Wie geht's Euch grad 2?

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Feuer!
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 05.07.2018 13:30

Alecto hat geschrieben:
05.07.2018 11:07
@Feuer! : Es freut mich wenn Du ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu Deinen Ärzten hast und ich wollte Dir auch nicht "auf die Zehen treten". Das täte mir aufrichtig leid!
[...]
Um es nochmal zu betonen: Das soll keinerlei Kritik an Dir darstellen. Deine Behandelnden können ganz liebe Menschen und auch gute Ärzte sein. Meine Kritik bezieht sich einzig und alleine auf die Therapie, die am Problem vorbeigeht.
Feuer! hat geschrieben:
04.07.2018 14:25
Ich weiß zwar nicht, wie du auf die 3 Wochen Behandlungsdauer kommst (im Beipackzettel steht bis zu 13 Wochen)
Diese Behandlungsdauer ist der Konsens aus der bisher größten Metaanalyse zu diesem Thema, veröffentlicht im BMJ: Efficacy and safety of exogenous melatonin for secondary sleep disorders and sleep disorders accompanying sleep restriction: meta-analysis..
Entschuldigung angenommen. Es wäre allerdings nett, wenn du in Zukunft vermeiden könntest, meine Ärzte und die angesetzten Therapien derart scharf zu kritisieren. Ich glaube, wir haben inzwischen beide mitbekommen, dass du eine andere Ansicht vertrittst, und ich will dir auch nicht verbieten, deine Meinung zu äußern (die in der Regel durchaus lehrreich und interessant ist), nur, dass du vielleicht ein bisschen an deiner Formulierung arbeitest. Denn (und ja, vielleicht kommt das nur bei mir so an) für mich klingt es teilweise doch so raus, als ob du der Meinung bist, meine Ärzte seien absolute Stümper und hätten keine Ahnung. Und dagegen werde ich (wie du wahrscheinlich schon gemerkt hast :rohal: ) meine aktuellen Ärzte notfalls verteidigen, da sie mich endlich ernst nehmen und mit mir zusammen (und über meine jeweiligen Updates irgendwo auch miteinander) daran arbeiten, meine Beschwerden zu lindern und mir ein Stück weit Lebensqualität wiederzugeben und zu erhalten (neben der Abklärung neu auftauchender Zufallsbefunde und dergleichen). Und ich weiß leider aus eigener Erfahrung, dass so ein Verhalten bei Ärzten nicht selbstverständlich ist, vor allem bei jungen Leuten wie mir.

An der Studie (ich hab nur das Abstrakt gelesen, gebe ich zu, Asche auf mein Haupt, falls ich dadurch was Wichtiges ÜBERsehen habe) ist mir aufgefallen, dass a) auch die Studie eine kurzfristige Anwendung für bis zu 3 Monate als ungefährlich einstuft (was in etwa den 13 Wochen des Beipackzettels entsprechen würde) und es sich b) um sekundäre Insomnien und c) offensichtlich nur um die Einschlafdauer dreht. Für mich geht es aber vor allem ums Durchschlafen und die allgemeine Schlafqualität, denn meine starken Einschlafstörungen haben wir bereits einigermaßen in den Griff bekommen. Und ganz ehrlich: Ich hab nicht viel zu verlieren, indem ich das Melatonin ausprobiere (und die Wechselwirkungen waren an sich harmlos, nur ziemlich störend und unerwünscht, sonst würde ich jetzt keinen zweiten Test mit reduzierter Dosierung versuchen, und mein Arzt hätte vermutlich das auch nicht vorgeschlagen -- hab ja extra den Spezialisten dafür gefragt). Und du sagst ja selber, es gibt keine standatisierten Testmöglichkeiten auf Melatoninmangel ;) Ich seh's pragmatisch: Wenn es hilft, hilft es und wir sehen weiter, wenn ich wieder bei ihm bin, und wenn nicht, werde ich wohl keinen Mangel haben und steh wieder genau da, wo ich vor dem Test auch stand, nur um eine Erkenntnis reicher. Angesichts der Tatsache, dass bei einigen anderen Krankheiten, die sich nicht ohne Probleme (oder chirurgischen Eingriff) diagnostizieren lassen, ähnlich verfahren wird (also erst rumprobieren, ob man die Symptome auch so in den Griff bekommt, bevor überhaupt die Diagnostik -- bei nicht erfolgter Symptomkontrolle -- in Betracht gezogen wird), sehe ich das tatsächlich nicht so eng wie du.
Wir würden in diesem Fall von ausgedehnten Vor-Operationen am Gehirn, schweren Schädel-Hirn-Traumata, eitrigen Menigitiden, Schlaganfällen, Gehirntumoren oder ähnlichem sprechen
:grübeln: Solange Gehirnerschütterungen und ein (leichtes?) Schleudertrauma nicht dazugehören, vermutlich eher nicht -- ein Tumor hätte sich schon mit einem Sich-Verstecken-TaW von mindestens 20 und einer Doppel-1 verstecken müssen bei zwei MRTs dieses Jahr (das zweite mit Kontrastmittel) und bei meiner Mandel-OP als Kind haben sie, soweit mir erzählt wurde, nur im Hals und in den Nasennebenhöhlen rumgeschnippelt :ijw:

@topic: Blah, Zombie. Also Bluttests, bei denen nur 8 Stunden zwischen einer notwendigen Medikamenteneinnahme und der Nüchternblutabnahme morgens liegen, sorgen ja sowieso schon für wenig Schlaf, aber wenn man dann noch nachts um 4 wieder wach ist und dank diverser Nebenwirkungen vom Medikament nicht mehr richtig einschlafen kann (und natürlich auch nichts gegen Übelkeit nehmen darf), bekommt man Zombies. Aber wenn jetzt nichts anderes mehr dazwischenkommt, war das mein letzter Aderlass bis Herbst, und die MFA hat mir versichert, dass ich diesen Test heute wahrscheinlich auch nicht erneut machen muss. Ich hype mich jetzt mit ausreichend Schoki genug auf, damit ich es gleich noch zur Physio schaffe -- bei der Fango werde ich mit Sicherheit gleich einschlafen :lol:

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Milan
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Ungelesener Beitrag von Milan » 05.07.2018 17:10

Gestern nachmittag/abend kurz vor 18:00 gab es in etwa folgendes Telephongesprächmit unserem Holzhändler:
M: Wann bekommen wir denn das Angebot von ihnen?
H: [Pause] Wieso Angebot? Wir liefern morgen!

Desdrum wurde es heute morgen leicht hektisch. Ein Vitrinenlager musste spontan aufgelöst und bevor die Bodenleger den letzten verbliebenen Zugang unpassierbar machen verlegt werden, natürlich alles über Treppen, weil wegen der Bühnenarbeiten die Aufzüge nicht nutzbar sind.
Nachdem ich jetzt ~2,5 Tonnen Glas und Holz geschleppt habe, mache ich heute mal keine Überstunden.
Ich werde zu alt für diesen S*****!
Ausserdem habe ich dafür die falsche Ausbildung! :censored:

Naja, nach einer Dusche geht es langsam wieder und es ist sooo schön wenn die Schmerzen nachlassen! :)

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Ungelesener Beitrag von Lanzelind » 05.07.2018 19:56

Gestern war ein schlechter Tag - für die Katze. Erst musste sie zu ihrer alljährlichen Impfung zum Tierarzt, wo sie sich mal wieder von ihrer "besten" Seite zeigte. So umgänglich sie zuhause auch ist (ok, sie schimpft gern und ausdauernd und andere Katzen dürfen ihr nicht zu nahe kommen, aber ansonsten ist sie wirklich lieb - ehrlich! :ijw: ), beim Tierarzt wird sie zur Furie. Die Tierärztin tippte sie nur ganz behutsam an ..... und meinte dann, nachdem Katze sie attackierte: "Ok, die Untersuchung fällt wohl aus. Sie ist ja ansonsten fit, oder?" Mit der Hilfe zweier Handtücher und der Tierarzthelferin konnte man ihr dann auch die Impfung verabreichen. Immerhin ist diesmal die Nadel nicht abgebrochen ... Nach den Lauten, die Katze dabei allerdings von sich gab, wurde ihr jedoch mindestens das Fell abgezogen ...

