Nordpassage

Moderator: Raskir


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 Betreff des Beitrags: Nordpassage
BeitragVerfasst: 19.12.2016 15:01 
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Kapitel 1: Die Reise zum ewigen Eis

Logbuch des Arnbold Sturmhard, Tag 1:
Der 13. Boron 1040 BF, Feuertag stellt den Beginn unserer Reise dar. Heute Nacht haben wir Salzahafen an der Mündung des Inval heimlich verlassen, in der Hoffnung etwaigen Spionen möglichst wenig Möglichkeiten zu geben uns zu verfolgen. Gezielt streute ich Gerüchte über das vermeidliche Ziel meiner Reise, ihr wahres Ziel jedoch offenbart sich nur mir als eben jenem, der Zugang zu meiner Truhe mit den Geheimdokumenten hat. Manche meinen ich steuere das Güldenland an, andere denken es wäre das Riesland, wieder andere schwören auf Uthuria. Nach meinen eigenen Gerüchten kamen bald weitere hinzu, einige glauben wir wollen nach Thorwal um dort heimlich Wale zu fangen, andere denken wir suchen verborgene, untergegangene Kontinente irgendwo im Meer der 7 Winde, dem Güldenmeer, oder gar dem Feuermeer. Die Mannschaft weiß bisher nur das die Reise lang und gefährlich sein könnte. Aus Gründen der Sicherheit, das es vielleicht doch feindliche Spione geschafft haben sollten die Flotte zu infiltrieren habe ich angeordnet in der Nacht stets einen langsamen Südkurs einzuschlagen, um mögliche Feinde mittels der Sterne über uns zu verwirren, während ich Tagsüber möglichst unauffällig einen nördlicheren Kurs fern der Küsten und des Horizonts zu Aventurien anordnete. Laut meinen Berechnungen dürfte die erste Passage unserer Reise ganze vierzehn bis einundzwanzig Tage benötigen, je nachdem wie günstig unsere Bedingungen sind. Thorwal müsste bereits quer zu uns liegen wenn alle Messungen korrekt waren, wir sind auf leichtem Nordkurs ganz nach Plan und bei Tagesanbruch werden wir diesen gänzlich einschlagen. Hein Seehoff, Kapitän der Noiona ist ein erfahrener Segler der westlichen Küste, Fähnwulf Phileasson, Kapitän der Rondrania ist ein ortskundiger Händler des nordwestlichen und nördlichen Meere besonders von Ifirns Ozean das den Nevisen als Loppuhai bekannt ist. Hesindion ui Niando, Kapitän der Firuna ist eher ein Kenner des Meer der 7 Winde, des Südmeers und auch des Perlenmeeres, doch ich will auf seine jahrelange Erfahrung und Freundschaft nicht verzichten müssen. Binsbart Holzhauer, Kapitän der Parainea aus dem Heiligen Neuen Kaiserreich vom Greifenthron zu Gareth mag bisweilen ein rauer Bursche sein und mancher in der Mannschaft sieht ihn mit argwöhnischen Augen an seitdem er zu uns kam, doch auch seiner Loyalität bin ich absolut sicher. Das Flaggschiff Efferta macht sich als Neubau alle Ehre und eignet sich scheinbar ideal, um von ihm aus diese Expedition zu leiten. Mögen die Zwölf meiner Reise beistehen, den obwohl die Mannschaft euphorisch ist weiß ich um einige der Gefahren und Schrecken die uns auf unserer langen Reise erwarten werden.




Bei wolkenfreier Nacht, brach die Flotte des Arnbold Sturmhard auf. Nahezu unbemerkt und heimlich stahl sie sich aus dem Salzahafen und selbst der Großteil der Mannschaft war über das genaue Datum der Abreise nicht informiert, seit nunmehr fast einer Woche sollten alle jederzeit abfahrbereit beim Schiff oder in dessen direkter Hafenumgebung bleiben. Auch gab diese Zeit der Mannschaft genug Eingewöhnungsphase um jeden kennen zu lernen, der bis zuletzt neu dazu gestoßen war. Vorbei an der Kontorinsel und dem Kloster der Anconiter stach man hinaus in die offene See. Bald verschwanden die Lichter der Stadt und auch die nächtlich grob zu erkennenden Umrisse des Festlandes ganz und die scheinbar nicht enden wollende Ewigkeit des Meeres ließ von Horizont zu Horizont erblicken.



