DSA4 Das Aranische Feldheer

Von A wie Attacke bis Z wie Zeughaus: Alles über Schlachten, Scharmützel und den Waffengang.
Jadoran
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Das Aranische Feldheer

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 21.06.2018 21:36

Ich widme mich gerade dem aranischen Befreiungsfeldzug gegen Anchopal im Rahmen von Schleierfall. Und das "stehende aranische Heer" scheint mir einfach keinen Sin zu machen.

In Palmyramis ist ein "Regiment" leichter Reiter stationiert. Macht ja noch Sinn gegen die Ferkina.
In Zorgan stehen die Eisernen Tiger - Stangenwaffenkämpfer. Das ist ja ganz gut für die Frontlinie, aber ohne Schützen und flankierende Reiterei wertlos.
Ein Regiment Schwere Schlachtreiter der Skorpiongarde sind "im Aufbau"
Die Knappen des Königs sind die Leibgarde des Königs - also eigentlich nicht für die Schlachtlinie gedacht sondern Reserve und Palastgarde.
Das gibt es die nebachotischen Streitwagen. Gut gegen leichte oder undisziplinierte Infanterie auf offenem Feld.
und dann gibt es da noch das Heer der Gerechten, aber das scheint vornehmlich eher leichtes, undiszpliniertes und ncoh recht ungeordnetes Fussvolk und ein paar leichte Reiter zu sein.

Zum Adelsaufgebot steht nichts. (Ich setze mal / nehme an, dass das über die Sultanas läuft)
Von einer Organisation eines "Generalstabs", einer Admiralität, Belagerungsingenieuren, dem Einbezug magischer Ressourcen (vorangig wohl Hexen und Illusionisten) ist mir nichts bekannt.

Ich weiss, dass DSA eigentlich trotz aller Kriege und Bürgerkriege nicht für zur Abbildung von Feldzügen gedacht ist, aber ich würde gerne eine einigermassen glaubhafte Streitmacht abbilden. Und zwar vor allem in Bezug auf Organisation und Waffenmix. (Über die Kopfzahlen brauchen wir nicht streiten.) Die Aranier sind ja leidvoll kampferfahren, auch wenn in der Spielhilfe die meisten Belis und Sultanas von den Beschreibungen und Werten her nicht als militärische Anführer taugen.

Gibt es da abseits von "Land der ersten Sonne" und "Schleierfall", die mir da schlichtweg nicht weiter helfen, gute Anregungen?

Von den Waffengattungenher:
  • Streitwagen (Lenker, Speerträger und Bogenschütze) und schwere Schlachtreiter (mit Spiegelpanzer, Dschadra, Säbel und Rundschild - nicht die MR-Version) erfüllen denselben Zweck: Das Aufbrechen der feindlichen Hauptlinie in der Schlacht auf ebenem Gelände.
  • Schwere Infanterie bildet eigentlich immer die Hauptlinie. Hält viel aus, teilt viel aus, ist aber nicht besonders beweglich.
  • Leichte Infantrie ist gut zum flankieren und für Scharmützel in unübersichtlichem Gelände, hat aber selten die Kraft, disziplinierte Formationen aufzubrechen
  • Schützen richten viel Schaden an, sind aber sehr verwundbar. In Aranien sind wohl die meisten Schützen (Kurz/Komposit-)Bogenschützen. (?)
  • Leichte Reiterei braucht man als Flankendeckung, zum Aufklären, zum Stören und Aufwischen, aber auch sie sind selten in der Lage, die Hauptlinie frontal zu brechen. Da sind sicher auch viele berittene Bogenschützen dabei.
  • Geschütze sind in Aventurien Belagerungsgeräte - in der Schlacht allenfalls in langgezogenen Verteidigungsgefechten einsetzbar.
Ein feldtaugliches Heer braucht eigentlich einen Mix von alledem, und die Aranier sollten genau wie ihre Nachbarn genug davon verstehen, um ihr Heerwesen einigermassen effizient zu organisieren.
Da Aranien an mindestens drei Fronten Feinde hat (Gorien, Komturei, Ferkinas), müßten seine Streitkräfte eigentlich auch "multipolar" organisiert sein - es also über die Keimzellen dreier Heere verfügen.

Wie seht ihr das?

:edit: Typos
Zuletzt geändert von Jadoran am 21.06.2018 22:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 21.06.2018 21:47

In Aranien gibt es laut AvAr Kompositbögen.

Darjin
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 21.06.2018 22:13

Aranien hat in letzter Zeit ja viele Regimenter verloren -wie eigentlich alle stehenden Heere. Im MR wurde das durch die Waffenfolge abgelöst. In Aranien ist es afaik ähnlich, ohne dass ich da jetzt konkrete Quellen zu habe. Aber bei der Schlacht um Zorgan (gegen Oron oder war es Haffax?) kam beispielsweise der entscheidene Schlag von den recht spontan erschienen Baburen/Nebachoten - also einem Reiterheer fern der eigentlichen zentralstaatlichen Macht. Ähnliches würde ich auch von den anderen aranischen Stämmen erwarten. https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Schlacht_von_Zorgan

Zu Bedenken möchte ich außerdem geben, dass die Temperaturen in Aranien und gerade in Richtung Gorien liegenden Regionen, deutlich oberhalb der im Mittelreich üblichen Temperaturen liegt. Entsprechend wird man wahrscheinlich insgesamt deutlich leichter gerüstet sein als Mittelreichische Verbände. Also zum einen die individuelle Ausrüstung (Spiegelpanzer ist immer noch etwas leichter als Garether Platte), zum anderen aber auch kleinerer Anteil der schweren Einheiten.

