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Harry Potter Filmranking

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 14.01.2018 01:44

Da mich in den letzten Tagen der alljährliche grippale Infekt niedergestreckt hatte hatte ich viel Zeit, mein DVD-Regal durchzusehen. Irgendwie hatte ich Lust, mir mal wieder die gesamte Harry Potter-Reihe reinzuziehen und nun möchte ich die Filme klassifizieren und würde mich freuen, mit einigen Freunden der Reihe die Wertigkeit der Filme zu diskutieren. Ich mache mal den Anfang mit meinem persönlichen Ranking der Filme und möchte Interessierte auffordern, zu diskutieren und ihr Ranking zu posten.

1. Platz: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II
Ich mag es episch. Und ich mag es, wenn sich Bücher-Verfilmungen nahe an der Vorlage orientieren. Beides trifft auf diesen Film zu. Für mich ist dieser Film ein versöhnliches Ende für eine Filmreihe, die doch einige Enttäuschungen dabeihatte, auch wenn diesem Film wie auch seinem Vorgänger das typische Harry Potter-Feeling fehlt. Das ist allerdings beim Buch ja genauso.

2. Platz: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I
Wie schon für Teil II gilt auch für Teil I als sehr positiver Faktor die sehr buchnahe Umsetzung des Films. Die schauspielerische Entwicklung der drei Hauptdarsteller tritt hier am deutlichsten zu Tage und auch die Transformation der an sich toleranten Zauberergemeinschaft zu einem totalitären System wird meiner Meinung nach durchaus plausibel dargestellt. Das Finale auf Malfoy Manor ist gut dargestellt.

3. Platz : Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Ich bin ein großer Fan von Jason Isaacs und seiner Darstellung von Lucius Malfoy und in diesem Film ist er am präsentesten. Allein die Szenen bei Flourish und Blotts und in Hagrids Hütte finde ich ziemlich cool. Ärgerlich war nur die Schlussszene. Als wenn Lucius Malfoy Harry Potter in Hogwarts mit dem Avada Kedavra töten würde. Das war albern. Von dieser Überflüssigkeit abgesehen orientiert sich der Film auch hier recht stark ans Buch und gefällt auch durch den "alten Dumbledore", der ja leider ab dem dritten Film nicht mehr zur Verfügung stand. Der Film hat halt noch mehr von dem Märchenhaften des ersten Teils, ist aber nicht mehr ganz so kindlich.

4. Platz: Harry Potter und der Halbblutprinz
Eine willkommene Auferstehung der Filmreihe nach Film V. Man kann das sicher auch anders sehen, aber ich finde, dass dieser Teenie-Herzschmerz nicht überdosiert war und durchaus auch gepasst hat. Das gehört halt irgendwie dazu und muss auch dargestellt werden. Der Film ist auch recht nah am Buch und ist in sich stringent und schlüssig. Zumindest wenn man auch das Buch gelesen hat. Ein großes Kompliment gebührt meiner Meinung Tim Felton für seine Darstellung als Draco. Es ist wahrscheinlich nicht leicht, vom kleinen Asi zum nachdenklichen "Doch nicht so ganz-Bösewicht" zu werden.

5. Platz: Harry Potter und der Stein der Weisen
Einfach ein schöner Kinderfilm. Liebevoll erzählt und gestaltet stellt er einen guten Einstieg dar. War tatsächlich auch mein Einstieg in die gesamte Reihe und hatte mich spätestens dann gefesselt, als der großartige Alan Rickman aufgetreten ist. Inhaltlich kommt er zwar nicht an die oben genannten Filme heran, aber dennoch kann man sich ihn immer wieder gut anschauen, auch wenn die sehr starke Stigmatisierung der Slytherins etwas störend ist. Man stellt sich unweigerlich die Frage, warum man, wenn doch aus Slytherin die ganzen bösen Jungs kommen, das Haus nicht einfach schließt. Etwas mehr Differenzierung, die ja auch im Buch beschrieben ist, wäre schön gewesen.

