A141.4 Unter Skorpionen (Basargeschichten)

Hier können DSA-Abenteuer bewertet und bereits bewertete Abenteuer eingesehen werden.
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JR
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A141.4 Unter Skorpionen (Basargeschichten)

Ungelesener Beitrag von JR » 30.03.2008 18:01

Dieser Thread ist zur Bewertung und Diskussion der Inhalte des Abenteuers A141.4 Unter Skorpionen von Heike Wolf vorgesehen, das 2005 im Band A141 "Basargeschichten" erschienen ist.

Bild

Vielleicht hast du Erfahrungen mit dem Abenteuer gemacht, die du mit anderen Usern teilen möchtest, hast Tipps oder Fragen oder möchtest einfach nur allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder deine Bewertung begründen. Der Thread ist deshalb auch zur Diskussion des Abenteuers vorgesehen.

Ansonsten gilt:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer als Spieler oder Spielleiter erlebt oder es zumindest gelesen hast!

Wenn dies nicht der Fall ist, dann stimme bitte nicht ab. Vielleicht spielt ihr das Abenteuer in einigen Monaten und du möchtest dann abstimmen.

Wie hat dir das Abenteuer "Unter Skorpionen" gefallen?
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PS: Hier gelangst du zur Übersicht über alle anderen bisher durchgeführten Bewertungen.
Zuletzt geändert von StipenTreublatt am 05.04.2014 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bildlink + Link auf Wiki korrigiert

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JR
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Ungelesener Beitrag von JR » 11.04.2008 22:52

Ein sehr schönes Detektiv-Abenteuer vor dem Hintergrund von "Hinter dem Schleier". Die Motivationen der Handlungsträger sind alles andere als simpel, was es bei der Zusammenfassung noch etwas verwirrend macht, aber die Autorin hat eine klare Schreibe und spätestens nach einmaligen Lesen des Abenteuers sollte das Beziehungsgeflecht deutlich und verständlich sein.

Was ich sehr schön fand, waren die über das ganze Abenteuer passend verteilten Kästen zu Schlüsselinformationen des vorigen Abschnitts, wder Motivation der Meisterfiguren in einzelnen Szenen, sowie zu Wahrheit und Lüge bei den jeweiligen Gesprächen und was bei Misserfolgen der Helden möglich ist.

Der erste Kasten zum Thema Lügen ist wirklich vorbildlich, gibt den Wert in Überreden für den Gesprächspartner, die dazugehörigen Eigenschaften und daraus folgend den Abzug von der Menschenkenntnis-Probe der Helden an und wieviel TaP* die Helden bei der Probe übrig behalten müssen um welche Schlüsse zu ziehen (bei den anderen fehlt leider der letzte Punkt).

Allgemein ist das Abenteuer geradezu vorbildlich frei und modular und lässt den Spielern wirklich freie Hand. Dazu kommt dann noch, dass das Ergebnis ebenfalls völlig offen ist und ganz auf das Verhalten der Helden ankommt.

Nicht so gut erscheint mir, dass das Abenteuer ausschließlich Detektiv-Abenteuer ist. Meiner Meinung nach sollte ein Abenteuer nach Möglichkeit auch andere Elemente wie z.B. Wildnis-Elemente enthalten, damit jeder Held etwas hat in dem er Glänzen kann. Potential für Kämpfe gibt es zwar, doch auch für den cleveren Einsatz von Magie abseits von Hellsicht ist im Prinzip wenig Raum. Positiv ist anzumerken, dass den Spielern aber keine unlogischen Plot-Devices vorgesetzt werden, die den Einsatz von Zauberkräften sabotieren.

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Yngvar Thuresson
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Re: A141.4 Unter Skorpionen (Basargeschichten)

Ungelesener Beitrag von Yngvar Thuresson » 05.11.2009 00:04

Bis auf den letzten Abschnitt schließe ich mich JRs Meinung an. Genau so muss ein Detektiv-Abenteuer präsentiert werden. Der Meister wird vorbildlich unterstützt, und ein spannender Plot ist ja auch noch dabei rumgekommen. ;)

Edit: 5 Sterne habe ich deshalb vergeben.
Zuletzt geändert von Yngvar Thuresson am 05.11.2009 00:05, insgesamt 1-mal geändert.

Alrik Prutz
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Re: A141.4 Unter Skorpionen (Basargeschichten)

Ungelesener Beitrag von Alrik Prutz » 29.06.2010 00:01

Ein sehr stimmiges Abenteuer.
Ich habe zwar die Verwicklungen und Motivationen der NSC's aufzeichnen müssen, aber alles in allem bin ich gut unterstützt worden.

Trotzdem haben die Helden es geschafft, an einigen Dingen vorbei zu laufen und im Gegenzug den Lösungsweg zu nehmen, der nicht vorgesehen war, aber das Abenteuer hat genug Hinweise geliefert, diese Klippe zu umschiffen.

