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DSA4 Anwendung von Hilfstalenten

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Tilim
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Anwendung von Hilfstalenten

Beitrag von Tilim » 22.09.2017 09:28

Auch wenn das leicht am Thema vorbei geht, habe ich mal folgende Frage:
Wie geht ihr mit Hilfstalenten um?

Mein neuer Meister hat mal gesagt "Hilfstalente sind immer um den gleichen Wert erschwert wie das Haupttalent". Würdet ihr dem zustimmen?
Einerseits kann ich diese Meinung etwas nachvollziehen, andererseits fällt mir dann immer dieses Beispiel ein:

Ein Schmied möchte ein "normales" Schwert herstellen, welches aber perfekt auf einen Menschen abgestimmt ist (+1 AT WM, +1PA WM, +1 INI)
Die Schmieden-Probe ist (aus dem Kopf) um 15 erschwert. Ist jetzt die Hüttenkunde-Probe auch um 15 erschwert? Warum sollte das so sein? Was hat die Legierung mit dem "Auswuchten" des Schwertes zu tun? Das führt doch dazu, dass Hilfstalente sogar höher sein sollten, als das Haupttalent (da man beim Hilfstalent nicht versagen darf/sollte).

oder
Ein Magier möchte wissen welche zauber in Havena erlaubt sind. Das ist (z.B.) eine Rechtskundeprobe um 5 erschwert. Der Magier möchte mit Magiekunde als Hilfstalent würfeln. Warum sollte die Magiekunde erschwert sein? Das wäre doch "doppelt gemoppelt".

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Beitrag von Zyrrashijn » 22.09.2017 09:37

Hilfstalente ist ein schwieriges Thema, weil es viel Bewertung durch den SL beinhaltet. Eine generelle Erschwernis in Höhe der Erschwernis für das Haupttalent ist RAW nicht gegeben. Ich als SL würde eine Erschwernis auf das Hilfstalent abhängig davon machen, wie sehr ich meine, dass das Hilfstalent einfluss nehmen kann.
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Beitrag von Tjorse » 22.09.2017 09:41

Naja, das ist ein zweischneidiges Schwert.

Wenn du argumentierst, das das Hilfstalent nur für einen Teil der Aufgabe hilfreich ist und damit nur ein Teil oder keine Erschwernis durchgereicht würde, dann könnte das Hilfstalent von der Logik her auch nur den Teil der Probe erleichtern, der sich mit dem HIlfstalent überschneidet. Um deine eigene Aussage zu benutzen, wieso sollte denn das Hilfstalent für die Legierung das Auswuchten des Schwertes erleichtern?

Ich würde das vermutlich nicht einfach 1:1 durchreichen, sondern gewichten, wieviel Anteil das Hilfstalent eigentlich an der Hauptaufgabe hat.

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Beitrag von Tilim » 22.09.2017 09:46

Tjorse hat geschrieben:
22.09.2017 09:41
Um deine eigene Aussage zu benutzen, wieso sollte denn das Hilfstalent für die Legierung das Auswuchten des Schwertes erleichtern?
Es erleichtert nicht das Auswuchten aber die restlichen 90% der Probe, da sich besserer Stahl besser verarbeiten lässt. Erleichterungen heben Erschwernisse auf, so funktioniert das Regelsystem doch.

Warum sollte ein Seil einem beim Klettern an rutschiger Felswand helfen?
Weil Klettern am rutschiger Felswand mit Seil immer noch einfacher ist, als ohne Seil.

Warum sollte guter Stahl beim Schmieden eines gut ausgewuchteten Schwertes helfen?
Weil ein gut ausgewuchtetes Schwert mit gutem Stahl immer noch einfacher zu schmieden ist, als mit normalem Stahl.
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Beitrag von Tjorse » 22.09.2017 09:49

Tilim hat geschrieben:
22.09.2017 09:46
Tjorse hat geschrieben:
22.09.2017 09:41
Um deine eigene Aussage zu benutzen, wieso sollte denn das Hilfstalent für die Legierung das Auswuchten des Schwertes erleichtern?
Es erleichtert nicht das Auswuchten aber die restlichen 90% der Probe, da sich besserer Stahl besser verarbeiten lässt.
Schon klar, aber nun ist es immer noch abhängig, ob der SL die ursprüngliche Erschwernis wegen der Schwierigkeit der Stahlverarbeitung oder der Schwierigkeit von Auswuchten, Schleifen, Verzieren... gegeben hat. Die Erschwernis der Stahlverarbeitung würde auf Hüttenkunde durchschlagen, der Rest halt nicht.

