Hilfe, meine Mit-Helden vergewaltigen Menschen!


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 53 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 29.10.2016 00:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 04.03.2013 16:42
Hallo liebe Foren-Gemeinde,

kürzlich hat sich in unserer Spielrunde folgendes zugetragen: Unser Hexer wollte mit Hilfe des Zaubers Levthans' Feuer seine Regeneration etwas ankurbeln. Das geschah natürlich abseits der Gruppe, denn wer nimmt die sich prostitutierende Schankmaid auch einfach im Schankraum?
Während er sich also mitsamt der Maid und der Besitzerin der Taverne zurückzog, schaukelte sich die Situation hoch und erreichte schnell Eskalationsstufe 2. Der Charakter versuchte herauszufinden was der Maid NICHT gefällt und setzte dann genau dort an. Noch bevor es so weit kam wollte sich die Tavernenbesitzerin zurückziehen, aber durch Drohungen ließ sie sich davon abhalten den Raum zu verlassen und musste mit ansehen wie ihre Mitarbeiterin einen Dolch an die Kehle gedrückt bekam.
Letztendlich hat er sogar nicht mal den Zauber gewirkt sondern sie einfach nur vergewaltigt. Das macht die Situation wesentlich schlimmer.

Nun frage ich euch: Wie geht mit man mit so einer Situation um? Das Problem ist die Trennung von Charakter- und Spielerwissen. Die anderen Helden haben davon nichts mitbekommen, aber wir als Spieler waren natürlich entsetzt. Habt ihr sowas auch schon mal in eurer Gruppe erlebt und wenn ja, wie habt ihr dem Treiben ein Ende gesetzt?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 00:18 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 15.10.2013 12:17
Wohnort: Recklinghausen
Sowas ist doch einfach nur krank.
Ein Spieler der so etwas in meiner Gruppe macht, wäre das letzte Mal bei unserem Spieleabend.

Ganz ehrlich, für solche krankhaften Gewaltphantasien ist DSA einfach nicht entwickelt worden.

Ihr solltet mal wieder ein paar Schafe retten und ein paar Heller als Gegenleistung akzeptieren statt solchen Unfug zu treiben ;-)

Nur meine Meinung, soll jetzt kein Angriff sein. Aber krank ist es schon.

_________________
mfg,

kein krankes Schwein


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 00:26 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 04.02.2015 18:52
ooc sind bei mir einfach ein paar Dinge tabu, völlig egal wie die Chars das sehen, begründen oder sich sonstwie zurecht legen könnten:
- Explizite Gewaltdarstellungen
- sexuelle Gewalt
- Folter

Im Zweifel ist alles Auslegungssache, aber halbwegs (!) vernünftige Menschen sehen diese Grenzen und fordern sie selbst ein. Zumindest die Menschen mit denen ich mich umgebe.

Natürlich hängt bei Dir vieles von den Feinheiten und Kleinigkeiten beim Ausspiel dieser Situation ab, von denen ich den weiteren Fortgang ableiten würde. Die Möglichkeiten reichen von einem klärenden Gespräch bis zum Rauswurf des Spielers oder dem Verlassen der Gruppe durch mich selbst.

Tolerieren und akzeptieren täte ich das aber nicht, ein "Weiter so" gäbe es bei mir nicht.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 00:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.05.2004 22:24
Wohnort: Mainz
Gibt es einen Gruppenvertrag der verletzt wurde, weil man sich vorher darauf geeinigt hat, gewisse Themen nicht einzublenden? Wenn nein, jetzt würde man wohl besser drüber reden, wenn die Spieler schockiert sind.
Wieso wurde die Szene überhaupt gespielt, wenn die Spieler und der SL offenbar in Schockzustand verfallen sind, nachdem ein Spieler hier seinen SC in verwerflicher Weise hat agieren lassen?
Wurde ein Outgame-Gespräch gesucht, um gemeinsame Spielinhalte festzulegen oder Grenzen zu setzen? Wenn nicht, dann wäre jetzt der Zeitpunkt.

Urteile wie "Das ist krank" und ähnliches würde ich mir verkneifen. Es ist ein Rollenspiel. Der Spieler hat nichts verbotenes getan, nur etwas grausiges erzählt, was eine fiktive Figur tut. Stünde die Szene in einem Buch... zum Beispiel einem populären Roman der von Ulisses verlegt wurde... sowas wie "Nordwärts", dann würde wohl auch niemand den Autoren unterstellen "krank" zu sein, sondern höchstens ein unangemessenes Stilmittel zur Dramaturgie benutzt zu haben.

Man sollte sich eben über seine gemeinsamen Spielziele klar sein und wenn es empfindliche Themen gibt, dann sollte man sie ausklammern. Für die einen ist es in Ordnung, wenn man beschreibt, wie Gekröse sich auf dem Boden verteilt, nachdem man dem Gegner den Bauch aufgeschlitzt hat, andere mögen es lieber nur mit wenig Blut und einer abstrakten Formulierung wie "tödlich getroffen" umschrieben wissen.
Mit Vernunft oder gesundem Verhalten hat das in erster Linie nichts zu tun. Hier wurde ja kein Schaden angerichtet und es ist immer noch ein Spiel, bei dem man eben auch böses tun kann. Innerweltlich sollte es Konsequenzen geben, wenn diese plausibel sind. Aber darum geht es hier wohl nicht.

Ich glaube generell ist das Topic daher besser im Unterforum "Rollenspiel" aufgehoben.

_________________
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 01:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.02.2005 22:14
Decius hat geschrieben:
Wie geht mit man mit so einer Situation um?


So lange sich niemand von den Mitspielern beschwert, genauso wie mit anderen Verbrechen oder sonstigen Sachen welche modernen mitteleuopäischen Normen zuwiderlaufen.
Einfach mal mit den Mitspielern reden.

Ingame natürlich so wie mit jeden anderen entsprechenden aventurischen Vorgang, ggf. hat der Charakter ein ziemlich großes Problem an der Backe. Ungläubig, nicht von Stand und nicht aus der Gegend auf frischer Tat ertappt.

Nero hat geschrieben:
Sowas ist doch einfach nur krank.


Mhhh, Phexgeweihte sind per Definition Verbrecher und im Grundsatz völlig unehrliche Personen. Korgeweihte bezahlte Mörder, die auch noch Spaß dabei haben. Söldner sind auch nur Mörder. Adlige Teil einer winzigen Elite, deren Macht auf der Ausbeutung des Restes der Bevölkerung gründet. Es gibt eine Profession Dieb. Eine Profession auf Auftragsmörder. So ein Al'Anfaner Grande ist ein Sklavenhalter. Ein al'anfaner Fana einer der selbst Sklaven gerne Skalven hätte. Orks und Waldmenschen tragen gerne die Köpfe ihrer Feinde als Trophäe. Orks betrachten Frauen als Tiere. Es gibt diverse Zauber, Liturien und Talente die dazu dienen andere zu verletzen, zu töten und oder deren Willen zu brechen. usw.
Auch alle bzw. deren Spieler krank?

