DSA4 Profession Inquisitor

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Skalde
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Profession Inquisitor

Ungelesener Beitrag von Skalde » 21.09.2018 11:09

Hallo liebe Forengemeinde,

ich hab in den letzten Tagen mal überlegt, wie ein Inquisitor nach 4.1 aussehen könnte. Nach vielen Anmerkungen zum kritischen Powerniveau eines ordentlichen Inquisitors (Danke nochmal für eure Beiträge) habe ich die Profession noch einmal überarbeitet und ihr eine (hoffentlich) etwas metaplotkompatiblere Beschreibung verpasst.

Inquisitionsakoluth

Mindest-SO: 9 (4,5 GP)
Geweiht*: 5,4 GP
9,9 GP
MR +2: 1,8
11,7 GP
Verpflichtungen (Inquisition, Kirche): -3,6 GP
Moralkodex (Praios): -3,6 GP

Zwischenbilanz: 4,2 GP

Talentaktivierungskosten:
Überzeugen: 0,2, Rechtskunde: 0,2, Magiekunde: 0,2, Kettenwaffen: 0,4, Etikette: 0,2, Reiten: 0,4, Fesseln/Entfesseln: 0,2, Heilkunde Seele: 0,2, Sprachenkunde: 0,2 Geschichtswissen: 0,2, Sternkunde: 0,2

Talentboni:
Liturgiekenntnis +4: 3,2 GP, Überzeugen +5: 1 GP, Menschenkenntnis +5: 1 GP, Götter/Kulte +6: 1,2 GP, Rechtskunde +7: 1,4 GP, Magiekunde +6: 1,2 GP, Hiebwaffen +3: 1,2 GP, Kettenwaffen +2: 0,8 GP, Selbstbeherrschung +5: 2 GP, Etikette +4: 0,8 GP, Singen +2: 0,8 GP, Reiten +2: 0,8 GP, Fesseln/Entfesseln +3: 0,6 GP, Heilkunde Seele +4: 0,8 GP, Malen/Zeichnen +2: 0,4 GP, Sinnenschärfe +2: 0,8 GP, Sprachenkunde +2: 0,4 GP Geschichtswissen +4: 0,8 GP, Sternkunde +2: 0,4 GP

Sprachen: Sprachen kennen (Bosparano) +8: 0,8 GP, Sprachen kennen (Verbreitete Verkehrssprache) +6: 0,6 GP, Sprachen kennen (Aureliani) +4: 0,4 GP, Lesen/Schreiben (Kusliker Zeichen) +8: 0,8 GP, Lesen/Schreiben (Imperiale Zeichen) +4: 0,4 GP, Lesen/Schreiben (eine weitere passende Schrift) +3: 0,3 GP

SF: Eiserner Wille I: 2 GP Talentspezialisierung Rechtskunde (Kirchenrecht): 0,4 GP

Verbilligt: Exorzist 0,8 GP

Liturgien: Sicht auf Madas Welt 1 GP, Wort der Wahrheit 1 GP, Seelenprüfung 1,5 GP, Exkommunikation 1,5 GP, Praios‘ Mahnung oder Exorzismus 1,5 GP

Verbilligte Liturgien: Licht des Herrn: 0,6 GP, Argelions Mantel oder Urischars ordnender Blick 0,6 GP

*Geweiht beinhaltet Liturgien im Wert von 7 GP, 24 KaP, Liturgiekenntnis +3 und die SF Karmalqueste Liturgien im Wert von 7 GP enthalten. 12 Segnungen = 6 GP, Objektweihe 1 GP ->7GP

Ergebnis: 40,6 - 25 = 15,6 GP = 16 GP

Tracht/Ausrüstung: Siehe Praiosgeweihter, zusätzlich gekürzte Ausgabe der Inquisitorischen Halsgerichtsordnung oder vergleichbares juristisches Fachbuch.




