'Gender'-Diskussion

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Lorlilto
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Ungelesener Beitrag von Lorlilto » 12.03.2018 18:05

@Rhanaya
Rechts: da sind 1 Million Zuwanderer von denen ein paar Gewalt gegen Frauen verüben! Wir müssen sie alle wegschicken!
"Links": hier sind 80 Millionen Leute von denen ein ebenso hoher Anteil Gewalt gegen Frauen verübt und das wird viel zu sehr ignoriert!
Rechts: Totschlagargument! Ihr links-feministen seht nur die wirkliche Gefahr nicht!
Merkst du es selbst, oder muss es dir erklärt werden?

Natürlich hast du das Recht, gegen Veränderung zu sein, aber das ist halt nicht besonders schlau. Denn alles was du kennst, ist durch Veränderung entstanden, und da die Zeit nicht stillsteht und die Rahmenbedingungen sich verändern, muss sich auch "die Gesellschaft" verändern und anpassen. Und egal wie sehr du deine Uhr zurückstellst, der Lauf der Welt wird sich davon so ziemlich garnicht beeindrucken lassen.

@Tjorse ich stimme dir zu, dass es auch Leute gibt (und immer gegeben hat), denen es nicht schnell genug geht und die gerne diktatorisch die Veränderung vorschreiben möchten. Aber das ist zumeist eine laute Minderheit, mit der alle, die in die gleiche Richtung argumentieren, auch gerne mal gleichgesetzt werden, meist mit dem Ziel eine Debatte nicht zuzulassen. Martin Luther wurde von den damaligen konservativen in der Kirche wegen seiner Ideen verdammt, x Jahre später hat auch der Rest der katholischen Kirche den Ablasshandel abgeschafft. Die Atomkraftgegner wurden zunächst als baumkuschelnde Spinner verlacht, inzwischen hat sich in Deutschland eine Mehrheit dafür gefunden, auf Atomkraft zu verzichten. Und das Verbot der Glühlampen kam sogar als viel kritisierte Vorschrift "von oben", der aber z.B. die Firma Osram ihre fortgesetzte Existenz zu verdanken hat, da sie sonst nicht rechtzeitig auf LED-Produktion umgeschwenkt hätten. Letztlich kommt es in unserer parlamentarischen Demokratie auf die entsprechende Mehrheitsbildung im Parlament (bzw. in den Parlamenten) an. Und natürlich muss (und werde) ich akzeptieren, wenn eine von mir (und anderen) gewünschte Veränderung noch nicht eintritt. Aber das heißt ja nicht, dass ich dann nicht weiter dafür eintreten darf.

Diese erste Analyse, die du vermisst, existiert, aber wird gerne (von beiden Seiten) nicht ausreichend thematisiert. Die oben verlinkte Kolumne verweist ja vor allem in den ersten Absätzen darauf, dass es in Deutschland immer noch ein allgemeines Problem mit Gewalt gegen Frauen gibt, und dass man sich dieses Problems allgemein annehmen muss (was im Übrigen die Gewalt durch zugezogene Personen einschließt). Die klassische Reaktion von Personen aus dem "rechten Spektrum" (s.a.o.) geht aber leider in die Richtung "ihr links-feministischen-Willkommensklatscher seht die Gefahr nicht und zerstört unsere Kultur!!!11". Auch damit ist die Debatte über Notwendigkeit und Art der Veränderung übersprungen.
Was die Auswahl und Priorität der Theman angeht: Viele würden vermutlich sagen, dass Homosexuelle in Deutschland gleichberechtigt und ebenso akzeptiert sind wie Heterosexuelle. Aber warum sind die Suizidraten bei homosexuellen Jugendlichen immer noch signifikant höher als bei heterosexuellen? Hängt das vielleicht auch damit zusammen, dass "schwul" immer noch als Beschimpfung genutzt wird? Worauf ich hinaus will: grade in den vielen Bereichen, in die die Genderdebatte hineingeht, gibt es viele "normale" Leute, die die Probleme nicht sehen, weil sie davon nicht betroffen sind. Aber es können Kleinigkeiten wie das Sammelmaskulinum sein, die dazu beitragen, dass sich die betroffenen von der Gesellschaft unerwünscht und ausgeschlossen fühlen. Und dieses Gefühl macht auf Dauer ganz unschöne Dinge mit der Psyche, die letztlich zu Depressionen und eben auch Suiziden führen. Und da frage ich mich schon, ob die Gewohnheiten der Konservativen und die "gewachsene" Kultur und Sprache wichtiger sind als das Leben von Menschen.