Die Efferta selbst besaß insgesamt vier Decks, eines unten für die Fracht und Ladung, darüber eines mit Schlafsälen und teils auch einzelnen Kabinen für die Mannschaft, darüber das Hauptdeck sowie ein Aufbau am Bug der weiteren Mannschafts- und Stauraum bot, darüber das Bugsegel, als am Heck zusätzlich die Räumlichkeiten für den Kapitän und die Offiziere. Über diesem letzten Heckteil war noch ein weiterer kleiner Bereich, über dem letztlich das Steuerrad und das Hecksegel zu finden waren. Insgesamt fünf Beiboote und damit die meisten Beiboote aller fünf Schiffe (die Noiona besaß zwei, die Rondrania vier, die Firuna drei, ebenso wie die Parainea) befanden sich auf der Efferta. Im Quartier des Kapitäns befand sich eine Speisetafel für ihn und die Offiziere, die restliche Crew musste mit einem Speisesaal, quasi inmitten der Hängematten des Schlafsaals vorlieb nehmen, dafür befand sich dieser auch direkt neben dem Raum, der die Kombüse und das Lager für diese beinhaltete. Insgesamt zwei Treppen, jeweils eine Bug und Steuerbord führen neben einem zentralen Schacht samt kleinem Kran für Waren und Ausrüstung sowie vier einzelnen Leitern durch die Decks. In mehreren Fässern sammelt sich teils das Regen, aber auch das Putzwasser vom Deck wieder, um es nicht zu verschwenden und dient teils zum Kochen von Suppen oder als Trinkwasser. Selbst eine kleine Dusche gibt es die sich aus einer der Fässer speist, jedoch von mehreren Personen nacheinander genutzt wird, um möglichst Wasser zu sparen, auch wenn ihr Fass als einziges teils auch aus dem Meer nachgefüllt wird. Echte Wannen zum Baden befinden sich nur in den Kabinen des Kapitäns und der Offiziere. Auf dem Schiff sind mehrere Ballisten befestigt, jedoch sind sie nach außen hin gut getarnt und die Schiffe wirken eher wie zivile Handelsschiffe ohne jegliche Bewaffnung. Selbst Flaggen oder Wappen auf den Segeln der fünf Schiffe fehlten gänzlich, jedoch lagen einige in Kisten parat um sich im Zweifelsfall schnell zu beflaggen und sich so auszuweisen, oder bestimmte Signale untereinander und für andere auszugeben. Arnbold Sturmhard selbst stand neben dem Steuermann und hielt ein Messinstrument in der Hand. Tatsächlich aber beobachtete er nicht wie man erwarten konnte die Sterne, sondern schaute sich heimlich die einzelnen Mitglieder seiner Mannschaft und ihr jeweiliges Verhalten genau an. Da die Expedition nur halb offiziell war und er das meiste selbst mitfinanziert hatte und die besten der besten anheuern wollte, war seine Mannschaft eine wilde Ansammlung einzelner Individuen und Spezies, sowohl an Menschen, als auch einige wenige Elfen, der Ausguck der Efferta beispielsweise war ein Goblin, und auf der Firuna sollte ein einzelner Achaz gesichtet worden sein. Die Rondrania hingegen hatte angeblich gar einen Zwerg mit an Board einen alten Bekannten von Arnbold, der trotz aller Angst und Panik vor Wasser mitkam, weil er dabei war als Arnbold die alte Karte gefunden hat und nun hoffte einige verlorene Verwandte seines Volkes zu finden. Die meiste Zeit wie man seit Tagen hörte schloss er sich jedoch in seinem Zimmer ein und beschwerte sich darüber das ihm kein Essen im Körper bleiben wollte. Dank des pampigen Breis den es neben der Suppe zur Kost gab, war der Zwerg aber nicht allein auf allen Schiffen dabei sein Essen dem Meer zu übergeben. Einige, besonders der zuletzt angeworbenen Abenteurer waren keine großen Freunde der knappen Kost die es gab und Arnbold hatte versprochen baldmöglichst an Land zu gehen, um durch Jagd und eventuell auch Handel die Reserven abwechslungsreicher aufzufüllen. Nur Arnbold selbst wusste das es die Insel Runin wäre, die sie in einigen Tagen als nächstes heimlich anzusteuern planten, jedoch abseits des Hafens und der viel befahrenen Schiffsrouten.


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BeitragVerfasst: 19.12.2016 17:56 
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Wer so verrückt ist, im Boron los zu segeln, muss echt einen verdammt guten Grund haben. Hat dem Käpt`n jemand gesteckt, dass wir Thorwaler den Monat auch Sturmmonat nennen? Swafnir schenke dem Käpt`n Glück .... mindestens so lange, wie ich auf seinem Schiff segel. Will bestimmt Verfolger abhängen, was? Zwischen ihren Zechgelagen zum Abschied von Salzerhaven, einschließlich Schlägereien ... verbrachte Eyvin vor der Abfahrt auch für ihre Verhältnisse viel Zeit im Efferdtempel. Da hinterließ sie viele Gebete, etliche Silbermünzen, Muscheln und Sand von fremden Küsten, um den Launischen milde zu stimmen. Dann war wieder Zeit, sich durch die Gasthäuser zu zechen und zu prügeln, um die anderen Mannschaftsmitglieder besser kennen zu lernen. Irgendwann wurde dann auch das erste Trygdar-Al getrunken, wenn man sich gegenseitig den Rücken gedeckt hatte. Kann mir verflucht noch mal jemand sagen, wo diese Reise hin geht? Hättest du besser fragen sollen, bevor du angeheuert hast, aye? Aber musste es unbedingt dieser Fraß sein, schon so kurz nach dem Auslaufen???

Eyvin steht groß, selbstbewusst und standfest auf dem Hauptdeck und beobachtet Wetter und Segel. Gegen die Boronskälte hat sie ihre gefütterte Kapuzenjacke angezogen, einen Pullover drunter, dicke Hosen, Strümpfe und Schuhe, alles was außen war, gut eingefettet gegen Wind und Wetter. Handschuhe nicht, die waren nur etwas für Börns und behinderten bei der Arbeit. Fachmännisch prüft sie hier den Zug der Taljen und beaufsichtigt dort die einfachen Matrosen bei ihren Arbeiten. Sogar gegenüber dem Schiffsjungen ist sie geduldig und erklärt .... wer aber von den Leichtmatrosen beim zweiten Mal noch denselben Sch... baut, erntet gute thorwalsche Flüche und Kopfnüsse. Beim Setzen oder Einholen der Segel hat sie auch immer das ein oder andere gute Seemannslied auf den Lippen.

https://www.youtube.com/watch?v=GoPaHStJrZ4


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BeitragVerfasst: 19.12.2016 23:45 
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Dass man in aller Heimlichkeit in See sticht und auch später dann auch ohne Flagge fuhr, gefiel Glennir ganz und gar nicht. Diese Heimlichtuerei stand seinem adeligen Selbstverständnis und Kriegerethos entgegnen. Der albernische Krieger nahm sich vor den Expeditonsleiter bei Gelegenheit darauf anzusprechen. Vielleicht wenn man zum Essen in der Offiziersmesse sitzen würde.

Bevor man in See gestochen ist, hat er wie so viele den Tempel des Efferd aufgesucht, um den Launenhaften für eine sichere Seereise zu bieten, um günstige Winde und ruhige See. Dafür hat er einige Goldmünzen gespendet.

