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Said ibn Shafir, Dämonologe aus Rashdul

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Firnblut
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Said ibn Shafir, Dämonologe aus Rashdul

Beitrag von Firnblut » 13.11.2015 19:16

Hallo Forum,

ich spiele seit einiger Zeit einen Schüler des dämonologischen Zweiges der Rahsduler Akademie und bräuchte dabei etwas Hilfe, was den Hintergrund angeht.

Begonnen habe ich den Charakter eigentlich als reine Werteansammlung ohne große Hintergrundgeschichte und mittlerweile ist er mir so ans Herz gewachsen, dass mir das etwas Leid tut.
Während ich mich aber sonst nicht so schwer damit tue, eine Hintergrundgeschichte zu basteln, komme ich bei Said nicht so gut zurecht.
Ich erhoffe mir ein wenig Inspiration, sowohl zu Kindheit+Jugend des Chars, als auch zu Marotten, Motivation, Hobbies, etc.

Da die Hintergründe unserer Charaktere quasi noch gar nicht angespielt wurden, ist eigentlich nur festgelegt, was Werte hat, wobei Retcon im Rahmen von ~200 AP durchaus drin ist.

Said ist Tulamide und stammt auch aus den tulamidischen Stadtstaaten (SO=7).
Er ist etwas schwächlich (miserable Körperkraft, krankheitsanfällig, recht niedrige Gewandheit), dafür aber ein begnadeter Beschwörer (Affinität, Begabung Invocatia) und mit 140 GP + 30 aus Nachteilen, sowie 1000 zusätzlichen Start-AP ein Überflieger, wie man ihn wohl nur alle dutzend Jahre mal an einer Akademie findet.
Mit einer gehörigen Portion Forscherdrang (Neugier 10), einem guten Gedächtnis und festem Willen (hohe MR III) zieht er als begabter Beschwörer in die Welt, der sich Nachts am wohlsten fühlt (Wesen der Nacht III).
An Talenten ist er bisher eigentlich ein lupenreiner Dämonologe. Natürlich kann er Zeichnen und Malen - was ich sonst gerne meinen Charakteren als Hobby mitgebe - das ist mir bei einem Beschwörer aber zu crunchig um es als Hobby zu werten.
Ausbaufähig wäre Brett/Kartenspiel, was mir bei einem Tulamiden aber schon fast zu klischeelastig ist.

Also ein geradelinig generierter Dämonologe und hier endet es eigentlich auch schon.

Natürlich entwickelt so ein Charakter relativ schnell ein Verhalten, das er am Spieltisch an den Tag legt, aber das kommt eben eher spontan und mir fehlt ein rundes Bild der Figur.

Wir spielen ca. 1000 BF, er ist als Dämonologe also noch relativ unbekümmert und auch mit der Nekromantie sieht er es nicht so streng. Da wir keine Lust hatten Professionspakete auseinanderzunehmen oder zu ändern, haben wir beschlossen, dass eigentlich noch nicht verfügbares Wissen es doch irgendwie als Exklusivwissen zu den SCs geschafft hat. In diesem Fall hat der Char also die SF Zauberzeichen, was ich auf einen Dämonen geschoben habe, dessen Namen er in den Katakomben der Akademie gefunden hat und der als Lehrer für Zauberzeichen dienen kann.
Ich hatte überlegt ihn auf das erheben von nicht kulturschaffenden Wesen zu beschränken, da er dem Feqz zugetan sein soll.

Ich möchte, dass er etwas skuril und evtl. schrullig wirkt, seine Kameraden auch gerne mal übertölpelt, aber im Grund jemand ist, den man gerne in seiner Gruppe hat. Und das nicht nur wegen der Kampfmaschinen, die er im Notfall in die Welt schicken kann.
Moralisch gesehen ist unsere Gruppe flexibel genug, um Dämonen und Untote zu akzeptieren, solange sie kontrolliert eingesetzt werden und Unschuldige und Kinder verschont bleiben.

Vielen Dank schon einmal für alle Anregungen!

