Einzelsessions: Pro und Con

Hier finden allgemeine DSA-Themen ihren Platz, zu denen es kein explizites Unterforum gibt.
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Beans
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von Beans » 01.06.2018 21:12

Ich grüße euch!

helft mir doch bitte mal mit euren Erfahrungen. Ich würde gern eine Frage stellen, die mich beschäftigt: We steht ihr, eure Gruppe zu Einzelsessions? Also macht ihr in regelmäßigen Runden auch Teile, wo nur eine Person, oder zumindest nur kleinere Grupenteile vorkommt?

Bei einigen Posts wurde schon die Idee einer Einzelsession gebracht um etwas Personalisiertes einem Char zu geben, z.B. den Vertrauten bei Hexen. :???: Ich gebe zu, ich finde die Idee albern und doof. Nur weil man einen sowieso schon starken Vollzauberer spielt, diesem Char noch mehr Spotlight zu geben als anderen. Da stellt sich die Frage, wie nachteilig das gegenüber den anderen ist? Was kann die Hexe vorher noch erreichen? Kann sie zusätzliche Informationen bekommen etc.? Macht der SL nicht dann jemanden um Favoriten?

Folgendes ist bei mir passiert, was meine Meinung ins Schwierigere gedreht hat. Wir hatten den üblichen halbelfischen Eigenschaftsmagier aus Lowangen dabei, der von einem sehr präsenten Spieler gespielt wurde. Nun hat dieser auch Elementare herbeirufen können, extra Vorteile bekommen, kurz: einen Powergrad, der jeden von uns in die Tasche steckte. Wichtig: Dieser Spieler war mehr Stimmungsspieler, aber der Meister hat sich immer mehr daran begeistert, diesem Char auch magische Möglichkeiten in kurzer Zeit zu geben. Genau dieser Spieler bekam dann auch noch Spotlight durch die einzige jemals gemachte Einzelsession, die ausgespielt wurde, OHNE, dass die anderen SpielerInnen dabei waren, obwohl deren(und damit auch mein) SCs durchaus da waren.

Für einen Freund von mir war´s das. Der ist richtig wütend geworden und es kam zum ersten Streit in der Gruppe. Zum anderen habe wir den nächsten Abend die Gruppe gemeinsam verlassen, als wir gemerkt haben, dieser Spieler(obwohl er das nicht wollte), bekommt noch mehr Spotlight. Also wie verhindert man daraus basierende unfaire Spotlightverteilung? Eine Hexe als einzigen Char ganz am Anfang ihren Vertrauten finden zu lassen, mag stimmungsvoll sein. Aber es kann auch schnell unfair werden, wenn sich dadurch schnell Bevorzugungen abzeichnen. :???: Ich finde so etwas durchaus schwierig. :grübeln:
Der SL an sich ist im Grunde ein bemitleidenswertes Geschöpf.

Und der Plot ist das bedrohteste Wesen des PnP.

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Desiderius Findeisen
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 01.06.2018 21:41

Bei uns gibt es Einzelsessions zum einen, wenn die anderen Spieler eher gelangweilt wären. Zum Beispiel das Auswürfeln von Artefakten/Alchemika etc. Zum anderen habe ich eine Gruppe, die verschiedene Berufe in einer Stadt ausüben und für Abenteuer zusammenkommen, aber eben auch jeweils einzeln bestimmte Ziele verfolgen können. Ich biete jedem dieser Spieler Einzelsessions an um solche "Nebenplots" zu spielen.
Ansonsten hilft nur miteinander reden. Wenn der SL jemanden spotlightmäßig bevorzugt obwohl dieser das eigentlich nicht will muß man das klar kommunizieren.
"I am 87% confident you will burst into flames." Kimiko Lockeweaver, Bayesian Empirimancer

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Zelemas
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Ungelesener Beitrag von Zelemas » 01.06.2018 21:51

Schwierig, weil immer auch gruppenabhängig.

Als Meister habe ich früher, im Rahmen des im Plot möglichen, alles daran gesetzt, Solo-Szenen zu vermeiden. Das ist natürlich nit immer möglich, wenn nur 1 Charakter dazu geeignet ist, im 3. Stock bei Bösewicht einzusteigen und zu spionieren, dann geht es halt nur so. Da habe ich dann für mich die Regel gemacht, maximal 10 Minuten mit diesem Spieler zu agieren, und dann bei der nächsten Möglichkeit auf die anderen umzuschwenken, damit für diese keine Langeweile aufkam. Wenn man diese Wechselpunkt halbwegs geschickt setzen kann, baut man sogar noch kleine Cliffhanger ein, welche für den nun pausierenden Spieler die Spannung hochhalten oder ihn dazu zwingen, sich seine Schritte nochmals zu überlegen. Das hat bei uns ganz gut funktioniert, aber ich bin als SL dennoch nie soweit gegangen, diese temporäre Trennung der Gruppenaktivität dann auch noch zu befeuern. Sollte etwas gar nicht in diesemRahmen abzuhandeln gewesen sein - z. B. meinetwegen der Besuch eines Magiers in seiner Heimatakademie, um dort einen Zauber zu erlenen und gleichzeitig natürlich von seinen Reisen berichten zu müssen oder Wissen niederzulegen, habe ich tatsächlich komplette Einzelsession abgehalten - nur ich und der Spieler. Dies hat aber ausserhalb des Spielabends der Gruppe stattgefunden und war natürlich nur möglich, wenn es sich dabei um nicht für die Gruppe relevantenStoff gehandelt hat.

Leider hat meine derzeitige Gruppe das Problem, das sich die Helden immer wieder aufteilen - teilweise durch unterschiedliche Ansichten über Lösungswege, teilweise aber auch blöderweise vom Meister mehr oder weniger provoziert. Das kann schon nerven, und wird richtig unschön, wenn dann drei oder vier Spieler stundenang nichts zu tun haben, weil sich der Meister selber quasi ein Zeitloch gebaut hat, das er dann auch nur mit einer Einzelsession gefüllt bekommt, weil er durch die Steuerung von 2 Gruppen den Blick auf einfache Lösungswege verloren hat....

Ich persönlich würde also wenig überraschend dazu raten, ein Gespräch in der Gruppe zu suchen um darauf hinzuwirken, sich dahingehend zu einigen, bei Solo-Szenen grundsätzlich nach einer gewissen Zeit zu den anderen Spielern zu wechseln. Spotlights für einzelne Charaktere sind unbestritten wichtig, aber dann müssen sie halt für alle Spieler verträglich und gleichmässig kommen und verteilt sein. Es geht immer noch um ein Gruppenspiel. Längere Solo-Szenen mit nicht gruppenrelevanten Inhalten sollten dann auch tatsächlich einzeln stattfinden, ohne der gesamten Gruppe Spielzeit zu nehmen.
Zuletzt geändert von Zelemas am 01.06.2018 22:05, insgesamt 1-mal geändert.