Die Liturgieauswahl soll helfen, das "Spezialgebiet" des Inquisitors festzulegen. Einerseits verfolgt der Orden ja schwarze Magie, aber mindestens genauso wichtig ist das Ahnden von Ketzerei und Häresie. Ein "Hexenjäger" würde eher auf Argelions Mantel und den Exorzismus zurückgreifen, ein Spezialist für die reine Glaubenslehre auf Praios' Mahnung, um einen Verirrten auf den rechten Pfad zurückzuführen.

Der Moralkodex würde noch erweitert um: Verteidigung des wahren Glaubens gegen Abweichler und Häretiker, stete Wachsamkeit und die Verpflichtung, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Höchste Priorität hat das Ziel, die verirrten Seelen auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Dazu kommen Gespräche, eindringliche Mahnungen, die peinliche Befragung und erst als letztes Mittel (bei besonders verstockten Ketzern) das reinigende Feuer zum Einsatz.

Änderungen:

Auf Anregung von @Falandrion fliegen Zelemja und Zhayad aus der Sprachauswahl. Stimmt, es wäre schon arg seltsam, einem Geweihten die Dämonensprache beizubrinegn.

Den Hintergrund der Profession habe ich aufgrund der vorhandenen Bedenken überarbeitet und mich dabei hauptsächlich an den Vorschlägen von @Herr der Welt orientiert. Die Profession wird die eines "Inquisitionsakoluthen". (Ja, da Akoluthen normalerweise nicht geweiht sind, ist die Wortwahl ungeschickt, aber Inquisitionsgehilfe oder Inquisitionsassistent klingt einfach lächerlich. Wenn jemand eine Idee für die Benennung hat, immer her damit.)

Die Inquisitionsakoluthen sind Geweihte, die eine spezielle Ausbildung erhalten, um der Inquisition bei ihren Aufgaben zu helfen. Sie stehen den ordentlichen Inquisitionsräten als Gehilfen oder Schreiber zur Seite, übernehmen Verwaltungsaufgaben im Orden und fungieren als Schöffen bei Inquisitionsprozessen. Sie selbst dürfen jedoch noch keine Urteile fällen. Akoluthen können bereits mit einfachen Untersuchungen betraut werden, sind jedoch angehalten, einen genauen Bericht über die Vorfälle abzuliefern und bei unerwarteten Schwierigkeiten sofort einen Inquisitionsrat hinzuzuziehen.

Frühestens im Alter von 40 Jahren und nach einem untadeligen Leben kann ein Inquisitionsakoluth zusammen mit der Weihe zum Erzpriester das Amt eines ordentlichen Inquisitionsrates erhalten. (Dieses Mindestalter war zumindest im europäischen Mittelalter die Regel.)

Eine Idee zum Hintergrund:

Bis 1022 BF wurden stets verdiente Geweihte zu Inquisitionsräten ernannt. Unter dem Eindruck der Kirchenspaltung und der Borbaradkrise rief Großinquisitor Rapherian von Eslamshagen 1022 BF das Inquisitionsseminar in Elenvina ins Leben, dass bereits junge Priester auf einen Kampf für den rechten Glauben vorbereiten soll. In den nächsten Jahren wurden die jungen Akoluthen hier zu gnadenlosen und fähigen Verfolgern von Häresie und Dunkelsinn geschult. Da die Ausbildung getrennt von den Seminaren für die anderen Priesteranwärter verläuft, entwickeln sich fast alle Inquisitionsakoluthen zu überzeugten Traditionalisten.



Ich freue mich auf eure Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.

.
Zuletzt geändert von Skalde am 11.10.2018 16:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Macaldor » 21.09.2018 11:30

Moin,
Die Profession sieht eig recht run aus.
Die höheren Kosten finde ich nicht besonders, so kostet doch auch ein Bannstrahler deutlich mehr als ein normaler Praiot.

