Lootboxen - Fluch oder Segen?

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Zorni
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 14:20

Es geistert ja nun seit ein paar Wochen durch sämtliche Medien, das Thema Lootboxen. Von einer berechtigten Diskussion bis hin zur völlig verblödeten Hysterie - wie so oft dieser Tage.

Was mich interessiert, wie seht ihr das Thema? In Belgien wird es es als "Glücksspiel" deklariert (1) und möchte es nun EU-weit verbieten lassen.
Belgiens Justizminister hat geschrieben:Die Vermischung von Glücksspiel und Gaming ist speziell im jungen Alter gefährlich für die geistige Gesundheit."
Belgiens Justizminister hat geschrieben:"Es wird Zeit brauchen. Aber wir werden sicher versuchen, es verbieten zu lassen."
Auch in den Niederlanden wird dahingehend bereits "ermittelt", UK und Frankreich geht diversen Beschwerden diesbzgl. nach.
der US Bundesstaat Hawaii hat sich auch schon gemeldet (2)
"Solche Lootboxen und Mikrotransaktionen sind darauf ausgelegt, die menschliche Psyche auf dieselbe Art und Weise auszubeuten, wie es Spielotheken tun. Das gilt im Besonderen für junge Erwachsene, die nach Ansicht vieler Kinderpsychologen besonders anfällig für solche Suchtspiralen sind. Diese ausbeuterischen Mechaniken und die ebenso trügerische Vermarktung dürfen keinen Platz haben in einer Spielebranche, die sich an Jugendliche und Kinder richtet."
In Deutschland haben USK und ESRB (eine Selbstregulationseinrichtung der Computerspieleindustrie ohne Rechtsverbindlichkeit) folgendes geschlussfolgert:
[...] USK und ESRB haben ihre Aussage natürlich nicht nur einfach in den Raum geworfen, sondern auch begründet. Als Glücksspiel gelten nach ihrer Einstufung nur solche Spiele, bei denen der der Spieler gegen ein Entgelt eine Gewinnchance erwirbt und der anschließende Gewinn komplett oder größtenteils vom Zufall abhängt. Bis hierher müssten die Lootboxen also noch als Glücksspiel gelten. Die Definition von Glücksspiel im gesetzlichen Sinne hängt aber auch davon ab, ob man Geld gewinnen kann. Dies ist bei den bisherigen Systemen nicht der Fall. Solange es also nicht möglich ist, die gewonnen Items in echtes Geld einzutauschen, gelten Lootboxen nicht als Glücksspiel.
Ich persönlich bin kein Freund von gesetzlichen Verboten - so auch hier im Bezug auf diese Lootboxenhysterie. Zwar bin ich ebenfalls kein Freund von Lootboxen als Solchen, kann sie aber in gewissem Maße tolerieren.

Und ja, Kinder muss man schützen. In erster Linie ist dafür aber kein Gesetzgeber zuständig, sondern die Erziehungsberechtigten.

Eine Lösung die ich gut fände, wäre eine in der Spiele die In-App Käufe jeglicher Art enthalten, grundsätzlich eine Altersfreigabe von 18 haben. Ohne Ausnahmen.
Das könnte die Industrie von sich aus anstoßen und kein Gesetzgeber muss da herumpfuschen.

Nicht zu vergessen sind auch wirtschaftliche Aspekte von sog. Servicegames, also Spielen die nur noch vom Anbieter gepflegt werden, weil sie eben durch Mikrotransaktionen gegenfinanzierbar sind.
Da Blockbusterspiele in der Entwicklung mehr kosten, als ein Hollywood Blockbuster, könnte man bei Verboten wohl auch damit rechnen, dass ein solches AAA Spiel nicht mehr für 60€ zu bekommen sein wird. Ob sich die Servicegames dann halten können, müsste wohl auch bedacht werden.

Wie seht ihr das Thema?



