Anregung:Komplettüberarbeitung von JDF für DSA5


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BeitragVerfasst: 19.10.2014 16:19 
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Registriert: 19.10.2014 15:44
Hallo Forum,

Da DSA5 ja bereits in den Startlöchern steht und wahrscheinlich die eine oder andere Kampagne für die neue Regelversion eine Neuaufbereitung erfährt, würde ich so eine Überarbeitung vor Allem für das Jahr des Feues begrüßen.

Einerseits finde ich die Idee und den Plot der Kampagne grundsätzlich gut, allerdings ist sie (so wie sie für DSA 4.1 erschienen ist) meiner Meinung nach kaum spielbar.
Für ein Kaufabenteuer muß einfach zu viel Zeit für Änderungen vom Spielleiter investiert werden, damit die Kampagne halbwegs rund erscheint.

Während meiner Meinung nach Schlacht in den Wolken noch ziemlich gut funktioniert,so wie es im Buch steht (die fliegende Festung als Plotelement ist Geschmackssache und sei mal dahingestellt), sehe ich gerade bei Aus der Asche und auch bei Rückkehr des Kaisers zuviele Logikbrüche und zuviel Situationen, in denen es abenteuerrelevant ist, dass die Helden Entscheidungen treffen, die sie wahrscheinlich in den entsprechenden Situationen,so nicht treffen würden.
Grundsätzlich finde ich Railroading nicht per se schlecht,aber in den letzten beiden Abenteuern der Kampagne allerdings ist die Gängelei zu offensichtlich.

Beispiele für diverse solcher Situationen wurden hier im Forum schon ausreichend angeführt und werden deshalb hier jetzt nicht von mir wiederholt.

Dennoch bin ich der Meinung,dass in der Kampagne wirklich viel Potential schlummert, allerdings müßte man, um dieses herauszukitzeln, nicht nur die Abenteuer auf DSA5 Werte bringen,sondern wirklich große Änderungen an den Abenteuern vornehmen und auch etwas retconnnen. Dann könnte das Jahr des Feuers endlich die epische und spannende Kampagne werden,die es eigentlich von Haus aus hätte sein sollen...


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BeitragVerfasst: 19.10.2014 16:27 
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Bei allen Überarbeitungen alter Kampagnen für DSA5 stellt sich als erstes vermutlich die Frage, ob die Dinge wie sie passieren nach den neuen Setzungen überhaupt noch geschehen können (wobei man sich über das "nach Regeln mögliche" ja schon häufiger keine Gedanken gemacht hat). Ich werfe da mal die neuen Geweihtenmagier (sind ja anscheinend jetzt ein und dasselbe) Regeln in den Raum. Mit den Änderungen der Fähigkeiten dieser, müssten sicher viele Situationen vom Grundsatz her anders verlaufen, genau wie die Lösungsansätze grundverschieden sein können. Ich vermute und hoffe, die Änderungen der Fähigkeiten werden nicht IG irgendwie erklärt, sollte dies doch der Fall sein, können DSA5 Regeln eh nicht auf ältere Abenteuer/Kampagnen angewandt werden.


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BeitragVerfasst: 19.10.2014 16:33 
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Registriert: 19.10.2014 15:44
@Wulf

Ja da hast du sicherlich nicht unrecht, allerdings spielen für mich persönlich die Regeln eher eine untergeordnete Rolle,deshalb bin ich auch eher an einem stimmigen Plot hinsichtlich der Story,als an der regeltechnischen Orientierung interessiert. Das man allerdings von einem Kaufabenteuer Beides erwarten können sollte steht außer Frage.


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BeitragVerfasst: 20.10.2014 10:12 
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Registriert: 23.09.2006 22:55
Wo im JdF wären denn die neuen Karmalzauberer ein so elementares Problem? Es gibt nur ganz, ganz wenige Szenen, in denen karmales Wirken überhaupt wichtig ist und ich denke dieses lässt sich auch mit DSA5 problemlos erklären (warum sollen Boroni keinen "Liturgiezauber" haben der den Stab des Vergessens ruft?)