Demzufolge sind sowohl Ärztin nebst Assistentin und die Katze (die das nur nicht weiß) und ich froh, dass sie in der Tat für ihr Alter immer noch fit ist und die Tierarztbesuche sich bis auf 1x, als ein Ohr genäht werden musste, nur auf das Impfen beschränken. Man kann sie ja nicht mal abhören, weil ihr Knurren alles übertönt. :rolleyes: "Sie merken ja, wenn mit der Katze was ist, ansonsten hoffentlich erst bis nächstes Jahr ..."

Wider Erwarten war sie nach der Heimkehr aber nicht tödlich beleidigt. Bis... ja, bis ein Kollege meines Mannes mit seinem Hund kam. Da hat sie sich dann in meinem Arbeitszimmer verschanzt, hat sich mit der Zeit aber immerhin entspannt.

Der Hund - ein Border Collie - hat dann seinem Ruf als Hütehund alle Ehre gemacht, als wir spazieren gingen. Immer wenn ich seiner Meinung nach zu weit vorgegangen bin, hat er mich mit sanfter Bestimmtheit wieder zur "Herde" zurück dirigiert. :ijw:
Zuletzt geändert von Lanzelind am 05.07.2018 20:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Feuer!
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 05.07.2018 20:26

Lanzelind hat geschrieben:
05.07.2018 19:56
Der Hund - ein Border Collie - hat dann seinem Ruf als Hütehund alle Ehre gemacht, als wir spazieren gingen. Immer wenn ich seiner Meinung nach zu weit vorgegangen bin, hat er mich mit sanfter Bestimmtheit wieder zur "Herde" zurück dirigiert. :ijw:
Wie kannst du dich auch einfach ungefragt von der Herde entfernen ... also ehrlich :lol:

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Ungelesener Beitrag von Desiderius Findeisen » 05.07.2018 21:04

Unser Border-Collie/Labrador- Mix hat mal im Garten die aus ihrem Freigehege ausgebüxten Meerschweinchen gehütet: Sobald eins sich zuweit entfernte stand er auf, ging im Bogen herum und stupste es zurück :ijw:
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 06.07.2018 07:47

An die Kenner der japanischen Rechtswissenschaft unter euch

Warum hat dieser Prozess 11 Jahre gedauert und ist für die japanische Rechtsgeschichte so beispiellos?

Vielleicht kann mir hier jemand auf die Sprünge helfen. Ist reine Neugierde und Wissensdurst meinerseits :)

Tiyadan
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Ungelesener Beitrag von Tiyadan » 06.07.2018 11:08

Lanzelind hat geschrieben:
05.07.2018 19:56
Nach den Lauten, die Katze dabei allerdings von sich gab, wurde ihr jedoch mindestens das Fell abgezogen ...
Hat sie sich das von einem gewissen Brasilianer abgeguckt, der aktuell im TV und Web sehr präsent ist? :rolleyes:

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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 06.07.2018 11:27

@Feuer! : Hast du jetzt mal Glycin oder Gelatine ausprobiert? Ich mache das seit einiger Zeit (so etwa zwei, drei Monate lang) und denke, dass sich meine Schlafqualität enorm gebessert hat. Dabei nehme ich sogar die ungewöhnlichere Variante: Ich löse mir ein Tütchen Gelatinepulver mit 9g in einem Schluck Wasser an und kippe die Portion dann morgens in meinen Kaffee, Abends in einen Tee. Die Quelle mit den Hintergründen ist ein gesponsorter Webcast, dh, dort findet sich Werbung, jedoch ist das kein Verkaufscast, in dem ein bestimmtes Produkt beworben wird. Keine Ahnung, ob ich das laut Forenregeln verlinken darf.
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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 06.07.2018 11:37

@Denderan Marajain

Auf https://en.wikipedia.org/wiki/Shoko_Asahara steht "In June 2012, his execution was postponed due to further arrests of Aum Shinrikyo members." - vermutlich wollten sie noch Aussagen von ihm für deren Gerichtsverfahren?