Am Bord ist er auch an Deck getreten und beobachtet die See und das seemännische Tun. Glennir ist als Albernier mit einem küstennahen Stammsitz sehr efferdgläubig, gleichzeitig fehlt es im an Erfahrung zur See, war er doch höchsten mal auf einem Küstenseegler wenige Tage lang unterwegs. Den Seeleuten versucht er nicht im Weg zu stehen, interessiert sich aber für die Abläufe und schaut wie gesagt im Wechsel darauf und auf die See, als zu ihm das Seemannslied der Thorwalerin klingt. Es ist ein Lied einfacher Seeleute, dem musikalischen Glennir gefällt es trotzdem und beginnt es mitzupfeifen.

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Fjolnir Torbrandson, Hetmann, Klingensucher, Unholdsbani, Träger des Widderorden und des Weidener Bärenorden


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 09:18 
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"Euer Hochgeboren!" Im Vorübergehen, mit Halt an Wanten und Tauwerk, grüßt Eyvin murmelnd den Adligen aus Albernia. Dann kontrolliert sie den Backbord-Palstek für das rahgetakelte Großsegel. Da musste man niederhöllisch aufpassen, und das Großsegel hing auch wirklich schon etwas schlaff durch. Dort ging ihnen Wind verloren. "Hehoh, zwei Mann hierher. Torgal, Pipo, helft mir mal kurz hier." Dann ruft sie über den Wind und die rauschende See laut zum Käpt`n auf dem Achterdeck. "Großsegel hängt durch, bitte um Erlaubnis, nachtakeln zu dürfen, Kapitän!"


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 14:51 
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Auch Torgal und Pipo hatten den Tempel des Efferd aufgesucht bevor es zur See ging. Nun halfen sie der Thorwalerin Eyvin Bjarnisdottir auf ihr Zurufen dabei das Segel nach zu takeln, nachdem Arnbold der die Lage ebenso eingeschätzt hatte und den Befehl "Erlaubnis erteilt!" ausgegeben hatte.

"Sagt euer Hochgeboren das ich ihn zum späten Mal in meiner Kapitänskajüte zu sehen wünsche!" erklärte Kapitän Sturmhard einem seiner weiblichen Matrosen neben sich mit Blick auf Glennir Ywain Rondrwyn ui Beornsfairn. Anschließend beobachtete Arnbold den Horizont hinter der Flotte, suchte ihn gezielt nach Verfolgern ab.

"Der Kapitän wünscht euer Erlauchtheit beim späten Mahl zu sehen!" meinte der weibliche Matrose Gertlind schließlich gegenüber Glennir und spie kurz danach auf Deck aus, während sie sich bereits umdrehte um ihrer Arbeit nachzugehen. Sie hatte weder Zeit noch Lust mit dem Adligen länger zu verkehren, oder gar zu plaudern, den sie hatte Dienst es gab viel zu tun und der in ihren Augen abgehobene Adelige hätte eh wenig mit ihr gemein dachte sie. Gerdlind trug eine vertikal gestreifte blauweiße Hose, dazu ein weißes Hemd, über der sie eine braune, längliche Weste trug. Ein rötliches Haarband hielt die kurzen, blonden Haare der Frau oben und an dem Band ebenso wie an einem Gürtel um die Hose, zwei Gürteln um die Schulter und der Weste trug sie allerlei Dolche, Säbel und Messer. Ihre kämpferische Vergangenheit war zudem an etlichen Narben im Gesicht und an den Unterarmen der Frau zu erkennen.

"Pipo in die Takelage, schade das Grollgan nicht Dienst hat!" meinte Torgal mit den Gedanken an den Goblin des Schiffes der sich nahezu natürlich in der Takelage zu Hause fühlen schien. Torgal selbst hatte eine auffallend rote Hose an, die sich etwas mit seinem gelben Hemd biss. Sein langes, zu Dreadlocks geflochtenes Haar war ursprünglich braun, aber mit Naturfarben gerötet worden. Ebenso wie Pipi war er für die Segel zuständig, anders als dieser aber war Torgal direkt Segelmacher des Schiffs. Pipo selbst trug einen kahl geschorenen Kopf und silberfarbene Haut und etliche rituelle Verzierungen und Matrosentätowierungen von denen einige offensichtlich, andere schwer verständlich waren.


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 15:37 
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Tikaani ist froh, dass es endlich los ging. Die ewige Warterei und Herumsitzerei hat sie beinahe krank gemacht. Ihr fehlt ihre Heimat. Nun waren sie zumindest wieder in Bewegung, was sich immerhin wie ein wenig Heimat anfühlte. Von der Seemaanssprache verstand sie so gut wie gar nichts, also versuchte sie einfach nicht im Weg herumzustehen. Man kann sie auch dabei beobachten, dass sie generell nicht alles versteht, was auf dem Schiff gesprochen wird. Meist sitzt sie also an Deck an einem der tiefsten Punkte an der Rehling und wirft die Angel aus. Diese Art zu Fischen ist ihr noch etwas fremd. Meistens ist sie dazu in einem kleinen Bott unterwegs, das man in ihrer Heimat Kajak nennt. Dort kann sie die Fische sehen, die sie fangen will. Hier sieht man nichts außer Wellen und Gischt. So bleibt ihr wohl nichts anderes übrig, als sich wie so oft in letzter Zeit in Geduld zu üben.

Plötzlich zerrt etwas an ihrer Rute und sie muss ihre ganz Kraft aufbringen, um den großen Fisch an Deck zu holen. Ein stolzes Lächeln legt sich auf ihr Gesicht, als sie einen Trm von mehreren Stein Gewicht in den Händen hält. Schnell zückt sie ihr Messer um den zappelnden Fisch damit an Deck zu fixieren. Hab ich dich. Jetzt gibt es endlich wieder was vernünftiges zu Essen. In den letzten Tagen hatte Tikaani nicht viel gegessen. Diese Breiartige Substanz hatte ihr es nicht besonders angetan. Vermutlich kannte sie es nicht einmal. Mit dem Fisch kann sie schon sehr viel mehr anfangen und entsprechend ist ihre Freude.