Und bei Anpassungen des Plots wäre es erstmal wichtig zu wissen was du ändern willst und worauf deine Gruppe Wert legt. Ich hab beim JdF mittlerweile praktisch jedes einzelne Element schon vehement kritisiert gehört, wenn du dich da nicht einschränkst musst du einfach eine komplett neue Kampagne schreiben (die dann kaum weniger kritisiert werden würde wenn du sie hier zur Diskussion stellst)

Um klarzustellen, damit will ich nicht das JdF als Ganzes verteidigen, meine Gesamtmeinung zur Kampagne habe ich hier denke ich oft genug gesagt, aber man sollte klipp und klar sagen, was man ändern und was beibehalten will. Während manche zB um jeden Preis Rohajas Gedächtnisverlust rausschreiben wollen, fand ich persönlich jeden Ansatz in diese Richtung völlig katastrophal und unbrauchbar und habe mit der Amnesie nur gute Ingame-Erfahrungen gemacht.


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BeitragVerfasst: 20.10.2014 10:45 
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Registriert: 10.03.2010 11:43
Was den Plot angeht, stellt sich die Frage, was man von der Kampagne will, was du also für einen "stimmigen Plot" hältst. Dazu gibt es nach meinem Befinden zwei sehr verschiedene Möglichkeiten, mit der Kampagne umzugehen, die auf unterschiedliche Art auch miteinander kombiniert werden können. Am einfachsten ist es, zwei Gruppen zu spielen. Ich breche die zwei Möglichkeiten auf zwie grundsätzliche Fragen herunter.


Soll der Kampf gegen die Schwarzen Lande im Vordergrund stehen, wobei die Überwindung der Heptarchen Galotta und Rhazzazor stets den Fokus der Ereignisse darstellen und als roter Faden des Geschehens dienen?
In dem Fall kann man zumindest die Grundhandlung von SidW übernehmen, muss meines Erachtens aber sehr viel v.a. bezüglich Rhazzazor selbst herausarbeiten, während man auf die meisten Ereignisse von AdA und vieles aus RdK verzichten kann bzw. muss. Diesen Weg hat unsere Gruppe beschritten, weshalb ich dazu das meiste sagen könnte. Dies gilt vorrangig für einen weitgehend neuen Handlungsstrang, Rhazzazor betreffend. Ich kann dazu, wenn Interesse an dieser Variante des JdF herrscht, gerne mehr schreiben.


Soll die Schlacht in den Wolken als Katastrophe den drohenden Zerfall des Reiches zum Kernpunkt der Kampagnenhandlung machen, wonach die politischen Streitigkeiten - sei es der Albernia-Nordmarken-Konflikt oder die Auseinandersetzung zwischen Answin, Rohaja und evtl. Selindian - Gegenstand des Interesses der SC sind?
In dem Fall würde ich weniger erfahrene SC ins Spiel bringen. Bei den Ereignissen in SidW sind sie nicht die Hauptakteure, die Greifen retten, im Keil des Lichts reiten oder gar Galotta töten, sondern erleben die Schrecken des Angriffs wie die meisten anderen Bewohner Gareths. Fesseln der Angst böte für Teilnehmer am Magierkonvent einen guten alternativen Einstieg in die Handlung. Mit weniger Verbindung zum Magierkonvent können Die Flamme der Hoffnung und natürlich das Turnier aus SidW genutzt werden. Ansonsten kann man auch Szenen aus der Schlacht um Gareth nutzen.
Zentral für die Kampagne sind jedoch die Ereignisse in Elenvina und Albernia, evtl. auch die in Greifenfurt (wenn man eine stärkere Verknüpfung mit dem Geschehen um Answin von Rabenmund wünscht). Die Ereignisse aus AdA und RdK sollten nach vorab bestimmten Gesichtspunkten gewählt werden: Auf welcher Seite stehen die SC? Haben sie besondere Interessen, um sich in den Albernia-Krieg einzumischen? Sehen sie in Answin/Rohaja/Selindian/Jast Gorsam die jeweiligen Retter des Reiches?
Neben dem Reichskongress, stehen also die Szenarien im umkämpften Albernia, in Greifenfurt (hier kann das Szenario Blutzoll als Ideensteinbruch dienen; zu mehr reicht es meines Erachtens nicht; zuvor kann in Rettet die Thronerben ein Ausflug über Rommilys und ein Eindruck des verheerten Darpatien/der künftigen Wildermark gewonnen werden), der Weg Answins von Rabenmund (z.B. ab Greifenfurt, aber auch für den Kampf um Burg Rabenmund und Wehrheim bis hin zur Trollpforte, auch wenn das nirgendwo ausgearbeitet wurde), die Rückkehr Rohajas (Rettung aus der Silbermine, Rückkehr nach Gareth, Befreiung von Rommilys), die Etablierung Selindians (dazu muss viel ausgearbeitet werden; ob man die Geisterreich-Questen behalten will, ist Geschmackssache; im Dunstkreis Selindians wirkt zumindest auch Eslam von Eslamsbad, den man hier als Hauptschurken nutzen kann) oder eine Konzentration auf den Krieg am Großen Fluss für die Nordmarken oder Albernia, wobei man dafür den Bezug zu den Ereignissen in Gareth am besten so weit wie möglich ausklammert und vielleicht direkt in Elenvina beginnt, wo die SC von der Katastrophe lediglich erfahren.