1) http://www.pcgamer.com/belgium-says-loo ... -pcgamertw
2) https://www.youtube.com/watch?v=_akwfRuL4os

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 22.11.2017 14:27

Ich befürworte das Verbot im Grunde schon. Sicher ist es wieder ein großer Eingriff in die Freiheit, allerdings lässt sich nicht leugnen, dass es sich hier um Glücksspiel handelt.

Denn anders als bei anderen Systemen wie z.b. dem Skinkauf in LOL, weiß ich bei den Lootboxen vorher noch nicht einmal, was ich bekomme.

Allgemein lehne ich aber Spiele ab, für die ich nach dem Einkaufspreis noch mehr Echtgeld investieren muss, um im Spiel gut vorwärts zu kommen oder mit anderen Spielern mithalten zu können. Klar würden die Spiele wohl ohne die Ingame-Käufe und Lootboxen teurer werden, dafür ist gleich beim Kauf ersichtlich, wie viel mich das Spiel wirklich kostet, wenn ich alles haben will und/oder ne Chance haben will um in dem Spiel gut zu sein.
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 14:31

Das kommt auf die Definition von Glücksspiel an. Üblicherweise gibt es doch keine Lootboxen, in denen gar nichts ist oder? Man bekommt also immer etwas.
Wenn man dieses System nun als Glücksspiel deklariert, müsste man dann nicht strenggenommen auch Trading Card Games, Ü-Eier etc als solche sehen?

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 22.11.2017 14:33

Wenn Du 1000 Lose á 1 Euro verkaufst, eines bekommt 900 Euro, alle anderen 1 Cent (oder meinetwegen Sachpreise mit diesem Gegenwert) bekommt auch jeder was, ich halte das aber immer noch für Glücksspiel.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 14:50

Gorbalad hat geschrieben:
22.11.2017 14:33
Wenn Du 1000 Lose á 1 Euro verkaufst, eines bekommt 900 Euro, alle anderen 1 Cent (oder meinetwegen Sachpreise mit diesem Gegenwert) bekommt auch jeder was, ich halte das aber immer noch für Glücksspiel.
Dazu habe ich in #1 noch die Meinung der USK und des ESRB ergänzt.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 22.11.2017 14:59

Sehr interessant. Mit der gesetzlichen Lage kenn ich mich ja nicht sonderlich gut aus. Aber sowas ich mitbekommen habe, sind z.b. in CS Go die Sachen verkaufbar, der Messerskin z.b soll für mehrere tausend Euro schon verkauft worden sein. Das würde ja dann unter den zitierten Paragraphen fallen.

Ich selbst spiele ja kaum kompetitive Spiele, zumindest nicht online. Bei den heimischen wie Mario Kart kann sich ja keiner einen Vorteil erkaufen, da gibt es für Echtgeld nur Zusatzkarten, wovon aber alle Spieler profitieren.
Ich habe es nur von meinem Freund mitbekommen, wie ihm die zunehmende Einführung von Lootboxen immer mehr den Spielspaß verdirbt und mir würde es da ähnlich gehen. Ich denke unabhängig von der gesetzlichen Lage, dass Lootboxen zunehmend die Welt der Online-Spiele kaputt macht.
Vorallem wenn sie noch nachträglich eingeführt werden, wie es bei manchen Spielen passiert ist.
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.11.2017 15:00

Ich toleriere Lootboxen wenn man sie dich auch so erspielen kann. Sprich, wenn die Währung auch als Belohnung herausspringt.
Den Anspruch:Die Eltern sollen das machen! Finde ich insofern kritisch weil es wesentlich schwerer ist als es sich der durchschnittliche Kinderlose vorstellt
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 22.11.2017 15:43

Ich musste gerade erst mal googeln, was Lootboxen eigentlich sind. Und kein Wunder, dass das Thema an mir bisher komplett vorbei gegangen ist -- ich habe kein einziges Spiel mit Lootbox-Mechanik. Und für die neuesten Spiele bräuchte ich ohnehin erst mal eine neue Grafikkarte. Meine ist bald zehn Jährchen alt. Selbst viele ältere Titel laufen damit nicht. :censored:

Edit: OK, ich hatte mal ein F2P-Browsergame, bei dem man die Wahl zwischen endlosem Grinden und Pay4Win hatte. Ich wollte immer wissen, wie gut ich ohne Geld in dem Spiel werden kann.
Zuletzt geändert von Salix Lowanger am 22.11.2017 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 15:47

Rhykker hat zu dem Thema auch einen ganz guten Beitrag verfasst. Ist zwar in englischer Sprache, aber sehr gut verständlich, da er sauber spricht und eine sehr gute Stimme hat :)


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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Borbarad-Moskito » 22.11.2017 16:19

Ich persönlich finde es eigentlich verwunderlich, dass das Thema jetzt erst aufkommt. In FIFA Ultimate Team (auch ein EA-Titel) gibt es seit Jahren schon Booster-Packs für Spielerkarten und sonstigen Kram, und ja, man kann zwar theoretisch irgendwann mal die besten Spieler besitzen, ohne den Gegenwert eines Kleinwagens hinzublättern, aber das ist mit endlosem Grinden verbunden.
Lootboxen finde ich unter zwei Voraussetzungen total beknackt:
1. Sie sind in einem Vollpreis-Spiel enthalten (wie z. B. in Star Wars Battlefront II, was den Hype ausgelöst hat).
2. Die Inhalte sind mit angemessener Zeit nicht freizuspielen.

Ansonsten ist es mir eigentlich vollkommen wurscht. Die eigentliche Frage ist halt: Welche Spielzeit ist "angemessen", um in einem Vollpreis-Spiel alle Items und co. abzusahnen?
Zornbold hat geschrieben:
22.11.2017 14:20
Und ja, Kinder muss man schützen. In erster Linie ist dafür aber kein Gesetzgeber zuständig, sondern die Erziehungsberechtigten.
Eine Lösung die ich gut fände, wäre eine in der Spiele die In-App Käufe jeglicher Art enthalten, grundsätzlich eine Altersfreigabe von 18 haben. Ohne Ausnahmen.
Das könnte die Industrie von sich aus anstoßen und kein Gesetzgeber muss da herumpfuschen.
Das ist ja schön und gut, nur meiner Meinung nach etwas realitätsfremd. Ein Spiel ab 18 zu bekommen stellt heutzutage aber wirklich gar kein Problem mehr dar. Steam-Account einrichten, Alter über 18 angeben, im Supermarkt oder an der Tanke 'ne Paysafe-Card kaufen, Spiel runterladen, fertig. Ich fände eine gesetzliche Lösung auch unschön, aber im Rahmen von Battlefront II sieht man ja schön wie's gehen kann: Solange Shitstorm veranstalten, bis der Entwickler das System rausnimmt. :censored:
Ne, im Ernst: Ich denke, die Gaming-Community sollte insgesamt ein bisschen kritischer mit den Entwicklern sein. Vielleicht mal nicht jedes Spiel vorbestellen, und ein bisschen, sagen wir mal, "mündiger" an den Spiele-Kauf herangehen. Gerade bei CoD sieht man ja, dass das langsam aber sicher wirkt, und ich persönlich bin da sehr froh drum.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 16:24

Borbarad-Moskito hat geschrieben:
22.11.2017 16:19
2. Die Inhalte sind mit angemessener Zeit nicht freizuspielen.
Doch sind sie definitiv. Alle Welt hat nur schlicht nicht gegengeprüft und von einem offensichtlich sehr schlechten Spieler 1:1 kopiert, was seine alternativen Fakte so hergaben. Beiträge in denen Spieler schrieben, dass div. Freischaltungen in dem Spiel schon nach 12h geschafft wurden (der Typ schrieb von 40), werden natürlich generell bei so etwas ignoriert. Auch ging der Autor damals nicht auf andere Quellen für diese Ingame Währung ein - die gibt es jedoch in vielfacher Art und Weise. Zu guter letzt muss man auch sagen, zu dem Zeitpunkt war das Spiel noch nicht einmal released. Die Testphase in der er spielte betrug meines Wissens 10h/Account. Ergo ist seine komplette Rechnung bestenfalls bullshit.

