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Übergriffe in Köln und anderen Städten

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sagista
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 31.12.2016 16:18

Es ist doch wie beim Fall Amri, keine Behörde hat Fehler gemacht und schon garnicht unser toller NRW-Innenminister. Aber das Thema brauchen wir ja nicht nochmal aufzuwärmen, wir wissen ja, dass du eine etwas andere Meinung zu Herrn Jäger hast, Eulenspiegel, was ja auch in Ordnung ist. Ich hoffe einfach nur, dass der Mann nach der Landtagswahl nicht mehr im Amt ist, weil freiwillig wird man den nicht mehr los, das ist klar.

Eulenspiegel
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Eulenspiegel » 31.12.2016 17:15

Erstmal sind es Menschen und nicht Behörden, die Fehler machen. Und beim letzten Silvester hat natürlich jemand einen Fehler gemacht. Wie ich schon die ganze Zeit sage: Der Polizeipräsident Wolfgang Albers hat Fehler gemacht.

Es wurde zwar die ganze Zeit gesagt, dass der Innenminister Schuld sei, es wurde aber bisher nicht aufgezeigt, durch welche Aktionen er die Silvesternacht hätte verhindern können.

Es wurden zwar ein paar Punkte genannt, die der Innenminister anders hätte machen sollen. Aber auf Nachfrage musste zugegeben werden, dass diese Punkte nichts an der Silvesternacht geändert hätten.

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sagista
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 01.01.2017 06:14

Es ist bemerkenswert, mit welcher Beharrlichkeit und Ignoranz du die aufgeführten Argumente, die einen Rücktritt Jägers eigentlich zwingend erforderlich gemacht haben, konsequent ignorierst und dich auf eine dir genehme Sicht der Dinge versteifst. Da es hoffnungslos ist, dass du eine erneute Ausführung der Argumentation zur Kenntnis, geschweige denn sie auch annehmen würdest, erspare ich mir dies. Stattdessen wünsche ich allen Diskutanten lieber ein frohes neues Jahr :-)

Eulenspiegel
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Eulenspiegel » 01.01.2017 16:30

Nein, ich ignoriere die Argumente, die angeblich Jägers Rücktritt zwingend erforderlich machen, nicht. Ich bin auf jedes einzelne Argument eingegangen!

Nenne mir bitte ein Argument, das ich bisher ignoriert habe!

Du dagegen hast eine Vielzahl von Argumenten ignoriert:
  • Unterschied zwischen "innerhalb der Polizei weiterleiten" und "nach außen an die Öffentlichkeit weiterleiten".
  • genügend Polizisten vorhanden, die hatten nur Urlaub
  • Polizeiberichte während des Einsatzes schreiben und im Büro nachbearbeiten hat nichts mit Schönsprech zu tun.
  • angebliches Fehlverhalten Jägers hätte nichts an Silvesternacht geändert, falls er anders gehandelt hätte.
Alles Argumente, die du bisher ignoriert hast. Und jetzt nenne mir bitte die Argumente, die ich bisher ignoriert habe.

Und ein neues Argument:
Dieses Silvester gab es kaum Vorfälle in NRW. Das zeigt, dass ein Austausch Jägers rational nichts bringt: FALLS er tatsächlich für die Silvestervorfälle verantwortlich wäre, zeigt dieses Jahr, dass er es vernünftig managen kann. Ein Austausch würde also nur aus Rache, nicht aus rationalen Erwägungen erfolgen. (Selbst falls er Fehler gemacht hätte, hätte er scheinbar aus diesen Fehlern gelernt und es dieses Jahr richtig gemacht.)
Da es hoffnungslos ist, dass du eine erneute Ausführung der Argumentation zur Kenntnis
Ich habe die Ausführungen zur Kenntnis genommen! Ich bin sogar darauf eingegangen!
Nur weil ich einem Argument nicht zustimme, heißt das nicht, dass ich es nicht zur Kenntnis nehme.

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BenjaminK
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von BenjaminK » 01.01.2017 17:46

Hat einfach keinen Zweck :)

Verantwortlich für die Vorfälle waren in erster Linie die Täter.