Für die "weniger epische" Version hat man mehr Material in den Kampagnenbänden bzw. zusätzlichen Szenarien, während die "epische" Version im Prinzip nur SidW und ein Grundgerüst mit den Plänen Rhazzazors hat, aber noch sehr viel Ausarbeitung verlangt.

_________________
DSA-Konversion für Smaskrifter (weiterhin in Arbeit)


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BeitragVerfasst: 20.10.2014 11:21 
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Registriert: 23.09.2006 22:55
Herr der Welt hat geschrieben:
Diesen Weg hat unsere Gruppe beschritten, weshalb ich dazu das meiste sagen könnte. Dies gilt vorrangig für einen weitgehend neuen Handlungsstrang, Rhazzazor betreffend. Ich kann dazu, wenn Interesse an dieser Variante des JdF herrscht, gerne mehr schreiben.


Ja, ja, bitte ja mach das. Ich leite das JdF aktuell in einer Online-Runde erneut und bin gerade am Anfang von AdA, Anregungen wie ich den Plot in Richtung Rhazzazor umgebogen bekomme wären mir sehr gelegen, denn mehr als einen "Kurzauftritt" auf dem Reichskonvent würde ich ungerne einbauen und den ganzen Albernia-Plot außen vor lassen.


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BeitragVerfasst: 22.10.2014 00:13 
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Registriert: 19.10.2014 15:44
@Herr der Welt
Tatsächlich beschreiben Beide von dir genannten Varianten die Grundthemen der Kampagne wie sie jetzt ist.Allerdings stimmt da die Verknüpfung nicht wirklich und die Helden haben oftmals keinen Plan um was es denn eigentlich geht. Zuerst die Bedrohung durch die schwarzen Lande, dann der innenpolitische Hickhack (gerade den Albernia-Nordmarken-Konflikt empfinde ich,so wie er dargestellt ist, als komplett entbehrlich) in den die Helden geraten und eigentlich an der Zurechnungsfähigkeit fast aller NScs diesbezüglich zweifeln müßten.
Ich denke bei einer Überarbeitung der Kampagne müßte man einen zentralen Fokus auf eines der beiden Themen legen (welches ist dann Geschmacksache-ich denke, dass jedes davon Potential hätte) und das Andere nur als Nebenplot mitlaufen sollte.

Im Gegensatz zu Vielen hier finde ich die Kampagne so wie sie ist nicht katastrophal, aber meines Erachtens nach wurde hier viel Potential verschenkt,weil man es einfach nicht geschafft hat eine klare Linie zu finden, den Helden zuwenig Entscheidungsfreiheiten gibt und manche Szenen einfach unschön gelöst sind (zB Galottas Tod, der Reichskongress etc...)

Als Vorbild für eineeventuelle Neubearbeitung von JDF (und eigentlich auch für alle zukünftigen Kampagnen) würde ich die Struktur von der Quanionsqueste anregen, die mir persönlich sehr gut gefällt. Ich denke, dass die Kombination aus einigen Hauptabenteuern und mehreren unterschiedlichen Szenarien auch beim JDF gut funktionieren würde.


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