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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Für alles, was uns sonst noch so interessiert.

Wen / wie würdest du wählen, wenn heute Bundestagwahl wäre?

Umfrage endete am 05.10.2017 01:13

CDU / CSU
13
13%
SPD
18
19%
Die LINKE
19
20%
Die Grünen
22
23%
FDP
8
8%
AFD
2
2%
eine linke Kleinpartei (MLPD, DKP, etc.)
0
Keine Stimmen
eine rechte Kleinpartei (NPD, REP, etc.)
1
1%
eine andere Kleinpartei (Piraten, Tierschutzpartei, etc.)
10
10%
ungültig / Nichtwähler
4
4%
 
Abstimmungen insgesamt: 97

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sagista
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Unser kleines Forenparlament BTW 2017

Beitrag von sagista » 22.07.2017 01:13

Ich glaube, man sollte die Tradition, vor einer Wahl zum deutschen Bundestag eine Forenabstimmung zu starten, beibehalten.

Spannende Frage dieses mal:

- Werden wir künftig ein Parlament mit sieben Parteien / sechs Fraktionen haben?
- Reicht es wohlmöglich gar für Schwarz-Gelb?
- Wie viele Sitze wird die AfD - wenn sie überhaupt in den Bundestag einziehen wird - erringen?
- Wie wird sich das Thema Flüchtlingskrise auf die Wahl auswirken?
- Wird es Martin Schulz schaffen, ein Thema zu finden, wo er Angela Merkel in eine wirkliche Diskussion ziehen kann?

Und vor allem:
Wen kann man überhaupt noch ohne fiese Bauchschmerzen wählen?

Ich freue mich auf rege Diskussionen.

P. S.: Leider gibt es nur zehn Antwortmöglichkeiten. Deswegen musste ich Ungültig-Wähler und Nichtwähler in eine Kategorie packen, auch wenn ich weiß, dass es etwas völlig anderes ist, ungültig zu wählen als garnicht wählen zu gehen.

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Talasha
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Beitrag von Talasha » 22.07.2017 16:03

Interessant, wir sind hier bisher ja ganz schön Linksgrün versifft. :censored:
Sir Isaac Newton ist der tödlichste Bastard im ganzen Weltraum!


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sagista
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Beitrag von sagista » 23.07.2017 22:15

Wirklich interessant, dass so viele hier die Grünen wählen wollen.
Ich frage mich nur, warum?
Überzeugung oder doch nur das geringste Übel?

Leta
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Beitrag von Leta » 23.07.2017 23:07

Mein schwarzes konservatives Herz zwingt mich zu den Grünen. :borbi Wenn sie nur nicht so dumme ideologisch und nicht rational geprägte Positionen hätten.

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BenjaminK
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Beitrag von BenjaminK » 24.07.2017 09:45

sagista hat geschrieben:
23.07.2017 22:15
Wirklich interessant, dass so viele hier die Grünen wählen wollen.
Ich frage mich nur, warum?
Das fragst du dich echt? *G*
RPG ist ein Hobby, bei dem man nicht schwitzt, bei dem man nicht an die Luft muss, es kann im Keller gespielt werden, man hat ein Alter Ego mit viel mehr Akzeptanz als das eigene Ich, mittlerweile funktioniert es sogar online. RPG ist prädestiniert für Nerds, die keinen Sport treiben und sich lieber vor dem Footballer mit der Collegejacke verstecken *G* dafür aber sehr viel Intellekt haben und wohl in einem MINT-Studiengang an Universitäten landen irgendwann, wo sie dann von den Germanistikstudenten angeworben werden zu RPG, sich den Vorwurf des Powergamers anhören dürfen weil sie eben optimieren, wie sie es aus den Experimenten der Physik gewohnt sind, aber gleichzeitig eben auch eine "linksgrünversiffte" Ideologie annehmen, um ihre Gruppe zu behalten *GGG*
Leitet gerade;
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Merry
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Beitrag von Merry » 05.08.2017 09:22

Wir besprechen im Podcast übrigens die Wahlprogramme, zumindest die der Parteien, die ausreichend Chancen haben, in den Bundestag einzuziehen, und dabei nicht nur die größten Punkte. Wir schauen uns alles an! Nach und nach wird veröffentlicht. Wer will, kann ja mal reinhören. Die FDP ist mittlerweile komplett online, wahrscheinlich beginnt heute das Veröffentlichen der SPD. Für die Veröffentlichung bin ich aber nicht zuständig.
Wir halten mit unserer Meinung nicht hinterm Berg. Wenn uns etwas ge- oder missfällt, sagen wir es. Und wie es sich für ein Kompendium des Unbehagens gehört, merken wir natürlich auch an, wie unbehaglich uns bei den einzelnen Punkten zumute ist.

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Nepolemo ya Dolvaran
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Beitrag von Nepolemo ya Dolvaran » 05.08.2017 12:01

Ich habe mal die FDP gewählt, aber evtl werde ich auch nicht zur Wahl gehen.
Madness is not a State of Mind. Madness is a Place. Let's go there, Shall we?
In Erinnerung an Xeledon.

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sankt.klaus
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Beitrag von sankt.klaus » 05.08.2017 13:47

Ich kann mir gut vorstellen, daß die Grünen, anders wie hier im Forum, der 5%-Grenze gefährlich nahe kommen.
Vermutlich schadet der Dieselskandal und die damit einhergehende politische Passivität den Grünen mehr wie der
Automobilindustrie.