Verkhaz
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Ungelesener Beitrag von Verkhaz » 01.06.2018 21:58

Hier sind halt zwei verschiedene Sachverhalte zu betrachten: Einzelsessions und Spielerbevorzugung. So wie das klingt wurde dem Magier halt unverhältnismäßig Zucker in den Hintern gepustet, das ist halt unfair gegenüber allen anderen und sorgte daher zurecht für Streit.

Ich nutze Einzelsessions ähnlich wie Desiderius. Faustregel: Eine Szene in der es primär nur um einen Spieler geht sollte max 10-15 min beanspruchen. Alles was darüber hinaus geht schiebe ich in Einzelsessions, also Nebenplotstränge und schlichtweg alles was nicht für alle Helden relevant ist. Magierkongress mit Vorträgen, Elfe auf Sippenbesuch oder teilweise auch Gespräche zwischen bestimmten NCSs und einem Helden, die mir erlauben, dem NSC mehr Hintergrund zu verleihen ohne das ich nun etwas von großer Brisanz für alle Spieler erzähle. Beispielsweise zwei Kämpfer die Kriegsgeschichten austauschen. Extra belohnen tue ich diese Einzelsessions nicht wirklich jenseits von "Fluff" Gegenständen und speziellem Spielerwissen (wie im Magierkongress).

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chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 01.06.2018 22:03

Abwechselnd meistern.
Dann erlebt jeder mal, wie schwierig das ist (und dass alle Spieler angespielt werden möchten), und umgekehrt auch jeder mal aus Spielerperspektive, wie es von da aus aussieht.
Außerdem wird ja wohl nicht jeder Meister denselben Char so bevorzugen, d.h. der hat nicht mehr in jedem Abenteuer Spotlight.

Sonst natürlich wie andere schon sagten: drüber reden. Aber es ist vermutlich schwer, sich sowas abzugewöhnen.

Ich habe Einzelsessions möglichst vermieden und sonst möglichst kurz gehalten, aber ab und zu muss das schon sein. Hexe auf Hexennacht - da ist halt nicht die ganze Gruppe dabei. Dann muss man aber nicht 2 Stunden Hexennacht ausspielen, sondern vllt ein kurzes Gespräch mit der Oberhexe, die irgendein Anliegen hatte, und fertig. Genauso, wenn nur der Phexgeweihte in den geheimen Tempel eingelassen wird, nur der Ronnie zum Schwert der Schwerter, oder wenn der Streuner den Rest der Heldengruppe bei der KGIA verpetzt.
"Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Al'Anfa wieder eins drauf kriegen wird."
- Alrik der Ältere

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 01.06.2018 22:05

Bei mir stehen Einzelsessions eher für persönliche Angelegenheiten des Charakters an, also Dinge welche während der regulären Spieltermine zu viel Zeit rauben und die anderen Spieler eh nicht mitspielen können.
Natürlich dürfen auch andere Spieler dabei anwesend sein wenn sie denken das ihre Chars da irgendwie doch betroffen sein können und es gibt für diese Sitzungen auch keine EPs.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 01.06.2018 23:37

Wir hatten schon durchaus Szenen, wo nur ein Charakter losging und Dinge auskundschaftete, und der Rest hatte mal Pause - es war aber nicht immer derselbe. ;)

Ein einziges Mal habe ich mich mit einer Spielerein allein getroffen - da ging es darum, einen neuen Charakter in die Gruppe (und dafür erstmal an Ort X) zu bringen, und diese Vorgeschichte haben wir 1:1 ausgepielt.

Und als der SC am Ort des Geschehens angekommen und quasi in die Handlung eingebunden war, kamen (in der nächsten Session) alle anderen dazu und das eigentliche Abenteuer begann. Da hatte keiner ein Problem mit.

Mir ist gerade noch ein zweiter Fall eingefallen. Da war es auch so, dass eine neue Spielerin dazu kam. Wir haben erstmal den Charakter erstellt und dann eine kurze Runde "Vorgeschichte" quasi zur Übung gespielt, damit sie ein Gefühl für die Regeln etc bekommt. Irgendwann mal nachmittags unter der Woche.

Die großen, "richtigen" Spielrunden fanden immer an einem kompletten Tag am Wochenende statt.

Damit hatte kein Spieler ein Problem.

Mein Fazit: Es liegt nicht an den Einzelsitzungen als solche. Die können ihren Sinn und Zweck haben, ohne dass ein Spieler "übermäßig bevorzugt" wird.

Sie verschärfen das Problem aber eventuell noch, wenn eben ein SC ohnehin ständig im Mittelpunkt steht. Das Problem wäre aber auch ohne Einzelsitzungen da!
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Torben Bierwirth » 01.06.2018 23:50

Einzelsitzungen können sinnvoll sein, wenn sie vom Meister korrekt, d.h. mit Mehrwert für Spieler und Gruppe, eingesetzt werden. Sie dienen z.B. hervorragend dazu mittel- und langfristige Handlungsbögen aufzubauen oder aufzulösen. Ich bevorzuge hierzu Termine, an denen z.B. nur wenige andere Spieler Zeit haben und ein Treffen ohnehin ausfällt. Alternativ kann man auch einen eigenen Termin ausmachen.

Meiner Ansicht nach ist es wichtig, einen solochen Termin nicht auf Kosten der 'regulären' Spielzeit der Gruppe stattfinden zu lassen und grundsätzlich jedem Spieler einen ansprechenden persönlichen Plot anzubieten. Tatsächlich wäre die Vorbereitung für mich als Meister wesentlich einfacher, wenn sich die Spieler tatsächlich mit entsprechenden Vorschlägen/Wünschen an mich wenden würden.
Das Projekt zum DSA 4.1 Reiterkampf ohne Sonderregeln:

Initiative zur Rettung der Kavallerie

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Aeolitus
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Ungelesener Beitrag von Aeolitus » 02.06.2018 00:21

Ich schließe mich den anderen an - manchmal ist eine Sitution für einen Charakter unvermeidlich, in der viel für den Spieler interessantes passiert, bei dem die anderen nicht dabei sind oder vielleicht sogar nicht dabei sein sollten.

