Szenario: Die Nacht der Krähen (Bote 139)

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Robak
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Szenario: Die Nacht der Krähen (Bote 139)

Beitrag von Robak » 09.08.2010 11:02

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des im Januar/Februar 2010 im Aventurischen Boten 139 erschienenen Szenarios Die Nacht der Krähen von Elias Moussa, Tahir Shaikh und Anton Weste vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Szenario gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Szenario kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Szenarios vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Szenario abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest, wie du abgestimmt hast.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Szenario als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Szenario in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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Fantana Ratazara
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Re: Szenario: Die Nacht der Krähen (Bote 139)

Beitrag von Fantana Ratazara » 16.08.2015 14:21

Moin moin,

von mir gibt es 4 Punkte für das Szenario. Gestern haben wir es in ca. 7 Stunden durchgezogen. Auf die sehr schöne Plot-Idee sind die Helden nicht gleich eingegangen (ausgerechnet ein Stubenhocker-Magier sollte den Doppelgänger mimen) und haben sehr viele Pläne entwickelt. Am Ende lief es aber wie immer auf viel Improvisation hinaus. Wir haben an dem Abend wirklich sehr wenig gewürfelt und stattdessen viel erzählerisch und rollenspielerisch gelöst.

Da wir das Szenario als Vorabenteuer für "Träume von Tod" spielten, habe ich ein paar Details geändert/gestrichen/hinzugefügt:

- Anstatt der Mumie kam Tykran Bluthand mit einem dutzend Drachengardisten aus Altzoll zu Besuch, befahl im Namen von Lucardus von Kemet den Sturmangriff für den nächsten Tag und ritt dann wieder weg zum nächsten Brennpunkt in der Rabenmark
- Torxes wäre eigentlich nur dort gewesen um die Helden mal wieder zu gängeln, völlig sinnlos und irrelevant – habe einfach seinen optionalen Auftritt weggelassen Meisterinformationen zu: "Geisterjahrmarkt": (vor allem, da ich beim letzten DSA-Abend zuvor die Helden durch einen bösen Kobold extrem gegängelt habe)
- der Doppelgänger von Orestar musste über die Vergewaltigung von zwei Söldnern an einem Sklavenmädchen urteilen, welches einen der Söldner mit dessen eigenem Messer dabei getötet hatte

Das Szenario liefert gute Ansätze für den Meister, es ist aber unmöglich vorherzusagen, welchen Plan die Helden am Ende tatsächlich verfolgen. Es gab einige sehr spannende Situationen:

- Ein Luftelementar flog ins Orestars Zelt und mischte ihm das Schlafgift in die Nahrung, nachdem der Elementargeist die Kerzen ausgepustet hatte - die Helden mussten bange auf den Erfolg/Misserfolg der Aktion warten
- Orestars Leiche war unter dem Feldbett im Zelt versteckt. während sich Tykran Bluthand darauf setzt, Wein trinkt und mit dem Doppelgänger über Lucardus' Befehl sprach
- Die Söldnerhauptfrau von „Kurungurs Knechten“ Walderia durchschaute das falsche Spiel (der Doppelgänger und einer der verwandelten Leichname haben sich zu verdächtig verhalten)
- beim Reinschleichen als Skelette durch die Palisade kam ein weinseliger Söldner auf sie zu, der die Helden für ehemalige Bannermitglieder hielt und mit ihnen über alte Zeiten „redete“ (war natürlich ein Monolog des Söldners, aber die „untoten“ Helden mussten sich das Lachen verkneifen, da Skelette ja nicht lachen)

Die größte Stärke des Szenarios ist für mich auch gleichzeitig ihre größte Schwäche: Da die Helden im Grunde alles Mögliche machen könnten (auf was der Meister gar nicht kommen würde), kann man sich als Meister nur wenig vorbereiten und muss dann eben auf deren Ideen eingehen.
Am Ende haben es die Helden geschafft, das ganze Heerlager aufzulösen und das Abenteuer erfolgreich zu beenden, ohne auch nur ein einziges mal selbst zu kämpfen. Als Meister habe ich es aber auch an einer Stelle viel zu leicht gemacht:
Der Thorwaler-Kapermagier löste mit seiner Wettermeisterschaft die Wolkendecke auf und die Untoten vergingen in der prallen Sonne. So konnte er mit wenig AsP und einer leicht erschwerten Probe ein ganzes Heer besiegen... In Regelunkenntnis über die tatsächlichen Konsequenzen einer solchen Aktion (wir dachten, alle Untoten seien „lichtempfindlich“ und nicht nur „lichtscheu“) wollte ich einfach die gute Idee belohnen. Im Nachhinein war das natürlich mein Fehler: Stattdessen hätte das nur Schwächung der Untoten geführt und die Golgariten hätten ihnen dann des Rest geben müssen.