Und dafür ist auch kein Vandalismus nötig. Aber in vielen Bereichen der Kultur gibt es doch schon lange das Stilmittel, das man in der Musik als "Cover" bezeichnet (und das etwas völlig anderes ist, als eine existierende Statue oder ein Bild zu verändern): warum sollte man nicht eine Neuauflage der Nationalhymne texten, diesmal eben geschlechtsneutral. Dadurch wird ja der alte Text von Fallersleben nicht aus dem Zeitkontinuum gelöscht. Sondern es gibt dann halt die neue Nationalhymne (Text: Sandra Nasic feat. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben) ;) Und den Kanadiern geht es wohl auch nicht schlechter, nur weil sie nicht mehr ausschließlich von den Söhnen des Landes singen...
Aber ja, falls die Nationalhymne nicht in den nächsten 5 Jahren geändert wird, würde ich das auch einfach akzeptieren, für mich selbst vom Heimatland singen und abwarten. Losgetreten wurde das ja durch eine ministeriumsinterne Idee (ein bißchen nach dem Motto Rundmail-Betreff: genderneutrale Nationalhymne, was haltet ihr davon?). In meiner Wahrnehmung wurde das dann vor allem von denen aufgebauscht, die dagegen waren ("Untergang des Abendlandes!") während die mMn angemessene Reaktion sich in zwei Antwortmöglichkeiten erschöpft hätte: a) gute Idee, lass die/den Praktikant*in mal Ideen ausarbeiten. b) finde ich unnötig, aber solange sich nur ein Praktikant oder eine Praktikantin damit beschäftigt kann es mir egal sein.

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Tjorse
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Ungelesener Beitrag von Tjorse » 12.03.2018 19:10

Lorlilto hat geschrieben:
12.03.2018 18:05
Aber ja, falls die Nationalhymne nicht in den nächsten 5 Jahren geändert wird, würde ich das auch einfach akzeptieren, für mich selbst vom Heimatland singen und abwarten. Losgetreten wurde das ja durch eine ministeriumsinterne Idee (ein bißchen nach dem Motto Rundmail-Betreff: genderneutrale Nationalhymne, was haltet ihr davon?).
Eben das habe ich anders wahrgenommen. Durch die Presse ging, das ein Vorschlag über offizielle Kanäle der Gleichstellungsbeauftragten im Familienministerium ging, der die Änderung der Nationalhymne zum Ziel hatte. Von einer Diskussion, OB das überhaupt eine Mehrheit will, oder es zumindest einer Mehrheit egal ist oder ob wenigstens eine signifikante Minderheit sich einen positiven effekt davon verspricht, habe ich nicht gesehen. Das ist es, was mir fehlt.
Zu jedem Mist werden Umfragen gemacht, bis der Arzt kommt, warum dann nicht zu sowas? Und wenn man sich dann für eine Änderung entscheidet, sollte man es auch richtig machen. Vaterland und Muttersprache sind zwei Seiten einer Medaille. Wenn man das eine als falsch sieht, muss das andere auch falsch sein. Feminismus und Gender Kultur darf nicht das Ziel haben, allen maskulinen Referenzen den Kampf anzusagen, damit aus einem Patriachat ein Matriachat wird (beides überspitzt, ich hoffe doch sehr, das wir uns schon einige Schritte vom Patriachat entfernt haben), sondern das Ziel muss doch bitte die wirkliche Neutralität sein, für alle Menschen.