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 17:39 
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Neugierig hatte Grollgan die junge Tikaani beobachtet, interessiert verfolgte er sie dabei aus einem kleinen Guckloch zwischen einem Gitter das hinunter unter Deck führte. Dann plötzlich Bewegung, etwas hatte angebissen, die Augen des Grollgan wurden gewaltig. Der Goblin in seiner leichten, kurzen Hose und seinem vorne offenen, eigentlich nur übergeworfenen Hemd und einer blauen Zipfelmütze stürmte freudig an Deck. Auch er war kein Freund der breiigen Pampe, die es an Board gab, doch lieber als Fisch würde er gern süße Erdäpfel oder ähnliche Früchte vertilgen.

"Fisch, Fisch lecker und frisch. Jetzt noch einige Süßkartoffeln und Grollgan's Magen kann nicht klagen!" erklärte der Goblinausguck strahlend, als er neben Tikaani stand und den Fisch betrachtete, während er freudig auf- und absprang. Dabei baumelte die Kette aus Fischzähnen laut herum, die der Goblin um seinem Hals befestigt hatte und die neben Zähnen auch Kleintierknochen und einige Schmuckstücke aus Metall besaß. Freudig klatschte er abwechselnd in die Hände oder auf die Schulter der Fischerin, um sie für weitere Fischfänge anzuspornen.


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 20:32 
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Vor einigen Tagen

Vitus war spät am Abend auf das Schiff gekommen am Tag vor dem Auslaufen. Viele andere Seeleute blieben immer lieber so lange wie möglich am Land um noch einen Abend in der Taverne zu genießen. Vitus war da anders: einen Abend vorher schon auf einem neuen Schiff sein heißt sich auf das Schiff einzustimmen und es kennenzulernen. Während seiner Ausbildung hatte er so viele Schiffe gesehen. Nur die wenigsten konnten sich einen Bordmagier permanent leisten und so folgten für seinen Meister mehr heuern als für den üblichen Seemann.

Die Expedition Meister Sturmhards war eine gute Fügung gewesen: seine letzte Reise auf der Karavelle 'Salkya' hatte ungeplant in Salzerhaven geendet. Ein Piratenangriff und härter Abwehrkampf vor dem Winhang sorgte für ein geschwächtes Schiff dem dann ein Sturm fast den Rest gegeben hätte. Nur mit Glück konnte sich das Schiff nach Salzerhafen schleppen und wurde jetzt Monate überholt. Glück, dass Meister Sturmhard einen fähigen Bordmagier suchte. So fand sich Vitus schnell an Bord eines Schiffes wieder, wie üblich mit seiner Seekiste für Bücher und Navigationsgerät, Seesack für seine Kleider und seinem Speerköcher über der Schulter.

Jetzt
Als Bordmagier war Vitus keiner der Wachen fest zugeteilt, half aber als Decksoffizier mit aus.

Wie schon sein Meister Salpico sagte, man muss den Kapitän das Gefühl geben er bekommt einen Doppelpack: den Seemagier für den er zahlt und den Offizier der im Packet kostenlos dazu kommt.

Gerade hatte er eine Deckswache beendet und genoss noch die frische Luft und den Geruch des Nordmeeres. Hier kommen wir her und man kann es nur genießen. denkt er sich als er zum Horizont blickt und danach die neu angeheuerten Mannschaftsmitglieder mustert: die Thorwalerin schien an Bord erfahren zu sein, die Anglerin weniger aber der gefangene Fisch war ein guter Einstand: Seebeine werden immer respektiert, aber Liebe geht durch den Magen. Sie schien ihre Prioritäten richtig liegen zu haben. Interessant auch der Kämpfer, einer der Matrosen hatte Vitus erzählt er sein ein wirklicher Ritter und Adelsmann. Interessant wie es ihn auf das Schiff verschlafen hat.

"Efferd zum Gruß. Habt ihr Euch gut an Bord eingelebt. Vitus Rikvard, Bordmagier. Darf ich fragen wie es euch auf dieses Schiff verschlagen hat?"


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BeitragVerfasst: 20.12.2016 21:14 
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Der Albernier nickt der Thorwalerin freundlich zu, lässt sie passieren und denkt weiter über die fröhliche Melodie des Seemannsliedes nach.
Der Matrosin lächelt er zu Danke, meine Gute, ihr könnt dem Kapitän ausrichten, dass ich gerne annehme.

Dann tritt der Magier an ihn heran Efferd zum Gruße, gelehrter Herr. Nun, mir stand der Sinn nach all den Schlachten des KRieges gegen die Mordmärker nach anderen Abenteuern und so befinde ich mich wie ihr auch auf großer Fahrt. Ihr seid ein Landsmann, nicht wahr?

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Fjolnir Torbrandson, Hetmann, Klingensucher, Unholdsbani, Träger des Widderorden und des Weidener Bärenorden


Zuletzt geändert von Fjolnir Draugertöter Torbrandson am 22.12.2016 13:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.12.2016 21:26 
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Vitus lächelt bei der Erwähnung der Mordmärker. "Das stimmt, meine Familie ist eine älter Havener Kapitänsdynastie, ich bin allerdings hauptsächlich an Bord von Schiffen aufgewachsen. Das Schiff meines Vaters ist die bewaffnete Kogge Walross und danach mit meinem Lehrmeister auf verschiedenen Schiffen. Mit meiner Familie habe ich aber auch die meisten Winter entweder in Havena oder in Grangor, so dass ich Havena meine Heimat jenseits des Meeres nenne. Den Rest unseres Landes kenne ich leider kaum. Die Zeichen stehen gut für unsere Fahrt und die Winde des Meeres werden uns zu neuen Gestaden tragen. Ihr seid also professioneller Kämpfer und habt ihm Kampf gegen die Besatzer gedient? Wir haben einiges Material transportiert für die Königin, aber nur von den schlimmen Kämpfen gehört? Das Land wurde sehr verwüstet?"


