Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

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Rhanaya
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 07.02.2018 19:13

Nachricht der Moderation

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Farmelon
Novadis die Orks des Südens.

So sehe ich die, leider.
Sie kranken schlicht und ergreifend daran, dass sie viel zu nah am islam konzipiert wurden. In den 80er war das ja ganz nett und harmlos so als wilder edler Wüstenreiter mit seinen Marotten. Dummerweise hat sich die irdische Realität zu einer tödlichen Bedrohung entwickelt und die Novadis spiegeln nun das häßliche fanatische Gesicht des Islam ungewollt wieder. Die Novadis brauchen dringend eine Umänderung in ihrer Kultur und Glaubenswelt um sie spielbar(er) zu machen. Orks kannman sinnvoller weise nur im Orkland und Sveltbund spielen. Novadis in der Wüste und den Tulamidenstädten, in Aranien wird es schon schwierig und jenseits davon scheitern sie an ihren eigenen Gesetzen. Denn das Märchen aus 1001 Nacht wird in Aranien und den Tulamidenstädten gespielt die viel näher an Sindbad und Co sind und nicht in der Wüste bei den Novadis.

Also die Weltzeitwende würde sich durchaus anbieten, das Rastul sich erhebt und seinen Platz fordert, wie all die anderen Götter. Das würde mal klarmachen, dass er auch nur einer unter vielen ist und das Gerede vom einen der einzigartig ist und alles beherscht Quatsch ist und die Novadis von dieser Intoleranz befreien und von der Blindheit zu glauben ihr Gott sei der Größte und das ganz ohne Karma (Wunder) .Selbst ein hartgesottener Praiot oder Al Anfaner Boronie wird wohl kaum verneinen, dass es die anderen Götter gibt.

Ich selbst warte wirklich auf eine Fortführung des Orkplots. Orkengold ist auch schon 8 Jahre her!
Ich hatte mal die Hoffnung, das der Sternfall ein lokales Sveltland Ereigniss wird und da eine Kampagne startet zwischen Orks und Menschen ums Sveltland. Scheint aber so, dass mit der Donnerwacht ein eher klassischer Plot anfängt.

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 07.02.2018 19:35

@Rhanaya
Seltsame Sichtweise auf die Novadi. Die haben, abseits der kosmetischen Anleihen nun wirklich nicht so viel mit dem klassischen Islam zu tun, abseits davon eine Religion zu sein, die ihren Gott über die anderen stellt (diese übrigens nicht verleugnet, sondern nur ihren Platz ändert, machen die Maraskaner auch, die Al'Anfaner ebenso). Ihre Gesetze sind irgendwie skurril, aber kaum wirklich "bedrohlich". Einzig das Feindbild der Kirche (die es ja auch nicht gibt) ist eben eine harte Kante. Aber ansonsten ziehe ich eigentlich wenig religiöse Parallelen zwischen der realen und der fiktiven Religion.

Aber ich sehe eben auch keine klare Verbindung zwischen Praios und katholischer Kirche. Vielleicht fehlt mir die Fantasie.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

Rhanaya
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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 07.02.2018 20:02

Sumaro hat geschrieben:
07.02.2018 19:35
Seltsame Sichtweise auf die Novadi.

Ach tatsächlich? Dann muss ich aber alles mißverstanden haben was so ein Novadi in allen Regelhefte so von sich gibt, inklusive der unglücklichen Sprüche über Ungläubige. Man hat sich halt an einer romantisierten Form des Islam entlang gearbeitet, wie er eben in diversen Abenteuerfilmen der 80er verbreitet war.
So wie man bei den 12G die olen Griechen als Vorbild genommen hat. Diese wurden aber richtigerweise soweit verfälscht, das man sie erkennt aber als eigenständige Konzeption wahrnehmen kann.