Was erhöhte Suizide und ähnliches angeht, bin ich kein Experte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das irgendjemand selbstmordgefährdet ist, weil die Hymne auf Vaterland und brüderlich lautet, insbesondere, weil die deutsche Nationalhymne in weiten Kreisen sowieso keinerlei Bedeutung hat, genauso wie die Flagge. Wenn man offen angemessenen Respekt für dergleiche Symbole zeigt, wird man schnell in die rechte Ecke gestellt. Ich wurde selbst schon schräg angeschaut, weil ich in Uniform Haltung angenommen habe und die Hand zum militärischen Gruß an die Stirn gehoben habe, weil in meinem Sichtfeld eine Bundesflagge eingeholt wurde. Niemand verlangt, das andere das auch tun, aber rein technisch war ich dazu gesetzlich verpflichtet... dafür dann schief angeschaut zu werden ist auch irgendwie gaga.
Da die politischen Kreise, die sich bevorzugt mit Gender und LGBT Themen befassen üblicherweise nicht viel mit nationalistischen Symbolen zu tun haben, wundert es mich grade, das die Nationalhymne zur Jagd freigegeben wurde. Ohne da jetzt selbst irgendeine Erhebung zu dem Thema zu kennen, bin ich mir doch ziemlich sicher, das der allgemeine Respekt vor Flagge und Hymne in Deutschland weit niedriger ist, als z.B. in den USA.

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 12.03.2018 20:06

Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 14:23
Tjorse hat geschrieben:
12.03.2018 13:57
Prinzipiell richtig, man sollte mehr vielfältige Geschichten erzählen, aber man muss nicht in jedem Film zwangsweise eine Person aus jeder Gruppierung der LGBT-Gruppe unterbringen, damit der Film krampfhaft politisch korrekt ist.
Was ja gerade beim neuen Star Wars ordentlich in die Hose ging.
Also bitte, The Last Jedi hat zwar Probleme aber Hautfarbe und Geschlecht der Protagonisten ist definitiv keines, solange man kein Rassist oder Frauenfeind ist.
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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 12.03.2018 20:23

Tjorse hat geschrieben:
12.03.2018 19:10
Da die politischen Kreise, die sich bevorzugt mit Gender und LGBT Themen befassen üblicherweise nicht viel mit nationalistischen Symbolen zu tun haben, wundert es mich grade, das die Nationalhymne zur Jagd freigegeben wurde.
Weil diese Kreise in der Regel ein generelles Problem mit nationalen Symbolen haben. Meistens aber nur mit den Deutschen.
Lorlilto hat geschrieben:
12.03.2018 18:05
"Links": hier sind 80 Millionen Leute von denen ein ebenso hoher Anteil Gewalt gegen Frauen verübt und das wird viel zu sehr ignoriert!
Was falsch ist, rein Prozentual ist bei der zugewanderten Million der Anteil an Gewaltätigen an Frauen höher als bei denen die schon immer hier waren.
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformati ... _node.html

Diese Karte ist ganz informativ und da sehen wir das es im Bundesgebiet einen kontinuierlichen Rückgang der sexuellen Gewalt bis 2015 gab und dann einen Anstieg. Wie ist den die Links-Feministische Erzählung dazu? Dummerweise sieht man hier schön den immer noch leichten Abstieg der Gewalt von Deutschen und einen Anstieg bei nicht Deutschen.
Mal sehen wie es 2017 aussehen wird.

