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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Milamber83
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Beitrag von Milamber83 » 03.10.2017 22:40

Warunk, Otterngrube

In der Otterngrube ist der schwere Dunst von Rauschkräutern allgegenwärtig und reicht beinahe aus, um schon allein davon benommen zu werden. Trotzdem kann Gerwin zahlreiche Konsumenten von Pfeifenkraut ausmachen. Er geht von Stehtisch zu Stehtisch und wird mehrfach als Schnorrer unwirsch zurückgewiesen bis auf einmal vom Nebentisch eine Stimme fragt: „Wer raucht denn heut noch Pfeife?“„Wackre Bannerträger.“„Die aber erst nach der Schlacht!“
Nachdem der unscheinbare Mann Gerwin ein paar Bröckchen Pfeifenkraut abgegeben hat, wendet er sich wieder seinem Würfelspiel zu.

Gerwin stellt sich unentschlossen wieder zu seinen Gefährten und beginnt etwas unsicher in seinem Gepäck zu kramen. Dummerweise hat er gar keine Pfeife dabei. War das gerade etwa ein Zufall?

Nach ein paar Runden verlässt der Mann dann aber die Otterngrube und raunt Gerwin im Vorbeigehen zu: "Marktplatz, Mitternacht, alter Pranger".

KAW
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Beitrag von KAW » 04.10.2017 22:55

Warunk, Otterngrube

Ossippa nickt Gerwin anerkennend zu, so viel Routine im Umgang mit Kneipenbesuchern hatte sie dem Mann gar nicht zugetraut. "Ich würde sagen, wir trinken hier trotzdem noch eine Kleinigkeit, um nicht aufzufallen.", schlägt die Geweihte dann vor, obwohl ihr deutlich anzumerken ist, dass sie diesen Ort lieber früher als später verlassen würde. Es ist allerdings auch nicht zu übersehen, dass sie sich immer wieder neugierig umblickt und ein besonders aufmerksamer Beobachter mag vielleicht sogar zu erahnen, dass sie so manches Gespräch an Nachbartischen mithört.

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Marty mcFly
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Beitrag von Marty mcFly » 05.10.2017 02:12

Warunk, Otterngrube

"Glaubt mir, in solchen Kaschemmen halte ich mich in der Regel nicht zum Vergnügen aus. Nur fürs Geschäft", entgegnet Gerwin halb entschuldigend, als er Ossippas Anerkennung bemerkt.
"Ja, es kann nicht schaden noch etwas zu warten. Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass hier noch irgendwer scharfe Sinne besitzt. Aber man weiß nie."
Daraufhin setzen sich die drei an einen kleinen Tisch am Rand des Raums. Im Vorbeigehen bestellt Gerwin noch einen Krug Bier an der Theke, überlässt aber Ossippa das Bezahlen, um nicht unnötig aufzufallen mit seinen mittelreichischen Münzen.
Mit gerümpfter Nase schaut Gerwin in den Bierkrug, gießt sich dann aber doch einen Schluck in seinen Becher.
"Ich hoffe, ihr habt einen starken Magen. Ansonsten würde ich euch raten, dieses Gesöff nicht anzurühren."

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Milamber83
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Beitrag von Milamber83 » 05.10.2017 22:43

Warunk, Marktplatz

Kurz vor Mitternacht verlassen die Helden die Kaschemme in Richtung Marktplatz. Die Gassen sind wie leergefegt.

Der Marktplatz ist von wenigen Öllaternen spärlich erhellt. Dunkle Ecken, in denen man sich verstecken kann, gibt es viele. Vielleicht steht aber auch schon jemand in den Schatten und beobachtet die Helden. Der alte Pranger steht – abseits von den neuen Konstruktionen – im Schatten in der nordwestlichen Ecke des Marktes. Eine dunkle, in Lumpen gehüllte Gestalt geht mit schleifendem Gang über den Platz und verschwindet durch das alte Tor im Südwesten. Zeit vergeht. Nach kurzer Zeit erscheint die Gestalt wieder am alten Tor und schlurft in Richtung des Prangers. Als sie an den Helden vorübergeht raunt eine männliche Stimme Gerwin ein "Kreuzergasse 7, gleich hinterm ehemaligen Rondratempel rechts" zu und macht Anstalten, in der nächsten Gasse zu verschwinden.