Komturei dürfte weitestgehend von der Flotte getragen werden - afaik 12 Flottillen jeweils um eine große Trireme herum organisiert. Efferdswogen liefert da mehr.

edit: wikilink hinzugefuegt
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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 21.06.2018 22:43

Darjin hat geschrieben:
21.06.2018 22:13
Zu Bedenken möchte ich außerdem geben, dass die Temperaturen in Aranien und gerade in Richtung Gorien liegenden Regionen, deutlich oberhalb der im Mittelreich üblichen Temperaturen liegt. Entsprechend wird man wahrscheinlich insgesamt deutlich leichter gerüstet sein als Mittelreichische Verbände.
Mhhh... https://de.wikipedia.org/wiki/Kataphrakt

Ansonsten kann man immer beim Vorbild klauen, auch um Aranien zum Mittelreich abzugrenzen, also mal in Richtung Persien und Indien schielen.

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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 21.06.2018 23:00

Glaube dass der größte Teil des Aranischen Heeres aus einem Adelsaufgebot ähnlich dem des MR besteht, ist ja noch nicht so lange unabhängig. Die Zorganer und Palmyrabader Regimenter wären quasi letzte Überbleibsel des Retoschen Heeres. Aranien ist relativ wohlhabend, d.h. der Anteil berittener dürfte etwas höher liegen. Würde vor allem auf berittene Schützen setzen.

Für einen Zug gegen Anchopal würde ich auch brilliantzwergische Belagerungsspezialisten aus dem Rashtulswall, einige Magier aus Khunchom und zwei, drei Söldnerregimenter aus Fasar anwerben. Und natürlich die Rondrakirche in Barburin anfragen, es geht ja um den Schutz/Entsatz eines Peraineheiligtums vor den Ungläubigen.

An Exoten gab es glaube ich auch aranische Straußenreiter (aus der Nähe von Samra, das ja bis vor nicht allzulanger Zeit auch zu Aranien gehörte)... weiß aber nicht ob das noch aktuell ist.

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 21.06.2018 23:22

Für einen vollen Krieg gegen Gorien machen Fasarer Söldnerbanner absolut Sinn, aber gegen Anchopal kommt es wohl vor allem auf ein taktisch überraschendes Zuschlagen an. Man will ja verhindern, das Maruban bei seinem Vater oder Brüdern um verstärkung nachsucht. Das Anheuern eines Söldnerheeres in Fasar (und sein Marsch nach Aranien) dürfte Hasrabal nicht verborgen bleiben, und der Konflikt dann nicht mehr lokal bleiben.

Meinst Du nicht, dass man eher auf die Ilusionisten Zorgans zurückgreift, die man "billiger" (sofern bei Magiern dieser Terminus angebracht ist) haben kann, als die geldgeilen Artefaktbauer aus Khunchom? Illusion ist mit Hinsicht auf die fürs Kriegsglück so wichtige Aufklärung eine mächtige Waffe, fast mehr als ein Duplicatus auf ein ein paar Kämpfer.

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Ungelesener Beitrag von Vasall » 21.06.2018 23:48

Meines Wissens läuft das in Aranien tatsächlich ähnlich wie in Persien, mit ner Mischung aus Garde- und Feudaltruppen.

Jedes Sultanat stellt ein Regiment für das Feldherr auf, deren Kämpfer werden dann zu taktisch abgestimmten Verbänden zusammengefasst.

Also 5 Regimenter. Daraus gebildet jeweils ein Waffenmix - Schweres Fußvolk, viel leichte Reiterei/berittene Schützen, Panzerreiter

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 21.06.2018 23:57

Ein feldtaugliches Heer braucht eigentlich einen Mix von alledem, und die Aranier sollten genau wie ihre Nachbarn genug davon verstehen, um ihr Heerwesen einigermassen effizient zu organisieren.
Da Aranien an mindestens drei Fronten Feinde hat (Gorien, Komturei, Ferkinas), müßten seine Streitkräfte eigentlich auch "multipolar" organisiert sein - es also über die Keimzellen dreier Heere verfügen.
Wegen Hasrabal sollten sie eigentlich auch auf Magieeinsatz vorbereitet sein und zumindest Gegenmaßnahmen gegen was auch immer der üblicherweise macht eingeplant haben. (Wenn sie gut sind, auch gegen alles was die Oronis und Haffaxianer regelmäßig gemacht haben. Wenn sie richtig gut sind, auch irgendwas, womit man in die Initiative gehen kann.)

Gerade auf einem Kriegszug, um ein Heiligtum zu befreien, sollte es eigentlich machbar sein, etliche Geweihte zum Mitkommen zu bewegen, und nicht nur Rondrianer. Ich bin da eigentlich ein Fan von, aber ich bin auch Schwarz-Tobrien-geschädigt, wo man ohne magisches oder geweihtes Wasser-Entdämonisieren eigentlich nicht hätte voran kommen sollen. Das wird in Aranien nicht das Hauptproblem sein, aber Efferdmirakler in südaranischen Trockengebieten (oder Ferkina-Regentänzer?), peraine- oder tsageweihte Heiler, die auch auf Hygiene im Lager mit achten (falls man mit sowas spielen mag), meinetwegen rahjageweihte Pferdetierärzte, und Boronis die nach der Schlacht aufräumen, das finde ich alles bedenkenswert zum Mitnehmen, wenn möglich.
(Rondrianer dagegen würde ich persönlich lieber zu Hause lassen, aber die wollen ja immer mit. :wink: )

Ferkinas bilden normal keine Heere, sondern eher kleine Räuberbanden. Von daher besteht nicht unbedingt ein Zwang, gegen die ein stehendes Heer oder eines in Bereitschaft zu haben, sondern da müssen sich im Zweifel die Beyroune mit jeweils einem kleinen Aufgebot drum kümmern, wenn mal wieder 2W6 Ferkinas meinen, sie könnten ungehindert Vieh und Frauen klauen. So wie im Mittelreich mit Goblinbanden.

Apropos Ferkinas: Im Prinzip kann man auch bei denen Söldner werben. Hat Oron ja auch gemacht. Kontakt kann man über die Kor- oder Rahja-Kirche in Fasar knüpfen wenn man noch keinen hat, die sind da beide verbandelt. Man wird da am ehesten leichte Reiterei bekommen, die aber noch lieber abgesessen als Bogenschützen kämpfen, soweit ich weiß.

