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Ende JdF = Ende der Helden?!

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Xexixo
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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Xexixo » 27.12.2013 14:45

Die Herrlichkeit der Zwölfe und ihrer Söhne und Töchter zum Gruße!

Ich stehe vor einem.. mh man könnte es Problem nennen.. aber eigentlich ist es keines.
Und zwar neigt sich so langsam das Jahr des Feuers zum Ende und nach einigen Jahren sind wir froh die zivilisierten lande "gerettet" zu haben. Das "Problem" ergibt sich aus dem guten Ergebnis, welches wir erreicht haben! Und zwar sind ja u.a. Positionen wie Hofmagus, Hofkaplan, etc. vorgesehen für Spieler - und in der Gruppe sind wir uns einig, dass das toll und gut so ist.
Jetzt meine Sorge als SL: Kann die Gruppe bzw. die Helden so weiter existieren? Das "Problem" ist, dass diese Gruppe sowohl inneraventurisch, als auch außeraventurisch und mehr als ein Dutzend Jahre auf dem Buckel hat und auch noch weitere Pläne verfolgt (also die Spieler wollen gerne mit den gleichen Charakteren noch Von eigenen Gnaden und die Quanionsqueste spielen (und dann vielleicht auch noch die Drachenchronik)).
Grundsätzlich finde ich es schön mit einer alten erfahrenen und in sich absolut konsistenten und stimmigen Gruppe weiter zu machen, allerdings sehe ich auch Probleme:
Ein Hofmagier /-kaplan oder ein Junker mit Lehen kann nicht mehr groß auf Reisen gehen. Der Grundbesitzer kann einen Vogt einsetzen, aber jemand, der Teil des kaiserlichen Hofes ist? Oder würdet ihr es für denkbar halten, dass nur der 1. Hofmagus stets bei Rohaja ist und der 2. und 3. vielleicht dauerhaft in Gareth oder eben in speziellem Auftrag unterwegs?

Also kurze Version:

Kann man eurer Meinung nach, ganz besonders mit Blick auf die inneraventurische Logik, mit hochrangigen Charakteren in hohen Positionen weiterspielen (dabei geht es mir nicht um die folgenden ABs bezüglich der Herausforderung - die lässt sich ja anpassen).

Danke für eure Geduld und Entschuldigung für die wirren Worte

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Wolfio
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Wolfio » 27.12.2013 16:07

Schwer zu beantworten.

Sicher können deine Spieler das "höchst ehrenwerte Amt" ablehnen, da sie zuerst noch ihre eigenen Geschäfte erledigen müssen.

Das wäre natürlich ein durchaus ernster Affront gegen alle Stände, aber denkbar.

Viel problematischer würde ich das Alter der Helden sehen.
Mal angenommen ihr spielt punkt genau 12 Jahre.

Dann wären die Helden zwischen 28 und 37.
Also doch schon deutlich alt. Sicher, für einen Magus sind 37 nur ein Scherz, doch für profanere Charaktere ist so ein Alter doch schon einiges. Die Ersten Zeichen des Alters zeigen sich da schon.

Auch... was wollen die Helden noch erreichen? Sie haben doc vermutlich alles, weswegen sie einst ausgezogen sind erreicht.
Wäre es nicht Zeit, sein Wissen an eine neue Generation weiter zu geben?

Dies wäre sogar ein möglicher Ansatzpunkt.
Die Kinder/Schüler der alten Helden, werden von den einstigen Helden los gesandt.

Ein Großteil deiner Helden dürfte die Hälfte ihres Lebens bereits rum haben. All die Jahre sind sie rast- und ruhelos durch die Welt gezogen. Langsam wird es doch auch mal Zeit für die Liebe, für Haus und Hof, für Kinder.

Leta
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Leta » 27.12.2013 16:16

Das Problem in meiner Gruppe wird sein das die Helden ausgereizt sind. Sie sind Wertetechnisch einfach am Maximum. Klar gibt es da noch Herrausforderungen aber sie können sowohl IT als auch OT nicht mehr erreichen.

Meine Spieler werden die Möglichkeit gerne annehmen hier die Helden ehrenvoll und am Leben zur Ruhe zu setzen. Ob wir sie für irgend einen Spezialauftrag in ein paar Jahren nochmal ausgraben oder nur ab und an als NSC auftreten lassen das können wir noch später entscheiden.

