DSA4 Bluttrinker Schwert

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InFlames
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Bluttrinker Schwert

Ungelesener Beitrag von InFlames » 02.01.2018 17:36

Guten Abend zusammen,

Ich wollte fragen, wie es sich verhält, wenn die Helden das Schwert von einem Xarfai Paktierer an sich nehmen, welches mit dem Paktgeschenk Bluttrinker versehen ist. Bleibt die Bluttrinker Fähigkeit bestehen? Falls ja, verursacht das eine dämonische Verführung der Helden?
Ansonsten, merken die Helden, dass das Schwert "böse" ist? Hat das Schwert nach ableben des Paktierers ein EIgenleben?

Danke für eure Meinungen.

Grüße
InFlames
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Advocatus Diaboli
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Bluttrinker Schwert

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 02.01.2018 18:31

Es wäre irgendwie unfair, wenn Waffen ihre Weihe verlieren, sobald man gegen die Prinzipien der Gottheit verstößt, aber Paktgeschenke für jedermann nutzbar sind.

Ich kenne jetzt die Regeln dazu nicht. Vielleicht ist das gar nicht klar beschrieben. Ich denke, dass es entweder gar nicht von jemand anderem als dem ursprünglichen Paktierer nutzbar ist, oder dass man einen neuen Pakt eingehen muss, um es zu verwenden (dann ist es quasi wieder ein Paktgeschenk). Dass der Träger eines solchen Schwertes Einflüsterungen Xarfeis ausgesetzt ist, scheint mir sehr passend. Direkt merken, dass das Schwert böse ist, müssen sie allerdings nicht. Zumindest nicht sofort. Es sei denn, es ist ein Geweihter dabei. Ich denke, Geweihte werden sich mindestens unwohl fühlen mit so einem Ding in der Hand, auch wenn sie vielleicht gar nicht zuordnen können, dass das Unwohlsein vom Schwert her rührt.
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Ugo Baersgarjew
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Bluttrinker Schwert

Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 02.01.2018 18:31

In allen punkten ja.
Es ist ein besseltes Artefakt. Das seinem Herren (Xerfai) dient. Das Schwert wird den Charakter des Helden nach und nach lenken/ beeinflussen, bis er eines Tages selbst zum Paktierer wird.
Deine Helden kameraden sollten deine wesensveränderung jedoch bemerken, und versuchen herauszufinden was mit dir los ist. Und bei einer Magischen Analyse wird dann alles aufgeklärt.

Das wäre meine vorgehensweise als Meister, wenn ich abenteuerbegleitend kleine Nebenabenteuer einbauen möchte.
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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 02.01.2018 18:50

:)

Ich denke, man kann das als SL je nach Bedarf recht frei ausgestalten.

Ich fände es zu plump, wenn das Schwert einfach gleich sein ganzes Potential einem neuen Träger zur Verfügung stellt. Ich denke, es wird hin und wieder Angebote machen, Versprechungen, v.a. in brenzligen Situationen.

"Du spürst die Erschöpfung des Kampfes, doch dein Schwertarm schwingt leicht. Das ist echt ein gut gearbeitetes Schwert, es scheint fast von alleine zu tanzen. Das motiviert dich. Du fühlst dich stark. Du hast das Gefühl, als hättest du noch Kraftreserven, auf die du nur zugreifen müsstest. Irgendetwas hält dich zurück, aber der Kampf rauscht in deinen Adern, dir droht eine Niederlage. Willst du schwach sein? Oder willst du stark sein?"
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X76
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Bluttrinker Schwert

Ungelesener Beitrag von X76 » 02.01.2018 22:56

"Eine mit dieser Fähigkeit ausgestattete Waffe erlaubt es dem Paktierer, sich die Hälfte der damit erzielten Schadenpunkte als LeP gutzuschreiben." (WDZ S. 244)

Für jemand anderen bringt diese Option also keinen weiteren Vorteil abgesehen davon, dass man eine übernatürliche Waffe besitzt.

Auch für einen Nichtpaktierer kommen einige Punkte des Kastens "Dämonische Nebenwirkungen" (WDZ S. 241) in Frage, vor allem solche die z.B. die Kameraden treffen. Nach dem Waffeneinsatz kann schon mal ein Kamerad einen Unfall erleiden...

Auch der schleichende Verfall (WDZ S. 390) schlägt beim Träger so einer Waffe langfristig sicherlich zu.