Hier könnte man sich höchstens über die Qualität der Darstellung unterhalten aber nicht über die Quantität.

Nero hat geschrieben:
Nur meine Meinung, soll jetzt kein Angriff sein. Aber krank ist es schon.


Kein Angriff, nur krank.


Zuletzt geändert von Na'rat am 29.10.2016 02:29, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 02:05 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 23.02.2004 18:16
Decius hat geschrieben:
Nun frage ich euch: Wie geht mit man mit so einer Situation um? Das Problem ist die Trennung von Charakter- und Spielerwissen. Die anderen Helden haben davon nichts mitbekommen, aber wir als Spieler waren natürlich entsetzt. Habt ihr sowas auch schon mal in eurer Gruppe erlebt und wenn ja, wie habt ihr dem Treiben ein Ende gesetzt?
Ingame wissen Schankmaid und Tavernenbesitzerin davon, mindestens letztere ist wahrscheinlich eine geachtete Person - wenn die "Helden" nicht sehr schnell weiterziehen, dürfte sich da je nach Gegend die Garde, der lokale Adlige oder der wütende Mob einfinden und der Hexer hat seinen Mitreisenden was zu erklären.
Wesentlich wichtiger ist allerdings die Situation Outgame. Bei der solltet ihr schnellstmöglich einen Konsens finden, welche Inhalte ihr im Spiel haben wollt und welche nicht (wobei idealerweise gilt, dass etwas rausfliegt, sobald es auch nur einem aus der Runde Bauchschmerzen bereitet).

_________________
Freiheit aus Schmerz.
Avatar (c) by Tacimur


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 02:47 
Offline

Registriert: 30.05.2013 16:46
tl;dr: Was Sumaro schreibt.

Es scheint mir jetzt ein guter Zeitpunkt für euch zu sein, ein klärendes Gespräch in entspannter Atmosphäre zu führen und die bisher offenbar nur implizit bestehenden Regeln einmal explizit anzusprechen und auszuformulieren. Sprich, den berühmten Gruppenvertrag aufzusetzen.
Im Rahmen dessen ist per se erst einmal alles möglich, solange alle Beteiligten damit einverstanden sind. Die Spielwelt gibt (Massen)Morde, Vergewaltigungen, Plünderungen und alle weiteren als üblicherweise böse und unmoralisch angesehenen Handlungen her und behandelt sie auch mal mehr, mal weniger offensichtlich. Das bedeutet wiederum, dass ihr lediglich auf Spielerebene klären müsst, was davon am Spieltisch ausgeklammert werden und keine weitere Rolle spielen soll.
Ich rate dringlichst davon ab, sich gegenseitig mit Beschuldigungen zu überhäufen oder gleich den betroffenen Mitspieler als "krank" zu stigmatisieren. Der Mensch ist zu allerlei abgründigen Vorstellungen fähig, was allerdings noch lange nicht bedeutet, dass jedes Individuum diese auch in die Tat umsetzen möchte oder gar für gut und richtig hält.
Insbesondere die vergangene (die Nibelungensage ist ein ziemlich prominentes Beispiel, in dem eine Vergewaltigung ganz offen thematisiert, aber in keiner Weise verurteilt wird), aber auch die aktuelle (A Song of Ice and Fire zum Beispiel) Literatur setzt sich immer wieder mit solchen Themen auseinander, ohne dass die dahinter stehenden Autoren ausnahmslos Psychopathen wären. In Film und Fernsehen lassen sich ebenfalls zahlreiche Beispiele finden, vor allem aus Hollywood kommen am laufenden Band Filme, in denen Mörder und Massenmörder zu Helden stilisiert werden. (Vergewaltigungen spielen allerdings eher eine untergeordnetere Rolle.)
Durch die häufige Thematisierung in allen möglichen Medien ist es in meinen Augen wenig verwunderlich, dass dein Mitspieler Interesse zeigt diese auch im Medium Rollenspiel zu thematisieren. Kritikwürdig ist lediglich die gemeinhin als rücksichtslos wahrgenommene Vorgehensweise, dies nicht erst im Vorfeld mal anzusprechen und herauszufinden, ob alle übrigen Beteiligten damit auch einverstanden sind. Daran lässt sich nun allerdings nichts mehr ändern.

Setzt euch also bei einem Bier zusammen und sprecht darüber, aber möglichst unaufgeregt. Alles weitere ergibt sich daraus - entweder ihr findet einen Konsens oder müsst getrennter Wege gehen.

Nero hat geschrieben:
Ganz ehrlich, für solche krankhaften Gewaltphantasien ist DSA einfach nicht entwickelt worden.

Welche Einsicht qualifiziert dich eigentlich zu dieser zweifelsfreien Einschätzung? In Anbetracht der Tatsache, dass es mal das Moghulat Oron als Belkelel zugeordnetes, weltliches Reich gegeben hat oder auch dass ein nicht ganz unbekannter Paktierer eine riesige, fliegende Festung gebaut und wissentlich den Tod zehntausender Menschen in Kauf genommen hat, wage ich diese nämlich in Zweifel zu ziehen.
Zwar sollen diese "Gewaltphantasien" nicht von den Spielern ausgelebt werden, sondern dienen in der Regel nur als zweifelsfrei "böse" gekennzeichnete Bühne für die Heldentaten ihrer Charaktere, aber auch hier gibt es immer mal wieder Ausnahmen. Orks sind potentielle Spielercharaktere, es gibt sogar offizielle Abenteuer zu ihnen und deren Kultur ist extrem gewalttätig und frauenverachtend. Nicht nur Mord, sondern auch Vergewaltigungen werden dort an der Tagesordnung sein, bedenkt mensch den Status von Frauen innerhalb dieser Kultur. Abseits davon gibt es ca. 40.000 kleine, bärtige Rassisten, die gleich mehreren anderen Rassen jegliches Daseinsrecht absprechen und sich der Auslöschung derselben verschrieben haben.
Im Bornland gilt ähnliches, der Status der Bronnjaren als prinzipiell unangreifbare Herrscher auf ihrem Land gibt ebenfalls Mord und Vergewaltigung her, alle anderen feudalistisch organisierten Reiche ermöglichen dasselbe in etwas abgeschwächterer Form ebenfalls.

Von den vielen Beispielen innerhalb des Hintergrunds, die für solche "Gewaltphantasien" sprechen einmal abgesehen, wäre ich dir im übrigen verbunden, wenn du einmal über den Tellerrand blicken würdest und nicht sofort alles, was dir zu krass oder grenzwertig ist als "krank" stigmatisieren würdest. Darüber hinaus täte es dir in meinen Augen gut, wenn du dir einmal in Erinnerungen rufen würdest, dass wir uns hier über ein Spiel unterhalten und dass nicht alles, was innerhalb dieses Rahmens thematisiert wird, Rückschlüsse auf die Psyche der Beteiligten zulässt.
Um mal einen Vergleich nach dem Motto "Alles was hinkt, ist ein Vergleich" zu ziehen: Die BDSM-Szene besteht auch nicht aus lauter Psychopathen. ;)

_________________
"Ich nehme dir etwas Lebenswichtiges weg, um es dir danach zu verkaufen. Das nennt man Kapitalismus."


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 03:04 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 04.03.2013 16:42
Ich glaube ich muss an dieser Stelle ein paar Dinge klarstellen.

