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Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

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Andarin
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Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Andarin » 27.12.2015 18:36

Dieses Thema spoilert "Aus der Asche", Ihr wurdet gewarnt!

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Die Zwölfe zum Gruß, werte Kolleginnen und Kollegen,

ich werde in den nächsten Tagen den tollen Alberniateil von "Aus der Asche" leiten und freute mich als SL hauptsächlich auf die Begegnung mit Coran Grassberger. Je mehr ich darüber nachdenke, desto unsinniger wird die Szene allerdings. Ich fasse meine Gedanken mal stichpunktartig zusammen:

- Coran hat eine extrem "befleckte Seele" und einen Bezug zu Boron. Deshalb hat Boron ihm eine Quest offenbart, die er aber ablehnt.
- Nur Corans Seele ist geeignet, den Stab zu retten. Der Plot will es so.
- Eine Seele kann man nur freiwillig hergeben, niemand kann Sterbliche dazu zwingen. Man kann sie beim Paktschluss verspielen, aber den schließt man aus freien Stücken.
- Ein Selbstmord ist für Coran eigentlich kein guter Plan, da er nicht weiß, wie es ihm nach dem Tod ergehen wird. In Borons Reich nimmt man ihn wahrscheinlich nicht auf, glaubt er, in die Seelenmühle gehört er aber wohl auch nicht.
- Seine Seele opfern will er auf keinen Fall, lieber mit seiner Schuld leben und am Ende seines Lebens sehen, was passiert. Diese Haltung zu ändern soll erst im Totenreich gelingen.


Meine Schlussfolgerung:

Der Kampf mit Coran ist total unsinnig. Coran gefangenzunehmen und nach Punin zu schleppen würde nichts bringen, da er auch in Ketten gelegt einfach "nein danke" sagen und seine Seele behalten kann. Warum erzählt Coran den Helden überhaupt, was Boron von ihm will? Klar, der Plot verlangt es, aber es bringt ihn nicht weiter. Man darf Coran aber auch noch nicht überzeugen können, sonst fällt der Geistreiseplot weg.

Ein Kampf würde in meiner Runde entweder sofort vorüber sein (Paralysis mit Spezialisierung auf "Zaubern in 1 Aktion" auf ZFW 20) oder sehr blutig werden, tote Helden sind aber nicht wirklich mein Wunsch. Viele hier schreiben, dass der Kampf bei ihnen spannend und toll und erinnerungswürdig war, ich als SL sehe nur eine Menge von mir getürkter Würfelwürfe, Willkür und Balancieren zwischen "zu einfach" und "noch ein SC tot". Ich habe keine große Lust auf stundenlanges Würfeln, wenn es dank Plotschienen völlig überflüssig ist. Ein Selbstmord im Kampf ist ebenso Bullshit, wenn man sich an die Regeln zu Paralysis, magischer Heilung, Heiltränken, Liturgien etc. hält. Da braucht Coran schon ein tonnenschweres Gewicht auf dem Leib oder einen Sturz aus zig Schritt Höhe.

Nächste Frage, die ich mir stelle: Warum lässt sich Coran erst im Tod überzeugen? Meine Antwort: Weil er hinter dem Nirgendmeer tausende Seelen sieht, die seit dem Beginn der Invasion geerntet wurden. Das ergibt einigermaßen Sinn, vor diesen Eindrücken sieht er sein persönliches Leid als zu wichtig an. Mal ganz abgesehen davon, dass die Logik "das Wohl vieler wiegt schwerer als das Wohl weniger" hinkt. Das ist aventurischen Göttern egal, Stichwort Grangor, aber den Helden auch?

Brauche ich das Totenreich überhaupt? Ja, die Szene dort ist einfach zu gut. Hinter dem Nirgendmeer treffen die Helden Antagonisten und Freunde aus 6 Jahren Kampagnenspiel. Außerdem wird die Seelenreise für einen Helden mit magisch repariertem Körper noch ein Exraproblem mit sich bringen, denn nach der Reise ist der Körper hinüber.


Mein Fazit:

- Ich brauche die Geisterszenen in Punin.
- Coran muss daher im Totenreich sein.
- Ich scheue vor dem Kampf mit Coran zurück.
- Ich verstehe nicht, warum Coran den Helden alles erklären sollte.
- Coran kann nicht gezwungen werden, seine Seele aufzugeben.


Mein Lösungsansatz:

Ergo könnte Coran bereits tot sein, wenn die Helden eintreffen. Die nötigen Infos finden sie im Tagebuch, das er auf seine alten Tage verfasst hat und das auch Fragen wie "Wie wird es mir hinter dem Nirgendmeer ergehen?" enthält.