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Beitrag von KAW » 05.10.2017 22:52

Warunk, Marktplatz

"Uiuiui....so viel Bier hatte ich schon lange nicht mehr!", murmelt Ossippa, während sie neben den anderen über den Marktplatz spaziert. Zuvor hatte sie ihren beiden Begleitern noch zugeraunt: "Wenn wir herum schleichen und kein Wort reden, fallen wir nur auf. Wir sollten lieber harmlose Bürger darstelen." Dementsprechend bemüht sie nich nun um belanglose Gespräche mit den beiden Herren, während ihre Augen jedoch sehr wohl wachsam die Umgebung mustern und sie angestrengt auf jedes ungewöhnliche Geräusch achtet.

Bei dem neuen Hinweis zeigt Ossippa keine Reaktion und tut so, als hätte sie gar nichts mitbekommen. Sie wendet sich dem Mann nicht zu und versucht auch nicht, ihm nachzukommen. Es gehört sich schließlich nicht, einen Verbündeten aus dem Schatten ins Licht zu holen.

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Beitrag von Zyrrashijn » 06.10.2017 23:18

Warunk, Marktplatz

Der mutige Mann versteht überhaupt nicht, was hier passiert. Er folgt Gerwin und Ossipa daher einfach stoisch wie ein riesiger dunkler Schatten.
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Beitrag von Marty mcFly » 07.10.2017 00:36

Warunk, Marktplatz

Auch Gerwin ist bemüht, ein paar belanglose Worte zu wechseln. Er hatte nicht erwartet, dass es dann doch so rasch geht mit der Kontaktaufnahme.
Ob es noch in dieser Nacht in die Katakomben geht?
Als die dunkle Gestalt sich ihnen nähert und den nächsten Hinweis gibt, fröstelt es Gerwin einen kurzen Moment.
Wie gut, dass der Utulu dabei ist, versichert er sich dann in Gedanken.

"Also auf zum alten Rondratempel"
, flüstert Gerwin halb fragend.
An den Mutigen Mann gerichtet ergänzt er leise: "Nun werden wir bald auf die Freunde des Falken treffen. Ich hoffe zumindest, es sind Freunde...".

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Beitrag von Milamber83 » 08.10.2017 22:12

Warunk, Auf dem Weg zur Kreuzergasse

Gerwin und den mutige Mann beschleicht auf dem Weg ein ungutes Gefühl, nur Ossippa plappert munter weiter, um die Tarnung dreier nächtlicher Heimkehrer aufrecht zu halten.

Der Weg zur Kreuzergasse führt die Helden am ehemaligen Rondratempel vorbei, der nunmehr zu einem Freudenhaus verkommen ist, wie das große Schild mit der Aufschrift Bordell zu Rondras Zitzen über dem wehrhaften Eingang zeigt.

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Beitrag von Milamber83 » 11.10.2017 23:13

Warunk, Kreuzergasse 7

Als sie am Haus mit der Nummer 7 klopfen, öffnet sich die Tür, und aus der Dunkelheit vernehmen die Helden eine bekannte Stimme, die sie anweist, rasch einzutreten. Der Widerstandskämpfer öffnet eine Blendlaterne und führt sie in eine angrenzende Werkstatt. Nachdem der Führer einen Hammerstiel in ein Loch im Boden gesteckt hat, kippt er eine Werkbank mitsamt dem Dielenboden um, unter der eine Stiege in die Tiefe führt. Es geht hinab in einen Keller, von dem aus ein kleiner Gang gen Westen führt. Nach wenigen Schritten öffnet er eine Tür und die Gruppe tritt in einen kleinen Raum, der eine weitere, gegenüberliegende Tür hat.
„Es handelt sich um eine Schleuse. Nur wenn die erste Tür geschlossen ist, kann die gegenüberliegende Tür geöffnet werden.“