6. Platz: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
In diesem Film beginnt das, was sich auch auf die folgenden beiden Filme ausdehnt: Es gibt viele überflüssige Szenen und Dialoge, die garnicht im Buch stehen, dafür aber durchaus interessante und wichtige Szenen aus den Büchern den Raum nehmen. So sind z. B. die Szene mit dem Bus und der Flug auf Seidenschnabel an sich vollkommen überflüssig breit ausgefächert. Aber in diesem Film geht das noch durchaus. Der Film ist in sich schlüssig und der Aspekt der Zeitreise ist an sich ganz ansprechend dargestellt.

7. Platz: Harry Potter und der Feuerkelch
Betrachtet man diesen Film nur für sich ist er in Ordnung. Gut, man fragt sich, warum man nichts von der eigentlichen Quidditch-WM sieht oder warum die Gäste aus Beauxbaton und Durmstrang so unfassbar stereotyp sein müssen, aber der Film folgt einer inneren Logik. Leider stellen sich im Kontext des Buches eklatante Schwächen ein. Der Auftritt der Todesser bei der WM ist unglücklich, die ganze Szene wird völlig gegensätzlich zum Buch beschrieben. Danach ist es eigentlich ganz in Ordnung, auch wenn viel Zeit verschwendet wird, die man später benötigt hätte. Ab der Konservation zwischen Harry und "Moody" nach Harrys Rückkehr vom Friedhof wird es nämlich leider sehr hektisch und fehlerhaft. Essentielle Dinge werden garnicht erwähnt, nämlich der Umstand, dass Crouch jr. von einem Dementor geküsst wird und so nicht mehr aussagen kann. Es fehlt die immens wichtige Szene vom Bruch zwischen Fudge und Dumbledore, die die Probleme in Band V erst verursacht. Das ist wirklich sehr ärgerlich, wenn man bedenkt, wieviel Zeit bspw. für den Ball oder Harrys Kampf mit dem Drachen verschwendet wurde. Erschwerend hinzu kommt, dass manche, eigentlich sehr schöne Dialoge aus dem Buch hier unzureichend und schlecht verwurstet werden, z. B. der freundlich gemeinte Hinweis von "Moody", Longbottom habe wohl ein besonderes Talent für Kräuterkunde.

8. Platz: Harry Potter und Orden des Phönix
Dieser Film ist meiner Meinung nach tatsächlich eine Frechheit, zumal Band V eigentlich mein Lieblingsband ist. Es wäre klug gewesen, aus diesem Wälzer einen Zweiteiler zu machen, was man leider nicht gemacht hat. An dem Film ist fast alles schlecht. Das fängt bereits mit der Anfangsszene an, in der die Dialoge aus dem Buch in völlig verzehrter Form dargestellt werden. Die Gerichtsszene ist eine Zumutung und auch sonst passt praktisch nichts zusammen. Die Prioritäten in dem Film sind vollkommen falsch gesetzt. Gut, ich verstehe, dass man vieles streichen muss, wenn man ein Buch diesen Umfangs in knapp zwei Stunden Film packen will, aber ob man wirklich dann so viel Gwarp oder so lange Flugszenen braucht, kann man sicher diskutieren. Eigentlich das einzig Gefällige in diesem Film ist die finale Konfrontation im Ministerium. Der Rest ist eigentlich nur ein planloses Gehetze, unschlüssig und ärgerlich. Es gibt noch vieles, was ich an diesem Film kritisiere, aber das muss ich jetzt nicht in epischer Breite ausführen.