Das ist meine bisherige Lösungsidee, aber wie sehen andere das? Seht Ihr auch Logiklöcher in dieser Szene oder passt das für Euch alles? Habt Ihr die Szene umgebaut und falls ja, wie habt Ihr sie geändert?

Ich wäre für einige Meinungen und Anregungen sehr dankbar!

Hochachtungsvoll,
Andarin

Jadoran
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Jadoran » 27.12.2015 20:31

Es gibt immer die Möglichkeit, dass es doch eine andere Seele auch tut. Wenn man es fies (aber klassisch) haben will, dann opfert ein unbeflecktes Kind aus seinem geshclecht seine Seele für die gute Sache. Die Informationen der Helden sind ja immer IT und nicht OT. Vielleicht wirft er sich dann doch in die Bresche, bevor das sein Sohn für ihn tut, um den Vater zu retten...

Ansonsten kann man ihn auch einfach als extrem verunsichert und geplagt von Albträumen bringen. Schon mancher Blutsäufer in der Realen Welt ist mit dem Alter fromm geworden, wenn die Endstation am Horizont auftauchte...

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Carragen
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Carragen » 27.12.2015 22:15

Vielleicht ist meine Lösung etwas für dich. Ich habe die Coran-Episode mit dem Botenszenario Zerbrochen verknüpft, da ich mit dem Kampf gegen ihn auch nicht glücklich war. Bei dir wäre Coran schon tot und es geht dabei um die Rettung der Seele von Coran. Ein Vorteil ist, dass die Helden so direkt mit Coran interagieren und die Hintergründe von ihm erfahren können.
Einen Spielbericht meiner Gruppe kannst du hier finden:
https://garethbrennt.wordpress.com/2014 ... erbrochen/

Leta
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Leta » 28.12.2015 00:16

Ich hatte vorher auf dem Weg einige Träume mit dem Stab des Vergessens eingebaut. Die Helden bewegten sich hier "im" Stab der wie ein großer Turm mit vielen vielen Räumen aufgebaut war. Die "Räume" waren für die gespeicherten Erinnerungen gedacht und darum zu diesem Zeitpunkt größtenteils leer und nur an einigen waren Spuren thargunitothscher Verunreinigungen zu bemerken.

Bei Coran habe ich den Helden dann alle Freiheiten gelassen. Sie wollten aber nicht gegen ihn kämpfen und haben ihn schlussendlich davon überzeugt das er seinen Egotrip beendet und sein Leben für das vieler opfert. In der Nacht gab es dann einen "Endkampf" im Traum gegen die dämonische Essenz zusammen mit Coran. Dieser nahm dann freiwillig seinen Platz auf einer Art Thron in dem Turm ein. Am nächsten Morgen erwachen dann nur die Helden und begraben den Körper Corans der nicht wieder aufgewacht ist.

Nur so als Anregung wie es bei mir gelaufen ist.

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Andarin
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Andarin » 28.12.2015 14:00

Vielen Dank für die bisherigen Anregungen!

Carragens Lösung gefällt mir ungemein, daher werde ich sie übernehmen und ungefähr in dieser Art einbauen, damit die Totenreise in jedem Fall stattfindet:

Die Helden erfahren in Winhall, dass im Wald ein alter Einsiedler namens Reto wohnt. Einmal wurde er in Begleitung einer alten Frau gesehen, den Borontempel betrat er jedoch stets allein. Die regelmäßigen Besuche im Tempel brachen kürzlich ab, die Geweihten machen sich Sorgen.

In der Waldhütte liegt Reto alias Coran unansprechbar im Bett und wird von einer sehr alten Frau gepflegt (der Eulenhexe aus dem Szenario und auf Corans alte Tage seine Gefährtin). Die Berichte aus Gareth waren zu viel für Corans gepeinigte Seele, die daraufhin zersplitterte. Die Frau ist selbst am Ende ihrer Kräfte, schickt die Helden jedoch in Corans Traumwelt.

Deren zentraler Ort ist Gareths Stadt der Toten, wo Coran als Totengräber vor der unlösbaren Aufgabe steht, alle kürzlich gefallenen Garether zu bestatten. Das repräsentiert seine Schuldgefühle, die ihn heimsuchen, seit er vom jüngsten Schicksal Wehrheims und Gareths erfuhr. Hilft man ihm, kann dieser Aspekt seiner Seele gerettet werden. Jeder zurückgebrachte und mit dem Totengräber vereinte Seele stärkt diesen, macht ihn kampfstärker ("der Tod"), vitaler ("der junge Coran") oder ausgeglichener sowie borongeweiht ("Bruder Zyriak").