Wir waren natürlich als Spieler entsetzt, aber nicht weil es so detailliert geschildert wurde (sowohl vom SC als auch vom SL). Es geht in erster Linie darum dass es eigentlich (!) Helden sind.
Die Charaktere sind schon extrem mächtig, der eine ist ein mächtiger (Phex-Geweihter-)Magier, der andere ein versierter Waffenmeister auf dem Weg zur Praiosspätweihe und der "Täter" ein Hexer, der sich als Heilkundiger tarnt und eigentlich immer ein offenes Ohr für die Leute um sich herum und sich um ihre Leiden kümmert.

Mit Gewaltdarstellungen haben wir keine Probleme, unser Aventurien ist sowieso etwas düsterer und während Schleierfall und Bahamuts Ruf sind auch einige unschöne Dinge passiert. Wir haben spaßeshalber zu Beginn des aktuellen Abenteuers (Träume von Tod) das Motto "Was in den schwarzen Landen passiert bleibt in den schwarzen Landen" ausgerufen, aber eher spaßeshalber.

Versteht mich nicht falsch, wir kommen menschlich alle miteinander super aus und es gibt auch keine negativen Spannungen aufgrund der Geschehnisse, das Unverständnis rührt daher dass:
a) der Gewaltakt einfach unnötig war (immerhin hatte er gezahlt für den Geschlechtsverkehr und bis dahin war auch alles in Ordnung)
b) die beiden anderen Charaktere (auch wenn sie sehr pragmatisch sein können) doch für das Gute einstehen wollen, wie kann man dann sowas tun als Charakter?

Ich würde das gerne rollenspielerisch lösen, allerdings weiß mein Charakter natürlich nichts von der ganzen Klamotte und ein Eingreifen wäre einfach willkürlich. Dass mal ein Charakter in den rogue-modus gehen kann kommt wohl ab und an vor.

Daher meine Frage: Wie geht ihr mit sowas um? Versuchen eure Charaktere den "Delinquenten" mit aller Macht wieder auf die "gute" Seite zu ziehen oder setzt ihr auf moralische Heterogenität innerhalb der Gruppe?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 03:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 15.10.2013 12:17
Wohnort: Recklinghausen
Hey Leute, war nur ein Scherz. Mein Charakter hat auch schon mal jemanden vergewaltigt. Sowas kommt halt vor.

Dass es ohne Grund passiert (Folter, Zwang, Erpressung), ist jedoch definitiv ungewöhnlich.

PS: Ihr seid einfach krank.

_________________
mfg,

kein krankes Schwein


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 03:15 
Offline

Registriert: 30.05.2013 16:46
@Nero:
Ich empfehle für's nächste Mal irgendwie die Erwähnung von Scherz oder Sarkasmus oder so. :lol:

@Decius:
Das kommt ja erst einmal darauf an, ob die übrigen Charaktere überhaupt von der Sache erfahren. Wenn nicht, kann das erst einmal nicht weiter thematisiert werden, denn in diesem Fall wird wohl auch die übrige Spielwelt davon nichts erfahren.
Wenn doch, kann ich dir leider nur die etwas wenig hilfreiche Antwort: "Kommt auf meinen Charakter an." geben. Vom darüber Scherze reissenden Schwarzsöldner bis zum Wahrung des Rechts und der Gerechtigkeit fordernden Praioten ist so ziemlich alles dabei.
Konfliktspiel nehme ich dabei natürlich gern in Kauf, sofern es zum Charakter passt.

Edit: Wie die Spielwelt darauf reagiert, hängt wiederum vom Standing des Charakters und damit unmittelbar verbunden, ob diese etwas über seinen Status als Hexer weiß, ab. Wenn ja, dann sieht es nach den bisherigen Infos verdammt schlecht für ihn aus - in keiner Gilde, die Tat wurde ohne offensichtliches Motiv begangen und es gibt Zeugen, die innerhalb der Gemeinschaft relativ gut angesehen sind. In diesem Fall dürfte der Charakter sehr wahrscheinlich am Strick enden oder muss fliehen und mit allen daraus erwachsenden Konsequenzen leben.
Ist nicht bekannt, dass er ein Hexer ist und hat er ein außerordentlich gutes Standing (er sollte wohl schon adlig sein, denke ich), dann könnte er neben dem Ehrverlust mit einer vergleichsweise milden Strafe davonkommen.

Wobei ich nicht zwangsläufig davon ausgehen würde, dass die Spielwelt etwas davon erfährt. Grundsätzlich dürfte es trotz Zeugen etc durch den Einsatz übernatürlicher Mittel möglich sein, den Vorfall zu vertuschen.

_________________
"Ich nehme dir etwas Lebenswichtiges weg, um es dir danach zu verkaufen. Das nennt man Kapitalismus."


Zuletzt geändert von Berto am 29.10.2016 03:22, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 03:21 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 04.03.2013 16:42
Ich finde Spannungen innerhalb der Gruppe auch immer sehr interessant, wobei die Frage natürlich ist wie weit die Loyalität standhält / wo die Grenzen sind.

Im Endeffekt hat jeder der Charaktere so einige Menschen-/Echsen-/usw.-leben auf dem Gewissen, allerdings wurde die Gewaltanwendung (oftmals) als nötiges Mittel in z.B. Kriegssituationen angesehen. So eine Vergewaltigung fällt da aber aus aus dem Rahmen mMn.

Tatsächlich habe ich am Spieltisch erstmal die Situation verpeilt (meine Gruppe sitzt im Ruhrgebiet, werde momentan über Skype aus Michigan zugeschaltet) - und im Nachhinein mich schon gewundert warum der Charakter das so gehandhabt hat. Bin sehr gespannt ob das nur ein einmaliges Über die Strenge schlagen war oder ob der Charakter tatsächlich so eine dunkle Seite hat - FALLS das dann aufgedeckt werden sollte wird es richtig spannend.

Ist es in einer eurer Gruppen schon vorgekommen dass Charaktere innerhalb der Gruppe wirklich aufeinander losgegangen sind (auch mit Tötungsabsichten)?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 03:34 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.04.2006 14:35
Decius hat geschrieben:
Ich würde das gerne rollenspielerisch lösen, allerdings weiß mein Charakter natürlich nichts von der ganzen Klamotte und ein Eingreifen wäre einfach willkürlich. Daher meine Frage: Wie geht ihr mit sowas um?


