165.4 Die Braut des Bronnjaren (Rittererbe)

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Robak
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165.4 Die Braut des Bronnjaren (Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von Robak » 06.04.2009 18:37

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion des 2009 in der Anthologie Rittererbe erschienenen Abenteuers A165.4 Die Braut des Bronnjaren von Christian Hellinger vorgesehen.

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.
Solltest du einen ausführlicheren Kommentar zum Abenteuer abgeben, dann wäre es nett wenn du in diesem auch erwähnen würdest, wie du abgestimmt hast.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!
Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

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PS: Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.

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Luzifel
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Re: A165.4 Die Braut des Bronnjaren(Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von Luzifel » 07.04.2009 23:23

HAben wir vor 2 Wochen gespielt. War cool, wie in dem Abenteuer mit Klischees gespielt wurde von denen dann einige zutreffend und andere inkorrekt waren ^^

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, aber das Finale ist ganz schön bitter, wenn man einen Magiekundigen das durchlaufen lässt. Abgesehen davon ist der Ego-Perspektiven-Vorlesetext zur Heirat bestenfalls zweideutig *räusper* Aber das sollte man selber lesen wenn man wissen will was ich meine ^^

Übrigens ist der PReis für den Titel Mrs. Bornwald gerade für einen Magiekundigen sehr hoch - für meine Schlangenhexe ging es noch weil die eh selten was anderes zaubert als Odem oder HExenblick und die Auswirkungen einfach cool sind, aber an sich ist es trotzdem ein Schockmoment wenn man das Resultat in Zahlen hat ^^


Ich geb 5 on 5 Punkten und ein riesiges Lob an den Autor für seine liebevolle Kleinarbeit jedem NSC ein Seelentier mit in die Beschreibung zu setzen ^^

Efferdan
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Re: A165.4 Die Braut des Bronnjaren(Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von Efferdan » 12.04.2009 16:04

Vielen Dank für die Blumen - Seelentiere zuordnen ist im Übrigen gar nicht so schwer, man muss das nur öfters machen. Aber im Endeffekt kann man dadurch mit wenigen Worten viel beschreiben ;)

Was die Zweideutigkeit angeht - ich glaube ich muss es selbst noch einmal lesen...

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Robak
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Re: 165.4 Die Braut des Bronnjaren (Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von Robak » 13.08.2009 11:30

Ich habe das Abenteuer gestern gelesen. Beim ersten Durchlesen erscheint mir die Geschichte die das Abenteuer bietet verhältnismäßig kurz, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.
Beim Durchlesen des Abenteuers sind mir zwei Stellen kritisch aufgefallen:

Zum einen die erste Begegnung mit Vigo im Wald. Hier geht das Abenteuer davon aus, dass es Vigo gelingt den Helden zu entkommen. Wenn unter den Helden ein Fernkämpfer oder Zauberkundiger ist dürfte der Flucht wenig Erfolg beschieden sein.
Zum zweiten hören die Helden während ihrer Ermittlungen lange Zeit nur Gerüchte über die "Braut des Waldes". Ich halte es durchaus für wahrscheinlich, dass die Helden dies als einfachen Aberglauben abtun. Da auch die Info-Hexe den Helden erst nach der Berichterstattung beim Bronjaren begegnen soll, der aber, wenn man ihm die Wahrheit berichtet, sofort aufbricht, erscheint es mir recht wahrscheinlich, dass es zur finalen Konfrontation kommt ohne dass die Helden davon überzeugt sind, dass das Ritual mehr als Humbuk ist.

Bedauerlich finde ich auch, dass es keine echte Erklärung für das Ritual gibt. Es wäre schon schön gewesen wenn Druidenrituale in Abenteuern und im Regelwerk irgendwie ähnlich wären.

Gruß Robak

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Robak
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Re: 165.4 Die Braut des Bronnjaren (Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von Robak » 06.06.2010 18:07

Am Wochenende haben wir das Abenteuer beendet. Leider ist es nicht so sonderlich gut gelaufen.