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Beitrag von Marty mcFly » 12.10.2017 01:04

Warunk, Kreuzergasse 7

Als die drei sich dem Haus nähern, wird Gerwin still und schaut sich immer wieder um. Dem Widerstandskämpfer, der ihnen öffnet, nickt er nur kurz zu und tritt ansonsten schweigend ein. Im Kellerraum angekommen blickt Gerwin, nachdem ihr Begleiter das Schleusensystem erklärt hat, zu Ossippa mit fragendem Gesichtsausdruck herüber. "Weiter also?"

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Beitrag von KAW » 12.10.2017 23:35

Warunk, Kreuzergasse 7

Neugierig blickt Ossippa sich in dem Haus um und versucht, sich alles einzuprägen. Bei der Erwähnung der Schleuse stutzt sie kurz und betrachtet die Türen. "Das verstehe ich nicht", erklärt sie schließlich frei heraus. "Waum soll es nicht möglich sein, dass beide Türen gleichzeitig offen sind?" Sie verspürt ein bisschen ein schlechtes Gewissen, gegenüber Gerwin und dem mutigen Mann, da nun sicher nicht der richtige Zeitpunkt für Gespräche über Mechanik ist. Aber das System macht sie neugierig. Wenn es tatsächlich funktionieren sollte, würde es der Nordlandbank immerhin ganz neue Sicherheitsmöglichkeiten bieten.

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Beitrag von Milamber83 » 13.10.2017 21:02

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Der Mann lässt keine Regung erkennen und antwortet nach einigen Augenblicken schließlich: „Magie“.

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Beitrag von Zyrrashijn » 13.10.2017 21:29

Warunk, Kreuzergasse 7

Der mutige Mann macht ein Gesicht, als habe er auf eine Zitrone gebissen, als der Fremde die Echsenkraft erwähnt, aber mehr als ein Schnauben entringt sich ihm nicht.
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Beitrag von KAW » 13.10.2017 23:02

Warunk, Kreuzergasse 7

Nun ist es an Ossippa, Gerwin fragend anzublicken. Sofern er keine Einwände hat, wird sie dann, wenn auch misstrauisch, weitergehen.

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Beitrag von Milamber83 » 14.10.2017 20:54

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Nachdem die Helden die Schleuse betreten haben, öffnen sich einige Luken in der Decke, aus denen mehrere Armbrüste auf die drei zielen.
In der gegenüberliegenden Tür steht kurz darauf eine junge Frau mit langen blonden Haaren und sagt: "Mein Name ist Myrhiam von Garrel und ich führe diesen Haufen hier an. Ihr seid hoffentlich die, die ihr zu sein vorgebt. Seid ihr hier, um wider den Dunkelsinn der Heptarchen zu kämpfen? Sprecht die Wahrheit!" Mit den letzten Worten hält sie eine Hand auf ihre Brust und wartet offensichtlich auf eine Antwort.

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Beitrag von KAW » 15.10.2017 15:01

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Beeindruckt, aber auch mit pochendem Herzen, blickt Ossippa auf die Armbrüste, bevor sich ihre Augen auf die Frau richten. "Ossippa Surjeloff, sehr erfreut!", antwortet die Phex-Geweihte mit fester Stimme, "Und ja, wir sind hier um unseren Beitrag zur Befreiung Tobriens zu leisten."

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Beitrag von Marty mcFly » 16.10.2017 11:09

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Gerwin räuspert sich kurz, nachdem er einen Moment lang die junge Frau gemustert hat.
"Wir sind im Auftrag des Herzogs Bernfried von Ehrenstein unterwegs. Eigentlich sollten wir zusammentreffen mit dem 'Falken', um unsere Mission zu erfüllen. Als wir am Treffpunkt eintrafen, war er leider bereits tot. Eine Horde Untoter. Dies trug er bei sich."
Dann reicht Gerwin den Ring des Falken an die junge Frau.