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 09:21 
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"Scheiße, Pipo, die ganzen Tätowierungen musst Du mir eines Tages mal erklären," grinst Eyvin, während sie in die Hände spuckt und mit Torgal das Segel kurz einrefft. "Sieht ja aus wie ein Körpergemälde, das die alten Grandmader gemalt haben..... also rein und pass auf, das Schiff schlingert ganz schön. .....He-hoh ..... He-hoh," zieht sie, während Pipo in die Wanten klettert. Dann lässt sie kurz fallen, damit Pipo nachtakeln kann. "Hast Du schon was gehört, wo es hingeht?" fragt Eyvin den Segelmacher neben sich ..... sie fragt es leise. "Mir gefällt das irgendwie nicht .... jetzt im Boron unterwegs, Stürme, ein Weg nach Norden, ein unbekanntes Ziel. Und dazu ein mieser Fraß, wenn sie da uns nicht was fängt." Aus dem Augenwinkel bekommt sie Tikaanis Fang mit.


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BeitragVerfasst: 21.12.2016 15:28 
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Zur Antwort des Mannes nickte Gerdlind nur knapp und gab dem Kapitän anschließend quer über Deck ein kurzes Nicken, als ihre Blicke sich trafen. Neugierig lauschte Gerdlind von dem Fass auf dem sie saß den beiden Landsleuten die sich gefunden hatten. Geschichten und Seemannsgarn aller Art faszinierten sie seit sie zum ersten mal das Meer, genauer das Perlenmeer und Südmeer befahren hatte. Neugierig fragte sich wie die Begegnung wohl ausgehen würde, hätten beide auf unterschiedlichen Seiten in diesem Konflikt gestanden.

"Meine Tätowierungen? Die hier ist von einem Kraken dem wir begegneten, hier sahen wir ein Meerweib und die hier erinnert mich an eine Dirne in Grangor. Kurzum mein ganzes Leben spiegelt sich auf diesem Körper ab aber den Rest zeig ich euch mal wenn wir allein sind. Besonders den großen Wal der schönen Fjorde, hä, hä, hä!" lachte Pipo schmutzig und spielt auf eine ganz spezielle Körperstelle ab, was umstehende Matrosen zu lautem Gelächter verführte, während er sich an die Arbeit machte und zu klettern begann.

"Wenn man vom Grollgan spricht, fehlt eigentlich nur noch ein Klabautermann auf dieser Flotte!" witzelte der Matrose als er eifrig mit an packte, sich dann aber doch neugierig und skeptisch umblickte. Er teilte die Skepsis von Eyvin was ihr Reisedatum und auch ihre Reiseart, sowie andere Umstände der Reise anging. "Ich bin sicher der Kapitän hat seine Gründe, vielleicht geht es um große Reichtümer und Geheimhaltung ist wichtig? Vielleicht wollen wir aber auch einen Konkurrenten bei etwas schlagen?" mutmaßt Torgal nachdenklich. "Was den Fraß angeht das macht Kapitän Stumhard immer so auf lagen Reisen, er rationalisiert schrecklich aber in Notzeiten hatten wir dafür schon öfters ausreichend üppige Reserven über!" ließ Tikaanis Helfer bei den Tauen sie wissen Torgal.


Zuletzt geändert von Melrak Schildsturm am 21.12.2016 23:04, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 21.12.2016 18:25 
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"Wohl eher eine winzige Sardine," kommentiert Eyvin grinsend die männerübliche Anspielung auf das eigene, alles entscheidende Körperteil. "Und nichts, was ich nicht schon interessanter anderswo gesehen hätte..... manchmal hab ich sie auch einfach abgeschnitten....", und zu Torgal "wär aber besser, wenn er die Mannschaft wenigstens am Anfang bei Laune hält. Egal, die Heuer ist recht..... und Pipo ist wohl fertig da oben, lass ziehen, ich mach eben den Palstiek und alles wieder fest, dann sind wir wieder gut im Wind." Zu Pipo brüllt sie hoch: "Heda, bist fertig. Und ..... Heh-hoh ..... heh-hoh," ist die Takelage wieder schnell festgezurrt. Am liebsten hätte sie diese Gertlind gleich mal zur Rede gestellt, als sie so aufs Deck spuckt. Die anderen müssen Deinen Schiet wegschrubben. Aber wenn der Steuermann nichts sagte..... "Hier sind wir ja fertig...."


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 21.12.2016 21:32 
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"Wah", kreischt Tikaani erschrocken auf, als das Fellknäuel, das auf den Namen Grollgan hört, sie anspricht. Beinahe hätte sie den Fisch wieder losgelassen. Sie hatte sich noch immer nicht an den Goblin gewöhnt. Was ist das nur für ein Wesen? Für ein Hund ist es zu groß und außerdem läuft es auf zwei Beinen. Was will das Vieh eigentlich von mir? Meinen Fisch kriegt es nicht. "Geh weg, du kriegst meinen Fisch nicht", ruft sie dem Goblin ziemlich verunsichert zu. Sie umklammert den Fisch, als sie diesen gegen ein Tier verteidigen müsste. Ihr Garethi ist keinesfalls Fehlerfrei und mit einem starken Akzent behaftet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 21.12.2016 23:14 
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Über den Kommentar mit der Sardine lachte Pipo fast noch lauter als die anderen Matrosen, er mochte deftige Scherze und Eyvin gefiel ihm darum sehr. Sicher könnte man mit ihr gut trinken und zechen schmunzelte er während er seiner Arbeit in den Seilen nachging. "Aye alles fertig hier oben!" ließ Pipo wissen und seilte sich schnell an einem der Seile hinunter anstatt langsam herab zu klettern. Während er so herunter kam guckte er sich die anderen Matrosinnen von oben herunter so genau an wie es ging.