Offene Gräber, die "dem Tod", "Coran Grassberger" und "Bruder Zyriak" gehören, führen nach Maraskan, in Corans Kindheit und zu Corans Weiheritus.

In Maraskan könnte ein Kampf mit den Helden nötig sein, der dort mit aller Härte geführt werden kann. Die Helden sterben schließlich nur in der Traumwelt und könnten sogar "respawnen". Dort erleben die Helden auch die Gräueltaten, die Coran seitdem heimsuchen. Den "Tod" aus dem Grab zu holen heißt ihn erfolgreich gefangen zu nehmen.

Im nächsten Grab wird der 10jährige Coran gemeinsam mit vielen anderen Alberniern nach Osten geführt, um als zwangsrekrutierter Soldat Retos Krieg auf Maraskan zu führen. Retten die Helden den Jungen vor Misshandlung durch ältere Soldaten, können sie ihn zur zentralen Nekropole führen. (Hier bin ich mir noch nicht sicher, was getan werden muss.)

Im Grab Bruder Zyriaks wird der frisch geweihte Boroni nachts von Borons Vision heimgesucht und versinkt im Wahnsinn. Durch gutes Rollenspiel lässt Zyriak sich in die Arme der Noioniten und damit aus dem Grab heraus führen.

Sind alle Seelensplitter beisammen, vereinen sie sich zum alten Coran Grassberger, mit dem diskutiert werden kann. Ehe er sich jedoch überzeugen lässt, seine Bestimmung anzunehmen, schlägt der Tod auf andere Weise zu: Die alte Hexe stirbt völlig verausgabt in Corans Hütte.

Die Traumwelt zerfällt und das Geräusch von Schwingen ist zu hören, als die Seele der Hexe geholt wird. Coran klammert sich an das Letzte, was ihm geblieben ist, und folgt dem davonfliegenden Seelenlicht seiner Gefährtin übers Nirgendmeer. Die Helden erwachen neben zwei Leichen, die sie zur letzten Ruhe betten sollten...

Später vor den Toren von Borons Hallen harrt die Hexe bei Coran aus, obwohl ihr Einlass gewährt wird. Ihr den letzten Frieden zu gewähren hilft Coran ebenso bei der Entscheidung, die Helden zurück nach Punin zu begleiten, wie der Anblick all des Leids, das Galotta und Razzazzor über die Welt gebracht haben.

rage1990
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von rage1990 » 29.12.2015 09:29

Wenn du noch den part haben willst mit Coran erzählt denn Helden was passiert ist treffen sie eben auf einen sterbenden Coran und das wegen Altersschwäche, da helfen zauber vielleicht kurzzeitig und Liturgien müssen nicht klappen wenn die Götter das nicht wollen. So spricht er mit deinen helden und entschlummert danach in den ewigen schlaf

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Herr der Welt
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Herr der Welt » 29.12.2015 13:42

Ich habe den Grassberger-Plot immer wieder angeteasert (z.B. als die SC lange vor dem JdF auf Maraskan waren), verstärkt natürlich während des JdF. Coran Grassberger steht in meiner Interpretation für den radikalen, zerstörerischen Tod, ein eher archaischer Aspekt Borons, der kaum noch aktiv verehrt wird, sich jedoch im Kampf gegen Rhazzazor als zentral erweist. Grassbergers Seele ist diesem Teil Borons besonders nahe, auch durch seine Taten. Die Tragik der Figur ist, dieser Vision nicht gewachsen zu sein und über seine Sterblichkeit nicht hinauswachsen zu wollen. Zunächst wollte er für das, was er getan hat, büßen. Schließlich floh er vor der letzten Konsequenz seines Bußgangs. Der Todesbringer fürchtet den Tod und bildet so quasi den Anti-Heiligen, der eben nicht das Martyrium euphorisch empfängt. Die Frage ist, ob oder wie er seinem Schicksal entkommen kann und inwiefern sein Wille eine Rolle spielt.
Spielerisch interessant wird die Situation dadurch, dass die SC die Umstände (allmählich) begreifen, damit umzugehen entscheiden und ggf. vermitteln. Der göttliche Wille mag hier natürlich auch den SC unverständlich bleiben oder sogar abstoßend erscheinen. Meiner Vorstellung nach sollte die Entscheidung um eine Seele in erster Linie dem sterblichen Träger unterliegen. Ein Heiliger, der kein Heiliger sein will, nützt dem Gott herzlich wenig.

