DSA5 Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Gefährliche Abenteuer, spannende Kämpfe und fremde Länder warten auf Dich.
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Milamber83
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 18.05.2018 22:54

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Der Zwerg ergreift „Nadjeschas“ Hand: „Korlosch Kaltstahl, Sohn des Xolgorim. Ich reise mit meinem Kollegen Grundelstein und unseren Hilfsarbeitern.“ Dann holt er ein Papier hervor und wedelt stolz vor den Augen der Helden damit herum: „Wir müssen wichtige Arbeiten am Pandämonium zu Eslamsbrück verrichten. Natürlich können wir euch nur bis zur Brücke von Eslamsbrück mitnehmen. Der Passierschein gilt nur für uns. Am Pandämonium selbst, wird man ohne die richtigen Papiere ohnehin gleich geopfert. Har, har, har.“

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Marty mcFly
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 24.05.2018 02:45

Da Gerwin nicht sicher ist, ob er über die Bemerkung des Zwergen lachen soll, macht er lieber einen Schritt nach vorne und unterbricht die kurze, peinliche Stille, indem er sich ebenfalls vorstellt: "Gerwin Tannhaus ist mein Name. Ich darf sagen, es ist eine Freude, in diesen Zeiten solch ehrliche und zudem hilfsbereite Leute zu treffen."

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Milamber83
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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 25.05.2018 00:04

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Der Zwerg grüßt auch Gerwin freundlich. Bei dem Mann neben ihm muss es sich um Grundelstein handeln. Er trägt wie der Zwerg Hammer und Meißel im Gürtel. Allerdings lässt er im Gegensatz zu seinem Kollegen keine Gefühlsregung erkennen. Aus kalten blauen Augen starrt er die Helden an.
Als Gerwin seinen Blick schweifen lässt, kann er nun noch zwei weitere Arbeiter auf dem Kutschbock entdecken. Sie unterhalten sich mit der dritten Arbeiterin, die zu Fuß nebenher läuft.

Alle sind gut genährt und kräftig gebaut, allerdings trägt keiner Waffen, sieht man von den Meißel einmal ab.

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Zyrrashijn
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Ungelesener Beitrag von Zyrrashijn » 25.05.2018 14:30

Der mutige Mann hält sich eher im Hintergrund und behält dabei Djurdjin in seiner Nähe. Sein Geswichtsausdruck ist verschlossen.
- Wer dem Licht dienen will, darf die Schatten nicht scheuen -

KAW
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Ungelesener Beitrag von KAW » 26.05.2018 18:48

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

"Habt vielen Dank!", antwortet Ossippa und schenkt dem Zwerg ein Lächeln? Dann deutet sie auf die Karte. "Wisst Ihr, gibt es noch vor der Brücke einen Weg hier rüber, Richtung Osten?", ihr Finger deutet auf den Fluss und bewegt sich nach rechts. Fragend blickt sie Gerwin und den mutigen Mann an und versucht zu erkennen, ob diese über die Brücke wollen oder auch lieber einen Umweg über das Fischerdorf nehmen möchten.

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Milamber83
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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 26.05.2018 22:22

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Korlosch schüttelt so heftig den Kopf, dass ihm die Backen schlackern: „Das ist die einzige Brücke flussauf- und abwärts in vielen Meilen. Vielleicht habt ihr Glück und findet einen Fischer, der euch rüberbringt. Trauen sich die aber kaum mehr. Die neuen Herren sind nicht zimperlich, was Grenzverstöße angeht. Passt auf jeden Fall auf, dass euch nicht die Krakonier holen, har, har, har!"

Djurdjin betrachtet derweil sehr konzentriert seine Stiefel und macht keine Anstalten zu fliehen.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 11.06.2018 20:47

Reichsstraße nach Eslamsbrück

// Ich greife mal den Vorschlag von Marty auf, da es keine Gegenstimmen gibt. Ich gebe aber Gelegenheit, nochmal einzugreifen.