Helden neigen dazu Veränderungen in ihrem Umfeld wahr zu nehmen und reagieren empfindlich auf "Auffälligkeiten". Gerade erfahrene Helden werden wohl einige Menschenkenntnis haben und das sich plötzlich Magd und Hausherrin "anders" benehmen kann durchaus auffallen, zumal sie wohl nun vor der ganzen Bande Angst haben. Das Pack hält schließlich zusammen und wer weiß wozu sich noch im Stande sind? Gerade deshalb werden sie vermutlich versuchen gar nicht auf zu fallen, was einen erfahrenen und überlegenen Helden natürlich erst Recht auf den Plan ruft.

Du solltest das nur nicht erzwingen. Warte einfach mal ab, wie es weiter geht und reagiere dann wie in anderen Fällen auch.

Die Reaktionen meiner Helden wären völlig unterschiedlich. Den Abschaum aus unserer Piratenkampagne würde so eine Kleinigkeit überhaupt nicht kümmern, meinen selbsternannten Botschafter der Liebe jedoch auf die Palme bringen und der Bannstrahler würde Recht und Gesetz walten lassen...

In vielen Fällen wäre so eine Tat auf jeden Fall ein möglicher Heldengruppentrennungsgrund (nicht Spielrunde!), da ich meist mehr oder weniger Helden spiele. So ein Verbrechen kann da in der Regel nicht ignoriert werden. Ob das gar in PVP und im schlimmsten Fall toten Ex-Kameraden endet, hängt vom Held, Umständen, Beziehung etc. ab.

Was ich als Spieler in der Regel nicht kann, ist verbiegen und um des lieben Friedens willen wegsehen. Dann eher ingame Konfliktlösung oder Gruppensprengung...

Für manche Spielerinnen in meinem Umfeld wäre so eine Vergewaltigungszene übrigens ein Grund die Spielrunde sofort zu verlassen. Egal ob das ingame realistisch, geheim etc. ist. Da reicht völlig die outgame Übelkeit.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 11:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 20.07.2013 08:11
Also ich als SL würde auf das ingame zu sprechen kommen indem ich ihm von gewissen erzdämonischen Wesenheiten einen Vorschlag zu einem Pakt übermitteln würde.
In diesem Fall ist das nicht mehr Rhaja- sondern Levthan oder eher schon Belkelel gefällig.
Ganz unabhängig ob der Charakter gläubig ist hat er sich zumindest auf die Spuren dieser Wesenheiten gegeben. Das kann ein schöner Ansatz sein um ihn mit seinen Taten zu konfrontieren und es nicht einfach im dunkel verschwinden zu lassen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 11:41 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.02.2005 22:14
Nagamasa hat geschrieben:
Also ich als SL würde auf das ingame zu sprechen kommen indem ich ihm von gewissen erzdämonischen Wesenheiten einen Vorschlag zu einem Pakt übermitteln würde.


Bitte nicht, wenn es so einfach ist einen Pakt zu bekommen sähe es wohl deutlich anders aus in Aventurien.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 11:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 20.07.2013 08:11
@Narat
Ja da hast du recht, ich meine auch nicht das das jedem passieren sollte.
Allerdings gibt es auch Gruppen die das so spielen
Für mich ist es zumindest ein Schritt in diese Richtung.
Von dem er sich entweder distanzieren sollte oder
wenn er es nicht tut zumindest anfälliger für diese Domäne wird
Sofort ein Pakt wäre natürlich übertrieben, aber die Frage danach
ob der Charakter selbst es bereut und von dieser Erinnerung zerfressen wird
oder an diese zurückdenkt und sich der Macht die er in diesem Moment über einen Menschen hatte erfreut machen schon einiges aus.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 11:59 
Offline
Supporter
Supporter

Registriert: 14.11.2014 11:06
@TE: Mal ganz knapp: OT-Probleme bespricht man OT, in krassen Fällen wie dem ("Das Kann Ja Wohl Nicht Eurer Ernst Sein") hebt man die Hand und sagt: "Moment - bin ich im falschen Film oder hab ich was anderes geraucht als ihr... ich möchte darüber reden. Jetzt." Es haben zwei Leute mitgemacht: SL und Hexerspieler. (Als SL kann man jede Szene ohne großes Deus-ex-Machina abbrechen) Du solltest klären, ob diese Art Kopfkino zum Gruppenvertrag gehört und ob Du damit klar kommst.
Aber: Das Forum ist kein Tribunal, wir (zumindest ich) kennen Deine Mitspieler nicht, haben nur Deine Schilderung und können Deine Mitspieler nicht verurteilen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 14:45 
Offline

Registriert: 14.06.2012 18:34
1. Es ist der Schilderung nach ein OT-Problem - also unbedingt rein OT lösen und da nicht irgendwelche halbgaren ingame-Reaktionen konstruieren.

2. Der SL ist Mitspieler - wenn der bestimmte Spielinhalte nicht will ist das mindestens genau so eine Stimme "dagegen" wie wenn es einen anderen Mitspieler stört.

3. Über ingame-Reaktionen muss man erst sprechen, wenn die Szene outgame "erlaubt" ist.

4. "Vergewaltigung mit Zauberunterstützung" ist nicht weniger schlimm - und würde ingame wohl auch genauso geahndet wie unter Bedrohung mit dem Brotmesser.

5. Es ist z.T. problematisch, von SC zu verlangen vorbehaltlos moralisch "gut" zu sein während rundrum die Welt betrügt, intrigiert und mordet. Vergewaltigung kann man als Thema auch da ausklammern wenn gewünscht.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 16:35 
Offline

Registriert: 12.09.2011 22:27
Ich frage mich da gerade schon was sich der Spieler dabei gedacht hat, als er das ausgespielt hat.

Seit ihr sicher, dass er keine psychologischen Probleme hat? Sorry, die Frage drängt sich da schon irgendwie auf.

Es gibt natürlich auch in Aventurien Charaktere, die eine solche Tat problemlos begehen würden, aber normalerweise spielt man diese nicht einfach so ohne vorheriges Gespräch mit der Gruppe.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 16:46 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.02.2005 22:14
Thargunitoth hat geschrieben:
Seit ihr sicher, dass er keine psychologischen Probleme hat? Sorry, die Frage drängt sich da schon irgendwie auf.


Nein.

Thargunitoth hat geschrieben:
Es gibt natürlich auch in Aventurien Charaktere, die eine solche Tat problemlos begehen würden, aber normalerweise spielt man diese nicht einfach so ohne vorheriges Gespräch mit der Gruppe.


Wie gesagt, es gibt jede Menge Kulturen, Professionen, Talente, Zauber und Liturgien die für sich genommen schon mal hochproblematisch sind.
Nach denen kräht in aller Regel auf kein Hahn.

Der Eingangspost liest sich sogar so, als ob Vergewaltigung mittels Levthansfeuer recht unproblematisch gewesen wäre - Prostitution sowieso. Erst beim körperlichen Zwang hat man dann die Grenze gezogen.

p.s.: Zwerge, Orks, Goblins, Elfen usw. sind Freiwild?