Relevant für das JdF wird das alles dadurch, dass die SC (und die entsprechenden Boron-Geweihten) im Kampf gegen Rhazzazor vor Gareth beim Angriff der Fliegenden Festung festgestellt haben, dass der Stab des Vergessens nicht genügt, um den Schwarzen Drachen zu vernichten, auch wenn er einen tiefen Einblick in die Seele des Drachen ermöglichte. Glücklicherweise hatten wir einen Golgariten in der Gruppe (wenn zuletzt leider nur als NSC), über den die Visionen vermittelt werden konnten. Es lief darauf hinaus - da die SC anderes zu tun hatten und der Golgarit kein SC war, konnte ich das im Hintergrund laufen lassen - dass der Stab neu konsekriert werden sollte, wobei Grassbergers Seelenopfer ihn mit dem vernichtenden Aspekt des Todes versehen sollte. Im Prinzip lief dabei viel von der Szene in AdA.
Zuvor hat der Golgarit mit der Rondra-Geweihten (SC) Grassberger lebendig aufgesucht, um ihn zu überzeugen, was allerdings nicht gelang (die Gesellschaftsproben fiele zu schlecht aus). Da der Kampf auf ein Duell hinauslief, war er durchaus spannend. Der Golgarit war davon überzeugt, dass die Entscheidung Grassbergers um seine Seele durchaus auch nach dessen Tod getroffen werden konnte.
Im Totenreich wiederum konnten die SC Grassberger überzeugen, zumal beide Parteien nun einen tieferen Einblick in die Hintergründe des Geschehens werfen konnten. Und damit die Kämpfer auch etwas davon hatten, mussten sie nach dem Ritual einen Eingriff Rhazzazors verhindern, der ein Abbild seiner selbst aus Dämonenessenz sandte und Pandaemonien beschwor, um Grassbergers Seele zu rauben. Will man diesen Kampf um die Seele spannender gestalten und ihm mehr Zeit einräumen, kann man schon vorab Agenten des Schwarzen Drachen den lebenden Grassberger suchen lassen, um dessen Seele TGT zu opfern, und das als Wettrennen gegen die SC staffieren. Ggf. müssen diese Grassberger dann sogar töten, um derische Zugriffe auf dessen Seele zu verhindern.
Im Finalkampf gegen Rhazzazor opferte sich der Golgarit scließlich, um mit dem Stab des Vergessens und Grassbergers Seele zu verschmelzen und Rhazzazor als Doppelheiliger des Todes zu bekämpfen.

Im Vorfeld habe ich einzelne Träume ausformuliert (und kann sie bei Bedarf ins Forum stellen), die ungeordnet über Grassbergers Leben informierten und somit die Spur zu ihm legten. Die Visionen ereilten jene SC, die dem Tode besonders affin waren, z.B. indem sie ihm nahe waren.

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Seelenspiegel
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Re: Sinnvolle Szene mit Coran Grassberger (Spoiler AdA)

Beitrag von Seelenspiegel » 15.01.2016 21:23

Auch wenn die Frage bereits beantwortet ist und hier einige super Ideen aufgeführt worden sind, will ich einmal kurz auflisten, wie ich es damals angegangen bin.

Im Großen und Ganzen habe ich mich für meine Gruppe an die Setzungen im Abenteuer gehalten. Aber ich bin von "Fakten" viel mehr zu Andeutungen übergegangen, was ich übrigens später auch für Gegenspieler wie Nirraven fortgesetzt habe. Dadurch wurden viele "düsterer", als sie im Abenteuer angedacht waren, da die Fantasie meiner Spieler viel hinzugedichtet hat...
Außerdem habe ich im Abenteuer noch eine Intrige eines Namenlosen Dieners eingebaut, da eine Heldin sich mit einem Vampir angelegt hat und dieser im Abenteuer ein Zweckbündnis mit Rhazzazor eingehen wollte und unter anderem auch hinter der Befreiung des Alagrimm im Kosch steckte; diese namenlose Intrige war für zwei der Spieler der Einstieg ins Abenteuer.