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Beitrag von Zyrrashijn » 16.10.2017 14:56

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Instinktiv duckt sich der mutige Mann, als sich die Luken in der Decke öffnen. Mit einem bedrohlichen Knurren geht seine Hand zu seinem Schild, doch er merkt recht schnell, das gewaltsamer Widerstand hier nicht weiterhilft.
Sein Blick wechselt misstrauisch zwischen der blonden Frau und der Decke, als er sich zu Gerwin beugt und halblaut flüstert "Wovon reden blonde Frau? Ist gut oder schlecht?"
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Beitrag von Milamber83 » 17.10.2017 20:28

Warunk, Unter der Kreuzergasse

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir zu den Guten gehören“, antwortet die Blonde für Gerwin. Sie nimmt die Hand von der Brust und den Ring entgegen. Kopfschüttelnd dreht sie das Schmuckstück zwischen den Fingern: „Was hättet ihr gemacht, wenn ihr durchsucht worden wäret? Ich bin trotzdem froh, dass ihr zumindest seinen Ring zurück gebracht habt.“ Sie wendet sich an den Führer der Helden: „Ist euch jemand gefolgt?“ Der Mann schüttelt nur den Kopf und zeigt den drei den Weg in das unterirdische System aus Kellergewölben. Mehrere Kellerräume wurden zum Hauptquartier des „letzten Banners“ verbunden.

Myrhiam und ihre Gruppe haben vor anderthalb Monaten einen Zugang zu unterirdischen Gängen gefunden, die tief in den Molchenberg führen. Man war auf Bitten des KGIA auf der Suche nach einem unheiligen Banner. Zwei ihrer Kämpfer sind von einem Erkundungsgang nicht zurückgekehrt. Aus diesem Grund hat sie keine weiteren Gefährten in die Gewölbe geschickt.

Den Helden wird eine kleine, aber gemütliche und vor allem trockene Kammer zugewiesen, in der sie sich ausruhen können.

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Beitrag von KAW » 17.10.2017 22:20

Warunk, Unter der Kreuzergasse

"Vielen Dank!", antwortet Ossippa, als man ihnen eine gemütliche Kammer zuweist, bevor sie sich auf einen weichen Sessel fallen lässt und zufrieden seufzt. Nach den tristen Erfahrungen, die sie bislang in dieser Stadt gemacht hatten, war dies doch eine angenehme Abwechslung. Obwohl sie selbst es auf Dauer kaum in einem solchen Kellersystem, abgeschirmt von jeder Sonne, aushalten würde.

"Einen beeindruckenden Rückzugsort habt Ihr hier geschaffen!", beginnt Ossippa dann ein Gespräch mit den Rebellen, verkneift sich aber die Frage, wer das alles hier eigentlich finanziert. Womöglich würde man ihre Neugier bloß als Affront auffassen. "Ich nehme an, Ihr startet von hier aus vor allem Sabotageakte? Verzeiht meine Neugier, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, was eine effiziente Taktik gegen eine solche Übermacht ist?". Bereits am Weg zu der Kammer hatte Ossippa sich aufmerksam umgeblickt, hatte versucht sich vorzustellen, wie die Rebellen hier wohl lebten oder arbeiteten. Daher kann sie es nun kaum erwarten, mehr zu erfahren, wobei bei ihren Fragen stets Bewunderung mitschwingt.

Nachdem sie sich eine Weile mit den Rebellen unterhalten hat, wird Ossippa sich dann jedoch zurückziehen, um zu meditieren und sich auszurasten.