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Na'rat
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Na'rat » 27.12.2013 16:22

Xexixo hat geschrieben: Kann man eurer Meinung nach, ganz besonders mit Blick auf die inneraventurische Logik, mit hochrangigen Charakteren in hohen Positionen weiterspielen (dabei geht es mir nicht um die folgenden ABs bezüglich der Herausforderung - die lässt sich ja anpassen).e
Kann, wenn man sich weitgehend vom offiziellen Aventurien abkoppelt und der SL bereit ist jede Menge Arbeit in die Sache zu stecken. In Aventurien sind die SC's die Steinbügelhalter der NSC's. Davon abzuweichen ist dementsprechend schwer.

Von Eignen Gnaden ist entschieden schmalspuriger als die JdF-Eisenbahn, über die Drachenchronik habe ich bisher auch nur wenig gutes in dieser Richtung gehört. Das Quanionsdingens könnte was sein.

Im Alter sehe ich keinerlei Problem, in Aventurien ziehen auch noch Greise in die Schlacht.
Xexixo hat geschrieben: Ein Hofmagier /-kaplan oder ein Junker mit Lehen kann nicht mehr groß auf Reisen gehen. Der Grundbesitzer kann einen Vogt einsetzen, aber jemand, der Teil des kaiserlichen Hofes ist? Oder würdet ihr es für denkbar halten, dass nur der 1. Hofmagus stets bei Rohaja ist und der 2. und 3. vielleicht dauerhaft in Gareth oder eben in speziellem Auftrag unterwegs?
Mit dem Zusammenbruch des Mittelreichs müssen Parteigänger der Kaiserin sogar durch die Lande tingeln um dieser Geltung zu verschaffen. Anderseits, braucht man am Kaiserhof jede magische Unterstützung und Rückendeckung die man nur irgendwie bekommen kann.
Was dann das Erstrittene doch in ein sehr unschönes Licht taucht und man immer noch Handlanger wäre.

Überhaupt hängt vieles davon ab, wie sklavisch man sich an die Vorgaben der Kampagne hält. Ist wirklich was besser geworden oder hat man gerade so den Weltuntergang verhindert? Würde man z.B. die Wildermark nach Tobrien verlegen hätte man eine angemessene Spielwiese.

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Xexixo
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Xexixo » 27.12.2013 18:20

Vielen Dank hier schon für eure Beiträge!

Eigentlich alle Dinge die ihr auch angesprochen habt, habe ich mir auch überlegt.

Da wäre zum einen das Alter. Nun, wir spielen schon inneraventurisch deutlich länger als 12 Jahre. Die Charaktere kommen oder sind schon an ihre 50 Jahre oder älter. Trotzdem sehe ich darin kein Problem, da eigentlich nur ein Charakter einen Nachteil haben wird. (Zwerg, Elf, Halbelf-Nivese, eigeborene Hexe sind ja schon mal fein raus). Die zwei verbleibenden menschlichen Charaktere sind Magier und profitieren letztlich davon irgendwie zu altern (auch wenn ich die passenden Regeln grad nicht zur Hand habe meine ich es war so).

Dann die Frage nach dem "Warum sollten sie? Sie haben doch alles erreicht!". Nunja, sie haben im Jahr des Feuers die ganz große Katastrophe abgewendet. Aus Heldensicht haben gibt es ja noch reichlich zu tun (besetzte Gebiete befreien und befrieden, da wären noch gewisse Persönlichkeiten wie Glorana, Haffax, etc. die eine Gefahr sind). Es ist ja nicht so, dass jetzt Friede Freude Eierkuchen ist. Zusätzlich natürlich der Antrieb der Spieler eben noch weitere Abenteuer mit "ihren" Helden zu erleben.

Zeitgleich denke ich nicht, dass Charaktere ausgereizt bzw. "gemaxxt" sind. Es gibt ja auch viele Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. Ob nun Spätweihe, Zweit-/Drittstudium, einen neuen profanen Zweig für sich entdecken/verbesser/der Beste werden, etc.