Zur Stimmung: ich weiß nicht ob ich es übertrieben habe, aber die Helden hatten ein ungutes Gefühl ob der Sauberkeit in der Stadt. Das ging so weit, das die Spieler den einen oder andern Punkt, den sie grade besprochen haben, vergaßen, sobald ein "Kehrsklave" vorbei kam und sie bat, bitte einen Schritt auf Seite zu tun.

4 Sterne für ein gelungenes Abenteuer

Jassafer al-Alam
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Re: A141.4 Unter Skorpionen (Basargeschichten)

Ungelesener Beitrag von Jassafer al-Alam » 05.08.2013 15:18

Hallo zusammen,

ich habe das AB als Spieler erlebt, wohlgemerkt nachdem unser Meister uns (Fasarer Beherrscher/Aranischer Gaukler/Hexer) ein selbst geschriebenes Detektivabenteuer mit der "Hinter dem Schleier"-Thematik serviert hat, welches uns wirklich gefordert und sehr viel Spaß gemacht hat.
Somit war meine Erwartungshaltung an das offizielle AB entsprechend hoch und wurde größtenteils enttäuscht. Die Protagonisten bleiben blass und ich habe bereits am Tag danach ihre Namen wieder vergessen gehabt. Wir waren auch recht schnell fertig und hatten dann ein Gefühl wie "Das war es schon? Es ist wirklich vorbei? Okay, dann gehen wir zum nächsten Abschnitt über."
Der Umgang mit den NSCs war dank des vorherigen ABs stets von aufgesetzter Höflichkeit unsererseits über einem starken Misstrauen geprägt, aber die Protagonisten waren letztlich nicht derart hervorstechend, dass wir das Gefühl bekamen, mit gleich starken Charakteren zu interagieren. Die Episode mit den Schmugglern in der Höhle war ganz amüsant, vor allem da sie uns zwei ohne Probleme zurückschlagen konnten, aber letztlich ist es kein AB, das mir längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird.
3 Punkte.

Viele Grüße,
Jassafer al-Alam

Cadrax Sohn des Cendrosch
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Re: A141.4 Unter Skorpionen (Basargeschichten)

Ungelesener Beitrag von Cadrax Sohn des Cendrosch » 24.09.2013 14:13

Hallo,

Ich habe Unter Skorpionen vor längerer Zeit gemeistert und vor kurzem mit meinen Spielern (zu denen auch mein Vorposter gehört) über unser Spielerlebnis gesprochen. Hier ein Kommentar aus Meistersicht:

Ich kann den bisherigen Meinungen zu diesem Abenteuer leider nur beschränkt zustimmen. Das ein Detektivabenteuer modular und frei aufgebaut ist und die Überreden-Werte der zu Befragenden angegeben werden erachte ich für sellbstverständlich. Dazu muss ich sagen, dass meine Erfahrungen mit offiziellen DSA-Detektivabenteuer sowohl als Meister als auch als Spieler generell eher negativ ist und auch hier keine Ausnahme vorliegt. Ich sollte allerdings auch erwähnen, dass ich mit einer Gruppe gespielt habe, die schon mehrere Detektivabenteuer erlebt hat und dementsprechend eine gewisse Erfahrung und Ansprüche mit sich bringt.

Für ein Detektivabenteuer ist "Unter Skorpionen" zu simpel, zu uninvolviert, die Charaktere bleiben trotz ihres teilweise komplexen Hintergrundes zu stereotyp und blass. Für ein Abenteuer, dass sich mit der Alt-Oronier-Problematik befasst ist die Thematik verschwendet. Es ist bezeichnend, dass sich meine Spieler nach ca. einem Jahr an keinen der vorkommenden Charaktere namentlich erinnern konnten, während ihnen das bei einem zuvor gespielten, ähnlichen Abenteuer in vielen Fällen sehr leicht fiel.

Ich habe für meine Diskussion mit der Gruppe ein Bewertungssystem von 1-10 benutzt, wobei 1 unspielbar, 5 durchschnittlich und 10 perfekt bedeutet. Der Einstieg wurde mit 3,6 Punkten bewertet – er ist ziemlich generisch und uninteressant, und 5 Dukaten werden nur sehr mildtätige Helden zu einer Reise nach Elburum motivieren (in unserem Fall waren die Helden glücklicherweise bereits in der Stadt). Die Vorschläge zur Reiseausgestaltung und die Beschreibung Elburums hätte man sich hier sparen können, da die Regionalspielhilfe das Angesprochene bereits ausführlicher beschreibt.