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Beitrag von Zyrrashijn » 22.09.2017 09:49

Das Hilfstalent macht den Stahl nicht besser, sondern du weißt die Eigenheiten des Stahls besser einzuschätzen und für deine Belange zu nutzen.
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Beitrag von LordShadowGizar » 22.09.2017 09:54

@Tilim Diese Frage ist wirklich sehr arg OffTopic aber ich antworte mal Trotzdem:

Das WdS gibt nicht vor in wie weit ein genutztes Hilfstalent erschwert oder erleichtert wird, nur das die Probe darauf mit Erschwernissen und Erleichterungen versehen werden kann. Hier sollten wohl eher Modifikationen angewand werden, die für die Teilaufgabe, oder der nutzung des Hilfstalents Sinnvoll erscheinen, aber das letzte Wort dazu hat die Spielleitung. Wenn diese entscheidet das die Probe um die gleichen Probenmodifikationen der Hauptprobe modifiziert werden, dann ist dem leider so.
Es gab übrigens (... wenn ich mich nicht irre...) im Kontext der Hilfstalente für Schamanenrituale die Passage, das die Probe des Hilfstalent um die gleichen Erschwernisse wie das Ritual Modifiziert ist (...oder war das nur bei Güldenländischen Animisten so?...) . Vielleicht hat dein Spielleiter dieses im Hinterkopf gehabt?...
*edit* noch mal nach gesehen, bei Schamanenritualen wars um +7 erschwert... daher kam es also nicht... */edit*

So long and thanks for all the Fish.

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Beitrag von Tilim » 22.09.2017 09:58

Zyrrashijn hat geschrieben:
22.09.2017 09:49
Das Hilfstalent macht den Stahl nicht besser, sondern du weißt die Eigenheiten des Stahls besser einzuschätzen und für deine Belange zu nutzen.
Also WdS sagt
WdS. S.28 hat geschrieben:Das Wissen um die Herstellung reiner Metalle und Legierungen für die vielfältigsten Aufgaben ist eine Wissenschaft für sich, von der weder die Bergleute auf der einen noch die Schmiede auf der anderen Seite große Ahnung haben. Hüttenkundige sind [...] so begehrt, weil sie als einzige Metalle aus den verschiedenen Erzen herstellen können. [...]
Demnach ist nur ein Hüttenkundiger in der Lage den perfekten "Schwertstahl" herzustellen. Schmiede benutzen entweder minderwertiges zeug oder kaufen den guten Stahl beim Hüttenkundigen ein.
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Beitrag von Eadee » 22.09.2017 10:00

Die Erschwernis der eigentlichen Handwerksprobe sollte imho unabhängig sein von der Erschwernis der Hilfstalentprobe. In Einzelfällen kann natürlich beides gleichermaßen erschwert sein, aber nur wenn es passt.

zB ein Schreiner will einen Tisch aus Steineiche fertigen, der Meister gibt aufgrund der Härte des Holzes eine Erschwernis von +3. Diese Erschwernis gilt sowohl für Holzbearbeitung als auch für Zimmermann, egal welches der beiden nun Hilfstalent ist oder Haupttalent).

