echt happig, obwohl mein Char gut kämpfen kann (ok, für die Doppel-1 der Gegnerin kann der Autor des Buches nun nix, aber trotzdem...). Daß ich mich am Ende noch auf den Fiesling stürzen konnte, war eher dem Jähzornwert meines Charakters als seiner Lebensenergie geschuldet.

Auf der anderen Seite finde ich das System mit Ankreuzabschnitten, der Bedeutung, wann man wohinkommt und was man vielleicht vorher schon erlebt/gemacht hatte... echt nett. Die Karte ist schön (wobei mir nicht klar ist, warum hier nicht schon alle Abschnitte eingetragen sind. Wer schummeln mag, kann das auch so tun, aber im Prinzip gab's hier, anders als beim Vorgänger, ja keine "geheimen" Orte, die man erstmal entdecken mußte). Das Bilderrätsel an sich finde ich nett, davon hätte es ruhig mehr, vielleicht etwas leichter geben können. Und wenn schon NSCs durch die Wälder streifen, dann hätte man ihnen gerne auch außerhalb z.B. ihrer Lichtung o.ä.begegnen dürfen. Das hätte noch ein wenig mehr hergemacht.

Ich würde dem Solo 3-4 Punkte geben, der Trilogie insgesamt 4.

>o<
DSA 9.0 - für das Spiel in Borons Hallen und an Rondras Tafel.

Macaldor
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A209 Rückkehr zur Schwarzen Eiche

Ungelesener Beitrag von Macaldor » 16.01.2018 20:03

Ich finde es handelt sich um ein soliden Solo-Abenteuer und insgesamt um das zweitbeste der gelungenen Trilogie.
4-pkt.
"Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich" -Satz des Pythagoras

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