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Denderan Marajain
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Ungelesener Beitrag von Denderan Marajain » 06.07.2018 12:01

Gorbalad hat geschrieben:
06.07.2018 11:37
@Denderan Marajain

Auf https://en.wikipedia.org/wiki/Shoko_Asahara steht "In June 2012, his execution was postponed due to further arrests of Aum Shinrikyo members." - vermutlich wollten sie noch Aussagen von ihm für deren Gerichtsverfahren?
Ich meinte eigentlich die Zeit von seiner Verhaftung 1995 bis zum Schuldspruch 2006
Sind ja immerhin 11 Jahre

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Feuer!
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 06.07.2018 12:02

@Salix Lowanger Ich hab's noch nicht ausprobiert, da ich zuerst das Melatonin testen wollte, aber ich habe es nach wie vor im Hinterkopf und werde nächste Woche mal mit meiner Ärztin darüber sprechen, die sich auch mit Naturheilkunde auskennt :) Hatte nach deiner ersten Erwähnung einen interessanten Artikel dazu gefunden, allerdings steht da nicht drin, ob es zu möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen kann, daher wollte ich es zuerst mit meiner Ärztin besprechen (außerdem macht es wenig Sinn, zwei Mittel gleichzeitig zu testen). Wie lange hat es gedauert, bis du eine positive Wirkung auf deinen Schlaf bemerkt hast?

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Ungelesener Beitrag von Lanzelind » 06.07.2018 12:05

Tiyadan hat geschrieben:
06.07.2018 11:08
Lanzelind hat geschrieben:
05.07.2018 19:56
Nach den Lauten, die Katze dabei allerdings von sich gab, wurde ihr jedoch mindestens das Fell abgezogen ...
Hat sie sich das von einem gewissen Brasilianer abgeguckt, der aktuell im TV und Web sehr präsent ist? :rolleyes:
Hmmm, sie treibt sich in letzter Zeit vermehrt irgendwo in der Nachbarschaft herum. Vielleicht schaut sie da heimlich TV... :grübeln:

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Ungelesener Beitrag von Gorbalad » 06.07.2018 12:13

Denderan Marajain hat geschrieben:
06.07.2018 12:01
Ich meinte eigentlich die Zeit von seiner Verhaftung 1995 bis zum Schuldspruch 2006
Sind ja immerhin 11 Jahre
Ansonsten gab es wohl auch Fragen zu seinem Geisteszustand, soweit ich das gesehen habe. Und so richtig beteiligt war er ja nicht, mehr der Auftraggeber im Hintergrund. Dazu noch gewaltiges Medieninteresse. Einerseits war wohl ein gewisser Druck Richtung Todesstrafe da, andererseits kann ich mir vorstellen, dass sich die Justiz da keine Schlamperei vorwerfen lassen wollte.
Nichts davon beschleunigt den Prozess.

Aber wirkliches Wissen kann ich Dir nicht anbieten.

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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 06.07.2018 12:16

Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 12:02
@Salix Lowanger Ich hab's noch nicht ausprobiert, da ich zuerst das Melatonin testen wollte, aber ich habe es nach wie vor im Hinterkopf und werde nächste Woche mal mit meiner Ärztin darüber sprechen, die sich auch mit Naturheilkunde auskennt :) Hatte nach deiner ersten Erwähnung einen interessanten Artikel dazu gefunden, allerdings steht da nicht drin, ob es zu möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen kann, daher wollte ich es zuerst mit meiner Ärztin besprechen (außerdem macht es wenig Sinn, zwei Mittel gleichzeitig zu testen). Wie lange hat es gedauert, bis du eine positive Wirkung auf deinen Schlaf bemerkt hast?
Dadurch, dass ich zuvor auch schon nicht so schlecht geschlafen habe, wurde mir die Verbesserung erst mit der Zeit klar. Vor allem, da meine Schlafqualität aktuell (Jobsuche) auch stark von psychischen Faktoren abhängt.