Erschöpft nehmen die Helden das Angebot des Steinmetzes an und lassen die müden Füße von der Ladefläche baumeln. Zumindest bis zur Brücke wollen sie mitfahren. Die Ochsen laufen langsam, aber stetig und die Gesellschaft ist ausgelassen. Der Zwerg sowie seine Gehilfen sind froh, Warunk und seinen Alpträumen zu entfliehen. Es wird viel gescherzt und gelacht. Nur Grundelstein ist wortkarg und durchbohrt die Helden mit kalten Blicken.
Die Zeit vergeht schnell. Am frühen Nachmittag tauch plötzlich ein befestigtes Lager am Horizont auf: die Grenzfeste.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 14.06.2018 22:50

Am Ufer der Tobimora

Korlosch und seine Gehilfen verabschieden die Helden mit einem fröhlichen Winken. Allerdings haben die drei Gefährten noch lange das Gefühl, dass der kalte Blick von Grundelstein auf ihnen ruht, als die Ochsenkarren bereits nur noch ein kleiner Punkt auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück ist.

Trotz des Schnees kommen die Helden gut voran und nach weniger als einer Stunde taucht ein großes Ruderboot auf der Tobimora auf. Der feiste Ruderer hat sichtlich Probleme, das Gefährt auf Kurs zu halten. Denn obwohl von dem Fluss ein abgestandener Gestank nach brackiger Verwesung ausgeht, führt er viel Wasser.
Wenige Schritt vom Ufer entfernt hält die glupschäugige Gestalt ohne sichtbaren Hals das Boot an: „Charyptoroth zum Gruße! Für 3 Goldstücke setze ich euch über, aber einer muss rudern helfen.

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Marty mcFly
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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 18.06.2018 02:00

Am Ufer der Tobimora

Gerwin macht einen Schritt auf das Ufer zu und schaut dabei, wohin seine Füße treten, um nicht eine unerfreuliche Begegnung mit der Tobimora zu machen. Etwas nervös entgegnet er dem Ruderer: "Charyptoth auch mit euch! Das Gold können wir euch geben, und mein Begleiter hier", dabei zeigt er auf den Utulu, "kann sicherlich auch ein Ruder übernehmen."
"Sagt, wir sind vermutlich nicht die ersten, die ihr über die Tobimora setzt", während er versucht, einen Blick in das Boot zu werfen, um dessen Zustand auszumachen.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 19.06.2018 00:38

Am Ufer der Tobimora

Aus der Kehle des Mannes ertönt ein Gurgeln, dass wohl als Lachen durchgehen soll: „Viele Händler wollen den Zoll nicht zahlen. Andere – ohne Waren – haben keinen Passierschein.“ Dabei gleiten die Glupschaugen vielsagend über die Helden. „Mich geht das nichts an, solange das Gold stimmt. Unseren Fisch kauft schon lange keiner mehr. Und von irgendetwas muss man ja leben.“ In diesem Moment treibt eine aufgedunsene Leiche den Fluss entlang. „Der Drache und der große Zauberer streiten um Land und Straßen, aber die Herrin der Tiefe ist die einzige Herrscherin über das Wasser.“ Dabei reckt der Mann sein Doppelkinn stolz empor, als ob er der persönliche Gesandte der Erzdämonin wäre.

Währenddessen stellt sich Djurdjin mit dem Rücken zum Ufer und flüstert zu Gerwin so leise, dass es der Mann im Boot unmöglich hören kann: „Lazzt misch Mann bringen zu Schwesterschen Tza. Wir nehmen Boot. Ich kenne Führer von grozes Boot an Küste. Unz bringen zu schöne Insel.“

Soweit es Gerwin von seiner Position beurteilen kann, scheint das Boot in erstaunlich gutem Zustand zu sein. Die Geschäfte des Fischers laufen anscheinend gut.

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 02.07.2018 01:35

Am Ufer der Tobimora

Gerwin winkt Ossippa herbei, die etwas im abseits stehend das trübe Flusswasser betrachtet, um die Bezahlung des Fischers möglichst schnell abzuwickeln. An Djurdjin gerichtet antwortet er: "Das ist nicht unser Plan. Wenn wir mit alledem fertig sind, könnt ihr mir gern nochmal von eurer schönen Insel erzählen."