Ich hoffe, mit meinen Reszensionen zu den Filmen eine Diskussionsgrundlage für weitere Potter-Freunde hier geschaffen zu haben ;-)

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Salix Lowanger
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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 14.01.2018 12:48

sagista hat geschrieben:
14.01.2018 01:44
1. Platz: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II
Ich mag es episch. Und ich mag es, wenn sich Bücher-Verfilmungen nahe an der Vorlage orientieren. Beides trifft auf diesen Film zu. Für mich ist dieser Film ein versöhnliches Ende für eine Filmreihe, die doch einige Enttäuschungen dabeihatte, auch wenn diesem Film wie auch seinem Vorgänger das typische Harry Potter-Feeling fehlt. Das ist allerdings beim Buch ja genauso.
Also, von dem Film war ich maßlos enttäuscht! Gerade das Finale in der Schule ist völlig daneben gegangen, finde ich. Was soll der Quatsch, dass Harry und Voldemort fliegend(!) verschiedenfarbige Strahlen auf sich gegenseitig schießen? Der Dialog um den Elder Wand im Buch war genial, den hätte man super übernehmen können!

Ich habe den Film ein einziges Mal im Kino gesehen, und ich finde es bezeichnend, dass nur diese Erinnerung von dem Film zurück geblieben ist.

Zum Vergleich: Deinen Platz 2 habe ich auch nur ein einziges Mal im Kino gesehen, da blieb deutlich mehr zurück. Und ich stimme deiner Einschätzung zu, dass dieser Film wirklich eine fantastische Buchumsetzung ist.
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Ungelesener Beitrag von sagista » 14.01.2018 19:14

Das eine oder andere hätte man im Finale sicherlich noch besser machen können. Gerade dieses Funkensprühen hat man dann doch sehr häufig gesehen. Ich finde die Bahnhofsszene in Harrys Gehirn, wo er mit Dumbledore spricht, etwas merkwürdig. Aber bis auf kleinere Schwächen fand ich diesen Teil schon ziemlich gut und den besten der Reihe, wobei er, wenn ich Schulnoten vergeben würde, auch über eine glatte 2 nicht hinauskommen würde.

Auf jeden Fall hat es der Verfilmung des Buches sehr gut getan, dass man zwei Filme daraus gemacht hat, so dass auch ein wenig Platz z. B. für Snape und Malfoy war, ohne dass dafür zwingend Harry anwesend sein muss. Das hätte man in den vorherigen Filmen, insbesondere beim 5., auch machen sollen.

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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 14.01.2018 19:34

Also ich hab ja den ersten Film geliebt und der zweite war nochmal um einiges besser. Ich fand sowohl die Treue zu den Büchern als auch die Filme an sich super.
Dann kam der Dritte. Ich weiß nicht was genau daran Schuld war, gab es einen anderer Reggiseur, oder was auch immer, aber weder den dritten noch den vierten Teil mochte ich. Viele der handelnden Figuren wirkten irgendwie überzeichnet und es wurde auch immer inkonsistenter zu den Büchern. Kleinigkeiten, wie etwa, dass man in Hogwarts plötzlich in Altagskleidung und Jeans rumläuft, statt Schuluniform zu tragen, oder aber die plötzliche Verjüngung von Prof. Flitwick, häuften sich und rissen mich irgendwie ständig aus meiner Immersion.
Teil fünf habe ich im Kino dann gar nicht mehr gesehen, sondern nur Zuhause auf DVD, und da irgendwann auch mitten drin abgebrochen, warum kann ich nicht mehr sagen, ist lange her, ich glaube es war Langeweile gepaart mit Verärgerung.
Die letzten drei Filme habe ich bisher nicht am Stück gesehen, kenne nur einzelne Szenen. Und die reichen mir auch vollkommen. Wenn Molly Belatrix einfach in die Luft jagt und damit offensichtlich selber tödliche Fluchmagie einsetzt, dann ist das einfach nicht mehr die Geschcihte, die ich aus den Büchern kenne und liebe.
Klar es gibt Lichtblick, Snape ist in jeder Szene die ich kenne großartig, aber es rettet leider die Filmreihe für mich nicht, was sehr schade ist, weil sie so gut begann.