Das hängt auch denke ich mit dem jeweiligen Spieltyp zusammen. Diese Charaktere waren die ersten und sollen auch die letzten sein (so haben wir das mal uns überlegt). Dumm nur dass wir uns so gut verstehen und die Gruppe hält. Es gab natürlich schon x kleine Zwischengruppen und und und... aber eben immer diese alte Runde noch. (Angefangen übigens so irgendwann um 1000 BF - 1000 Oger war eines der ersten großen AB ^^)


Wenn ich höre, dass VeG und Drachenchronik nicht so schön sind dann wird mir da doch etwas bange...

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Sumaro
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Sumaro » 27.12.2013 22:21

Ich verstehe nicht so ganz den Sinn des Threads. Im Endeffekt hat eure Gruppe die Entscheidung doch längst getroffen und alle "Argumente" hinsichtlich "Ich würde es nicht machen" werden beiseite geschoben mit einem "Doch wir machen aber!". Wo genau ist jetzt die Frage, die zur Diskussion steht?
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Bannschwert
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Bannschwert » 27.12.2013 23:44

Ich sehe es auch so, dass die Gruppe eigentlich nicht bereit ist, für ein Abstellen der Helden in Hofämtern.
Vor allem Von Eigenen Gnaden eignet sich schlecht für direkte Untergebene Rohajas, da sie dem Gebiet ja erstmal überhaupt keine Aufmerksamkeit widmet. Wenn dort also ihr Hofkaplan, ihr Hofmagus und einer ihrer heldenhaftesten Junker auftaucht, muss man vmtl die Kampagne etwas umschreiben. Auch solltest du darauf achten, ob die Helden nicht zu mächtig für die Wildermark sind. Hier wird mit Truppenstärken gespielt, die zB ein erfahrener Kampfmagier mit 3-4 Feuerbällen zerlegen kann.

An sich würde ich den Helden IT das Angebot machen, da es passt. OT würde ich ihnen aber klar machen, dass eine solche Entscheidung den Lebensabend sichert, für ein komfortables Auskommen sorgt und einiges an Prestige bringt. Aber, damit schließt man sich für alle Abenteuer aus, die nicht vom Kaiserhof initiiert werden. Solche Recken sind immer noch gute "Agenten", denn sie haben viel Felderfahrung und sind loyal. Aber die schickt man nicht zu sechst auf gut Glück in die Wildermark oder zum Auskundschaften ans Ende der Welt. Die werden eingesetzt, wenn es konkrete Pläne gibt, oder nur ihre Fähigkeiten ausreichen... Vielleicht ja, um Glorana zu stürzen oder ein Kommando ins Herz von Haffax Reich zu führen... Aber eben nicht, um einen erstmal unwichtigen Landstrich zu befrieden... Wenn man dazu die Kapazitäten hat, wird man die Reichsarmee damit beauftragen.

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Wolfio
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Wolfio » 28.12.2013 01:03

Außerdem:

Mach denen vielleicht auch mal klar, WER sie sind.

Sie sind die definitiv erklärten Todfeinde der noch lebenden Heptarchen.
Lass sie ihren Ruhm spüren.

Das kann von Giftanschlägen, über Hinterhalte bis zum Ruf der Kaiserin nach Rückkehr sein.

Mein Jäger aus der Drachenchronik hat z.B. von Ahnstein (also den Werwolf-Heptarch) zum Feind, weil er dessen Sohn einen Pfeil in den Kopf gejagd hat, während seiner Armee-Zeit.
Der hat, trotz Schwur zu helfen, sich aus der Drachenchronik verpisst, einfach aus der Überlegung heraus:

Moment, wir haben hier einen mächtigen Feind der versucht die Gruppe auszulöschen.
Will ich da tatsächlich noch einen Heptarchen der Schwarzen Lande auf die Gruppe hetzen?
Am Anfang ging das noch. Da konnte man sagen : Gut, die Gruppe wird zu not damit fertig. In der Gruppe ist man auch sicherer.

Irgendwann war aber die Vermutung, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich die beiden Feinde verbünden, höher ist, als dass sie einzeln angreifen.

Und wenn von Ahnstein meinem Jäger gerade zwei gedungene Mörder auf den Hals hetzt, samt einiger Söldner... warum sollte das der andere Feind (oder Feindin) nicht nutzen, und genau diese Ablenkung ergreifen um die Gruppe zu killen?


Genau so ist es bei deinen. Klar sind sie mächtig, groß und erfahren.
Aber genau deswegen auch Zielscheiben ihrer Feinde.