Lorlilto
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Beitrag von Lorlilto » 05.08.2017 15:13

sankt.klaus hat geschrieben:
05.08.2017 13:47
Ich kann mir gut vorstellen, daß die Grünen, anders wie hier im Forum, der 5%-Grenze gefährlich nahe kommen.
Vermutlich schadet der Dieselskandal und die damit einhergehende politische Passivität den Grünen mehr wie der
Automobilindustrie.
Ich denke schon, daß die Grünen durchaus die 5% halbwegs sicher knacken, aber stimme deiner Analyse durchaus zu. Ähnlich wie die SPD ein Jahrzehnt vor ihr, versuchen die Grünen sich per "Vernunft" in der Mitte zu platzieren und verlieren dadurch ihre idealistischen Stammwähler. Aber speziell diese neuen Wähler sind wankelmütig und wechseln so munter zwischen den Parteien hin und her, daß die Wahlergebnisse immer schwieriger abzuschätzen werden.

Ich persönlich hoffe nur, daß es nicht für schwarz-gelb reicht (das war letztes mal schon :kotz: ), noch die große Koalition bei faktischer Abschaffung der Opposition fortgesetzt wird. Eine dreier-Kombi (x-gelb-grün) ist vielleicht noch am wenigsten unwünschenswert (abgesehen von der braunen nicht-Alternative, aber außer der CSU würde mit denen eh keiner zusammenarbeiten).

Andwari
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Beitrag von Andwari » 05.08.2017 22:54

@Lorlilto
Die CSU hat zwei für sie wichtige Punkte:
1. die bayerische Landesregierung stellen, wenn irgendwie möglich mit absoluter Mehrheit
2. bundesweit als wichtig wahrgenommen zu werden.

Bundesweit ist die CSU eine Partei, die zwar die 5%-Hürde schafft, aber per se nicht für jede Regierung gebraucht wird. Selbst bei einer bundesweit antretenden CSU die viele "Konservative" einsammelt, wäre die wohl unter 15%, d.h es ginge immer eine Regierungsbildung ohne sie. So schlecht kann ein CSU-Bundesminister gar nicht sein (Versuche, das auszuloten gab es ja), dass man auf den Einfluss innerhalb der Union verzichten will.
Bei einer parallelen CDU-Kandidatur in Bayern wäre die absolute Mehrheit der CSU aber wohl nach aktuellen Verhältnissen sicher futsch - dazu müsste die CDU in Bayern nur über 5% kommen. Damit würde wohl auch eine Regierung ohne CSU in Bayern möglich - aktuell ist das sehr unrealistisch, dazu müssten sich Grüne, SPD, Freie Wähler, vmtl. AfD und evtl. FDP, und Linke alle zusammentun. Mit einigen CDU(Bayern)-Mandaten sähe das schon anders aus - das historisch schlechte Ergebnis der Landtagswahl 2008 (43%) will die CSU nicht wieder erleben.

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sagista
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Beitrag von sagista » 06.08.2017 17:35

Ich fände es großartig, würden die Grünen aus dem Bundestag fliegen. Die Chancen stehen zwar gering, aber wer weiß, vor vier Jahren hätte es auch niemand für möglich gehalten, dass die FDP mal im hohen Bogen rausfliegen würde. Warum nicht dieses mal die Grünen?

Wer mir inzwischen fast schon leid tut ist Martin Schulz. Bei ihm habe ich den Eindruck, dass er zwar alles mögliche versucht, aber irgendwie zündet so recht nichts. Er schafft es nicht, ein Thema so zu besetzen, dass er damit Merkel und die CDU vor sich hertreiben und zum richtig Duell stellen kann. Stattdessen versucht er, die Flüchtlingspolitik in die Diskussion, was nur in die Hose gehen kann, denn das ist wirklich kein Gewinnerthema für die SPD. Gleichwohl ist diese ein sehr wichtiges Thema. Für mich sogar ein wahlentscheidenes Thema.

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Talron
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Beitrag von Talron » 07.08.2017 08:02

Lorlilto hat geschrieben:
05.08.2017 15:13
sankt.klaus hat geschrieben:
05.08.2017 13:47
Ich kann mir gut vorstellen, daß die Grünen, anders wie hier im Forum, der 5%-Grenze gefährlich nahe kommen.
Vermutlich schadet der Dieselskandal und die damit einhergehende politische Passivität den Grünen mehr wie der
Automobilindustrie.
Ich denke schon, daß die Grünen durchaus die 5% halbwegs sicher knacken, aber stimme deiner Analyse durchaus zu. Ähnlich wie die SPD ein Jahrzehnt vor ihr, versuchen die Grünen sich per "Vernunft" in der Mitte zu platzieren und verlieren dadurch ihre idealistischen Stammwähler. Aber speziell diese neuen Wähler sind wankelmütig und wechseln so munter zwischen den Parteien hin und her, daß die Wahlergebnisse immer schwieriger abzuschätzen werden.