In Fasar sitzen die "Tulamidischen Reiter", 1000 Mann Reiter mit Dschadra als Hauptwaffe und Ehrenkodex. An sich sollte die Stadt auch Söldner zu Fuß haben, die bei diversen Fraktionen innerhalb der Stadt anheuern und auch mal in den Kleinkriegen der Dorfstaaten in der Gegend, aber dazu ist mW nichts publiziert.
Khunchom hat im "Haus des Kodex" mehrere Söldnerregimenter, vermutlich zu Fuß. Mehr weiß ich darüber nicht.
Als bekannte tulamidische Söldnerorganisation wären sonst noch die "Löwen von Thalusa", die sich auch nach auswärts anwerben lassen wenn ich mich recht erinnere. Das sind eher Gardisten/Leibwächter.

LDES hat unter den Professionsvarianten den "Aranischen Sippenkrieger". Nicht das gleiche wie der mittelreichische Waffentreue, aber vielleicht in ähnlicher Rolle: eine Kategorie von häufigen, nicht sehr hochgezüchteten Kämpfern, die Heeren Masse geben können. Die Sippenkrieger können so wie ich das sehe sowohl Schützen als auch Lanzenreiter oder Wagenfahrer werden, aber auch mit dem Säbel kämpfen.

Ist denn eine Feldschlacht eingeplant, oder gehts direkt in die Belagerung?

Edit: Eine selten beachtete mögliche Waffengattung, wo schon Zwerge im Raum standen, wäre die "Fledermaus" oder Bola, in Aventurien eine zwergische Jagdwaffe. In der Pampa Südamerikas dient/e sie dazu, galoppierende Großtiere zu Fall zu bringen. Einige Archäologen vermuten, die Neandertaler hätten sie zur Jagd auf Wildpferde, Rentiere und sowas verwendet; genau dafür taugt sie. Wer seinen Kara ben Yngerimm gelesen hat, könnte auf die Idee kommen, sowas mal gegen Kavallerie des Gegners auszuprobieren.
Na'rat hat geschrieben:
21.06.2018 22:43
Ansonsten kann man immer beim Vorbild klauen, auch um Aranien zum Mittelreich abzugrenzen, also mal in Richtung Persien und Indien schielen.
Da fehlen allerdings die Elefanten.
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 22.06.2018 00:46

Kriegs-Elefanten gibt es in Khunchom.... ob der Fürst von Khunchom allerdings erfreut ist, wenn man dem Drittlieblingssohn seines Lieblingsschwiegerpapas das gerade erst frisch tapezierte Eigenheim streitig macht sei mal dahin gestellt....

Übrigens ist neben den Golemiden und den Rashduler Reitern und den Beni Avad eine nicht zu verachtende Komponente von Hasris Macht seine Spione (nicht unbedingt nur Informanten) und Meuchler - sollte man im Hinterkopf haben, wenn man sich mit zu vielen 'Freunden' zusammen tut um etwas zu tun, was Hasri nicht gefallen könnte....
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 08:42

Hasrabals und Marubans Spione bekommen bei meiner Umarbeitung von Schleierfall auch ordentlich Berücksichtigung - sowohl in Khunchom wie auch in Zorgan. Wobei Spione und Verräter es bei Königin "Eleonora" natürlich extrem schwer haben - Eine Hexe, die Blick in die Gedanken im Endlevel hat, und von der "jeder weiss", dass sie keine Hexe ist... am Hof von Zorgan gibt es bei mir keiner unerkannten Spione, die nicht "gefüttert" werden oder "umgedreht" wurden. In der Stadt sieht es natürlich anders aus.

Elefanten sind zwar stylisch, aber a) hat Aranien kanonisch keine, b) haben sie bereits schwere Schlachtreiter und Streitwagen, die taktisch denselben Zweck erfüllen (auf dem Schachtfeld Zentrum des Gegners brechen), und c) sind sie für die Erstürmung einer Stadt völlig ungeeignet.

Geplant von Arkos, also "Eleonora", ist ein schneller Vorstoß mit Reiterscharmützeln, der Maruban taktisch überascht und zwingt, die Stadt zu ehrenvollen Bedingungen zu übergeben und Aranien tributpflichtig zu werden. Das ist auch das von mir - mit dem damaligen/derzeitigen Kanon vereinbare - Ergebnis, das die Helden, die da Generalstab spielen sollen - erzielen "wolllen sollen". Maruban und "die Novadis" zu vertreiben ist nicht geplant, weil man keinen All-out-Krieg gegen Hasrabal will. (Bei mir ist Lady D. kein Depp). Ausserdem soll Anchopal ja nicht brennen...

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BenjaminK
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Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 22.06.2018 09:02

Mach doch genau daraus das Feature. Die müssen ja nicht organisiert sein, wie ein mittelreichisches Heer, nur in fancy Indian Dresses und Schuppenpanzer-Kataphrakte statt Plattenrüstung-Ritter.

Streitwagen ist so ein bisschen ein Hingucker, so eine Art Spezialität. Kannst du die nicht zu multirole ausbauen? Dann ist der Anteil relativ hoch, 2 Pferde für 3 Menschen; Bogenschütze, Fahrer, Plänkler. Damit hast du dann zum einen den aufgesessenen Bogenschützen, den leicht verlegbaren Infanteristen und eine Kriegsmaschine mit Wucht, um Formationen aufzubrechen.