"Eben noch hält die Heuer uns bei Laune und vielleicht laufen wir noch die ein oder andere schöne Hafenkneipe an während unserer Reise!" fand Torgal und wusste aus früheren Erfahrungen das der Fraß oder die Rationalisierungen unter Arnbold noch nie zu Meutereien oder zu großem Unmut geführt hatte.Zwischendurch fiel sein Blick zur Fischerin hinüber und beobachtete diese und den Goblin.


"Was, kein Fisch für armen Grollgan?" guckte der Goblin recht enttäuscht zwischen dem Fisch und Tikaani hin und her. Er wollte den Fisch und das Wasser im Mund lief ihm bereits zusammen, also überlegte er schon was er tauschen könnte. An seinem Gürtel befand sich eine kleine Beuteltasche mit seiner Hausratte daran, dazu einige Wildscheinzähne und auch sein Teleskop mit dem er sonst im Ausguck das Meer absuchte. "Gibt es mir den Fisch tausche ich meinen Besitz oder meine Rationen!" lächelte Grollgan und hielt die Hände für den Fisch offen und versuchte freundlich zu lächeln, was bei ihm aber eher befremdend wirkte. "Oder zeigt es Grollgan wie man hier auf dem Meer gut fischt und Grollgan ist sein Freund!" bot der Goblin als Alternative an und begann vor Vorfreude schon um die Fischerin Tikaani herum zu tanzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 22.12.2016 13:29 
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Registriert: 02.02.2010 21:42
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In Havenna befindet sich auch die KRiegerschule, an der ich in der Kriegs- und Waffenkunst unterwiesen wurde. Das kann man wohl sagen. Die Mordmärker haben gewütet, den Orken gleich. Ich habe viel gesehen, auf und neben dem Schlachtfeld, als Land und Königin treu gedient habe erklärt Glennir dem Magier.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 22.12.2016 18:46 
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"Einen wilden Ork habe ich noch nie gesehen. Natürlich habe ich vom Orkensturm gehört und im Thorwalern Hafen einmal zwei von den zivilisierten gesehen. Ich denke ein Feuerball hilft bei einem Problem mit Ihnen genauso gut wie bei einem angreifenden Schiff mit Piraten." sagt er mit einem Lächeln.

"Von der Kriegerschule habe ich schon einiges gehört, die besten Krieger der Westküste. Auf dieser Reise könnte es ja zu Kämpfen kommen. Vielleicht sollten wir uns überlegen wie wir uns bei einem solchen koordinieren. Für beste Effektivität brauche ich jemanden der mich vor Nahkampfangriffen abschirmt. Kämpft ihr mit einem Schild?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 22.12.2016 21:48 
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Registriert: 12.12.2016 21:51
Das Tanzen verunsichert Tikaani noch mehr. Zunächst verharrt sie misstrauisch in der Position. Dann beobachtet sie ihre Umgebung und stellt fest, dass sie wohl nicht die Einzige ist, die ständig misstrauisch durch die Mannschaft beobachtet wird, was ihr ohnehin ziemlich unangenehm ist. Irgendwie tut er mir ja leid. Er muss ja in arger Not sein, wenn er bereit ist, seine Jagdtrophäen einzutauschen - sind diese doch jeden Kriegers oder Jägers Stolz. Ihr Magen krümmt sich und sie muss daran denken, dass ihr der Körnerbrei bisher auch nicht sonderlich gut bekommen ist. Hat er vielleicht das gleiche Problem? Das beste Stück gehörte dem Jäger, der den Fang gemacht hatte, als Ausgleich für seine Kraft, die er dafür aufbringen musste. Der Rest gehörte der ganzen Sippe, die davon lebte. Wieder schaut sie den Goblin an. Arme Kreatur. Sie löst die Umklammerung des Fisches und streckt diesen Grolgan hin. "Hier, ich schenke ihn dir."


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 22.12.2016 23:14 
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Freudig klatschte Grollgan mit den Händen und ergriff den Fisch gierig. Zufrieden blickte er Tikaani an und zerriss den Fisch schließlich in zwei Teile, so das er ihr einen Teil zurück geben konnte. "Lecker Fisch für Grollgan frisch, doch auch für neuen Freund!" frohlockte der Goblin Grollgan und drückte einen Teil des nun halbierten Fisches zurück in die Hand der Fischerin. "Wir könnten eine Suppe daraus brühen, dann hättet ihr auch etwas vom leckeren Kopf und den Innereien!" schlug der Goblin auch wenn durch sein übereifriges Teilen des Fisches manches aus seinem Inneren bereits über seine Hände und auch den Boden des Decks verteilt war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 24.12.2016 15:16 
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Während des Gesprächs mit dem Krieger betrachtet Vitus mit einiger Belustigung den kleinen Grollgan. Da bin ich ja mal gespannt wie sich diese Mannschaft zusammenreisst wenn es mal hart auf hart kommt. Zumindestens in einem Kampt sollten wir neuen dem Schiff helfen können. Einen Goblin habe ich auf See noch nie gesehen. denkt sich Vitus als er die Szene auf sich einwirken lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 24.12.2016 22:58 
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Arnbold atmete tief durch, aktuell schien alles gut zu laufen, also übergab er das Kommando an seinen Steuermann und begab sich die Treppe hinab zu den Offiziersquartieren. Immerhin hatte er mit den wichtigsten Offizieren und Anführern noch ein großzügiges Abendessen vor, bei denen er ihnen als erstes einen groben Umriss über das Ziel ihrer Reise zu geben gedachte, freilich ohne vor dem Ziel im frostigen, hohen Norden zu viel zu verraten. Der Start war geglückt, Verfolger schien es bisher nicht zu geben, doch Kapitän Sturmhard konnte sich nicht ganz sicher sein, zudem bestand noch die Gefahr, das feindliche Spione auf einem seiner Schiffe waren. Noch war nichts sicher und bis sie im Eis ankamen war nicht einmal dieser erste, leichtere Teil ihrer Reise abgeschlossen. Euphorisch, vor freudig, abenteuerlustig aber auch sorgenvoll, vorsichtig und nachdenklich begab sich Arnbold zu seinem abendlichen Essgelage. Wenig hatte er in den letzten Wochen geschlafen, viel hatte er geplant und in die Wege gesetzt seit er die alte bosparanische Karte über eine Expedition in den Norden des Kontinentes in einem alte Ruinenrest von Bosparan bei einer Schatzssuche in den Tiefen der Kathakomben von Vinsalt in uralten Überresten eines Schiffswrack des ehemaligen Hafensmeistergebäudes entdeckt hatte. Schnell hatte er die Karte versteckt, später geschmuggelt und seit jenen Tagen als Abenteurer seine Kontakte, sein Geld und sein Können auf diese Expedition vorbereitet. In den Spuren großer Entdecker wollte er so in die Geschichte eingehen, nicht nur der seines Heimatlandes, oder des Kontinentes, sondern der ganzen Welt wenn alles gut ging.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 28.12.2016 18:42 
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Firuna