Ergibt sich sowas am Spieltisch dynamisch, kann es ärgerlich werden - da kann langeweile aufkommen, wenn die anderen nix zu tun haben (und die Szene nicht spannend genug für die anderen ist). Auch, wenn es mir nicht immer gelingt, versuche ich also, das ganze außerhalb des Spieltisches zu lösen.
Es hat in der Vergangenheit oft gut geklappt, solche Szenen schriftlich auszuarbeiten - in einem gemeinsamen google doc oder so beispielsweise, was über die nächsten Wochen gemeinsam mit dem Spieler geschrieben wird. Falls es nötig war (und der Ausgang einigermaßen knapp zusammenfassbar), erhielt der Spieler im Voraus eine Kurzzusammenfassung, worum es in etwa ging - 5 Minuten maximal, a la "Dir wird dieser Handel vorgeschlagen - nimmst du an? Okay, dann bekommst du den Gegenstand, einen Siegelring und diesen Auftrag. Weiteres schreiben wir aus". Das geht natürlich nicht in allen Szenen, aber gerade für bspw. die Verhandlung der Maga mit dem Geheimbund, welche die Geweihten nicht mitbekommen durften, war das eine super Möglichkeit, trotzdem dem ganzen das Spotlight zu geben, was die Spielerin dafür wollte, ohne dafür den anderen Spielzeit zu nehmen.
Da ich grundsätzlich jedem Spieler solche Szenen anbiete wo immer denkbar (wenn gerade nichts anderes passt auch Traumszenen oder dergleichen) hatte ich bisher nicht den Eindruck, dass sich jemand benachteiligt fühlte. Im Gegenteil finden sogar manche meiner Spieler für entscheidene Szenen diese Vorgehensweise besser, als es auszuspielen, weil sie so etwas mehr über die Formulierungen und Hintergründe nachdenken können als spontan am Spieltisch! Es gibt aber selbstverständlich auch Spieler, die sowas nicht gerne machen. Denen muss man dann etwas mehr Spotlight am Spieltisch eingestehen, wenn es gerade passt.

Ein positiver Nebeneffekt der ausgeschriebenen Szenen ist, dass mir ein Spieler zu Weihnachten gerade eine Buch mit den ~100 Seiten so entstandener Traumszenen und Meditationen seines Charakters gebunden hat :) :6F: Da entsteht also echt gerne mal was mit langfristigem Erinnerungswert bei. Ich kanns sehr empfehlen!

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Beans
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Ungelesener Beitrag von Beans » 02.06.2018 00:39

Ohh... ganz schön viele ntworten für ein angebliches Forensterben :rohal: :lol:

Also erstmal: Das Beispiel war vor ein paar Wochen, es waren 5 Sessions und das war die vorletzte. Und glaubt mir: Alle davon waren ganz furchtbar(zumindest für 2 Freunde&mich). Keine Verbesserung, keine Kommunikation möglich. Da redet man nicht mehr, da verlässt man zusammen die Gruppe. Also bitte:hier liegt kein Konflikt vor! Bzw. kein aktuell lösbarer weil Spielvorstellungen zu verschieden. :wink:
[Nur um den Höhepunkt der Dämmlichkeit da aufzuzeigen: Die Einzelsession war am Lagerfeuer. Wo unsere anderen Charaktere auch da waren, größtenteils wach und da wohl offen geredet wurde mit 3 NSCs. Wenn eure SCs als komplett unwichtig gehalten werden. :angry: ]
chizuranjida hat geschrieben:
01.06.2018 22:03
Abwechselnd meistern.
Dann erlebt jeder mal, wie schwierig das ist (und dass alle Spieler angespielt werden möchten), und umgekehrt auch jeder mal aus Spielerperspektive, wie es von da aus aussieht.
Außerdem wird ja wohl nicht jeder Meister denselben Char so bevorzugen, d.h. der hat nicht mehr in jedem Abenteuer Spotlight.
Tja, wegen dem Vorschlag kam es dazu. Es wollte unbedingt jemand meistern, der aus gutem Grund bisher nicht gemeistert hat. Und nun wissen wir alle warum. Der Hexenvorschlag war ja explizit: "Hey macht doch ne Einzelsession gleich am Anfang. Sofort und Ohne Absprache mit den anderen" Was?! :???: Finde ich schon sehr kontraintuitiv für ein Gruppenspiel. Das mit der Hexen + Vertrauten finde ich eine coole Sache, aber doch bitte nicht sofort jemanden als Besonderen definieren.


Mir ist nur aufgefallen, dass dies häufiger mal vorgeschlagen wird mit eventuellen Einzelsessions und bei mir durch dieses Erlebnis die Frage aufgekommen ist, ob dies nicht zu Spotlightverzerrungen und Spielerbevorzugung führen kann. Und ich möchte wissen:
Wie ist eure Meinung darüber?
Wann setzt ihr Einzelsessions ein?
Gibt es noch andere negative Aspekte?
Was sind die positiven Aspekte?
Zuletzt geändert von Beans am 02.06.2018 00:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 02.06.2018 00:50

Ich habe (von den unvermeidlichen, und nach Möglichkeit in Grenzen zu haltenden, Alleingängen in der Runde abgesehen) nur ein mal Einzelsessions gemacht, wo es aber auch wirklich sinnvoll war.

Die Helden haben in einer anderen Welt jeweils eine persönliche, nur auf sie und ihre Vorgeschichte zugeschnittene "Traumsequenz" erlebt. Da hätte die Anwesenheit der anderen Spieler eh keinen Sinn gemacht, und jeder hatte seinen eigenen Auftritt (außer dem einen Spieler, wo sich kein Termin ergeben hatte). Da ging es auch nicht so sehr darum, den Plot vorab zu bringen, sondern den Charakter des Helden zu fokussieren und zu schärfen.

HerbyGunner
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Ungelesener Beitrag von HerbyGunner » 02.06.2018 01:07

Ich war selbst mal Teil einer Einzelsession. In meinem Fall habe ich mich von der Gruppe abegspalten, um während ihrer Reisezeit zu versuchen, einen wichtigen Gegenstand in meinen Besitz zu bringen. Mein Charakter war der einzige, der die Fähigkeiten und die moralische Flexibilität hatte, diese Aufgabe auszuführen
Spoiler: Jahr des FeuersAnzeigen
Einbruch in die Ordensburg der Bannstrahler und Diebstahl eines dämonischen Artefakts aus deren "Allerheiligsten"
Während die Gruppe den nächsten Teil des ABs vorbereitete tat sie dies ohne Wissen über meinen Erfolg und musste mehrere Eventualitäten berücksichtigen. Ingame war es also stimmig aufgelöst, ich habe "meine Session" zuvor mit dem Spielleiter alleine gespielt, am nächsten Termin stand dann die restliche Gruppe im Fokus.