Prinzipiell war mein Ansatz klarzumachen, dass Coran Grassberger durch eine Eingebung wusste, was auf dem spiel steht und dass er eigentlich stark und abgestumpft war - trotz aller Härte aber Angst hatte, vor dem großen Opfer.
Mir ist es durch subtile Andeutungen sehr gut gelungen, dass die Spieler ihn nicht für einen Schwächling hielten, sondern in der Tat sich grausamere Dinge vorstellten, als ich es in Worten hätte beschreiben können... in einem Traum in den Namenlosen Tagen habe ich sogar das Mittelreich untergehen lassen und Rhazzazor hat sich als Herrscher emporgeschwungen - diesen Traum brachten die Helden sofort mit der "Vision" Corans zusammen und fragten sich, was ihm noch mehr Angst macht, als dieses "Ende". Sein "Martyrium" und die Angst um seine Seele habe ich groß aufgebaut und am Ende ein großes Opfer angedeutet, ein unvorstellbares Opfer. (Bei mir war es übrigens Rhazzazors Ziel, seinen Pakt zu brechen und sich dann wieder zu "echtem Leben" aufzuschwingen - während er immer noch den Wahren Namen des Splitters der Thargunitoth kannte; wobei dann der Namenlose mitgemischt hätte; der ihm diese "Erweiterung" seines ursprünglichen Plans zugespielt hatte. Daher war die Vision, die ich nie genauer erläuterte, etwa so eine Art "apokalyptische Diktatur der Untoten" gemischt mit einem "dunken Drachengroßreich" - aber alles nur in sehr vagen Träumen, die natürlich nicht einmal "Visionen" sondern auch einfach nur bedeutungslose Albträume sein konnten.)
Als die Helden Coran bis nach Albernia verfolgt hatten, konnten sie Coran sogar überzeugen ihnen nach Almada zu folgen und sich ihre Argumente anzuhören; doch ein Widersacher der Helden (ein Vampir und Diener des Namenlosen, der einer der Heldinnen bereits seit langer Zeit das Leben schwer machte) tötete Coran noch bei Winhall, bevor er sich "freiwillig" in Punin opfern konnte. In meinem JdF haben die Helden also Selindian eher zufällig gerettet, weil sie Corans Seele retten wollten, um das Reich zu retten.
Jedenfalls haben sie Coran im Totenreich bewusst gemacht, dass das Opfer "zu groß" sein mag, aber dass das was der Traum ihnen gezeigt hat, niemals geschehen darf. Es war eine lange Diskussion, aber der Tenor war "seid stark, gebt Euch nicht dem Selbstmitleid hin. Ohnehin kann nur Boron Euch vergeben; ihm zu fliehen, wird er nicht wohlwollend hinnehmen. Beweist den Wert Eurer Seele, durch das Opfer, dass Boron fordert."
Coran hat ihnen dann von Maraskan erzählt und dass er sich daraufhin geschworen hat, "nie wieder ein Leben zu nehmen/zu opfern" und dass seine Vision nicht nur ein Opfer seiner selbst sein würde... die Helden haben (etwas zu leichtfertig) gesagt, sie würden jedes Opfer bringen, um diese grausame Vision der Zukunft abzuwenden und Coran nach einiger Zeit überzeugt, dass sie es ernst meinen, woraufhin er sich geopfert hat - mit großem Bedauern, aber jetzt ohne Selbstmitleid.
Das "wahre Opfer" habe ich vorerst nicht gelüftet, aber den Charakteren bewusst gemacht, dass Coran es nicht alleine tragen konnte...
Inzwischen sind wir aventurisch drei Jahre weiter; die eine Heldin hat ihr Leben gegeben, damit die Trägerin des Stabs des Vergessens ihn einsetzen konnte, ein weiterer Held hat sich/seine Seele als Splitterträger geopfert, damit der Stab eingesetzt werden konnte und die Trägerin des Stabs hat seitdem alle Personen verloren, die ihr nahestehen und glaubt, dass sie nun den Tod über alle bringt, die zu lange in ihrer Nähe sind.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass meine Spieler sehr auf diese dramatischen, bitteren Siege stehen und es gut finden, wenn ein gro0er Sieg mit vielen Opfern erkauft ist und alle Heldentode und "Opfer" waren auch Spielerwünsche, keine Diktate von mir.
Aber der düstere Coran Grassberger kam gut rüber, sehr mystisch und seine Beweggründe wurden von meinen Spielern gut akzeptiert; gerade dadurch, dass ich mehr angedeutet habe, als ihn in Rechtfertigungen zu verstricken, die nachher platter sind, als sein Mythos.
Es tragen also mindestens fünf Personen das "Opfer", dass es möglich machte, Rhazzazor zu besiegen.

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