Einzige Anmerkung meinerseits, Inquisitoren müssen nicht geweiht sein. Ihr oberster war es lange nicht und auch ein anderer bekannter ebenfalls.
"Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich" -Satz des Pythagoras

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Ungelesener Beitrag von Falandrion » 21.09.2018 12:56

Finde ich ebenfalls recht gelungen! Gerade die Gewichtung der einzelnen Talente gefällt mir wirklich gut!
Nur ein paar Kleinigkeiten würde ich anders sehen:
Zelemja und Zhayad: Das wird selbst unter Schwarzmagiern kaum regulär gelehrt, dann fände ich es seltsam, wenn es bei der Inquisition so hoch auf dem Lehrplan stünde. Ich verstehe zwar deine Überlegung, dass er ja wissen muss, ob er ein gefährliches Buch vor sich hat, aber: Alles was er nicht lesen kann, ist erstmal gefährlich! Daher muss er für seinen Job mE keine exotischen Sprachen können, er konfisziert einfach erstmal provisorisch alles, von dessen Ungefährlichkeit er nicht überzeugt ist. Dann liegt es an den werten Herren Magiern, ihn oder höhere Stellen nachträglich von der Ungefährlichkeit zu überzeugen. (Ausnahmen bilden insoweit Bosparano und Aureliani, da beide Sprachen vermutlich auch kirchenintern einen hohen Stellenwert haben.)
Singen: Ein Inquisitor ist zwar kein Borongeweihter, aber singend kann ich ihn mir trotzdem nicht so recht vorstellen. Der sieht sich selbst als göttliches Exekutivorgan und entsprechend seriös, bzw. gewichtig sollte er auftreten... und anders als weltliche Ämter kann man den Inquisitorenjob vermutlich nach seinem Selbstverständnis auch nicht mal fürs abendliche Bankett an den Nagel hängen und ein paar Stunden Privatmann sein.

Je nach Aufgaben- bzw. Einsatzgebiet könnte man ihm neben der Halsgerichtsordnung auch noch eine Zusammenfassung der Codex Albyricus mitgeben. Die Komplettausgabe mit 7 Bänden ist wohl zu viel und zu wertvoll, aber wenn man schon mal einen Helden generiert, der tatsächlich genug Rechtskunde hat, um den zu verstehen, sollte er ihn auch praktisch anwenden können und nicht nur daran scheitern, dass er sich erstmal im nächsten Tempel eine Ausgabe besorgen müsste.

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Herr der Welt
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 21.09.2018 13:13

Inquisitoren gehören zur absoluten Elite der Praioskirche samt assoziierter Orden. Entsprechend würde ich sie nicht als Generierungscharaktere sondern wie Sonnenlegionäre handhaben (WdG 41): späterer Eintritt mit klar höheren Voraussetzungen.
Macaldor hat geschrieben:
21.09.2018 11:30
Einzige Anmerkung meinerseits, Inquisitoren müssen nicht geweiht sein. Ihr oberster war es lange nicht und auch ein anderer bekannter ebenfalls.
Das halte ich für die klare Ausnahme von der Regel - um nicht zu sagen: für ein Überbleibsel der DSA-Frühzeit. Streng nach Kanon stimmt das natürlich. Man könnte auch ein weltliches Hintertreiben eigentlich ur-kirchlicher Aufgabengebiete quasi als Machtkampf um die Reichweite von linkem gegenüber rechtem Zepter als Politikum vermuten (was zum zunehmend mystischen, d.h. apolitischen Kurs der Kirchenführung passt). So politisch war die DSA-Welt jener Zeit aber nicht (und ist es eigentlich noch immer nicht).
Geweihte als göttlich legitimierte Speerspitze der Zwölfgöttlichen Ordnung sollten selbstredend die Kontingente einer solchen Elite (der Elite) stellen. Schon der institutionalisierte Einsatz von Wahrheitsliturgien (die der peinlichen Befragung vorausgehen) spricht dafür.

