Ausweichen & Kampfreflexe

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
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urza2222
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Ausweichen & Kampfreflexe

Ungelesener Beitrag von urza2222 » 19.08.2018 13:00

Den Zwölfen zum Grusse!

Ich habe einige Fragen zum Thema Ausweichen und Kampf im allgemeinen. Die Such-Funktion hat einiges ergeben, doch gehen mir diese Themen schon oft über den Kopf X)

Vorweg einige Hintergrund Informationen: ich spiele eine elfische Zauberweberin mit Ausweichen III (entsprechend Kampfreflexe), Axxeleratus und Attributo auf 16. In unserer Runde habe wir bis jetzt Ausweichen wie eine normale PA geahndet, bzw. nach Meisterentscheid modifiziert. Nun sind wir aber an dem Punkt wo wir Ausweichen "richtig" spielen wollen und entsprechend mein Hilfe-Gesuch an euch, da die Regeln sich mir noch nicht ganz erschliessen.

Normales Ausweichen: Dies ist unkontrolliert, kostet eine Freie-Aktion, 4 INI und ist um DK/Anzl. Gegner erschwert.

1) Wenn ich angegriffen wurde und erfolgreich ausgewichen bin, kann der Gegner dann mit z.B. umwandeln normal noch einmal angreifen oder muss er zuerst die Distanz welche durch das Ausweichen zustande gekommen ist überbrücken?
1.b) Was wenn ich meine Aktion verzögere (abwarte) angegriffen werde, ausweiche und danach gleich meine Aktion Position mache. Bin ich dann faktisch aus dem Kampf gelöst, da ich mich (mit Bodenplan) ein Feld vom Gegner entfernt habe?

2) In den anderen Foren wurde erwähnt, dass man mit hoher INI mehr freie Aktionen bekommt. Wo steht das geschrieben? Kann ich in dem Fall so oft Ausweichen wie ich freie Aktionen (bzw. INI) habe? Auch vor verschiedenen Gegnern?

3) Nachdem ich Ausgewichen bin, kann ich direkt eine Aktion "Orientieren" machen (mit Aufmerksamkeit) um meine INI wieder auf das Maximum zu setzen, oder muss ich zuerst die Aktion "Position" durchführen?
3.b) Kann man die Aktionen "Orientieren & Position" in eine Aktion kombinieren? Orientieren ist ja "sich größere Übersicht im Kampfgeschehen zu verschaffen" während Position "sich nach einem Ausweichen wieder dem Gegner zuzuwenden". Scheint mir nicht weit entfernt, während man sich dem Gegner zuwendet sich auch wieder einen Überblick über den Kampf zu verschaffen.

Gezieltes Ausweiche: Kontrolliert, kostet eine reguläre Aktion und ist um doppelte DK und Anzl. Gegner erschwert.

4) Habe ich die Regeln hier richtig verstanden, dass man beim gezieltem Ausweichen nur INI verliert wenn das gezielte Ausweichen misslingt?

5) Kann ich theoretisch meine AT in eine PA umwandeln um zwei Mal gezielt auszuweichen?
5.b) Kann ich danach weiter normal Ausweichen bis ich keine freie Aktion mehr habe?

6) Mit gezieltem Ausweichen plus freie Aktion Schritt kann man sich vom Kampf lösen. Was wenn man zwei Gegner hat? Muss man beiden erfolgreich gezielt ausgewichen sein in einer Aktion?

Fragen zu spezifischen Situationen:

7) Kann meine Elfe zu Kampfbeginn und höherer INI die DK S wählen auch wenn sie keine Waffe trägt? Quasi durch die höhere INI auf Distanz bleiben?
7.b) Was wenn sie einen langen Wanderstab hat?

8) Kann meine Elfe nach einem Ausweichen einen "Blitz dich find" auf den Gegner wirken, oder muss auch hier zuerst eine Aktion Position aufgewendet werden?

9) Mit Aufmerksamkeit muss ich erst vor meiner ersten Angriff/Abwehraktion ansagen. Kann ich somit bei INI Hoheit abwarten bis ein Gegner angreift, und erst dann eine Umwandlung ansagen wenn dessen Angriff nicht gelingt?

10) Kann man während der Zauberdauer eine freie Aktion einsetzen und ausweichen (mit entsprechend anschliessender Selbstbeherrschungsprobe)?