In der Regel wird man also nicht sofort merken, dass man da ein böses Schwert hat sondern ist eher langsamer Zersetzung und "Zufällen" ausgesetzt. Ein Anfruf von der anderen Seite ist zwar nicht ausgeschlossen dürfte Anfangs aber nicht üblich sein.

Da es sich bei dunklen Gaben jedoch um Geschenke handelt, die von der anderen Seite durchaus großzügig verteilt werden können, ist es sehr wahrscheinlich das der Träger direkt eine nette Wirkung bekommt auch wenn die eigentliche Gabe nur für Paktierer funktioniert.

"Anfixen", denn schließlich hat man ideale Bedingungen um den Träger zu korrumpieren. Ein paar Bonbons muss man da schon verteilen. Natürlich subtil, denn er soll den schwefeligen Braten nicht sofort riechen. Ein LE oder ein halber LE pro Schadensverursachendem Treffer (statt 1/2 SP in LE) ist vermutlich ein guter Einstieg.

Ich würde also nicht großartig mit bösen Zufällen und dämonischen Nebenwirkungen als SL um mich werfen, sondern den Helden sein Schmuckstück erst einmal lieb gewinnen lassen. Er soll es ruhig reichlich und gerne nutzen!

Leta
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Ungelesener Beitrag von Leta » 02.01.2018 23:14

X76 hat geschrieben:
02.01.2018 22:56
"Anfixen", denn schließlich hat man ideale Bedingungen um den Träger zu korrumpieren. Ein paar Bonbons muss man da schon verteilen. Natürlich subtil, denn er soll den schwefeligen Braten nicht sofort riechen. Ein LE oder ein halber LE pro Schadensverursachendem Treffer (statt 1/2 SP in LE) ist vermutlich ein guter Einstieg.
So ähnlich würde es bei mir auch funktionieren. Eventuell sogar noch weniger.
Magische Waffe plus 1-2 LE pro Treffer in einem normalen Kampf und fürs Abschlachten von Wehrlosen oder schon ergebenen Gegnern gibt es SP in LE 1:1. Mit einer kleinen Einflüsterung ...

smarrthrinn
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 02.01.2018 23:51

Also bevor man über die Vor- und Nachteile so einer Waffe spricht, sollte man sich doch fragen, welcher Charakter würde so ein Schwert an sich nehmen? Ein Krieger mit automatischer Prinzipientreue 10 ganz sicher nicht, jemand mit Goldgier vielleicht, aber wenn dieser Jemand Klugheit von >8 besitzt, wird er es vorher vom Gruppenmagier checken lassen. Ein Gruppengeweihter würde hingegen niemals zulassen, dass so eine Waffe von den Gefährten verwendet wird.

Leta
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Ungelesener Beitrag von Leta » 03.01.2018 07:54

Ein Krieger mit automatischer Prinzipientreue 10 ganz sicher nicht,
Welcher Teil der Prinzipientreue nochmal genau?

smarrthrinn
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 03.01.2018 08:14

Leta hat geschrieben:
03.01.2018 07:54
Ein Krieger mit automatischer Prinzipientreue 10 ganz sicher nicht,
Welcher Teil der Prinzipientreue nochmal genau?
Ehrenhaftigkeit, welche wohl auch "göttergefällig" umfasst. Schutz der Schwachen würde hier auch noch passen. Aber man kann sich natürlich alles schön reden; auch das Abschlachten von Wehrlosen mittels dämonischer Artefakte kann in gewissen Kreisen womöglich durchaus als ehrenhaft gelten (wüsste halt nur nicht in welchen).

Leta
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Ungelesener Beitrag von Leta » 03.01.2018 09:22

smarrthrinn hat geschrieben:
03.01.2018 08:14
Leta hat geschrieben:
03.01.2018 07:54
Ein Krieger mit automatischer Prinzipientreue 10 ganz sicher nicht,
Welcher Teil der Prinzipientreue nochmal genau?
Ehrenhaftigkeit, welche wohl auch "göttergefällig" umfasst. Schutz der Schwachen würde hier auch noch passen.
Das ist aber über zwei Ecken hergeholt. Und sich selbst (und sein eigenes Seelenheil) zu opfern um die Unschuldigen zu beschützen ist doch ehrenhaft.