Ich möchte damit nicht die Geschäftspraktiken unterstützen, mir geht es darum, wie durch ein paar falsche Zahlen so eine schwachsinnige Hysterie entbrennen kann.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 22.11.2017 16:27

Ja ich besitze zwar keine Spiele mit Lootboxen, verfolge aber trotzdem die Thematik. Und als am Freitag Game Two Need for Speed (das neue halt) vorgestellt hat, habe ich nur noch den Kopf geschüttelt. Die Autos lassen sich nur noch mit Karten aufwerten, soweit noch in Ordnung. Welche Karten man nach einem Renne bekommt wird ausgewürfelt und auch welche man im Shop kaufen kann werdne immer ausgewürfelt. Aber zum Glück kommt da dein Freund EA und du kannst die Karten auch gegen Echtgeld kaufen. (Achja einmal verbaute Karten lassen sich nicht mehr wechseln, also nichts von wegen "ich nehm die mal, bis ich was besseres bekomm")

Da musste ich direkt wieder an dieses Bild hier denken:
https://9gag.com/gag/ax0eM52?ref=ios.s.cp

Das mit den Kindern sehe ich auch sehr kritisch. Denn wie gesagt, kommt man über Steam sehr leicht an FSK 18 Spiele. Etwas schwerer wirds wohl, wenn sie nicht an die paysafe Karten kommen. Und nur die Lootboxen und Transaktionen ab 18 machen halte ich auch für keine Lösung, denn wie in dem Video gesagt, bekommen es die Kleinen dennoch mit und werden vom Spiel schon dazu erzogen.
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Feuer! » 22.11.2017 16:39

Ich mag dahingehend die Geschäftspraktiken von LoL. Das Spiel an sich ist vollkommen f2p, alle spielrelevanten Gegenstände (Champions, Rune Pages, ehemals auch die Runen) lassen sich durch die kostenlose, durch bloßes Spielen erhältliche Ingame-Währung kaufen. Einzig kosmetische Upgrades konnte man nur durch Echtgeld erhalten. Und selbst das hat sich geändert, da es nun ein Loot-System gibt, mit dem man zufällig generierte Lootkisten ohne Echtgeld freispielen kann (die Kisten können sowohl spielrelevante als auch kosmetische Gegenstände und Upgrades beinhalten). Das Spiel ist also komplett ohne Echtgeld spielbar; das Unternehmen generiert seinen Gewinn aus a) kosmetischen Upgrades, die inzwischen ebenfalls freigespielt werden können, sowie b) ungeduldigen Spielern, die lieber Echtgeld ausgeben, statt Inhalte mit der Zeit freizuspielen.

Ingame-Purchases, die einen definitiven (und nicht zeitnah erspielbaren) Vorteil geben, mag ich persönlich überhaupt nicht. Um solche Spiele mache ich einen großen Bogen, da ich nicht dazu genötigt werden möchte, durch Ingame-Purchases Geld ausgeben zu "müssen", um mithalten zu können. Ebenso finde ich Full-Price-Spiele, die dann zusätzlich durch Ingame-Purchases Geld machen wollen, daneben. Also entweder f2p mit der Option auf Echtgeld-Upgrades, ohne dass es dadurch zu p2w wird, oder Full-Price komplett ohne Ingame-Purchases.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von hexe » 22.11.2017 16:54

Meiner Meinung nach kann man nicht bestreiten, dass Lootboxen genau dieselben Motivationen ansprechen wie Glücksspiel. Allein die Animationen beim Öffnen einer solchen Box erinnern daran. Meine Kinder fragen mich bei 'Heros of the Storm' ständig, ob ich wieder eine Kiste habe, die sie öffnen dürfen, das darauf herum klicken, das Öffnen, die Vorschau zum nochmal drauf klicken und der Sound! Und das rosafarbene wollen sie behalten. Natürlich gehen sie da voll drauf ab und viele Erwachsene genauso.