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Ungelesener Beitrag von vanDyck » 21.09.2018 13:15

Singen macht durchaus Sinn. Sicherlich nicht für das Trinklied in der Taverne oder so, aber im Rahmen von Gottesdiensten mag es ja durchaus gesungene Texte oder schlicht und einfach Lieder geben. Als Respektsperson sollte man da dann wenigstens halbwegs die Töne treffen.
Wenn ich mich nicht ganz irre gehört auch heute noch ein gewisses Maß ans "Gesangstraining" zur (kath.) Priesterausbildung.

Skalde
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 21.09.2018 13:17

Falandrion hat geschrieben:
21.09.2018 12:56
Singen: Ein Inquisitor ist zwar kein Borongeweihter, aber singend kann ich ihn mir trotzdem nicht so recht vorstellen.
Das gehört zu den Dingen, die ich ohne große Überlegung vom Basis-Praioten geklaut habe. :oops: Stimmt, es macht einen komischen Eindruck. Andererseits, wenn man sich die Inquisitorenausbildung als etwas vorstellt, das besagter Basispraiot nach seiner Weihe noch obendrauf satteln kann, gehts vielleicht.
Falandrion hat geschrieben:
21.09.2018 12:56
Zelemja und Zhayad:
Da war ich mir auch nicht so ganz sicher. Ich dachte mir, es könnte dazu dienen, z. B. anhand bestimmter Symbole in einem Beschwörungskreis die genaue art einer dämonischen Bedrohung abzuschätzen. (Welcher Erzdämon wird angerufen, welchem Zweck dient dieses Ritual/Buch) Vielleicht kann man das aber auch über Magiekunde regeln.

Edit:
Herr der Welt hat geschrieben:
21.09.2018 13:13
Inquisitoren gehören zur absoluten Elite der Praioskirche samt assoziierter Orden. Entsprechend würde ich sie nicht als Generierungscharaktere sondern wie Sonnenlegionäre handhaben (WdG 41): späterer Eintritt mit klar höheren Voraussetzungen
Ich hab mir das so vorgestellt, dass ein Geweihter, der sich diese Laufbahn wünscht, nach seiner Weihe noch einmal besonders in Dogmatik, Kirchenrecht und Erkennung/Bekämpfung schwarzer Magie geschult wird, bevor er Inquisitionsrat werden kann. Deshalb habe ich auch den normalen Praios-Geweihten als Basis genommen und einige Werte erhöht bzw. ausgetauscht. Dass man junge Inquisitoren ausbildet, könnte ich mir auch als vergleichsweise neue Entwicklung vorstellen, also dass die Praioskirche beschloss, dass in Zeiten von Kirchenspaltung, Borbaradkrise und Verlust des ewigen Lichts mehr Verteidiger des wahren Glaubens gebraucht werden.
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Herr der Welt
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 21.09.2018 14:10