Du könntest ihnen damit - im Gegensatz zum MR - eine sta.rk erhöhte Mobilität andichten, weswegen auf traditionelle Aufteilung verzichtet wird. Der Schütze wird auf den Hügel gefahren, steht dann aber nicht verwundbar herum. Der Plänkler taucht auch an der Seite auf, die gerade verwundbar ist.
Für die Linie im Zentrum, als ordnendes Element, gibt es dann vielleicht die schwere Infanterie, die aber eigentlich alle im Hintergrund für Mensch und Material zur Verlegung auch ein Pferd haben.
Leitet gerade;
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Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 10:06

Streitwagen sind keine APC's. Auf sehr hügeligem oder weichem Gelände, oder gar gegen Befestigungen, sind sie genau so wertlos wie Schlachtreiter oder Kriegselefanten. Mit geschulter Besatzung und auf entsprechender Geographie sind sie sehr wirksam zum Aubrechen der feindlichen Schlachtlinie - deswegen und genau dafür hat man sie auch lange benutzt, denn der Praxistest im Krieg ist unerbittlich.
Aber das ist auch das geringste Problem. Ich muss Streitwagen nicht cooler oder nützlicher machen, als sie sind, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Helden von Schleierfall damit selber herumkurven, schätze ich auf eine niedrige einstellige %-Zahl ein. Und Maruban hat sowieso keine. (Für Reiterscharmützel hingegen habe ich Szenarien vorbereitet)

Vasall
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Ungelesener Beitrag von Vasall » 22.06.2018 10:19

Da muss ich widersprechen Jadoran. Streitwagen sind zu anfällig gegen Beschuss und zu unflexibel und raumgreifend im Gelände. Man hat sie daher nur solange genutzt bis es genügend Ausdauernde und starke Kriegsrösser gab, die einen gepanzerten Mann plus Rossharnisch tragen konnten. Durch viele gepanzerte Pferde und Reiter Knie an knie, verdichtet sich die Kampfkraft im Keil enorm und der Sturmangriff wird entscheiden.
Streitwagen dienen tatsächlich am besten dazu den Promachus und Hilfskämpfer schnell über das Schlachtfeld zu transportieren. Sturmangriff ist nicht ihre stärke. Sieht man z.B. in der Iljas ganz toll beschrieben.
Ich würde Deinen Helden Streitwagen geben, so dass sie wie Hektor und co in der Iljas an jedem beliebigen Hotspot der Schlacht auftauchen können. Das Aranische Heer ist hochmobil, verfügt über super Aufklärung und hat nur wenige Ränge in dichter Formation. Und auch zwischen den einzelnen Schlachtreihen der schweren Infanterie sollte immer genug Platz sein für die Bewegung der leichten Reiter und Streitwagen.

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 10:24

Ich stütze mich da eher auf den persischen und chinesischen Kampfwagen - nicht auf die Heldentransportkutsche aus der Ilias oder von den Kelten, die in erster LInie dafür sorgen sollten, dass schwer gepanzerte "Hauptkämpfer" ausgeruht in den Kampf gingen. Gerade bei den Chinesen ist der Einsatzzweck - und Erfolg! - sehr gut dokumentiert.

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Ungelesener Beitrag von Vasall » 22.06.2018 10:46

Oh ich wollte nicht sagen, dass der Streitwagen garnicht zum Sturm genutzt werden sollte. Im Gegenteil zur Verfolgung oder in Kombination mit leichter Kavallerie/Infanterie setzt der Wagen im Sturm durchaus Schwerpunkte. Auch wenn die gegnerische Phalanx nur aufgelockert steht kannd er Streitwagen einbrechen, keine Frage.

Aber man darf sich das nicht wie den massiven Sturmangriff von Rittern oder Kataphrakten vorstellen.
Der Streitwagenangriff bei Sturm und Verfolgung ist immernoch eine auf Mobilität und überwiegend Fernwaffen setzende Form der Gefechtsführung, und fügt sich daher gut ins Aranische Heer ein.

Aber Du hast da ja selbst super passende Vorstellungen. :6F:

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 12:54

Abseits vom Waffentechnischen: Normalerweise müssten die Sultanas und Belis ja ihre Aufgebote persönlich in den Kampf führen.

Jashild macht das sicher mit Begeisterung für Elburum.
Rashpatana wird sicher Rashpatane schicken, die zwar keine Kriegerin ist, aber wenigstens reiten und organisieren kann.
Die Gorische Sultana ist ohnehin nicht zuverlässig im dem Sinne, dass sie Krieg grässlich findet, keine Soldaten hat und ihr Hof von Spionen durchsiebt ist.
Für Zorgan müßte eine Nachfolgerin von Belizath her (weil die zum Zeitpunkt des Feldzuges nicht mehr da :devil: ist. Welcher kanonische NSC würde da taugen, um von "Eleonora" ernannt zu werden, wenn sie keine Schleierverschwörerin nehmen will?
Die Baburier werden sicher von ihrem Sultan geführt, Assad hat sicher eine Entschuldigung von Mama, so wie er bisher aufgetreten ist.

Wie sieht es mit den meisten Belis aus? Im Schitt werden die selten als "kampftauglich" beschrieben. Jashild ist da die große Ausnahme.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 22.06.2018 12:58

Jadoran hat geschrieben:
22.06.2018 08:42
Elefanten sind zwar stylisch, aber a) hat Aranien kanonisch keine, b) haben sie bereits schwere Schlachtreiter und Streitwagen, die taktisch denselben Zweck erfüllen (auf dem Schachtfeld Zentrum des Gegners brechen), und c) sind sie für die Erstürmung einer Stadt völlig ungeeignet.
Ich hab die Mistviecher nur erwähnt, weil Na'rat empfohlen hatte, sich am indischen Vorbild zu orientieren, und da wären sie ein Feature gewesen.

Beim Erstürmen einer Stadt sahen die alten Inder das angeblich anders (sagt Wikipedia): Viele indische Stadttore seien außen mit Stacheln oder langen Nägeln besetzt gewesen, damit Elefanten sie nicht eindrücken würden. (Entweder war der Rammbock noch nicht erfunden, oder indische Stadttore waren ein wenig dünn, wie es aussieht.)

Das mit dem taktischen Zweck in der Feldschlacht sehe ich ein bisschen anders. "Zentrum des Gegners brechen" - ja, wurde oft versucht, hat gegen disziplinierte Truppen (zB römische Legionen) aber selten bis gar nicht geklappt. Ich habe aber irgendwo mal gelesen, man habe sie auch gegen Kavallerie eingesetzt, weil Pferde, die nicht an Elefanten gewöhnt seien, leicht scheuen oder durchgehen würden wenn einer ankommt. Falls das so stimmen sollte, wäre das in einem Szenario mit viel Kavallerie, wo die Pferde definitiv nicht an Elefanten gewöhnt sind, schon interessant.
(Setzt aber voraus, dass man keinen fähigen Magier gegen sich hat, der da mit Panik oder Horriphobus gegen hält, sonst geht das schnell nach hinten los. Von einem Braggu ganz zu schweigen. In dem Fall würde ich die Elefanten lieber dem Proviant zuteilen.)