Wie häufig auf der bisher zwar kurzen Reise, steht Ojola an der Reling des Schiffes und blickt in die Ferne. Sie hat sich aber darum bemüht einen Platz zu finden, wo sie und ihr Hund nicht im Weg stehen. Sie genießt den Wind, der hier frei weht und krault eher unbewusst dem neben ihr sitzenden Olperter zwischen den Ohren. Dann scheint etwas die Aufmerksamkeit der Halbelfe geweckt zu haben. Sie beugt sich über die Reling, um besser sehen nach hinten sehen zu können; aber was auch immer es war, es war aus ihrem Blickfeld verschwunden. Einige Herzschläge wartet sie noch, ob es wieder auftaucht, bevor sie sich ans Heck begiebt, um nachzuschauen.

Das Boot mit der Laterne lässt sie stutzen, aber sie hat sich wohl nicht getäuscht und auch die dunklen Schiffe in der Ferne hat sie sich nicht eingebildet. Ihr Blick wandert über das Deck und zum Ausguck hinauf und einen Moment fragt sie sich, wie jemand das übersehen konnte. Dann schüttelt sie den leicht Kopf: 'Wahrscheinlich liegt die Aufmerksamkeit mehr vorne' und geht rüber zum Kapitän: "Verzeiht die Störung Kapitän, aber habt Ihr einen Moment Zeit?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 28.12.2016 22:18 
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Tikaani erschrickt als das seltsame Wesen den Fisch einfach so mit bloßen Händen und den Zähnen zerreißt. Den abgerissenen halben Fisch lehnt sie ab und versucht bis zur Dämmerung noch etwas zu fangen. Als der Kapitän mit einem Teil der Leute verschwindet und der Koch die guten Speißen bringt, schaut die Nivesin ungläubig. Sie verstand diesen Anführer nicht. Sie sucht sich wie jeden Abend einen Platz an Deck und beobachtet die Sterne.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 28.12.2016 22:50 
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Firuna
Neugierig drehte sich der Kapitän der Firuna um. Hesindion ui Niando hatte schon einiges in seinem Leben auf See erlebt und gesehen, doch aktuell schenkte er wie auch der Ausguck eher der Flottenformation seine Beachtung, als wie Arnbold nach etwaigen Verfolgern Ausschau zu halten, immerhin waren sie recht unbemerkt und heimlich aus dem Hafen verschwunden. Noch war die Nacht tief und die Müdigkeit einiger Besatzungsmitglieder tiefer.
"Ich höre ehrenwerte Suleyfin!"erklärte Hesindion und blickte sich neugierig um. Nun konnte man auch sein blasses Auge sehen, das im Kampf mit Piraten im Südmeer seine Sehkraft verlor, wie man überall in Tavernen hatte hören können, wenn der Kapitön betrunken einige seiner Geschichten erzählte.

Efferta
"Ganze Fisch lecker, lecker!" erklärte der Goblin als er begriff, das er nichts zu teilen hätte und schleunigst eilte Grollgan zurpck unter Deck, beobachtete von dort aus aber heimlich weiter die Fischerin um mehr darüber zu erfahren, wie sie den köstlichen Fisch an Bord zauberte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 29.12.2016 08:23 
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Firuna

Die Halbelfe muss ob der doch recht förmlichen Anrede schmunzeln: "Ojola reicht völlig," meint sie, schon ahnend, dass sie sich den Kommentar auch hätte sparen können. Seit sie die Weihen empfangen hat, behandeln sie die Menschen, so sie davon wissen, anders als vorher. "Ich glaube wir haben jemanden an Bord, der... oder die? ... Verfolgern zeigen möchte wo wir langfahren," ihr Blick wandert zu dem kleinen Beiboot, das das Schiff hinter sich her zieht. "... und das bisher mit Erfolg. Ganz dort hinten sind noch weitere Schiffe," fügt sie noch an, da sie weiß, dass Menschen bei Dunkelheit nicht ganz so gut sehen können. Einen Moment schweigt sie. Dann aber blitzt Abenteuerlust in ihren Augen auf: "Ihr könntet jetzt versuchen sie in die Irre zu locken. Solange sie nicht wissen, dass wir sie entdeckt haben, werden sie Euch folgen. Und irgendwann machen wir das Licht aus und fahren zu den anderen zurück?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 30.12.2016 00:14 
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Firuna
Erst jetzt erspähte auch Hesindion ui Niando das kleine Boot am Heck seiner Firuna und blickte sich skeptisch um, jedoch nicht so das es zu sehr auffiel. Suleyfin hatte recht, es musste einen Spion oder Saboteur an Bord geben, der einem bisher unbekannten Konkurrenten zu dienen schien, vielleicht sogar mehrere.
"Das ist äußerst beunruhigend!"erkannte Hesindion unverzüglich und spielte mit dem Gedanken das zusätzliche Beiboot einfach an seinem Seil zu kappen und die Verfolger so abzuschütteln. Dann aber verwarf er den Gedanken, den den Feind in den eigenen Reihen würde er so wohl nicht enttarnen, ganz zu schweigen, das der Verfolger sich davon sicherlich nicht allzu lang würde abschütteln lassen.
"Ja wir könnten sie vom Kurs der Flotte weglocken, bleibt nur zu hoffen das wir Arnbold Sturmhard selbst wiederfinden wenn er erneut den Kurs schwenkt um die eigentliche Route gezielt einzuschlagen. Außerdem was wenn die Verfolger uns abseits der restlichen Flotte allein einholen?"fragte Kapitän ui Niando eher sich selbst als die Halbelfe und beschloss die Angelegenheit gleich nach ihrer eingeholten Meinung mit seinen Offizieren kurz zu beraten und kurz danach Arnbolds Meinung einzuholen um den letztlichen Plan anschließend gemeinsam abzustimmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 30.12.2016 08:13 
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Firuna