Puh, das sind doch schon einige Fragen. Auf alle Fälle also schon mal vielen herzlichen Dank für allfällige Antworten!

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Satinavian
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Ausweichen & Kampfreflexe

Ungelesener Beitrag von Satinavian » 19.08.2018 14:44

1) Eigentlich entferbt man sich mit Ausweichen in DSA4.1 nicht mehr automatisch vom Gegner, Es gibt zwar den Absatz, dass man das bei Bodenplänen optional so handhaben kann, aber weitergende Erläuterungen fehlen.
Aber selbst mit Bodenplänen würde man niocht aus dem Kampf gelöst sein, sondern höchstens die DK wechseln, womit man immer noch angegriffen werden kann.
1b) Siehe oben, nein. Ausweichen löst einen nicht aus dem Kampf, selbst mit Bodenplan und Optionalregel.

2) Ja

3)Ja
3b) Kombinieren geht nicht.

4)Ja

5)Ja

6)Man kann sich so nicht aus dem Kampf lösen. Dazu muss man so lange Reichweiten erhöhen bis man raus ist oder Weglaufen und Passierschläge kassieren. Beides erfordert aber Aktionen,

7) Ja
7.b) immer noch ja

8) Nein. Nur weiter ausweichen und Position sind möglich.

9) Ja, wird aber oft hausgeregelt.

10)Nein.

urza2222
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Ausweichen & Kampfreflexe

Ungelesener Beitrag von urza2222 » 19.08.2018 16:05

Danke Satinavian für Deine Antworten!

Bzgl. diesen:
Satinavian hat geschrieben:
19.08.2018 14:44
2) Ja
Weisst Du wo dies geschrieben steht?
Satinavian hat geschrieben:
19.08.2018 14:44
6)Man kann sich so nicht aus dem Kampf lösen.
In meinem Wege des Schwertes steht auf Seite 79:
Sich vom Gegner lösen
(...)
Er kann sich beim Ausweichen eines gegnerischen Angriffs aus dessen Reichweite bewegen. Dies gelingt nur, wenn ihm ein Gezieltes Ausweichen gelingt (Seite 66), kombiniert mit einer freien Aktion Schritt, ...
Wurde dies erratiert?
Satinavian hat geschrieben:
19.08.2018 14:44
8) Nein. Nur weiter ausweichen und Position sind möglich.
Steht dies auch im Regelwerk so explizit?

Bei mir steht wieder um nur:
Seite 67:
Der Ausweichende ist durch dieses Manöver allerdings etwas desorientiert (...) und benötigt eine Aktion Position, um wieder aktiv am Kampfgeschehen teilnehmen zu können.
Wenn ich nun aber nicht am Kampfgeschehen teilnehmen möchte dann kann ich doch trotzdem zaubern, z.B. einen Axxeleratus auf mich selbst? Oder einfach weg rennen (und einen Passierschlag riskieren). Beim Blitz brauche ich auch nicht zu kämpfen sonder nur Sicht auf das Ziel, was ich mir relativ einfach vorstelle.

EDIT:
Satinavian hat geschrieben:
19.08.2018 14:44
9) Ja, wird aber oft hausgeregelt.
Weshalb wird dies gehausregelt und wie?

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Rasputin
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Ungelesener Beitrag von Rasputin » 19.08.2018 23:43

urza2222 hat geschrieben:
19.08.2018 13:00
7) Kann meine Elfe zu Kampfbeginn und höherer INI die DK S wählen auch wenn sie keine Waffe trägt? Quasi durch die höhere INI auf Distanz bleiben?
7.b) Was wenn sie einen langen Wanderstab hat?
7: Nein, nur DK:H kann gewählt werden
7.b) Wenn der Meister das als improvisierte Waffe mit DK:S zulässt, ja. Solle aber INI-Abzug (Waffen INI-Mod) geben. Bedenke, ist eine zweihändige Waffe. Zaubern wird also schwer/ unmöglich. Die einzigen Waffen die ich kenne die einhändig in DK:S funktionieren, sind der Schnitter und diverse Speere.
urza2222 hat geschrieben:
19.08.2018 13:00
8) Kann meine Elfe nach einem Ausweichen einen "Blitz dich find" auf den Gegner wirken, oder muss auch hier zuerst eine Aktion Position aufgewendet werden?
Ich glaube das sollte gehen. Die Formulierung ist "kann nicht mehr am Kampfgeschehen teilnehmen". Ob "Längerfristige Aktion:Zaubern" zu Kampfgeschehen gehört, musst du mit deinem Meister klären. Ich würde sagen "Nein, Zaubern ist kein Kampfgeschehen also sollte es möglich sein".
urza2222 hat geschrieben:
19.08.2018 13:00
3.b) Kann man die Aktionen "Orientieren & Position" in eine Aktion kombinieren?
Nein, ich überlege das ganze aber mit einer SF in meiner Gruppe zu erlauben.