Dass, nachdem es eine zweite Chance zur Bewährung gab, alles besser läuft ist kein Freispruch von Fehlverhalten beim ersten Durchgang.
Leitet gerade;
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MR-Gruppe 600h

Eulenspiegel
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Eulenspiegel » 01.01.2017 18:00

Wir sind uns wohl alle einig, dass Jäger nicht vorsätzlich gehandelt hat.* Vielleicht hat er aus Versehen einen Fehler gemacht. Vielleicht hat er alles richtig gemacht. Aber wir sind uns einig, dass er nicht vorsätzlich gehandelt hat. Deswegen ist es sinnlos, hier von Freispruch zu sprechen.

Die Fragen, die sich stellen, sind:
1) Welches Verhalten von Jägers führte vor einem Jahr zu den Übergriffen in Köln?
Hier wurden viele Argumente ausgetauscht. Ich bin dabei auf alle Argumente der Gegenseite eingegangen. Thargunitoth und sagista haben jedoch viele Argumente von meiner Seite ignoriert.

2) Bringt es Vorteile, Jägers auszutauschen?
Hier sollte man sich erstmal die Frage stellen, warum man Jägers austauschen will:
Will man Jägers austauschen, weil man sich an Jägers rächen will?
Oder will man Jägers austauschen, weil man denkt, dass ein anderer Innenminister das in Zukunft besser hinbekommt?

*Disclaimer: Es hat zwar niemand explizit gesagt. Aber ich vermute einfach stark, dass hier niemand Jägers einen Vorsatz unterstellt.

Rhanaya
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Rhanaya » 01.01.2017 18:30

Bläh, nun wird der Polizei Rasimuss vorgeworfen, nachdem sie diesmal gezielt das Klientel kontrolliert hat, dass letztes Jahr so aufgefallen ist (Nordafrikaner).
Wie mans macht ists falsch. Da tut mir die Polizei echt leid, so zwischen Grünen und AfD eingepresst.

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Talasha
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Talasha » 02.01.2017 00:19

Rhanaya hat geschrieben:Bläh, nun wird der Polizei Rasimuss vorgeworfen, nachdem sie diesmal gezielt das Klientel kontrolliert hat, dass letztes Jahr so aufgefallen ist (Nordafrikaner).
Wie mans macht ists falsch. Da tut mir die Polizei echt leid, so zwischen Grünen und AfD eingepresst.
Jop. Per Definition auf der Falschen Seite.
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sagista
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 02.01.2017 00:44

@ Eulenspiegel:
Ich habe meinen Ausführungen, warum ich einen Rücktritt bzw. eine Entlassung Jägers für erforderlich halte, nichts hinzuzufügen. Du kannst sie auf den letzten Seiten nachlesen. Auch habe ich dir deutlich gemacht, warum ich deine Argumentation nicht teile. Sollte etwas unklar geblieben sein, so können wir das gern weiter per PN diskutieren, ich glaube nicht, dass irgendwen der weiterer Verlauf einer diesbezüglichen Diskussion interessieren würde.

@ Rhanaya:
Das ist das übliche Spiel. Das ist genau das selbe, wie wenn die Polizei vorrangig Schwarzafrikaner wegen möglicher Drogendelikte kontrolliert, weil diese Gruppe offenbar besonders stark in diesem Deliktfeld vertreten sind. Racial Profiling nennt man das. Ist zwar eine bedenkliche Sache, aber wohl letztendlich eine Abwägungssache. Man sollte der Polizei nicht jedes Mittel einreißen, nur weil gewisse Kreise überall Rassismus wittern. Es scheint ja funktioniert zu haben. Und es scheint auch notwendig gewesen zu sein. Aber gut, dass sich jetzt gewisse Leute über Begriffe wie Nafri aufregen können. Anscheinend gibt es keine dringenderen Probleme mehr...

Mit einer abschließenden Bewertung wäre vorsichtig, letztes Jahr wurde an Neujahr auch noch von "ausgelassenen, friedlichen Feiern" geschrieben, bis dann irgendwann die bittere Wahrheit deutlich wurde.