Positiver Aspekt: Es bekam wirklich keiner mit, was ich da getrieben habe und ob ich es rechtzeitig wieder zur Gruppe schaffe.
Negativer Aspekt: Ich musste natürlich ausharren, als die Gruppe plante, obwohl ich manches schon wusste.

Trotzdem fand ich eine Einzelsession in dieser Situation als stimmig und sinnvoll.

Das von dir beschriebene Szenario, dass eine Einzelsession in Anwesenheit der Gruppe stattfindet, obwohl die SCs anwesend sind, finde ich allerdings ebenfalls fragwürdig und klingt wirklich mehr nach Spielerbevorzugung als einer stimmigen Maßnahme. Ich möchte jedoch mit obigen Beispiel zeigen, dass es (zumindenstens meiner Meinung nach) auch gute Momente für ebensolche gibt.

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 02.06.2018 01:11

Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Wie ist eure Meinung darüber?
Habe ich dir schon geschrieben. Ich halte sie für sinnvoll. Wenn aber bereits ein Ungleichgewicht in der Gruppe besteht, kann sich das logischerweise dadurch noch verschärfen.
Wann setzt ihr Einzelsessions ein?
Wurd doch ebenfalls schon reichlich geschrieben? - Bei Ereignissen, die tatsächlich nur ein Spieler erlebt und die auch nur ihn betreffen, und die länger dauern. Es ist für die anderen langweilig, danebenzuhocken.

Die gab es bei uns aber nur zusätzlich zur regulären Spielzeit, nie auf Kosten der anderen Spieler bzw,. der Gesamtspielzeit der ganzen Gruppe.
Gibt es noch andere negative Aspekte?
Ich sehe gar keine negativen Aspekte. Eine Gruppe, bei der es gut läuft und das Zusammenspiel funktioniert, verträgt auch Einzelsitzungen für einzelne Charaktere. Die verhindern ja eigentlich, sinnvoll eingesetzt, gerade, dass ein Charakter, der noch einen eigenen Handlungsstrang zu dem des Abenteuers hat, den in der Hauptspielzeit auf Kosten der anderen Mitspieler ausspielt
Was sind die positiven Aspekte?
1) S.o. - Ereignisse, die nur wenige Charaktere oder gar keinen anderen SC betreffen, können in die Nebenspielzeit ausgelagert werden und gehen nicht auf Kosten der Gruppe.

(Edit: Das setzt voraus, dass in diesen Einzelsitzungen wirklich nur der betreffende SC und der SL anwesend sind und eben keine anderen Charaktere.)

2) Größere Effektivität. Meine letzte Gruppe hat sich gern paarweise oder ä. aufgeteilt und einzelne Punkte des Abenteuers parallel "abgearbeitet" - es wurden also immer im Wechsel verschiedene Schauplätze angespielt, und die anderen hatten kurz Pause und hörten entweder zu oder machten was anderes.

Dadurch, dass immer abwechselnd gespielt wurde, gab es keine langen Durststrecken. Eigentlich passte das meist sehr gut.

Wir hatten aber das Problem, dass jeder Spieler verzweifelt um 'Screentime' kämpfte, irgendwie auch nicht. Oder wenn, dann wurde es angesprochen, und in der Regel auch gelöst.

Es hängt also vermutlich immer auch irgendwie ein bisschen mit an den Spielern!
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Feuer!
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 02.06.2018 01:31

Die Tatsache, dass der SL vor Beginn des Abenteuers mit dem Hexen-Spieler in einer Einzelsitzung dessen Suche nach einem Vertrautentier abhandelt, finde ich tatsächlich überhaupt nicht schlimm. Wenn es Sinn macht (oder im Verlauf des ABs schwierig einzubauen wäre), warum soll das nicht vor Beginn schon gespielt werden.

Die Szene am Lagerfeuer auf der anderen Seite geht gar nicht. Wenn ein SC anwesend ist, hat auch der Spieler das Recht, anwesend zu sein und einzugreifen. Und klar, wenn sich dann solche Dinge durchziehen, steht auch die Vorab-Einzelsitzung des Hexen-Spielers plötzlich in einem anderen Licht.

Grundsätzlich habe ich keine Probleme mit Einzelsitzungen, weder als Spieler noch als Meister. Wenn möglich, ist es natürlich für alle von Vorteil, wenn so etwas an einem zusätzlichen Termin ausgespielt wird (oder Dinge, die nur einen SC betreffen, zwischen den Spieltagen schriftlich, z. B. im Chat oder per Email, geklärt werden). Wenn meine Gruppe sich mal trennt, entscheide ich spontan, ob es egal ist, ob jeder mitbekommt, was passiert (dann spiele ich es am Tisch aus), oder ob ich mit dem oder den Spielern kurz in einen Nebenraum gehe. Wie auch immer versuche ich es jedenfalls möglichst kurz zu halten und jedem Charakter seine Screentime zu ermöglichen. Solche Momente können durchaus interessante Szenen ins gesamte Rollenspiel bringen. Letztens hatte ich z. B. die Situation, dass ein SC in einem Menschengedränge auf einmal verschwunden war. Als die restliche Gruppe das gemerkt hat, hab ich mir den Spieler kurz rausgenommen, und als ich die Gruppe dann wieder zusammengeführt habe, war die Überraschung der anderen Spieler ob der neuen Situation echt und stimmig.
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Ungelesener Beitrag von Vanni Fucci » 02.06.2018 02:00

Man kann dieses Stilmittel auf so viele Arten nutzen, aber auch missnutzen.

In eurem Fall ist es wohl ein missnutzen des Meisters aus genannter Favorisierung des Chars/Spielers. Das muss angesprochen und geklärt werden.