Vielleicht könnte man für das eigene Aventurien (offiziell ist das nicht geklärt) auch ein gesondertes Akoluthensystem etablieren, wonach Aspiranten der Inquisition früh ausgewählt und - quasi frisch nach der Weihe - ausgebildet würden. Das verhälfe der Inquisition zu einer erweiterten Machtbasis, könnte sie doch auf einen breiteren internen Machtapparat sowie auf eine stärkere Einschwörung ihrer Mitglieder auf die eigene Sache setzen, als wenn nur passende Praiosgeweihte aufgenommen, aber nicht systematisch herangezogen werden.
Was die Gareth-Box als Öffnung der Inquisition zur Basis unter Da Vanya bezeichnet, könnte man so gleichzeitig als innere Konsolidierung sehen - weg vom weltlichen Klüngel eines Nemrod oder eines wohl moralischen Versagens unter Rapherian von Eslamshagen.
Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 13:17
Ich hab mir das so vorgestellt, dass ein Geweihter, der sich diese Laufbahn wünscht, nach seiner Weihe noch einmal besonders in Dogmatik, Kirchenrecht und Erkennung/Bekämpfung schwarzer Magie geschult wird, bevor er Inquisitionsrat werden kann.
Das klingt umso mehr nach einer späteren Ausbildung, also einem klassischen Professionsaufsatz mit höheren Voraussetzungen. Mit einem intendierten Inquisitor in spe sähe das natürlich anders aus (s.o.).
Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 13:17
Dass man junge Inquisitoren ausbildet, könnte ich mir auch als vergleichsweise neue Entwicklung vorstellen, also dass die Praioskirche beschloss, dass in Zeiten von Kirchenspaltung, Borbaradkrise und Verlust des ewigen Lichts mehr Verteidiger des wahren Glaubens gebraucht werden.
Hier ist die Setzung relativ klar bei 144 Inquisitoren. Die Jungvarianten gehörten dann wohl eher zum (wohl ebenfalls überwiegend geweihten) Rest-Personal, aus dem sich wiederum später Inquisitoren rekrutieren mögen.

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 21.09.2018 14:23

Herr der Welt hat geschrieben:
21.09.2018 14:10
Vielleicht könnte man für das eigene Aventurien (offiziell ist das nicht geklärt) auch ein gesondertes Akoluthensystem etablieren, wonach Aspiranten der Inquisition früh ausgewählt und - quasi frisch nach der Weihe - ausgebildet würden. Das verhälfe der Inquisition zu einer erweiterten Machtbasis, könnte sie doch auf einen breiteren internen Machtapparat sowie auf eine stärkere Einschwörung ihrer Mitglieder auf die eigene Sache setzen, als wenn nur passende Praiosgeweihte aufgenommen, aber nicht systematisch herangezogen werden.
Was die Gareth-Box (als neueste Publikation dazu; DSA5 außenvorgelassen) als Öffnung der Inquisition zur Basis unter Da Vanya bezeichnet, könnte man so gleichzeitig als innere Konsolidierung sehen - weg vom weltlichen Klüngel eines Nemrod oder eines wohl moralischen Versagens unter Rapherian von Eslamshagen.

Die Idee gefällt mir. Die passt wahrscheinlich auch am besten zu dem Konzept.
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 21.09.2018 16:19

Was kommt als nächstes? Profession Bote des Lichts? Oder Profession Magisterin der Magister? Inquisitor ist kein Beruf, den man in Aventurien lernen kann. Inquisitoren werden ernannt. Es gibt auch keine Profession Hauptmann der Garde, sondern nur Gardist. Und das ist gut so. Sonst könnte man meinen, blutige Anfänger könnten einfach Inquisitoren werden.

Inquisitor ist ein Ziel, das ein Charakter anstreben kann, aber keine Ausbildung. SCs sollten ihre Heldenkarriere und die damit verbundenen Ehrungen noch vor sich haben und nicht schon damit einsteigen.

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 21.09.2018 16:44

smarrthrinn hat geschrieben:
21.09.2018 16:19
Inquisitor ist kein Beruf, den man in Aventurien lernen kann. Inquisitoren werden ernannt.
Steht das irgendwo? Ich hab gesucht, ob was dagegen spricht, aber nichts in der Richtung gefunden. So war das im Mittelalter in Europa, aber auch da waren die Anforderungen nicht sonderlich hoch. Den Vergleich mit dem Lichtboten finde ich daher etwas übertrieben. Die Beschreibung der Bewährungsprobe eines Inquisitors durch eine Nacht in der Dämonenbrache klingt für mich auch danach, dass hier durchaus eine Ausbildung und nicht bloß eine Ernennung stattfindet.
smarrthrinn hat geschrieben:
21.09.2018 16:19
Es gibt auch keine Profession Hauptmann der Garde, sondern nur Gardist
Man kann mit den WdH-Regeln auch einen Ritter, Fähnrich oder geweihten Bannstrahler, also durchaus höheren militärischen Dienstgrad, von Anfang an generieren.
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Ungelesener Beitrag von Falandrion » 21.09.2018 18:35

