Schicksalspunkte

Erfahrungen, Tipps, Vorlieben, Probleme, Fragen zu RPG-Systemen und RPG-Theorie.
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Ich bespiele Aventurien mit ...

Die Umfrage läuft bis 01.01.2019 18:16.

... DSA5 mit Schicksalspunkten.
3
4%
... DSA5 ohne Schicksalspunkten.
0
Keine Stimmen
... DSA4 mit Schicksalspunkten.
9
12%
... DSA4 ohne Schicksalspunkten.
32
42%
... Ilaris mit Schicksalspunkten.
12
16%
... Ilaris ohne Schicksalspunkten.
0
Keine Stimmen
... anderen Regeln (DSA1-3, Savage World, GURPS, Fate,...) mit Schicksalspunkten.
9
12%
... anderen Regeln (DSA1-3, Savage World, GURPS, Fate,...) ohne Schicksalspunkten.
9
12%
Sonstiges.
2
3%
 
Abstimmungen insgesamt: 76

Faras Damion
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Schicksalspunkte

Beitrag von Faras Damion » 05.02.2018 18:16

Ich hoffe, die Umfrage ist selbsterklärend.

Mehrfachantworten sind möglich.

Bin gespannt :)

Ich persönlich komme mit Schicksalspunkte, Edge, Karmapunkte, Bennies und wie sie alle heißen nicht gut klar. Als SL nicht, da es massiv die Stärke der Gruppe ändert wenn sie verbraucht sind und als Spieler (Sicherheitsspieler) horte ich sie immer. :oops:
Zuletzt geändert von Faras Damion am 05.02.2018 19:04, insgesamt 1-mal geändert.

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LordShadowGizar
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Schicksalspunkte

Beitrag von LordShadowGizar » 05.02.2018 18:54

Dem Wahnwitz zum Gruße!

Ich spiele als Spielleiter ganz gerne mit Schicksalspunkte. Spiele gerne etwas 'griffiger' und da ist dieses eine ganz nette Rettungsleine, vorallen aber auch wenn das Würfelpech in ungünstigen Sittuationen überhand nimmt!!! :cookie:

Habe 'Schicksalspunkte' zuerst als Edge in Shadowrun kennen gelernt...
Die einzige negative Erfahrung die ich persönlich mit dieser zusätzlichen Resource gemacht habe, ist der eigenartige Unwille der Mitspiele die Punkte auch einzusetzen... es könnte ja schließlich noch Situationen kommen wo man sie dringenderer gebrauchen kann :rolleyes: ...

So long and thanks for all the Fish.

Stefan Fritsch
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LordShadowGizar
Diese Welt mit ihren Regeln ist wie Wachs in meinen Händen! Und mein Wahnwitz wird sie formen...

Hotzenplotz
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Schicksalspunkte

Beitrag von Hotzenplotz » 05.02.2018 21:03

Ich benutze sowas schon jahrelang. Bin zuerst bei PDQ# drauf gestoßen, wobei es dort mit den Stilwürfeln schon viel stärker um die Schaffung von Fakten insgesamt geht. Shared Narrative Control bzw. Player Empowerment ist für mich wichtig, sowohl als Spieler, wie auch als SL, stets in Verbindung mit einem Fanmail-System. Die Schips von DSA5 gehen mir noch nicht weit genug, weil es nur Würfeldreher sind, weshalb ich sie auch dort stärken werde, sobald ich es leite.

Andwari
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Schicksalspunkte

Beitrag von Andwari » 06.02.2018 07:50

Das "Horten" von Schicksalspunkten ist mMn unvermeidlich, wenn diese sowohl für "Stil"elemente als auch für einen verhinderten Charaktertod verwendbar sind - das zweite ist in einem System mit riskanten Würfelergebnissen (was DSA4 in vielen Spielsituationen nicht ist) einfach wertvoller.

Wenn man also auch will, dass "Helden" eine Ressource für eher Stil-unterstützendes Spiel haben, auch wenn es nicht lebenswichtig ist, sollte man mMn diese beiden Dinge trennen.