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hexe
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Re: Said ibn Shafir, Dämonologe aus Rashdul

Beitrag von hexe » 13.11.2015 20:41

Rashdul die erstaunlichste Stadt des Universums und das seit 3000 Jahren (so lange gibt es auch die Akademie). Das ist etwas worauf Said durchaus stolz sein darf. Es gibt da ein paar Konstanten in der Stadt, wie die Akademie, den Herrscher, die Tempel für die gerade aktuellen Götter und die Sheynuchanim. Eine jahrtausendealte Familiendynastie voll vom fähigsten Dämonologen (und einem Elementalisten), die schon die Spektabilität der Akademie gestellt haben. Die wären doch auch etwas für Deinen SCs?
Das Problem ist da nur Dein SO. Vielleicht ziehst Du da noch nach oder er ist nur 'adoptiert'? Das ist sogar besser. Said hat seinen Gönner und Mentor dort. Passt auch gut an den Namen: Said ibn Shafir Sal Shanatir al'Jamil Sheynuchanim. :)

Seine Eltern waren/sind Personal/Sklaven im Anwesen der Familie. Woher sein Talent kam, weiß man zwar nicht (Es gibt da nur Gerüchte, dass seine schwangere Mutter den Beschwörungsräumen im Keller irgendwie zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu nahe gekommen ist. Aber das ist alles nur Gerede, oder?). Seine magische Kraft wurde natürlich entdeckt und entsprechend an der Akademie ausgebildet.

Während seiner Kindheit half er im Haushalt und streifte durch das schöne Anwesen in der rashduler Oberstadt. Die Jugend in der Akademie ohne Türen.

Er ist natürlich ausgezogen, weil die Familie es erwartet und er sich beweisen muss. Außerdem gibt es da noch die wunderschöne Shadime, Tochter der Familie, in die er unsterblich verliebt ist und dessen Hand er natürlich nur bekommt, wenn er sie ernähren kann und sich einen Namen gemacht hat. Sie kennen sich bereits aus Kindheitstagen (also als das Mädchen noch außerhalb des Harem spielen durfte) und Said ist sich sicher, dass sie auf ihn wartet.

Seit er Shadime gesehen hat, lässt ihn ihr Bild nicht mehr los. Er überlegt seitdem immer wieder, was er ihr schönes nähen könnte. In seinen Gedanken kreisen Modeschöpfungen, die er mit seinen Zeichentalent aufs Papier bringen und übt sie mit Schere, Stoff und Nadel zu verwirklichen. Meist näht er aber nur die kaputten Hosen seiner neuen Gefährten...

Brettspiel ist eigentlich keine Alternative sondern ein Muss, wenn Du Dich in höheren Kreisen bewegen möchtest. Aber vielleicht kann Said diese 40 weißen und 20 roten Kamele nicht mehr sehen und sie kotzen ihn echt an. Echt jeder will immer während einer Partie mit ihm reden oder verhandeln, weil es sich so gehört, dabei würde er viel lieber Boltan spielen...

Als Junge hat er vielleicht hin und wieder in der Küche mitgearbeitet und kennt sich deshalb mit dem Kochen etwas aus. Außerdem kennt er all die Leckereien, die man in der Rashduler Oberstadt genießt, weshalb er beschlossen hat die Nachkochen zu können (auch im Orkland bei Pissregen mit diesem verbeulten Topf). Dank gutem Gedächtnis kann er sich all die Rezepte ja merken...

Nur noch ein Wort zu Nekromantie. Ich finde es passt nicht so zu Rashdul, denn da sind gleich zwei Boron-Tempel zu Hause und zeigen Präsenz. Außerdem hat man hier gleich die Felsengräber, welche immer noch Magier-Mogul-Mumien behaust werden und eigentlich eher störend sind. Aber das kann man natürlich überspielen...

