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Hexe für Borbarad-Kampagne

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Assaltaro
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Assaltaro » 10.01.2017 11:12

Dieser Ansatz fühlt sich für mich immer nach schummeln an. Deshalb nehm ich auch nach wie vor den Ritter und nicht den Krieger aus Baliho.
Und manche Kulturen kriegen ja auch eine automatische/verbilligte Geländekunde, die von den Start-AP zu zahlen ist auch oft schmerzhaft. Leider ist in diesen Punkten das 4.1 Generierungssystem nicht sonderlich gut. Wir waren in meiner Tischrunde nur immer zu bequem ein freies zu erschaffen, weil keiner auf die Software verzichten wollte.
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Sumaro
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Sumaro » 10.01.2017 15:42

Ich empfinde es nicht als Schummeln mir von dem System das zu nehmen, was ich brauche, um mein Konzept darzustellen. Es ist ja nicht so als hätte jetzt der Autor, der "Nordlande" zusammengeklickt hat, da irgendeine höhere Autorität als ich die selbst für meine Spielrunde habe und als würde ich ihm die Deutungshoheit über mein Spiel anvertrauen müssen. Daher bin ich ein klarer Verfechter davon, dir das vom System zu nehmen, was man braucht, um Spaß zu haben und sich nicht irgendeiner falschen Autorität zu unterwerfen, die letztlich nur darin existiert, dass man glaubt den Willen des "Schöpfers" zu erkennen.

Grundsätzlich bin ich natürlich auch sehr optimierungswütig und würde auf Heilkunde nicht gänzlich verzichten, aber den Stellenwert deutlich niedriger einordnen. Denn bei vielen Dingen, die man bekommt (Gifte oder Krankheiten) helfen profane Mittel ohnehin nur sehr begrenzt. Im Gegensatz zum Talent Heilkunde Wunden, welches aktive Hilfe leistet, haben HK Gift und HK Krankheit erst mal nur diagnostischen Charakter und sind dann sehr stark abhängig von dem Equipment, welches man mitführt.
Abseits davon sind Krankheiten und Gifte natürlich auch selten Spielgegenstand, weswegen sie einfach zu teuer sind, um sie einfach so mitzusteigern. Und sie sind auch in der G7 nicht relevant. Was natürlich etwas metagaming ist, aber man kann das ja auch später noch nachsteigern. Ich bin ohnehin kein Freund von reinen Heilkonzepten im offiziellen System. Damit gewinnt man keinen Blumentopf.

Es kommt aber auch, wie gesagt, sehr darauf an, wie die Spielerin so drauf ist. Für das zweite Zeichen beispielsweise wäre ihr Charakter gewissermaßen prädestiniert und wenn sie dieses nimmt, dann baue ich sie anders als wenn sie eher die lautlose Mörderin sein soll.
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Ardor
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Ardor » 10.01.2017 16:52

Sumaro hat geschrieben: Es kommt aber auch, wie gesagt, sehr darauf an, wie die Spielerin so drauf ist. Für das zweite Zeichen beispielsweise wäre ihr Charakter gewissermaßen prädestiniert und wenn sie dieses nimmt, dann baue ich sie anders als wenn sie eher die lautlose Mörderin sein soll.
Ich habe noch nie mit ihr gespielt, aber so wie ich sie einschätze - und vor allem, weil sie sich zur Tochter der Erde ja hinentwickeln will - dürfte ihr die Heilsache sehr gefallen. Und ich kann sie mir als Trägerin des zweiten Zeichens sehr gut vorstellen. Aber ich kenne weder ihre Mitspieler und deren Charaktere noch bin ich ihre Spielleiterin. Also echt schwer zu sagen ;-)

Bitte mach es einfach so, wie Du es nach den bisherigen Angaben für richtig hältst!

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Sumaro
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Sumaro » 10.01.2017 19:43

So, hier mal ein erster Entwurf, wie ich mir den Charakter vorstellen könnte zum Beginn. Schau erst mal rein, eventuell kann man dann noch ein wenig erklären. So wie ich sie aufgestellt habe, ist sie sowohl kämpferisch in vielen Fällen ganz gut vertreten (einfach weil sie sich profane Gegner mit der richtigen Stimmung problemlos runterblitzt), hat automatisch recht viel Ressourcen (sie regeneriert recht zuverlässig 9-10 AsP pro Ruhephase, kann also durchaus mal beim Zaubern ein bisschen was raushauen), hat nicht die typischen "Hexen"-Eigenarten, weil sie als solche kaum zu erkennen ist (sie geht problemlos als begabte Elfe durch, solange niemand mit magische Analyse um die Ecke kommt) und sie kann sich problemlos mit den ersten 1000 AP in jede Richtung (Heilerin, Kämpferin, Zauberin) ausbauen.