Es gibt aventurienweit 132 ordentliche Inquisitionsräte, 12 Geheime Inquisitionsräte und den Großinquisitor (Inquisitor). Das ist also kein Allerweltsberuf, aber wie so häufig passen die Zahlenangaben ohnehin nicht so recht, wenn man anfängt sie in Relation zu setzen. (es gibt ja bspw. auch nur ein paar hundert bis tausend zwölfgöttliche Geweihte und nur ca 200 Geoden, die auch spielbare Charaktere sind...)
Allerdings hat ein Inquisitor ziemlich weitreichende Kompetenzen, z.B. werden sie im Mittelreich wimre direkt von den Grafen eingesetzt. Insofern liegt es nahe, dass nur gestandene Recken so eine Position erhalten und kein frisch ausgebildeter Grünschnabel mit Mitte 20.

Aber wenn es in der Gruppe gewünscht ist, würde ich da keine Steine in den Weg legen. Nur prägt es eben ziemlich das Gruppenspiel, wenn ein Inquisitor dabei ist (Themengruppe).

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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 21.09.2018 19:01

Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 16:44
Steht das irgendwo? Ich hab gesucht, ob was dagegen spricht, aber nichts in der Richtung gefunden.
Ich schon :)

Kirchen, Kulte, Ordenskrieger S 27: "Die heilige Inquisition (linke Spalte)". Auf der gleichen Seite im Kasten (rechte Spalte) steht: "Inquisitoren sind vor allem wegen ihrer Machtfülle, die durchaus an die eines mittelreichischen Grafen herankommt, und ihrer extrem strengen Auflagen nicht als Spielerhelden geeignet."

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Ungelesener Beitrag von AngeliAter » 21.09.2018 19:42

Vieleicht liegt da ein Verständnisfehler vor. Die meisten von uns dürften Inquisitoren eher als Leute kennne die zu jedem Hexenprozess in jeden unbedeutenden Dorf aufgetaucht sind (quasi eher das irdische Bild von der spanischen Inquisition).
In DSA werden solche Fälle dann schon eher vom örtlichen Praiosgeweihten verhandelt werden. Die Inquisitoren tauchen eher dann auf wenn es um massive Ketzerei (wenn gleich ganze Dörfer ihre eigene Version des Glaubens entwickeln) oder um wirklich große Verbrechen wider der 12e geht. Deswegen auch die enorme Machtfülle (fast die eines Grafens), sie sollen auch Adlige zur Rechenschaft ziehen können ohne immer erst zum Boten des Lichtes rennen zu müssen.. Und dann sind die wirklich schwerlich als herumziehende Helden mit zufälligen Missionen zu gebrauchen.
"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden."
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 22.09.2018 00:46

smarrthrinn hat geschrieben:
21.09.2018 19:01
Kirchen, Kulte, Ordenskrieger S 27: "Die heilige Inquisition (linke Spalte)". Auf der gleichen Seite im Kasten (rechte Spalte) steht: "Inquisitoren sind vor allem wegen ihrer Machtfülle, die durchaus an die eines mittelreichischen Grafen herankommt, und ihrer extrem strengen Auflagen nicht als Spielerhelden geeignet."
Ach ja, DSA. Man hat einen unwichtigen Hintergrundband nicht und schon entgehen einem entscheidende Informationen. :rolleyes:

Mir ist durchaus klar, dass ein Inquisitor nicht mit einer halbwegs normalen Heldengruppe kompatibel ist bzw. die meisten Heldengruppen nicht mit einem Inquisitor. So ein Charakter ist nur für spezielle Kampagen (Quanionsqueste?) und in einer gut abgestimmten Themengruppe geeignet. Aber das gilt ja für viele geweihte Professionen. Ideologisch gesehen ist ein Inquisitor nicht problematischer als ein Bannstrahler.