Alveran vs Olymp
- 50:50 männlich/weiblich
- Praios ist nicht Zeus, weder in seiner Macht über andere noch von seiner Vita
- Germanische Götteranleihen wurden reingemischt
- Die weiblichen Götter haben echte Macht, keine Hera im Olymp (Alveran)
- Der Spaß Aspekt der grichischen Götter wurde mitgenommen, was dem Ganzen eben eine leichte Note verleiht, deshalb sind fanatische 12G Anhänger auch eher Ausnahme und werden oft nur als Praioten (unberechtigterweise) dargestellt.
Auch hier hat man sich zu sehr an der Realität orientiert und Praioten eine Zeitlang als katholische Inquisitoren dargestellt, die am Sonntag die obligatorische Hexenverbrennung erledigen. Das hat man aber mit der Quanionsqueste elegant geregelt und Praioten auch so spielbar gemacht.


Schon in DSA 1 waren die Novadis, für mich eindeutig die Araber aus der Wüste.

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Sumaro
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Ungelesener Beitrag von Sumaro » 07.02.2018 20:10

Ich teile einfach keinen einzigen deiner Standpunkte und bin froh, das nicht zu tun. :) Aber wenn dich das so sehr beunruhigt, dann ist das wohl so. Jedem seine Wahrnehmung und sein Eindruck.
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!

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Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 07.02.2018 20:14

Na dann sollte es für dich kein Problem sein, einen Novadi in einer Heldengruppe mit weiblicher Besatzung im Mittelreich zu führen. Ich wüsste nämlich nicht, wie ich so einen Fanatiker spielen sollte ohne ständig "strafend" zu schauen bis mir die Augen bluten.

Das finde ich nämlich schade, den einen Wüstenreiter im hohen Norden zu spielen wäre schon mal was anderes. Nur das Ganze drumherum, das den echten Novadi ausmacht ist mir schlicht und ergreifend zu extrem und viel zu unangenehm dicht an dieser anderen irdischen Wüstenreligion.

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Hesindian Fuxfell
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Hesindian Fuxfell » 07.02.2018 23:28

Wenn er im Mittelreich mit weiblichen Mithelden unterwegs ist, wird er wohl kein Fanatiker sein, die bleiben eher in der Wüste.
Er wird sich fragen, wie einfach man bei den Stämmen im Norden zur Achmad'Sunni wird, der als Mann gesehen wird. Er wird sein Essen selbst kochen und in der Taverne nichts bestellen. Er wird oft belehrend auf seine Mitstreiter einwirken, die nicht den vollen Umfang Rastullahs Schöpfung erkannt haben. Und er wird sich regelmäßig bei Rastullah entschuldigen, da er doch wieder gegen eines der Gesetze verstoßen hat. Völlig normal.
Es gibt einfach nicht "den Novadi". Es gibt vielmehr sogar Sippen mit Frauen an der Spitze. Es gibt Novadi die mit "Ungläubigen" handeln, obwohl man nur strafend oder belehrend mit ihnen sprechen dürfte. Es gibt Magier unter den Novadi, auch wenn viele Magie rundheraus als schändlich ablehnen.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Cifer
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Cifer » 08.02.2018 00:45

Rhanaya hat geschrieben:
07.02.2018 20:14
Na dann sollte es für dich kein Problem sein, einen Novadi in einer Heldengruppe mit weiblicher Besatzung im Mittelreich zu führen. Ich wüsste nämlich nicht, wie ich so einen Fanatiker spielen sollte ohne ständig "strafend" zu schauen bis mir die Augen bluten.
Mal davon ab, dass auch Novadis natürlich unterschiedliche Fanatismusgrade kennen (man muss vielleicht nicht die vollen 12 Punkte Prinzipientreue nehmen ...), geht das eigentlich relativ gut, solange man den Novadi nicht gerade mit vier weiblichen Charakteren zusammenwirft - mit einer einzelnen Frau in der Gruppe interagiert er halt so wenig wie möglich, genau wie halt der Thorwaler und der Horasier.
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Rhanaya
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Rhanaya » 08.02.2018 00:46

Ich sehe ihr erkennt keinen Reformbedarf, wie es bei den Praioten nötig war.
Nun jedem sein Pläsirchen.
genau wie halt der Thorwaler und der Horasier.
Naja, das gilt doch nur für Thorwaler die aus Thorwal Stadt kommen und seit "Dunkle Halle" hat sich das Verhälntis doch wieder normalisiert.

toedlicherErnst
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von toedlicherErnst » 08.02.2018 08:26

Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass die Novadis auch in Hinblick auf die Zustände im Iran in den 80ern gestaltet wurden. Mit einem Augenzwinkern, aber dennoch als Verweis auf religiösen Fanatismus.