"Hm... Ob es das Risiko wert ist, kann ich schwerlich einschätzen. Aber wenn ich den bisherigen Aufwand unbemerkt zu verschwinden, sehe, dann halte ich es für möglich," erwidert Ojola nachdenklich. "Ein Abenteuer für sich wäre es in jedem Fall. Und wahrscheinlich würdet Ihr jemanden hier an Bord recht nervös machen," der Gedanke lässt ein verschmitztes Grinsen über ihre Miene gleiten. "Glaubt Ihr denn, sie könnten uns einholen, wenn das Licht weg ist und sie nicht mehr wissen wo wir lang gefahren sind?" fragt sie den Mann, "Und... Könnte man mit Kapitän Sturmhard einen Treffpunkt ausmachen, damit wir wüssten in welche Richtung wir danach weiterfahren müssen?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 30.12.2016 13:12 
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Firuna
Bei der Aussage das es ein Abenteuer wäre, musste Hesindion ui Niando kurz schmunzeln, das Herz von Ojola schien zumindest am rechten Fleck, das gefiel ihm gut. Nachdenklich strich er sich über den Kinnbart und blickte erneut zum kleinem Boot am Heck der Firuna hinab.
"Ich werde das kurz mit meinen Offizieren, bereden, vielleicht könnten wir den Spion so auch aus der Reserve locken!"mutmaßte Hesindion und fand das allein die Chance dazu es neben dem weglocken der Feindflotte wert sein könnte das Risiko zu wagen, doch er wollte wissen was die anderen Offiziere davon hielten.
"Offiziere zu mir!"befahl der Kapitän daher über das Schiff verteilt in einem lauten, aber nicht auffällig schreienden Ton und verschwand anschließend kurz in seiner Kajüte.

Keine zehn Minuten, in denen man aufgebrachtes Gemurmel hören konnte kam er mit den Offizieren wieder auf Deck und schritt zu der Halbelfe.
"Okay wir haben uns geeinigt, wir erden exakt den entgegen gesetzten Kurs zur Hauptflotte halten. Einige unserer Matrosen werden derweil etwas Öl auf dem Beiboot verteilen. Später kappen wir es dann und setzen es in Brand, damit es unsere Feinde auch nach erneuter Kursschwenkung der Firuna weiter in die andere Richtung locke!"erklärte ui Niando gegenüber Suleyfin.
"Ihr solltet derweil zu Arnbold aufs Schiff hinüber und ihn genauestens über den Plan informieren. So bleiben möglichst wenige eingeweiht und das Überraschungsmoment trotz Spions hoffentlich auf unserer Seite!"meinte der Kapitän, doch es war ebenso Zuversicht wie Hoffnung.


Zuletzt geändert von Melrak Schildsturm am 30.12.2016 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 30.12.2016 14:21 
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Ojola hat sich während der zehn Minuten an die Reling gesetzt und lehnt sich gemütlich an die Schiffswand. Lachend versucht sie Bjarni davon abzuhalten ihr übers Gesicht zu schlecken. Nach einigen Augenblicken legt sich das große Tier aber neben sie und lässt sich den Bauch kraulen.

Als sich die Tür der Kajüte wieder öffnet, blickt die Halbelfe auf und mustert die Offiziere interessiert. Sie rappelt sich auf, als der Kapitän zu ihr tritt und hört sich an, was geplant wurde. "Fällt es nicht viel früher auf, dass wir das Boot entdeckt haben, wenn es angezündet wird? Außerdem ist es bei einem größeren Feuer doch leichter zu sehen in welche Richtung wir wegfahren, oder?" mutmaßt die Geweihte nachdenklich. "Kann man nicht den Kurs wechseln, die anderen Schiffe weglocken und irgendwann, wenn die Strömung das Boot gerade in eine für uns günstige Richtung weitertreiben würde, könnte man das Seil kappen. Dann fahren die da hinten doch noch eine ganze Weile dem Boot hinterher und wir sind längst weg," schlägt sie mit einem schelmischen Grinsen vor.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nordpassage
BeitragVerfasst: 30.12.2016 18:09 
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Firuna
Auf die Frage, ob das Boot dann nicht viel früher auffallen würde, wenn man es anzündete, musste Hesindion ui Niando leicht nicken. Natürlich wollte er nicht, das dieses Boot zu früh entflammte und so ihre Position verriet.
"Ich dachte daran ein kleines Segel anzubringen, damit das Beiboot mit kleinem Mast anschließend bei gutem Wind mit der Strömung zusammen von allein weiter treibt, etwas Öl und einige Kerzen sollten ausreichen, es mit genügend Abstand zu uns anzuzünden!"hoffte Hesindion als er nähere Einzelheiten seines Plans an Ojola weiter gab Halbe fand davon hielten.
"So sollte der Vorteil der Zeit als auch jener der nötigen Distanz auf unserer Seite liegen!"vielleicht, so hoffte der Kapitän könnte man dabei selbst noch eines der verfolgenden, abseits gelegenen Feindschiffe überfallen, aber das würde sich zeigen.


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