Firnblut
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Said ibn Shafir, Dämonologe aus Rashdul

Beitrag von Firnblut » 21.09.2017 14:22

Ich danke dir, sehr verspätet, für deinen Beitrag :)

Zwischenzeitlich hatte sich unsere Runde aufgelöst und damit ist auch Said aus meiner Aufmerksamkeit verschwunden. Jetzt geht es weiter und das Thema gewinnt wieder an Aktualiät.
hexe hat geschrieben:
13.11.2015 20:41
Vielleicht ziehst Du da noch nach oder er ist nur 'adoptiert'? Das ist sogar besser. Said hat seinen Gönner und Mentor dort. Passt auch gut an den Namen: Said ibn Shafir Sal Shanatir al'Jamil Sheynuchan
Das gefällt mir sehr gut. Said wäre dann aus einem Waisenhaus adoptiert worden. Soweit er weiß natürlich aus reiner Fürsorge, weshalb die Sheynuchanim bei ihm den Stellenwert einer Familie haben - was sie ja auch wirklich sind. Eigentlicher Auslöser der Adoption war aber die Entdeckung des großen Potentials, das man an die Familie binden und damit dem Zugriff anderer entziehen wollte. Ein Plan, der voll aufgegangen ist.
hexe hat geschrieben:
13.11.2015 20:41
Er ist natürlich ausgezogen, weil die Familie es erwartet und er sich beweisen muss.
Ich denke die Familie erwartet das ganz und gar nicht. Ein adoptierter Junge, in den man viel Liebe, aber auch Ressourcen investiert hat, dem man die Ausbildung zum Magier finanziert hat, wäre in Rashdul vermutlich wesentlich lieber gesehen, als irgendwie in Aventurien auf Abenteuerfahrt.
Die große Neugier nach dem Unbekannten und die nicht zu überwindende Kluft, die zwischen ihm und seiner Adoptivfamilie faktisch dann doch liegt, haben den jungen Adeptus dann aber doch zur Abenteuerfahrt getrieben.


Das bringt einige Punkte auf, die mir recht gut gefallen.
Aus dem Waisenhaus kommend, kennt Said natürlich - wenn auch nur noch ausschnitthaft, da schon so lange her - das Leben der Armen. Gleichzeitig dürfte ihm nach seiner Adoption und an der Akademie ausreichend vermittelt worden sein, dass er eben etwas besseres ist und den höheren Stand verdient. Ich kann ihm dadurch eine überhebliche Art und Unverständnis gegenüber Mittellosen mitgeben, ihn Sklaverei romantisieren und gleichzeitig sehr weichherzig armen Kindern gegenüber sein lassen, die ihn an seine eigene frühe Kindheit erinnern. Also mit dem Bild brechen.

Sowohl Familie, als auch das Waisenhaus als Bezugspunkt zu haben, gibt ausreichend Hintergrund, der angespielt werden kann und Motivation abseits von "sich beweisen". Irgendwann selbst solche Häuser zu errichten und sich den Kindern annehmen, um zurückzugeben, was man mal bekommen hat.

Dazu kommt der, von der Familie sicher unerwünschte Auszug auf Abenteuerfahrt, der ein guter Grund ist, warum Said eben nicht bei Problemen auf die Ressourcen der Familie vertrauen oder sich dort einfach unterstützung sichern kann.
hexe hat geschrieben:
13.11.2015 20:41
Brettspiel ist eigentlich keine Alternative sondern ein Muss
Ich fürchte du hast Recht. Da wir mittlerweile auch einen spielsüchtigen Söldner in der Gruppe haben, ist dieses Talent auch direkt wieder viel attraktiver geworden, weil es schöne Interaktion zwischen den Charakteren begünstigt.

Kochen möchte ich ungern angehen. Wir haben einen Spieler, der viel darauf gibt, dass sein Charakter gut kochen kann. Dem will ich nicht sein Steckenpferd streitig machen. Obwohl mit die Idee gut gefällt, aber in der Gruppe wäre das ungünstig.