Ich persönlich hoffe nur, daß es nicht für schwarz-gelb reicht (das war letztes mal schon :kotz: ), noch die große Koalition bei faktischer Abschaffung der Opposition fortgesetzt wird. Eine dreier-Kombi (x-gelb-grün) ist vielleicht noch am wenigsten unwünschenswert (abgesehen von der braunen nicht-Alternative, aber außer der CSU würde mit denen eh keiner zusammenarbeiten).
Scheint mir keine sehr stimmige Analyse. Gerade Kretschmann ist genau jener, der für den Vernunftkurs steht und er fährt damit verdammt erfolgreicht. Ich denke das Problem ist eher, dass den Grünen ihre ganzen idealistischen Positionen um die Ohren fliegen. Energiewende? Funktioniert nicht. Flüchtlingsintegration? Mehr Probleme als Lösungsansätze.
Die Grünen haben das Glück, dass die Probleme der Flüchtlingsintegration ihr Klientel eher weniger direkt betreffen (ähnlich wie bei der CDU). Die Linke und die SPD haben hier viel massivere Probleme. @sagista Daher hat Martin Schultz eben das Thema angesprochen. Die SPD befindet sich wirklich in der Situation von verdammt falls du es tust, verdammt wenn du es nicht tust. Eine Erschwerniss bei jeder Vorhersage ist, dass die Umfragen aufgrund einiger Kampagnen, welche direkt auf berufliche und persönliche Nachteile von Personen mit unliebsamen Meinungen zielten, nicht wirklich zuverlässig sind. Wir haben das beim Brexit und bei Trump schon beobachten können. Dazu muss jemand der Grüne angibt nicht AFD wählen. Nur eben nicht wählen gehen und dafür geht ein "Nichtwähler" und macht sein Kreuz bei der AFD.

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Tilim
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Beitrag von Tilim » 07.08.2017 09:09

- Ich sehe mich auch eher Links/ Zentrisch. Allerdings sind mir die Grünen genau das falsche Links. Für mich sind die Grünen leider in genau den Punkten "zu links" in denen ich eine zentrische und auf Fakten (anstatt Gefühlen) geprägte Auseinandersetzung wichtig finde.
- Die SPD hält eh nie (zu selten, zu spät) was sie verspricht.
- Die CDU ist mir viel zu konservativ.
- Die FDP halte ich nicht für falsch aber ich bin der Meinung, dass vor allem in der Wirtschaft zu viel Liberalismus schädlich ist. Ich würde niemanden verurteilen der die FDP wählt (bei CDU schon eher), bin aber wirtschaftlich eher links autoritär.
- Ich weiß nicht was ich von den Linken halten soll... Einige Sachen von denen sind echt gut. Ich halte nur nicht viel von den linken Wählern. 50% (oder so) aller Linkswähler unterstützten (finden gut) den Schwarzen Block beim G20. Was soll man von einer Partei halten, von denen 50% Idioten sind?
- AFD ist einfach scheiße.
- Schade, dass die Piraten niemand mehr ernst nimmt. Ich hätte es schön gefunden wenn die sich mit um die 5-10% etabliert hätten.
8values.png
p.s.
Ich finde die Grünen sollten mal aus dem Bundestag fliegen. Meiner Meinung nach drücken die Grünen durch ihre Inkompetenz das politische Spektrum viel zu sehr nach rechts. Das wirft mMn ein schlechtes Licht auf die "rationalen" Linken und schreckt die Leute nur ab eher links zu wählen.
Für mich sind die Grünen "der Feind in den eigenen Reihen" von dem man sich leider distanzieren muss.

Wonach sollte man eurer Meinung eine Partei bewerten? Am offiziellen Wahlkonzept oder an den "inoffiziellen" Tendenzen der Kernwählerschaft?
Bitte hier klicken!
Aktueller Charakter:
Rashid ad-Din Sinan ibn Salman (Tulamide, Obskuromant)

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Talron
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Beitrag von Talron » 07.08.2017 11:05

Wahlprogramme sind eben so eine Sache. Da kann man vieles hineinschreiben.
Du musst dir halt stets überlegen:
1. Ist es überhaupt umzusetzen? (Das ist nicht so einfach, da man sich hier gerne selbst betrügt, wenn man das Ziel teilt)
2. Was sind die Kosten? (Hier geht es nicht nur um Geld sondern allgemein um materielle aber aber immaterielle Werte)
3, Was sind die Folgen, wie wird die Welt darauf reagieren?

Sich einfach die Tendenz der Kernwählerschaft anzuschauen ist ein ziemlich guter Trick, weil man sich so eine Menge Arbeit erspart.

Lorlilto
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Beitrag von Lorlilto » 07.08.2017 11:33

