Tshirokho Finstermond / Priester des Tairach

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Herr Tairachi
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Tshirokho Finstermond / Priester des Tairach

Ungelesener Beitrag von Herr Tairachi » 10.12.2010 22:42

Nachdem er wider Erwarten die ersten zwei (edit: 10) Spielabende überlebt hat, würde ich mich sehr freuen, wenn jemand meinem Phileassonsaga Charakter ein Gesicht verleihen würde. Wenn Ihr euch fragt, wie es ein Ork (ja Tairachi, ja auch Zholochai und ja,
er ist aikartreu) in Phileassons Mannschaft geschafft hat,
nun, er hat sich als "würdig" erwiesen, wie alle anderen auch (und Foggwulf hat mindestens einen der Helden auf ihn angesetzt...), außerdem habe ich einen tolleranten Meister und der Ork fällt neben den anderen "Helden", einem Horasier, einem Gjalsker Tierkrieger und einer Schelmin weder sehr auf noch besonders ins Gewicht... .




Charaktername/Heldentypus: Tshirokho Finstermond / Priester des Tairach
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Genereller Eindruck: grausam und gerecht,
archaisch und dabei beunruhigend beherrscht,
so kompromisslos, dass er selbst bereit ist, Kompromisse einzugehen,
durch viele Enttäuschungen und selbst aufgebürdete Leiden weise,
manchmal scheint sein Blick zu weit entfernten Orte oder Zeiten (?) zu schweifen



Aussehen: Wie die meisten Orks ist er (mit seinen 1,67 Schritt) gut einen halben Kopf kleiner, dafür aber weit kräftiger gebaut als ein durchschnittlicher Mittelländer, dazu kommen die längeren Arme und das durch ausgeprägte Hauer, buschige Augenbrauen und die fliehende Stirn sehr “markante“ (aber nicht plumpe!) Gesicht (sowie weitere morphologische Eigenheiten der Orks).
Seit seiner Initiation, bei der er dem Totenreich etwas zu nahe kam, sind sein Fell von fahl weißer und seine Augen von blutroter Farbe (Albino),während die vielen Narben unter dem Fell kaum zu sehen sind.
Das Lange Haar trägt er entweder offen oder bindet es mit roten Lederstreifen zu groben Strähnen zusammen.
Als Zeichen seiner Stammeszugehörigkeit ziert ein schwarzer (eingebrannter) Krähenschädel den linken Hauer (falls dies zu detailliert ist, alternativ dazu eine gleichartige Tätowierung auf der Wange).


Kleidung und Rüstung: Als Zholochai geht er auch im Schnee barfüßig, lediglich Gamaschen aus den Fellen zweier erschlagener Schneelaurer, die mit der Fellseite nach innen getragen und von, (sie umwickelnden) roten Lederbändern in Position gehalten werden, schützen die Unterschenkel. Die Kopfteile der Felle sind in Kniehöhe nach außen umgeschlagen, sodass die Schneelaurer das Gegenüber aus lehren Augenhöhlen (klagend?) anzublicken scheinen.
Um die Hüfte trägt er einen (Streifen-) Schurz, während der linke Arm samt Schulter fast vollständig von einer Panzerung („Gladiatorenschulter“ vergl. RdrM S.150 Sharraz Eisauge) eingehüllt wird.
Sämtliche Rüstungsteile bestehen aus (Eisenoxid-) rotem, mit polierten Kupfernieten und Plättchen beschlagenem Rindsleder. Rüstung und Kleidung werden wohl recht gebraucht aussehen, sprich sie weisen Schrammen, Kratzer, Flecken etc. auf.