Doch nun der Reihe nach:
Die Helden
SC waren: Ein adeliger Krieger aus Neersandt, ein Perainegeweihter Therbunit aus Neersandt, ein bornländischer Magier (Ausgebildet in Riva), eine halbnorbardische Hexe der Wissenden (alias Sprachgelehrte), ein bornländischer Haindruide Druide, ein Neu-Jerganer Leibwächter.
Meine Änderungen:
  • Ich habe den Handlungsort von Jagotin in die Umgebung von Brandthusen verlegt, da sich die Helden dort aufhielten.
    Diese Verlegung erwies sich als unproblematisch.
  • Ich habe die Hexe Ljubascha durch eine der SC-Hexe bekannte Hexe ersetzt. Im Nachhinein war das ein ziemlicher Fehler, da die Figur Ljubascha hierdurch vom ersten Moment des Abenteuers an auf dem Schachbrett des Abenteuers war und angespielt wurde, während das Abenteuer davon ausgeht, dass die Helden erst spät auf die Hee kommen.
  • Den falschen Druiden Vigo habe ich einen Nagrachpakt verpasst und aus seinem Wolf einen getarnten Karmanath gemacht. Hauptgrund für diese Änderung war, den sechs Helden eine angemessene Herausforderung zu verschaffen und den Spielern auch mal eine kämpferische Herausforderung zu bieten (die man leider bei Bornlandabenteuer und insbesondere der Anthologie Rittererbe kaum finden kann).
    Die Änderung hat gut funktioniert. Die Kämpfe waren entsprechend knackig und spannend.
Kommen wir nun zu den einzelnen Abenteuerteilen:
Ermittlungen im Dorf
Der Autor des Abenteuers hat sich sehr viel Mühe gemacht alle Dörfler (inklusive Seelentier) auszuarbeiten. Das machte es sehr einfach die Personen wirklich mit Leben zu erfüllen.
Leider haben aber alle Ermittlungen das große Problem, dass Vigo eigentlich der mit Abstand auffälligste potentielle Verdächtige ist. In seiner Rolle als rachsüchtiger Zwillingsbruder des Bronnjaren hat er ein Motiv die "Braut des Bronnjaren" zu rauben. Als Mörder der früheren Bronjarin hat er eine ähnliche Tat schon begangen. Als Herr des Waldes ist er für das "Braut des Waldes"-Ritual verantwortlich und hat damit Grund eine Braut zu entführen. Eigentlich müsste somit jeder Dörfler aber auch der Bronnjar und Ljubuscha Vigo als allerersten Verdächtigen nennen wenn man sie fragt ob sie denn einen Verdacht hätten.
Wenn man diese Antwort gibt, dann löst sich dieser erste Teil des Abenteuers mit sofortiger Wirkung in Luft auf, da die Helden dann nicht mehr nach Verdächtigen suchen sondern Erkundigungen über den Wald einziehen und zur gezeichneten Lärche aufbrechen.
Ich habe die Hinweise auf Vigo in der Hoffnung verzögert die Helden würden so die Dörfliche Spur finden. Leider hat das nicht sonderlich funktioniert. Die Ermittlungen der Helden im Dorf verliefen (mangels Interesse der Helden an Ilmin Kruschin) so lange im Sande bis ich den Helden doch auf die "Herr des Waldes"-Spur stießen lies. Daraufhin haben dann die Helden von der gezeichneten Lärche erfahren und sind zu ihr aufgebrochen.
Nach dem Ende des Abenteuers haben meine Spieler die fehlenden Hinweise auf Vigo als äußerst unplausibel kritisiert.
Im Wald
Im Wald lief das Abenteuer verhältnismäßig rund. Die Helden haben die gezeichnete Lärche erreicht (die ich als von einer eisigen Wunde dorchbort dargestellt haben [Siehe Änderung 3]) und sind den Spuren von Dort aus zur Hütte des Herrn des Waldes gefolgt. Dort hat Vigo die Helden schon gehört (Kettenhemden sind ziemlich laut) und wartete mit gezücktem Bogen. Ein kurzer Wortwechsel entbrannte, bei dem Vigo Marrisja beanspruchte. Angesichts des gespannten Bogens zogen sich die Helden einige Hundert Meter in den Wald zurück. Dort wurde dann die Entscheidung getroffen Vigo zu stellen. Die Hexe sprach einen Krähenruf und man stürmte wieder Richtung Lichtung. Dort stimmte dann der Karmanath [Siehe Änderung 3] sein Geheul [Schreckgestalt I] an, dass den Helden in Mark und Bein fuhr [Heftige Mali]. Problematisch für Vigo erweisen sich allerdings die Krähen, die als sehr kleine, fliegende Gegner weder von ihm noch vom Karmanath gut zu treffen waren.
Der Kampf wogte eine weile hin und her. Der Karmanath wurde kaum angekratzt, während es Vigo durch Krähen und Fulminictus schwer gezeichnet zur Flucht gedrängt wurde und sich von den Helden mit einem Freipfeil verabschiedete. Der Karmanath deckte seinen Rückzug bis sich die schwer angeschlagenen Helden ihrerseits zur Flucht entschieden.
Ob die im Abenteuer vorgesehene Flucht Vigos aber auch ohne Paktgaben und Dämon funktioniert hätte wage ich zu bezweifeln.
Die Befreiung
Anschließend begab man sich zurück zur Feste, leckte seine Wunden dank eines Einbeertrankes von Ljubuscha und brachte in Erfahrung, dass es einen Ritualplatz an einer Quelle gab bei der Braut des Waldes Rituale durchgeführt wurden.
Am nächsten Tag sog man frisch gestärkt wieder in den Wald und wurde bei der recht ungeschickten Annäherung an den Ritualplatz vom wachehaltenden Dämon abgefangen.
Bedingt durch reichlich Würfelglück (Pentagramma + 16 und drei gelungene Ausweichenproben) gelang es den Dämon zu bannen. Beim Versorgen der Wunden schlug dann Vigo mit dem Bogen aus größerer Entfernung zu. Man stürmte auf ihn zu und während Held nach Held vom Pfeil gefällt wurde gelang es dem Leibwächter gerade noch aus vollem Lauf den angeschlagenen mit einem Sprungtritt zu erwischen und auszuschalten.
Auch hier bin ich mir sicher, dass ein mit einer Keule bewaffneter Einsiedler samt Wolf keine auch nur halbwegs angemessene Herausforderung gewesen wäre.