Aber die, die jetzt "Rassismus" schreien, sollen bitte bessere Konzepte vorlegen. Und zwar kurzfristige, nicht dieses Geschwafel von Integration, langem Atem usw. Langfristige Konzepte sind natürlich wichtig, das stelle ich trotz der jetzt etwas despektierlichen Bezeichnung nicht in Frage, helfen aber kurzfristig eben nicht.

Was sicherlich auch beunruhigen bzw. betrüben muss ist, dass offensichtlich wesentlich weniger Leute auf der Straße gefeiert haben. Offensichtlich ist das Sicherheitsgefühl nachhaltig geschädigt worden. Ich kann das verstehen.

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Talron
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Talron » 02.01.2017 08:47

Rhanaya hat geschrieben:Bläh, nun wird der Polizei Rasimuss vorgeworfen, nachdem sie diesmal gezielt das Klientel kontrolliert hat, dass letztes Jahr so aufgefallen ist (Nordafrikaner).
Wie mans macht ists falsch. Da tut mir die Polizei echt leid, so zwischen Grünen und AfD eingepresst.
Naja, ehrlich geseagt ist die Polizei zwischen Rot/Grün und Rot/Grün.
Die AfD geht ja die Politik für fehlverhalten an, nicht die Polizei. Was politisch natürlich um Längen klüger ist. In den Wahlen stehst du ja nicht gegen die Polizei sondern gegen andere Partein...

Irgendwie habe ich solangsam echt das Gefühl, dass die Grünen (das ist verweinfacht gesagt und eigentlich auch nicht wahr. Genauer ist bestimmte Personen in der Grünen Partei) darauf hinarbeiten, dass die AfD mit 20%+ in den Bundestag kommt.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Jadoran » 02.01.2017 09:09

Diskussion ist hier unerwünscht - daher gelöscht. Nichts für ungut.
Zuletzt geändert von Jadoran am 28.05.2017 14:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 02.01.2017 13:02

Dass Frau Peter ein von der AfD bei den Grünen eingeschleustes U-Boot ist, wird immer offensichtlicher. Seitdem die Parteichefin ist, ertappe ich mich immer öfter dabei, mir Frau Roth zu vermissen. Ich hoffe, die Grünen-Wähler wissen, was sie tun.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Eulenspiegel » 02.01.2017 23:04

Simone Peter ändert ihre Meinung zu Polizeiverhalten: "Die Grünen-Chefin Simone Peter hat nach anfänglicher Kritik an der Kölner Polizei ein Lob folgen lassen. 'Neue Informationen' haben zu dem Sinneswandel geführt."

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 03.01.2017 00:52

Manchmal hilft es, vor dem Reden nachzudenken oder sich weitergehend zu informieren. So wichtig ist Frau Peter nicht, dass sie sofort ihren Senf abgeben muss. Auch zeichnen sich ja gerade die Grünen durch besondere Nachsicht mit ihrem politischen Gegner aus, wenn dieser seine Meinung aufgrund "neuer Informationen" ändert. Ich bin davon überzeugt, dass die Grünen einen erheblichen Anteil am erstarkenden Rechtspopulismus haben und zwar nicht wegen einer unbedachten Äußerung von Frau Peter sondern aufgrund des gesamten Duktus' dieser Partei.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Leta » 03.01.2017 01:27

sagista hat geschrieben:Ich bin davon überzeugt, dass die Grünen einen erheblichen Anteil am erstarkenden Rechtspopulismus haben und zwar nicht wegen einer unbedachten Äußerung von Frau Peter sondern aufgrund des gesamten Duktus' dieser Partei.
Welche Grünen? Die "Linkspartei-Ableger" aus Berlin oder die "Dunkel-fast-schwarz-Grünen" aus BaWü?