Ich weiß nicht, ob jemand in unserer Gruppe mal einen Inquisitor spielen wollen würde. (Solange ich meinen Brabaker spiele, hoffentlich nicht). Von daher bleibt das wahrscheinlich bloß eine Fingerübung. In einer entsprechenden Gruppe mit passendem Ziel könnte ein solcher Charakter aber mal recht nützlich und spannend sein, gerade wenn man den Inquisitor in Situationen bringt, in denen seine weltliche Autorität an ihre Grenzen stößt.
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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 22.09.2018 04:36

Skalde hat geschrieben:
22.09.2018 00:46
Ach ja, DSA. Man hat einen unwichtigen Hintergrundband nicht und schon entgehen einem entscheidende Informationen. :rolleyes:
Das ging mir auch so beim Thema Ignisphaero in Minen ... :cookie:

Was die Spielbarkeit eines Inquisitors angeht. Seine Machtfülle stellt ihn quasi über das Gesetz (jedenfalls in den guten alten Zeiten, die Inquisition wurde ja kürzlich ziemlich zerfleddert) und damit könnte dieser SC jeden Plot sprengen. Das gilt umso mehr, wenn es sich um eine Anfängertruppe handelt. Und auch dieses Argument nehme ich her, um es gegen die Profession Inquisitor zu verwenden. Denn ein plotrelevanter adeliger Antagonist wäre bis zum Rang eines Barons einfach nur Frühstück für diese Truppe.

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Ungelesener Beitrag von Skalde » 22.09.2018 10:46

smarrthrinn hat geschrieben:
22.09.2018 04:36
Was die Spielbarkeit eines Inquisitors angeht. Seine Machtfülle stellt ihn quasi über das Gesetz (jedenfalls in den guten alten Zeiten, die Inquisition wurde ja kürzlich ziemlich zerfleddert) und damit könnte dieser SC jeden Plot sprengen.
Ich gebe zu, den Punkt hab ich nicht bedacht. Da in unserer Gruppe bis vor kurzem nur selbstgeschriebene ABs gespielt wurden, die der SL natürlich an das Powerniveau der Charaktere angeglichen hat, hatten wir noch nicht wirklich die Gefahr einer Plotsprengung.

Ja, wahrscheinlich ist diese Profession in den meisten Kontexten völlig untauglich bzw. op. Aber wie gesagt,ich finde, auf etwas höherem Powerniveau und mit einem auf die Gruppe abgestimmten Plot kann das für ein oder zwei Abenteuer bestimmt sehr interessant sein. Als Teil einer herumziehenden Heldengruppe kommt ein Inquisitor ja schon deshalb nicht infrage, weil er einen bestimmten Zuständigkeitsbereich hat (z. B. eine Grafschaft), den er nicht einfach verlassen kann.
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Herr der Welt
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Ungelesener Beitrag von Herr der Welt » 22.09.2018 12:38

Einen Grafen spielt man auch in der Wildermark-Kampagne, einen Inquisitor kann man z.B. in der Quanionsqueste spielen. G7, einige Splitterdämmerungsbände, es gibt genug Szenarien und Kampagnen, die einen solchen Charakter vertragen. Dann geht es eben nicht gegen adlige B(arons)-Prominenz, den finsteren Schwarzmagus um die Ecke oder die marodierende Räuberbande, sondern gegen namenlose Kabalen, hohe Paktierer und andere Erzfrevler. Bei aller Tendenz zu SC-Kleinhalterei in DSA ist die Bandbreite eigentlich groß genug.
Der Inquisitor ist wohl eher Kern einer themenorientierten Gruppe, die durch Sonnenlegionär, Pfeil des Lichts oder andere Zwölfgötter-Geweihte ergänzt werden kann. Der angedachte Inquisitionsakoluth als Generierungscharakter wäre auch nicht mehr als ein spezialisierter Praios-Geweihter - etwa dem Dark-Heresy-Modell folgend mit aufsteigenden Akolythen. Anders als dort sind aventurische Inquisition weit weniger über dem Gesetz stehend und auf Kooperation mit örtlicher Obrigkeit und anderen Kirchen angewiesen, sodass auch dem SC-Inquisitor Schranken gegeben sind, auch wenn sie höher hängen.

