Das Erbe von Elderbog

Moderator: Raskir


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 Betreff des Beitrags: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 21.03.2016 18:42 
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Oben - auf dem Bauernhof - wie unten - auf Burg Dürrheide - beginnt der Tag recht früh.

Bauernhof

Noch früher als unten auf der Burg auf dem Ganter-Hof, wo sich zwar alle Mühe geben, die Gäste nicht unnötig zu stören, wo aber auch die leisen Stimmen, Lauschen an der Tür zu der Kammer, Fußgetrappel und die Geräusche aus der anliegenden Küche ausreichen, den Schlaf gen Sonnenaufgang hin unruhiger werden zu lassen. Die allererste, die geweckt wird, ist Lysira. Nämlich von dem grantigen älteren Ganter-Sohn, der noch vor Tau und Tag seinen Rundgang über den Hof machen will und dazu den Hund von der Kette losmacht - der ihn wohl vor allem deshalb freudig jaulend begrüßt. "Lysira unter den Apfelbäumen" hat er offenkundig noch nicht entdeckt.

Drinnen schnarcht noch Giselwulf um die Wette mit einer volltrunkenen Trollkompagnie und räkelt sich Lavira den ersten Schlaf aus den Augen. Die Kammer liegt weitgehend stockfinster hinter den Fensterläden. Nur grob zeichnen sich die Schemen der Mitschläfer und des Mobiliars ab.


Burg Dürrheide

Unten im Dorf schirmen die dicken Mauern der wenngleich ungemütlich zugigen Burg Tionnin und Sir Ugo gegen jedwede Unbill allzu lauter Geräusche ab. Nur scheinbar ganz weit in der Ferne sind undeutlich Stimmen und irgendwelche Geräusche zu hören. Allerdings steigt die Sonne höher und höher, und so bleibt weder dem Schwertgesellen noch dem Ritter verborgen, dass der Tag angebrochen ist. Es ist noch frisch und die Sonne eben aufgegangen - es verspricht, ein schöner Tag zu werden. Und auch in der Burg hat noch niemand gewagt, die Gäste zu wecken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 00:32 
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Bauernhof

Lysira öffnet langsam die Augen, als das Jaulen des Hundes sie weckt. Freudig. Nicht ängstlich., notiert sie unnötigerweise, dann setzt sie sich auf und streckt sich genüsslich. Jetzt fühlt sie sich deutlich besser. In aller Ruhe legt sie ihren Gürtel mit allen daran hängenden Beuteln und Taschen wieder um, sortiert ihre Haare grob, richtet das Stirnband und rollt schließlich die Decke wieder ein. Mit der Decke und ihrem Bogen geht sie zurück zu dem Fenster, aus dem sie in der letzten Nacht geklettert war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 09:45 
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Bauernhof

In der Kammer liegt Ygrid schon länger wach. Für gewöhnlich steht sie mit ihren eigenen Hühnern auf und ihr geht viel durch den Kopf: Finden wir heute endlich Rhea? Wie geht es ihr? Was ist mit den Menschen im Dorf? Ziehen die Praioten endlich ab? Was machen Ugo und Tio? Und wie geht es weiter? Was geschieht mit Achaz und ihrer Hütte im Wald? Hat sie es wirklich verdient.... was werden sie ihr antun? Wie kommen wir unauffällig ins Dorf?

Bald kann sie nicht mehr still liegen. "Seid ihr wach?" flüstert sie in die Dunkelheit. "Kann ich die Läden schon mal aufmachen?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 10:31 
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Burg

Da sind schon Leute unterwegs?
Auf einmal schreckt Ugo hoch "Tionnin, wir müssen los, der Hausherr wollte doch in aller Früh zu den Inquisitoren. Wir müssen ihm beistehen ... Mist, ich habe geschlafen wie ein Murmeltier." dabei kratzt er sich am Hals, war dieser trocken wie die Wüste in der sie gestern verschwunden waren, er hatte bestimmt schnarchend den halben Wald abgeholzt vor lauter Erschöpfung.
Mühsam und langsam kleidete sich Ugo standesgemäß, zumindest so wie man es von einem ordentlichen Ritter erwarten würde, er war ja eher ein Heckenritter, ein Ritter ohne Land. "Wieso habe ich eigentlich keinen Knappen, verdammt." ärgert er sich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 10:38 
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Bauernhof