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Rhanaya » 03.01.2017 03:42

Das ist der Plan, die AfD so stark zu machen, dass die CDU zu schwach ist um zu regieren. Rot/Grün gewinnt.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Talasha » 03.01.2017 03:47

Rhanaya hat geschrieben:Das ist der Plan, die AfD so stark zu machen, dass die CDU zu schwach ist um zu regieren. Rot/Grün gewinnt.
In Berlin klappt es ja gerade.
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 03.01.2017 13:08

Leta hat geschrieben:Welche Grünen? Die "Linkspartei-Ableger" aus Berlin oder die "Dunkel-fast-schwarz-Grünen" aus BaWü?
Vorrangig natürlich die "Linkspartei-Ableger". Diese fallen ja immer wieder durch besonders tolle Aussagen auf.
Bei den "Dunkel-fast-schwarz-Grünen" aus BaWü fragt man sich ohnehin, warum die noch bei den Grünen sind. Allerdings sind das ja die, die Erfolge einfahren, auch wenn es schon interessant ist, dass z. B. bei der Pisa-Studie BaWü so abgestürzt ist.
Aber auch z. B. die Blockade der Grünen im Bundesrat, die verhindert, dass die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt, macht eines deutlich. Zwar haben sie auch kein Konzept, aber das, was die anderen tun, wird blockiert.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Thargunitoth » 03.01.2017 13:20

Eulenspiegel hat geschrieben:Erstmal sind es Menschen und nicht Behörden, die Fehler machen. Und beim letzten Silvester hat natürlich jemand einen Fehler gemacht. Wie ich schon die ganze Zeit sage: Der Polizeipräsident Wolfgang Albers hat Fehler gemacht.

Es wurde zwar die ganze Zeit gesagt, dass der Innenminister Schuld sei, es wurde aber bisher nicht aufgezeigt, durch welche Aktionen er die Silvesternacht hätte verhindern können.

Es wurden zwar ein paar Punkte genannt, die der Innenminister anders hätte machen sollen. Aber auf Nachfrage musste zugegeben werden, dass diese Punkte nichts an der Silvesternacht geändert hätten.
Siehe http://www.report-k.de/Koeln-Nachrichte ... efte-52939
Köln | Im Vorfeld der Kölner Silvesternacht mit zahlreichen Raubüberfällen und sexuellen Angriffen auf Frauen hat nach Informationen des Nachrichten­magazins "Focus" das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) des NRW-Innenministers Ralf Jäger (SPD) die Bitte der Kölner Polizei um eine zusätzliche Einsatz-Hundertschaft abgelehnt. Dies geht aus einem Einsatzleiter-Report hervor, der dem "Focus" vorliegt. Weil die Anfrage keinen Erfolg hatte, stellte die Kölner Polizei in jener Nacht lediglich 143 Beamte.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 04.01.2017 23:06

Ganz so glimpflich scheint es dann in manch anderen Städten doch nicht abgelaufen sein. Besonders beunruhigen sollte der Umstand, dass offenbar sehr viel weniger Frauen unterwegs waren. Verständlicherweise wie ich finde, nur, was folgt daraus? Können sich Frauen in Zukunft nur noch in männlicher Begleitung einigermaßen sicher bewegen? Aber selbst das klappt ja nicht unbedingt. Ich denke nicht, dass hier irgendwer Zustände wie in manchen muslimischen Ländern wünscht, wo Frauen praktisch ganz aus dem Straßenbild verschwunden sind.

Übertrieben? Naja, ich fürchte nicht. Ich würde mir ja wünschen, dass ich mich irre oder in was verrenne, nur glaube ich das nicht. Ich wünsche mir ausdrücklich, dass ich mir in 10/20/30 Jahren sagen kann, "jo, damals haste etwas viel Paranoia geschoben".

Ich erwarte, dass die Politik endlich vernünftige Maßnahmen ergreift, um die Sicherheit wiederherzustellen. Das bedeutet, dass man insbesondere im Umgang mit den so genannten Nafris i. S. v. nordafrikanischen Intensivtätern wirkungsvolle Maßnahmen ergreift. So sollten wiederholt straffällig gewordene, ausreisepflichtige Asylbewerber festgesetzt werden, wenn man sie schon nicht in ihre Heimatländer abschieben kann.

So weit ich weiß, erlaubt es keine Flüchtlingskonvention und kein Menschenrecht, sich in einem Land, in dem man Asyl sucht, wie die letzte Wildsau aufzuführen und es verlangt auch keine Konvention, dass sich ein Aufnahmeland alles bieten lassen muss. Aber dieses Gehampel "Tja, schade, das Heimatland will die Leute nicht wieder haben, da kann man nichts machen" ist indiskutabel, es sei denn, man möchte aktive AfD-Wahlkampfhilfe betreiben. Die müssen ja derzeit garnichts tun.