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Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 22.09.2018 14:46

Herr der Welt hat geschrieben:
22.09.2018 12:38
Einen Grafen spielt man auch in der Wildermark-Kampagne,
In der Wildermark-Kampagne spielt man maximal einen Baron (jedenfalls wenn man sich an das offizielle Abenteuer hält...) :cookie:

Ich hab auch nicht gesagt, dass die Profession der absolute Schwachsinn ist, nur etwas sehr mega overpowered. Klar kann man innerhalb der Gruppe alles zurechtbiegen, aber das bedarf wohl keiner Diskussion im Forum. Hier können als Basis maximal die Interpretation der Regeln und die lebendige Geschichte Aventuriens herangezogen werden. Und weder in die G7 noch in die Quannionsqueste gehen Anfängergruppen hinein, die grad mal ihre Ausbildung hinter sich haben (und besser auch nicht in die Wildermarkkampagne...). Daher kann da durchaus mal ein Inquisitor dabei sein, weil sie oder er sich schon bewährt und die beinharten Prüfungen absolviert hat.

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Ungelesener Beitrag von Na'rat » 22.09.2018 16:35

Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 11:09
Was haltet ihr davon?
Wenig.
Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 11:09
Der Inquisitor ist deutlich stärker als ein normaler Geweihter
Schaut man sich an, wie weit unten normale Geweihte starten ist das nicht mal sonderlich viel.
Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 11:09
Die Liturgieauswahl soll helfen, das "Spezialgebiet" des Inquisitors festzulegen. Einerseits verfolgt der Orden ja schwarze Magie, aber mindestens genauso wichtig ist das Ahnden von Ketzerei und Häresie.
Passiert im offiziellen Aventurien nicht, gibt da ein Gesetz, welches ein Putschist erlassen hat und gegen welches Generationen von Lichtboten und ähnlich konservativen Kirchen nichts machen konnten und oder wollten.
Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 11:09
Ein "Hexenjäger" würde eher auf Argelions Mantel und den Exorzismus zurückgreifen
Hexen, die alles können was man ihnen irdisch vorwirft, werden nicht verfolgt.
Skalde hat geschrieben:
21.09.2018 11:09
Ein Inquisitor kann jederzeit ein Inquisitionsgericht einberufen und selbst den Vorsitz führen.
Super, nur ist niemand daran gebunden. Im Mittelreich herrscht strenger Laizismus und überall woanders haben Praiosgeweihte noch weniger zu melden. Im neuen verbesserten Mittelreich wurde der traditionelle Laizismus durch das Recht des Stärkeren ersetzt, zu den Stärkeren gehört die Praioskirche nicht.

Die Idee ist ganz nett, wenn man das Prädikat Inquisitor raus streicht und es als Aufsatz für diverse innerkirchliche Gruppierungen, die für sich schon hoch problematisch sind, ersetzt.

Skalde
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Errungenschaften

Profession Inquisitor

Ungelesener Beitrag von Skalde » 11.10.2018 17:10

Ich habe die Profession (siehe Originalpost) noch einmal an den kritischen Punkten überarbeitet. Würde mich freuen, wenn auch ein paar Leute ihre Meinung dazu äußern würden.
"Bringt das Schiff in Position! Stellt es senkrecht!"

Avesgeweihter mit Kriegskunst 0, neuzeitlich

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