Anderes Beispiel: Ein Feldscher will ein verletztes Tier behandeln und würfelt daher Heilkunde Wunden. Der Meister erschwert die Probe um +5 weil es sich um ein Tier handelt und nicht um einen Menschen. Der Feldscher will nun Abrichten als Hilfstalent nutzen um das Tier ruhig zu halten während er seine Wunden versorgt, diese Probe um +5 zu erschweren weil es ein Tier ist macht schlicht keinen Sinn, Abrichten ist nun mal explizit dazu ausgelegt um auf Tiere angewendet zu werden. Andererseits kann die Abrichten-Probe erschwert sein weil das Tier verletzt ist, aber das ist unabhängig vom Modifikator des Haupttalents.
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Anwendung von Hilfstalenten

Beitrag von Satinavian » 22.09.2017 10:17

Ja, ich bin auch nicht ganz glücklich mit den Zuarbeitern. Die Hilfstalente sind nett, weil es den Experten zwingt, sich auch it verwandten Themengebieten zu beschäftigern.
Aber einfach weitere Körper auf das Problem zu werfen und dadurch Kompetenz ersetzen zu können statt einfach nur an der Größe/dem Zeitaufwand zu schrauben, ist irgendwie unschön.

Eigentlich müsste die Aufgabe vorgeben, ob und wie viele helfende Hände möglich sind und welche Kompetenz (= Erschwernis) vom Hilfsarbeiter gefordert wird. Aber dafür gibt es halt keine echten Vorgaben.

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Beitrag von Tilim » 22.09.2017 10:34

Ich würde einen Angrosch-Geweihten Zwerg mit LK, Grobschmied, Hüttenkunde, Bergbau, Holzbearbeitung, Gesteinskunde, Alchimie und Kristallzucht alles auf 18 + Altgeselle doch kompetenter einschätzen als jemanden mit Grobschmied 21.
Wer von beiden wird eurer Meinung nach das legendäre Schwert schmieden und wer von beiden sollte eurer Meinung nach eher dazu in der Lage sein?

Außerdem sind viele Legendäre Klingen im Regelfall verzaubert. Also noch eine weitere Sache die beim schmieden (also dem Endprodukt) hilfreich ist. Berufsgeheimnisse verlangen sogar Hilfstalente.
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Beitrag von Hesindian Fuxfell » 22.09.2017 10:43

Das Problem bei der Erschwernis für den Helfer ist, dass dann bald der Geselle keine Hilfe mehr ist und das Mittelmaß noch besser abschneidet. Der Unterstützer bringt da einfach mehr/überhaupt was.
Du müsstest den Teiler der Hilfs-TaP* mit steigender Schwierigkeit erhöhen. Z.B. 2+Grundschwierigkeit/10 abgerundet. Der einfache Geselle bringt dann bei +21- Probe eben nur 2 statt 4 Erleichterung. Der Zwergenbruder 4 statt 8.
Erklärung: Je schwerer die Aufgabe, desto geringer der Anteil der Unterstützung an der Aufgabe.
Der dessen Name nicht getanzt werden darf.
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Beitrag von Tjorse » 22.09.2017 10:48

Naja, der reine "Grobschmied 21" ist eben genau das... ein legendärer GROBschmied. Der kann die tollsten Hufeisen und Türbeschläge schmieden, Gusseiserne Pfannen und vielleicht auch ein paar Waffen, die nicht auf Anhieb kaputt gehen.... aber das wars schon.

Spezialisierung in ein einzelnes Talent kann unmöglich besser sein, als sehr gute Kenntnisse in diesem Talent und ebenfalls gute bis sehr gute Talente in verwandten Talenten.

Dennoch kann natürlich der legendäre Handwerker sinnvoll an einer legendären Herstellung mitarbeiten, schliesslich ist er auf seinem Spezialgebiet legendär gut.

Beispiel wäre dann, das der legendäre Grobschmied von einem Hüttenkundigen erklärt kriegt, welche exakte Temperatur er für exakt wie lange in der Esse halten muss, damit das Metall Fantasirium die idealen Schmelzbedingungen hat... und der Grobschmied legt los und kennt einfach seine Esse so genial gut, das er diese Theorie (die er nicht kannte) umsetzen kann.