Das eigentliche Problem sind meiner Meinung nach die anfänglichen Ermittlungen (hier wurden ebenfalls 3,6 Punkte vergeben) – oder eher der Mangel derselben – de Fakto können die Helden innerhalb weniger Stunden nahezu alles Wissenswerte zu dem Fall herausfinden, und es ist nichtmal schwierig – hier stellen sich quasi keine Hindernisse in den Weg, alles findet sich schön praktisch an den zu erwartenden Stellen. Elburial bietet nur ein paar generische Schläger (die aus irgendeinem Grund der Meinung sind, die Helden überwältigen zu können), und deren Einsatz ist bei subtilerem und klügeren Vorgehen der Helden schon sehr fragwürdig. In meinem Fall hatten die Helden aus einem vorherigen Abenteuer bereits Verbindungen zu den Leuten des Roten Marans, weshalb es hier zu keinerlei Auseinandersetzungen kam. Weder Murad noch Yelina sind, hat man vorher schonmal mit Alt-Oroniern zu tun gehabt, besonders interessant, und für einen Charakter mit Überreden 17 sind die Geschichten, die Yelina erzählt, sehr leicht zu durchschauen. Immerhin bietet das Gespräch mit ihr Potenzial für ein wenig Intrigenspiel und viele Halbwahrheiten und stellt zumindest einen ersten (und nahezu einzigen) Prüfstein für die detektivischen Fähigkeiten der Helden dar.

Charims Landhaus haben die Spieler bei mir links liegen gelassen (es gibt schließlich zu diesem Zeitpunkt schon mehr als genug Spuren, die zu den Schmugglern weisen). Das Abenteuer liefert leider kaum eine brauchbare Motivation, dorthin zu gehen (zumal die Spieler zu diesem Zeitpunkt das Interesse an der Handlung schon weitestgehend verloren hatten), dabei finden sich dort elementare Teile der Hintergrundgeschichte. Das ist recht ärgerlich und wäre leicht zu lösen gewesen.

Der Kampf gegen die Schmuggler war dann wenigstens ganz interessant (und mit 5,6 Punkten bewertet), weil sich die Helden bei mir in einer ziemlich ungünstigen Situation wiederfanden. Sei zu erwähnen, dass sie anschließend die Stadtwache informiert und losgeschickt haben (eine Option, die das Abenteuer während der ganzen Ermittlungen abwürgt oder außen vor lässt, sie wird hier nur als Informationsanlaufstelle und als Abgabeort für Gefangene erwähnt, nicht als wirkende und handelnde Macht – das Abenteuer wurde bei uns dadurch ein wenig interessanter, dass die Helden wegen ihrer Eigenmächtigkeit bald in Konflikt mit der Aghi gerieten).

Die Spieler hatten anschließend kein Interesse mehr, Charims Geschichte zu überprüfen oder Yelina festzusetzen – das haben sie den Wachen überlassen. Dieses potenzielle Finale wird ohnehin nur in groben Worten beschrieben und wirkt sehr unausgegoren (abgesehen davon, dass ein "Überfall auf die Stadtvilla" ohnehin eine sehr unkluge Idee ist).

Die Wiedervereinigung der beiden Liebenden (mit 4,3 Punkten bewertet) war schließlich ganz nett, hat aber die Spieler mangels emotionalem Investment nicht sonderlich berührt.

Mein Hauptproblem ist hier, dass durch blasse (und im übrigen auch zu wenige!) Charaktere und generisch-simple Ermittlungen ohne größere Mysterien, die es zu knacken gilt das Interesse an den (potenziell ja immerhin recht interessanten) Hintergründen des Falles verloren geht und so die Spieler daran hindert, tiefer zu gehen, was das Abenteuer wiederum langweiliger macht, als es sein könnte. In unserem Bewertungssystem wurde Charim mit 3,3, Amila mit 4,6, Murad mit 4 und Yelina immerhin mit 5,6 Punkten bewertet. Sie haben zwar ihre Geschichte, aber sonst nicht wirklich etwas besonderes an sich, dass das Interesse an ihrem Schicksal wachhält. Hier fehlen einfach einige grundlegende Zutaten, die in ein gutes Detektivabenteuer gehören. Falsche Spuren, eine echte Bedrohung für die Helden, wenn sie der Wahrheit näher kommen, wirklich interessante Gegenspieler oder Verbündete, echte Mysterien, ein echter Wendepunkt in der Handlung. Alles ist einfach zu simpel und generisch. Positiv kann man sagen, dass es immerhin auch nichts gibt, was wirklich unspielbar bzw. schlecht oder absolut unlogisch ist, aber das Abenteuer wagt einfach zu wenig. Wenn ich es mit einem Wort beschreiben müsste, so wäre das wahrscheinlich "unspektakulär".

Meine Spieler haben dem Gesamtabenteuer im Durchschnitt 4/10 Punkten gegeben, und im hiesigen Bewertungssystem gebe ich daher 2 Punkte. Ich würde Meistern, die ein Detektivabenteuer mit oronischer Thematik leiten wollen, lieber empfehlen, selbst eines zu schreiben – der Hintergrund bietet etliche, spannende Möglichkeiten, und es ist nicht besonders schwer, es besser zu machen als in "Unter Skorpionen". Höchstens, wenn die Spieler noch keine Erfahrung mit Detektivabenteuern oder der oronischen Verschwörung haben, kann das Abenteuer vielleicht durch den Reiz des Neuen überzeugen – ich denke, die Tatsache, dass beide diese Dinge für meine Gruppe bereits ein alter Hut waren hat entscheidend zu der eher negativen Bewertung beigetragen.

Viele Grüße,
Cadrax Sohn des Cendrosch

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