"Mach nur.." meint Telfis von ihrem Schlafplatz aus. Die Wunde tat weh, sie war aufgewacht als sie sich im Schlaf bewegt hatte. Frische Luft würde sicher etwas helfen... Was hast du dir nur dabei gedacht? Gegen Dämonenhunde.. also wirklich.. au.. was war das eigentlich gestern im Wald? Ich sollte mit den Ganters drüber sprechen.. und ich hab noch diese Kettendinger.. die sollte ich Tionin und dem Dunkelbrunner geben.. mhm.. vorsichtig richtet sich Telfis auf und beginnt ihr Lager zusammenzuräumen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 10:44 
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Bauernhof

Anstelle eine Antwort kommt von Akilos nur ein unverständliches Gemurmel, während er sich umdreht. Wie es aussieht, möchte er noch nicht aufwachen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 12:11 
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Bauernhof draußen

"Guten Morgen," brummt der ältere Ganter-Sohn, als er Lysira von den Apfelbäumen Richtung Haus schleichen sieht. Er wirkt überrascht, aber nicht erschrocken. Der Hund grollt schon wieder aus tiefer Kehle, was der Sohn mit einem Ziehen an der Kette eindämmt. "Habt Ihr etwa hier draußen geschlafen? Oder wart Ihr schon so früh unterwegs?" Sein Blick wandert einmal von oben nach unten und wieder zurück über Lysiras Gesicht und Körper. Er denkt wohl, er wäre dabei unauffällig, aber das ist er überhaupt nicht. Es sieht vielmehr überdeutlich interessiert aus.


Bauernhof drinnen

"Hm!" grunzt von irgendwoher Giselwulf als Antwort auf Ygrids Frage. "Jaja, mach ruhig," gähnt Tannith ausgiebig zur Ergänzung, während sich Lavira schon lautstark reckt und streckt.


Burg Dürrheide

Auf den Lärm, den Sir Ugo veranstaltet, hört man auch draußen vor der Tür Geräusche. Es wird leise geklopft und eine zaghafte Stimme fragt: "Seid Ihr wach?" Es ist Magda, die den Abend zuvor für das leibliche Wohl von Tionnin und Sir Ugo gesorgt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 12:20 
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Bauernhof drinnen

"Wollt ihr gleich nach eurer Freundin sehen? Soll ich euch begleiten?" fragt Telfis, auch um den Magier mal etwas anzutreiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 12:36 
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Bauernhof drinnen