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Beitrag von Laske Hjalkason » 22.09.2017 12:30

Kann man Hüttenkunde eigentlich vom Grobschmied ableiten? Kann dann auch das abgeleitete Talent als Hilfstalent verwendet werden?
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Anwendung von Hilfstalenten

Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 22.09.2017 20:01

Jetzt mal so aus dem Handgelenk geschüttelt:

Es macht keinen Sinn, die Regeln hier zu eng auszulegen, da sie ein Gerüst sind, sich komplexeren Situationen zu stellen. Hier wird von Spielern und SL Kreativität und Fingerspitzengefühl benötigt.
Meine Gedanken zum Umgang mit Helfern/Hilstalenten:

Nicht zulassen:
Egal wie groß der Hüttenkundewert eines Grobschmiedes ist, ein einfacher Nagel wird sich damit kaum verbessern lassen. Das Schnitzen eines Holzspeeres kann man entweder über Holzbearbeitung oder über Zimmermann angehen.
Eine Unterstützung der Heilkunde Wundenprobe aufgrund Heilkunde Seele oder Abrichten (Mensch/Tier) ist ebenfalls nicht sinnvoll. Sie kann lediglich eine Voraussetzung sein, um die Heilkundeprobe überhaupt machen zu dürfen (damit sich der Patient nicht wehrt).

Situative Regelnutzung Helfer/Zuarbeiter:
Ein Maurer kann sicherlich einen oder mehrere Helfer brauchen, welche ihm die Steine und den Mörtel anreichen, damit er sich ganz aufs Mauern konzentrieren kann. Ein einzelner Helfer könnte mittels Körperbeherrschung oder Athletik seine Leistung maximieren, aber es macht keinen Sinn mehr Steine herbei zu bringen, als der Maurer tatsächlich verarbeiten kann. Hier macht es Sinn die max. Erleichterung zu deckeln bzw. an die TaP* der Maurerprobe anzupassen. Ggf. könnten die TaP* der Mauernprobe als Erschwernis der Helferprobe dienen, wenn es zu wenig Helfer gibt ("Bring Steine Mann, ich hab keine mehr! Wo bleibt der Mörtel? Muß ich alles selber machen?").

Situative Regelnutzung von Hilfstalenten:
Analog zu den Helfern können weitere Fähigkeiten oder Kenntnisse die eigentliche Aufgabe auf unterschiedliche Weise erleichtern oder unterstützen bzw. ermöglichen. Besagter Maurer kann nicht nur Mauern mauern, er kann auch Häuser bauen. Für komplexere Gebilde ist Baukunst sicherlich eine Voraussetzung, es kann aber auch eine Hilfsprobe ermöglichen, wenn man vorher einen konkreten Plan des zu errichtenden Gebäudes erstellt. Alternativ kann eine Zimmermannsprobe den Bau eines Gebäudes erleichtern, sei es durch den Bau eines entsprechenden Hilfsgerüstes, sei es durch die Verwendung integrierter Holzbalken.

Erweiterter Umgang mit Hilfstalenten:
Ich selbst bin ein Freund von multipler Anwendung von Hilfstalenten und Helfern - je nach Komplexität des Vorhabens.
Beim Bau eines Hühnerstalls (keine Komplexität) ist sicherlich ein Helfer willkommen, aber Baukunst schießt hier über das Ziel hinaus. Man kann zwar mit Holzbearbeitung zusätzliche Schnitzereien einarbeiten oder mit Baukunst vorher einen Bauplan erarbeiten, aber der rein funktionale Hühnerstall wird über Zimmermann mit Helfer abgehandelt.
Der Bau einer Scheune (geringe Komplexität) kann bereits eine kleine Gruppe von Helfern beschäftigen und ein unterstützender Bauplan kann hier sicherlich hilfreich sein.
Der Bau eines Fachwerkhauses (mittlere Komplexität) ist mit einer Gruppe von Helfern anzugehen und ein Bauplan (Baukunst) ist sicherlich hilfreich. Ein weiteres Wissens oder Handwerkstalent (Maurer, Machanik, Handel, Hauswirtschaft) darf eingebracht werden um die Herstellung zu unterstützen bzw. die Helfergruppe zu koordinieren.
Ein Herrschaftsanwesen (große Komplexität) hingegen dürfte Baukunst bereits als Voraussetzung beinhalten und eine große Gruppe von Helfern beschäftigen...
Ohne dies als feste Regel betrachten zu wollen, würde ich mit zunehmender Komplexität Voraussetzungen stellen und entsprechende Hilfstalente erlauben. Bei einfachen Dingen (keine Komplexität) reicht das Talent. Bei geringer Komplexität ist Unterstützung sinnvoll. Bei mittlere Komplexität können bereits zwei Hilfestellungen unterstützen, aber man braucht auch ein gewisses Maß an Voraussetzung.