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 16:50 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 14.09.2012 00:54
Wohnort: Berlin
Mein Gott. Es gibt im echten leben Harte SM Praktiken und andere Sexuelle dinge die die meisten Normalos nicht einmal kennen. Und daher genauso auch im Rollenspiel. Wenn ihr diese Realität nicht ausspielen wollt weil einige Pikiert sind , sollte man das OT ansprechen.

Meins ist es auch nicht aber ich würde das ganze locker sehen.

Oder würdet ihr Kaiser Reto töten weil er auf sein Recht der Ersten Nacht besteht? (Ius primae noctis)
Oder deswegen Reto einen Pakt geben ? Weil spielen Rollenspiel das im Mittelalter angesiedelt ist. Da waren die Sitten und Bräuche eben nicht wie heute . Auch wenn Aventurien netter ist als unsere Vergangenheit.

OT ansprechen und darüber Sachlich reden.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 17:41 
Offline

Registriert: 30.05.2013 16:46
Thargunitoth hat geschrieben:
Seit ihr sicher, dass er keine psychologischen Probleme hat? Sorry, die Frage drängt sich da schon irgendwie auf.


Nein, die Frage drängt sich eben nicht auf. Auch die Psyche als ansonsten völlig normal wahrgenommener Menschen ist voller Abgründe. Wenn schon das Ansprechen bzw -spielen grenzwertiger Themen einen Hinweis auf psychische Auffälligkeiten wäre, dann könnten wir getrost die Mehrheit der Menschheit als Behandlungsfälle definieren.
Problematisch wäre lediglich die fehlende Absprache im Vorfeld, als solches ist das aber kein psychisches sondern ein Kommunikationsproblem und daher traditionell eher Beschäftigungsfeld der Soziologie. ;)
(Edit: Und nicht einmal das ist ein Problem, wie der TE in der Zwischenzeit klar gestellt hat.)

Edit2: Im übrigen ist meiner Meinung nach die gespielte Rolle zunächst einmal vom Spieler zu trennen. Ich für meinen Teil spiele bspw bevorzugt professionell ausgebildete Mörder, mit autoritätshörigen und faschistischen Tendenzen, bin im realen Leben aber nicht einmal dazu in der Lage Videos mit anzusehen, in denen Nutzvieh getötet wird und anarchistischer Sozialist. Merkste was?

_________________
"Ich nehme dir etwas Lebenswichtiges weg, um es dir danach zu verkaufen. Das nennt man Kapitalismus."


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 19:04 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.05.2004 22:24
Wohnort: Mainz
So viele Doppelstandards in einem Thread, da wird wieder schnell deutlich, wie sehr sich doch Sexualverbrechen von Gewaltverbrechen unterscheiden. Fünfzig Leuten den Schädel einzuschlagen (oder sie abfackeln) ist heldenhaft, eine Schankmagd gegen ihren Willen mit aufs Zimmer zu nehmen, ist wiederum ein Grund, den Spieler für einen Psychopathen zu halten.
Zumal offenbar eine Beherrschung der beiden Frauen als "Aufbesserung" für seine Regeneration (gamistischer Faktor) als vollkommen in Ordnung empfunden wurde. Wieso ist denn der Vergewaltigungszauber nicht abgelehnt worden? Schockiert es weniger den Verstand eines Menschen mit einem abstrakten Mittel zu knechten als sich mit einem Messer durch angedrohte Gewalt zu nehmen was man will?

Ich würde ja sagen, inneraventurisch kann man beides ähnlich verwerflich finden und auch problemlos rechtfertigen, außeraventurisch kann man gar keinen Rückschluss auf den Spieler schließen, denn es ist ein Spiel in der Vorstellung der Menschen und vorstellen darf und kann man sich nun wirklich alles.

_________________
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 20:17 
Offline

Registriert: 12.09.2011 22:27
Berto hat geschrieben:
Thargunitoth hat geschrieben:
Seit ihr sicher, dass er keine psychologischen Probleme hat? Sorry, die Frage drängt sich da schon irgendwie auf.


Nein, die Frage drängt sich eben nicht auf. Auch die Psyche als ansonsten völlig normal wahrgenommener Menschen ist voller Abgründe. Wenn schon das Ansprechen bzw -spielen grenzwertiger Themen einen Hinweis auf psychische Auffälligkeiten wäre, dann könnten wir getrost die Mehrheit der Menschheit als Behandlungsfälle definieren.
Problematisch wäre lediglich die fehlende Absprache im Vorfeld, als solches ist das aber kein psychisches sondern ein Kommunikationsproblem und daher traditionell eher Beschäftigungsfeld der Soziologie. ;)
(Edit: Und nicht einmal das ist ein Problem, wie der TE in der Zwischenzeit klar gestellt hat.)

Ok, dann sag mir mal wie häufig du dich mit anderen über Sex unterhälst. Und damit meine ich nicht im Privaten unter 4 Augen, sondern in einer Gruppe. Und das auch einfach so ohne davor zu fragen ob es in Ordnung ist sowas anzusprechen.

Es gibt nämlich Menschen, die sich nicht einfach so über Sex unterhalten wollen und auch welche, die sich nicht einfach so die "gewalttätigen Sexualfantasien" von anderen anhören wollen.

Diese Kommunikationsstandards auszublenden ist schon merkwürdig.

Zitat:
So viele Doppelstandards in einem Thread, da wird wieder schnell deutlich, wie sehr sich doch Sexualverbrechen von Gewaltverbrechen unterscheiden. Fünfzig Leuten den Schädel einzuschlagen (oder sie abfackeln) ist heldenhaft, eine Schankmagd gegen ihren Willen mit aufs Zimmer zu nehmen, ist wiederum ein Grund, den Spieler für einen Psychopathen zu halten.


An die Doppelmoral zwischen Gewalt und Sex habe ich zuvor auch gedacht, aber das stimmt so nicht. Es geht ja nicht um Sex alleine, sondern um ein Sexualverbrechen.

Wenn jemand einen SC spielen würde, der durch die Gegend zieht und genüsslich Menschen tötet und der Spieler das ohne vorheriges OT-Gespräch detailverliebt ausspielt, dann würde mich das genauso irritieren.

SCs, die ein ausgefülltes Sexualleben haben, kenne ich zuhauf, das passt ja auch in die Spielwelt, wobei das nicht heißt, dass wir das detailverliebt ausspielen.

Um auf den Vergleich 50 Menschen töten, Vergewaltigung einzugehen:

Wenn ein gewöhnlicher SC schon einen NC entführt und es genießt ihn umzubringen, aus Spaß, und der Spieler das detailverliebt ausspielt, halte ich für genauso problematisch.


Zitat:
Edit2: Im übrigen ist meiner Meinung nach die gespielte Rolle zunächst einmal vom Spieler zu trennen. Ich für meinen Teil spiele bspw bevorzugt professionell ausgebildete Mörder, mit autoritätshörigen und faschistischen Tendenzen, bin im realen Leben aber nicht einmal dazu in der Lage Videos mit anzusehen, in denen Nutzvieh getötet wird und anarchistischer Sozialist. Merkste was?