Schließlich und endlich: Die Viecher sind einfach hoch. Wenn der Feldherr obendrauf sitzt, hat er einen viel besseren Überblick übers Schlachtfeld als vom Boden aus. (Da geht natürlich auch ein fliegender Teppich für. Oder ein Karakil. Je nachdem was man so hat.)

Vielleicht sollte Herr Maruban zu diesem Zweck einen haben, oder W3. Im Khomkrieg hatten die Novadis ja auch auf einmal welche. Vielleicht betreiben sie erfolgreich eine Zucht seitdem? :P
Womöglich kriegt ihr daraus eine ergreifende heroische Szene für eine Amazone mit einem Goblin vorn im Sattel. ("Nach liiiinks!") :)
Geplant von Arkos, also "Eleonora", ist ein schneller Vorstoß mit Reiterscharmützeln, der Maruban taktisch überascht und zwingt, die Stadt zu ehrenvollen Bedingungen zu übergeben und Aranien tributpflichtig zu werden.
Ich habe gerade die Beschreibung von Anchopal gelesen, und da steht etwas von einem Aquädukt. Blöderweise nicht, wo das Wasser herkommt. Klingt so, also müssten die sich ergeben, sobald es ein Heer vor die Stadt schafft, weil sie eine Belagerung eh nicht aushalten würden, da man ihnen das Wasser kappen kann.
Also müsst ihr eure Truppen nur irgendwie vor die Stadt bekommen?

Am schönsten wäre natürlich, wenn Maruban viel zu spät merken würde, dass da überhaupt wer anrückt. Andererseits müsste er chronisch damit rechnen und sich irgendwas überlegt haben.

Ich hab mich ja gestern schon gescheut, Krähenfüße/Fußangeln zu erwähnen, unter pferdebgeisterten Tulamiden, aber inzwischen sind mir Igel- und Schusskaktus als "biologische Variante" eingefallen. Die wachsen da von Natur aus, und als Ortsansässiger mit ein paar Gärtnern, oder einem Humusdschinn, könnte man da wohl auch ein bisschen nachhelfen. Auf einem steinigen Schlachtfeld mit etwas Gras und Kräutern dazwischen müssen die nicht gut zu sehen sein, wenn man nicht gezielt drauf achtet bzw das Feld vorher erkundet. (Jetzt mal völlig abgesehen von Illusionsmagie, das kann man gegen Zorganer sicherlich vergessen.)
"Huch, warum verlegt denn der Maruban auf einmal alle Reiter auf den linken Flügel?" Der weiß, dass man auf dem rechten eh nicht durchkommt.

Im Prinzip könnte dort auch Messergras wachsen, soweit ich weiß. Das ist höher und daher kaum zu übersehen, würde aber als Barriere/Palisadenersatz taugen.

Zu welcher Jahreszeit spielt das eigentlich? Von wegen Regen-/Trockenzeit.

Edit:
Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
21.06.2018 23:00
An Exoten gab es glaube ich auch aranische Straußenreiter (aus der Nähe von Samra, das ja bis vor nicht allzulanger Zeit auch zu Aranien gehörte)... weiß aber nicht ob das noch aktuell ist.
LDES sagt zu Straußen nur, dass Jugendliche auf Straußen Wettbewerbe im Lanzenreiten austragen, und dass man Strauße vor leichte Kutschen spannt. Einen erwachsenen Menschen trägt ein Strauß mW nicht.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 13:10

Gute Hinweise!

Mit den Stadttoren und Mauern kann stimmen, wenn die nur aus Lehm/Holz sind. Ich hab da immer die gute mittelalterliche Steinbefestigung vor Augen, aber im Süden kann das durchaus Sinn machen.Und für Maruban und Arkohs wäre durchaus ein Elefant drin, soviel Show darf sein.

Maruban rechnet sicher mit einem aranischen Feldzug, aber er weiss halt nicht genau, wann und mit welchem Ziel. Wenn er Papa/Brüder um Hilfe ruft, verliert er Ansehen und Macht. Eine Mobilmachung dauert und läßt sich nicht lange aufrecht erhalten. Am liebsten würde er das selbst schaffen. Eine diplomatisch verbrämte Tributzahlung an Arkos ist politisch weniger "teuer", als Papa um Hilfe zu rufen.

Jahrzeitlich nach der ersten oder zweiten Ernte, würde ich sagen... beide Herrscherpaare sind zivilisierte dun vernünftige Anführer, die halt Diplomatie mit anderen Mitteln fortsetzen, aber keiner will mit dem Krieg seine eigene Ernte ausfallen lassen. Aber die Helden werden da viel IEnfluss drauf haben, daher muss ichd as offen halten.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 22.06.2018 13:27

Jadoran hat geschrieben:
22.06.2018 13:10
Eine diplomatisch verbrämte Tributzahlung an Arkos ist politisch weniger "teuer", als Papa um Hilfe zu rufen.
Finde ich sehr schön so als Lösung, muss ich sagen. Sowas in der Art scheinen ja viele Städte in der Gegend zu machen: Man erklärt sich formal zum Vasall von XY und zahlt ein bisschen Schutzgeld, nötigenfalls auch bei zwei Herren parallel, und lebt ansonsten so vor sich hin. "Du bist König und ich hab Ruhe".

Wegen der Jahreszeit: Es geht ja um ein Trockengebiet. Allerdings habe ich jetzt nicht nachgemessen, wie weit der Anmarschweg durch richtig trockenes Land ist.
In der Trockenzeit könnte man Messergras gegebenenfalls abbrennen; in der Regenzeit und kurz danach nicht. Dafür müsste man in der Trockenzeit bei weiteren Märschen/Ritten eventuell Pferdefutter mitnehmen, weil kein frisches Gras da ist, und müsste stärker auf die Wasserversorgung achten.