Talron hat geschrieben:
07.08.2017 08:02
Scheint mir keine sehr stimmige Analyse. Gerade Kretschmann ist genau jener, der für den Vernunftkurs steht und er fährt damit verdammt erfolgreicht. Ich denke das Problem ist eher, dass den Grünen ihre ganzen idealistischen Positionen um die Ohren fliegen. Energiewende? Funktioniert nicht. Flüchtlingsintegration? Mehr Probleme als Lösungsansätze.
Hier muss ich dir klar widersprechen: Der Vernunftkurs von Kretschmann funktioniert in BaWü, wo die grünen eine relativ konservative Wählerschaft haben (die sie der CDU abgenommen haben, die sich dort vorher selbst zerlegt hat). Für mich als langjährigen Grünen-Wähler funktioniert es überhaupt nicht, daß er sich in Stuttgart mit den Autobauern quasi in's Bett legt und es eine richterliche Entscheidung braucht, bis dort etwas gegen die Luftbelastung getan wird.
Das Problem der Energiewende ist vor allem, daß sich die CSU dagegen stemmt (weil Bayern wirtschaftlich davon wenig profitiert) und dadurch der nötige Ausbau der Leitungskapazitäten verschleppt wird.
Flüchtlingsintegration ist ein maßlos übertrieben dargestelltes Problem, solange es weiterhin von "einheimischer" Seite täglich Übergriffe (verbal und physisch) gegen Migranten gibt. Oder um es frei nach Nico Semsrott auszudrücken: das Problem ist nicht der neue Pavian, sondern 20 von den 80 Pavianen, die schon auf diesem Felsen sitzen.
Ich finde es aber auch allgemein befremdlich, es als Argument gegen eine Partei zu verwenden, daß sich ihr Programm mit Themen beschäftigt, die derzeit als große Probleme wahrgenommen werden. Dazu sind die doch da, um Probleme zu lösen. Es sei denn man möchte weiter die Sieht-nichts- Hört-nichts- Sagt-nichts- Äffchen der Union haben, denn einem selbst geht es ja gut...

Was ich auch etwas komisch finde: Die Partei nach ihren Wählern aussuchen, auch wenn diese in begrenztem Maße auch etwas über die Partei aussagen können. Ihr wählt nicht die Wähler, ihr wählt die Politiker.
Und zwar, wie man jetzt in Niedersachsen wieder sehen kann, Einzelpolitiker, die sich in Parteien/Listen zusammengetan haben. Daher werde ich wohl der Empfehlung nachkommen, sich mal mit den lokalen Kandidaten und den Landeslisten auseinanderzusetzen, vielleicht kann ich da etwas mehr Klarheit für meine Entscheidung entwickeln.

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Frostgeneral
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Beitrag von Frostgeneral » 07.08.2017 11:40

Links und Grün bisher.

ich bin erstaunt, dass diese Umfrage überhaupt nicht repräsentativ ist :D
bisher

zumindest sind die DSA Spieler schlau genug und lassen sich nicht von SPD und CDU verarschen.
Ich vermisse die PARTEI als aufgeführten Punkt. Sie ist großartig.
wählt sie. sie ist sehr gut

Leta
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Beitrag von Leta » 07.08.2017 18:31

Tilim hat geschrieben:
07.08.2017 09:09
Allerdings sind mir die Grünen genau das falsche Links.
Bei den Grünen gibt es sehr unterschiedliche Strömungen. Stichwort Realos vs. Fundis.

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sagista
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Beitrag von sagista » 07.08.2017 21:02

Tilim hat geschrieben:
07.08.2017 09:09
ch weiß nicht was ich von den Linken halten soll... Einige Sachen von denen sind echt gut. Ich halte nur nicht viel von den linken Wählern. 50% (oder so) aller Linkswähler unterstützten (finden gut) den Schwarzen Block beim G20. Was soll man von einer Partei halten, von denen 50% Idioten sind?
Die Linke ist meiner Meinung nach vor allem aus außenpolitischen Gründen nicht wählbar. Wer zur Solidarität mit Venezuela respektive Maduro aufruft hat außer meiner Sicht den Kompass ziemlich verloren. Das ich nenne es mal ungeklärte Verhältnis zu linker Gewalt macht sie darüberhinaus extrem unglaubwürdig, angesichts der sonstigen antikriegerischen und gewaltfreien Rhetorik.
Tilim hat geschrieben:
07.08.2017 09:09
Wonach sollte man eurer Meinung eine Partei bewerten? Am offiziellen Wahlkonzept oder an den "inoffiziellen" Tendenzen der Kernwählerschaft?
Tendenziell eher nach dem Wahlkonzept. Aber vielmehr aufgrund der vorher erarbeiteten Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Parteien (oder eben nicht). Die Kernwählerschaft wäre mir eigentlich ziemlich egal.
Lorlilto hat geschrieben:
07.08.2017 11:33
Flüchtlingsintegration ist ein maßlos übertrieben dargestelltes Problem, solange es weiterhin von "einheimischer" Seite täglich Übergriffe (verbal und physisch) gegen Migranten gibt. Oder um es frei nach Nico Semsrott auszudrücken: das Problem ist nicht der neue Pavian, sondern 20 von den 80 Pavianen, die schon auf diesem Felsen sitzen.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Lorlilto hat geschrieben:
07.08.2017 11:33
Ich finde es aber auch allgemein befremdlich, es als Argument gegen eine Partei zu verwenden, daß sich ihr Programm mit Themen beschäftigt, die derzeit als große Probleme wahrgenommen werden. Dazu sind die doch da, um Probleme zu lösen. Es sei denn man möchte weiter die Sieht-nichts- Hört-nichts- Sagt-nichts- Äffchen der Union haben, denn einem selbst geht es ja gut...
Was sind die Lösungsansätze der SPD hinsichtlich der Flüchtlingskrise?