Wie viele Serienmörder spielst du, denen es wirklich Spaß macht zu töten ohne sonstigen Sinn?

Damit meine ich SCs, die in ein Dorf gehen, dort einen NC sehen und den dann aus Spaß umbringt. Was würdest du von einem Spieler halten, der sich daran "aufgeilt"?

Ansonsten haben viele Spieler Spaß daran die Stärken ihrer SCs voll auszuspielen und daran sehr viel Vergnügen, wenn dies zu weitreichenden Konsequenzen führt (Haus stürzt ein und die Feinde sterben), dabei steht allerdings das Erreichen des Ziels im Vordergrund und dieses ist von SL vorgegeben. Wenn der SL dann ein Problem damit hat, dass die SCs über das Ziel hinausschießen, seis drum, das ist sein Problem.

In diesem Fall hat der Spieler diesen Kontext aber selber geschaffen und sich an dem Sexualverbrechen selber scheinbar ergötzt (sonst hätte er das nicht gemacht). Das empfinde ich schon als merkwürdiges Verhalten.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 20:36 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 02.05.2004 22:24
Wohnort: Mainz
@ Thargunitoth

Jetzt lies mal dein eigenes Posting und dann den Kontext. So viele haltlose Unterstellungen sollte man doch mal reflektieren.

Wer hat gesagt, dass der Spieler sich daran "aufgeilt"? Wer hat gesagt, es wurde "detailliert ausgespielt"? Wer sagte, dass hier ein Kommunikationsmuster gebrochen wurde, wenn doch offenkundig ist, dass der Vergewaltigungszauber offenbar klar als "in Ordnung" angenommen wurde?

Blendet man diese gesamten Annahmen von dir aus, dann wird plötzlich die Argumentationslinie ganz dünn. Du unterstellst hier dem Spieler, von dem wir nichts wissen, Dinge, die niemals geschrieben wurden und unterlegst es mit einem emotionalen Filter der Entrüstung, dem man nicht folgen muss und auch nicht sollte.

Hier geht es um ein Rollenspiel, bei dem Leute Dinge tun, die sie sonst teilweise niemals tun würden. Eine Vergewaltigung zu spielen (bzw. anzuspielen, inwiefern überhaupt was ausgespielt wurde ist fraglich) ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack, aber es ist keine Grundlage, um irgendeine Art von Urteil über die Person zu fällen. Rollenspiel ist und bleibt ein Spiel und solange da niemand gesagt hat "Sowas würde ich auch gerne mit deiner Schwester tun" kann man ebenso wenig davon ausgehen, dass der Kerl einen an der Klatsche hat, wie von dem Spieler des Söldners, der freudig beschreibt, wie er sein Schwert in den Wanst des wimmernden Händlers gerammt hat und es langsam umdreht.

Nachsatz: Übrigens ist genau das die Doppelmoral. Mord ist akzeptiert, Vergewaltigung nicht. Ich kann verstehen, wenn man sowas am Spieltisch ausblenden will (was die Gruppe ja offenbar nicht wollte, sonst hätte der SL es ja auch machen können bzw. man hätte schon bei Levthans Feuer Einspruch erhoben => außer natürlich man glaubt, solange sie zum Spaß gezwungen wird, ist es keine Vergewaltigung), aber eben nicht, dass man hier gleich glaubt ein psychologisches Profil erstellen zu können, weil ein Spieler-Charakter so etwas anspielt.

Offenbar hat auch die Gruppe outgame kein Problem mit dem Spieler, sondern man sieht es mehr als "dunkle" Seite des Charakters, was auch vollkommen legitim ist. Bei GoT wird sowas auch ständig als Stilmittel benutzt, um Abgründe zu zeichnen.

_________________
Sumaros kleine Schreibstube: Eure Ideen in Worte gefasst. Schaut rein!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 20:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.02.2005 22:14
Thargunitoth hat geschrieben:
In diesem Fall hat der Spieler diesen Kontext aber selber geschaffen und sich an dem Sexualverbrechen selber scheinbar ergötzt (sonst hätte er das nicht gemacht). Das empfinde ich schon als merkwürdiges Verhalten.


Nicht merkwürdiger als sich detailverliebt mit den Regeln zu beschäftigen, die es dann dem Charakter ermöglichen besonders effektiv zu töten.
Himmel, DSA ist zu einem sehr bedeutenden Teil eine Nahkampfsimulation und die Beschreibung von Gesellschaftsordnungen die man in Mitteleuropa dankenswerterweise weitestgehend hinter sich gelassen hat.
In beides versenken sich ganz normale Menschen mit Wonne. Außenstehenden erscheint DAS merkwürdig.

Darüber regt sich keiner auf. Sobald aber Sex ins Spiel kommt ist dies ein rotes Tuch für viele. Auch für die welche sonst einen Sklavenhalter/Mörder/Menschenhändler/Sexisten usw. spielen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 29.10.2016 21:06 
Offline

Registriert: 30.05.2013 16:46
@Thargunitoth:

Ich blende eigentlich keine soziale Norm aus, sondern habe genau das Gegenteil getan. Wenn du meine Posts einmal aufmerksam liest, fällt dir sicherlich auf, dass ich den Verstoß gegen die soziale Norm überhaupt erst ins Gespräch gebracht und als das eigentliche Problem benannt habe.

Ansonsten bleibt mir wieder einmal nur mich Sumaro anzuschließen:
Du triffst eine ganze Reihe von Annahmen, die durch nichts belegt sind, um deine Vorverurteilung des betroffenen Spielers zu rechtfertigen und kleidest dieses Vorgehen in scheinbar ehrliche Entrüstung. Dabei scheust du offenbar auch nicht davor zurück in dilettantistischer Manier eine Einschätzung über die Psyche desselben Spielers zu treffen, ohne dich jemals persönlich mit diesem unterhalten zu haben oder (scheinbar) zumindest die notwendige, fachliche Qualifikation darüber zu verfügen.
Es nützt dir desweiteren auch nichts, Beispiele von mir persönlich einzufordern, von denen du offenbar erwartest, dass ich diese nicht erbringen kann. Denn ich kann jederzeit auf zahlreiche Beispiele aus Film, Fernsehen und Literatur verweisen, die zumindest Indizien dafür sind, dass nicht jeder Mensch, der sich in einen Mörder oder Vergewaltiger hineindenkt oder einen solchen darstellt, in irgendeiner Art und Weise psychisch auffällig sein müsste. (Ganz genau genommen habe ich dies bereits weiter oben getan.)
Um allerdings einen konkreten Punkt herauszugreifen und beispielhaft zu widerlegen, obwohl dies deinem höchst unseriösen Muster folgt:
Du sagst, dass der Spieler seinen Charakter die Vergewaltigung hat ausführen lassen, um sich offenbar selbst daran zu ergötzen. Was ist denn nun, wenn er diese durchgeführt hat, weil er seinen Charakter ein durch Belkelel bereits pervertiertes Verständnis der Lehren Levthans mitgeben wollte? Damit würde die Vergewaltigung ebenfalls einem höheren Zweck untergeordnet, ebenso wie es mit der Tötung anderer, kulturschaffender Wesen gemeinhin auch geschieht.
Auf Grund der mangelnden Informationen ist dieser Fall nicht minder wahrscheinlich als deine Theorie des psychisch auffälligen Menschen. ;)