"Ich möchte schon ganz gerne gleich los," murmelt Tannith - noch etwas müde, aber immer noch in Sorge um ihre Freundin. "Aber wenn Rhea nicht an der Hütte ist und ich sie erst suchen muss... Ich weiß nicht, wer noch mitgehen oder mitsuchen möchte? Wenn Ihr etwas anderes zu tun habt...?" bietet sie Telfis selbst die Entscheidung an, mitzukommen oder dazubleiben. "Ich komme auf jeden Fall mit," sagt Lavira bestimmt. "Wir müssen auch unsere anderen Freunde wiederfinden, die sich im Wald versteckt haben... unsere Vertrauten. Akilos, kommst Du auch mit? Ygrid?" Die beiden wickeln sich schon langsam aus ihren Decken aus, während Ygrid die Läden öffnet und vor dem Fenster schon Lysira und den älteren Ganter-Sohn nebst Hund erblickt. Draußen ist es noch etwas schummrig und frisch. Giselwulf bewegt sich vorsichtig, macht aber noch keine Anstalten, aufzustehen. Er brabbelt irgend etwas Unverständliches, was sich nach mehrmaligem Drehen und Wenden der Worte anhört wie: "Ich bleib noch liegen, kann nicht." Yolande sitzt in der Zwischenzeit aufrecht und schaut sich um. Sie sucht etwas oder jemanden und wirkt dabei erstaunlicherweise schon sichtlich klarer als noch den Abend zuvor. Dafür zittert sie und ihre Lippen formen lautlos einen Namen, bis sie in Tränen ausbricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 12:57 
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Lysira lächelt den Gantersohn freundlich an: "Guten Morgen." Kurz gleitet ihr Blick zu dem armen Hund an der Kette. "Ja, ich habe draußen geschlafen.", erklärt sie nach einem Moment. "Ich bin es nicht gewohnt in einem Haus zu schlafen. Bei mir zu Hause haben wir nur kleine...", sie sucht ein Wort, weil ihr selbst 'Hütte' zu befestigt vorkommt. "Schlupflöcher und oft schlafen wir einfach draußen." Gleichzeitig lässt der Blick des Mannes ihr Lächeln von freundlich zu amüsiert wechseln und sie streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 12:59 
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"Klar komm ich mit," erwidert Ygrid unternehmungslustig und motiviert, stösst die Läden auf und hängt sie draussen ein. "Oh! Guten Morgen!" wünscht sie Lysira und dem Ganter-Sohn mit Hund. "Gut geschlafen?" fragt sie gut gelaunt. Aber ihre gute Laune vergeht sehr schnell, als sie Yolande weinen hört. "Entschuldigt!" sagt sie schnell und versucht, Akilos hoch zu kriegen. "Akilos! Du musst aufstehen, komm." Sie hockt sich schon mal neben Yolande und nimmt sie in den Arm, streicht ihr über das Haar und versucht sie zu beruhigen. Sie hat ihren Bruder verloren. "Schschchhh," macht sie beruhigend. "Es tut mir so leid," flüstert sie und hält Yolande weiter fest. Wir sind zu spät da gewesen. Nur ein bisschen früher! Warum nicht ein bisschen früher? Sie wird nicht die Einzige sein, die heute weint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 13:28 
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"Ich komme mit, ich habs ja versprochen aber.. jetzt mal ehrlich. Gestern hat die da.." sie zeigt auf Yolande "..noch versucht uns umzubringen und sie trägt eine große Schuld an dem was passiert ist. Was vielen Leuten passiert ist, nicht nur ihr! Sie tut sich nur selbst leid, aber sie ist kein Opfer. Da draußen sind jede Menge Menschen die eure Hilfe viel mehr verdient hätten." erklärt sie und knüllt ihre Decke verärgert zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 14:34 
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Als Ugo das Klopfen der Magd hört antwortet er "Ja, wir sind wach, ist der Hausherr noch zugegen?" fragt er durch den Raum und begibt sich langsam zur Tür.
Einen Seitenblick wirft er dann Tionnin, normalerweise würde er die Magd hineinbitten, aber beide Herren waren ja noch nicht empfangsbereit.
"Können wir?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 15:11 
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Laviras und Ygrids Drängen, Yolandes Klagen und nicht zuletzt Telfis' Ärger zeigen Wirkung, der Zauberer rappelt sich auf und sieht sich blinzelnd um. Anscheinend hat er bis gerade eben noch tief geschlafen, kein Wunder nach den letzten Ereignissen. "Hilfe? Oh, warte Ygrid, ich komme schon..." Er ist bereit, der Hexe mit Yolande zu helfen, falls die sich nicht von ihr beruhigen lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 15:17 
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Telfis schnaubt und verlässt die Schlafstätte um austreten zu gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 15:54 
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Tionnin ist ein rechter Morgenmuffel. "Die Güte möge einen jungen Menschen davor bewahren." brummelt er zu der Aussage Ugos über Knappen, während er sich aus seinen Laken wühlt. Er verzieht schmerzhaft das Gesicht, als er unbedacht das verletzte Bein bewegt. "Ist das Magda, da draußen? Komm herein, Holde der Heilkunst!" ruft er dann. Es schert ihn offenbar nicht besonders, dass die Magd ihn nur mit dem Nachthemd bekleidet sehen könnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 22.03.2016 17:15 
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Entgeistert blickt Ugo zu Tionnin als dieser herummosert "Es ist ein Privileg, mein Freund." antwortet er als er das Thema Knappe undankbar beantwortet hat und öffnet dann die Tür um Magda einzulassen.
Ugo setzt sich dann auf einen der Schemel die nahe am Bett stehen und zieht sich seine Reiterstiefel an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 23.03.2016 11:37 
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"Hm!" brummt der Ganter-Sohn draußen auf Ygrids Frage, als deren Gesicht plötzlich im Fenster auftaucht. Was wohl "Ja" oder "Geht so" bedeuten soll, man weiß es nicht. Er fühlt sich offenkundig bei irgend etwas gestört und lässt den Blick noch einmal über Lysira gleiten, überlegt und verwirft es dann wohl - was immer es gewesen sein mag. "Ich geh dann mal," grollt er schließlich, seinem Gefährten an der Kette nicht unähnlich. Der Grantler zieht mit dem Hund ab und will wohl einen Rundgang über den Hof antreten. Man muss kein großer Menschenkenner sein, um zu ergründen, dass der Mann erstens lieber für sich ist und zweitens besser mit Tieren klarkommt als mit Menschen.