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Talron
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Beitrag von Talron » 08.08.2017 09:55

Lorlilto hat geschrieben:
07.08.2017 11:33
Das Problem der Energiewende ist vor allem, daß sich die CSU dagegen stemmt (weil Bayern wirtschaftlich davon wenig profitiert) und dadurch der nötige Ausbau der Leitungskapazitäten verschleppt wird.
Sind das jetzt Alternative Fakten? Hast du eine Ahnung wo ein großer Teil der Solarförderung hinfließt. Bayern profitiert nicht von der Energiewende.... :lol:
Auch mit Leistungskapazitäten ist da leider nichts getan. Das Problem ist, dass wir Stand heute noch kaum ein Kraftwerk durch erneuerbare Energien ersetzt haben. Durchschnittswerte helfen nicht weiter. Du brauchst halt bedarfsangebracht Strom. Wenn man sich etwas mit der Energiewende beschäftigt, dann sieht man wie übel es zur Zeit aussieht. Das hörst du auch von Leuten die in dem Bereich arbeiten, wenn du sie privat sprichst.
Flüchtlingsintegration ist ein maßlos übertrieben dargestelltes Problem, solange es weiterhin von "einheimischer" Seite täglich Übergriffe (verbal und physisch) gegen Migranten gibt. Oder um es frei nach Nico Semsrott auszudrücken: das Problem ist nicht der neue Pavian, sondern 20 von den 80 Pavianen, die schon auf diesem Felsen sitzen.
Fällt auch unter alternative Fakten. Nur weil du es nicht sehen möchtest, ist es nicht weg.
Wenn sich das National Interst schon damit bewasst, dann läuft etwas schief.
http://nationalinterest.org/feature/ive ... ?page=show
Ich finde es aber auch allgemein befremdlich, es als Argument gegen eine Partei zu verwenden, daß sich ihr Programm mit Themen beschäftigt, die derzeit als große Probleme wahrgenommen werden. Dazu sind die doch da, um Probleme zu lösen. Es sei denn man möchte weiter die Sieht-nichts- Hört-nichts- Sagt-nichts- Äffchen der Union haben, denn einem selbst geht es ja gut...
Naja, die Union fährt die Strategie "wir sind nicht ganz so realitätsfern wie die Grünen oder die SPD". Scheint ganz gut zu funktionieren. Einziges Problem für sie ist die AFD. Ich kann nicht sagen, was da noch so alles im Nebel der Zeit bis zur Bundestagswahl wartet. Aber das ein Innenminister mal eben Gutachten über die aktuelle Lage unter Verschluss halten möchte sieht nicht gut aus. Die Strategie ist wohl, dass eben die Vernunft der MItte sich nicht vor der Logik: Merkel ist die einzige die außenpolitisch halbwegs kompetent ist und die CDU ist die einzige Partei die halbwegs handlungsfähig in der Flüchtlingsproblematik ist. Mag sein, dass ihr das sogar die absolute Mehrheit schenkt.

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Beitrag von Lorlilto » 08.08.2017 12:40

sagista hat geschrieben:
07.08.2017 21:02
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wie würdest du dich verhalten, wenn du dein Leben riskiert und die letzten Geldreserven deiner Familie verbraten hast, um in ein Land zu kommen, in dem es sicher sein soll und dann wird deine Unterkunft angezündet? Wäre das für dich ein Ansporn, sich zu integrieren?
sagista hat geschrieben:
07.08.2017 21:02
Was sind die Lösungsansätze der SPD hinsichtlich der Flüchtlingskrise?
Die nicht gelingende Flüchtlingsintegration wurde hier als Punkt gegen die Grünen angeführt, dem habe ich widersprochen, weil die Grünen eben nicht federführend dafür zuständig sind, sondern bessere Lösungen fordern.
Talron hat geschrieben:
08.08.2017 09:55
Sind das jetzt Alternative Fakten?
Talron hat geschrieben:
08.08.2017 09:55
Fällt auch unter alternative Fakten.
Die Unterstellung verbitte ich mir! Ich bin kein Lügner, der sich irgendwelche Geschichten ausdenkt.

Fakt ist: Die Energiewende ist notwendig und überfällig, fossile Brennstoffe sind endlich und die Erderwärmung ein Problem, gegen das in Deutschland nachweislich zu wenig getan wird. Die CSU ist mir in Medienberichten dabei als besonderer Bremsklotz aufgefallen, vor allem in Zusammenhang mit dem Ausbau des Stromnetzes. Und wer war für die Energiewende in den letzten 12 Jahren auf Bundesebene zuständig? Jedenfalls nicht die Grünen > taugt nicht als Argument gegen sie.

Der Verweis auf die Übergriffe bezieht sich auf offizielle Polizeistatistiken. Es geht nicht darum, daß ich etwas nicht sehen möchte, sondern darum, daß ich den Blick auf das viel größere Problem lenken möchte, daß du offenbar nicht sehen möchtest.

Edit: interessanter Artikel, den du da verlinkt hast, auch wenn mir der Einstieg erstmal komisch vorkam. Ich bin absolut einverstanden, daß auch solche Probleme gelöst werden müssen, und zwar schnell, aber nicht mit Stammtischmethoden (was mEn die Union gerne macht) sondern auf Basis von aufmerksamen Analysen wie sie der Artikel versucht.