Wir waren also auf einem guten Weg, so langsam und kontinuierlich die sexuelle Gewalt runter zu bringen. Jetzt kommt halt eine "neue" Gefahr dazu und die Linke verschließt die Augen davor und zeigt lieber auf das Problem das schon immer da war. Inzwischen sind wir bei den Ausländern als Tatverdächtige von mehr als einem Drittel bei einem garantiert nicht so hohen Ausländeranteil in Deutschland.
Zuletzt geändert von Rhanaya am 12.03.2018 20:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 12.03.2018 20:28

Talasha hat geschrieben:
12.03.2018 20:06
Also bitte, The Last Jedi hat zwar Probleme aber Hautfarbe und Geschlecht der Protagonisten ist definitiv keines, solange man kein Rassist oder Frauenfeind ist.
Doch, "der letzte Jedi" schwingt schwer die SJW Keule und hat ne Menge handwerkliche Fehler. Was hat das mit Rassist zu tun? Wie hat mal einer gesagt das Star Wars Universum war schon seit dem ersten Film, super divers und bunt mit jeder Menge Aliens in allen Farben.
Wie auch immer das läuft halt unter, "mehr Weiblichkeit" wie so Rohrkrepierer ala Ghostbusters(w) und Ozean 11(w).

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Talasha
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Ungelesener Beitrag von Talasha » 12.03.2018 20:40

Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 20:28
Talasha hat geschrieben:
12.03.2018 20:06
Also bitte, The Last Jedi hat zwar Probleme aber Hautfarbe und Geschlecht der Protagonisten ist definitiv keines, solange man kein Rassist oder Frauenfeind ist.
Was hat das mit Rassist zu tun?
Du kritisierst Hautfarbe und Geschlecht der Protagonisten, wie kann das nichts damit zu tun haben.
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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 12.03.2018 20:50

Seit wann ist Kritik rassistisch? Ist es auch rassistisch zu kritisieren das alle Weiß sind?

Ich schließe mich dem Telegraph an

https://www.telegraph.co.uk/men/thinkin ... s-fanboys/

Mehr sage ich auch nicht mehr dazu, da Rassismus und Kritik und Diskussion mir hier schon mal einen Bann eingebracht haben.


Ich will mich damit nicht der Diskussion oder dem Schlagabtausch entziehen aber wie unser Tread Unser kleines Forenparlament BTW 2017 zeigt haben wir ein linkslastigeres Forum, entsprechend auch die Admins.
Da ich aber gerne hier bin und schon diverse Rote Karten bekommen habe muss ich eben vorsichtig sein, gleichzeitig diskutiere ich gerne hier, weil wir hier doch noch ein verbindendes Element DSA haben, das schwächt ein wenig ab. In rein politischen Foren wird es sehr schnell häßlich und unerträglich. Die splitten sich dann schnell in Links und Rechts und vertreiben die Normalen oder die Admins müssen sehr restriktiv vorgehen was auch nicht gut ist.

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Ungelesener Beitrag von Dingleberry » 12.03.2018 21:05

Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 20:23
Was falsch ist, rein Prozentual ist bei der zugewanderten Million der Anteil an Gewaltätigen an Frauen höher als bei denen die schon immer hier waren.
Falsch, da wird von Tatverdächtigen gesprochen, nicht Tätern, das macht einen gewaltigen Unterschied.
Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 20:28
und hat ne Menge handwerkliche Fehle
Da möchte ich jetzt gerne eine genauere Erläuterung der handwerklichen Fehler haben.
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Dingleberry
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Ungelesener Beitrag von Dingleberry » 12.03.2018 21:12

Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 20:50
Ich schließe mich dem Telegraph an
Verfasst von Martin Daubney, Freund von tatsächlichem menschlichen Abfall Milo Yiannopoulos und Mitwirker von Breitbart. Naja, ich würde ja meine FIlmkritik nicht von Alt-Right holen, aber was weiß ich schon.
Auch bekannt als Alveraniar des Unnützen Wissens - Trivihal

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Ungelesener Beitrag von Talasha » 12.03.2018 21:27

Dingleberry hat geschrieben:
12.03.2018 21:05
Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 20:28
und hat ne Menge handwerkliche Fehle
Da möchte ich jetzt gerne eine genauere Erläuterung der handwerklichen Fehler haben.
Zum Bleistift, man muss gerade im technischen Bereich sehr viel mitdenken und sich halbwegs im Star-Wars-Techbereich auskennen, ohne dies wirkt z.B. das Elefantenrennen wirklich lächerlich und peinlich.
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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 12.03.2018 21:31

Dingleberry hat geschrieben:
12.03.2018 21:05
Falsch, da wird von Tatverdächtigen gesprochen, nicht Tätern, das macht einen gewaltigen Unterschied.
Andere Satistiken haben wir halt im Moment so nicht. Weiterhin ist eine Täter Statistik genauso Irre führend, siehe Köln. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... mittlungen
36 Verurteilte, bleiben am Ende des Tages, also alles in Butter war nur rechte Hysterie, soll es darauf hinauslaufen?