Drinnen verfolgen Tannith und Lavira den aufkeimenden Streit zwischen Ygrid und Akilos auf der einen und Telfis auf der anderen Seite mit sichtlichem Unbehagen. Einmischen tun sie sich nicht, sondern beginnen ihre kleine Morgenwäsche. Giselwulf hat sich alldieweil auf den Rücken gedreht und starrt zur Decke. Er scheint wieder Schmerzen zu haben, die er mehr oder weniger runterbeißt. Ein harter Mann eben. Yolande lässt sich zwar ein wenig beruhigen, reagiert aber immer noch mehr auf Akilos als auf andere. "Mein Bruder! Mein Bruder!" schluchzt sie. "Was soll ich nur tun? Ich hab doch niemanden mehr!" Auch wenn das schmerzlich und verzweifelt klingt - sie verarbeitet langsam das Grauen von letzter Nacht. Der Blick, den Giselwulf ihr zuwirft, entspricht wohl eher Telfis` Gemütslage.

Telfis stößt draußen vor der Kammer auf einen der Knechte, der auch gestern Abend schon bei der geselligen Runde anwesend war. Er erschrickt kurz, fängt sich aber wieder. "Moinsen!" begrüsst er die Holzfällerin. "Gut geschlafen? Wollten euch nich wecken. Frühstück gibs aber schon inner Küche, wenn de magst." Er hustet sich die Nacht aus der Kehle, wirft sich seine Joppe über und macht Anstalten, selbst in der Küche auf Nahrungssuche zu gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 23.03.2016 11:49 
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"Jaha!" ruft Magda auf Sir Ugos Frage zurück. "Der Herr ist noch da, er wartet natürlich auf Euch, bis Ihr fertig seid, der Herr." Auf Tionnins "Holde der Heilkunst" kichert sie hörbar auf dem Flur und öffnet dann in der Tat die Tür, weil sie Tionnins Ruf wohl als so etwas wie eine Einladung versteht. "Huch!" macht sie belustigt, als ihr dann schon Sir Ugo öffnet. Und sie schließt ein "Hach!" an - "Ich hätte Euch doch helfen können," weil besonders Sir Ugo schon halb fertig angezogen ist. "Ich kümmer mich mal um Euer Bein, der Herr" sagt sie zu Tionnin und "und dann helf ich Euch, Euer Wohlgeboren" zu Sir Ugo. Dann schwadroniert sie über den herrlichen Tag, fragt, wie beide geschlafen haben und schaut sich dann vor allem Tionnins Beinwunde an. Sie schüttelt ein wenig den Kopf, was im Verhältnis von Ärztin zu Patient immer ein beunruhigendes Signal ist. "Da muss ich noch mal was holen." Also ist sie schon wieder fort und schleppt neues Verbandsmaterial herbei, Tinkturen und Kräuter, Wasser und Tücher, wobei ihr jetzt eine zweite Magd hilft. Tionnins Wunde wird neu und frisch duftend verbunden, die zweite Magd macht sich daran, die Betten auszuschütteln, dass es weht wie Klüver bei Windstärke 10, und alle zusammen kleiden die hohen Herren an und helfen mit fleißiger Hand, damit es die Herren so einfach wie möglich haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 23.03.2016 13:05 
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Weder Telfis' Grollen noch Giselwulfs Blick entgehen Akilos, der sich bemüht, diplomatisch zu wirken. Während er Yolande in den Arm nimmt, nickt er Giselwulf zu. Ich kann ihn ja verstehen, aber sie jetzt allein zu lassen würde auch niemandem helfen. "Dein Bruder ist von Golgari geholt worden. Aber ich bin ja noch da. Komm, wir waschen dich erst einmal, frühstücken und dann gehen wir weiter. Hast du gut geschlafen?" Mit der Frage versucht er, etwas Normalität in die Situation zu bringen - vielleicht würde es sie etwas ablenken. Hier war nicht der rechte Platz für ein therapeutisches Gespräch.