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Beitrag von Talron » 08.08.2017 14:42

Lorlilto hat geschrieben:
08.08.2017 12:40
Talron hat geschrieben:
08.08.2017 09:55
Sind das jetzt Alternative Fakten?
Talron hat geschrieben:
08.08.2017 09:55
Fällt auch unter alternative Fakten.
Die Unterstellung verbitte ich mir! Ich bin kein Lügner, der sich irgendwelche Geschichten ausdenkt.
Sagte ich auch nicht.
Fakt ist: Die Energiewende ist notwendig und überfällig, fossile Brennstoffe sind endlich und die Erderwärmung ein Problem, gegen das in Deutschland nachweislich zu wenig getan wird. Die CSU ist mir in Medienberichten dabei als besonderer Bremsklotz aufgefallen, vor allem in Zusammenhang mit dem Ausbau des Stromnetzes. Und wer war für die Energiewende in den letzten 12 Jahren auf Bundesebene zuständig? Jedenfalls nicht die Grünen > taugt nicht als Argument gegen sie.
a)Tipp: Vergiss die Deutsche Presselandschaft, wenn es um Technik, Umwelt oder alles was irgendwie mit Naturwissenschaften zu tun hat geht. Außer in Fachmagazinen ist da nicht viel zu hohlen. Die Grünen sitzen im übrigen in mehr Landtagsregierungen als die CDU.
b)Bayern ist gegen die Trassen aus zwei Grünen:
1. Sie verschandeln die Bayerische Landschaft, stichwort Tourismus.
2. Bayern würde von einem EE-Exporteuer zu einem Importeur. Sprich es müsste zahlen.

c)Ob du etwas für notwendig, überfällig oder sonstwas hälst ist völlig egal. Die Frage ist immer, ob es technisch, praktisch machbar ist. Und danach sieht es bei der Energiewende nunmal nicht aus. (Ich hatte darüber mal ein sehr langes gespräch mit jemanden der in der Branche arbeitet. Ergebniss: Die Sache würde schon 2001 durch ein völlig absurde Subventionspolitik an die Wand gefahren und die Unfähigkeit späterer Regierungen hier einen Riegel vorzuschieben hat die Situation zementiert.
Der Verweis auf die Übergriffe bezieht sich auf offizielle Polizeistatistiken. Es geht nicht darum, daß ich etwas nicht sehen möchte, sondern darum, daß ich den Blick auf das viel größere Problem lenken möchte, daß du offenbar nicht sehen möchtest.
Welches größere Problem? Mir ist nicht bewusst, dass unsere Republik gerade als Reaktion auf Rassismus aus den Fugen gerät.
Edit: interessanter Artikel, den du da verlinkt hast, auch wenn mir der Einstieg erstmal komisch vorkam. Ich bin absolut einverstanden, daß auch solche Probleme gelöst werden müssen, und zwar schnell, aber nicht mit Stammtischmethoden (was mEn die Union gerne macht) sondern auf Basis von aufmerksamen Analysen wie sie der Artikel versucht.
Dir ist klar, dass die Lösungsansätze im Artikel weit über Stammtischparolen der CDU hinausgehen und eher bei der AFD zu finden sind?
Ich hätte den Artikel (gebe ich ehrlich zu) in einer anderen Zeitung und von einer anderen Autorin für Panikmache gehalten...
https://en.wikipedia.org/wiki/Cheryl_Benard

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Beitrag von sagista » 08.08.2017 18:43

Lorlilto hat geschrieben:
08.08.2017 12:40
Wie würdest du dich verhalten, wenn du dein Leben riskiert und die letzten Geldreserven deiner Familie verbraten hast, um in ein Land zu kommen, in dem es sicher sein soll und dann wird deine Unterkunft angezündet? Wäre das für dich ein Ansporn, sich zu integrieren?
Ein Ansporn wahrscheinlich nicht. Aber ganz sicher wäre das kein Grund für mich, die Integration zu verweigern.
Daher ja auch meine Frage, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Gelungene oder mißlungene Integration haben relativ wenig mit Rechtsextremismus zu tun noch rechtfertigt das eine das andere. Das wäre ja grotesk, würde man behaupten, Rechtsextremismus wäre ein Grund für mangelnde Integrationsbereitschaft. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, mangelnde Integrationsbereitschaft würde Rechtsextremismus begründen oder wer weiß, vielleicht sogar rechtfertigen. Ich glaube nicht, dass das ernsthaft jemand behaupten möchte.
Deswegen geht auch deine Grundaussage zu diesem Thema
Lorlilto hat geschrieben:
07.08.2017 11:33
Flüchtlingsintegration ist ein maßlos übertrieben dargestelltes Problem, solange es weiterhin von "einheimischer" Seite täglich Übergriffe (verbal und physisch) gegen Migranten gibt. Oder um es frei nach Nico Semsrott auszudrücken: das Problem ist nicht der neue Pavian, sondern 20 von den 80 Pavianen, die schon auf diesem Felsen sitzen.
ins Leere.
Flüchtlingsintegration, Flüchtlingspolitik und alles was damit zusammenhängt ist eine völlig andere Problematik und daran würde sich nichts ändern, gäbe es nun keine, weniger oder mehr rechtsextremen Straftaten als jetzt.
Lorlilto hat geschrieben:
08.08.2017 12:40
Die nicht gelingende Flüchtlingsintegration wurde hier als Punkt gegen die Grünen angeführt, dem habe ich widersprochen, weil die Grünen eben nicht federführend dafür zuständig sind, sondern bessere Lösungen fordern.
Dann hab ich es falsch verstanden, ich dachte, das wäre eine Antwort auf meinen verwundertern Kommentar gewesen, dass Martin Schulz das Thema aus der Mottenkiste geholt hat.
Aber ich passe die Frage auf die Grünen an, wo siehst du bessere Lösungen, die die Grünen in diesem Themenkomplex anbieten?
Nebenbei bemerkt, so ganz können sich die Grünen da auch nicht aus der Verantwortung stehlen. Zum einen regieren sie in etlichen Bundesländern mit, wo ja auch einiges entschieden wird, und über den Bundesrat können sie auch mitmischen, z. B. beim Thema sichere Herkunftsländer.