Meinetwegen wird das Kalifat zusammen gestutzt, doch im Kern sollte diese Wüstenreligion mit ihren Ecken und Kanten weiterhin bestehen.

Novadi-Helden werden doch wohl eher die weltoffenen, neugierigen Charaktere sein, die nicht 24/7 mit ihrem Glauben hausieren gehen und sich schlimmer aufführen, als ein Bannstrahler bei einer Hexennacht.
Zuletzt geändert von toedlicherErnst am 08.02.2018 13:33, insgesamt 1-mal geändert.

Jadoran
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.02.2018 09:22

Man muss ja nicht selber alles bespielen in Aventurien - wenn man selber keine Religionskonflikte bespielen will, dann ist das genau so okay wie wenn man am Tisch keine tödlichen Kämpfe bespielen will.
Aber warum das offizielle Aventurien frei von Rassismus oder religiösem Fanatismus sein sollte, wenn es jede andere und über irdische Masse hinaus mögliche Schattierungen von Böse gibt, leuchtet mir nicht ein. Die aventurischen Religionen sind teilweise auf harte Konflikte untereinander angelegt
Es müssen nicht alle Religionen, Kulturen und Professionen eigentlich prima multikulti miteinander auskommen, weil sie eigentlich alle nur MIttelreich-gendergleichberechtigt mit anderer Kleidung sind, das macht die Welt einfach vollkommen unglaubwürdig. Dann bräuchte man nur eine Welt, in der die Menschen geeint gegen das Böse(tm) kämpfen.

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Loveless
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Loveless » 08.02.2018 13:08

Uch ich muss sagen, dass die Novadis wie sie sind schwer spielbar sind, aber nicht jede Kultur muss für alle reizvoll sein. Unter den Menschen Aventuriens darf es gerne Zwiste, Unverständnis etc. geben, das belebt das Rollenspiel und auch dass es Leute gibt die harte Kante zeigen gegen andere. Das das nicht einfach ist ist klar, aber so sind es nicht immer nur die Nichtmenschen, die die Buhmänner sind, weil sie "Böse" sind und ihre eigene Religion haben und die anderen nicht tollerieren, nein es gibt so halt auch Menschengruppen, die halt Xenophob und Fanatisch sind.
Das ist vollkommen in ordnung.

Die Quanionsqueste finde ich sogar eher einen tragischen Ausgang für die Praioskirche, da es kaum einen Weg mehr gibt wenn sie von dem Hardlinertum weg geht, dass sie relevant bleibt. Das kann in den Ländern wo sie nie Halrdliner hatte gut gesehen werden: Nostragast und das Bornland, hier sind sie zu reinen Rechtsberatern des Adels verkommen, die den einfach Volke predigen, dass es gut ist, dass sie Leibeigene sind, weil das der herr Praios so will.

Und ähnlich wäre es mit den Novadis, wenn sie plötzlich weltgewand würden würde ihnen auf einmal der Kern ihrer Darstellung verloren gehen, dann wäres sie schlussendlich nur Tulamiden mit etwas anderem Glauben, die halt in der Wüste leben und das kann keiner wollen, denn dann haben wir eine ganze Kultur defacto ausgelöscht, damit einige Spieler sie Spielbarer finden.