Ansonsten stehe ich bei den anderen: Einzelsessions, bzw kurzes verlassen des Raumes wie von Feuer beschrieben vertiefen die ganze Sache. Z.T. bis zu einem Grad, wo ich und meine Gruppe damals in Rabenblut fast geplatzt wären vor Neugier darüber, was dem abwesenden gerade passiert.
Es gab da sogar den einen Fall, wo es sich ergeben hat, das ein Spieler für wesentlich länger als die 10-15 min draussen war. Eigentlich das No-Go, aber es kam so plötzlich und passte gerade gut in den Abend, das uns als Gruppe nichts ausgemacht hat. Und ist auch ein Einzelfall geblieben. Aber danach wurde ein ganzer Landstrich entpopulisiert XD

Aber wie gesagt, generell kann das ein schönes Mittel sein: ob für Fluff 10 min im Nebenraum, bzw mit Spielern anwesend wenn es keine Rolle spielt, das die anderen es hören oder als eigener Termin um Einzelheiten zu klären (um eine Gruppe neu zusammen zu führen z.B.), Einzelsessions sind was tolles :) Und sollten was tolles sein
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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 02.06.2018 02:11

Ich bin ein großer Freund von Einzelsessions. Gerade weil man dort all die Dinge abspielen kann, die nur einen einzelnen Charakter betreffen, aber ihn auch maßgeblich prägen können. Das kann der Besuch bei der heimatlichen Familie sein, das kann die Prüfung zum Magus oder eine Hexennacht sein. Wenn ich als SL die Situation spaßig und gut finde, bin ich gerne bereit dafür Zeit für meine Spieler zu machen. Meistens finden solche Solo-Sessions zwischen den anderen Sitzungen statt, gerne auch via Skype/Discord/Roll20 und jeder hat die Gelegenheit eine zu bekommen, da bekommt nicht automatisch ein Spieler mehr Spotlight als ein anderer, bzw. nur in dem engen Umfeld der Solo-Session.

Ich bevorzuge eine Solosession gegenüber der Einzelszene am Spieltisch in den meisten Fällen, weil es so möglich ist die gemeinsame Spielzeit auch für gemeinsames Spiel zu nutzen.

Was das Problem der Bevorzugung angeht, so sehe ich das relativ pragmatisch. Der SL hat ebenfalls Spielspaß, bei manchen Konzepten mehr als bei anderen. Da er kein Dienstleister ist, sondern ein Mitspieler, würde ich von ihm auch nicht erwarten, dass er zwingend alle Spieler gleich bedient, sondern er darf auch ruhig seine eigenen Vorlieben haben. Bei jedem anderen Spieler am Tisch nimmt man diese ja auch in Kauf bzw. ist sogar daran interessiert diese zu fördern.

Am besten ist es natürlich, wenn der SL an allen Konzepten Spaß hat, dafür braucht es aber a) eine gute Absprache und b) durchgängig gute spielerische Leistung (wie auch immer man die definieren möchte) von allen Spielern. Kommt selten vor. Solange es im Rahmen bleibt und die anderen Spieler ihren Mitspielern auch mal etwas "mehr" gönnen, ist das ja auch kein Problem. Ansonsten hilft ansprechen und drüber reden. Ist aber kein Problem der Einzelsession.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Ungelesener Beitrag von Aeolitus » 02.06.2018 02:26

Sumaro hat geschrieben:
02.06.2018 02:11
Was das Problem der Bevorzugung angeht, so sehe ich das relativ pragmatisch. Der SL hat ebenfalls Spielspaß, bei manchen Konzepten mehr als bei anderen. Da er kein Dienstleister ist, sondern ein Mitspieler, würde ich von ihm auch nicht erwarten, dass er zwingend alle Spieler gleich bedient, sondern er darf auch ruhig seine eigenen Vorlieben haben. Bei jedem anderen Spieler am Tisch nimmt man diese ja auch in Kauf bzw. ist sogar daran interessiert diese zu fördern.
Das halte ich für eine sehr, sehr wichtige Erkenntnis. Wenn ich als SL bezahlt werden würde, dann könnte man wohl auf sowas wie gleich viel Spotlight und keine Extrawürste für die gleich viel zahlenden "Kunden" bestehen. Werde ich aber nicht. Ich mache den "Job" wie alle anderen auch, weil er mir Spaß bringt. Das bedeutet: Wenn ich Lust und Ideen habe, einem der Spielercharaktere ein paar ganz besondere Szenen zu ermöglichen, und ZUSÄTZLICH dafür sogar einen Teil meiner Freizeit opfere, damit kein anderer Spieler sich dabei langweilt, dann hat kein Spieler das Recht, darüber zu meckern.
Manchmal gibt es halt Szenen mit einem Char, die ich total gerne Spielen möchte. Manche Chars bieten sich dafür auch an - der gut gerollenspielte Magus mit der anstehenden Basiliusprüfung eröffnet halt mehr Möglichkeiten als der sesshafte Zuckerbäcker.
Ich bin immer gerne bereit, Spielern solche besonderen Szenen zu geben - aber ich werde mir nicht den Hintern aufreißen, um für alle Charaktere "gleich gute" und "gleich lange" Momente zu erdenken. Manche gehen halt von alleine - bei anderen muss der Spieler selbst Initiative zeigen. Das ist nicht fair, aber wir sind hier nicht im Kindergarten, sondern bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung unter Erwachsenen.

Ganz nebenbei ist das übrigens noch ein Vorteil von ausgeschriebenen Szenen: Man kann sie im Nachhinein den anderen Spielern eventuell auch geben, wenn diese die Szenen lesen möchten. So haben dann alle was davon :)

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 02.06.2018 07:34

Natürlich kommen immer wieder Szenen vor, bei denen ein Held allein vorgeht. Aber ich halte die tendenziell kurz, und die anderen Mitspieler dürfen dem Spieler Tipps geben (nach dem Motto: Wir haben alle im RL kein KL 16, Kriegskunst 14 oder Überreden 17 - also sei Schwarmintelligenz erlaubt). 1 on 1, wo der Rest auf den Balkon oder in die Küche soll, sind für die Rausgeschickten einfach nicht lustig, vor allem, weil SL, die sowas machen, das dauernd machen. Sowas kenne ich auch, und es wurde immer auf die eine oder andere Art abgestellt. (entweder sie haben es gelassen oder die Gruppe löste sich allmählich auf.)

Wenn es jetzt geheim oder länger sein soll würde ich auch eine gesonderte 1:1 Session machen, aber in den letzten zehn Jahren war das bei mir als SL nicht nötig. Ich war schon in Gruppen, wo das gemacht wurde, das waren dann meisten "Bio-Szenen" und "Emotionales" (für die Helden). 1 on 1 ist sehr intensiv und unterscheidet sich vom Gruppenspiel stark. Die Moderatorenrolle des SL tritt sehr in den Hintergrund, das Spiel wird "schneller" und "ernster", immersiver. Mehr direkte Rede...

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AngeliAter
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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 02.06.2018 08:54

Es gibt noch einen guten Grund warum manchmal Einzelsitzungen Sinn ergeben:
Man kann anders spielen/leiten als wenn alle anwesend sind. Für die meisten Menschen gibt es irgendwo roten Linien welche beim Spiel nicht übertreten werden sollen (was gewisse Handlungen angeht), bei einer Einzelsession können aber solche, eventuell für den Charakter wichtige, Aktionen ausgespielt werden anstatt dies nur abzunicken.