Da kann der Magier noch so große Truppenverbände mit einem Fingerschnippen einäschern.
So einem "Günstlig der Kaiser-Schl.... den gar aus zu machen, bringt doch definitiv Ruhm und mächtige Leute als Verbündete".

Und welcher Kriegsherr würde auf sagen wir 1000 Dukaten aus Schwarz-Torischen Kassen verzichten, wenn er dafür nur ein paar Meuchler anstellen muss, die sich in so einen Auftrag stürzen.

(Ich empfehle hier die Literatur "Game of Thrones" mit der wunderbaren Textstelle/Episode: Der Regen von Castamere/Red Wedding)

Deine Helden sind keine Götter. Und auch wenn der Elf ewig leben kann... er hat ein Lebensziel.
Vielleicht erreicht er das ja vorzeitig.

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Varana
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Varana » 28.12.2013 13:11

Dann sollte man sie aber auf der anderen Seite auch ihren Ruhm und ihren Einfluß spüren lassen - viele reichs- und göttertreue NSCs gehorchen ihnen ohne Weiteres und unterstützen sie bevorzugt, sie können Ressourcen abrufen, über die sie sonst nicht verfügen würden, ihr Wort ist Recht und Gesetz...

Man kann mit solchen Helden problemlos weiter spielen - man muß sich nur bewußt sein, was für Helden man da hat, und die Abenteuer entsprechend anpassen. Ganz schnell verabschieden sollte man sich von der Vorstellung, DSA-Abenteuer wie im Buch herunterzuspielen (noch mehr als so schon). Selbst wenn das Abenteuer für hochstufige Helden gedacht ist, tendieren viele dazu, die Helden Horuschenkerne sammeln zu lassen (s. JdF) - also mit irgendwelchen Laufbotenjobs zu belästigen und ihnen "Herausforderungen" in den Weg zu stellen, die eigentlich keine mehr sein dürften.
Wenn Rohaja die Helden in die Wildermark schickt, um sie zu befrieden und heim ins Reich zu holen, funktioniert das Abenteuer auch - nicht mehr in allen Punkten genauso wie vorgesehen, aber das muß ja auch nicht.
Oder wenn die Helden am Anfang der Drachenchronik nicht um Spenden betteln gehen, sondern die Expedition einfach selber finanzieren, ist das auch kein Problem. Der Rest der DC ist sowieso von allem weitgehend losgelöst (und schlecht).

Magiebegabte SCs sind auch noch lange nicht am Ende ihres Steigerungspotentials angelangt.

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Lhuraya
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Lhuraya » 02.01.2014 12:41

Als 2. Hofmagus muss man nicht dauerhaft an der Seite der Kaiserin weilen. Unser Magus hat nach JDFs auch das Amt erhalten.
Das Urgestein der Gruppe (Greifenfurt, G7, Blutige See, JDFs) wurde schon nach Blutiger See mit dem Barons-Titel von Retogau belohnt und nach JDFs zum Kaiserlichen Marschall ernannt. Beide sind Mitglieder im Orden des Auges und arbeiten am Aufbau einer Geheimorganisation, der RIA, in ihrer Baronie (Retogauer Informations Agentur).

Auch wir haben vor die Mittelreich Kampagne VeG/MwB (und "Donner und Sturm" und "Posaunenhall") zu spielen, nur werden wir hierfür und da sind wir schon dabei, neue Charaktere aufbauen, die ihren Ursprung z.T. im JDFs hatten. (ein talentierter Weisenjunge, der aus Warunk befreit wurde und ein Magier-Schüler, der in der Schlacht in den Wolken seinen Lehrmeister sterben sah, bekamen ihr neues zu Hause in der Baronie Retogau).

Es gibt genügend Zeit und Abenteuer eine neue Gruppe vom Ende JDFs bis Beginn VeG aufzubauen. Zu empfehlen u.a. die Antholgie Ehrenhändel, ein Abenteuer aus Elfenpfade, evtl. Geisterjahrmarkt,... Hier kann man auch schon NPCs (Freunde und Feinde!) einführen, die später in der Wildermark wieder auftreten.

MMn eigenen sich die Streiter des Reiches aus JDFs nicht, um VeG zu spielen. Hier braucht es frische Helden, die noch keine großen Ehrentitel und Auszeichnungen des Reiches erhalten haben. Dennoch sollten sie erfahren genug sein.