Die Eltern sollen es alleine regeln? Unmöglich. Natürlich sollen Eltern darauf achten was ihre Kinder so treiben und ihnen den Umgang mit Werkzeugen vom Internet bis Löffel erklären. Aber gerade im digitalen Bereich kommen viele Eltern so schnell nicht mehr mit. Haben keine Ahnung, vor was man seine Kinder dort eigentlich schützen muss oder wie schnell da 200 Euro weg sind. Oder sind selbst dabei sich 'Lootboxen' wie blöde zu kaufen. Da werden von Mittvierzigern 1500 Euro im Monat für irgendein Mobil-Game ausgegeben.

Auf der andren Seite erwarten viele Kunden, dass es 'im Internet' doch alles Kostenlos gibt. Kostenlose App hier, nicht mehr als 99 Cent, wer legt schon 20 Euro für ein Aufbau-Spielchen aller 'Clash of Clans' hin? Da ist es nicht verwunderlich, dass man über Mikrotransaktion Entwicklungskosten und Betrieb wieder rein holen will/muss.

Aber eine ordentliche Summe Geld bezahlen und trotzdem noch mehr hinlegen, um alle Inhalte zu bekommen? Waffen freischalten in Ego-Shootern? Früher waren die schon dabei... EA probiert gerade aus, wie weit man gehen kann. Wie lange es noch Profit macht, wie sehr man die Kuh melken kann bevor sie davon läuft (oder Disney anruft und sagt, wir wollen vor dem Filmstart und Weihnachtsgeschäft keine schlechte PR mit der Star Wars IP). Mal sehen wohin es läuft.

(Für mich persönlich ist EA seit Battlefield 2 unten durch).

LoL monetarisiert übrigens unheimlich schlecht. Den Umsatz, der pro Kopf gemacht wird, ist total niedrig und es rentiert sich nur, weil es sooo unglaublich viele Leute spielen. Aber ja mit Cosmetics mit Hüten in Team Fortress 2 fing es an.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 16:55

Um auf ein einzelnes Spiel zu gehen, da finde ich es in Overwatch gut gelöst. Mit jedem Levelup bekommt man eine Lootbox. Doppelte Items werden je nach Rarität in Ingame Währung gutgeschrieben, mit dieser Währung lassen sich dann auch weitere Lootboxen erwerben.
In den Lootboxen selbst befinden sich auch ausschließlich kosmetische Items.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Curthan Mercatio » 22.11.2017 17:04

Wobei man sich natürlich schon fragen darf, warum man die kosmetischen Änderungen nicht einfach für eine einmalige Zahlung freischalten kann.

Wahrscheinliche Antwort: Durch viele kleine Beträge in Lootboxen gibt der Kunde insgesamt mehr Geld aus, ohne das so richtig mitzubekommen. 15 Boxen zu je 1 € fühlen sich eben weniger an als einmal 10 € für die neue Optik. Und zweitens kann man den Kunden dann nicht so schön mit der Glücksspielmechanik manipulieren. Da schlägt dann natürlich auch der Suchteffekt an, den man sonst nicht hätte.

Für mich sind Lootboxen in jedem Fall zu Ungunsten des Kunden. Und dass es sich dabei um Glücksspiel handelt, ist relativ offensichtlich.
Neu: Jahresrückblicke - Reaktionen auf Ilaris und Wo wir es verkackt haben.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Feuer! » 22.11.2017 17:21

Natürlich verdient ein Unternehmen durch viele kleine Beträge mehr, als wenn sie einen Festbetrag nehmen würden. Gerade bei Online-Spielen, die fortlaufende Kosten für Entwicklung, Wartung, Server etc. haben, finde ich es aber legitim, dass sie eben auch von bestehenden Spielern weiterhin Geld einnehmen möchten. Manche Online-Spiele lösen es mit einem monatlichen Betrag für den Zugang, andere mit Mikrotransaktionen.