Es ging mir nur um die unrichtige Behauptung mit der Prinzipientreue.

smarrthrinn
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 03.01.2018 15:21

Leta hat geschrieben:
03.01.2018 09:22
smarrthrinn hat geschrieben:
03.01.2018 08:14
Leta hat geschrieben:
03.01.2018 07:54
Ein Krieger mit automatischer Prinzipientreue 10 ganz sicher nicht,
Welcher Teil der Prinzipientreue nochmal genau?
Ehrenhaftigkeit, welche wohl auch "göttergefällig" umfasst. Schutz der Schwachen würde hier auch noch passen.
Das ist aber über zwei Ecken hergeholt. Und sich selbst (und sein eigenes Seelenheil) zu opfern um die Unschuldigen zu beschützen ist doch ehrenhaft.

Es ging mir nur um die unrichtige Behauptung mit der Prinzipientreue.
"Unrichtig" weise ich mit Entschiedenheit zurück! Du kannst behaupten, dass Deine Interpretation von Ehrhaftigkeit eine andere - nicht regelkonforme - ist. Aber das hehört dann in einen eigenen Thread.

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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 03.01.2018 19:28

Ehrenhaftigkeit ist, dächte ich, mehr auf diese Ehre im Kampf konzentriert. Keine Hinterhalte, keine Gegner am Boden angreifen oder die sich ergeben haben.

Ob magische Unterstützung als unehrenhaft empfunden wird, das wird viel diskutiert. Rondras Geweihte sagen ja, aber darum jeder Krieger auch? Wer den Axxeleratus im Kampf nicht ablehnt, kann auch mit einer magischen Waffe kämpfen. Viele würden der Waffe eines Paktierers natürlich erstmal misstrauen, aber weiß man, ob es ein Paktierer war? Weiß man, dass die Waffe magisch ist? Weiß man, dass die Waffe dämonisch ist? Und selbst wenn... ich denke auch, dass man auch mit einer dämonischen Waffe ehrenhaft kämpfen kann (wenn auch vielleicht nicht lange, weil der dämonische Verfall und/oder Pakt einen seine Moral verlieren lässt).
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Ungelesener Beitrag von Ugo Baersgarjew » 03.01.2018 20:18

Da würde ich ins Feld werfen, das, wenn ein rechtschaffener Charakter weiß, das es sich um ein dämonische Waffe handelt, diese Waffe, wie auch die 13 Lobpreisungen des Namenlosen, vernichtet werden müssen. Wenn er es aber nicht weiß, und freude an der Waffe hat, wird der rechtschaffend Charakter, defenitiv, von Xerfai verführt werden.
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Ungelesener Beitrag von X76 » 04.01.2018 23:27

smarrthrinn hat geschrieben:
02.01.2018 23:51
Ein Krieger mit automatischer Prinzipientreue 10 ganz sicher nicht,
Zuerst einmal stellt sich natürlich die Frage, ob er überhaupt weiß was er da vor sich hat, was das bedeuten kann etc., aber selbst wenn er es weiß trifft auf diesen Fall ein bekanntes Sprichwort sogar im reinsten Sinn zu:

"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert."

Wobei hier Hölle durchaus eine wahrscheinliche Option ist, wenn auch eher im langfristigen Zeitrahmen. Dann genau das bedeutet Korruption und schleichender Verfall.

Es gibt genug ehrenhafte und rechtschaffende Gründe eine solche Waffe zu führen. An erster Stelle steht natürlich der Kampf gegen das Böse "Feuer mit Feuer" und hier ist eine übernatürliche Waffe auf jeden Fall hilfreich und Alternativen sind zumindest im offiziellen Aventurien nicht an jeder Ecke erhältlich (nicht wie in der Schicksalsklinge ein paar Mal beten und man hat seine geweihte oder magische Waffe :wink: ). Außerdem ist es doch eine feine Sache, wenn man fit bleibt wenn man Böse mit ihren eigenen Waffen schlachtet und so noch mehr Gutes tun kann - so man den Vorschlägen hier im Beitrag folgt.

Wenn nicht, ist die Waffe sowieso fast wertlos und nicht wirklich die Böse Verführung von der Verdammnis droht. Aber da so eine Waffe meist wohl gleichzeitig ein hervorragendes Schmiederzeugnis ist, ist auch ohne jegliche magische Wirkung ein Anreiz da. Dies ist meiner Meinung nach auch der offensichtlichste Grund sie mit zu nehmen: (scheinbar) super Beute ohne Wirkung und Nebenwirkungen!

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