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Ungelesener Beitrag von hexe » 12.03.2018 22:25

Ja, eigentlich sollte man Männern einfach alle Rechte entziehen, denn die meisten Verbrechen begehen Männer, richtig?


Black Panther hat mir als Film auch richtig Spaß gemacht. :ijw:

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Ungelesener Beitrag von Eulenspiegel » 12.03.2018 23:42

Rhanaya hat geschrieben:
12.03.2018 20:28
Doch, "der letzte Jedi" schwingt schwer die SJW Keule und hat ne Menge handwerkliche Fehler. Was hat das mit Rassist zu tun?
Nichts. Aber es wurde doch nicht gesagt: "SJW Keule und handwerkliche Fehler sind keine Probleme, solange man kein Rassist oder Frauenfeind ist."

Es wurde gesagt: "Hautfarbe und Geschlecht der Protagonisten ist definitiv keines [Problem], solange man kein Rassist oder Frauenfeind ist."

Wieso fängst du jetzt also an, von SJW Keule und handwerklichen Fehlern zu sprechen?

In dem von dir verlinkten Telegraph Artikel geht es um "liberal identity politics", was ich auch eher in die SJW Ecke, denn in die "Hautfarbe oder Geschlecht"-Ecke und schon gar nicht in die LGBT-Ecke stecken würde.

Zur Kölner SIlvesternacht: Was hat diese bitteschön mit LGBT bzw. Gender zu tun?
Dingleberry hat geschrieben:
12.03.2018 21:05
Da möchte ich jetzt gerne eine genauere Erläuterung der handwerklichen Fehler haben.
Handwerkliche Fehler hat der Film eine Menge. Aber die besprechen wir besser in einem Star Wars Thread und nicht in einem Gender-Thread.

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sagista
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Ungelesener Beitrag von sagista » 12.03.2018 23:58

Dingleberry hat geschrieben:
12.03.2018 21:12
Verfasst von Martin Daubney, Freund von tatsächlichem menschlichen Abfall Milo Yiannopoulos und Mitwirker von Breitbart. Naja, ich würde ja meine FIlmkritik nicht von Alt-Right holen, aber was weiß ich schon.
Naja, von "menschlichen Abfall" zu reden, finde ich allerdings schon bedenklich.
Tjorse hat geschrieben:
12.03.2018 13:57
Prinzipiell richtig, man sollte mehr vielfältige Geschichten erzählen, aber man muss nicht in jedem Film zwangsweise eine Person aus jeder Gruppierung der LGBT-Gruppe unterbringen, damit der Film krampfhaft politisch korrekt ist.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die aufgeregte Diskussion über die Hermine-Darstellerin in "The Cursed Child", die nachhaltig durch die sehr arrogante Diskussionsweise von Mrs. Rowling vergiftet wurde, Kritiker an der Besetzung der Rolle als Rassisten zu bezeichnen. Zumal es völlig unglaubwürdig ist, wenn sie behauptet, sie habe sich Hermine immer als Schwarze vorgestellt, nachdem acht Kinofilme mit Emma Watson als Hermine gelaufen sind. Da ist mir zumindest kein Widerspruch Rowlings bekannt. Richtig ist zwar, dass Hermine im Buch nicht als explizit weiß beschrieben wird - zumindest erinnere ich mich an keine entsprechende Textstelle - aber ich meine, dass "nichtweiße" Nebenrollen wie Dean Thomas, Parvati und Padma Patil oder Cho Chang explizit beschrieben wurden.