Mein Plan ist, die Helden aus JDFs in die neue Kampagne VeG/MwB sporadisch mit einzubauen. Die Junghelden können die Verbindungen zum Baron v. Retogau und dessen Gefährten hin und wieder nutzen. Damit behalte ich mir vor, für durchaus schwierige Szenen (z.B. Blutkerbe) die alten Recken mit einzubinden. Vielleicht auch mal Unterstützung bei Ressourcen gewähren.

Die Helden aus Jahr des Feuers werden bei mir noch das Abenteuer "Der Unersättliche" spielen, zusammen mit den Junghelden, sowie ihr großes Finale mit "Bahamuts Ruf" bekommen. In diesem Abenteuer wird ihnen nochmal alles abverlangt und werden hier vielleicht auch ihren Tod finden...

Rede mit Deiner Gruppe und baut Euch für die Wildermark-Kampagne neue Charaktere, aus Schülern/Knappen/Bekannten der Alt-Helden. Somit bestehen Verbindungen und man kan ggf Abschnitte mit den hohen Chars bespielen.

Die verliehenen Ämter der Kaiserin sind Auszeichnungen/Titel und beinhalten bei uns keine Vollbeschäftigung am Kaiserhof. Der Kaiserliche Marschall wird nur für bestimmte Kriegsfälle bestellt und auch der 2. Hofmagus muss nicht permanent bei Rohaja weilen. Somit kann ich die Helden für bestimmte Szenen einsetzen. Für eine, sich über Jahre erstreckende Kampagne wie VeG/MwB sollte man sie aber nicht vorsehen.

Das Alter der Helden (gerade bei Stufe 20+) sehe ich als unkritisch. Die Hauptfrage ist doch, haben die Spieler noch Lust auf ihre altgedienten Helden?

Nach der G7 wollte unser Spieler des zukünftige Barons von Retogau auch kein Abenteuer mehr spielen, irgendwann kam aber die Lust wieder... und seit dem Abenteuer "Blutiger See" ist er wieder mit vollen Segeln auf Kurs...

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Bannschwert
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Bannschwert » 02.01.2014 15:10

Lhuraya spricht ein paar sehr gute und wichtige Sachen an:

Wenn ihr das wollt, können eure Zweiten Hofmagier und Kaiserlichen Marschalle genug Freizeit haben, um weiter auf Abenteuer zu ziehen (ich bezweifle mal, dass es eine Spielhilfe gibt, in der die Pflichtwochenstunden der beiden niedergeschrieben sind).
Und für die epischeren Kampagnen und ABs sind solche Helden weiterhin wunderbar spielbar.

ABER: Solche Helden eignen sich nicht mehr für "normale DSA Abenteuer aus dem Buch", sondern für angepasste Varianten, in denen die SCs jemand sind und nicht völlig beliebig dem Plot dienen. Vor allem bieten solche Helden natürlich Möglichkeiten, die kein offizielles AB abdecken kann: Den Dienst und Segen der Kaiserin und ihres Hofes, dazu eigene ordentliche Ressourcen und wichtige Freunde. Ob man daraus Politik oder Heldentaten macht, hängt vor allem von den Helden und Spielern ab.
Der Unersättliche zB ist, wenn man das AB so lässt, traurig und lässt einen weiteren Heptarchen durch die Hand von Barden und Zuckerbäckern untergehen. Andererseits ist es auch eine Möglichkeit, richtig mächtigen Helden nochmal etwas happiges vorzusetzen. Bahamuts Ruf ist da vmtl etwas angenehmer, da hier das Powerlevel deutlich höher ist.

Die Idee mit den Junghelden und Nachfolgern der alten Recken ist auch gut und bietet vor allem die Möglichkeiten, dass alle Spieler mal etwas anderes spielen (sowohl charakterlich, als auch von den Fähigkeiten her). Wenn natürlich der Ritter-Baron von Retogau jetzt sein junges Ebenbild spielt, verschenkt man etwas.