Wenn der Knecht zu ihnen hereinsieht, fragt er ihn: "Guten Morgen - sagt, wäre es möglich, dass ihr ein paar Streifen Stoff erübrigen könnt? Wir sollten Giselwulfs Verband wechseln, und möglicherweise auch Telfis' und meinen."


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 23.03.2016 20:30 
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Lysira nickt dem jungen Mann zu und winkt ihm kurz nach, dann wendet sie sich ab und spaziert zum Haus. Weil sie wenig Lust hat den Weg durch das Haus anzutreten, und die Kammer zu suchen, klettert sie kurzerhand durchs Fenster wieder hinein und legt ihre Sachen beiseite. "Guten Morgen! Habt ihr auch gut geschlafen?", erkundigt sie sich und beginnt dann ebenfalls sich zu waschen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 10:06 
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Natürlich stimmt es, dass sie schuld ist. Aber das hilft ihr nicht, und sie hat schon selbst genug gelitten. "Bestimmt hast Du doch noch irgendwo Verwandte?" fragt sie Yolande sanft. "Grosseltern? Onkel, Tanten, Nichten, Neffen? Oder eine Freundin, oder einen Freund?" fragt sie weiter. Überleg mal ... Du hast auch keine Verwandten mehr, zu denen Du gehen kannst. Aber gute Freunde! schiesst ihr ihre eigene Situation durch den Kopf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 11:53 
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"Moinsen" begrüßt auch Telfis den Knecht "Ich komm gleich nach" meint sie und geht dann erstmal ihre Morgentoilette erledigen bevor sie dann in die Küche geht um zu helfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 12:02 
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Der ältere Ganter-Sohn bleibt bei dem Winken der silberhaarigen Elfe wieder kurz stehen und nickt ihr zu. Für seine Verhältnisse sogar freundlich, ehe er seinen Weg fortsetzt. Drinnen ist die Begrüßung für Lysira um so freudiger. "Na, einen guten Sclafplatz gefunden?" fragt Lavira fröhlich. "Ich glaube, wir sind ganz gut ausgeruht, trotz der Nacht." Kurz wird ihr Blick wieder von den düsteren Erinnerungen an die Hexennacht eingenommen. "Wir wollen dann auch bald los, Rhea suchen. Bleibst Du da, oder kommst Du mit? Also, ich würde mich freuen..."

"Waschen? Jaja," murmelt Yolande auf Akilos` Ansprache. "Das kann ich auch selbst. Geschlafen hab ich nicht so gut, wie auch?" Sie schluchzt wieder vor sich hin. Von ihrer überderischen Schönheit ist nicht mehr viel geblieben. Sie atmet tief ein und aus und schaut dann Ygrid an. "Wir hatten noch Verwandte in Baliho, ja. Aber die kennen mich doch kaum, und ich kenne sie auch nicht besonders gut. Wer weiß, ob sie... Es sind Großcousins oder so, und eine Tante mit ihrer Familie."