Aber Hauptsache, Organisationen wie amnesty international fordern Untersuchungen wegen angeblichem racial profiling. So kann man auch jegliche Art von Glaubwürdigkeit verlieren.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 14.05.2017 23:47

sagista hat geschrieben:Aber das Thema brauchen wir ja nicht nochmal aufzuwärmen, wir wissen ja, dass du eine etwas andere Meinung zu Herrn Jäger hast, Eulenspiegel, was ja auch in Ordnung ist. Ich hoffe einfach nur, dass der Mann nach der Landtagswahl nicht mehr im Amt ist, weil freiwillig wird man den nicht mehr los, das ist klar.
Nun, zumindest diese Hoffnung hat sich ja nun erfüllt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Herr Jäger und das Festhalten Frau Krafts an ihm ein nicht unerheblichen Anteil an dem heutigen NRW-Wahlergebnis hat.
Jetzt bekommt die CDU die Chance, es besser zu machen. Schauen wir mal, ob sie die Gelegenheit nutzen wird.

Eulenspiegel
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Eulenspiegel » 15.05.2017 00:58

Besser als das vorletzte Silvester 2015/2016?
Oder besser als das letzte Silvester 2016/2017?

Dass es besser als 2015/2016 läuft, ist nicht schwer. Vor allem, da der damalige Polizeipräsident nicht mehr im Amt ist.

Ob es besser als 2016/2017 läuft, werden wir in einem halben Jahr sehen.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Rhanaya » 15.05.2017 14:00

Köln hat der SPD wie ein Mühlstein am Hals gehangen, ich frage mich nur warum sie überhaupt noch soviel % bekommen hat.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von AngeliAter » 15.05.2017 15:48

Fairerweise muss man ja sagen das Köln sich bei der nächsten Gelegenheit nicht widerholt hat. Da wurde nachgebessert und gerüchteweise soll es ja auch Menschen geben, die bereit sind, einen solchen Fehler dann zu vergeben und nicht 80 Jahre mit den Finger auf eine Partei zu zeigen und sich irgendwann wundern, wieso inzwischen jede Partei für sie unwählbar geworden ist.
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Talasha » 15.05.2017 16:08

Rhanaya hat geschrieben:Köln hat der SPD wie ein Mühlstein am Hals gehangen, ich frage mich nur warum sie überhaupt noch soviel % bekommen hat.
Naja, gibt noch andere Themen außer dem Totalversagen von Herrn Jäger.
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Der Wanderer » 15.05.2017 22:17

sagista hat geschrieben:Jetzt bekommt die CDU die Chance, es besser zu machen. Schauen wir mal, ob sie die Gelegenheit nutzen wird.
Wenn sie in diesem Punkt nicht besser ist, ohje. Die SPD (bzw. fairerweise: die Polizei in Köln, allerdings hat letztlich halt der Minister die Verantwortung) hat ja gleich zweimal nicht gut ausgesehen. Erst null Sicherheit am Dom, und im Jahr danach war das auch alles andere als glorreich. Dann noch Amri ... Schlechter geht's halt nicht, das dürfte also für die CDU einfach werden.
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Talron » 15.05.2017 22:21

Die Grünen sind von 13% hinter der AFD gelandet. Ich glaube die SPD hatte insoweit Glück, dass viele SPD Wähler den Grünen wohl die Hauptschuld an vielem gegeben haben.

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Der Wanderer » 15.05.2017 22:38

Talron hat geschrieben:Die Grünen sind von 13% hinter der AFD gelandet. Ich glaube die SPD hatte insoweit Glück, dass viele SPD Wähler den Grünen wohl die Hauptschuld an vielem gegeben haben.
Ist hier nun nicht der Wahl-Thread, aber:

Jein. Minus 8 Prozent für eine Regierungspartei, die zudem tatsächlich ein paar gute Dinge auf den Weg gebracht hat, ist schon übel. Aber anscheinend war die Schulpolitik vielen Wählern ein Dorn im Auge, und das haben die Grünen damit letztlich zu verantworten. Schlimmer noch für das Ergebnis: Sie haben dabei bei ihrer eigenen Klientel, etwa den Lehrern, für Frust gesorgt.

