Goldener Schein (Gassenhelden -- Gareth-Box)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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Janko
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Goldener Schein (Gassenhelden -- Gareth-Box)

Ungelesener Beitrag von Janko » 13.01.2014 10:27

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des im Dezember 2012 in der DSA4 Box Gareth - Kaiserstadt des Mittelreichs im Band Gassenhelden erschienenen Szenarios Goldener Schein von Kathrin Lieb vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Szenario gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Szenarios vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Abenteuer abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest wie du abgestimmt hast. Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Szenario als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Szenario in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Re: Goldener Schein (Gassenhelden -- Gareth-Box)

Ungelesener Beitrag von Janko » 13.01.2014 11:43

Wer das Abenteuer als Spieler genießen möchte, der hört genau hier auf zu lesen.

Goldener Schein bietet genug Hintergrund um gute vier bis fünf Tage daran zu spielen. Es ist ein umwälzendes Szenario, das die Helden immer wieder vor schwierige Proben stellt. Sie machen eine beunruihgende Entdeckung. Acht Märtyrer von Bosparan haben Tempel unter den heutigen Tempeln des Praios und wurden von Namenlosen verehrt. Jene Märtyrer werden heute von den Garethern verehrt und neben den Göttern angebtet.
Das zeigt sich in ganz Gareth (und ist in dem Umfang leider auf eigene Recherche angewiesen, darum hier eine kleine Übersicht):
  • Celissa, Schutzheilige der Kinder und der Armen. Nach ihr wurde die Celissa-Brücke in Nardesheim, Kaiser-Raul-Park, benannt. Dort soll man sicher schlafen können, so sagen die Bettler.
  • Duridanya wird bei Sonnenaufgang um einen unbeschwerten Tag gebeten. Bei Sonnenuntergang soll der Geliebte an einen denken. In Tempelhöhe trägt ein Turm den Namen der Tänzerin (Metropole S. 81).
  • Palinai bringt man in Rosskuppel Ernteopfer dar. In Nardesheim findet sich ihr Name wieder (Palinai-Kaserne).
  • Yasinthe ist die Schutzheilige von Kunst und Handwerk. Ihr gedenkt das Zunfthaus der Goldschmiede, das Geburtshaus der heiligen Yasinthe, mit dem Verkauf von Reliquien (Statuetten, Bilder, Schmuck). Außerdem findet sich ihr Name im Sonnengrund wieder (St.-Yasinthe Tränke und Löschteich).
  • Eboreus wird vor Geschäftsabschlüssen angerufen. Nach ihm benannt wurde der Rechtshof St. Eboreus im Schlossviertel und das Speicherhaus der Familie Karfenck in Nardesheim.
  • Emmeran wird als heiliger der Gastfreundschaft verehrt. Der Stadtadel ehrt ihn mit Jagdgemeinschaften und Festen. Nach ihm wurde ein Turm in Nardesheim benannt (Metropole S. 81).
  • Lucian bietet den Toten Seelenruhe und Schutz vor Untoten, so sagt man. Der Boronanger in Nardesheim wurde nach ihm benannt.
  • Vitus ist der Schutzheilige der Stadtgarde und Beschützer Gareths. Sein Schwert kann man heute in der Haupthalle der Waffen- und Lebensschule zum Goldenen Schwert in Nardesheim bewundern. Er ist der Patron und angeblicher Gründer der Schule.
Das Abenteuer beginnt mit dem Einsturz eines Brauhauses. Dort findet sich die erste Kultstätte und das erste Kettenglied eines magischen Artefakts wird gefunden. Ich habe die Motivation der Helden darin gesteigert, dass ich die Hesindegeweihte Walbirga Stippensten (Dächer S. 75) und zwei Verfolger vom Ort des Geschehens flüchten ließ. Einzig ein Stk. Grundriss konnten sie im Kampfgetümmel von der nicht als Geweihte zu erkennden Frau ergattern, der sie zwar etwas Vorsprung vor ihren Verfolgern verschaffen konnten, in unserer Runde aber nicht aufhalten konnten. Entsprechend stießen sie erst recht spät auf die Geweihte, konnten aber durch Erkundungen schon früh erfahren dass sie eine Geweihte und auf die Umtriebe des Namenlosen spezialisiert ist.
Auch dass man ihr wohl reichlich Steine in den Weg legt und entsprechend Leute in hohen Positionen beteiligt sein müssen.