Trick:
Wenn du defensiv spielen möchtest, empfiehlt sich folgendes:
- Defensiver Kampfstil erleichtert dein Ausweichen um zusätzliche 2
- Möglich ist: Gez. Ausweichen/ Blitz, Ausweichen, Ausweichen, (ggf. weitere freie ausweichen), Position/ orientieren.
Anscheinend kapiert ihr es alle nicht. Ich bin hier nicht mit euch eingesperrt, ihr seid hier mit mir eingesperrt!

An0n
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Ungelesener Beitrag von An0n » 20.08.2018 01:04

urza2222 hat geschrieben:
19.08.2018 13:00
2) In den anderen Foren wurde erwähnt, dass man mit hoher INI mehr freie Aktionen bekommt. Wo steht das geschrieben? Kann ich in dem Fall so oft Ausweichen wie ich freie Aktionen (bzw. INI) habe? Auch vor verschiedenen Gegnern?
Die Initiative-Übersicht am Ende vom WdS gibt da eine gute Übersicht über die Boni: ab 21, 31 und 41 kriegt man jeweils eine zusätzliche freie Aktion (und die Abwehraktion wird jeweils um -1 erleichtert)
urza2222 hat geschrieben:
19.08.2018 16:05
In meinem Wege des Schwertes steht auf Seite 79:

Sich vom Gegner lösen
(...)
Er kann sich beim Ausweichen eines gegnerischen Angriffs aus dessen Reichweite bewegen. Dies gelingt nur, wenn ihm ein Gezieltes Ausweichen gelingt (Seite 66), kombiniert mit einer freien Aktion Schritt, ...

Wurde dies erratiert?
Nicht, dass ich wüsste. Allerdings muss man das bewusst ansagen, dass man das machen will - das passiert nicht automatisch.
urza2222 hat geschrieben:
19.08.2018 13:00
8) Kann meine Elfe nach einem Ausweichen einen "Blitz dich find" auf den Gegner wirken, oder muss auch hier zuerst eine Aktion Position aufgewendet werden?
Das ergibt sich quasi aus der Konsequenz des Zitats:
WdS 67 hat geschrieben:Der Ausweichende ist durch dieses Manöver allerdings etwas desorientiert (die Initiative sinkt um 4 Punkte) und
benötigt eine Aktion Position, um wieder aktiv am Kampfgeschehen
teilnehmen zu können; derweil kann er nur weiter ausweichen.
Entscheide selbst, gehört ein Blitz-dich-find auf den Gegner zum "aktiven Kampfgeschehen"?

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 20.08.2018 11:42

Man könnte evt. Zauber auf sich selbst (Armatruz, Axxel, ...) erlauben und Zauber auf andere nicht. Das wäre eine faire Lösung, denke ich. Exakt definiert ist m.W. wirklich nirgens, was genau mit "aktiv am Kampfgeschehen teilnehmen" gemeint ist. Aber alle Zauber, die auf jemand anderen gezielt sein müssen, scheinen mir da doch Kampfhandlungen zu sein.
Also ich würde sagen: Sobald es Konzentration auf jemand anderen (oder etwas anderes) erfordert, geht es nicht, weil man ja "desorientiert" ist. Um mich selbst zu verzaubern, muss ich aber nicht unbedingt wissen, wo ich bin und wo um mich herum genau die anderen sind. Ich muss mich halt konzentrieren können. Ob das möglich ist nach einem ungezielten Ausweichen... tja, das bleibt wohl Meisterentscheid.
Zuletzt geändert von Advocatus Diaboli am 20.08.2018 12:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von urza2222 » 20.08.2018 11:50