Zu den Wechselwirkungen: Glycin ist eine Aminosäure, die auch generell über die Nahrung aufgenommen wird. Verstärkt ist sie jedoch in Bindegewebe, Haut und Haaren vorhanden -- Gelatine besteht zu einem Drittel aus Glycin. Was auch bedeutet, dass man für eine verstärkte Glycinzufuhr auch viele Knorpel und Haut essen könnte. Wechselwirkungen mit Medikamenten würden mich wundern, vor allem, da der Körper Glycin in geringem Maß auch herstellt. Der Webcast postuliert aber ein Glycindefizit von grob 10g pro Tag, trotz der Produktion im Körper. Das ist natürlich massiv vom Einzelfall abhängig. Aber eine Aminosäure zusätzlich aufnehmen, schadet in etwa genauso wie BCAA-Supplemente, nämlich gar nicht. Im besten Fall hast du einen positiven Effekt, im schlimmsten Fall gar keinen.
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 06.07.2018 12:34

@Salix Lowanger Auch Nahrungsergänzungsmittel können Nebenwirkungen haben oder zu Wechselwirkungen führen und da ich verschiedene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nehme(n muss), bin ich da lieber vorsichtig. Aber Glycin klingt durchaus einen Versuch wert, wenn das Melatonin nicht ausreichend hilft (oder ich erneut Wechselwirkungen habe und es daher weglassen muss) und meine Ärztin grünes Licht gibt. :6F:

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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 06.07.2018 12:36

Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 12:34
@Salix Lowanger Auch Nahrungsergänzungsmittel können Nebenwirkungen haben oder zu Wechselwirkungen führen und da ich verschiedene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nehme(n muss), bin ich da lieber vorsichtig.
Natürlich, und das ist auch vollkommen verständlich. Aber gerade bei Glycin würde es mich echt wundern. Erzähl ruhig mal, was deine Ärztin dazu meint.
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 06.07.2018 12:51

Salix Lowanger hat geschrieben:
06.07.2018 12:36
Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 12:34
@Salix Lowanger Auch Nahrungsergänzungsmittel können Nebenwirkungen haben oder zu Wechselwirkungen führen und da ich verschiedene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nehme(n muss), bin ich da lieber vorsichtig.
Natürlich, und das ist auch vollkommen verständlich. Aber gerade bei Glycin würde es mich echt wundern. Erzähl ruhig mal, was deine Ärztin dazu meint.
Mich hat's auch bei Magnesium gewundert, aber ich vertrag die handelsüblichen Magnesiumpräparate nicht :lol: Hab jetzt ein relativ teures aus der Apotheke und nehm nur eine halbe Tagesdosis, damit geht's (vom Neurologen verschrieben gegen Muskelzucken, da ich eigentlich auch keinen Magnesiummangel habe).

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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 06.07.2018 12:54

Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 12:51
Mich hat's auch bei Magnesium gewundert, aber ich vertrag die handelsüblichen Magnesiumpräparate nicht :lol:
Die handelsüblichen sind auch IIRC Magnesiumoxid, da streiten sich meines Wissens nach die Gelehrten, ob das vom Körper überhaupt so gut aufgenommen wird. Was du hast, ist wahrscheinlich Magnesiumcitrat, oder?
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.07.2018 13:10

Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 12:51
Mich hat's auch bei Magnesium gewundert, aber ich vertrag die handelsüblichen Magnesiumpräparate nicht :lol:
Das ist aber gar nicht so selten! - Ich wollt's gerade ausgedehnt biochemisch erklären, aber der Kopf ist grade leer und arbeiten muss ich auch.

Keine Wirkung ohne eventuelle Nebenwirkung trifft es aber auch da!
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 06.07.2018 13:12

Salix Lowanger hat geschrieben:
06.07.2018 12:54
Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 12:51
Mich hat's auch bei Magnesium gewundert, aber ich vertrag die handelsüblichen Magnesiumpräparate nicht :lol:
Die handelsüblichen sind auch IIRC Magnesiumoxid, da streiten sich meines Wissens nach die Gelehrten, ob das vom Körper überhaupt so gut aufgenommen wird. Was du hast, ist wahrscheinlich Magnesiumcitrat, oder?
Ich hab tatsächlich jetzt eins mit Magnesiumoxid (zusammen mit Kalium); zwei der "billigen" Mittel, die ich noch zu Hause hab, haben auch Magnesiumoxid (eins zusammen mit Magnesiumcarbonat), die Brausetabletten kann ich nicht mehr nachgucken, die sind weg. Ich habe aber sowieso den Verdacht, dass die Präparate aus dem Handel mit den typischerweise 300mg oder 400mg Magnesium für mich einfach überdosiert waren (jetzt nehm ich 150mg am Tag), da meine Magnesiumwerte in den letzten beiden Tests beide Male relativ weit am oberen Ende des Normbereichs lagen und demnach absolut kein Mangel vorliegt.