Ein einfaches Fachwerkhaus also könnte entweder mit einer kleinen Gruppe von Helfern oder mit einem Bauplan (alternativ) errichtet werden. Wenn man beides nicht hat, hat man ein Problem (Probenerschwernis!). Dafür können aber auch zwei beliebige aber passende Hilfstalente unterstützen. Daß nicht mehr gleichzeitig unterstützen können liegt an der "mangelnden" Komplexität.
Die eigentliche Aufgabe wird nämlich immer noch mit dem eigentlichen Talent bewältigt und man kann die auftretenden Probleme (die Probenerschwernis) durch Hilfstalente abbauen - egal über welche Hilfstalente. Aber man kann man gelöste Probleme eben nicht nochmal lösen.

Dieser Text dient der Inspiration leidgeplagter Spieler und SL.
Er beinhaltet keinen Anspruch auf inhaltliche Vollständigkeit oder allgemeine Anwendbarkeit.
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Anwendung von Hilfstalenten

Beitrag von Vasall » 23.09.2017 10:10

Entschuldigt, ich komme mit der Themenspaltung nicht so recht klar, daher hier meine Frage aus dem Ursprungsthema:

Hm, ich meine es ist einfach nicht zulässig die Regeln zur (1) Beteiligung mehrerer Charaktere bei längerfristigem Talenteinsatz und TaP*-Ansammlung (WDS: 15) mit den Regeln für (2) Zusammenarbeit und Hilfstalenteinsatz (WDS:15 rechte Spalte) zu kombinieren.

Entweder man verwendet Methode (1) und legt fest wie viele Proben von weiteren beteiligten Charakteren auf welches Talent gewürfelt werden dürfen.
Oder man verwendet Methode (2) und darf dann aber nicht ansammeln.

Beides kombiniert macht's doch schräg.
Uns ist jedenfalls noch nie in den Sinn gekommen die Mechanismen zu kombinieren. :grübeln:

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Beitrag von Tilim » 23.09.2017 10:14

Bei mir gilt: Alle Regeln sind miteinander kombinierbar es sei denn, sie widersprechen sich extremst (fällt mir gerade kein Beispiel ein) oder es ist explizit erwähnt, dass man sie nicht kombinieren kann.

Erlaubt: Wuchtschlag + Extra TP aus guter Schmiedearbeit
Verboten : Extra TP aus Schmiedearbeit + Adamantium

Erlaubt: Flim Flam Grün + Lichtkegel
Verboten: Flim Flam Permanent + Leuchtturm
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Beitrag von Vasall » 23.09.2017 10:20

Naja, aber bei meiner Frage geht es ja um unterschiedliche Probemechanismen die nicht einfach vermischt werden sollten.

Man legt ja z.B. auch keine Fingerfertigkeit-Probe ab und nimmt als Erleichterung den Sinnenschärfe-TaW dazu. Oder doch?

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Beitrag von Tilim » 23.09.2017 10:29

Zusammenarbeit, Hilfstalente, Ansammeln von TaW und Erschwernisse/ Erleichterungen sind (wenn ich nicht irgendeine komische Definition übersehen habe) keine Probenmechanismen sondern Modifikationen/ Situationen.