Fürs Endgame braucht man natürlich noch eine weitere Facetten weil Eigenschaften und Einfluss nicht unbedingt die beste Kombi ist vs. übernatürliches.
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Ardor » 10.01.2017 22:58

Lieber Sumaro!

Ja, Du hast da wirklich noch einiges rausgeholt, und ich sehe da schon auf dem ersten Blick einiges, was ich auch jenseits der Startpaketfrage optimieren kann! Erst mal vielen lieben Dank - bin so frei, mich per PN zu melden, wenn mir unklar ist, wieso Du was wie gemacht hast!

LG

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Sumaro » 11.01.2017 08:09

Klar, sag einfach Bescheid, wenn etwas unklar ist. War jetzt auch eher ein Schnellschuss in einer Viertelstunde zusammengeklickt über die Heldensoftware.^^
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Gubblinus » 11.01.2017 10:40

Ich weiß nicht ob das für die G7 sinnvoll ist, oder wie groß da das Potential für Hexen wirklich ist, aber wäre Dämonologie für später eine Option ?
Oder ist das das klassische "von Anfang an oder nie" wegen benötigter Sonderfertigkeiten/Vorteile/etc.

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Ardor » 11.01.2017 10:45

Gubblinus hat geschrieben:Ich weiß nicht ob das für die G7 sinnvoll ist, oder wie groß da das Potential für Hexen wirklich ist, aber wäre Dämonologie für später eine Option ?
Oder ist das das klassische "von Anfang an oder nie" wegen benötigter Sonderfertigkeiten/Vorteile/etc.
Ich glaube (aber wie "groß" meine Generierungserfahrung ist, hat dieser Thread ja bisher eindrucksvoll gezeigt...) dass man das von Anfang an anvisieren sollte, wenn man den Charakter in die Richtung entwickeln will.

Bezüglich Sinnhaftigkeit "Gleiches mit Gleichem" bekämpfen vom Fluff klingt es danach als wär ein "Dämonen gegen den DämonenMEISTER" nicht sinnvoll. Vom Crunch her bin ich mir nicht sicher, wieviele Möglichkeiten ein Borbarad direkt gegen Dämonen hat ohne das man nach Meisterwillkür riechende Freizauberei bemüht.

Im konkreten Fall passt es nicht zum Konzept bzw. wäre das wohl auch "too much" für einen DSA-Neuling.

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Sumaro » 11.01.2017 10:57

Dämonologie ist einfach zu umfangreich, um es einem Einsteiger zu geben. Schon so ist eigentlich ein Konzept, welches in mehreren eher anspruchsvollen Bereichen steckt, nicht unbedingt das was man empfehlen würde. Eine Hexe, auch wenn für weibliche Spieler die häufigste gewählte Profession - zumindest gefühlt - bringt eben auch gleich einen ordentlichen Batzen an Zusatzregeln mit sich. Der ganze Kram mit Magie, dann Vertrautenmagie, Flüche und ähnliches, hat man da mit drin und muss sich dann auch noch mit den profanen Mechanismen beschäftigen.

Es ist also nicht unbedingt Einsteigerfreundlich. Noch schlimmer wird es, wenn man eben ein komplexes Magie-Gebiet mit oben drauf legt. Da ist Einfluss und Eigenschaften noch leicht zu handhaben, weil man eben nur ein paar Werte verändern muss oder die Zauberwirkung nach ZfP* ablesen kann. Bei Dämonen, Elementaren etc. muss man viel mehr noch berücksichtigen.
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Ardor » 11.01.2017 11:00

Sumaro hat geschrieben:Eine Hexe, auch wenn für weibliche Spieler die häufigste gewählte Profession - zumindest gefühlt - bringt eben auch gleich einen ordentlichen Batzen an Zusatzregeln mit sich. Der ganze Kram mit Magie, dann Vertrautenmagie, Flüche und ähnliches, hat man da mit drin und muss sich dann auch noch mit den profanen Mechanismen beschäftigen.
Ja, das ist mir beim Generieren auch so nach und nach bewusst geworden. Sie hat aber zumindest generell Rollenspielerfahrung, was das einarbeiten vielleicht etwas leichter macht.

Dingens
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Dingens » 11.01.2017 11:04

Der Königsweg "Feuer mit Feuer bekämpfen" bei Dämonologie ist Kontrolle übernehmen.

Dämonen übernehmen ist eine vergleichende Probe auf den Kontrollwert. Ich behaupte KEIN Held der Welt schafft es, eine vergleichende Kontrollprobe gegen den Dämonenmeister selbst zu gewinnen. Das heißt Big B selbst kann wohl, selbst streng nach Regeln, die auch für Spieler gelten (keine Meisterinformationen: Halbgott- oder Dämonenkronen-Extra-Fähigkeiten nötig), jeden Dämonen übernehmen, den ihm ein Spieler auf den Hals hetzt, und ihn dann gegen ihn wenden. Anders herum hat wohl auch kein Spieler eine Chance, einen von Borbarad selbst geschickten Dämon zu übernehmen. Eingeschränkter würde ich ähnliche Überlegenheit auch Xeraan oder Galotta zugestehen (unwahrscheinlich, aber möglich, dass ein SC ähnliche Fähigkeiten hat).