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Herr der Welt
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Herr der Welt » 02.01.2014 16:28

Ein Hofmagier /-kaplan oder ein Junker mit Lehen kann nicht mehr groß auf Reisen gehen. Der Grundbesitzer kann einen Vogt einsetzen, aber jemand, der Teil des kaiserlichen Hofes ist? Oder würdet ihr es für denkbar halten, dass nur der 1. Hofmagus stets bei Rohaja ist und der 2. und 3. vielleicht dauerhaft in Gareth oder eben in speziellem Auftrag unterwegs?
Mit Ludalf von Wertlingen ist doch schon ein Marschall in der Wildermark, der im Prinzip eigenverantwortlich dort handeln kann. Den kann man bei Bedarf durch einen SC ersetzen, wenn man vorhat, mit den JdF-SC VeG/MwB zu spielen. Genauso gut kann ich mir vorstellen, dass Rohaja für die Wildermark einen vertrauensvollen Reichsmagier abstellt, schließlich gibt es dort genug (schwarz-)magische Gefahren. Und wer wäre vertrauensvoller als ein Hofmagier, der sie womöglich im Laufe der Kampagne rettete und ihr stets zur Seite stand. Die Liste ließe sich fortführen. Und ein Adliger (oder anderer passender SC) wird nach dem JdF eben nicht mit Retogau belehnt, sondern mit Zweimühlen.
JdF-Veteranen scheinen als Vertraute Rohajas und Diener des Reiches in Amt und Würden sogar überaus gut geeignet zu sein, um in kaiserlichen Diensten in der Wildermark für Ordnung zu sorgen. Freilich muss man dann einiges in den Abenteuern anpassen oder aber überlässt einige Szenarien Dienern des SC (in Form einer Zweitgruppe).

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Cyberian Korninger
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Re: Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Cyberian Korninger » 06.01.2014 09:49

Ich stehe vor der selben Frage und sehe das so wie Bannschwert:

Abenteuer ja, aber nur Bestimmte und stark abgewandelt. Was im Prinzip nicht schlimm ist, da ich eh nicht streng nach Abenteuerband gemeistert habe bzw. man das mMn eh möglichst nicht tun sollte. Wenn man als Meister den Komplexitätsgrad einer DSA Kampagne wie JdF oder BBK in der Vorbereitung einmal (oder mehrmals) hinter sich hatte sollte es danach auch möglich sein überschaubarere Abenteuer an die Post-JdF Helden anzupassen.

Am Ende kommt es aber auf den Spielerwunsch an. Wenn die weiterspielen wollen wer bin ich dann, dass ich es Ihnen aufgrund sekundärer regeltechnischer oder inneraventurischer Überlegungen verweigere. Bei uns haben sich die SPieler dahingehend geäußert, dass sie gerne weiterspielen wollen und versuchen schon herauszukitzeln wohin es nach JdF geht obwohl wir noch mitten drin sind. Dazu kommt, dass wir vermutlich erst wenn DSA5 vollständig ist (in drei Jahren???) wieder eine neue Gruppe anfangen wollen. Ich habe genau wie Lhuraya eine abgewandelte VeG + Splitterkampagne vor allerdings komplett mit den JdF Helden. Ich habe allerdings auch kein Problem damit wenn Spieler bestimmte Herausforderungen aufgrund ihrer Stellung und Fähigkeiten einfach mit Holzhammermethoden lösen. Ich werde sicherlich aber auch noch zusätzliche Herausforderungen einbauen die werteunabhängig sind und generell die Antagonisten pimpen oder komplett durch fähigere Alternativen ersetzen auch gerne welche die die Helden schon kennen (z.B. Balphemor).

Die eigentliche Frage des Threads ob Charaktere in hohen Positionen praktisch für Abenteuer freigestellt werden können sehe ich zumindest für unsere Gruppe als unproblematisch an. Aktuell sind die Spielercharaktere ja so eine Mischung aus SEK und Professor für dämonische Bedrohungen mit unangefochtener nicht ersetzbarer Kompetenz in Ihrem Spezialgebiet. Selbst wenn die dann auch noch zusätzlich Baron, Marschall und dritter Hofmagus sind werden Sie diesen ursprünglichen Job wohl nie wieder richtig los.
Und wenn die dann wieder in dieser Rolle reaktiviert werden weil der Heptarch XY erschlagen werden muss oder ein Teil der Wildermark befriedet dann wird sich niemand finden der sagt
Das dürft ihr aber nicht weil das Protokoll verlangt, dass ihr nächste Woche auf dem Ball der Kaiserin den Rockzipfel festhaltet und die Torte anschneidet
. Für alle anderen Tätigkeiten müssen eben fähige Verwalter eingebaut werden. Ich habe vor diese Verwalter auch ordentlich als NSCs aufzubauen und entsprechend kompetent rüberkommen zu lassen damit die Spieler Ihnen guten Gewissens alles anvertrauen wenn sie ins Abenteuer aufbrechen. Es ist wichtig, dass man Ihnen hier ein gutes Gefühl vermittelt damit Sie nicht in unpassenden Situationen im Abenteuer auf die Idee kommen unbedingt zu Hause nach dem Rechten sehen zu müssen.