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Beitrag von Thargunitoth » 09.08.2017 09:11

Lorlilto hat geschrieben:
07.08.2017 11:33

Flüchtlingsintegration ist ein maßlos übertrieben dargestelltes Problem, solange es weiterhin von "einheimischer" Seite täglich Übergriffe (verbal und physisch) gegen Migranten gibt. Oder um es frei nach Nico Semsrott auszudrücken: das Problem ist nicht der neue Pavian, sondern 20 von den 80 Pavianen, die schon auf diesem Felsen sitzen.
Dann noch Paviane hinzuzufügen, ist aber alles andere als verantwortlich...
Wöllte man in der BRD ein Battle Royal der Paviane starten bei denen sie sich alle ordentlich gegenseits das Leben zur Hölle machen und den restlichen 60 Pavianen noch dazu, dann sollte man das natürlich so machen.

Und mit zwei verhärteten Fronten werden die 60 restlichen Paviane auch zwischen die Fronten kommen und irgendwann Partei ergreifen müssen. Dann wird es noch schlimmer.

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Beitrag von Lorlilto » 10.08.2017 12:23

Puh, ich fürchte, wir kommen hier immer mehr vom Thema ab, und werde u.a. daher nur auf die mir wichtigsten Aspekte antworten und mich nach diesem Posting aus der Diskussion ausklinken.
Talron hat geschrieben:
08.08.2017 14:42
Welches größere Problem?
Wenn
- die jährlichen Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in den vierstelligen Bereich gehen,
- eine offen fremdenfeindliche, nationalistisch-rechte Partei im Begriff ist, in den Bundestag einzuziehen,
- Nazis auf ihren Konzerten den Hitlergruß zeigen und die Polizei daneben steht und nichts tut (Ermittlungen begannen erst, nachdem ein Video der Szene im Internet aufgetaucht ist),
und du findest, das ist kein Problem, dann willst du das Problem vielleicht nicht sehen.
sagista hat geschrieben:
08.08.2017 18:43
Gelungene oder mißlungene Integration haben relativ wenig mit Rechtsextremismus zu tun noch rechtfertigt das eine das andere.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich die beiden Prozesse gegenseitig beeinflussen (werden Zugezogene scheiße behandelt, haben sie weniger Motivation, sich selbst besser zu verhalten, integrieren sich Zugezogene nicht, fühlen sich Leute in ihren Vorurteilen bestätigt) aber niemals einander rechtfertigen.
Thargunitoth hat geschrieben:
09.08.2017 09:11
Dann noch Paviane hinzuzufügen, ist aber alles andere als verantwortlich...
Da die 80 Paviane aber genug Bananen und Platz für 160 haben, und der eine neue Pavian sonst verhungert, wie seine Kumpels die zu viert auf dem kleinen Felsen der zwei libanesischen Affen sitzen, sollte man darüber nachdenken, ob man die Problempaviane nicht erzogen bekommt und als Wohlstandspaviane nicht eine gewisse Verantwortung für das Überleben anderer trägt.

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Beitrag von Tilim » 10.08.2017 15:32

Können wir die Paviane weg lassen und uns einigen, dass es auf allen Seiten immer Arschloch-Paviane gibt, welche glauben sie hätten ein Recht auf den Felsen?
Bitte hier klicken!
Aktueller Charakter:
Rashid ad-Din Sinan ibn Salman (Tulamide, Obskuromant)

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Beitrag von Thargunitoth » 10.08.2017 15:48

@Lorlilto
Wie willst du die Paviane erziehen? Es sind Paviane, das ist seit Ewigkeiten ein Problem und mit den neuen Pavianen wird es massiv schlimmer und die Erziehung praktisch völlig unmöglich.

Da schicke ich den Pavianen lieber sehr ordentlich Bananen und kümmer mich erst um die Problempaviane hier, bevor ich Benzin ins Feuer gieße indem ich die Paviane rüberhole. Das ist nämlich zehn mal teurer als die libanesischen Paviane durchzufüttern.

Und als Wohlstandpavian hat man eine gewisse Verantwortung für das Überleben anderer und eine sehr große Verantwortung den Pavianen im eigenen Käfig gegenüber. Man kann natürlich einige wenige Paviane rüberholen und zusehen wie es sich entwickelt, aber die Schotten aufmachen und alle reinlassen ist bestimmt der falsche Weg.

Soviel dazu von mir, ansonsten unterhalte ich mich darüber nur im Flüchtlingsthread weiter, ohne Paviane.

