Der Kuss der Vergeltung (Bote 163)

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Der Kuss der Vergeltung (Bote 163)

Beitrag von Robak » 05.10.2014 22:23

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des im Januar 2014 im Aventurischen Boten 165 erschienenen Szenarios Der Kuss der Vergeltung von Christian Jeub vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Szenario gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Szenario kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Szenarios vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Szenario abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest, wie du abgestimmt hast.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Szenario als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Szenario in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Beitrag von Thallion » 17.01.2018 13:24

https://rezensionen.nandurion.de/2014/0 ... -bote-163/
Vibart: Zwei Kurzabenteuer in einem Boten? Warum war das nicht der Weihnachtsbote? Auch das Stadtabenteuer in Gareth finde ich durchaus ordentlich, und es füttert die hochgelobte Gareth-Box mit etwas Abenteuerfutter. Ganz kurz: Liebe junge Hexe muss als unschuldiger Sündenbock für dekadente Adelsschnepfe herhalten. Liebe gute Hexe entkommt. Liebe gute Hexe wird böse Hexe. Böse Hexe kehrt zurück und vergiftet alle von damals mit verseuchten Küssen. Auftritt der Helden. Das Abenteuer lebt vor allem von der charmanten Idee (äh, was fasel ich da eigentlich), den Seuchenträger durch einen Zauberzwang zur Übertragung mittels Lippenkontakt zu zwingen. Der Ausgang ist hinreichend offen, ob die Spieler nun lieber die rachsüchtige Hexe bestrafen, die verkommenen Freunde Girte Burkherdalls der späten Gerechtigkeit zuführen oder gar beides tun, bleibt ihnen selbst überlassen. Mir fehlt da noch eine Liste, wer von den Angesteckten jetzt überlebt oder Levthans Lefzen zum Opfer fällt, oder ob das der Meister in jedem Fall nach den Regeln des Krankheitsverlaufs durchwürfeln muss. Auch ein grobes Zeitraster, wann halb Nardesheim in den Tagen der Freuden sich krankgeküsst hat, wäre ein schönes Element. Trotzdem: Kann man durchaus mal spielen, wenn man nicht gleich zum Klassiker Seuche an Bord greifen will.

Im Rahjamond nicht zu empfehlen: Merach-Strauch (von Giovina Nicolai)
Im Rahjamond nicht zu empfehlen: Merach-Strauch (von Giovina Nicolai)

Cifer: Ich schließe mich im Prinzip Vibart an: Ein schönes Kurzabenteuer. Leider hat es aber auch ein paar Macken – so richtig will mir nämlich nicht in den Kopf, wie man der Hexe habhaft werden soll. Dass die Krankheitsserie etwas mit ihr zu tun hat, findet man zwar noch heraus, aber von da aus führt nur noch eine Spur über einen ehemaligen Nachbarn, der sie anscheinend wiedererkannt hat (weil eine in Gareth zum Tode Verurteilte nicht ihr Aussehen ändert) und sie mit dem neuen Namen in Verbindung bringen kann. Danach soll man sich wohl bei den Gauklern durchfragen, mit denen die Hexe in die Stadt gekommen ist, aber dass die nach einer solchen Anfrage nicht ihrer „Kollegin“ Bescheid geben, wonach die sich auf ihren Besen schwingt und ihre Rache in 1W6 Jahren erneut plant, erscheint mir eher unwahrscheinlich. Realistisch betrachtet bleiben einem nur zwei Möglichkeiten, die Hexe zu konfrontieren: Entweder man schnappt sich ihr Vertrautentier (das zu suchen man anfänglich noch keinen Grund hat) und hält es als Geisel oder sie stellt sich bei ihren Versuchen, die Helden zu behindern, gar zu dumm an. Außerdem stellt sich mir auch die Frage, was die Gute mit der Krankheit bezwecken will – mit den Schadenswürfen bringt man auf jeden Fall keine Mitglieder der Garether Oberschicht um, wenn die sich noch einen Medicus leisten können. Fazit: Um 2W6 Seiten ausgebaut und um ein paar Probleme bereinigt wär das ein cooles Anthologieabenteuer, so muss der Meister die Knackpunkte wohl selbst erkennen und ausarbeiten.

Nox: Gareth! GARETH! Jetzt weiß ich gar nicht mehr, worüber ich mich mehr freuen soll. Über das Intrigenabenteuer in den Nordmarken oder … Gareth! Die Box zur Kaiserstadt ist doch der Hammer, oder? Nicht so’n falscher Manufakturhammer aus dem doofen Horasreich. Nein, es ist der richtig große, schwere Titaniumhammer von Ingerimm, mit dem der Namenlose aufs Fressbrett bekommt. Na gut, so schwer ist sie auch. Aber natürlich freut mich deshalb ein Abenteuer in Gareth. Und das fast sieben Seiten umfassende Werk trifft dann auch noch meinen Geschmack. Somit werde ich es wohl hinnehmen müssen, mit meinem offiziellen Debüt als Einhornchimäre nicht, wie vorgesehen, langsam einen Ruf als finsterfieses Rezensentenhuftier aufbauen zu können und meinem Namen gerecht zu werden. Schade aber auch. Tatsächlich gefällt mir vor allem die Vorstellung des außer Kontrolle geratenen Horasiers, der wild rumknutschend durch die Kaiserstadt irrt und dabei fatalerweise auch noch gefährlich ist! Das stinkt geradezu nach belhankanischem Duftwasser und einem Rudel von Helden, die sich der Sache annehmen. Ein kleiner, leicht verzeihlicher Fehler, der mir leider auffiel, ist die Ursache der neuen Krankheit Levthans Lefzen, die laut Beschreibung nur im Rahja übertragen wird, sich aber bereits im Ingerimm verbreitet.

Das Abenteuergeflecht ist schön verzweigt und wirkt doch so wohlüberlegt verbunden, dass es für die Helden mehr als eine Möglichkeit gibt, es zu lösen. Dabei hätte der Fokus vielleicht mehr auf die alte Lehrmeisterin gesetzt werden können, um der bösen Hexe doch noch beizukommen. Auch wenn die Szenarien dieses Boten grundlegend verschieden sind, gibt es doch eine unschöne Gemeinsamkeit. Denn schon wieder bricht hier einem der Auftraggeber vor den Füßen tot zusammen und lässt die Helden ratlos zurück, warum das ausgerechnet immer ihnen passiert. Dabei hielte ich es auch für reizvoll, den küssenden Horasier nicht gleich verrecken zu lassen und ihn noch eine Weile begleiten zu dürfen. Durch die recht schwachen Auswirkungen der Krankheit liegt die Gefahr der Seuche doch ohnehin in der raschen Ausbreitung während des Fests der Freuden. Derweil ein Kussverbot durchzusetzen und das den Rahjanis zu erklären, ist doch auch mal eine Abwechslung. Gutes Szenario!

Josch: Die Helden auf den Spuren der neuesten horasischen Krankheit. Botenszenarien haben leider (zwangsläufig) die Angewohnheit, nur Skizzen zu sein, bei denen man als Spielleiter noch auf den Kuss der Muse warten und ordentlich investieren muss. Hier betrifft das vor allem den ausgelutschten (das musste sein) Aufhänger und einige Zusatzinfos, die man für die Helden schaffen sollte, um Zusammenhänge transparenter und nachvollziehbarer zu machen. Das is aber angesichts der strikten Platzvorgaben kein wirklich schwerwiegender Kritikpunkt. Ansonsten gilt: NhsmdLkGg.

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