An0n hat geschrieben:
20.08.2018 01:04
Die Initiative-Übersicht am Ende vom WdS gibt da eine gute Übersicht über die Boni: ab 21, 31 und 41 kriegt man jeweils eine zusätzliche freie Aktion (und die Abwehraktion wird jeweils um -1 erleichtert)
Super, vielen Dank!
An0n hat geschrieben:
20.08.2018 01:04
Entscheide selbst, gehört ein Blitz-dich-find auf den Gegner zum "aktiven Kampfgeschehen"?
Werde ich in dem Fall mit der Gruppe besprechen.
Rasputin hat geschrieben:
19.08.2018 23:43
7: Nein, nur DK:H kann gewählt werden
Hmm, ok. In dem Fall müsste ich bei höherer INI und bestandener IN-Probe bei Hinterhalt wohl entscheiden ob ich überhaupt in Angriffsdistanz gehen möchte und nicht gleich davonrenne... :ijw:

Mit Axxeleratus (und genügend Bewegungsfreiheit) könnte man doch so theoretisch stets genau auf 2 Schritt ausserhalb der Gegenangriffsreichweite zurück weichen um so einen Gegner (ohne Axxel.) hinzuhalten und allenfalls mit Zauber oder Fernkampf angriffen zu traktieren, oder? (Stichwort: Kiten)
Rasputin hat geschrieben:
19.08.2018 23:43
- Defensiver Kampfstil erleichtert dein Ausweichen um zusätzliche 2
- Möglich ist: Gez. Ausweichen/ Blitz, Ausweichen, Ausweichen, (ggf. weitere freie ausweichen), Position/ orientieren.
Gute Tipps! Nicht realisiert, dass bei Def. Kampfstil auch das Ausweichen erleichtert ist.

Vielen Dank euch allen für die Antworten!

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 20.08.2018 12:24

Ergänzung zu dem, was Rasputin zu 7. richtig gesagt hat: WdS 79 sagt ganz klar, der Kämpfer mit Ini-Hoheit kann "nur solche Distanzklassen wählen, die für seine Waffe genannt sind". Ohne Waffe ist deine Waffe sozusagen dein Körper und damit hast du DK H.
Ingame kann man das so erklären: Es geht nicht nur darum, wo du im Annähern an den Gegner stehen bleibst, sondern auch darum, wo du ihn davon abhälst, näher heran zu kommen. Bist du keine Bedrohung in DK S und N, hält den Gegner nichts davon ab, näher heran zu kommen - ganz egal, ob du die höhere Ini hast oder nicht.
Wenn du die ganze Zeit ausweichen willst, ist es also durchaus sinnvoll, den Gegner mit einem Stab oder etwas ähnlichem langen, auf Abstand zu halten - alleine schon wegen der Mali auf Ausweichen je nach DK.

Bei jemandem, der den das waffenlose Manöver Hoher Tritt oder Sprungtritt bzw. den Stil Mercenario beherrscht, könnte man diskutieren, ob dessen "Waffe", also sein Körper, nicht auch DK N hat, also NH, und ob der entsprechend nicht auch in DK N starten könnte mit Ini-Hoheit zu Kampfbeginn. Die zwei Tritte sind immerhin auch aus N heraus möglich und Mercenario senkt die Erschwernisse für das waffenlose Angreifen aus der zu hohen DK N. Allerdings ist fraglich, ob dieses Drohpotential ausreicht, einen Gegner auf Abstand zu halten. :grübeln:

urza2222 hat geschrieben:
20.08.2018 11:50
Mit Axxeleratus (und genügend Bewegungsfreiheit) könnte man doch so theoretisch stets genau auf 2 Schritt ausserhalb der Gegenangriffsreichweite zurück weichen um so einen Gegner (ohne Axxel.) hinzuhalten und allenfalls mit Zauber oder Fernkampf angriffen zu traktieren, oder? (Stichwort: Kiten)
Jop. Mit Gezieltem Ausweichen und viel Platz hinter einem geht das. Beachte hierbei, dass du oder dein Gegner sich so evt. oft an anderen Kämpfern vorbei bewegen müssen und diese ggf. Passierschläge führen können. Das ist eine Gefahr für dich, weil du denen nicht ausweichen kannst. Das kann aber auch eine Strategie sein: Du reizt einen Gegner auf dich und lockst ihn dann in den Radius eines Freundes, der dann drauf haut. Es besteht natürlich hierbei die Gefahr, dass der Gegner danach von dir ablässt und lieber auf deinen Freund drauf haut, der nicht dauernd weg springt (und evt. nicht mehr parieren kann, weil er das schon gegen seinen eigenen Gegner tun musste). Aber die Gefahr hat man beim Zurückweichen ja immer. Also dass der Gegner sich dann jemand anderem zuwendet. Solange ihr jemanden in der Gruppe habt, der gut und viel parieren kann bzw. viel aushält, kann man das aber machen. :)
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Ungelesener Beitrag von urza2222 » 20.08.2018 12:52