Tante Edith meint noch:
@Beans: Einzelgänge innerhalb der Gruppe (wo andere Spieler dann stundenlang zu warten haben) versuche ich immer zu vermeiden und den Spieler eben mit einer Einzelsitzung an einem anderen Tag zu vertrösten.
Was das Problem mit dem "Der Spieler findet die NSC interessanter wie die Spielerchars" angeht, nun, vieleicht sind die Chars der anderen Spieler auch einfach nur langweilig und oberflächlich? Jemand der seinen Char mit "Ich großer Krieger" vorstellt ohne das da irgendwie was weiteres ist (Hobbys, Schwächen...) bietet auch einfach nur wenig mit was man da arbeiten kann.
Mein Ratschlag wäre: jeder Char sollte 2-4 Hobbys besitzen, vieleicht ein Forschungsprojekt (fürt Magier) nachgehen (Paarungsverhalten der Goblins kann Spaß machen, besonders wenn man Freiwillige braucht) und Schwächen sollten etwas stärker betont werden
Zuletzt geändert von AngeliAter am 02.06.2018 09:07, insgesamt 1-mal geändert.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
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hexe
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von hexe » 02.06.2018 09:00

Ich mache immer wieder Einzelseeions, um genau nicht die Screentime der Anderen zu stehlen und sie zum Zuschauen zu verdammen.

Ein Dieb bricht alleine wo ein, ein Magier forscht, ein Geweihter mit Verpflichtungen im Tempel, eine Hexe findet ihr Vertrautentier oder besucht ein Hexenfest oder einfach nur Charakter redet viel mit seiner Familie oder alten Bekannten (oder ja auch romantische bis erotische Sachen). Alles Situationen, die man gerne dem einen Spieler gönnt, aber die anderen Spieler nicht zuschauen lassen will. Bei uns passiert so etwas regelmäßig, denn die Charakter sind der Mittelpunkt des Spiels und damit wichtig.

Oft ist es auch sehr interessant, wie der eine Charakter dann den Anderen davon erzählt, was er erzählt oder wann er es erzählt - führt zu mehr Charakterspiel.

Zu Zweit trifft man sich außer der Reihe, wenn es klappt. Inzwischen spiele ich auch viel zwischen den Sitzungen per Mail aus. Ich sehe eigentlich keine Nachteile darin. Natürlich bekommt jeder Spieler, die Chance dazu, damit sich selbst die Einzelsession wieder gleich verteilen. Wobei es durchaus auch Spieler gibt, die weniger Interesse daran haben und sich mit Rollenspiel eh nur während des Treffens beschäftigten. Aber auch die wissen, dass sie jeder Zeit die Möglichkeit dazu hätten.

Spieler, die auch beim Spielen zu viel Screentime an sich reisen, sage ich als SL ebenso gerne mal. Pause, die Anderen sind auch hier.
"Zulhamid ist aber gerade auch wieder Zucker!" - Lanzelind

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Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 02.06.2018 10:02

Wir spielen auch oft mit Einzelsessions. Die haben sehr unterschiedliche Gründe:

- Vorgeschichte der Chars: So ähnlich wie bei dem Hexenspieler mit dem Vertrautentier, ist es oft stimmungsvoll, wenn die Helden schon vor dem Zusammentreffen mit der Gruppe etwas erlebt haben, das sie besonders prägt. Bei dem einen mag das wichtiger sein als bei der anderen, manchmal werden auch Vorgeschichten mit zwei Spielern gemeinsam gespielt. Hier trifft man sich üblicherweise allein mit dem Spielleiter, weil ja die anderen die Vorgeschichten der Gegenüber erst im Spiel entdecken sollen. Da gab es bisher eigentlich nie Beschwerden, denn wir sind der Meinung, dass tolle Vorgeschichten allen zugute kommen - hoffentlich generieren die ja weiteres Spielpotential, Dinge, über die sich die Chars unterhalten können oder aber besser gespielte, weil tiefgängigere Rollen.

- Einzelscreentime für manche Helden, die gerade etwas alleine machen: Sei es unser phexischer Magier, der ein Schurkenstück allein macht (oft auch, weil die Gruppe es ihm auftrug) oder der Schamane, der mit den Geistern bestimmter Gegenstände redet... Hier sind die anderen nicht unbedingt dabei und sollen vielleicht auch nicht das Ergebnis wissen. Falls die Mitspieler das aber miterleben dürfen, fiebern wir oft alle mit oder aber übernehmen für diese Zeit NSC-Rollen, teilweise auch von den Gegenspielern. An die erinnern sich auch alle immer sehr gerne, gerade bei Gegenständen war das sehr spaßig (die bäurische Kohle auf dem Schriftstück, der linke weinerliche Schuh mit Loch...). Solche Spotlightszenen führen dann nicht zu Ärger, wenn die anderen Spaß haben, derweil zuzuschauen (weil spannend und wichtig für die Gruppe, ob es gelingt), als NSCs mitspielen dürfen oder eh gerade etwas anderes zu tun haben (kochen...). Wir haben übrigens festgestellt, dass es oft sehr gut für das gemeinsame Spielen ist, wenn die anderen nicht alles wissen. So führten manche Lügengeschichten in brenzligen Situationen bei uns schon zu den witzigsten anschließenden gemeinsamen Spielszenen oder die anderen wurden plötzlich mit viel spannenderen Szenen konfrontiert, weil sie dem Einzelspieler plötzlich den Arsch retten mussten, ohne zu wissen, was eigentlich passiert ist.

- Einzelszenen, weil für die anderen zu langweilig oder geheim: Das wären Szenen, die dann an eigenen Sitzungen seperat gespielt werden. Seien es Versuche, jemanden auf die andere Seite zu ziehen, seien es Aktionen gegen die Gruppe (wir hatten auch schon Verräter) oder einfach Szenen, die die Geschichte des Chars vertiefen (z.B. Liebesgeschichten). Solange alle prinzipiell in den Genuss solcher Szenen kommen und es keine Bevorzugung gibt, ist das meistens auch okay.