Ihr wisst vielleicht, dass ich Grüner bin. Und als solcher sage ich: Das Ergebnis war absehbar und ist letztlich nicht unverdient. So macht man es halt nicht.
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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von sagista » 16.05.2017 07:04

Talasha hat geschrieben:Naja, gibt noch andere Themen außer dem Totalversagen von Herrn Jäger.
Für mich war das Versagen Herrn Jägers und insbesondere das Festhalten Frau Krafts an ihm schon ein recht bedeutender von vielen Punkten, die mich dazu veranlasst haben, die SPD nicht wiederzuwählen. Aber ich finde die Bilanz insgesamt von Rotgrün in NRW nicht besonders gut. Jetzt wird ja aller Wahrscheinlichkeit nach Schwarzgelb die Möglichkeit bekommen, es besser zu machen. Ich gehe davon aus, dass sich Rotgrün die Versprechen der anderen gut gemerkt haben und die neue Regierung darauf festnageln wird.

Was ich insbesondere bei den Grünen immer etwas merkwürdig finde ist der Duktus "unsere Politik ist gut und richtig, aber die Wähler verstehen uns nicht", sei es nun bei dem Aufreger Bildungspolitik (insbesondere Inklusion) oder bei anderen Themen. Beim Thema innere Sicherheit weiß man bei den Grünen überhaupt nicht mehr, was sie eigentlich wollen und die Außendarstellung ist eine Katastrophe (Hat jemand Trittins Auftritt bei Anne Will gesehen?). Aber ich als bekennender Nicht-Grüner denke, dass sie sich, ähnlich wie die FDP, auch wieder erholen wird. Wahrscheinlich sollte man aber mal ordentlich ausmisten, insbesondere auch in der Führung der Bundespartei, solang man Hoffnungsträger wie Herrn Habeck nicht verbrennt. Da kann man ja von der SPD lernen, wie man es nicht macht (Schulz).

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Re: Übergriffe in Köln und anderen Städten

Beitrag von Andwari » 16.05.2017 07:43

Die Nachbereitung läuft ... und "gefühlte innere Sicherheit" wird ebenso wie Schulpolitik usw. einen Anteil gehabt haben.

Allerdings startet die neue Landesregierung mit drückenden Hypotheken: Bessere Schule, Inklusion oder eben mehr Sicherheitsempfinden wird sich nicht zum Nulltarif machen lassen - andererseits ist NRW im bundesdeutschen Vergleich nicht gerade finanziell ganz vorne, mit teuren Dingen wie Infrastruktur wird nicht unbedingt ein vorbildlicher Werterhaltungsprozess verfolgt (typisch für die öffentliche Hand).

Die Weichenstellungen einer Vorgängerregierung wird man nicht mal eben über Nacht los. Da alle 5 Jahre rigiden "Kurswechsel" kann nix bringen. Nur weil man einen Innenminister austauscht, gilt das für das Ministerium und sämtliche nachgeordneten Behörden ja nicht mal einfach so. Da zu steuern ist Slalom mit dem Tankschiff = wenn die politisch gewollte Kurskorrektur so kurzlebig ist und es bald wieder in die andere Richtung geht, wäre der Kahn ohne diese "Hindernisse" deutlich schneller am Hang.
Je mehr vollmundige Ankündigungen ein Mitarbeiter erlebt hat, aus denen nix wurde ... desto weniger aktive Unterstützung kriegt man als Ideengeber für den neuen Kurs.

wenigstens positiv dabei: In Sachen innerer Sicherheit klar in dieselbe Richtung wie jetzt gesteuert werden soll und der liegt auch im Interesse derer, die es durchführen sollen ("mehr Sicherheit" findet bei der Polizei leicht Unterstützung). Bleibt die Frage, wie intensiv da politische Ankündigung und Finanzierung auseinanderklaffen.

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