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
20.08.2018 12:24
Solange ihr jemanden in der Gruppe habt, der gut und viel parieren kann bzw. viel aushält, kann man das aber machen. :)
:6F: Werde ich mir merken :)
Advocatus Diaboli hat geschrieben:
20.08.2018 12:24
Ingame kann man das so erklären: Es geht nicht nur darum, wo du im Annähern an den Gegner stehen bleibst, sondern auch darum, wo du ihn davon abhälst, näher heran zu kommen. Bist du keine Bedrohung in DK S und N, hält den Gegner nichts davon ab, näher heran zu kommen - ganz egal, ob du die höhere Ini hast oder nicht.
Das macht Sinn. Entsprechend also lieber erst gar nicht in einen Nahkampf verwickelt werden und wenn doch dann mittels gezieltem Ausweichen sich lösen (was aber einfacher ist auf Distanz S wodurch entsprechend ein z.B. Wanderstab sinnvoll wäre bei INI-Hoheit).

Renuccini
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Ungelesener Beitrag von Renuccini » 20.08.2018 13:21

2) das man zusätzliche freie Aktionen bekommt stimmt zwar, jedoch heißt das für mich nicht, dass man mehrmals hintereinander (normal/ungezielt) Ausweichen kann. Für mich wäre Ausweichen genauso 'am Kampfgeschehen teilnehmen' wie eine Parade oder ein Angriff.
Ergibt für mich auch Sinn da man zu disorientiert ist um auf einen kommenden Angriff zu reagieren.

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BenjaminK
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Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 20.08.2018 13:30

WdS 67 hat geschrieben:Der Ausweichende ist durch dieses Manöver allerdings etwas desorientiert (die Initiative sinkt um 4 Punkte) und
benötigt eine Aktion Position, um wieder aktiv am Kampfgeschehen
teilnehmen zu können; derweil kann er nur weiter ausweichen.
@Renuccini ich hab das mal im Zitat hervorgehoben. Explizit steht da, dass man nicht zu desorientiert ist, um weiter und weiter und weiter auszuweichen. (Verliert aber immer Ini und so weiter)
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Ungelesener Beitrag von An0n » 20.08.2018 13:34

urza2222 hat geschrieben:
20.08.2018 11:50
Mit Axxeleratus (und genügend Bewegungsfreiheit) könnte man doch so theoretisch stets genau auf 2 Schritt ausserhalb der Gegenangriffsreichweite zurück weichen um so einen Gegner (ohne Axxel.) hinzuhalten und allenfalls mit Zauber oder Fernkampf angriffen zu traktieren, oder? (Stichwort: Kiten)
Theoretisch möglich, aber ich würde den Abstand nicht so knapp halten. Denk dran, dass der Gegner a) noch freie Schritt dran hängen kann und b) an seine Waffenreichweite (N = 1m/ Kästchen, S = 2m/ Kästchen, P = 3m/ Kästchen)

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Satinavian
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Ungelesener Beitrag von Satinavian » 20.08.2018 16:19

In meinem Wege des Schwertes steht auf Seite 79:
Sich vom Gegner lösen
(...)
Er kann sich beim Ausweichen eines gegnerischen Angriffs aus dessen Reichweite bewegen. Dies gelingt nur, wenn ihm ein Gezieltes Ausweichen gelingt (Seite 66), kombiniert mit einer freien Aktion Schritt, ...
Wurde dies erratiert?
Nein, die Stelle hatte ich tatsächlich übersehen, beim Ausweichen steht nichts davon.
Weshalb wird dies gehausregelt und wie?
Weil wenn alle Leute Aufmerksamkeit haben dann derjenige mit niedrigerer INI in der stärkeren Position ist, was für viele Leute eine problematische Regel ist.

Bzgl. Punkt 7.)