- Alltagsszenen zwischen den Abenteuern: Hier bin ich wohl bevorzugt, weil ich mit dem Spielleiter zusammenlebe... Da gabs manchmal schon Neid, aber das ist wohl der Partnerbonus, dass man natürlich auch zwischen den Spielterminen miteinander spricht und sich fragt, was die Helden wohl so erleben. Allerdings führt das auch dazu, dass mir am Spieltisch manchmal Szenen verweigert werden mit der Aussage: Hm, das ist jetzt nicht so wichtig, das spielen wir dann privat. Damit bekomme ich oft am Spieltisch weniger Screentime, nehme mich da aber dann auch gerne zurück, ich habe den Spielleiter ja viel öfter als der Rest. :)


Ich habe Einzelszenen oft eher als Bereicherung erlebt, weil sie das Spiel langfristig für alle intensivierten. Natürlich nur, so lange diese Einzelszenen nicht ewig dauern bzw. solange man dazwischen auch anderes zu tun hat, z.B. Gespräche der Helden untereinander führen, planen, kochen, was auch immer. Die Szenen sollten auch nicht nur hauptsächlich einer Person gelten oder der dann extreme Vorteile verschaffen. Da muss es dann durchaus eine Balance geben, aber das gilt ja allgemein für das Spiel miteinander.

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Ungelesener Beitrag von Dieschatten » 04.06.2018 09:17

Finde Einzelsession immer dann perfekt wenn es was ist was nur 1 Char betrifft oder zB. ne 2er Sitzung wenn nur 2 Chars der Gruppe das machen.
Es gibt mMn nichts nervigeres als Stundenlang bei was zuzuhören wo ich nix machen kann und eigentlich auch nichtmal was wissen darf.

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Ungelesener Beitrag von Eadee » 04.06.2018 10:01

In DSA finde ich Einzelsessions in Ordnung um downtime zu überbrücken. Mitten während einem laufenden Abenteuer finde ich sie eher daneben. DSA ist eben zu 90% als kooperatives Spiel konzipiert worden, so dass die Helden kaum Geheimnisse voreinander haben. In Systemen wie Vampire the Masquerade kann das dagegen ins Gegenteil umschlagen wo Szenen in der alle Charaktere beteiligt sind eher die Ausnahme als die Regel sind und jeder seine eigene Agenda verfolgt.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, zB werde ich wohl in Kürze eine DSA-solosession mitten im Abenteuer leiten weil:
Phileasson-SagaAnzeigen
Ich vermute dass nur ein Held auf den Inseln sterben wird, weshalb das Abenteuer im Reich unter den Wellen wohl als Solo-Session abgehandelt wird.
Sads freindlich!
- Haindling "Bayern"

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Ungelesener Beitrag von miTo » 04.06.2018 10:16

Während eines laufenden Abenteuers, bzw. während eines regulären Spieltermins finde ich Einzelsitzungen auch eher als störend. Wir spielen ja schließlich als "Team" und versuchen deswegen auch so viel es geht gemeinsam zu machen. In speziellen Fällen (Dieb bricht irgendwo ein, die anderen sammeln währenddessen unabhängig voneinander Informationen etc.) versuchen wir dann die "Solo-Zeit" so kurz wie möglich zu halten, bzw. springen bei solchen Aktionen immer wieder hin und her, damit kein Spieler länger rum sitzt und sich langweilt.

Auch zwischen Abenteuern versuchen wir Einzel-Sessions zu vermeiden. Vielleicht sollte man erwähnen, dass wir ausschließlich online spielen. Und wenn man wirklich mal etwas tun will was die Anderen vielleicht nicht mitbekommen sollen oder im "Gruppenspiel" einfach zu langwierig wäre, dann machen wir das mit unserem SL zwischen den Spieltagen per Email. Das gleiche gilt dann auch für Downtimes oder wenn ein Spieler für eine gewisse Zeit ausfällt.
Wenn man eine bestimmte Aktion unbedingt ausspielen will, dann machen SL und entsprechender Spieler einen kurzen Einzeltermin und spielen das dann untereinander aus. Das ist aber eher die Ausnahme denn die Regel...

Schön und sinnvoll hingegen finde ich, wenn sich der SL vor der Gruppenzusammenführung jeden einzelnen Spieler zur Brust nimmt und man eine kurze Session zu zweit spielt. Das hilft dem Spieler seinen neuen Charakter etwas kennenzulernen und bietet eine gute Möglichkeit den Einstieg ins Abenteuer vorzubereiten, bzw. die restlichen Gruppenmitglieder zu treffen.
Das verleiht dem ganzen dann etwas mehr Tiefe und fühlt sich nicht so willkürlich an, da jedem Spieler ein passender und logischer Einstieg ins Abenteuer serviert werden kann.

PS: Wie gesagt spielen wir nur online. Da ist das mit der Terminfindung auch viel einfacher, da man sich halt "mal eben" kurz auf ein oder zwei Stunden im Teamspeak verabreden kann.
Ein Zwerg ohne Axt ist wie ein Zwerg mit Axt... nur ohne Axt!
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von BenjaminK » 18.06.2018 10:58

Ich glaube auch, dass da zweierlei Dinge vermischt sind; Einzelsessions und Bevorzugung.

Ich für meinen Teil ziehe halt die Grenze, wo einer weniger Spaß bekommt. Wer beim regulären Termin Spaß hat und beim nächsten Termin auch Spaß hat, der hat nichts verloren, wenn ein anderer zwischen den regelmäßigen Terminen nochmal eingeschoben Spaß hatte. Das muss nichtmal gleich verteilt sein, so ala "Weil Markus ne Einzelsession hatte, muss Bella jetzt auch eine bekommen, damit alle gleich viele hatten". Wozu auch? Es muss Sinn machen, von der Situation passen, von den zwischengeschobenen Terminen passen und auch noch 2 Leute daran Interesse haben. Fehlt eine der Voraussetzungen, kommt es halt nicht dazu und das ist ok.
hexe hat geschrieben:
02.06.2018 09:00
Ich mache immer wieder Einzelseeions, um genau nicht die Screentime der Anderen zu stehlen und sie zum Zuschauen zu verdammen.
Das ist dann genau das Ziel von Einzelsessions (egal ob real, Skype, TS oder Email).
Leitet gerade;
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von Angorax » 18.06.2018 12:06

In meinen Runden gibt es auch Einzelsessions, und es scheinen wirklich Hexen für sowas prädestiniert zu sein :lol:
Wenn wir alle beisammen sind, kann es trotzdem zu Einzelspiel kommen, weil dieses Umschwenken nach 10 Minuten beherrscht der Meister nicht, wird er auch nie können - seine Worte! Dafür meistern die anderen Spieler dann gewissermaßen mit. Geht der Einbrecher seinem Handwerk nach, dann blättert ein Spieler nach den Weitsprungregeln für die Hatz über Dächer, andere machen Vorschläge, wie eine Szene sich entwickeln könnte, also etwa "Na wenn die Tür mal nicht quietscht / Da kein Dachziegel locker ist / Vielleicht ist der alte Hofhund ja schon taub, und es hat noch keiner bemerkt?" usw.
Was ich auch immer als sehr bereichernd empfinde, ist das Beschreiben einer Szene aus verschiedenen Perspektiven. Der SL kümmert sich um technische Details, gibt Werte vor, verlangt Proben und der Spieler tut das Seine. Wir anderen Spieler, die nur zuhören, fassen dann auch mal Geschehnisse in klangvollen Worten zusammen, lassen das Kopfkino lebendiger werden, auch dank Schauspieleinlagen je nach Bedarf.