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 02.07.2018 20:48

Am Unheiligtum

Djurdjin ist sichtlich wenig begeistert von der Reiserichtung der Helden. Trotzdem lässt er sich zusammen mit den anderen drei übersetzen. Der weitere Weg querfeldein durch das verschneite Buschland ist beschwerlich, aber zum Glück nicht mehr weit.

Etwa eine Meile vom nördlichen Ufer entfernt erhebt sich der Stumpf eines riesigen Bauwerks aus dem Boden. Aus der Ferne gesehen scheint es, als könne man es nicht richtig fixieren. Immer wieder verschwimmen Teile vor den Augen der Helden. Sie erkennen eine große Anzahl von Zelten und Holzschuppen, die um die Baustelle herum errichtet wurden. Riesige Steinquader und Holzstapel liegen um und auf dem Bauplatz. Die für Baustellen typischen Hebebalken sind jedoch nicht auszumachen. Hinter einigen Büschen versteck erblicken die drei Gefährten und der maraskanische Söldner verschiedenste Dämonen, Untote und Golems, die neben etlichen Menschen an dem Bauwerk arbeiten. Weiterhin sehen sie einen Altarstein, auf dem ein lebloser, blutverschmierter Jüngling liegt.

Das Kastell daneben besteht aus einer hölzernen Palisade, vier Ecktürmen und Wehrgängen. Im Innern können die Helden die Dächer von zwei Steingebäuden ausmachen. Das Tor steht offen, wird aber von zwei Gardisten bewacht. Es ist bereits später Nachmittag und zahlreiche Waagen poltern von der Baustelle in das Innere des befestigten Geländes.

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 11.07.2018 01:40

Am Unheiligtum

Gerwin stockt beim Anblick der unheiligen Wesenheiten, denen sie nun so nah sind, der Atem. Unwillkürlich schlägt er das Praios Aug' vor seinem Gesicht - etwas, das er gefühlt seit seiner Kindheit in der Obhut der Traviakirche nicht mehr getan hat - und stöhnt mit vor Entsetzen erstickter Stimme: "Die Zwölfe stehen uns bei!"
Dann zeigt er auf die von der hölzernen Palisade umgebene Festung. "Ich nehme an, das ist der Stützpunkt Galottas. Nun heißt es bloß noch, dort hineinzukommen...Ossippa, ob ihr den Listigen nochmal zu einem Tauschgeschäft überreden könntet? Unter Umständen könnte ich es auch mit etwas magischer Ablenkung versuchen, da müssten wir aber erstmal näher an die Gardisten herankommen.."

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 12.07.2018 21:47

Am Unheiligtum

Ossippa legt den Kopf schief: „Es herrscht ziemlich viel Verkehr. Wahrscheinlich könnten wir uns dem Tor zunächst nähern, ohne viel Aufsehen zu erregen. Falls eure Magie nicht ausreicht, hilft mir der Listige vielleicht, die Wachen zu überreden…“