Es gibt hier drei verschiedene Regelstufen.
a) Kampf beginnt immer in höchster DK (Basis)
b) Derjenige mit der höchsten INI bestimmt die DK. Muss eine DK sein, die bei der Waffe explizit genant ist (Optional)
c) Kampf beginnt in für alle Waffen höchstmöglicher DK, derjenige mit höherer INI darf (nicht muß) sie pro 4 Punkte Differenz um eine Stufe senken.(Experte)

Nur wenn ihr auf Regelstufe b spielt, wirst du ohne Waffe aber mit höherer INI in DK H gezwungen.

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Ungelesener Beitrag von urza2222 » 20.08.2018 19:32

Satinavian hat geschrieben:
20.08.2018 16:19
Weil wenn alle Leute Aufmerksamkeit haben dann derjenige mit niedrigerer INI in der stärkeren Position ist, was für viele Leute eine problematische Regel ist.
:grübeln: verstehe ich gerade nicht ganz. Hier also mal mein Gedankengang zum nachvollziehen ausformuliert:

Gegner: INI 15, Aufmerksamkeit
Held: INI 14, Aufmerksamkeit

1) Gegner verzögert und wartet auf Held. Held verzögert auch und wartet auf Gegner. Patt Situation, wenn keiner etwas tut geht es in die nächste KR.

2) Gegner verzögert und wartet auf Held. Held greift an und trifft nicht. Gegner sagt danach Umwandlung seiner PA in AT an und kann zwei Mal angreifen.

3) Gegner verzögert und wartet auf Held. Held greift an und trifft. Gegner muss parieren und kann jetzt noch ansagen ob er umwandeln will oder nicht.

4) Gegner greift direkt an und trifft nicht. Held sagt Umwandlung an da er keine PA verwenden musste und kann zwei Mal angreifen.

5) Gegner greift direkt an und trifft. Held muss nun sagen ob er den schlag parieren möchte oder umwandeln will.

OK, ich glaube ich verstehe: wenn ein Gegner mit höherer INI seine INI Hoheit nutzen möchte um direkt anzugreifen zieht er statistisch den kürzeren.

Das System bevorzugt somit den Verteidiger, welcher abwarten kann bis ein Gegner angreift. Ich habe auch das Gefühl, dass so die SF: Kampfgespür in dem Fall eigentlich gar keinen grossen Vorteil bringt...

Habt ihr eine Hausregel diesbezüglich?

Kurilauki
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Ungelesener Beitrag von Kurilauki » 20.08.2018 20:09

@urza2222, die Hausregeln scheint eher deine Gruppe zu haben, da deine Bespiele nicht den INI-Regeln entsprechen:
1) ist vmtl. korrekt
2) Der Gegner darf nicht mehr Umwandeln - Aufmerksamkeit erlaubt nur das Umwandelansagen bis zur eigenen INI-Phase zu verschieben (WdS 81), in INI-Phase 14 ist es dafür aber zu spät.
3) Der Gegner kann wie zuvor nicht mehr umwandeln, zusätzlich verliert er mit der eigenen Parade auch die verzögerte Aktion (ebd), es gäbe also auch gar nichts mehr umzuwandeln.
4) ist korrekt.
5) ist auch korrekt.

Das heißt, der Kämpfer mit niedrigerer INI wird vom System systematisch bevorteilt (warum auch immer), da einzig er auf Nichttreffer mit Unparierbaren reagieren kann (Fälle 3 und 4). Mit Kampfreflexe wird das Problem in vielen Fällen abgemildert (Fall 2 wird in vielen Fällen möglich und in Fall 5 kann der Gegner auf einen folgenden Nichttreffer des Helden reagieren, wenn die INI-Differenz nicht zu groß ist - wegen gleichbleibenden Falls 3 ist letzteres auch eher für den Gegner zu empfehlen als Fall 2 zu probieren).

urza2222
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Ungelesener Beitrag von urza2222 » 20.08.2018 20:16