Was überhaupt nicht geht, das sind Diskussionen und Planungen zwischen Meister und einem einzigen Spieler über eine Stunde und mehr - besonderer Bonus ist dann noch eine Aussage wie "Was? 40 Dukaten? Nee, dann mach ich das doch nicht"
...dann würden ja immer alle.

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Overator
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von Overator » 16.07.2018 14:09

Ich finde auch, dass man dringend zwischen Einzelsessions und Bevorzugung differenzieren muss.
Eine Bevorzugung in milder Form ist mEn nicht mal ungewöhnlich, manche Charkonzepte taugen dem Meister einfach mehr als andere ABER wenn es dann dahingehend umschlägt, dass die anderen Spieler nur noch zuschauen dann ist das Gefälle zu extrem.

Zum Thema Einzelsession:
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Wie ist eure Meinung darüber?
Ich persönlich finde Einzelsessions vollkommen in Ordnung, bei uns sind sie allerdings eher die Ausnahme und dauern selten einmal länger als 5 Minuten. Der Spannung sind sie oft zuträglicher als wenn der Spieler alles mit bekommt, der Char es aber nicht weis. Sind Einzelsessions allerdings länger, sollten sie vertagt werden. Vor allem bei "Nebensächlichkeiten", die für die anderen Chars - zumindest einstweilen - irrelevant sind.
Meine Meinung deshalb :6F:
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Wann setzt ihr Einzelsessions ein?
S. o.
Geplant sind bei mir auch ein paar während des Orkensturms, weil ein Teil der Charaktere zwangsweise solo unterwegs sein wird und dennoch Erlebnisse aus dem Orkensturm mitnehmen soll, die nicht nur niedergeschrieben sondern vom Char und Spieler erlebt wurden.
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Gibt es noch andere negative Aspekte?
Gemäß der Prämisse in der Beurteilung Einzelsessions und Bevorzugung getrennt zu betrachten fällt mir per se nicht mal ein einzelner Nachteil ein, Ausnahme natürlich für den Meister, der ggf. (vor allem wenn in einer Solo-Runde ausgespielt) einen nicht unerheblichen Mehraufwand hat.
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Was sind die positiven Aspekte?
Die anderen Spieler werden nicht mit unnötigem oder uninteressanten Wissen geplagt oder mit Infos die im späteren Verlauf noch besser kommen.
Wenn zB der Einbrecher ein Schriftstück findet, dass den Auftraggeber als wahren Schurken entlarvt, die anderen Helden das aber erst erfahren, wenn sie den besagten Einbrecher befreit und davor bereits für Mr. Evil gearbeitet haben. Wären am Anfang alle dabei wäre das für die Chars zwar neu aber die Helden wüssten schon wie es ausgeht (also so wie es einem Zuschauer bei Romantikkomödie oder einen 0815-Actionfilm geht :lol: ).
Zudem könnten wird die Immersion durch unbeteiligte Dritte im Zweifel nicht gestört.

Kurzum: An einem Gruppenspielabend Einzelsessions nur im kurzen Breich, also 5 bis maximal 10 Minuten oder wenn die anderen Spiele sowieso gerade verhindert sind. Keinesfalls zu Beginn einer Session (könnte man dann auch im Vorfeld ausspielen). Längere Einzelsessions am besten an einem gesonderten Termin. Zudem sollte der betroffene Spieler nicht unverhältnismäßig belohnt werden, soll heißen wer in der Einzelsession einen Arm verlieren kann, darf auch ein paar Dukaten erwirtschaften. Wer sich höchstens verschlucken kann, sollte dadurch nicht Schwert der Schwerter werden können. Und auch wenn eine gewisse Bevorzugung normal ist, sollte der einzelne Spieler nicht massiv mehr Spotlight vom Meister aufgedrückt bekommen. Gleichzeitig können die Spieler nicht erwarten, dass der Meister für jeden eine Einzelsession plant, nur weil die Hexe ihre 1. Hexennacht ausgespielt bekommt. Wie hier schon erwähnt wurde gilt schließlich zu bedenken, dass das Durchschnittsgehalt des Spielleiters dafür in der Regel nicht ausreicht. :wink:
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Einzelsessions: Pro und Con

Ungelesener Beitrag von Jasu » 16.07.2018 14:22

Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Mir ist nur aufgefallen, dass dies häufiger mal vorgeschlagen wird mit eventuellen Einzelsessions und bei mir durch dieses Erlebnis die Frage aufgekommen ist, ob dies nicht zu Spotlightverzerrungen und Spielerbevorzugung führen kann. Und ich möchte wissen:
Wie ist eure Meinung darüber?
Ich denke Einzelsessions haben rein Garnichts mit einer Spielerbevorzugung zu tun, da man als Spielleiter jedem Spieler diese Gelegenheit anbieten sollte. Ich finde Einzelsessions für einige Dinge beinahe zwingend notwendig und sehr gut.
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Wann setzt ihr Einzelsessions ein?
Das vermutlich wichtigste Beispiel ist hierbei die Karmalqueste eines Firungeweihten, da ein Firungeweihter während dieser logischerweise komplett alleine in der Wildnis unterwegs ist. Die anderen Spieler können dabei einfach nicht mitwirken und deshalb ist in diesem Beispiel eine Einzelsession zwingend notwendig.
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Gibt es noch andere negative Aspekte?
Außer einem evtl. Zeitverlust wenn man dafür einen "normalen DSA-Abend" opfern würde habe ich bisher noch keinen bemerkt.
Deshalb spielen wir solche Dinge sehr oft als Chat-RPG aus um Zeit zu sparen und auch über einen längeren Zeitraum spielen zu können.
Beans hat geschrieben:
02.06.2018 00:39
Was sind die positiven Aspekte?
Individuellere Charakterentwicklung ist der größte entstehende Vorteil, da man sich als Spieler in einer Einzelsession viel mehr mit seinem Charakter beschäftigen muss als in normalen Runden.
„Ich bin wie ein Wasserfall der Harmonie.“ - „Schon mal unter einem Wasserfall gestanden?“ - „Deine Schuld, wenn du dich zu nah ran traust!“~ Gespräch eines Firungeweihten und eines Halbelfen

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