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 19.07.2018 01:55

Am Unheiligtum

"Dann lasst uns als Gruppe zwischen zwei der Wagen, die in die Festung fahren, einreihen. Wenn dann der Wagen vor uns kurz angehalten und kontrolliert wird, werde ich aus einiger Entfernung versuchen, einen Zauber zur Ablenkung zu sprechen. Dieser würde allerdings nur für mich wirken. Es ist auch schon etwas länger her, dass ich diese Art der Magie angewandt habe...
Damals..im, äh, Theater"
, fügt Gerwin noch rasch hinzu.
"Ich werde dann das Banner in die Festung tragen. Meint ihr Ossippa, dass Ihr mir mit Hilfe eurer göttlichen Kraft folgen könnt?"
Gerwin beobachtet noch einen kurzen Moment den Wagen, der als nächstes zum Tor kommt, um abschätzen zu können, wie lange die Gardisten jeden Wagen untersuchen. Dann dreht Gerwin sich zum Utulu und spricht langsam und deutlich: "Mutiger Mann, ihr werdet wohl nicht so einfach mit hineinkommen. Allzu lange werde ich mich aber auch nicht darin aufhalten wollen. Vielleicht könnt ihr euch mit Djurdjin, nachdem ich durchs Tor bin, hier draußen verstecken. Ihr müsstet aber schon mit zum Tor kommen und ein kurzes Gespräch mit den Gardisten anfangen, nach dem Weg fragen oder so, sonst könnte es für Außenstehende merkwürdig aussehen, dass ich so einfach durch das Tor marschiere."
Dann schaut Gerwin nochmal in die Tasche, in der sich das Banner befindet. Nur noch wenige Meter, dann haben sie ihr Ziel erreicht.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 23.07.2018 20:33

Galottas Kastell

Als sei es das Natürlichste der Welt, nähern sich die Helden selbstsicher dem Kastell. Ein Stück vor Ihnen fährt ein Ochsenkarren von der Baustelle, beladen mit allerlei Werkzeugen und Baumaterial. Als die Handwerker am Tor ankommen, entflammt schnell ein heftiger Disput. Anscheinend ist man sich uneinig über die Befehle: Die Wachen möchten den Wagen nicht durchlassen, die Handwerker wollen ihn über Nacht im Kastell unterstellen. Unauffällig stellt sich der mutige Mann mit Djurdjin dazu, als ob sie zwei Hilfsarbeiter wären.

Gerwin späht vorsichtig hinter dem Gefährt hervor und wirkt unauffällig zwei Zauber. Dann schlendert er einfach an den Wachen vorbei. Das Banner hat er dabei wie ein Stück Baumaterial über die Schulter gelegt. Trotzdem achtet er peinlich darauf, dass das Tuch nicht verrutscht, um Hautkontakt zu vermeiden. Der Soldat, der ihm an nächsten steht, winkt Gerwin nur genervt weiter.

Ossippa schickt ein kurzes Stoßgebet zu Phex: „Listiger, lass mich die richtigen Worte finden, um die Feinde der Zwölf zu verwirren!“

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 26.07.2018 13:44

Galottas Kastell

Seine ganze Schauspielkunst ist gefragt, als Gerwin so selbstverständlich wie möglich an den beiden Wachen vorbeischreitet. Ob seine Magie, die er in dieser Form schon länger nicht mehr angewendet hat, die Schergen Galottas täuschen kann?
Gerwin spürt auf einmal ein Stechen im Kopf, an der Stirn genauer gesagt. Jemand liest meine Gedanken!, kommt es ihm plötzlich in den Sinn.
War das ein anstrengender Tag, das sadistische Dreckschwein von Vorarbeiter hat es genossen, ganz sicher. Den Humpen Bier, den Torgan mir noch schuldet, hab ich mir jetzt redlich verdient.

Als die Kopfschmerzen etwas nachlassen, riskiert Gerwin, wieder seinen eigenen Gedanken nachzugehen: Er schaut sich im Kastell um nach einer unbewachten Kammer..vielleicht ein Kellerzugang, wo ich das... ich mich unbemerkt zu einer Runde Boltan treffen kann..

Gerwin fühlt sich beobachtet, fast wie unter den Augen des Praioten in Perainefurten.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 28.07.2018 23:20

In Galottas Kastell

Im Innenhof findet Gerwin drei Gebäude: Ein steinernes Haupthaus mit Turm, der Galottas Banner trägt, ein kleineres Gebäude aus Stein und einen großen Holzschuppen.

Die zahlreichen Arbeiter bringen Tiere und Werkzeug in den großen Schuppen oder begeben sich in der Dämmerung zu dem kleineren der beiden Steingebäude. Das Haupthaus scheint den Wachen vorbehalten zu sein. Auf der Palisade patroulieren Soldaten und die Ecktürme sind mit großen, armbrustartigen Geschützen bestückt. Gegenüber dem Tor, durch das Gerwin die Festung betreten hat, befindet sich ein weiteres, das ebenfalls von zwei Mann bewacht wird.