Edit: (Es sei denn, es passiert gerade etwas Außergewöhnliches, wie ausgefallene Regenzeit, oder das Regenwunder speziell für Alriksandra die Große oder sowas.)

Wenn die Helden in der Trockenzeit los wollen, und Maruban kann sie ein Stück vor Anchopal blocken, wo es im Ödland so richtig trocken ist und weit und breit kein Wasserloch, haben sie ein Problem, würde ich sagen. Selbst wenn er sie da nur ein oder zwei Tage aufhalten könnte. Vielleicht müssten sie sich eilig zur Schlacht stellen, auch wenn ihnen das Gelände, das er sich dafür ausgesucht hat, eigentlich nicht gefällt.

Wie gesagt, der müsste ja eigentlich seit einiger Zeit überlegen: "Was mache ich, wenn sie von da und da kommen?", auch unter Berücksichtigung zumindest der wahrscheinlichsten Jahreszeit, und sich das Gelände daraufhin angeguckt haben, wo was geht.

Edit: Er könnte natürlich auch unfähig sein und den Job nur wegen seines treudoofen Dackelblicks gekriegt haben. Sowas muss es auch geben.
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Andwari
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Das Aranische Feldheer

Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.06.2018 15:07

Aranien ist ständig unterbewertet - da fehlen im Vergleich zur Leistungsfähigkeit anderer Staaten einfach eine handvoll Regimenter bzw. die Erklärung, dass man halt soundsoviele auf die Feudal-Schiene mobilisieren kann. Aranien hat 700000 Einwohner, ist damit 3½ mal so groß wie Hasrabals Reich. 12 Jahre nach dem 35-Tage-Krieg (35 Tage, uiuiui, das ist vllt. die Zahl der Tage seit 30 Jahren, die im MR nicht irgendwas gewaltig kaputt ging oder nenneswert Militär aktiv war) müssten die eigentlich glänzend dastehen - weil 99% der Aranier haben nicht gekämpft, sondern unbeeindruckt ihre Ernte in ihrem eher begünstigten Land eingefahren. Wenn da keine Militärs aus der Schlacht zurückkommen, ist Interesse und Mittel da, die in W6 Jahren ordentlich ersetzt zu haben.

Wenn man völlig unabhängig von Basisdaten irgendwas an "Geschichte" plottet und dann einfach mal nix mehr schreibt ... wie soll das konsistent funktionieren? Im Vergleich zum Mittelreich war in Aranien die letzten 40 Jahre echt wenig los.

Soll Aranien offensiv werden oder geht es nur darum, weitere Agressionen Hasrabals auszusitzen, bis der Alte natürlich abtritt und seine Kinder sich gegenseitig zerfleischen? Gibt es da strategisch wirklich nix Wichtigeres als sich in offenem Gelände um Anchopal oder Nasir Malkid zu balgen? Säße ich als Militär in Zorgan, mir wäre Chalukand viel wichtiger, das ist so wie es ist immer nervig, weil es die Optionen meiner Gegner massiv ausweitet.
Zuletzt geändert von Andwari am 22.06.2018 15:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 22.06.2018 15:15

Besitzt Hasrabal eigentlich überhaupt über nennenswerte Truppen?
Soweit ich weiß doch nur die Krieger seines Stammes, der größte Teil ist noch viel zu frisch erobert um jetzt nennenswerte Truppe zu stellen und Hasrabal setzt eh überwiegend auf Golems.
Also sollte man nur etwas gegen die Kavallerie der Beni Arvad (oder wie sein Stamm heißt) besitzen und natürlich die Truppen welche gegen Golems antreten können und nicht sofort fliehen (also Gardetruppen). Ansonsten braucht man nur Belagerungsgerät und genügend Sturmtruppen.
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Ungelesener Beitrag von Darjin » 22.06.2018 15:30

https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Beni_Avad
https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Sandwölfe (mit 1500 deutlich größer als die Reste der tulamidischen Reiter aus Fasar)
+ Rashduler Reiter als Garde in Rashdul

Außerdem würde ich ihm eher als Aranien zugestehen, weitere Söldner aus der Region anzuwerben (Khunchom, Thalusa und weitestgehend auch Fasar würden es sich eher mit Aranien als mit Rashdul/Kalifat verderben wollen).

Ja, Aranien ist als Militärmacht notorisch unterbewertet und theoretisch nominell stärker als Hasri - aber auf der Ebene hat imho keiner ein Interesse es wirklich auszufechten - zwei/drei Ebenen tiefer wird man relativ gleichwertige Kontrahenten sein und die Ideen/Initiativen von Einzelpersonen können viel mehr zum Ausgang beitragen.
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 15:41

@AngeliAter: Der Feldzug gegen Anchopal zur Befreiung der heiligen Stätten aus den Klauend er UNgläubigen ist Teil von Schleierfall, und kanonisch darf er nicht mit einen Verlust der Herrschaft Marubans über Anchopal enden. Ich schreibe das Abenteuer um (also eigentlich neu, wobei einige Ideen darin mir wirklich gefallen und ich sie aufgreife), aber am Ende muss halt - wenn es eine Alternative sein soll - in den wichtigsten Punkten Kanon heraus kommen. (Aus meinerm persönlichen Blickwinkel müsste es Hasrabal eigentlich völlig unmöglich sein, Anchopal zu halten, weil das völlig exponiert an einem Schlauch, weit entfernt von seinen Kerngebieten liegt... aber egal. Die Schnittstellen zum Abenteuer möchte ich offen halten, also dürfen die Aranier Maruban nicht absetzen.

Das Aquädukt kann man sicher unterbrechen - dann ist ganz schnell der Druck für eine diplomatische Lösung da. Wenn er nciht "verortet" ist, dann werde ich ihn mir einfach anhand der Geographie lokalisieren, Wasser fließt ja nur mit ein paar Tricks nach oben...