Fazit: die JdF-Charaktere sind nur in Ihrer Heldenrolle unersetzlich und die werden sie auch nicht mehr los egal was für Aufgaben sie sonst noch haben.

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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von streuner74 » 25.11.2017 10:49

Habe eine Frage diesbezüglich:
Mit wieviel AP startet man optimalerweise in der JdF und was haben die Helden dann nach der Kampagne für einen Ap Stand?
Hatte mir nämlich auch überlegt, das JdF und danach die Wildermark zu spielen, aber so wie ich das hier lese scheint das ja schwierig.

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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Carragen » 25.11.2017 13:44

Laut Schlacht in den Wolken sollten die charaktere mindestens 6.000 AP haben, ich empfehle allerdings 10.000 AP und mehr. Die Abenteuer sind von der Schwierigkeit deutlich besser nach oben hin anpassbar.

Man bekommt in der Kampagne zwischen 4.000 und 7.000 AP (Schätzwert).

Die Abenteuer um die Wildermark würde ich nach dem Jahr des Feuers auch nicht empfehlen. Dafür passt für den ersten Band die Stellung der Charaktere nicht.
Ich finde, dass Donner und Sturm oder die Quanionsqueste (wenn die Charaktere passen) ein guter Anschluss für die Helden sind.

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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Leta » 25.11.2017 23:37

Schlacht in den Wolken kann man praktisch mit beliebig starken Helden spielen. Das gilt aber nicht für den Rest der Kampagne.

Ich weis auch nicht ob nach solch "großen" Ereignissen wie JdF sowas wie Wildermark noch etwas für die Helden ist. Ich würde eher einige "Missionen"/Teile des JdF mit den "Wildermark" Helden spielen.

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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von streuner74 » 26.11.2017 08:38

Lässr sich denn die schlacht in den wolken auch für sich alleine spielen?

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Beitrag von Na'rat » 26.11.2017 10:30

Das ganze JdF funktioniert besser, wenn man es für sich alleine betrachtet.

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Beitrag von Skyvaheri » 26.11.2017 10:38

Nach dem JdF bieten sich mMn einige der Splitter-Dämmerungsbände und ABs wie der Unersättliche an. So "Kleinkram" wie VeG halte da eher für unpassend.

Sky
Alle Infos zu Sky's DC bzw. Ex-G7-Runde gibt es hier:

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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Salix Lowanger » 19.12.2017 12:06

Da diese Helden bereits die Tausend Oger erlebt haben, frage ich mich ohnehin, warum sie nicht als Sieben Gezeichnete gegen Borbarad gezogen sind.

Nachricht der Moderation - Eadee

Diskussion hierzu ausgelagert nach viewtopic.php?f=58&t=47057
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Ende JdF = Ende der Helden?!

Beitrag von Gandresch Sohn des Gandrim » 18.01.2018 11:47

Bei unserer ~Stufe 19-21 Gruppe nach JdF hatten einige Chars die zuvor auch an den großen Schlachten teilgenommen haben und auch Verluste erlitten haben mal Zeit für die Heilung und Genesung ihrer "Seele" zur Verarbeitung genutzt. Es gab endlich Hochzeiten und Kinder bei einigen. Andere haben nachdem Gareth wieder aufgeräumt war eine gewisse Zeit im Lieblichen Feld verbracht und sind in den dort aufkeimenden Thronkonflikt, den wir mit einer weißen politischen Gruppe und einer grauen Gruppe mit Kämpfen in Schatten und Gassen bespielt haben, involviert worden.

Es kommt ja auch stark auf die Herkunft der Chars an.Heimat ist auch immer mal nett.
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