In dem Tumult, scheint keiner Gerwin Aufmerksamkeit zu schenken. Oder zumindest kann er niemanden entdecken, der ihn beobachtet.

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Marty mcFly
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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 02.08.2018 02:19

In Galottas Kastell

Nachdem Gerwin die Wachen passiert hat, zieht er sich seine Kapuze über und versucht so gut es geht, das Gebaren, Haltung und Mimik der ihn Umgebenden zu imitieren: Beschwerlicher Schritt, schlurfend, den Blick nach unten gerichtet.
So mischt Gerwin sich unter die Arbeiter, die ins Steingebäude trotten.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 03.08.2018 21:25

In Galottas Kastell

Gerwin hört hinter sich ein Gezeter am Tor. Der Streit scheint aus dem Ruder zu laufen und wird immer lauter. Schließlich kann der Ossippa ziemlich deutlich vernehmen: „Wie könnt ihr es wagen? Ihr seid daran schuld, wenn die nächste Proviantlieferung ausbleibt und eure Kameraden Schuhsohlen essen müssen. Seid euch sicher, Galotta persönlich wird davon erfahren!“
Als Gerwin einen vorsichtigen Blick wagt, sieht er Ossippa, die mit hochrotem Kopf abzieht und dabei den mutigen Mann und den maraskanischen Söldner hinter sich herzieht. Jetzt ist der Scharlatan wohl auf sich allein gestellt.

Auf dem Weg zu dem Steingebäude, kann er auch einen Blick durch das große Tor des hölzernen Baus werfen. Er besteht aus einem einzigen großen Raum, der Wagen und Werkzeuge beherbergt. Ebenfalls hölzerne Pfeiler stützen ein weiteres Geschoss, das über eine Treppe erreicht werden kann.

Als Gerwin durch eine breite Tür das Steingebäudes betritt, erblickt er dort ebenfalls einen einzigen großen Raum mit zahlreichen Bänken und Tischen. Durch eine Ausgabe am Ende des Raums wird Essen gereicht. Dort liegt wahrscheinlich die Küche. Neben der Durchreiche ist auch eine Tür, sie ist jedoch geschlossen. Zahlreiche Handwerker und Arbeiter sind am Essen.
In den Ecken befinden sich zwei Wendeltreppen, die in das obere Stockwerk führen.

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 06.08.2018 07:55

In Galottas Kastell

Gerwin möchte sich zum Tor umdrehen, entschließt dann aber, einfach weiterzugehen.
Ossippa weiß sich, aus solchen Situationen herauszureden. Und wenn nicht, der Mutige Mann hat auch noch ein paar Argumente.
Als er in das Steingebäude tritt und die Schlange an der Essensausgabe entdeckt, erinnert er sich, dass das Knurren seines Magens in den letzten Tagen auch immer lauter geworden ist. Dann wiederum kommt in ihm die Erinnerung an die Begegnung mit dem Schäfer hoch, dessen Schafe alles andere als gesund aussahen. Wer weiß, was dann auf den Tellern der Arbeiter landet. Ein wenig hilft diese Vorstellung, um den Wunsch, sich in die Schlange einzureihen, zu verdrängen. Ganz abgesehen davon, dass ihm nun vermutlich nicht mehr viel Zeit bleibt. Das Untotenheer ist auf dem Weg, und um die geplante List durchzuführen, muss er das Banner vorher entrollt haben. Und zwar möglichst an einem Ort, an dem er nicht entdeckt wird.
Am liebsten wäre es ihm, das Banner dort zu entrollen und so schnell es geht von hier zu verschwinden.
Nur ob das möglich sein wird? Sollte er das Banner nicht lieber bewachen, damit es niemand findet?
So viel hängt nun von ihm ab. Das Gelingen der Operation. Und auch wenn er nur einen kleinen Teil dazu beiträgt: Womöglich das Ende der Schwarzen Lande? Schließlich das Wohlergehen der Tobriens, der Menschen hier in seiner Heimat. Ein ungewohntes Gefühl, diese Verbundenheit mit diesem Landstrich. Er wischt den Gedanken schnell beiseite. Jetzt bloß nicht ablenken lassen...