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Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.06.2018 15:45

@Darjin Wenn ein Mhaharan in Zorgan jedem Beyroun in seinem Land die Zusicherung geben kann "wenn die Kacke richtig dampft, kriegst Du Unterstützung" und dass auch die 30 Ferkinakämpfer von dem Stamm im Rashdulswall wissen ... dann hat man vmtl. allein dadurch schon mal sein Räuberproblem, Ferkinaproblem und die Übergriffe von motivierten Nachbar-Kleingruppen um die Hälfte reduziert. Alternativ geht so was natürlich auf Sultanats-Ebene.

Die meiste Zeit sitzen die 50 Bewaffneten der Beyrouna nämlich untätig rum - bei 100-200 Beyrounaten in Aranien kriegt man da mit 1-2 vollen, zentralen Regimentern und nur 30 vor Ort deutlich mehr an Sicherheit hin - wenn es irgendwo typischen Ärger gibt, darf man dann natürlich nicht nur 10 Leute schicken, sondern besser 100, die mit den Krawallmachern schnell und schmerzhaft aufräumen. Das schaffen die x-fach an wechselnden Orten.
Zuletzt geändert von Andwari am 22.06.2018 15:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 22.06.2018 15:45

Laut LDES hat Gorien 1.000 Stammeskrieger der Beni Avad (leichte Reiterei), 250 Söldner "Rashduler Reiter" (leichte Reiterei), 1500 "Sandwölfe"-Söldner (leichte Reiterei und berittenes Fußvolk).

In Anchopal sind neben Sandwölfen und einigen Gardisten-Stammeskriegern auch "Rote Wanderer" stationiert, die Reste der ehemaligen aranischen "Furchtlosen" - was immer das auch ist.

Edit: Die Sandwölfe haben häufig Zauberer dabei. Bei den Sandwölfen werden auch Frauen angeheuert, was ich nicht erwartet hätte. Offenbar muss Hasrabal nehmen was er kriegen kann.
In Anchopal sind auch einige Golemiden stationiert.

Im Prinzip müssten sie wie jeder andere auch die "Tulamidischen Reiter" aus Fasar anheuern können.

Stand LDES hätte also Hasrabal/Maruban an konventionellen Truppen weit überwiegend leichte Reiter und weder schwere Infanterie noch schwer gepanzerte Reiter noch Streitwagen. Aranien ist da deutlich breiter aufgestellt.

Wobei sich noch die Frage stellt, was genau man unter "Leichter Reiterei" zu verstehen hat. Sind das Schützen mit dem Reiterbogen, oder wollen die mit der Dschadra in den Nahkampf und können sich bloß keine Rüstung leisten?

@Andwari: Vielleicht sind die Aranier einfach nur so friedlich veranlagt? :)
Gibt es da strategisch wirklich nix Wichtigeres als sich in offenem Gelände um Anchopal oder Nasir Malkid zu balgen?
Das aventurienweit berühmte Preraineheiligtum zurückzuholen dürfte ein PRestigeprojekt sein. Außerdem nimmt Maruban angeblich exorbitanten Wegezoll von Pilgern, die dann vermutlich in Zorgan nörgeln, dass da mal wer was machen müsse.
Zuletzt geändert von chizuranjida am 23.06.2018 00:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Andwari » 22.06.2018 15:57

Die Beni Avad sind afaik nur wenige tausend Köpfe stark (wie andere Novadistämme auch), d.h. deren Qualität dürfte eher bei "motivierte Ziegenhirten" liegen und Nachschub ist da auch nicht einfach so gezeugt.

Ansonsten: Hasrabal kann sich offensichtlich eine deutlich höhere Militarisierung leisten als andere, obwohl er auch ganz überwiegend ordentliches aber nicht überragendes Kulturland Land sein eigen nennt - die Eroberungen jüngeren Datums stellen dabei ja sogar die eher fruchtbaren Ecken dar. Auch von Hasrabal hat man die letzten 12 Jahre nix an Aktion gesehen - zuvor hat er halt von verwirrenden Zuständen in den Jahren 1020-1022 profitiert und die letzte Eroberung ist Chalukand im Umfeld des 35-Tage-Krieges (d.h. die Gegner waren anderweitig beschäftigt und er steckt seine Grenzpfosten einige Meilen weiter).

Über Hasrabals Verwaltungsorganisation ist praktisch nix bekannt - eine 1-Magier-Show mit ein wenig Familie drumrum. Andere in ähnlicher Größe brauchen dafür drei Grafen, zwei Dutzend Barone und hundert Junker/Edle samt deren Gefolge um das zu organisieren.

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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 22.06.2018 16:33

Jadoran hat geschrieben:
22.06.2018 15:41
Das Aquädukt kann man sicher unterbrechen - dann ist ganz schnell der Druck für eine diplomatische Lösung da. Wenn er nciht "verortet" ist, dann werde ich ihn mir einfach anhand der Geographie lokalisieren, Wasser fließt ja nur mit ein paar Tricks nach oben...
Doch, auf der Anchopal-Karte ist das eingezeichnet. Kommt von Nord-Nordosten etwa, also ungefähr entlang der Straße aus Richtung Nasir Malkid/Zorgan. Da ist allerdings weit und breit kein Gewässer eingezeichnet. Auf einem Hügel westlich der Straße in der Nähe ist ein Wäldchen eingezeichnet; man könnte sich vorstellen, dass es da eine kleine Quelle gibt, die angezapft wird.

Verteidigungsmäßig natürlich der Supergau, wenn das Aquädukt genau an der Straße lang läuft, auf der das feindliche Heer anmarschiert, das in dem Wäldchen bei der postulierten Quelle vermutlich auch prima lagern und die Pferde füttern könnte.

Wenn man das so annimmt, müsste Maruban versuchen, die Aranier schon nördlich davon zu stellen.