@Rhonda Eilwind Ja, das hat mir meine Google-Suche dann auch gezeigt, als ich nach einigen Wochen endlich mal realisiert hatte, dass die plötzliche ständige Übelkeit wohl vom Magnesium kam.

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Ungelesener Beitrag von Alecto » 06.07.2018 16:07

Zurück vom Frühdienst, der eigentlich ganz gut war bis mir eine Sache gewaltig den Tag versaut hat. Ich durfte nämlich vor ein paar Stunden live miterleben daß eine Kollegin ein handfestes Drogenproblem hat - Ich habe sie ertappt wie sie sich gerade etwas gespritzt hat. Daß die Arbeitsbelastung der letzten Zeit alle gewaltig mitgenommen hat hat ja schon allgemein Spuren hinterlassen. Daß einige Kollegen durch exzessiven Alkoholkonsum in der Freizeit, Risikosport oder promiskuitives Verhalten einen Ausgleich suchen ist seit Monaten ja nichts neues. Stellt sich nur die Frage was ich jetzt am besten mache - Insbesondere unter der Prämisse daß ich ohnehin nicht mehr lange im Haus sein werde. Auf meine Frage, ob sie über irgendetwas sprechen möchte hat sie schon einmal mit einem "Es gibt nichts worüber man sprechen müßte" geantwortet. "High" im Dienst ist aber natürlich auch gefährlich.
Es wird alles gut! Mach dir keine Sorgen!

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Ungelesener Beitrag von Salix Lowanger » 06.07.2018 16:21

Alecto hat geschrieben:
06.07.2018 16:07
Insbesondere unter der Prämisse daß ich ohnehin nicht mehr lange im Haus sein werde.
Oh, warum denn dieses Mal? In deinem anderen Krankenhaus hast du es doch bedeutend länger ausgehalten, und da schien es eher schlimmer zu sein.
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 06.07.2018 16:30

@@Alecto Ohne jetzt die betreffende Person oder ihren genauen Job zu kennen, und rein aus einer Patientensicht: Ich möchte nicht von einem Arzt behandelt werden, der unter Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen steht (Ausnahme, wenn es zur Behandlung ist und keine Beeinflussung von Reaktionsvermögen etc. dadurch vorliegt). Ich möchte, dass mein behandelnder Arzt bei klarem Verstand ist (daher finde ich die Arbeitszeiten und -belastung von besonders Krankenhauspersonal auch eine absolute Zumutung und Gesundheitsgefährdung für beide Seiten). Ich kann dir natürlich nicht sagen, was du machen sollst, aber vielleicht mal als "Außenseiterperspektive" und völlig ohne Schuldzuweisung oder so, im Endeffekt tut mir deine Kollegin sogar leid.
Zuletzt geändert von Feuer! am 06.07.2018 16:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Feuer!
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Ungelesener Beitrag von Feuer! » 06.07.2018 16:31

doppelpost, sorry :oops:

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Alecto
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Ungelesener Beitrag von Alecto » 06.07.2018 16:51