Gerwin nimmt also eine der Wendeltreppen in Augenschein und marschiert darauf mit größtmöglicher Selbstverständlichkeit los.
Oben sind wohl die Schlafquartiere. Vielleicht lässt sich dort ein abgetrennter Raum finden oder eine abgeschiedene Ecke.
Wenn nicht, muss er sich in der Scheune umsehen.

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 10.08.2018 21:21

In Galottas Kastell

Im Obergeschoss befindet sich ein T-förmiger Flur. Die meisten Türen stehen offen und geben den Blick in Schlafsäle frei. In grob gezimmerten Kisten am Fußende der Betten verstauen gerade einige Arbeiter ihre Habseligkeiten, bevor sie zum Essen gehen.
Am langen Ende des Flurs (wo keine Treppe hinab führt) steht eine Tür einen Spalt offen. Gerwin kann dort ein ganzes Arsenal an Besen und Putzgeräten ausmachen. Anscheinend werden diese jedoch nicht allzu häufig genutzt, sonst wäre das Gebäude sauberer…

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 15.08.2018 12:50

In Galottas Kastell

Gerwin schaut sich um und stellt erstmal schnaufend seinen Rucksack auf den Boden im Flur, als gerade zwei Arbeiter vorbeikommen und ihn im Vorbeigehen mustern. Die Erschöpfung muss er zum Glück nicht vortäuschen. In einem unbeobachteten Moment verschwindet er dann in der Abstellkammer und wartet dort einen Augenblick, bevor er beginnt in seinem Rucksack zu kramen. Er erstastet ein ledernes Beutelchen, in dem sich eine kleine, gläserne Phiole befindet. Er zieht sie heraus und mit ihr ein wenig Stroh und Wolle, die er zum Schutz des Glases in den Rand des Beutelchens gestopft hat.
Ob es sich so anfühlen wird wie beim ersten Mal?
Keinen Geschmack sollte er haben, damals. Gerwin war sich jedoch sicher, etwas säuerlich-metallenes geschmeckt zu haben. Vielleicht war der Trank damals verunreinigt gewesen. Das wäre auch wenig verwunderlich, war die Bezugsquelle doch eher zwielichtiger Natur. Ein belebendes Gefühl hatte er danach dennoch. Zumindest bis zu dem Moment, als von überall her die schweren Schritte der Stadtgardisten zu hören waren.
Hoffentlich bringt ihm das Gebräu diesmal also mehr Glück.
Gerwin zieht an dem Korken, über den zur Versiegelung Wachs gegossen wurde, und kippt sich die Flüssigkeit in den Rachen, wo er sie einen Moment belässt, bevor er sie herunterschluckt.
Diesmal war sie tatsächlich geschmacklos. Wie Wasser. Hoffentlich war es nicht bloß Wasser. Ein wenig warm schien sie ihm zu sein.
Er wartet noch einen Moment bis er glaubt, ein leichtes Kribbeln zu spüren. Vielleicht war es auch nur eingebildet.

Gerwin wagt noch einmal einen Blick auf den Flur. Immer wieder kommen Arbeiter von unten mit ihrem Gepäck, um kurz darauf wieder hinter den Treppenstufen Richtung Speisesaal zu verschwinden. Was wohl aus ihnen wird, wenn es zu einem Gefecht zwischen den Armeen kommen sollte?
Ein Gedanke, der ihm bisher noch gar nicht gekommen war. Den er aber schnell wieder zur Seite wischt, denn die Zeit zum Handeln ist gekommen.
Am besten wäre es, wenn er das Banner irgendwo aufhängen könnte. Gerwin versucht in dem kleinen Lichtschein, der durch den Türspalt kommt, zu erkennen, ob in der Abstellkammer irgendwo ein Haken oder Nagel in der Wand hängt.
Vielleicht ließe sich das Banner auch an einem der Besen aufhängen?