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panda
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Beitrag von panda » 06.02.2018 09:19

Wir haben bei DSA 4.1 einmal eine Runde mit Schicksalspunkten gestartet aber nach der 3. Spielsitzung wieder verworfen weil kein Spieler/-in sie genutzt hat. Meine Spieler waren halt der Meinung das Sie diese nicht benötigen oder wenn Sie mal patzten das ist das halt so und haben eben die "negativen" Auswirkungen hingenommen.

Als kleines Beispiel war da ein Zwerg der einen sehr guten TaW in kochen hatte und die Gruppe auf reisen mit Mahlzeiten versorgt hatte. Irgendwann ist es aber passiert und bei einem Wurf auf kochen kommen 2x die 20 und das essen war so grausam das die Runde sich einen Tag ausruhen musste. Ich hatte den Spieler aber noch darauf hingewiesen das er die Probe hätte besser machen können mit einem Schicksalspunkt. Die Antwort des Zwergen Spieler war: " Nö, ich bin einfach die letzten Tage zu lange unter freiem Himmel. Das passt schon" :lol:

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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 06.02.2018 10:16

Andwari hat geschrieben:
06.02.2018 07:50
Das "Horten" von Schicksalspunkten ist mMn unvermeidlich, wenn diese sowohl für "Stil"elemente als auch für einen verhinderten Charaktertod verwendbar sind - das zweite ist in einem System mit riskanten Würfelergebnissen (was DSA4 in vielen Spielsituationen nicht ist) einfach wertvoller.

Wenn man also auch will, dass "Helden" eine Ressource für eher Stil-unterstützendes Spiel haben, auch wenn es nicht lebenswichtig ist, sollte man mMn diese beiden Dinge trennen.
Man muss mMn nur die Anwendungsweise trennen. SR hat dies, zumindest in SR3, recht gut geschafft. Normal ausgeben um Würfe zu verbessern (nochmal werfen), komplett verbrennen, um Charaktertod zu verhindern, und auch das nur einmal im Charakterleben. Also slebst wenn man seine Punkte für Rerolls temporär ausgegeben hatte konnte man den Charaktertod verhindern, indem man die Punkte permanent aufgab.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

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Beitrag von Skyvaheri » 06.02.2018 11:32

Ich kenne SCHIPs und Glückspunkte aus Warhammer Fantasy, in einer DSA-Kampagne hatten wir auch mal welche - gestern Abend bei Cthulhu habe ich das "neu würfeln" schwer vermisst... ;-)

Bei DSA 4.1 mit entsprechenden Talentwerten muss man schon extrem Pech haben, wenn man unbedingt SCHIPs braucht. WHFRSP ist da deutlich tödlicher. Gerade bei %-Würfeln lernt man die Glückspunkte jedoch schätzen...

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Alle Infos zu Sky's DC bzw. Ex-G7-Runde gibt es hier:

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Beitrag von Lamertien » 06.02.2018 16:43

In meinen beiden Gruppen (Spielleiter bei den G7 / DSA 4.1, sowie Drachenchronik / DSA 3/4-Mischung) haben wir sowas nicht nötig. Gaaaanz selten kommt es mal vor, das jemand stirbt. Dann ist es aber auch meistens absichtlich gewollte gewesen oder an epischster Stelle, wo es für alle Beteiligten okay war.

Für Spielleiter mit weniger Erfahrung, die Probleme damit haben, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen sind diese Schicksalspunkte vielleicht hilfreich.

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Din
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Beitrag von Din » 07.02.2018 13:55

DSA 4.1 ohne Schicksalspunkte. Allerdings kam es auch schon vor, dass der Meister in kritischen Situationen erlaubt hat, dass man Erfolge kauft. Frei nach dem Motto "Was bist du bereit zu opfern, dass da keine 20 liegt?" Gab schon langwierige Verhandlungen und dann doch noch glückliche Wendungen. Ist aber eine sehr sehr seltene Sache und auch nicht garantiert, dass es deinen Charakter rettet.