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Beitrag von Zyrrashijn » 18.10.2017 07:42

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Der dunkelhäutige Hüne zuckt bei Myrhiams Worten mit den Schultern, seine Haltung entspannt sich sichtlich. Er wirkt nicht länger sonderlich argwöhnisch. Nachdem man ihnen die Kammer gewiesen hat, zögert er einen Moment lang, dann tritt er an die Frau heran und zieht aus seiner Kleidung das Medaillon hervor, das er in dem Versteck gefunden hatte. "Du kennen Falkenmann? Wissen, wer das ist?" Er hält das Schmuckstück hoch, so dass sie es gut in Augenschein nehmen kann.
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Beitrag von Milamber83 » 18.10.2017 19:51

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Myrhiam druckst etwas herum. „Hauptsächlich sammeln wir Informationen. Außerdem sorgen wir dafür, dass sich möglichst wenig Leichen für den endlosen Heerwurm eignen.“ Der Blonden ist das Thema sichtlich unangenehm. Anscheinend sind die Erfolge eher bescheiden oder sie ist nur wenig stolz auf das Verstümmeln von Leichen.
Als der mutige Mann ihr das Medaillon hinhält, schüttelt sie den Kopf: „Uns wird so wenig wie möglich über Aufträge und Kontaktmänner mitgeteilt. Wenn die Nekromanten einen von uns erwischen, foltern sie ihn nicht. Sie töten denjenigen einfach und fragen seine Leiche. Der Falke schien aber ein guter Mann gewesen zu sein. Eine Schande. Noch ein Kind ohne Vater.
Habt ihr überhaupt eine Ahnung worauf ihr euch eingelassen habt? Ich weiß nur, dass in den unterirdischen Gängen irgendein verfluchtes Banner versteckt sein soll. Keine Ahnung, wie uns das helfen soll, den schwarzen Drachen zu besiegen.“

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Beitrag von KAW » 18.10.2017 22:58

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Ossippa zuckt zusammen, als Myrhiam von Folter und Leichenschändung spricht, so als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Aber man stumpft wohl ab, wenn man hier so lange lebt. Als Ossippa daran denkt, wie viele Leichen sie bei Lichtung liegen gelassen hat, tritt ein wenig Schweiß auf ihre Stirn. In Gedanken murmelt sie ein Gebet zu Phex, er möge ihren damaligen Segen erneuern. Wenn es dafür nicht schon zu spät ist.

Ossippa ist dankbar, dass Myrhiam dann von der Arbeit der Rebellen und dem Falken erzählt, sodass nicht auffällt, wie schweigsam die Phex-Geweihte geworden ist. Als die Rede auf das Banner kommt, hat Ossippa sich wieder halbwegs gefangen und auch ihr Mund fühlt sich nicht mehr ganz so trocken an. "Das wird, so wie es ausschaut, wohl die einfachste Aufgabe werden.", antwortet sie daher mit ihrer typischen festen Stimme hinsichtlich der Verwendung des Banners. "Aber sagt, gibt es irgendwelche Gerüchte, was dort in den Tunelln wartet? Ich würde mich gerne so gut wie möglich vorbereiten."

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Beitrag von Marty mcFly » 19.10.2017 04:35

Warunk, Unter der Kreuzergasse

"Wenn Ihr nicht genauer über den Auftrag Bescheid wisst, ist es vielleicht auch am Besten, wenn wir euch nur das mitteilen, was nötig ist", entgegnet Gerwin mit nachdenklicher Stimme. "Damit eben, falls..ich meine, nur für den Fall", schiebt er nach Worten ringend nach, die Bilder des von Myrhia m geschilderten noch vor Augen. "Ihr könnt aber darauf vertrauen, dass wir über den Sinn der Bergung dieses Banners unterrichtet wurden. Nur soviel: Wenn die Informationen, die wir erhalten haben, stimmen, könnte der erfolgreiche Abschluss unserer Mission einen entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen den Feind darstellen.
Wie sieht die weitere Planung aus? Es ist nämlich so, dass wir in dem Gasthaus, in dem wir uns einquartiert hatten, noch unser Gepäck und Ausrüstung haben. Zum Treffpunkt wollten wir natürlich nicht alles mitnehmen und die Kontaktaufnahme verlief dann doch schneller als erwartet. Das eine oder andere davon könnte aber vielleicht auch in den Gewölben bei der Suche nach dem Banner nützlich sein. Denkt ihr, es wäre möglich, dass wir vor dem Beginn der Suche hier unten noch einmal in das Gasthaus zurückkehren? Oder könnte dies zu gefährlich sein?"