Glücklicherweise machen Borbarad und seine mächtigsten Magier ja nicht alles selbst. Viel von den Dämonenkroppzeug, dem man in der Kampagne begegnet, wurde wohl von weniger kompetenten Beschwörern im Gefolge herbeigerufen - und denen kann man mit Kontrolle übernehmen durchaus ordentlich beikommen. Dann hat man eine recht zuverlässige, günstige und mächtige Möglichkeit, Dämonen zu bekämpfen.

Zusätzlich weiß ein Dämonologe natürlich auch Flufftechnisch viel beizusteuern, und kann ggf. zumindest seinen Mitstreitern helfen, die Viecher effektiv zu bekämpfen, indem er mögliche Fähigkeiten, Schwachstellen und Stärken kennt.

Alles in allem aber:
1) Dämonologe von Anfang an oder garnicht, zumindest, wenn man mit begrenzten AP kompetent werden will. Ein inkompententer Dämonologe ist entweder schnell tot, in höheren Kreisen der Verdammnis oder in einer Koschbasalt-Zelle.
2) Keine Beschwörung für DSA-Neulinge (!)

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Sumaro » 11.01.2017 11:09

Vor allem ist Übernahme von Dämonen der gefährlichste Weg, um überhaupt einen Dämon zu bannen, weil jeder Beteiligte sofort merkt von wo und von wem da was kommt und man damit sowohl das Feuer des Dämonen als auch das des Beschwörers auf sich zieht. Zudem ist die Reichweite natürlich auch enorm begrenzt. Schon ein Sprung vom Zant aus der Reichweite während der Übernahme, beendet jeden Versuch (13 Schritt). Dafür weiß man aber direkt, wer da eingreift.

Also ja, eine günstige Möglichkeit aber auch die mit dem "Hier bin ich, kill the mage first!"-Stempel versehen.

Und einfach nicht für Anfänger geeignet. Und für den SL auch nicht, weil nirgendwo bei der G7 steht, wer welchen Dämon gerufen hat, zumindest nicht bei 0815-Dämonen.
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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Dingens » 11.01.2017 11:28

Nur ganz kurz: Dafür ist die Übernahme
a) sehr schnell
b) für alle außer dem kontrollierenden Beschwörer und den Dämon selbst unsichtbar (hilft, wenn auch ein Haufen anderer Feinde anwesend sind - die erkennen nämlich einen Magier, der ein Pentagramm auf den Boden malt, oder einen Geweihten, der laut Liturgien rezitiert, weitaus schneller)
c) spottbillig
d) flexibel. Der Dämon ist nach Gelingen entweder sofort weg (0 AsP) oder, noch besser, man nutzt seine verbleibenden Dienste gegen seinen ehemaligen Herrn.

Trotzdem stimme ich dir voll zu, ist keine Lösung hier. Ich würde bei einer nicht-Dämonologen-Hexe bleiben, das ist komplex genug.

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Bullf » 11.01.2017 11:49

Sorry, dass ich mich kurz einhake (und evtl. Offtopic einschmeiße):
Habe gar keine Ahnung von Dämonen. Wie übernimmt man die Kontrolle von Dämonen? Über Zauber? Über Charismaprobe? Und geht das auch mit Elementaren?
Wenn Elfen Elfen helfen helfen, helfen Elfen Elfen helfen.

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Dingens » 11.01.2017 12:14

WdZ S. 192, kurz: Vergleichende Kontrollprobe, normal modifiziert.

Für Elementare gibt es meines Wissens nach keine vergleichbare Regel.

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Re: Hexe für Borbarad-Kampagne

Beitrag von Sumaro » 11.01.2017 14:26

Nun, die Regelung ist, mal wieder, reichlich undurchdacht. Ich würde nämlich nicht zwei vergleichende Proben in der Situation würfeln lassen, sondern eine bei der man gegen den Beherrschungswert des Beschwörers würfeln muss. Dieser hat dann alle Boni aus der Vorbereitung etc. und man selbst nur das, was man eben gerade an Boni bekommen kann. Damit zollt man dem Umfang, dem Risiko und den Ressourcen deutlich mehr Tribut.

Aber ja, RAW ist es deutlich zu billig, deutlich zu effektiv und lächerlich einfach.

Nur so als kleine Anmerkung.

Hexen würde ich eh nicht dazu raten. Die sind miese Dämonologen.
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