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Beitrag von panda » 07.02.2018 15:02

Din hat geschrieben:
07.02.2018 13:55
"Was bist du bereit zu opfern, dass da keine 20 liegt?"
Was wurde den da so geopfert? wenn ich mal fragen darf :grübeln: Ging es da um AP oder TaW Punkte oder um In Game Sachen wie Gegenstände oder sogar Körperteile :ups:

Andwari
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Schicksalspunkte

Beitrag von Andwari » 07.02.2018 17:19

@Skyvaheri
Ich finde DSA4.1 auch eher wenig tödlich, was man natürlich durch Anwendung optionaler Regelelemente und den Gruppenspielstil auch verändern kann. Vielleicht fällt es gerade deshalb in DSA nicht sofort auf, dass eine gleichberechtigte Doppel-Nutzung von SchiPs (für Überleben und Stil) eigentlich scheitern muss.
Die Nutzung hängt natürlich auch davon ab, ob Charaktertode alle x Spielabende für die Mitspieler akzeptabel sind.

@Hesindian Fuxfell
Das "nur einmal im Charakterleben" finde ich eher störend, denn da schlägt durch, wenn ein Chari das schon im ersten Abenteuer nutzen muss - wenn der "Schips-Karmapool" bei vllt. 3 beginnt und bei sich episch entwickelnden Helden auch auf z.B. 5 steigen kann, ist mMn eine Reduzierung auf 1-3 weniger schon hart genug - wenn der Pool z.B. alle 5 Spielabende aufgefüllt wird, hat der fast-tote Chari eine dauerhafte Behinderung, die aber nicht gleich den ganzen SchiPs-Pool für seine "wichtigste" Anwendung sperrt.
"Reroll" ist ein weites Feld - das kann man sehr unterschiedlich stark gestalten.

Faras Damion
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Beitrag von Faras Damion » 07.02.2018 18:00

Edge zu Verbrennen um zum Überleben tut immer weh. Je nach Version kostet der Rückkauf unterschiedlich aber immer viel. Das entspricht gerne mal über 1000 DSA4-Abenteuerpunkten.
Kam bei meiner langjährigen SR-Karriere aber nur einmal vor und da hatte der Spieler es provoziert.

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Baal Zephon
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Beitrag von Baal Zephon » 07.02.2018 18:34

Ich finde sowohl als Spielleiter als auch als Spieler Schicksalspunkte sehr angenehm, kann auch daran liegen das ich mit Shadowrun angefangen habe. Gerade die beschriebene Trennung von Ausgeben für rerolls und verbrennen als Reißleine sollte Mal wirklich viel schief laufen.
Spieler die sowas nicht kennen tendieren zum Horten, habe ich auch festgestellt gestern, aber sobald man sie etwas einlädt und die positiven Effekte vorführt jubeln sie. Ging zumindest der Amazone gestern bei illaris so die echt episch gekämpft hat, sobald sie "für Rondra!" Brüllend und mit Zusatzwürfeln ausgestattet die Marus zerlegt hat. :phex:
Ein Herz für Dämonen!

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Din
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Beitrag von Din » 08.02.2018 10:01

panda hat geschrieben:
07.02.2018 15:02
Din hat geschrieben:
07.02.2018 13:55
"Was bist du bereit zu opfern, dass da keine 20 liegt?"
Was wurde den da so geopfert? wenn ich mal fragen darf :grübeln: Ging es da um AP oder TaW Punkte oder um In Game Sachen wie Gegenstände oder sogar Körperteile :ups:
Das kann ich dir nicht sagen, in diese Verlegenheit kam meine Hexe bisher nicht. Die Verhandlungen führt der Spieler mit dem Meister, und da ich die Charakterbögen meiner Mitspieler nicht kenne, weiß ich nicht was bisher geopfert wurde.

Es geht aber nie um AP. Talente, Sonderfertigkeiten, AsP LP usw. kann ich mir aber vorstellen. Das wird dann aber nicht zurückgekauft, das ist dann "weg". Man gibt also wirklich etwas auf.