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Beitrag von Milamber83 » 19.10.2017 20:32

Myrhiam seufzt: „Die kleinen Soldaten werden immer vertröstet. Kämpft für das große Ganze! Naja. Dieses Mal scheint es zumindest zu stimmen. Wenn auf der anderen Seite ein untoter Drache kämpft, kann es wohl auch nicht viel anders sein."
Als Gerwin nach den Sachen fragt, rollt sie unmerklich mit den Augen: „Mir wäre es lieb, wenn ihr den Ausgang so selten benutzt wie nötig. Wenn ihr etwas dringend braucht, wird es einer meiner Leute holen. Das ist weniger auffällig. Ansonsten könnt ihr eure Sachen auch holen, wenn ihr das Banner habt und falls nicht…“ Sie lässt den letzten Teil des Satzes unausgesprochen.
"Ich habe keine Ahnung, was in den Gängen vor sich geht. Zwei meiner Kundschafter sind nicht zurückgekommen. Von meinen Leuten traut sich da keiner mehr rein. Die KGIA hat Spezialisten versprochen. Es gibt nur die wildesten Gerüchte – Dämonen und alles was man sich vorstellen kann oder auch nicht."

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Beitrag von Zyrrashijn » 20.10.2017 13:11

Warunk, Unter der Kreuzergasse

Der mutige Mann steckt brummend das Medaillon wieder ein. "Der mutige Mann kriecht nicht ängstlich vor dem Unbekannten im Staub." sagt er mit seiner tiefen, vollen Stimme. "Wenn Weg des Falken in Gänge führt, der mutige Mann geht dorthin. Aber er muss vorher noch einmal zurück in das Gasthaus. Wichtig."
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Beitrag von Milamber83 » 21.10.2017 22:25

Warunk, im Molchenberg

Myrhiam weckt die Helden als ihre Ausrüstung eintrifft. Es sind gerade mal fünf Stunden vergangen, aber die Zeit drängt: Das Drachenbanner hat vor einer Stunde die Stadt gen Norden verlassen.

Die Helden werden von Myrhiam eine kurze Strecke durch das Gangsystem zu einer neu eingebauten, eisenbeschlagenen Tür geführt. Der Gang dahinter ist rechter Hand eingestürzt; nach links erstreckt sich ein über 150 Schritt langer Gang bis zu einem Wanddurchbruch, wo Myrhiam sich von den Helden mit folgenden Worten verabschiedet: "Von hier aus seid ihr auf euch allein gestellt. Wenn ihr wieder zurück kommt, läutet 3-mal mithilfe des Fadens rechts neben der eisenbeschlagenen Tür, wartet einen kurzen Moment und läutet nochmals 5-mal. Danach wird jemand kommen und euch die Tür öffnen. Ich wünsche euch viel Glück. Die Götter mit euch; und bringt eure Ärsche hier heil wieder raus."

Hinter dem Durchbruch gelangen die Helden in einen sehr alten Gang. Von Wänden und Decke gefallene Steine liegen auf dem Boden. Wasser tropft unablässig von der Decke und bildet kleine Pfützen. Nie zuvor gesehene Pilzgeflechte überwuchern an zahlreichen Stellen die Steine, und ein modrigscharfer Geruch liegt in der Luft. Es gibt immer wieder Stellen, an denen die Decke eingestürzt ist, sodass man über Geröll steigen muss.
Als die Helden kurz inne halten, meinen sie neben dem stetig tropfenden Wasser ein weiteres Geräusch zu vernehmen. Oder ist es ein Gefühl? Es klingt wie zwei gigantische Mühlräder, die sich gegeneinander drehen und eine Beklemmung in euch auslösen. Unwillkürlich denkt man an Geschichten und Legenden, die man sich über den Molchenberg erzählt. Aus ihm soll das Omegatherion hervorgebrochen sein, eine alles verschlingende Dämonenkreatur, die zur Zeit der Giganten das Land pervertiert hat und durch Borbarad wieder geweckt wurde, auf dass sie ihr Werk vollenden kann. Nur durch den zwölfeinigen Bannspruch zu Perainefurten konnte sie wieder gebannt werden — doch niemand weiß, für wie lange ...