Zur Frage, ob Lootboxen Glücksspiel sind: Sie bedienen mit Sicherheit ähnliche psychologische Mechanismen, aber wenn man Lootboxen als Glücksspiel für u18 unzugänglich machen will, muss man konsequenterweise ebenfalls die Kartenpacks sämtlicher Trading Card Games als Glücksspiel deklarieren und ab 18 machen. Oder Wundertüten. Denn nichts anderes sind auch Lootboxen. Man bezahlt einen festgelegten Preis und erhält einen zufälligen, im Voraus nicht genau bestimmbaren Inhalt. Das ist für mich kein Glücksspiel im rechtlichen Sinne, da es keine Nieten gibt. Man erhält auf jeden Fall einen neuen Inhalt.

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Ungelesener Beitrag von Borbarad-Moskito » 22.11.2017 17:35

Zornbold hat geschrieben:
22.11.2017 16:24
Borbarad-Moskito hat geschrieben:
22.11.2017 16:19
2. Die Inhalte sind mit angemessener Zeit nicht freizuspielen.
Doch sind sie definitiv. Alle Welt hat nur schlicht nicht gegengeprüft und von einem offensichtlich sehr schlechten Spieler 1:1 kopiert, was seine alternativen Fakte so hergaben. Beiträge in denen Spieler schrieben, dass div. Freischaltungen in dem Spiel schon nach 12h geschafft wurden (der Typ schrieb von 40), werden natürlich generell bei so etwas ignoriert. Auch ging der Autor damals nicht auf andere Quellen für diese Ingame Währung ein - die gibt es jedoch in vielfacher Art und Weise. Zu guter letzt muss man auch sagen, zu dem Zeitpunkt war das Spiel noch nicht einmal released. Die Testphase in der er spielte betrug meines Wissens 10h/Account. Ergo ist seine komplette Rechnung bestenfalls bullshit.

Ich möchte damit nicht die Geschäftspraktiken unterstützen, mir geht es darum, wie durch ein paar falsche Zahlen so eine schwachsinnige Hysterie entbrennen kann.
Ich hab' die Aussage jetzt auch nicht unbedingt auf BFII bezogen, sondern lediglich gesagt, unter welchen Umständen mich Lootboxen etc. nerven. Was die übertriebene Hysterie angeht, bin ich ganz auf deiner Seite. Das scheint irgendwie ein Phänomen der Gamer zu sein: Hysterischer Vorbesteller-Hype und dann hysterischer Shitstorm. Wie gesagt: einfach mal auf ein Spiel WARTEN, dann kaufen. Damit würden sich Entwickler vielleicht auch zweimal überlegen, was sie so auf den Markt bringen. Und den Lootbox-Kram wird man meines Erachtens nur dadurch los, oder durch ein gesetzliches Verbot (unschön!!).
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Ungelesener Beitrag von Vistella » 22.11.2017 18:29

Zornbold hat geschrieben:
22.11.2017 14:31
Das kommt auf die Definition von Glücksspiel an. Üblicherweise gibt es doch keine Lootboxen, in denen gar nichts ist oder? Man bekommt also immer etwas.
Wenn man dieses System nun als Glücksspiel deklariert, müsste man dann nicht strenggenommen auch Trading Card Games, Ü-Eier etc als solche sehen?
weiß nicht mehr wo genau ich es gelesen habe, aber die relevante Definition ist wohl, dass die Boxen Glückspiel sind, da man nicht den Value dessen kennt, was darin ist. Es kann ein Skin sein, den man für 5€ sich kaufen kann oder ein Schiff, welches 100€ im Shop kostet.