Unschön fand ich auch die Diskussion um die Besetzung der Rolle des Roland Deschain in "The Dark Tower". Wenn aus dem Buch eindeutig hervorgeht, dass es sich um einen Weißen handelt, muss man sich nicht wundern, wenn es Kritik oder zumindest Verwunderung gibt, wenn die Rolle anders besetzt wird.

Wobei ich da jetzt grundsätzlich kein Problem damit habe. Auch nicht damit, dass die Rolle von Watson in "Elementary" auf eine Frau ungeschrieben wurde. Ich finde ja auch grundsätzlich den Ansatz, Hauptrollen vielfältiger zu besetzen, gut. Aber ich habe ein Problem damit, wenn Kritik an dieser künstlerischen Freiheit letztendlich darauf reduziert wird, dem bösen Kritiker Rassismus oder Frauenfeindlichkeit oder was weiß ich zu unterstellen. Das sind i. d. R. diskussionsvergiftende Totschlagargumente. Der teilweise fast schon inquisitorische Eifer mancher Aktivisten schadet in meinen Augen dem an sich unterstützenswerten Anliegen mehr als er Nutzen bringt.


Die Diskussion um den Text der Nationalhymne finde ich im Übrigen ziemlich albern. Wer meint, der begriff "brüderlich" würde weibliche Menschen ausschließen, weiß offenbar nicht, was der Begriff "brüderlich" bedeutet. Das mag bei Grundschülern durchaus vorkommen. Das ist ja auch normal, da fragt man halt Dinge. So soll es ja sein. Aber wenn Erwachsene das behaupten, hat das was von Korinthenkackerei, ähnlich wie wenn es um "Vaterland" oder dann natürlich konsequenterweise auch um "Muttersprache" geht. Aber ich fand auch schon die Diskussion um das Generische Maskulinum schon immer überflüssig und nervig. Aber wenn es der Mehrheit ein so wichtiges Anliegen ist, werde ich das wohl auch überleben. Ich denke mir dann immer, dass es uns ja ziemlich gut gehen muss, wenn wir Kapazitäten haben, uns mit so was zu beschäftigen.

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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 13.03.2018 00:20

Eulenspiegel hat geschrieben:
12.03.2018 23:42
Zur Kölner SIlvesternacht: Was hat diese bitteschön mit LGBT bzw. Gender zu tun?
Ach wir sind da nur abgeriftet als es um Feminismus und Frauenrechte ging, die unsere Neubürger anders interpretieren und die Linke (in meinen Augen) das eben verneint und mit dem Zeigefinger auf all die Deutsche Täter als wahre Bösewichte zeigt und eben diese neue Gefährdung nicht wahrnehmen will bzw. aus Ideologiegründen nicht kann.

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 13.03.2018 09:37

Tjorse hat geschrieben:
12.03.2018 19:10
Eben das habe ich anders wahrgenommen. Durch die Presse ging, das ein Vorschlag über offizielle Kanäle der Gleichstellungsbeauftragten im Familienministerium ging, der die Änderung der Nationalhymne zum Ziel hatte. Von einer Diskussion, OB das überhaupt eine Mehrheit will, oder es zumindest einer Mehrheit egal ist oder ob wenigstens eine signifikante Minderheit sich einen positiven effekt davon verspricht, habe ich nicht gesehen. Das ist es, was mir fehlt.
Zu jedem Mist werden Umfragen gemacht, bis der Arzt kommt, warum dann nicht zu sowas?
Die Gleichstellungsbeauftragte im Familienministerium hat ja keine diktatorische Vollmachten, mit der sie das mal eben beschließen kann. Sie hat einen Vorschlag gemacht, und jetzt redet man drüber - scheint mir der ganz normale Lauf der Dinge zu sein.

Und die öffentliche Debatte die du vermisst: Findet sich in den meisten Zeitungen. Und in vielen Internetforen.