Die Probenmechanismen sind (wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt) laut Buch:
  1. Eigenschaftsproben, Definiert durch 1W20 Würfel, Beispiele sind FF, KK, AT, PA
  2. Talentproben, Definiert durch 3W20 Würfel, Beispiele sind Grobschmied, Sinnenschärfe, Metatalent Kräutersuche
Ob man diese RAW miteinander Kombinieren kann (Sinnesschärfe als Hilfstalent für die IN-Probe) weiß ich nicht. Ich würde das nur erlauben wenn die Gruppe mich in diesem Punkt überstimmt. Ich würde aber so was wie KK als Hilfstalent auf GE erlauben (wenn es in der Situation Sinn macht)

Beispiel:
Wenn man als Meister sagt: "Deine Attacke ist wegen Mondlicht um 5 erschwert."
Dann antwortet der Spieler auch nicht mit:" Ne geht nicht, wir haben schon Erleichterung durch Überzahl und das lässt sich nicht kombinieren."
Zuletzt geändert von Tilim am 23.09.2017 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Andwari » 23.09.2017 10:32

@Vasall
Eadee kombiniert in ihrem Beispiel aus dem anderen Thread ein Hilfstalent des Meisters damit, dass halt noch ein Helfer da ist Das sind erst mal zwei voneinander unabhängige Dinge, die irgendwie auch berücksichtigt werden sollten =
1. Jemand der TaW Grobschmied allein hat, sollte weniger können als jemand, der das mit Metallurgie, Alchemie, Schleifereiausbildung usw. kombiniert (die DSA-Talente sind da z.T. halt sonderbar) - gemeint ist 1 TaW v.s. derselbe TaW + mehrere nützliche drumrum.
2. Helfer helfen - besonders wenn sie auch was vom Fach verstehen. Der Helfer hier bringt ja eben nicht die Expertise in einem notwendigen zweiten Bereich, den der Hauptakteur nicht hat, sondern macht "Grobschmied".

Störend ist mMn der Umfang der Erleichterungen - und das das eben nicht (für möglichst alle TaW gleichmäßig geregelt) gedeckelt und vom Ende her gedacht ist. Siehe der Beitrag vom @Herr der Welt im anderen Thread.

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Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 23.09.2017 12:41

Ich spreche mich sowieso grundsätzlich für den freieren Umgang mit Regeln aus - Spielspaß rulez!
Zu oft habe ich erlebt, daß wegen Regelfetischismus Spielrunden ins Stocken gerieten oder sinnvolle und stimmige Aktionen wegen unzureichender Regeln nicht ermöglicht wurden.

(Str)enge Regeln funktionieren beim Dungeoncrwaling. "Echtes Rollenspiel" kann nicht wirklich geregelt werden - nur geleitet.

Man bedenke bitte, daß es dem SL obliegt, ob er eine Probe verlangt und wenn ja, welche Zuschläge/Erleichterungen er beaufschlagt. Der SL ist schließlich kein Schiedsrichter oder Regelwächter!
Es steht dem SL frei, auf eine Ansage wie "Ich gehe in die Schmiede und schmiede ein Schwert so gut ich es vermag" mit "nach x-Zeit kommst Du mit Schwert(+Boni) heraus" zu reagieren, er kann eine Probe nach Regeln verlangen aber auch einfach entscheiden, daß das Schwert schlicht mißlingt (Beispiele: spröder Stahl, verunreinigtes Kühlmittel, unbekannte Ursache u.s.w.).

Ich nutze zwar lieber Regeln als Handwedelei, aber zum Einen versuche ich die grundsätzlich die Regeln im Sinne des Spielspaßes und -flusses unter Berücksichtigung der Weltkonformität der Situation angemessen zu verwenden und nicht die genannten Aspekte streng den Regeln zu unterwerfen, zum Anderen ist unter gleichen Aspekten verwendete Handwedelei ein gleichfalls akzeptables, probates und bewährtes Mittel zum Zweck.
Es gibt ja auch schöne Zugfahrten mit toller Aussicht (wenngleich das eine der größten SL-Herausforderungen ist)!
... ich will doch nur spielen!

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Beitrag von Andwari » 23.09.2017 13:22

@Ahnherr derer von und zu Durenald
Regeln sollen helfen - und das tun sie nicht, wenn sie die Leute verwirren.