Bei Trading Cards und Ü-Eiern ist dies dem so nicht gegeben, da die Inhalte nach Angaben des Entwicklersstets den gleichen Wert haben und man daher weiß, was man bekommt

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Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 18:50

Vistella hat geschrieben:
22.11.2017 18:29
Bei Trading Cards und Ü-Eiern ist dies dem so nicht gegeben, da die Inhalte nach Angaben des Entwicklersstets den gleichen Wert haben und man daher weiß, was man bekommt
Im Bezug auf den Wert stimmt das so nicht. Es gibt in Ü-Eiern Figuren die deutlich höher gehandelt werden, als andere.
Auch im Bezug auf TCG's ist das nicht stimmig. Wenn man mal MtG nimmt, da gibt es Mythic, Rare, Common und Uncommon Karten. Eine Mythic bekommt man statistisch in jedem 8. Booster, dafür ist dann keine Rare da drin. Innerhalb der Karten selbst kann man auch eine Foil bekommen, was den wert steigert. Im direkten Vergleich gibt es von jedem Kartentyp welche, die ziemlich teuer gehandelt werden, andere sind nicht mal ein paar Cent wert. Sprich man kann einen Booster erhalten, der 100€+ Wert ist und einen der nicht einmal den EK wieder reinbringt.

Die Definition von Glücksspiel laut USK steht ja auch in #1.

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 22.11.2017 19:05

Zumindest bei den Ü-Eiern sind doch nur die alten und seltenen so wertvoll, oder?

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Ungelesener Beitrag von Zorni » 22.11.2017 19:07

Gorbalad hat geschrieben:
22.11.2017 19:05
Zumindest bei den Ü-Eiern sind doch nur die alten und seltenen so wertvoll, oder?
Und die waren auch mal neu, oder?

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 22.11.2017 19:10

Ja, aber da waren sie noch nicht wertvoll, und es war nicht absehbar, dass die mal wertvoll werden. Sonst hätten mehr Leute die aufgehoben, und sie wären nie wertvoll geworden.

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Ungelesener Beitrag von Vistella » 22.11.2017 20:05

Zornbold hat geschrieben:
22.11.2017 18:50
Vistella hat geschrieben:
22.11.2017 18:29
Bei Trading Cards und Ü-Eiern ist dies dem so nicht gegeben, da die Inhalte nach Angaben des Entwicklersstets den gleichen Wert haben und man daher weiß, was man bekommt
Im Bezug auf den Wert stimmt das so nicht. Es gibt in Ü-Eiern Figuren die deutlich höher gehandelt werden, als andere.
Auch im Bezug auf TCG's ist das nicht stimmig. Wenn man mal MtG nimmt, da gibt es Mythic, Rare, Common und Uncommon Karten. Eine Mythic bekommt man statistisch in jedem 8. Booster, dafür ist dann keine Rare da drin. Innerhalb der Karten selbst kann man auch eine Foil bekommen, was den wert steigert. Im direkten Vergleich gibt es von jedem Kartentyp welche, die ziemlich teuer gehandelt werden, andere sind nicht mal ein paar Cent wert. Sprich man kann einen Booster erhalten, der 100€+ Wert ist und einen der nicht einmal den EK wieder reinbringt.

Die Definition von Glücksspiel laut USK steht ja auch in #1.
Sie werden aber nicht vom Hersteller so hoch gehandelt, sondern vom Sekundärmarkt. Und genau das ist der Knackpunkt und auch warum Wizards of the Coast den Sekundarmarkt nicht anerkennt und warum die in #1 verlinkte Definition eben nicht zutrifft

Wenn du nen Sixpack Bier kaufst und außerhalb vom Geschäft dir jemand 100€ für ne Flasche davon anbietet, dann ist das kaufen von Sixpacks auch kein Glücksspiel

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Hesindian Fuxfell
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 22.11.2017 22:28

Ich hab hier mal noch nen passenden Link aus deutscher Quelle:



Meine erste Meinung ist: Ich kaufe nichts, was solche Sekundärgeldmaschinen für mehr als Kosmetik enthält und die Kosmetik erwerbe ich sicher nicht für Geld.
Meine zweite: Es ist gut, dass Leute mit Reichweite auf das Problem aufmerksam machen, denn es wird nicht besser für den Konsumenten, wenn man es stillschweigend über sich ergehen lässt.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
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Talasha
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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Talasha » 22.11.2017 22:35