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 16.08.2018 22:28

In Galottas Kastell

Gerwin kann mehrere Besen erkennen, die mit Haken an der Wand aufgehängt sind. Daran könnte man das Banner sicher befestigen…

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 16.08.2018 22:40

In Galottas Kastell

Vorsichtig räumt Gerwin ein paar der Besen zur Seite und hängt das noch von Schnüren gehaltene Banner dort auf.
Dann spricht er noch in Gedanken ein Stoßgebet an die Zwölfe und zieht an den Schnüren, worauf hin das Banner zu sich rasch entrollt.
Gerwin hält dabei seine Augen geschlossen, weil er aus irgendeinem Grund befürchtet, etwas könnte nun mit dem Banner passieren, das die Aufmerksamkeit der Arbeiter oder Wachen auf sich lenken könnte. Als er weder Geräusch noch ein Leuchten vernimmt, öffnet er wieder seine Augen.

Hoffentlich wirkt es noch. Aber was nun?

Gerwin versucht, die übrigen Besen und was er sonst noch so in der kleinen Kammer findet, so zu platzieren, dass sie das Banner möglichst gut verdecken.
Jetzt heißt es, abwarten...

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Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 17.08.2018 22:44

In Galottas Kastell

Vor Gerwins innerem Auge zieht die Geschichte vorbei, wie man sie sich später in Gasthäusern und an Lagerfeuern erzählen wird:
Gerwin steht mit seinen Gefährten auf dem höchsten Turm des Kastells. Er schwenkt das Banner frenetisch, während der mutige Mann mit weiten Hieben alle weltlichen Gegner und Ossippa mit göttlicher Macht die Untoten fernhält. Phex persönlich lässt alle Geschosse der Feinde fehlgehen…

In der Realität hängt an einer viel zu kurzen Stange ein braun-fleckiges Tuch schlapp herab. Da kommt plötzlich Wind auf. Das Tuch strafft sich und gibt den Blick auf eine mit goldenen Fäden gestickte knöcherne Hand frei. Den Scharlatan überkommt wieder das gleiche Gefühl wie im Molchenberg, obwohl er sich sicher ist, das Banner nicht berührt zu haben. Hat jemand Erde in seine Kehle gestopft? Der Geschmack nach Verwesung ist überwältigend. Gerwin versucht, sich zu übergeben, aber nicht einmal das ist ihm mehr möglich. Irgendetwas greift nach ihm, aber da geht er schon röchelnd zu Boden.
Als er wieder erwacht, herrscht lautes Geschrei im Kastell: „Lasst das verdammte Schwein! Schließt die Tore!“ Das Atmen ist für Gerwin noch immer eine übermenschliche Anstrengung, doch der faulige Gestank ist verschwunden.


Vor Galottas Kastell

Ossippa, der mutige Mann und ihr maraskanischer Gefangener haben sich mittlerweile einige Dutzend Schritt vom Kastell entfernt. Noch immer sind die Wangen der Phexgeweihten knallrot. Aufregung und Zorn waren nicht gespielt.
Im Kastell scheint etwas zu passieren. Ein lauter Schrei ertönt von einem der Türme: „Lasst das verdammte Schwein! Schließt die Tore!“

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Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 19.08.2018 20:41

In Galottas Kastell

Nachdem Gerwin sich langsam wieder aufgerafft hat, tastet er seinen Körper nach Wunden ab sowie seinen Mund nach der Erde, die er soeben noch dort gespürt hat.
Gerne würde er nun weg von diesem Ort, von diesem verfluchten Banner.
Dennoch zögert er, könnte das Gelingen der Mission doch davon abhängen, ob er über das Banner wacht. Aber nützt dies überhaupt etwas? Gegen die Gardisten könnte er sich ohnehin nicht behaupten.
Also beschließt Gerwin, noch für etwas
Tarnung zu sorgen. Er nimmt seinen mittlerweile von der Reise schon recht mitgenommenen Umhang und schneidet mit seinem Dolch ein großes Stück Stoff heraus. Auf diesem tritt er noch ein wenig herum, damit es wie noch mehr wie ein schmutziger Lappen aussieht.
Diesen hängt er dann so gut es geht über die Besen vor das Banner.
Dann lugt er nach draußen und passt einen günstigen Moment ab, um unbemerkt die Kammer zu verlassen.