Kurilauki hat geschrieben:
20.08.2018 20:09
(...) da deine Bespiele nicht den INI-Regeln entsprechen:
Regel stelle Gefunden
Seite81 hat geschrieben:Ein Kämpfer, der die Sonderfertigkeit Aufmerksamkeit besitzt, kann mit der Ankundigung einer Umwandlung bis zu seiner Initiativphase (also seinem erstmöglichen Angriffszeitpunkt) warten.
Ich war unter der Annahme, dass man gemäss Aufmerksamkeit bis zu seiner ersten Aktion warten muss:
Aufmerksamkeit(Seite73) hat geschrieben:Außerdem muss er nicht zu Beginn einer Kampfrunde ankündigen, ob er eine Angriffsaktion in eine Abwehraktion umwandeln will oder umgekehrt, sondern erst unmittelbar bevor er seine erste eigene Angriffs- oder Abwehraktion in dieser Kampfrunde ausführt.
Aber vielen Dank für den Hinweis! Werden wir das nächste Mal so beachten.
Kurilauki hat geschrieben:
20.08.2018 20:09
Das heißt, der Kämpfer mit niedrigerer INI wird vom System systematisch bevorteilt (warum auch immer), da einzig er auf Nichttreffer mit Unparierbaren reagieren kann (Fälle 3 und 4).
Es wurde bereits angedeutet das dies oft gehausregelt wird. Gibt es an der Stelle Bsp. für solche?

Shandrahel
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Ungelesener Beitrag von Shandrahel » 20.08.2018 20:26

Das man mit der eigenen Parade seine in der gleichen KR verzögerte Aktion verliert ist mindestens strittig. Meine Interpretation der Regelstelle wäre eher das eine aus einer vorherigen KR verzögerte Handlung verloren geht. War der Thread in dem das letztens vorkam hier oder auf dem Spalter?

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 20.08.2018 20:29

Eigentlich müssen ja alle Kämpfer erst ansagen, was sie tun - der mit der niedrigen Ini zuerst - und danach werden die Aktionen in Reihenfolge der Ini nach abgehandelt. Ich kenne aber niemanden, der tatsächlich so spielt. Sobald alle Aufmerksamkeit haben, spielen ja vorherige Ansagen eh keine Rolle mehr, jeder kann sich in seiner Initiativphase (um-)entscheiden. Insofern scheint mir das schon die verbreitetste Hausregel zu dem Thema zu sein: Dieses Ansagen der Kampfhandlungen zu Beginn der KR weg zu lassen, selbst wenn ein, zwei Kampfteilnehmer keine Aufmerksamkeit haben... keiner hat Lust auf diesen Aufwand und viele wissen glaube gar nicht, dass man das tun müsste oder vergessen es halt oft.
Diese Hausregel gibt aber Leuten mit Ini-Hoheit nicht ihren verdienten Bonus, sondern verstärkt im Gegenteil das Problem, dass wer später dran ist, besser reagieren kann. :/

Was für Hausregeln werden denn von euch genutzt, um Ini-Hoheit zu stärken?


@Shandrahel, das Thema kam auf jeden Fall auch in meinem Thread hier zu Parierwaffen auf. :) Ich denke auch, dass man da wohl zwischen Abwarten innerhalb einer KR und Verzögern in die nächste KR unterscheiden muss. Sonst wäre Abwarten innerhalb einer KR völlig sinnlos.
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Ungelesener Beitrag von urza2222 » 20.08.2018 21:10

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
20.08.2018 20:29
Eigentlich müssen ja alle Kämpfer erst ansagen, was sie tun - der mit der niedrigen Ini zuerst (...)
Stimmt, habe ich auch vergessen. Finde ich aber eigentlich eine schöne Idee fürs Rollenspiel. So sieht man wie sich jeder den Kampf vor dem geistigen Auge vorstellt und entsprechend auf Änderungen reagieren muss.

Werde ich vorschlagen wieder einzuführen, unabhängig von den Sonderfertigkeiten :)

Kurilauki
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Ungelesener Beitrag von Kurilauki » 20.08.2018 21:39

Ich denke, Shandrahels "Interpretation" dürfte die verbreitetste Hausregel dazu sein, in einer meiner Runden benutzen wir das auch so, allerdings führt das zu einem häufigen Gebrauch des Verzögerns, was (gerade in Verbindung mit der umgekehrten Ansagereihenfolge) aber recht umständlich wird (und die INI-Liste auch im gewissen Sinne obsolet macht), wirklich benutzbare Regeln dazu kenne ich leider nicht.

Vasall
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Ausweichen & Kampfreflexe

Ungelesener Beitrag von Vasall » 20.08.2018 22:49

Deswegen haben wir die zweite Aktion komplett gestrichen.
Wer zuerst Angreift, zwingt den anderen zu parieren und nimmt dem Gegner so die Möglichkeit selbst anzugreifen.
Verzögern ist bei uns zwar dennoch möglich, aber zuerst zuzuhauen wird so zu dem starken Vorteil der es sein sollte, und den man nicht so ohne weiteres aus der Hand gibt.

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