Der Teil des Grundrisses, dem Baustil der gefundenen Kultstätte sehr ähnlich, veranlasste die Helden verschiedene Archive aufzusuchen (hier bieten sich die frühen Gareth-Karten als Handout an, Metropole S. 24-32) und für den Meister die Übersicht der verschiedenen Baustile (Metropole S. 37) um den nicht weiter beschriebenen Kultstätten etwas mehr Gestalt zu geben.

Weiterhin wird nur grob beschrieben in wie weit sich die Darstellungen der offiziellen Märtyrer von den angebeteten Darstellungen in den Kultstätten unterscheiden. Ich habe das anhand der Tänzerin grafisch umgesetzt und ebenso als Handout gereicht.
Hier empfehle ich dem Meister zumindest eine Übersicht anzufertigen, in wie weit sich die Darstellungen unterscheiden. Die Spieler haben explizit danach gesucht. Zum Schluss gehen einem dann langsam die spontanen Einfälle aus. :censored:
Gern kann ich die freigestellten Figuren (plus verunstaltete Tänzerin) auch per Mail (.pdf) zukommen lassen um die Arbeit zu ersparen.

Weitere Grundrisse fanden die Helden schließlich mit Hilfe einer jungen Novizin, die sich schließlich noch in einen der SCs verguckt hat. Diese nahmen sie bald in ihre Reihe auf, als sie die Konkurenz bemerkten.

Das Finale gestaltet sich schwierig, da die Hemmungen der Helden sie davon abhalten in der Lebensschule zu randalieren. Ich habe Ardo von Streitzig "missbraucht", der im Laufe der Ermittlungen mitbekommt dass man seiner Familie wohl etwas anhängen will und auf eigene Faust agiert. Er stellt Nachforschungen an und stößt auf alte Grundrisse, die eine Verbindung zwischen zwei Tempeln zeigt. Dem ehemaligen Tempel der Sonnenlegion (der Lebensschule) und der Krypta (unter der Priester-Noralec-Sakrale). Um Gewissheit zu haben und seine Familie von allen Vorwürfen rein zu waschen steigt er hinab.
So bekommen die Heldn bald Tumult an der Lebensschule mit und ihnen wird berichtet dass der Praiosschrein der Schule geschändet wurde und sich darunter ein Loch fand.
Ergo sind die Helden hinab gestiegen und fanden Ardo unter der Priester-Noralec-Sakrale im Kampf mit den Namenlosen wieder. Außerdem eine steinerne Tafel mit bedeutenden Namen Gareths, die hier, in einem Tempel des Namenlosen, verewigt und verehrt wurden.

Nun stehen die Helden vor der Frage ob sie das ganze der Öffentlichkeit berichten oder schweigen. In unserer Runde habe ich genug Hinweise gegeben, um ein weiteres Abenteuer mit dem Titel "Der Kopf muss ab" im Anschluss zu spielen. Dort konnten die Helden dem Namenlosen-Kult einen fiesen, tief sitzenden Hieb versetzten.

Ein wichtiger Punkt, an dem es dem Szenario ein wenig gefehlt hat.
Helden wollen natürlich immer den Kopf der Schlange und nicht nur hier und da ein paar Hiebe versetzen. Das richtige Erfolgserlebnis stellt sich für mich nicht ein, nachdem man die Kultstätten entdeckt hat und der Glaube der einzelnen (Garether) ins Wanken kommt.
Trotzedem - mit ein wenig Arbeit - ein sehr schönes Abenteuer!

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