Mal schauen, wie es im hof aussieht, von wo er gerade dieses Geschrei vernommen hat.

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Milamber83
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 20.08.2018 21:53

In Galottas Kastell

Nachdem Gerwin den magischen Nagel ins Banner gedrückt hat, verlässt er die Putzkammer. Auf den Gängen herrscht helle Aufregung. Die Arbeiter laufen kopflos hin und her. Droht etwa ein Angriff?
Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, aber als Gerwin auf den Hof tritt, steigt von einem der Türme eine flammende Kugel auf und explodiert einige Schritt über dem Kastell als Feuerball. In diesem Licht erkennt der Scharlatan, dass eines der Tore bereits geschlossen ist. Beim anderen Eingang müht sich eine der Wachen mit den schweren Torflügeln ab. Der zweite Soldat jagt dem Skelett eines toten Schweins hinterher. Anscheinend zeigt das Banner Wirkung.

Vor Galottas Kastell


Über dem Kastell explodiert ein großer Feuerball und taucht die Winterlandschaft in ein unheimliches Licht. Einer der Torflügel beginnt sich langsam zu schließen. Die Aufmerksamkeit von Ossippa und des mutigen Mannes wird allerdings vom schneebedeckten Boden beansprucht: Überall bohren sich knöcherne Hände durch das Weis. Hier muss einst eine große Schlacht stattgefunden haben, nach der die Toten nur verscharrt wurden.

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Marty mcFly
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Ungelesener Beitrag von Marty mcFly » 30.08.2018 16:18

In Galottas Kastell

Gerwin hetzt zum Tor, das noch nicht ganz verschlossen ist und versucht, hindurchzuschlüpfen, hoffend, dass in dem Durcheinander niemand auf ihn achtet.
Hoffentlich sind Ossippa und der Mutige Mann noch nicht abgehauen, allein hier wegzukommen, könnte schwierig werden...

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Milamber83
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Ungelesener Beitrag von Milamber83 » 13.09.2018 22:04

Galottas Kastell

Das Tor schließt sich immer weiter. Gerwin beschleunigt nochmal. Er kann es schaffen. Ein Spalt ist noch offen als ihn nur noch wenige Schritt von der rettenden Freiheit trennen - aber es ist unmöglich. Das Tor ist nun zu schnell, vielleicht erreicht er die andere Seite mit einem Arm, aber das Gewicht der schweren Holzbohlen würde ihn einfach erdrücken. Stolpernd kann er gerade noch abbremsen, ohne in dem schlammigen Boden auszurutschen. Verdammt!

Als nur noch ein winziger Spalt offen ist, erzittert die Pforte. Trotz des Schwungs endet die Bewegung des Tors und der Soldat wird durch den unerwarteten Widerstand von den Beinen geworfen. Eine riesige Pranke streckt sich durch die verbliebene Öffnung und winkt dem Scharlatan zu. Gerwin hört nur die Worte: „Mickriger Mann kommen. Sonst sterben!“ Als Gerwin sich durch den schmalen Spalt schiebt, sieht er den mutigen Mann, der mit wuchtigen Hieben nach allen Seiten austeilt und marode Gerippe zertrümmert. Ossippa hat ihre Hände abwehrend erhoben und dreht sich in alle Richtungen, während Djurdjin wie ein wildes Tier mal hierhin und mal dorthin läuft, aber sich nicht aus dem Kreis untoter Angreifer befreien kann.
Dann ruft die Geweihte: „Los! Die dunklen Mächte sind stark an diesem Ort. Ich weiß nicht, wie lange ich sie noch aufhalten kann!“

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