Das Ritual
Leider hat das im Abenteuer angegebene Ritual keinerlei Ähnlichkeit mit bei DSA bekannten druidischen Ritualen und Zaubern. Hier muss ich dem Autor einen großen Vorwurf machen sich einfach keinen Deut um DSA-Regeln geschert zu haben. Das war insbesondere deshalb schlecht weil ich einen SC-Druiden in der Runde habe, der wissen sollte was Druiden können und was nicht. Außerdem frage ich mich was sich der Autor wohl dabei gedacht hat eine Option einzubauen die einem SC einfach mal ein knappes Drittel seiner Astralen Begabung raubt und ihn damit quasi verkrüppelt.

Ich habe verhältnismäßig viel Zeit damit verbracht das Ritual halbwegs DSA kompatibel zu gestalten und bin letztlich beim "Meister der Elemente" hängen geblieben durch den sich der Wald manifestieren und eine Ehe eingehen kann. (Ob dieser aber die im Abenteuer angeführten Ritualauswirkungen bewirken kann ist reichlich fraglich).

Aufgrund fehlender Ermittlungen im Dorf war den Helden die Boutsen-Lösung komplett unbekannt. Um nun weder die Heldengruppe zu zerbrechen (Druide wahrscheinlich für "Braut des Waldes", Adeliger Kriege für "Braut des Bronnjaren") und auch nicht in Zukunft mit einem verkrüppelten Spielercharakter (minus 10 pAsP) leben zu müssen habe ich dann letzten Endes die Entscheidung getroffen, dass der Wald mehr an einem neuen Hüter (dem SC Druiden) als an einer neuen Braut interessiert ist und deshalb auf das Ritual verzichtet. Für die Dramaturgie des Abenteuers war das allerdings wahrscheinlich keine so besonders gute Entscheidung.

Bewertung
Alles in Allem gebe ich dem Abenteuer schwache drei Punkte, frage mich aber immer noch was den Autor bewogen hat die DSA Regeln einfach so zu ignorieren.

Gruß Robak

PS: Hier ist ein Thread indem besonders der Aspekt des Rituals etwas länger besprochen wurde.
Zuletzt geändert von Robak am 17.06.2010 18:58, insgesamt 1-mal geändert.

johnderpirat
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Re: 165.4 Die Braut des Bronnjaren (Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von johnderpirat » 31.10.2014 10:57

Ich habe das Abenteuer vor einiger Zeit als Spieler erlebt. Wir waren nur zu zweit (Andergaster Magier und ein Taugenichts), was dem Abenteuer aber nicht hinderlich war. Wir hatten relativ schnell den falschen Druiden als Entführer ausgemacht und haben damit(wie ich im Nachhinein erfahren habe) den Ermittlungsteil im Dorf doch recht abgekürzt. Der Druide hat bei uns ebenfalls paktiert(wir wären im Kampf fast drauf gegangen), das regeltechnische Problem des Rituals war für uns keines(Spielspaß vor Regeln) und auch nicht sonderlich unlogisch. Da der Magier momentan zu Zauberzeichen forscht, waren diese Komponente des uralten Rituals. Nachdem wir die Verwandschaft der Brüder aufgedeckt haben haben wir nach Abwägen am Ende eines der Kinder mit dem Wald verheiratet(einen Jungen glaube ich), die Braut dem Bronjaren zurück gebracht. Insgesamt haben wir etwa 6 oder 7 Stunden gespielt und einen sehr unterhaltsamen Nachmittag gehabt. Von mir 5 Sterne.

Dieschatten
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165.4 Die Braut des Bronnjaren (Rittererbe)

Ungelesener Beitrag von Dieschatten » 24.07.2017 07:22

Haben das letzten Monat gespielt. War zwar sehr schnell klar um was es gehen wird. In dem Moment wo wir in der Stadt waren wusste ich das wir ab morgen früh die Braut suchen aber das muss ja kein Nachteil sein :)
Das Suchen der Braut und auflösen der Geheimnisse des Waldes war gut gemacht fand ich. Die Hochzeit hatte jetzt für unseren Mage nicht wirklich Nachteile. Mehr ASP, mehr Reg und nie wieder verlaufen im Wald ist schon nice und da er e aus dem Norden kommt war das nicht so wirklich ein Problem. Hätte eher ein Problem für Viertel oder Halb Zauberer gesehen. Die sind nach dem Abenteuer ja nicht mehr zu gebrauchen wenn man es so macht wie es im Buch steht. Das hätte man schöner lösen können finde ich.

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