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Hesindian Fuxfell
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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 08.02.2018 10:19

Andwari hat geschrieben:
07.02.2018 17:19
Das "nur einmal im Charakterleben" finde ich eher störend, denn da schlägt durch, wenn ein Chari das schon im ersten Abenteuer nutzen muss - wenn der "Schips-Karmapool" bei vllt. 3 beginnt und bei sich episch entwickelnden Helden auch auf z.B. 5 steigen kann, ist mMn eine Reduzierung auf 1-3 weniger schon hart genug - wenn der Pool z.B. alle 5 Spielabende aufgefüllt wird, hat der fast-tote Chari eine dauerhafte Behinderung, die aber nicht gleich den ganzen SchiPs-Pool für seine "wichtigste" Anwendung sperrt.
"Reroll" ist ein weites Feld - das kann man sehr unterschiedlich stark gestalten.
Ich sagte nicht umsonst SR 3.
Karmapool startet gemeinhin bei 1, steigt je nach Rasse&Nachteilen alle 10-30 Erfahrungspunkte um 1 und hat an sich keine Grenze nach oben. Auffrischen meist zwischen den Spielabenden oder zwischen den Runs.
Das heisst wenn man die Option zünden musste, war man für die nächsten 1-3 Runs etwas am Arsch, weil kein Karmapool für Rerolls, aber danach baute er sich langsam wieder auf. Wenn man in einem festen Team gespielt hatte konnte das aber auch durch einen gemeinsam finanzierten Team-Karmapool ein wenig aufgefangen werden.
Die Vorgabe, dies nur einmal zuzulassen ist mMn auch nicht falsch, weil man sonst riskantes Verhalten der Charaktere forciert "man kann sich ja im Notfall retten". Es sollte halt für die eine dumme Situation sein, die mal passieren kann, wo alles schief geht und nicht zum Standard erhoben werden.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
wenn Tom Riddle an einer Waldorfschule gewesen wäre

Andwari
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Schicksalspunkte

Beitrag von Andwari » 08.02.2018 14:46

@Hesindian Fuxfell
SR3-Karmapool ist mir schon klar - nur die Option, dass man eben nur einmal im Charileben den vorhandenen Karmapool "permanent verbrennen" darf, ist mMn völlig unnötig - warum nicht mit einem aus den nächsten drölfzig Abenteuerbelonungen wieder aufgebauten Pool noch mal?

Es müsste halt eine Mindestmenge geben - dass ein Runner quasi jeden einzelnen Karmapoolpunkt "abfackelt" und damit ein Dutzend mal überlebt, kann es auch nicht sein. Und den, der sich (wie, Mr. Johnson?) einen Karmapool von 10 zusammengespart hat, dann auf Null bringen, wäre auch doof.

Das ist ein Problem von Schwellenwerten und der Ausgangssituation: Wenn ich jemandem 0,1 Essenz wegoperiere, zuckt der eine mit den Achseln, weil von 4,7 auf 4,6 Restmenschlichkeit und der andere schreit panisch auf.

Faras Damion
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Schicksalspunkte

Beitrag von Faras Damion » 13.02.2018 11:52

Erste Woche rum, ich versuche mich an einer vorläufigen und vorsichtigen Zusammenfassung:
- Die meisten DSA4-Runden verwenden keine Schicksalspunkte, nur 20% verwenden welche. Sie kamen ja auch recht spät als offizielle Regel.
- Die Ilaris-Spieler verwenden welche. Persönlich finde ich das Einbeziehen der Nachteile auch recht stimmig.


Ein paar völlig unabhängige Bemerkungen:
- Nur ein einziger Abstimmender hat zwei Systeme angeklickt. Die Spieler scheinen ihrem Regelsystem treu zu sein.
- Die letzten DSA5-Spieler scheinen das Forum verlassen zu haben.
- 13 von 57 bespielen Aventurien nicht mit DSA4/DSA5/Ilaris. Wow. das sind viele. Wobei ich die Diskussion nicht hier führen möchte. Eventuell eröffne ich einen eigenen Thread.

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