Phantastische Tierwesen habe ich bisher noch nicht gesehen. Rezensionen klingen eigentlich ganz gut, und es wäre mal eine Geschichte im HP-Universum, die ich noch nicht kenne (und das obwohl ich das Buch zuhause rumliegen habe :P ), aber nach dem Ende der Hauptsaga bin ich da sehr skeptisch.
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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 14.01.2018 20:39

WeZwanzig hat geschrieben:
14.01.2018 19:34
Phantastische Tierwesen habe ich bisher noch nicht gesehen. Rezensionen klingen eigentlich ganz gut, und es wäre mal eine Geschichte im HP-Universum, die ich noch nicht kenne (und das obwohl ich das Buch zuhause rumliegen habe :P ),
Das Buch enthält keine Geschichte, insofern bringt es dir nichts, das zu lesen. :wink:
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Ungelesener Beitrag von WeZwanzig » 14.01.2018 20:53

Salix Lowanger hat geschrieben:
14.01.2018 20:39
Das Buch enthält keine Geschichte, insofern bringt es dir nichts, das zu lesen. :wink:
Ich weiß, gelesen hab ich es durchaus, daher meinte ich ja, ne Geschichte die ich nicht kenne, obwohl ich das Buch habe :P
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Ungelesener Beitrag von sagista » 14.01.2018 22:52

WeZwanzig hat geschrieben:
14.01.2018 19:34
Dann kam der Dritte. Ich weiß nicht was genau daran Schuld war, gab es einen anderer Reggiseur, oder was auch immer, aber weder den dritten noch den vierten Teil mochte ich.
Ja, es gab Regisseurwechsel. Die ersten beiden drehte Chris Columbus, den dritten Alfonso Cuarón, den vierten Mike Newell und ab dann David Yates. Es gibt ja bei Buchverfilmungen unterschiedliche Präferenzen. Manche nutzen die Literaturvorlagen eher als Ideensteinbruch, während sich andere strenger an die Vorlage halten. Ich mag letzteres lieber, bin aber durchaus auch dafür offen, dass Bücher etwas freier verfilmt werden. Aber sinnentstellend sollten sie nicht sein und das ging teilweise ab dem dritten Film los. Daher habe ich diese auch eher schlecht bewertet; ich stimme dir zu, vielfach sind es die Kleinigkeiten, die den Charme der Bücher ausmachen, aber garnicht in den Filmen vorkommen und stattdessen durch irgendwelchen brachialen Murks ersetzt wurden. Ich denke da z. B. an die Rockeinlage auf dem Ball im vierten Film. Braucht keiner.
WeZwanzig hat geschrieben:
14.01.2018 19:34
Die letzten drei Filme habe ich bisher nicht am Stück gesehen, kenne nur einzelne Szenen. Und die reichen mir auch vollkommen. Wenn Molly Belatrix einfach in die Luft jagt und damit offensichtlich selber tödliche Fluchmagie einsetzt, dann ist das einfach nicht mehr die Geschcihte, die ich aus den Büchern kenne und liebe.
Da möchte ich aber fairerweise darauf hinweisen, dass Molly Bellatrix auch im Buch tötet. Sie ermordet sie zwar nicht, wenn ich mich recht entsinne, wollte Bellatrix auch im Buch Ginny attackieren, aber letztendlich tötet sie sie mit einem Zauber. Wie sollte sie das auch sonst tun, ich meine, in der Schlacht müssen ja auch die "Guten" irgendwie Magie einsetzen, um ihre Gegner zu töten. Nur mit Expelliarmus und Incarcerus kommt da auch in der Schlacht nicht zwingend weiter.
WeZwanzig hat geschrieben:
14.01.2018 19:34
Klar es gibt Lichtblick, Snape ist in jeder Szene die ich kenne großartig, aber es rettet leider die Filmreihe für mich nicht, was sehr schade ist, weil sie so gut begann.
Schau dir vielleicht wirklich mal VI, VII 1 und VII 2 an. Im Vergleich insbesondere zu den Teilen V und IV sind die wirklich Gold, auch wenn man auch in diesen Filmen als Kenner der Bücher auf die eine oder andere nervige Szene stößt.

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