Die Schneiderei war mir bisher zu abgedroschen, weil.. naja, Magier mit Schneidern erinnert mich irgenwdie zu stark an MMORPGS. Mit dem Zusatz der eigenen Entwürfe (und evtl. dem Ziel sich später einmal, neben seiner magischen Karriere, als hochkarätiger Schneider einen Ruf zu machen) ist es mir aber ulkig genug :)

Da wir derzeit die Phileasson-Kampagne angehen, hatte ich angedacht ihn noch den Wert und auch die Freude, die man an Kartographie finden kann, entdecken zu lassen. Auf so einer Reise kann man bestimmt einige Karten zeichnen, die es so noch nicht gibt...

hexe hat geschrieben:
13.11.2015 20:41
Nur noch ein Wort zu Nekromantie. Ich finde es passt nicht so zu Rashdul, denn da sind gleich zwei Boron-Tempel zu Hause und zeigen Präsenz. Außerdem hat man hier gleich die Felsengräber, welche immer noch Magier-Mogul-Mumien behaust werden und eigentlich eher störend sind. Aber das kann man natürlich überspielen...
Der Skelettarius ist ein Hauszauber der Rashduler Beschwörer, der Totes Handle eine fest vergebene Sonderfertigkeit. Nekromantie scheint also an der Akademie ein durchaus akzeptiertes Gebiet der Magie zu sein.
Die problematische Nähe zu Kirchen hat man ja bei einigen anderen Akademien ebenfalls. Wir gehen einfach davon aus, dass es aus irgendeinem Grund schon glatt geht. In unserer Runde der, dass die Kirchen nicht zwangsläufig auch weltliche Macht haben und dort, wo sie weltliche Macht haben, eben auch in ein kompliziertes Netz aus Abhängigkeiten eingebunden sind, das nicht unbedingt immer erlaubt, das zu tun, was man am liebsten machen würde.


Damit habe ich soweit die grobe Herkunft, einige Hobbies, die sich in Werten ausdrücken und auch einige Zukunftsperspektiven. Hilft mir auf jeden Fall schon mal sehr weiter :6F:

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Said ibn Shafir, Dämonologe aus Rashdul

Beitrag von Pfeiltänzer » 21.09.2017 22:54

Schön finde ich auch immer irgendein kleines "Laster". Beim Tulamiden bietet sich natürlich eine Wasserpfeife an (gut, man kann das durchaus auch klischeehaft nennen... :rolleyes: ) und wenn der Vorrat von Zuhause aus ist, dann muss er halt schauen, was er alternativ rauchen könnte. Oder er ist passionierter Teetrinker, auch hier stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn der gute Tulamidengold aufgebraucht ist.
Ich mag solche kleinen Marotten ganz gerne, nichts was sich in Werten ausdrücken würde, aber hin und wieder Anlass für nette kleinere Rollenspielmomente bietet.
P.S. Kann man hier eigentlich von Forennekromantie sprechen :borbi:?
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Said ibn Shafir, Dämonologe aus Rashdul

Beitrag von Firnblut » 22.09.2017 10:48

Pfeiltänzer hat geschrieben:
21.09.2017 22:54
P.S. Kann man hier eigentlich von Forennekromantie sprechen ?
Garantiert. Bewegt sich aber wohl innerhalb der vom Codex abgedeckten Grenzen :D

Ja, Marotten und Eigenheiten, die sich nicht in Werten ausdrücken (lassen) fehlen noch.

Als Tulamide ist er natürlich Teetrinker. Eine "Abhängigkeit" von gutem Tee habe ich noch nicht in Betracht gezogen, gefällt mir aber.

Die Wasserpfeife ist wenig transportabel, weshalb das - gerade bei der Phileasson-Saga - schwierig werden könnte so konsequent auszuspielen, dass es als Teil des Charakters wahrgenommen wird.
Andererseits hätte natürlich der Tulamide, der unter den widrigsten Bedingungen noch seine Wasserpfeife aufstellt und genießt, eine besondere Qualität... hm...

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Beitrag von Pfeiltänzer » 22.09.2017 15:10

Firnblut hat geschrieben:
22.09.2017 10:48
Andererseits hätte natürlich der Tulamide, der unter den widrigsten Bedingungen noch seine Wasserpfeife aufstellt und genießt, eine besondere Qualität... hm...
Das klingt doch nach einer schönen Marotte. Vielleicht transportiert er sie in einem schwarzen Holzkasten mit goldenen Zhayadglyphen und lässt die Mitspieler erstmal eine Weile im Unklaren darüber, was in dem unheimlichen Teil ist, das er wie einen Augapfel hütet und überall mit hin nimmt, auch wenn es wegen der nicht geringen Größe oft umständlich ist :)
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