@Andwari: Bitte etwas mehr Respekt vor motivierten Ziegenhirten! Wir spielen hier schließlich Fantasy. Motivierter Ziegenhirte mit Steinschleuder gegen Halboger im Plattenpanzer? Soll's alles schon gegeben haben. :wink:
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 22.06.2018 17:36

Dass die Aranier Anchopal und Umland wieder haben wollen,kann ich nachvollziehen. Auch wenn Maruban ein "Gemäßigter" Novadi ist, der noch dazu angeblich mit seiner eigenen Schwester schläft - rechtlich sind die 12G'ler in der Stadt deutlich Bürger 2. Klasse, und die Aranierinnen bekommen es nun auf einmal mit Patriarchat statt Matriarchat zu tun. "Geschieht ihnen recht", mag der eine oder andere Kerl sagen, aber zur Zufriedenheit trägt das sicher nicht bei.

Die Novadi sind wilde Reiterkrieger. Auf offenem Feld sind die sehr ernst zu nehmen, und die Jungs lernen fast alle erst einmal Reiterkampf, bevor sie Handwerk lernen. Sie sind viel kriegerischer als die "kulturschaffenden" Aranier mit ihrer Rahja- udn Peraineverehrung.

Der Feldzug gegen Anchopal fällt in die Spätphase des ohnehin recht umfangreichen Abenteuers, sonst würde ich zusätzlich die Wiedereinnahme von Chalukand von See her und ein Zangenmanöver auf Anchopal machen - aus aranischer Sicht. Aber damit wäre man halt deutlich ausserhalb des Kanons und würde nciht nur ein Abenteuer als Alternative bieten.

@chizuranjida: Danke für den Äquadukt. Ich nehme an, dass das Wasser von einer ziemlich grossen Quelle( See aus den nächstgelegenen Bergen kommt, sonst würde es für die Stadt niemals reichen.

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Ungelesener Beitrag von Darjin » 22.06.2018 19:16

@Beni Avad und Erträge des Sultanats Rashduls empfehle ich nochmal nen Blick ins Land der Ersten Sonne.
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 23.06.2018 01:08

Jadoran hat geschrieben:
22.06.2018 17:36
Die Novadi sind wilde Reiterkrieger. Auf offenem Feld sind die sehr ernst zu nehmen,
Wenn man weiter tragende Bögen/Armbrüste hat als sie, dicke Schilde und gerade kein Wasserproblem, eigentlich nicht so sehr, oder? Da können die lange heulend um die Wagenburg ... äh, Schildkrötenformation oder was auch immer drum rum reiten.
Der Feldzug gegen Anchopal fällt in die Spätphase des ohnehin recht umfangreichen Abenteuers, sonst würde ich zusätzlich die Wiedereinnahme von Chalukand von See her und ein Zangenmanöver auf Anchopal machen - aus aranischer Sicht.
Da sich das logisch aufdrängt, könnten die Helden es antäuschen, oder? Was würde dann passieren? Ein paar Schiffe mit Fußtruppen stechen für jeden Spion unübersehbar in Zorgan in See und wollen angeblich nach Chalukand. Die können ja nach drei Tagen wieder umdrehen.
Ein gemischtes Heer mit eher viel Kavallerie rückt nach Süden aus, gaaaanz langsam, damit Maruban auf jeden Fall erfährt, dass Schiffe nach Chalukand unterwegs sind, bevor das Heer in Nasir Malkid ankommt. Von dort ziehen sie nach Osten weiter, scheinbar auf Chalukand.
Einen halben Tag weiter lagern die Fußtruppen (soweit nicht aufgesessen) als Reserve oder kehren um nach Nasir Malkid, während die Reiter einen Gewaltmarsch durch die Steppe nach Anchopal machen, denn Maruban ist vermutlich ausgerückt, um ihnen den Weg abzuschneiden falls sie die Straße nach Anchopal nehmen sollten, oder evtl ihnen bei Chalukand in den Rücken zu fallen.

Wenn das so klappt, finden sie die Stadt mit 3W6 Wachen vor oder so ähnlich, ohne beim Anmarsch kämpfen zu müssen. Allerdings, falls die paar Männekes die Nerven behalten, und einfach die Tore zu lassen, was dann? Ein paar Tage können sie mit Wasser in Eimern und Badewannen durchhalten. In der Zeit wird Maruban hören, dass die Aranier vor der Stadt stehen. Dann sitzen sie zwischen ihm und der Stadtmauer mit der Option auf Häuserkampf in den Vierteln außerhalb der Mauer. Vielleicht doch kein so guter Plan, aber spannend. :ijw:

(Umso blöder noch, falls das Reiterheer irgendwo in der Steppe auf ein paar Beni Avad-Ziegenhirten trifft und von denen mindestens einer entkommt.)
Danke für den Äquadukt. Ich nehme an, dass das Wasser von einer ziemlich grossen Quelle( See aus den nächstgelegenen Bergen kommt, sonst würde es für die Stadt niemals reichen.
See gibts da keinen, und die nächsten echten Berge wären der Tafelberg der Gorischen Wüste.

Nochmal etwas gründlicher nachgelesen: Die Quellen, die die Stadt und deren Felder versorgen, liegen einige Meilen nördlich in einer Hügelkette.

Der/das Aquädukt kommt auf 2 Uhr in die Stadt und kommt etwas außerhalb direkt von Norden. Müsste eigentlich irgendwo die Straße kreuzen, schätze ich, aber das ist nicht eingezeichnet, und Orientierungssinn hab ich nicht aktiviert. :oops:

Vom Aquädukt werden der Palast und die Häuser der Reichen sowie die öffentlichen Thermen versorgt, sowie die Kanalisation, die es also auch gibt. (Wo deren Ausgang sein mag habe ich nicht gefunden. Könnte ja auch interessant sein, für typische Heldenaktionen.)

Ich bilde mir ein, irgendwo gelesen zu haben, der heilige Hain südlich der Stadt habe eine eigene Quelle oder einen Teich. Die Tempel mit dem angeblich heiligen Wasser sind jedenfalls nicht ausdrücklich an den Aquädukt angeschlossen.
Sollte das nicht so sein, kommt da womöglich das Sickerwasser aus der Kanalisation zu Tage, was ich jetzt nicht so ansprechend fände, wenn ich perainegläubig wäre. :devil:
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