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Beitrag von Marty mcFly » 22.10.2017 21:55

Gerwin hat das Gefühl, gerade erst eingeschlafen zu sein, als er schon wieder von Myrhiam geweckt wird. Dennoch kann er sich an ein paar verschwommene Bilder aus seinen Träumen erinnern. Zum Glück waren es keine Bilder vom gestrigen Tag, die ihn heimgesucht hatten, sondern eine entferntere Erinnerung. Er war an einem Hafen, Möwen waren zu hören und das regelmäßige Platschen von Wellen gegen die Hafenmauer. Vermutlich Beilunk, denkt er sich, als er sich gerade etwas kaltes Wasser ins Gesicht spritzt, um wach zu werden. Und die Tulamidische Händlerin war auch da. Dann kommt nochmal die Seife zum Einsatz. Wer weiß, wann er das nächste Mal Gelegenheit dazu hat. Gerwin zieht sich seine Winterkleidung an und den Kapuzenmantel darüber. Ein halber, vertrockneter Apfel und ein hartes Stück Brot muss als Frühstück reichen.

Als die Gruppe sich in die Gänge begibt, entzündet er seine Laterne.
"Mutiger Mann, würde es euch etwas ausmachen, die Laterne zu tragen? Meine Arme sind nicht ganz so kräftig wie die Euren. Schaut her, ich zeige euch, wie das Abblenden funktioniert." Gerwin schiebt die Vorrichtung auf und zu. "Für den Fall, dass wir mal nicht gesehen werden wollen.."

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Beitrag von Zyrrashijn » 23.10.2017 15:38

In den fünf Stunden ist der mutige Mann kaum zur Ruhe gekommen und in dem kleinen Raum immer wieder auf und ab gegangen. Schließlich hat er, einigermaßen verzweifelt, eine der Decken, die man ihnen gegeben hatte, auf dem Boden ausgebreitet und sich auf Knien darauf niedergelassen, das Gesicht zur Wand. Dann hat er begonnen, leise in der Sprache der Tulamiden vor sich hin zu murmeln und dabei wiederholt mit der Stirn den Boden zu berühren.
Nach dieser seltsamen Prozedur schien er deutlich gelöster zu sein, wenn auch immer noch nicht ganz glücklich.

Als sie die Gänge hinter der schweren Tür betreten, ergreift er seinen Schild und nimmt auch den schweren Streitkolben zur Hand. An Gerwin gewandt entgegnet er. "Nein, der mutige Mann braucht beide Hände zum Kämpfen. Hier lauert Gefahr. Wenn Lampe zu schwer, du geben Ossipa. Der mutige Mann geht vor, dann folgt Lampe."
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Beitrag von Milamber83 » 23.10.2017 20:45

Warunk, im Molchenberg

Der mutige Mann geht voran. Das Geröll macht das Vorankommen mit dem sperrigen Schild nicht leichter. Es folgt Gerwin, der noch immer die Blendlaterne trägt. Das Schlusslicht bildet Ossippa.
Im Berg ist es - bis auf die Laterne der Helden - stockdunkel und klamm.

Nachdem die Helden durch den Wanddurchbruch gestiegen sind, befinden sie sich in einem 1,8 Schritt hohen und 1 Schritt breiten Gang. Auf der rechten Seite ist er eingestürzt. Nach links folgt man ihm etwa 40 Schritt, bis man zu einer Abzweigung kommt, die nach rechts führt. Geradeaus macht er eine leichte Biegung und geht bergab.
Gerwin und Ossippa erkennen, dass man der Abzweigung folgen muss, um tiefer in den Berg vorzudringen. Der absteigende Gang führt in die falsche Richtung.



// Der rote Punkt ist euer Standort

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