Ausrüstung: Der wichtigste Besitz des Tairachi ist die kupferne Vollmondscheibe, die ihn, auf der Brust getragen als Priester auszeichnet. Die Scheibe, der man ihr hohes Alter ansieht, darf gerne nicht nur als blanke Platte dargestellt, sondern auch weiter ausgearbeitet werden (ich denke da als Inspiration an die Himmelsscheibe von Nebra).
Alle anderen Ausrüstungsgegenstände können als optional angesehen werden, als Pool aus dem die ZeichnerIn nach Lust und Laune auswählen kann.:
Zu nennen wäre seine (große) Knochenkeule „Karkaram“ (in diesem Zusammenhang mit "Geistzertrümmerer" zu übersetzen) die aus dem Rückgrat eines unbekannten
Echsenwesens gefertigt und mit kupfernen Einlegearbeiten und Gravuren verziert ist, ebenso wie die Zweihandaxt "Massaka" (eines der wenigen Ologhaijan stämmigen Lehnwörter im Garethi), einen archaischen, mit einem Bernstein bestückten Reißer den Tshirokho aus einem echsischen Grab geraubt hat und von ihm für alles mögliche missbraucht wird (Löcher Graben, sich den Rücken Kratzen, die Jagt).
Über dem Streifenschurz trägt er einen breiten Gürtel mit allerlei Taschen und Beutel (man darf nur nicht nach ihrem Inhalt fragen...) und in einer schräg direkt über der Schnalle angebrachten, elfenbeinernen Scheide einen zwergischen Eberfänger, mit einem als Krähenkopf ausgeführten Knauf.
Des weiteren besitzt er eine lange (Quer-) Flöte aus Bodirschilf, die er zur Beschwörung der Geister des Windes oder auch nur zur “Aufmunterung“ seiner Gefährten spielt. Außerdem nutzt er sie, um einen kleinen kugelförmigen Kupfertopf (aus dessen Luftlöchern es hin und wieder qualmt und knistert) zu transportieren, den er zu diesem Zweck wie einen Lampion an einem Ende aufhängt.
Zu Guter Letzt führt er eine Unzahl an kupfernen oder beinernen Amuletten, Runenknochen, Farben, Messerchen, Tiegeln, Schalen, Fetischen, Trophäen und anderen Ritualkomponenten mit sich.


Sonstige Wünsche (optional):
Als mögliche Posen würde mir so etwas wie „Der Denker“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Denker) (allerdings weniger zusammen gekauert) in den Sinn kommen, oder eine Darstellung wie er mit verschränkten Beinen am Lagerfeuer sitzend unter murmelnden Beschwörungen versucht, die Zukunft aus Feuer oder Runen zu lesen. Auch könnte man ihn Flöte spielend und von einem Windgeist umtanzt zeigen, oder während er den Feuergeist im Topf mit Kienspänen “füttert“. Ein anderes mögliches Vorbild wäre Caspar David Friedrichs „Der Wanderer über dem Nebelmeer„ (http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0314145432), also eine Abbildung von hinten, während er auf die weiten Steppen hinaus blickt. Ihr seht, es muss keine blutige Opferzeremonie sein. ; )
Am liebsten wäre er mir in Farbe (also vornehmlich Weiß und Rottöne...).

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Fluff: Zitate:
„Feinde? Aber natürlich sind die Zholochai und die Thorwaler Feinde,
genauso wie die Zholochai und die Mittelreicher, die Zholochai und die Elfen, Zholochai und Korogai oder wie Zholochai und anderen Zholochai!“
„Die Geisterwelt ist nicht verschlossen, dein Sinn ist zu!
„Die Krieger unserer Stämme sammeln sich lediglich, um Jahrzehnte alte, interne Fehden endgültig zu entscheiden.
Niemand hat die Absicht, das Mittelreich anzugreifen!“
„Ich kenne einen Weg, aber er wird euch nicht gefallen... .“

