Sturm der Freiheit (Bote 154)

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Sturm der Freiheit (Bote 154)

Ungelesener Beitrag von Robak » 11.02.2013 15:12

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des im Mai 2012 im Aventurischen Boten 154 erschienenen Szenarios Sturm der Freiheit von Alex Spohr vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Szenario gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Szenario kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Szenarios vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Szenario abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest, wie du abgestimmt hast.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Szenario als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Szenario in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Sturm der Freiheit (Bote 154)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 25.01.2018 12:34

https://rezensionen.nandurion.de/2012/0 ... -bote-154/
Vibarts Voice: Die Abenteuerskizze, deren Name auch eine brasilianische Telenovela sein könnte, führt die Helden von Brabak aus auf eine Reise ins Herz der Finsternis H’Rabaal, wo sie einen Sklavenaufstand leiten. Was bei vielen Freunden der Schwarzkappenfraktion als Sakrileg gegen die Maxime „Sklaverei ist geil“ gelten könnte, entpuppt sich als klassische Dschungelabenteuerkost, die auch an Wege des Entdeckers anknüpft. Der Knackpunkt wird allerdings da entstehen, wo der Geweihte Eliado die Helden bittet, einen Sklavenaufstand gegen die Herrscherfamilie loszutreten. Selbst idealistische Charakterkonzepte werden sich dieses Risiko sehr genau durch den Kopf gehen lassen, so dass ein einfaches „Tsa will es“ als Motivation kaum hinreichend sein wird. Hilfreich wäre es, wenn unter den Sklaven auf Sandros Plantage jemand gefangen wäre, zu dem die Helden eine persönliche Bindung haben. Ab da entspannt sich eine Art Strategiespiel um die Macht in H’Rabaal, das aber leider in einer Art Unentschieden endet. Ich hätte es mutig gefunden, wenn die Helden tatsächlich die Herrscherfamilie der Charazzar entthronen hätten dürfen und somit in den Status Quo hätten eingreifen können. Somit bleibt unter dem Strich ein interessantes Szenario, dessen Ende aber auf mich lauwarm wirkt.

Josch: Ein knapp sechsseitiges Szenario von Alex Spohr und Miriam Conelly, mit dem die Weichen für die Zukunft Hrabaals gestellt werden (Achaz Ksiszif will langfristig die Macht in H’Rabaal wieder in Hände der Geschuppten legen), deshalb steht das Ende auch überwiegend fest: Der Aufstand der Sklaven wird niedergeschlagen, die Achaz stärken durch die Hilfe bei der Niederschlagung ihre Machtposition. Immerhin kann es für die Helden mit der Befreiung zahlreicher Sklaven, die in HeSches Reich eingehen, einen Teilerfolg geben.

Das finde ich insgesamt auch deshalb etwas unbefriedigend, weil nicht so richtig viel dazu gesagt wird, wie man den Aufstand auf plausible Weise scheitern lassen kann. Bezeichnenderweise ist der Teil „Szenen des Aufstands“ so lang wie der Teil „Das Ende der Geschichte“. Die Ausgestaltung des Hauptstücks des Abenteuers wird so für meinen Geschmack etwas vernachlässigt, wie überhaupt die Darstellung insgesamt auf mich etwas unausgewogen wirkt. Es gibt bspw. ein paar generischen Hinweise zum Einstieg (verzichtbar), aber kaum Hinweise zur Gestaltung der Suche nach dem, was der Geweihte Eliado, in dessen Gefolge sich die Helden bewegen, eigentlich begehrt. Zufallsbegegnungen mit Riesen-Affen entschädigen dafür auch nicht so recht.


Wolfsechse (von Janina Robben)

Das geschickt eingesetzte Stilmittel des Komma-Verzichts konnte mich nicht so recht überzeugen. Satz des Monats dafür: „Er [= Azzaph Charazzar] führt seine Königsgarde selbst durch die Stadt und lässt Freund wie Feind erschlagen. Ihm zur Seite stehen zwei Wolfsechsen. Als die Lage ungemütlich wird, zieht er sich in seinen Palast zurück und verbarrikadiert sich. Es ist nun die Aufgabe der Helden (und Eliados), den alten verrückten König zu stellen.“ Im Klartext: Der dämonisch verseuchte Zauselfred zieht noch mal richtig mit seiner Posse um die Häuser, als die Sache aber in Stress ausartet, macht er beleidigt die Schotten dicht und wird wie ein räudiger Köter erschlagen. Großes K’Hiino!

Fazit: Nett, aber irgendwie nix halbes und nix ganzes. Da wäre mehr drin gewesen, für ein Botenszenario ist das aber vollkommen okahe, wie meine Mohaha-Kumpels zu sagen pflegen.

Sir Nox of Ni: Chss! Ein Abenteuer in und um H’Rabaal? Woohoo!

Leider stellt sich das Szenario Sturm der Freiheit wie oben beschrieben dann doch als recht unbefriedigend dar. Wo das Abenteuer offenbar zum Großteil daran krankt, dass der Platz für eine Ausarbeitung des Aufstandes fehlt, erhält der Auftraggeber einen detaillierten Hintergrund mit allerlei unnötigen Informationen um seine häretische Vergangenheit, die so plotrelevant sind wie das von Ksiszif verwendete Schuppenshampoo. Bei dem Kristallomanten hätte auch wenigstens auf seine Besonderheit als Sprecher des Achazrates hingewiesen werden können. Haben die Autoren überhaupt einen Blick in die zugegebenermaßen längst veraltete Regionalspielhilfe geworfen? Denn auch die Beschreibung des „Königs“ Azzaph Charazzar scheint so gar nicht mit den Angaben aus früheren Publikationen zusammenzupassen. Das besondere Erbe der Familie wird nicht einmal erwähnt! Oder ist das tatsächlich Absicht? Hat man genug von Mischwesen in Aventurien? Schwer vorstellbar.

Fazit: Positiv hervorzuheben ist die Region, in welcher das Abenteuer spielt. Das hat mich wirklich ungemein gefreut. Auch aus dem Szenario selbst lässt sich sicher einiges machen. Abstriche gibt es von mir für den merkwürdigen Geweihten und fehlende Details bei bereits beschrieben Personen.

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Sturm der Freiheit (Bote 154)

Ungelesener Beitrag von Thallion » 25.01.2018 12:47

Es geht um einen Sklavenaufstand, aber anstatt Szenen für genau Diesen auf dem begrenzten Platz zur Verfügung zu stellen, nutzt man den Platz für langes Metaplotgedöns, dass nach dem Abenteuer stattfindet. Es steht übrigens fest, dass der Aufstand niedergeschlagen wird, was man als eSeL dann railroaden soll.
Noch 2 Punkte von mir.

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