In der Küche schaffen und werkeln schon diverse Mägde sowie auch die jüngere Ganter-Tochter, heute wieder im feschen Dirndl, die erst Telfis freundlich und dann Akilos überschwänglich begrüsst und zum Frühstück einlädt. Sie organisiert auch, unter dem Augenrollen einer anderen Magd, die das wohl für pure Verschwendung hält, weiße Stoffe als Verbandmaterial. Jedenfalls gibt es wieder reichlich und kräftig-deftig zu essen - nur heute morgen vorerst ohne Schnapserl. Telfis` Hilfe wird widerspruchslos angenommen und auch sie gefragt, wie die Nacht war und ob sich die junge Frau mit den langen Haaren - Ygrid - denn wieder beruhigt hat (geflüstert). Und schon ist man wieder in Klatsch und Tratsch versunken, bis der alte Ganter aufkreuzt, um nach dem Rechten zu sehen. Seine Pranken sind schon schmutzig, die Hosenträger rechts und links unten und das Hemd befleckt. "Ah, da seids ja schon. Guten Morgen. Gut geschlafen? Wie gehts denn dem Gisel?" rumort er gleich durch den Raum, Blick auf Telfis und im selben Atemzug durstig einen Humpen verdünntes Bier stürzend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 12:14 
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Als dann Magda und ihre Gehilfin Tionnin einkleiden, schmunzelt Ugo leicht, schluckt aber seine unzüchtigen Gedanken hinunter.
"Magda, wärst du so nett uns anzukündigen? Wir folgen dir schonmal um nicht weiter Zeit zu verlieren."
Dann steckt Ugo seine Ochsenherde in den Gürtel und packt sein Großschild mit dem weißgrünem Wappen und wartet das Magda hinaustritt.
Auch wirft er einen Blick zu Tionnin als dieser sich erhebt "Geht es?" fragt er ihn leise.


Zuletzt geändert von Lokwai am 24.03.2016 12:18, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 12:15 
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"Ich hab gut geschlafen. Dem Gisl gehts nicht besonders, da müsste Akilos vielleicht mehr zu sagen. Ist der Hof von Gislwulf denn weit von hier? Kümmert sich da jemand um die Tiere wenn Gisl nicht da ist?" erkundigt sich Telfis.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 16:06 
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Tionnin hat es sichtlich genossen, so umsorgt zu werden. "Echt nicht schlecht, adlig zu sein. Ich könnte mich an die Annehmlichkeiten gewöhnen." sagt er grinsend zu Ugo. Er tätschelt vorsichtig das frisch bandagierte Bein. "Ich bin so bereit wie nur möglich. Weisen wir die übereifrigen Praiosdiener in ihre Schranken!" Der Schwertgeselle gibt sich kämpferisch. Während er Ugo hinau8sfolgt und die Tür hinter sich schließt, wandern seine Gedanken wieder einmal zu den anderen, die letzte Nacht ihr Heil in der Flucht gesucht hatten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 18:24 
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"In Baliho? Aber das ist doch nicht sooo weit weg. Vielleicht können wir mitgehen und erzählen, was geschehen ist. Aber Du kannst nicht allein bleiben, und es sind doch Deine Verwandten," meint Ygrid zu Yolande und hilft ihr beim Waschen oder Anziehen, wenn es sein muss, lässt sie aber ansonsten machen. "Krabat!" sie ruft ihren kleinen Freund mit kurzen Knacklauten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 24.03.2016 19:24 
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Unvermittelt lächelt Akilos Yolande an. "Ich freue mich jedenfalls, dass du wieder ansprechbar bist. So weit ist Baliho tatsächlich nicht - aber wenn du noch eine Weile mit mir reisen möchtest, würde ich mich auch freuen. Vielleicht brauchst du noch etwas Zeit, hm?"

In der Küche dann nimmt er hocherfreut die Verbände entgegen und zwinkert dem Mädchen schelmisch zu. "Vielen Dank - Lavira, magst du nach dem Essen Telfis' Verbände wechseln? Dann sehe ich nach dir, Giselwulf. Ich glaube, bei mir kann es noch ein bisschen warten, das machen wir dann bei dir, Tannith."


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Erbe von Elderbog
BeitragVerfasst: 25.03.2016 07:02 
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"Ja, ich konnte auch ganz gut schlafen. Und natürlich begleite ich euch.", antwortet Lysira, während sie sich wäscht. Als sie Yolande hört stutzt sie kurz und strahlt sie dann an. "Guten Morgen! Schön, dass es dir besser geht!"


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