Salix Lowanger hat geschrieben:
06.07.2018 16:21
Alecto hat geschrieben:
06.07.2018 16:07
Insbesondere unter der Prämisse daß ich ohnehin nicht mehr lange im Haus sein werde.
Oh, warum denn dieses Mal? In deinem anderen Krankenhaus hast du es doch bedeutend länger ausgehalten, und da schien es eher schlimmer zu sein.
Mir winkt eine handchirurgische Oberarztstelle in einem Haus der Maximalversorgung zu sehr reizvollen Konditionen. Dort könnte ich auch noch einen Teil der Weiterbildung des Facharztes "plastische Chirurgie" mitnehmen. Hier im Haus sind meine Aufstiegschancen dadurch sehr begrenzt, daß innerhalb der nächsten 5-10 Jahre die Oberarztstellen mehr oder minder fest besetzt sind.
Feuer! hat geschrieben:
06.07.2018 16:30
@@Alecto Ohne jetzt die betreffende Person oder ihren genauen Job zu kennen, und rein aus einer Patientensicht: Ich möchte nicht von einem Arzt behandelt werden, der unter Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen steht (Ausnahme, wenn es zur Behandlung ist und keine Beeinflussung von Reaktionsvermögen etc. dadurch vorliegt). Ich möchte, dass mein behandelnder Arzt bei klarem Verstand ist (daher finde ich die Arbeitszeiten und -belastung von besonders Krankenhauspersonal auch eine absolute Zumutung und Gesundheitsgefährdung für beide Seiten). Ich kann dir natürlich nicht sagen, was du machen sollst, aber vielleicht mal als "Außenseiterperspektive" und völlig ohne Schuldzuweisung oder so, im Endeffekt tut mir deine Kollegin sogar leid.
Die Kollegin ist Ärztin und hat mit ungefähr der selben Arbeitsbelastung zu kämpfen wie ich selbst (abzüglich meiner handchirurgischen Rufbereitschaften, die habe ich "extra" obendrauf). Die Assistentenschaft geht hier seit einigen Monaten schon ziemlich auf dem Zahnfleisch, was durch das momentane "Sommerhoch" natürlich keinen Deut besser wurde. An unseren Chef wurde die Problematik natürlich auch schon herangetragen, dessen Hauptaugenmerk liegt bei der Problemlösung aber natürlich darauf daß dies kostenneutral sein muß und den Ruf der Abteilung nicht beschädigen darf, was natürlich bisher nicht zu wirklich brauchbaren Lösungsansätzen geführt hat. Dementsprechend fühlen sich die meisten dadurch mit der aktuellen Situation ziemlich alleinegelassen. Meine Kollegin schien das ganze bisher vollkommen stoisch wegzustecken - Leider weiß ich jetzt warum dem so war. Wie lange sie das schon praktiziert weiß ich nicht. Mein Problem ist nun natürlich: Ich mag sie sehr gerne - Sie ist eine fleißige, gründliche und aufgeschlossene Kollegin mit der man gerne zusammenarbeitet und sie ist ein ganz lieber Mensch. Sollte dieses Problem in irgendeiner Form nach oben durchdringen, dann hat sie ein gewaltiges Problem. So etwas ist Grund für eine fristlose Kündigung und (da ich annehme daß die Opiate mit größter Wahrscheinlichkeit aus dem Klinikfundus stammen) für eine Strafanzeige. Sie im Rausch weiter Patienten behandeln zu lassen ist aber natürlich genauso katastrophal. Um ehrlich zu sein weiß ich momentan nicht wirklich was ich machen soll.
Es wird alles gut! Mach dir keine Sorgen!

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Rhonda Eilwind
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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.07.2018 16:55

Alecto hat geschrieben:
06.07.2018 16:51
Sollte dieses Problem in irgendeiner Form nach oben durchdringen, dann hat sie ein gewaltiges Problem. So etwas ist Grund für eine fristlose Kündigung und (da ich annehme daß die Opiate mit größter Wahrscheinlichkeit aus dem Klinikfundus stammen) für eine Strafanzeige.
Und, nicht zu vergessen, ein Entzug der Approbation für mindestens 5 Jahre (bei Substanzabusus), wenn nicht sogar für immer (bei Strafanzeige bzw. rechtskräftiger Verurteilung).
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

Jadoran
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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.07.2018 17:15

@Alecto Solche Sachen enden einfach nie gut. Die Leute hören ohne grossen Knall oder massive Umgebungsveränderung (was ja auch eine Art Knall ist) nicht auf. Ich kann Dir nicht raten, was Du tun sollst, weil ich weder dich, die Kollegin noch euer Umfeld kenne. Nur:

1) Sie wird auf dieser Stelle nicht aufhören, sofern sich die Umstände nicht grundlegend ändern.
2) Es wird rauskommen. Absolut sicher und garantiert. (Sie muss den Kram irgendwo her kriegen und jemand muss sie dabei decken)
3) Sie wird gehen müssen.