Wenn ich als SL keinen Rahmen für Probenmodifikatoren geliefert kriege, ist das schlecht - wenn man mir den falschen Rahmen als Spielhilfe unterjubelt, d.h. einen der mit vorhandenen Werten nicht funktioniert, ist das noch viel schlimmer. In Eadees Vorhaben, ein legendäres Artefakt zu erzeugen, das auch so wahrgenommen wird, wäre die notwendige Erschwernis im System eben nicht nur +30 sondern vllt. +50. Glücklicherweise ist "legendäres Artefakt machen" keine ständig auftauchende Situation - aber dass die DSA-Regeln in normalen Situationen nicht gut funktionieren gibt es ja auch.

Doch, der SL ist irgendwo "Schiedsrichter", was in der Spielwelt wie funktionieren soll - damit die Mitspieler da nicht mit "falschen" Vorstellungen ankommen ("mein Paladosen-Zauberer zerfetzt die Heere Borbarads jetzt mit seinem Flimflam") und man eben eine gemeinsame Grundlage hat, sollen Regeln da sein. Wer keine Zahlen mag, kann die jeweils gerne fluffig umschreiben, muss auch gar nicht würfeln usw. = Der Spielkonsens in der jeweiligen Situation ist genauso eine Regel wie Zahlen.

Ohne Konsens, was wer denn kann, was das bewirkt usw. sind wir in einem Roman, in dem der einzelne Spieler evtl. deutliche Immersionsprobleme kriegt und Hemmungen haben wird, das "Falsche" vorzuhaben. Wenn wir (Verengung) schon bei würfelhaltigem Spiel mit Regeln ähnlich dem x-tausendseitigen DSA-Regelwerk sind, ist es einfach eine schlechte Spieltaktik, dem Mitspieler erst keine Anhaltspunkte zu geben, was der Chari kann (=Werte) oder die gar dann umzudefinieren, wenn der sich vorgestellt hat, das ginge jetzt. Ein Spieler der glaubt, bei gutem Würfeln könne er vier Heiltränke aus einer Portion Wirselkraut machen, der dann gut würfelt und man sagt ihm dann "steht zwar so in den Regeln, aber passt gerade nicht", es wird nur ein Heiltrank ... ist mit die schlechtmöglichste Situation. Dafür muss ich als SL vorher die Regeln einschätzen können, was mir DSA manchmal nicht leicht macht.

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Beitrag von Ahnherr derer von und zu Durenald » 23.09.2017 13:43

@Andwari Ich zitiere mich mal selber:
Ahnherr derer von und zu Durenald hat geschrieben:
22.09.2017 20:01
Hier wird von Spielern und SL Kreativität und Fingerspitzengefühl benötigt.
Ich wüßte nicht, wo Du meinen Aussagen widersprichst. Ich sehe mich eher bestätigt, denn Du beschreibst genau die Probleme, die in vielen Runden existieren, die aber mit den Rahmenbedingungen ...
Ahnherr derer von und zu Durenald hat geschrieben:
23.09.2017 12:41
im Sinne des Spielspaßes und -flusses unter Berücksichtigung der Weltkonformität der Situation angemessen
durchaus lösbar sind.
... ich will doch nur spielen!

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Beitrag von Vasall » 23.09.2017 15:33

Andwari hat geschrieben:
23.09.2017 10:32
@Vasall
Eadee kombiniert in ihrem Beispiel aus dem anderen Thread ein Hilfstalent des Meisters damit, dass halt noch ein Helfer da ist Das sind erst mal zwei voneinander unabhängige Dinge, die irgendwie auch berücksichtigt werden sollten =
Und das kann ich doch ganz einfach mit der normalen Regel für längerfristigen Talenteinsatz abbilden. Da definiere ich einfach vieviele TaP* aus welcher Fertigkeit erwürfelt werden sollen und wieviele Leute sich pro ZE beteiligen dürfen. Dann vergebe ich für die Proben die passenden Modifikatoren und fertig.

Dazu muss ich das doch nicht mit dem Probemechanismus zum Hilfstalent vermischen.
Ich denke das war nicht die Intention bei der Regel. Hilfstalent wird nur benötigt, wenn ich ein oder mehr unabhängige Einzelproben verlange.

@Ahnherr derer von und zu Durenald
Ich halte, dass wie Du. Nur möchte auch ich meine Leute nicht durch unsinnige Probenwahl verwirren und aus dem Spielerleben reißen. :)

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