Das wäre also nicht meine präferierte Variante.
Ach ja ich fände es aber auch interessant, wenn sich Rashtullas "Wunder" als Wunder des Namenlosen herausstellen, der versucht die Novadis zu korrumpieren. :cookie:

Ich hoffe, damit keinem zu sehr auf den Schlips getreten zu sein.
LG Zunas

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hexe
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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von hexe » 08.02.2018 13:34

Was den Novadis fehlt ist eine Lobby, bei der Redaktion, bei den Autoren, bei den Spielern. Keiner beschäftigt sich so wirklich mit ihrer Kultur, mit ihren Fasteten oder mit der Vielfalt zwischen einem khunchomer Stadtnovadi und einem Beni Hablet. Die thorwalsche Kultur ist ebenso sehr gewalttätig. "Kaperfahrt, Kaperfahrt und alle kommen mit!" Aber die sind halt beliebt...

Schon alleine die Frage, was man mit Novadi meint. Eine Person, die an Rastullah glaubt? Ein Mitglied der Beni Novad? Eine nomadische Wüstenkultur? Zuerst sind es erst einmal Menschen, da gibt es nette Leute und Arschlöcher, das haben alle Kulturen oder Religion gemeinsam. Aventurisch wie irdisch übrigens auch.

Aber es gibt auch kaum noch Material über Novadis. Das DSA4 Regionenbuch ist schon seit Jahren vergriffen und es gibt eine alte Box mit 80er Mentalität. Im Roman Khunchomer Pfeffer ist der Novadi alle Karl May auch eher die dumme Sidekick, den man belächeln darf. Woher soll der gemeine DSA-Spieler wissen, was ein Novadi ist?

Natürlich gibt es weltgewandte Novadis. Sultan Hasrabal zum Beispiel ist mal so ganz nominell ein Mitglied der Beni Avad, Rastullah-Gläubig und ein Sultan des Kalifats.

Der Gottgefällige lässt Seiner Schöpfung den nötigen Respekt zuteil werden.

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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Märzhäsin » 08.02.2018 14:12

Wo wir gerade bei irdischen Vorbildern von aventurischen Religionen sind: Ich habe vor kurzem herausgefunden dass die elfische Lebensphilosophie und Weltsicht auf dem chinesischen Taoismus basiert.

Vielleicht findet dass ja jemand auch so interessant wie ich und falls nicht möchte ich dafür um Entschuldigung bitten euch bei eurer Diskussion gestört zu haben.

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panda
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Ungelesener Beitrag von panda » 08.02.2018 14:43

Ich finde es nie schlimm wenn man sich Autoren an Weltlichen Religionen, Menschen oder Kunstwerken orientieren. Das macht den einstieg in ein Pen & Paper RP viel leichter. Man sollte aber als Gruppe bzw. als SL immer seinen eigenen Touch in die Welt mit einbringen.

Man sollte die Regeln innerhalb einer Gruppe einfach dehnen können. Wenn jemand einen Novadi spielen möchte dann soll er das tun. Es ist für mich nix anders wie ein Elf oder Maraskaner oder Zwerg die einfach mal weg von der Heimat sind und neues lernen. Ich würde allgemein nicht alles zu ernst nehmen und einfach einen Keks essen :coo

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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von toedlicherErnst » 08.02.2018 15:01

hexe hat geschrieben:
08.02.2018 13:34

Schon alleine die Frage, was man mit Novadi meint. Eine Person, die an Rastullah glaubt? Ein Mitglied der Beni Novad? Eine nomadische Wüstenkultur? Zuerst sind es erst einmal Menschen, da gibt es nette Leute und Arschlöcher, das haben alle Kulturen oder Religion gemeinsam. Aventurisch wie irdisch übrigens auch.
Grundsätzlich würde ich bei intelligenten Zweibeinern niemals automatisch von Gut und Böse sprechen wollen. Jeder folgt einer Agenda, basierend auf seiner Sozialisation und Zielen. Unabhängig davon ob als Einzelperson oder als Sippe bzw Volk.

Diese einzigartige Sozialisation führt natürlich zu Konflikten im Zusammenspiel mit anderen Kulturen. Der Novadi meint es eben nicht böse, wenn er die Thorwalerin nicht berühren will, es ist nur gegen seine Sozialisation bzw Religion. Für die Thorwalerin ist er natürlich mind. unsympathisch, vielleicht sogar empfindet sie ihn "böse", je nach seiner Reaktion.