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Ungelesener Beitrag von Talron » 13.03.2018 14:59

@Rhanaya
Doch, "der letzte Jedi" schwingt schwer die SJW Keule und hat ne Menge handwerkliche Fehler.
Ja, so heißt die Keule jetzt auf Neusprech. Früher hieß sie nur "Moralkeule"... Und sorry, es gäbe so gut wie keine Auszeichnung für irgendeinen Deutschen Film, ohne die "Nazikeule" bzw. "Ausschwitzkeule" bzw "Aufarbeitungskeule"... Und egal zu welcher Zeit du nachsiehst findest du deine Keulen mit denen schrottige Filme oder Bücher versuchen sich ins Rampenlicht zu schlagen.
Wer im Ernst glaubt die Blechtrommel hätte ohne Aufarbeitung und Vergangenheitsbewältigung tm irgendetwas gewonnen, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Wieviel innere Vergangenheitsbewältigung dabei beim Autor stattfand ist denke ich jedem Denkenden inzwischen klar geworden...
Sorry, aber Filme und andere Kulturprodukte moralisch/politisch aufzuladen um auch noch den letzten Dreck zu verkaufen ist echt keine Erfindung des Feminismus und auch nicht die Schuld des Feminismus. Das gab es so lange es Menschen gibt und es wird es solange geben solange es eben Trottel gibt die es dann kaufen. Fluch der freien Entscheidung. Hätten halt nicht von dem verdammten Baum essen sollen.... :devil:

@sagista
Auch nicht damit, dass die Rolle von Watson in "Elementary" auf eine Frau ungeschrieben wurde.
Da haben wir nochmal Glück gehabt, denn ich mag die Serie. Ich will das mal gerade so durchgehen lassen und nicht verlangen, dass du anerkennst, dass die Besetzung genial ist wie auch die ganze Serie. :censored: Habe heute meinen guten Tag.

@Lorlilto
Rechts: da sind 1 Million Zuwanderer von denen ein paar Gewalt gegen Frauen verüben! Wir müssen sie alle wegschicken!
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Rechts: Totschlagargument! Ihr links-feministen seht nur die wirkliche Gefahr nicht!
Merkst du es selbst, oder muss es dir erklärt werden?
Ich muss sagen, dass mir das was ich hier sehe mir auf der nationalen Ebene wirklich Sorgen macht. Niemand scheint sich auch nur mehr zu trauen irgendwelche Linken Positionen zu vertreten ohne auch gleich zu lügen bzw alternative Fakten zu verwenden.
Das fällt für mich so etwas unter "Humanität/Umweltschutz etc. und was auch immer darf nichts kosten" und das halte ich persönlich für die zur Zeit größte Gefahr für Deutschland, da ein großer Teil der Medien so argumentiert. Die Realität gewinnt aber eben immer. D.h. ich muss mich früher oder später mit den Folgen auseinandersetzen. Und da sehe ich die sehr große Gefahr, dass dann das Pendel aus Angst, Frust oder gar Verzweiflung massiv nach Rechts ausschlägt.Ganz zu schweigen davon, dass diese Einstellung (meines Erachtens nach) ,die sich bei Konfrontation mit der Wirklichkeit auf Verschwörungstheorien zurückziehen muss, mitunter für den massiven Antisemitimus innerhalb der Linken verantwortlich ist.

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Ungelesener Beitrag von Lorlilto » 13.03.2018 20:43

Talron hat geschrieben:
13.03.2018 14:59
Niemand scheint sich auch nur mehr zu trauen irgendwelche Linken Positionen zu vertreten ohne auch gleich zu lügen
Ich finde deine Sätze sehr verschwurbelt und unverständlich, daher frage ich mal direkt nach: hast du mir soeben vorgeworfen, ich würde lügen, und zwar auf Basis eines bewusst vereinfachenden Beispiels bei dem es um Argumentationsweisen geht? Falls ja, erwarte ich eine Entschuldigung dafür! Ich lüge aus Prinzip nicht und berufe mich als Hintergrund für meine Argumentationen auf die mir bekannten Fakten.
Falls nein, ist bei mir nicht angekommen, was du mir sagen willst.