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Beitrag von Talron » 10.08.2017 16:45

Lorlilto hat geschrieben:
10.08.2017 12:23
Wenn
- die jährlichen Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in den vierstelligen Bereich gehen,
- eine offen fremdenfeindliche, nationalistisch-rechte Partei im Begriff ist, in den Bundestag einzuziehen,
- Nazis auf ihren Konzerten den Hitlergruß zeigen und die Polizei daneben steht und nichts tut (Ermittlungen begannen erst, nachdem ein Video der Szene im Internet aufgetaucht ist),
und du findest, das ist kein Problem, dann willst du das Problem vielleicht nicht sehen.
1) Also ist das dieses Jahr kein Problem mehr, weil nicht im vierstelligen Bereich?
2)Da hast du recht, dass ich ein Problem damit habe Demokratie als ein Problem zu sehen. Auch wenn ich nicht jede Partei mag, die man wählen kann. Das erstarken der AFD ist vielmehr das Resultat von einer Vielzahl von Problemen. (Vertrauensverlust in die Politik und Medien, Bürgerferne der Politik etc.)
3)Da stellt sich die Frage natürlich erstmal nach dem wo? Wärend G20 in der Elbphilharmonie, so wäre das wirklich ein bundespolitisches Problem. Oder irgendwo in Hintertupfingen?

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Beitrag von sagista » 10.08.2017 20:48

Lorlilto hat geschrieben:
10.08.2017 12:23
Puh, ich fürchte, wir kommen hier immer mehr vom Thema ab, und werde u.a. daher nur auf die mir wichtigsten Aspekte antworten und mich nach diesem Posting aus der Diskussion ausklinken.
Schade, ich hatte eigentlich gehofft, von dir mehr zu erfahren, warum du die Grünen wählst.
Aber vom Thema kommen wir eigentlich nicht ab, sieht man einmal von der mehr oder weniger sinnfreien Pavian-Metapher ab.
Lorlilto hat geschrieben:
10.08.2017 12:23
Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich die beiden Prozesse gegenseitig beeinflussen (werden Zugezogene scheiße behandelt, haben sie weniger Motivation, sich selbst besser zu verhalten, integrieren sich Zugezogene nicht, fühlen sich Leute in ihren Vorurteilen bestätigt) aber niemals einander rechtfertigen.
Selbst wenn dem so wäre, was ich, wie gesagt, so pauschal nicht stehen lassen würde, bleibt es dabei, dass Maßnahmen gegen Rechtsextremismus unabhängig von Wegen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise und der Integration sind. Deswegen halte ich es auch für falsch, wenn man, wie du sagst, es gäbe eigentlich kein Problem mit Flüchtlingen, oder, wie du es genannt hast ein "maßlos übertrieben dargestelltes Problem" solange es rechtsextreme Straftäter gibt.

Ich würde z. B. gern von den Grünen wissen, wie sie es generell mit Abschiebungen halten. Oder welchen Plan sie haben, das Schleuserwesen einzudämmen. Aber das würde ich von allen Parteien gern wissen, insbesondere, welche Alternativen mittel- und langfristig zur Festung Europa gesehen werden.

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Beitrag von Lorlilto » 11.08.2017 02:59

sagista hat geschrieben:
10.08.2017 20:48
Schade, ich hatte eigentlich gehofft, von dir mehr zu erfahren, warum du die Grünen wählst.
Hm, okay, ich hab nur gemerkt, daß mir die Richtung der Diskussion auf die Stimmung schlägt, da ich mich in solche Sachen gerne mal reinsteigere. Diese gezielte Frage beantworte ich dir dennoch (sogar gerne):
Früher habe ich die Grünen gewählt, weil ich viele Übereinstimmungen zwischen ihren und meinen Ideen und Idealen gefunden habe (Umweltschutz, Bürgerrechte, Friedensbemühungen, um nur ein paar Themen zu nennen). Inzwischen haben Vertreter dieser Partei mehr als nur vereinzelt viele dieser Ideale über Bord geworfen, weshalb ich sie eigentlich nicht mehr wählen möchte. Ich werde wohl dennoch mein Kreuz bei ihnen machen, da:
- Die Linken angesichts ihres Kuschelkurses gegenüber manchen Diktatoren für mich ein no-go sind
- Die SPD sich längst von der Sozialdemokratie verabschiedet zu haben scheint und sie nur alle 4 Jahre für die 6 Monate vor der Wahl nochmal auspackt
- Die CDU sich lieber hinsetzt und nichts tut, bis es nicht mehr anders geht, und selbst dann nicht immer und andererseits sich von den Werten, die mal mit dem C verbunden wurden, ebenso getrennt haben wie die SPD vom S
- und außerdem eine latent rechtsnationalistisch-korrupte Schwesterpartei mit maximal inkompetenten Ministern im Schlepptau haben
- die FDP seit langem nicht mehr liberal im Sinne von Bürgerrechten sind, sondern nur noch, wenn es um die Rechte von Wirtschaftsbossen geht, und damit für ein Wirtschaftssystem stehen, dem wir die Finanzkrise von 2008 zu verdanken haben, deren Folgen in vielen europäischen Ländern immer noch nicht ausgestanden sind;
- und die blau-braune Soße mit dem roten Haken für mich sowieso jenseits jeglicher Diskussionswürdigkeit steht

Letztlich ist das dann wohl auch eine taktische Überlegung: Die für mich schlimmsten (realistischen) Ergebnisse wären eine Fortsetzung der GroKo oder wieder schwarz-gelb. Von den Mehrheitsverhältnissen her kann das am ehesten durch eine starke Grüne Fraktion verhindert werden.

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