Im Vergleich zum Kalifat von Bagdad oder Kairo empfinde ich die Wüstenbewohner Arabiens übrigens auch nicht als besonders reizvoll. Das einfache Leben der Beduinen mit ihren Ziegen und Kamelen ist irgendwann erzählerisch ausgeschöpft. Kamelrennen, Ruinen in der Wüste, Invasoren (da wird es schon absonderlich), Sippenstreitigkeiten, ab einem gewissen Punkt gibt es Grenzen. Die Eiswüsten des Nordens sind deutlich größer, bieten unterschiedlichere Bewohner (Firnelfen, Nachtalben, Schneeorks, Yetis, vier Kulturen der Menschen) und sollten nicht als Beispiel für die Khom dienen.

Ich bereise sehr gerne Wüsten und genieße deren Weite und Stille. Da passen die Novadis mit ihrem einfachen Leben und ihrer relativ unzugänglichen Art einfach gut rein.

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 08.02.2018 17:00

Lieber mit einen strenggläubigen Novadi durch die Lande ziehen wie mit einen strenggläubigen Bannstrahler.
Bei dem Novadi weiß man zumindest dank ihres Ehrgefühls vorher, wann er einen den Kopf abschlagen will. Der Bannstrahler wartet da lieber bis man schläft.

Und nein, so absolut fanatische Irgendwas haben in sehr wenigen Gruppen was verloren, ob das nun ein fanatischer Novadi, Praiot, Tsa (fanatischer Pazifist ist schrecklich!) oder eben Travia (schon mal ein Nudelholz gesehen welches durch den Hinterkopf ins Auge gepresst wurde?).
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
Christopher Hitchens

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Ungelesener Beitrag von Jadoran » 08.02.2018 19:19

Ich hab schon 1001-Nacht mit einer "rechtgläubigen" Gruppe gespielt, und innerhalb ihres Kulurkreises gab das kein Problem.
Wenn man mit einer Bannstrahlergruppe gegen DAS BÖSE auszieht, können auch die ehrenbrave, freundliche Leute sein.
Der Al'Anfaner Plantagenbesitzer muss auch kein Unmensch sein.
Nur weil sie einen starken Glauben und mit anderen Kulturen nicht sehr kompatible Sitten haben müssen Leute keine Problembären sein. Kommt halt auf das Umfeld und auf die Gruppenzusammensetzung sowie das Thema an. Mit den tapferen Novadis gegen die echsische Bedrohung reiten oder 1001 Nacht spielen geht prima. In Aranien Schleiertanz spielen eher nicht.

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Ungelesener Beitrag von hexe » 08.02.2018 21:31

toedlicherErnst hat geschrieben:
08.02.2018 15:01
ab einem gewissen Punkt gibt es Grenzen.
Naja, wir bespielen seit 2001 in der Khôm und darum herum und uns sind noch keine Grenzen aufgefallen... Geschichten mit Menschen und ihren Problemen gibt es nun mal überall wo Menschen sind.

Bei meinem letzten Novadi habe ich sogar vergessen gegenüber dem SL zu erwähnen, dass er auch an Rastullah glaubt, weil er so ein umgänglicher Mensch ist. Genauso muss man mit Prinzipientreue von 12 kein Arschloch sein.

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Ungelesener Beitrag von toedlicherErnst » 08.02.2018 22:06

Es gibt in einer Wüste nun einmal weniger Menschen.

Die Distanzen und die lebensfeindliche Umgebung kann man natürlich nicht so gut rüber bringen bzw man stellt es sich einfacher vor als es ist ;)

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Aventurische Götter - Irdische Vorbilder

Ungelesener Beitrag von Zornbold » 09.02.2018 14:01

Nachricht der Moderation

Ein letztes Mal hier aufgeräumt. Sollte noch ein einziger Eingriff hier nötig werden, ist a) der Thread dicht und b) gibt es Forenurlaub für lau.

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