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Ungelesener Beitrag von Talasha » 13.03.2018 22:24

Lorlilto hat geschrieben:
13.03.2018 20:43
Talron hat geschrieben:
13.03.2018 14:59
Niemand scheint sich auch nur mehr zu trauen irgendwelche Linken Positionen zu vertreten ohne auch gleich zu lügen
Ich finde deine Sätze sehr verschwurbelt und unverständlich, daher frage ich mal direkt nach: hast du mir soeben vorgeworfen, ich würde lügen, und zwar auf Basis eines bewusst vereinfachenden Beispiels bei dem es um Argumentationsweisen geht? Falls ja, erwarte ich eine Entschuldigung dafür! Ich lüge aus Prinzip nicht und berufe mich als Hintergrund für meine Argumentationen auf die mir bekannten Fakten.
Falls nein, ist bei mir nicht angekommen, was du mir sagen willst.
Er mosert, dass sich Linke zusehr in ihre Ideologie versteigen, und dabei z.B. übersehen das wir uns mit den Flüchtlingen ganz ganz viele Lutz-Bachmanns, Beatrix von Wahlbetrug und Storch oder Alexander Gaulands mit komisch klingenden Namen eingefangen haben.
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Ungelesener Beitrag von Talron » 14.03.2018 09:57

@Lorlilto
hier sind 80 Millionen Leute von denen ein ebenso hoher Anteil Gewalt gegen Frauen verübt
Kannst du das denn belegen? Glaube kaum. Die Mitrechnung des weiblichen Teils der einheimischen Bevölkerung ist hier besonders amüsant.

Und das ist genau mein Punkt: Von der Argumentation her hat der Rechte in deinem Beispiel mehr Wahrheit auf seiner Seite. (Ne eigentlich nicht ganz er ist ja so blöd das Argument anzunehmen. Würde er im letzten Satz einfach Bullshit sagen, stünde es für ihn noch besser.)

Also präziese ausgedrückt: Du schaffst es nicht einen imaginären Rechten mit einem imaginären Linken diskutieren zu lassen (in der Absicht das der "Linke" gewinnen sollte nehme ich an), ohne dem Linken Lügen in den Mund zu legen. Macht dich das nicht etwas nachdenklich?

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Ungelesener Beitrag von Madalena » 14.03.2018 10:29

Ein Flüchtling hat meist kein gutes soziales Standing, weniger Perspektiven, teilweise eine traumatische Vergangenheit: Natürlich sind das alles Faktoren, die statistisch gesehen die Neigung zur Gewalt fördern.

Wenn wir jetzt allerdings eine rein rationale Risikoabwägung durchführen würden, sähe es anders aus. Menschen lassen sich massiv von Angst leiten. Millionen Menschen fahren tagtäglich bedenkenlos Auto, auch unnötige Strecken, gerne mal hin und wieder mit "Fahrerbier" intus oder 10 km/h zu schnell - aber sie machen sich Sorgen Opfer eines Terroranschlages zu werden, oder von einer Horde Flüchtlinge vergewaltigt zu werden. Da wird es mit der vermeintlichen "Wahrheit auf Seiten des Rechten" schon wieder sehr wackelig.

Worin seht ihr dabei eigentlich den Bezug zum Thema Gender?

Zornbold
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'Gender'-Diskussion

Ungelesener Beitrag von Zornbold » 14.03.2018 10:33

Madalena hat geschrieben:
14.03.2018 10:29
Worin seht ihr dabei eigentlich den Bezug zum Thema Gender?

Nachricht der Moderation

Guter Punkt - daher ist hier jetzt endgültig Schluss. Dieses Gewäsch der besorgten Bürger sollten die normalen Diskutanten einfach ignorieren, oder noch besser melden. Wem weiter am eigentlichen Thema gelegen ist, der kann dazu einen frischen Thread aufmachen. Wenn dort wieder unsere besorgten Bürger nerven -> melden. Dann entsorge ich die endgültig.

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