_________________
"Ich nehme dir etwas Lebenswichtiges weg, um es dir danach zu verkaufen. Das nennt man Kapitalismus."


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2016 10:49 
Offline
Moderator
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 03.02.2004 17:44
Man sollte nie von der Freude/Begeisterung an einer Darstellung auf eine Freude/Begeisterung der Tat schließen.
Unter Schauspielern gehört die gute Darstellung eines Bösewichtes zu den begehrtesten Rollen aber das heißt nicht, daß der jeweilige Schauspieler selber die bösen Taten begehen würde.
Im Rollenspiel gibt es ganze Systeme die sich darauf verlegt haben diese Darstellung sogar in den Vordergrund zu stellen.
Natürlich ist so eine Darstellung in einer Bier und Chips gute-Laune-schwarz-weiß-Runde unpassend. Aber die Runde um die es hier geht hat sich ja gerade scheinbar darauf geeinigt die dunkle Seite der Helden auszuspielen.
Das eigentliche Problem scheint zu sein daß einige der Spieler überrascht davon waren was sich ein Spieler ( ggf. mit dem SL zusammen) ausgesucht hat zu Darstellung der dunkleren Seite seines Chars.
Da hätte man sich vorher genauer absprechen sollen.

_________________
AT + 17
buntgrauer Phase3-Spieler


!
Moderatorenpostings von mir sehen so aus


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2016 11:52 
Offline
Supporter
Supporter
Benutzeravatar

Registriert: 26.02.2004 13:36
Wohnort: Weil der Stadt
Ich habe ähnliche Erfahrungen bei der Zusammenstellung unserer Anti-Helden-Gruppe für VeG gemacht. Das SOLLTEN ex-Definition keine Helden sein!

Damit tat sich ein Spieler besonders schwer und wollte unbedingt einen SC haben, der nur deshalb als Verbrecher gilt, weil er bzw. sein Vater dem falschen Kaiser die Treue geschworen hat (Answinist), der aber trotzdem als Obrist bei der Drachengarde oder so diente, Menschenjagden beaufsichtigte und den Unrat in den Untoten Heerwurm eingliederte.

Insgesamt war es für die meisten Spieler völlig in Ordung, dass
* die Ex-Agentin ihr Fähnlein mehrfach nach dem Wind gehängt hat und einen ihrer Auftraggeber nach dem anderen verraten hat, wenn ihr eigenes Leben in Gefahr war
* der Magier gerne Dämonen beschwört, Untote erhebt und Golems baut
* der Druide sich als Forscher sieht, der auf der Suche nach dem Geheimnis der "Körpersäfte" gerne grauenvolle Experimente am "lebenden Objekt" durchführt
* der Trollzacker einen barbarisch-brutalen Glauben pflegt und deswegen gerne seine Opfer langsam und grausam zu Tode foltert.

Aber dass ein Spieler einen Vergewaltiger spielen sollte, das war "verweflich". Da das dem Spieler selbst nicht behagte, hatte ich mit ihm darauf geeignelt dass sein Char wegen Nekrophilie gesucht wurde. (Der Spieler hat das dann als "notgeil" interpretiert, weil nichts anderes da war...) Da hättet ihr mal die Aufschreie der Mitspieler hören sollen.

Ich frage mich ganz ernsthaft: Warum werden Verrat, Diebstahl, Mord und Folter als "nicht so schlimm" angesehen, wie Vergewaltigung und Sex mit einer Toten?!
Das ist in meinen Augen alles gleichermaßen abscheulich.

ABER ganz ehrlich: DSA ist ein Spiel. Natürlich soll es ein "Heldenspiel" sein, bei dem die Spieler nur "Gutes" (TM) tun und der SL gar böse Untaten bestraft. Jedoch gibt das Setting grundsätzlich alles her, was Spieler und SL daraus machen.

Nur weil man als Spieler mal zwischendurch einen Verbrecher spielt/spielen möchte, ist man doch als Mensch nicht "krank"...

Sky

_________________
Alle Infos zu Sky's DC bzw. Ex-G7-Runde gibt es hier:

Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2016 12:27 
Offline

Registriert: 12.09.2011 22:27
Zitat:
Ich blende eigentlich keine soziale Norm aus, sondern habe genau das Gegenteil getan. Wenn du meine Posts einmal aufmerksam liest, fällt dir sicherlich auf, dass ich den Verstoß gegen die soziale Norm überhaupt erst ins Gespräch gebracht und als das eigentliche Problem benannt habe.


Aber nicht warum diese gebrochen wurde.

Zitat:
Du triffst eine ganze Reihe von Annahmen, die durch nichts belegt sind, um deine Vorverurteilung des betroffenen Spielers zu rechtfertigen und kleidest dieses Vorgehen in scheinbar ehrliche Entrüstung.


Entrüstet bin ich tatsächlich nicht, ich konnte mir das Vorgehen nur nicht anders erklären. Es macht rollenspielerisch für mich einfach gar keinen Sinn. Besonders weil die anderen Spieler am Tisch sitzen und etwas mitbekommen was ihre SCs gar nicht wissen können. Wenn ein Spieler einen Vergewaltiger spielen will und die anderen SCs das nicht mitbekommen, warum die Spieler damit nerven? Besonders wenn es nur sie schockt, aber die SCs nicht?

Wäre später einfach die Schankmaid aufgetaucht und hätte behauptet, dass der SC sie vergewaltigt hätte, wäre es eine sehr interessante Situation für die anderen SCs gewesen, aber so sind sie durch das Spielerwissen schwer vorbelastet.

Das kann man widerum auch als unerfahrenes Spielen betrachten. Solche Gesinnungswechsel von SCs brauchen Vorbereitung vom Spieler und SL.

Zitat:
Dabei scheust du offenbar auch nicht davor zurück in dilettantistischer Manier eine Einschätzung über die Psyche desselben Spielers zu treffen, ohne dich jemals persönlich mit diesem unterhalten zu haben oder (scheinbar) zumindest die notwendige, fachliche Qualifikation darüber zu verfügen.


Eine Einschätzung kann ich so gar nicht machen, ich stellte nur eine Frage, die sich mir aufdrängte. Alles andere interpretierst du rein. Nur weil ich etwas für möglich halte, heißt das noch lange nicht, dass ich ihn deswegen vorverurteile. Also ja ich kenne ihn nicht.