]
Gorbalad hat geschrieben:
22.11.2017 19:10
Ja, aber da waren sie noch nicht wertvoll, und es war nicht absehbar, dass die mal wertvoll werden. Sonst hätten mehr Leute die aufgehoben, und sie wären nie wertvoll geworden.
Die meisten richtig wertvollen Ü-Eier-Figuren sind auch älter und haben wie der Eierlaufschlumpf empfindliches Zubehör. Im Endeffekt wie bei Antiquitäten.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Leta » 22.11.2017 23:33

Ein Bekannter von mir hat zum Test* mal 1400€ in Ingamekäufe bei einem Handyspiel investiert. Bei der offiziellen Möglichkeit von 3-300 Kristallen(oder sowas) hat er maximal 3-7 bekommen. Das finde ich schon etwas frech.

*) Bei fehlender Widerrufsbelehrung kann(konnte?) man sich das Geld von Apple zurückholen wenn man Glück hat.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von hexe » 23.11.2017 08:23

Hesindian Fuxfell hat geschrieben:
22.11.2017 22:28
und die Kosmetik erwerbe ich sicher nicht für Geld.
Warum nicht?
Du spielt ein free-to-play-Spiel. Es macht Dir Spaß, Du hast Freude daran, beschäftigst Dich im Durchschnitt jeden Tag ne Stunde damit. Das machst Du ein halbes Jahr lang. Wäre es dann nicht angebracht oder gar fair, mal 5 Euro dafür zu bezahlen? Einfach um zu sagen: "Ich mag eurer Spiel, weiter so!" Wenn man ein Bier/Kaffee weniger trinkt, ist die Ausgabe ja fix wieder drin.

Man sollte nicht vergessen, dass man Entwickler mit farier, anständiger Monetarisierung und Mikrotransaktionen auch mal Geld geben muss, damit sie sich weiter finanzieren lassen und sie nicht irgendwann sagen: "So läuft's nicht, wir brauchen Lootboxen."

@Hesindian Fuxfell Sicher nichts gegen Dich persönlich, Du dienst nur gerade als Aufhänger.

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Lootboxen - Fluch oder Segen?

Ungelesener Beitrag von Assaltaro » 23.11.2017 08:47

Über die kosmetischen Sachen habe ich auch durchaus mal nachgedacht, als ich noch LOL gespielt habe. Die finde ich völlig in Ordnung, da weiß ich aber auch gleich was ich für mein Geld bekomme.
Dieser angesprochene Rausch beim Lootbox öffnen, zieht bei mir einfach nicht bzw. diese Gründe warum Leute ins Casino gehen. Wenn ich da die Gewinnwahrscheinlichkeiten hör, ist es bei mir vorbei.

Ich finde es ja auch noch in Ordnung, wenn man sich Dinge kaufen kann, die man so erst freispielen müsste, ich aber gerade keine Lust oder keine Zeit habe, zuerst einige Zeit ohne zu spielen. Es sollte nur auch alles freispielbar sein. Spiele, bei denen es die stärksten Waffen oder was auch immer nur für Echtgeld gibt, lehne auch strikt ab.
75% Method Actor, 71% Storyteller, ..., 17% Power Gamer


Abwesend von 20.9. bis 28.9.

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Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 23.11.2017 08:52

hexe hat geschrieben:
23.11.2017 08:23
Du spielt ein free-to-play-Spiel. Es macht Dir Spaß, Du hast Freude daran, beschäftigst Dich im Durchschnitt jeden Tag ne Stunde damit. Das machst Du ein halbes Jahr lang. Wäre es dann nicht angebracht oder gar fair, mal 5 Euro dafür zu bezahlen?
F2P ist noch was anderes, in der Lootbox-Diskussion geht es grundlegend um Vollpreisspiele, bei denen man bereits beim Erwerb 50+€ bezahlt. Das ein F2P-Titel nen IG-Shop oder was anderes benötigt um sich zu finanzieren sollte klar sein.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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