MI Hintergrund: Meisterinformationen: Nach dem Gesetz der Götter sind nur diejenigen Orks dazu berufen Tairachpriesterzu werden, die in der Stunde des blutroten Mondes zu Welt gekommen sind. Dieser hier kam, im Gegensatz zu seinem „Bruder“ (alle Kinder sind nominell Kinder des Häuptlings...) ein paar Tage zu spät. Er wäre sicher ein fähiger Khurkach geworden, hätte er sich nicht bei seiner Mannbarkeitsprüfung eine Dreistigkeit erlaubt. Als er nämlich von der langen Jagt zurückkehrte, rühmte er sich groß, das Tier erlegt zu haben, vor dem die Krieger der Zholochai am meisten Furcht hätten. Zu deren Erstaunen zog er jedoch nicht die Klaue eines Greifen oder das Haupt eines Bären aus der Tasche, sondern ein erschlagenes Todeshörnchen. Derart beleidigt und entblößt stuften die erzürnten Harordak den jungen Ork nicht einfach nur in die unterste Mannbarkeitskaste, sondern teilten ihn, einmalig in der Geschichte des Stammes, den Ergoch zu. Entrechtet und versklavt wurde er bald an reisende Tscharshai verkauft, einige Monde später durch Korogai geraubt und erneut verkauft.
Während seiner Odyssee von Stamm zu Stamm musste er sich immer wieder neuen Lebensweisen anpassen und alte aufgeben, bis er das Vertrauen in jedwede Art von Sicherheit und Stabilität im Leben verloren hatte. Schließlich gelang ihm die Flucht. Seine Füße trugen ihn zurück zu seinem alten, ihm inzwischen fremd gewordenen Stamm, er beobachtete sie aus der Entfernung, vor allen anderen aber seinen, inzwischen zum Priester initiierten „Bruder“ den er bald ob dessen Privilegien zu beneiden begann. Als sich dieser eines Nachts vom Lager entfernte um mit den Geistern Zwiesprache zu halten, sah er seine Chance gekommen.
Er näherte sich unbemerkt, erschlug ihn mit einem schweren Stein. Er raubte seinem Opfer die kupferne Vollmondscheibe und mit ihr dessen Bestimmung. Er gab sich einen neuen Namen, Tshirokho, nach dem Wind, der Staub aus fernen Wüsten herbei trägt und bisweilen mit ihm den Mond rötlich verfärbt. Weit fort zog er, nach Westen, dorthin wo ihn niemand kannte, bis er auf einen Stamm traf, der ihn aufnahm und dessen alternder Tairachi ihn, wohl aus Mangel an geeigneten Nachfolgern, ohne viele Fragen zu stellen, als seinen Schüler akzeptierte.
In den Erzählungen und Unterweisungen seines Meisters, eröffnete sich ihm eine neue Welt, eine Welt des Geistes, der Geschichte, der Legenden und der Götter, die ihm, dem Ausgestoßenen, bald zu einer neuen, ideellen Heimat, zu seinem Fundament im Leben wurde. Während seiner Ausbildung plagte ihn jedoch stets eine, mit den Jahren wachsende Furcht, die Furcht entlarvt und als das erkannt zu werden, was er war, ein Frevler. Während seiner Initiation rechnete er fest damit, von den Geistern davon gejagt zu werden, am Ende gar damit, Tairach selbst würde kommen und ihn aufhalten, so töricht das auch war. Nichts von all dem geschah, er hatte es geschafft, war mit seiner Tat davongekommen, doch die Furcht wurde nicht durch Stolz ersetzt sondern durch tiefe Zweifel.
Wie sollte er, der die höchsten Gebote der Götter gebrochen hatte, zu ihrem Hüter werden? Wenn es so einfach war, wie konnte er dann sicher sein, dass nicht andere Schamanen in den zweitausend Mondjahren vor ihm ähnliches getan, gar die Worte verfälscht hatten, um der Macht willen, unbemerkt. Wie konnte er noch Vertrauen in die Richtigkeit der Überlieferung, der Geschichte, der Sagen haben.
Der Schatten der Tat, die ihm einst neue Sicherheit gegeben hatte, war es nun, der sie ihm wieder nahm. Es gab nur einen Weg für ihn, hinausziehen in die Welt, um die Wahrheit zu suchen.
Zuletzt geändert von Herr Tairachi am 29.08.2011 20:02, insgesamt 19-mal geändert.

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Sarafin
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Re: Tshirokho Finstermond / Priester des Tairach

Ungelesener Beitrag von Sarafin » 10.12.2010 22:53

Herr Tairachi hat geschrieben:Niemand hat die Absicht, dass Mittelreich anzugreifen!
:lol: :lol: :lol:
Der Spruch ist einfach echt geil!
„Nimm niemals Böswilligkeit an, wenn Dummheit hinreichend ist.“
~ Hanlon’s Razor

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