Eine weitere Schwäche ist mir erst während des Abends aufgefallen: Die Helden haben überhaupt keinen Anlass/Vorteil gesehen, von sich aus auf die beiden gefangenen Boron-Diener, die Sklaven, Radoran, die Nekromantinnen oder die Söldner zu zugehen. Das Risiko aufzufliegen wurde als zu groß angesehen, im Vergleich zu der Chance, dass diejenigen bei der Aufgabe helfen könnten.

So habe ich als Meister dann selber den Katalysator gewählt und die Söldnerhauptfrau (die ja sehr unzufrieden war und am liebsten einfach nur zurück nach Hause wollte) im Feldherrenzelt gegenüber den Helden die Forderung stellen lassen: „Entweder Orestars Doppelgänger befiehlt sofort allen Söldner, aus dem Lager abzuziehen oder aber ich schlage sofort Alarm!“

Viel Spaß in der "Nacht der Krähen"!

edit: Mittlerweile habe ich gelesen, dass von Nephazzim "beseelte" Untote (aber auch nur die!) tatsächlich "lichtempfindlich" sind und sie im Sonnenlicht allmählich (1 SP/KR) vergehen... (siehe WdZ S. 227 rechts oben)
Also lag ich doch nicht sooo falsch, denn ein Teil der Untoten war ja derartig beschworen worden.
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Mordekai
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Re: Szenario: Die Nacht der Krähen (Bote 139)

Beitrag von Mordekai » 19.10.2015 19:16

Shalom,

ein sehr schönes Szenario mit einer extrem gelungenen Einstiegsidee. Ich glaube, dass ich das mal in einem Film gesehen habe, kann mich aber nicht erinnern, in welchem. :)

Was natürlich auffällt, sind die vielen Dinge, die komplett in die Bux gehen können, wenn den Helden die Ideen ausgehen oder einer der Söldner/Untoten/die drei ätzenden Nekromantinnen mal genauer hinguckt oder zuhört. Aber es war für meinen Puniner Metamagier echt mal eine Erfahrung, ein Untotenlager zu kommandieren.

Der Zeitdruck hat ein wenig genervt, da wir sonst eher das Lager näher in Augenschein genommen hätten, bspw. die Gefangenen eindringlicher befragt oder die Burg der Golgariten besucht hätten, ansonsten natürlich ein nützliche Druckmittel des Meisters.

Besonders ist es unserem SL gelungen, die Golgariten-Elite und ihre unterschiedlichen Mentalitäten darzustellen. Es sind eben nicht alles schweigende Super-Untoten-Vernichter ohne eigene Persönlichkeit, insbesondere der weltliche Gernot von Mersingen als Ritter und Markgraf von altem Schrot und Korn.

Köstlich übrigens: Der Puniner Stubenhocker sieht dich damit konfrontiert, dass Bauern oder Söldner aus den Schattenlanden es ob seiner Erscheinung mit der blanken Angst zu tun kriegen, da sie ihn für den Knochentreiber halten. Er sieht sich bestätigt, dass es eben doch noch echten Respekt für die konservative Magierzunft gibt (Nachteile Arroganz und Eitelkeit). Das macht das Szenario meiner Meinung nach aus, ein düsteres und brandgefährliches Setting (z.T. komplett ohne Backup) vermischt mit sehr humoristischen Einlagen und einer "grünen Wiese" für einfallsreiche Helden.

Von mir 4 Punkte.

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Thallion
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Re: Szenario: Die Nacht der Krähen (Bote 139)

Beitrag von Thallion » 23.08.2016 12:27

Tolles Szenario!

Ich freu mich schon wenn meinen Helden im Untoten-Lager der Arsch auf Grundeis geht.
Super Idee und viel Platz für kreative Spieler-Ideen.
Ich geb mal 5 Punkte.

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