Je früher es knallt, desto eher bleibt noch etwas von ihr und ihrer Karriere über, und desto eher ist noch überall "Goodwill" für sie da. In dem amerikanischen Hobelwerk, wo ich mal gearbeitet habem, war ein monatlicher Alkohol- und Drogentest vorgeschrieben. Für alle. Alle drei Monate flog jemand auf und dann raus. (Allein schon aus Versicherungsgründen). "Gute Leute" wurden dann oft nach ein paar Monaten, wenn sie wieder sauber waren, wieder eingestellt.
Wenn sie erst "auffällt", wenn alle möglichen Leute schon 1-3x alle Augen zugedrückt und die Nase voll haben "wegen ihr mit einem bein im Gefängnis zu stehen", dann wird es für sie viel schlimmer. Ausserdem ist sie dann wahrscheinlich ziemlich kaputt, und den guten Stoff gibt es ja auch nciht umsonst. Weder gesundheitlich, finanziell oder in Bezug auf soziale Nebenwirkungen.

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.07.2018 17:37

Jadoran hat geschrieben:
06.07.2018 17:15
Je früher es knallt, desto eher bleibt noch etwas von ihr und ihrer Karriere über, und desto eher ist noch überall "Goodwill" für sie da.
Nein. Wenn das rauskommt, war es das bis auf Weiteres.

Du musst, um als Arzt arbeiten oder dich niederlassen zu dürfen, nachweisen (ich meine, bei der Ärztkammer), dass du 5 Jahre kein Alkohol- oder Drogenproblem gehabt hast.
Und wenn deine Zuverlässigkeit in Frage steht, darfst du deinen Beruf nicht mehr ausüben. Wenn jemand, um seiner Abhängigkeit nachzugehen, Drogen sogar aus dem Krankenhaus entwendet, steht seine Zuverlässigkeit definitiv in Frage, ob nun jetzt, oder in 2 Wochen oder 3 Monaten.
§3 Ab. 1 Bundesärzteordung hat geschrieben: Die Approbation als Arzt ist auf Antrag zu erteilen, wenn der Antragsteller

1.
(weggefallen)
2. sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs ergibt,
3. nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs ungeeignet ist,
[...]
Näheres hier:
https://www.arztrecht.org/upload/pdf/D ... bation.pdf

Ach Mensch, wie ätzend. :(
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 06.07.2018 18:40

Rhonda Eilwind hat geschrieben:
06.07.2018 17:37
Nein. Wenn das rauskommt, war es das bis auf Weiteres.
In einem anderen (deutschen) Hobelwerk befand sich direkt neben dem 30.000 cbm Schnittholzlager ein Tanzlokal im Industriegebiet, wo bis morgens um 5 Halligalli war, und die Frühschickt regelmässig Drogenbesteck und Flaschen zwischen den Stapeln fanden. Das war sowas von nicht genehmigungsfähig, aber komischerweise bekam der Schuppen ganz offiziell Bau und Betriebsgenehmigung... Die stellten ihre Biertischgarnituren sogar teilwese auf die Zubringergleise von dem Bahnanschluss des Werkes. (Da waren zwar nur noch die Prellböcke, also hinter dem Werk, aber die Gleise waren mindestens 2x wöchentlich in Benutzung )

Es ist ganz erstaunlich, was alles möglich oder unmöglich ist, wenn die richtigen Leute es nur wollen.

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Ungelesener Beitrag von Rhonda Eilwind » 06.07.2018 19:10

@Jadoran

Das ist sicher wahr, aber möglicherweise kann man ein Sägewerk und ein Krankenhaus nicht ganz vergleichen... :grübeln:

Das Ganze hat jedenfalls nicht nur Straf-, sondern auch berufsrechtliche Relevanz.

Da ist zwar mit "Beurteilung der Gesamtsituation und persönlicher Prognose" noch Spielraum vorhanden.

Wie sich das in der Praxis auswirkt, und ob es da mildernde Umstände gibt - weil "alle wissen", dass es öfter vorkommt... - oder gerade darum eben nicht... Und wie es ausschaut, wenn sie sich tatsächlich an Stationsmedikamenten bedient... Keine Ahnung.

Gerade Rauschmittelmissbrauch ist jedenfalls nach meinem Eindruck bei Ärzten berufsrechtlich von besonderer Bedeutung und es gibt Regelungen speziell dafür. Das vielleicht, weil es häufig vorkommt. Aber vielleicht eher nicht , weil keiner es zu beachten gedenkt.
... und auf ihrem Grabstein wird stehen: "Ich hab's dir ja gesagt!"

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