Zitat:
Es nützt dir desweiteren auch nichts, Beispiele von mir persönlich einzufordern, von denen du offenbar erwartest, dass ich diese nicht erbringen kann.


Ich habe diese Frage gestellt, weil du Beispiele von deinen mordenden SCs brachtest. Ich wollte ein Beispiel von dir, das mMn zu dieser Szene passt.

Zitat:
Denn ich kann jederzeit auf zahlreiche Beispiele aus Film, Fernsehen und Literatur verweisen, die zumindest Indizien dafür sind, dass nicht jeder Mensch, der sich in einen Mörder oder Vergewaltiger hineindenkt oder einen solchen darstellt, in irgendeiner Art und Weise psychisch auffällig sein müsste. (Ganz genau genommen habe ich dies bereits weiter oben getan.)


Das passt jetzt widerum gar nicht. Schauspieler spielen Rollen und sie sind an diese auch gebunden. Einen Vergleich von so unterschiedlichen Sachverhalten miteinander zu assoziieren ist schon sehr schwierig und würde ich als irreführend bezeichnen.

Berto hat geschrieben:

Du sagst, dass der Spieler seinen Charakter die Vergewaltigung hat ausführen lassen, um sich offenbar selbst daran zu ergötzen. Was ist denn nun, wenn er diese durchgeführt hat, weil er seinen Charakter ein durch Belkelel bereits pervertiertes Verständnis der Lehren Levthans mitgeben wollte? Damit würde die Vergewaltigung ebenfalls einem höheren Zweck untergeordnet, ebenso wie es mit der Tötung anderer, kulturschaffender Wesen gemeinhin auch geschieht.
Auf Grund der mangelnden Informationen ist dieser Fall nicht minder wahrscheinlich als deine Theorie des psychisch auffälligen Menschen. ;)


Das betrachte ich jetzt sehr wohl als passenden Punkt, das könnte sein.

Umgekehrt kann ich nicht ganz verstehen warum psychologische Probleme von euch scheinbar so tabuisiert werden. Es ist grundsätzlich nichts schlimmes dabei diese zu haben, zumindest empfinde ich es so. Ich würde sogar sagen, dass jemand der das eingestehen kann, damit sehr viel besser zurechtkommt, als jemand, der diese ignorieren will.

Bei Powergamern könnte man auch Minderwertigkeitskomplexe vermuten. Ich würde das nur nicht zur Regel machen.

Ich würde sogar umgekehrt sagen, dass die meisten Menschen irgendwelche psychologischen Probleme haben, diese sie in ihrem Leben aber nicht so sehr bedrängen, dass sie therapiert werden müssen.

@Sumaro
Deine Einschätzung ist durchgängig falsch.

Ich beziehe mich mit zwei Stellen auf den Spieler:
1.)
Zitat:
Seit ihr sicher, dass er keine psychologischen Probleme hat? Sorry, die Frage drängt sich da schon irgendwie auf.


2.)
Zitat:
In diesem Fall hat der Spieler diesen Kontext aber selber geschaffen und sich an dem Sexualverbrechen selber scheinbar ergötzt (sonst hätte er das nicht gemacht). Das empfinde ich schon als merkwürdiges Verhalten.


Zu 1.) kann ich nur sagen, dass ich vielleicht "drängt sich mir da schon" hätte schreiben sollen. Und was sich mir aufdrängt, könnt ihr ja wohl kaum maßregeln wollen, sondern nur ob diese Einschätzung legitim ist oder nicht.

Und was sich mir aufdrängt, könnt weder ihr noch ich bestimmen. Hoffentlich darf ich zumindest das. :rolleyes:

Zu 2.) Ich schrieb deswegen selber scheinbar ergötzt, weil diese Szene für die anderen Spieler unnützes Wissen war, sie nicht in den Kontext des SCs passte und der SC darauf abzielte der Maid Schmerzen zuzufügen "was sie nicht will","Dolch an die Kehle halten". Das zeigt schon ein Abzielen auf Dominanz durch explizites ausspielen. Ja er hat es wohl definitiv geschafft die anderen Spieler zu schocken. Vielleicht wollte er ihnen auch mal einen Schrecken einjagen. Und deswegen von mir auch das Wort "scheinbar" weil ich keine sonstigen Aussagen über diese Szene machen kann, sondern nur das sagen kann wie es mir scheint.

Alles andere was ich schrieb war das hypothetische Gegenbeispiel zu Bertos Beispiel seiner eigenen SCs. Damit wollte ich einen Fall konstruieren in dem mMn die Frage nach der Spielerpsyche legitim ist, wenn man das Verhalten des Spielers am Spieltisch betrachtet und die Handlungen seines SCs.

Sumaro hat geschrieben:
Nachsatz: Übrigens ist genau das die Doppelmoral. Mord ist akzeptiert, Vergewaltigung nicht.

Das beantworte ich nur mit

Zitat:
Wenn jemand einen SC spielen würde, der durch die Gegend zieht und genüsslich Menschen tötet und der Spieler das ohne vorheriges OT-Gespräch detailverliebt ausspielt, dann würde mich das genauso irritieren.


Vielleicht hätte ich das Wort "detailverliebt" weglassen sollen. Ich verstehe aber wirklich nicht, wie du bei diesem Satz auf Doppelmoral kommen kannst. Sorry.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.10.2016 13:22 
Offline

Registriert: 12.09.2011 22:27
Skyvaheri hat geschrieben:

Aber dass ein Spieler einen Vergewaltiger spielen sollte, das war "verweflich". Da das dem Spieler selbst nicht behagte, hatte ich mit ihm darauf geeignelt dass sein Char wegen Nekrophilie gesucht wurde. (Der Spieler hat das dann als "notgeil" interpretiert, weil nichts anderes da war...) Da hättet ihr mal die Aufschreie der Mitspieler hören sollen.


Wow, das ist ne Nummer!! Der SC wäre von unserer Piratengruppe gehänselt worden, wie sonst keiner im Leben. Immer schön mit:"Nach dem Raubzug, wird es wieder ordentlich Tote geben, sollen wir dir welche mitbringen?" und "Schlagt die Frauen nicht in Stücke unser Nekrophiler braucht die noch möglichst unversehrt."

Bei uns war das eher legere. Da hat jeder jeden vergewaltigt, und ich versuchte da auch mal nen Plot mit einem getöten, vergewaltigten Mädchen ins Laufen zu bringen. Da antworteten die SCs nur mit:"Ja, die hat halt Pech gehabt."

Die Vergewaltigungen wurden aber nie explizit ausgespielt.

-----------------------

Bei uns gab es eher Probleme als man homosexuelle Szenen spielen musste. Da wurde auch sehr blöd geguckt. Am Ende hat dann mein Horasier die Sache erledigt, der kennt da nix und er kann sich doch nicht der armen Männerwelt vorenthalten :lol: .


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 53 Beiträge ] 




Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
dsaforum.de hosted by hartware.net
DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR.
Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.

[ Impressum ]

Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de