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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 28.11.2018 09:49

Sanyasala, Feyiama,

ich benötige eure Hilfe zur Frage der rollenspielerischen Ausgestaltung eines Firnelfen (aus Olport).
Im Folgenden zunächst die Grunddaten, die aber nicht zur Diskussion stehen (sind vom Meister bereits abgesegnet), sondern einen Anreiz für die Ausgestaltung geben soll, zu meinen eigenen Ideen siehe danach:

Name: Ciryanil Nordlichttänzer

GP Basis: 120
R: Firnelf
K: Elfische Siedlung mit firnelfischer Beeinflussung (Olport)
P: Bewahrer

Vorteile:
Altersresistenz (auto)
Astrale Regeneration 3
Astralmacht 6
Dämmerungssicht (auto)
Gutes Gedächtnis
Herausragender Sinn: Sicht (auto)
Kälteresistenz (auto)
Resistenz gegen Krankheiten (auto)
Richtungssinn (auto)
Vollzauberer (auto)
Wohlklang (auto)
Zauberhaar
Zweistimmiger Gesang (auto)

Nachteile:
Elfische Weltsicht* (auto)
Hitzeempfindlichkeit (auto)
Lästige Mindergeister
Neugier 12 (auto+7)
Sensiebler GEruchssinn 6 (auto)
Unfähigkeit für [Merkmal] (Beschwörung, Dämonisch)
Unfähigkeit für Zechen (auto)
Unverträglichkeit mit verarbeiteten Metall
Verpflichtungen gegenüber der Sippe (als Bewahrer dem Nurda besonders zugewandt, auch als eine Art vermittler zwischen Elfen und Menschen)
Wahrer Name
Weltfremd (Adel/Hierachie 6; Götter/Religion 6)

So, nun zu meinen Gedanken und Fragen:

Nur zwei Kommentare zu den Vor- und Nachteilen:
- Da Elfen vieles mit ihrem Mandra unterstützen - teilweise quasi automatisch/unterbewusst, teilweise im Rahmen ihrer Lieder, Teilweise in einer Art Zwiesprache mit der Umwelt - hab ich mir die Vorteile A.Reg 3, AM 6 und Zauberhaar (welher gleichsam noch ein optisch-fluffiger Vorteil für Elfen ist) gegeben, um so nah wie mölich an den "immer zaubernden Elfen" heranzukommen, wie es für Spieler möglich ist.
Allerdings heißt das natürlich weder, dass Elfen immer Zaubern, noch dass ich das vorhätte, dazu aber gleich mehr, denn das ist eines der komplizierten Themen, die ich besprechen will.

- * Ich will der Empfehlung von "Aus Licht und Traum" folgen, und den Nachteil "Elfische Weltsicht", nicht nur als Nachteil sehen (das ist er ja durch seine Lernerschwernisse schon genug) sondern auch als Einladung zu ausgebautem, (möglichst wenig badocem) Rollenspiel.

Und die Kombinantion der beiden genannten Punkte bringt nun die Fragen:

Elfen haben was mit Musik zutun und mit HArmonie, aber die meisten Texte, die in LuT stehen, auch in den allgemeinen Teilen, sind probemfrei auf Au- und Waldelfen anzuwenden (zumeist sind die ingame-Zitate auch von jenen).
Firnelfen weisen aber signifikante Unterschiede auf.

Auf der EInen Seite, geht es bei ihnen auch um Musik und Harmonie (siehe u.a. LuT, 76: "Gängige Ansichten der Firnelfen über Menschen": [...]Stets nehmen sie mehr, als die Natur herzugeben vermag.[...]), gleichzeitig kann sich aber ein Firnelf bestimmte Jagdkodices bspw. der Waldelfen nicht leisten - eine Beute muss um jeden Preis und mit allen Mitteln erlegt werden.

Auch frage ich mich, wie die Firnelfen es mit der Natur und der Musik halten?
Die Waldelfen und viele Auelfen sind ja so, dass sie auf den Klang des Waldes lauschen und eine Art harmonische EInheit mit der Umwelt bilden, dass zwar einerseits ihr MAndra aus ihnen kommt, sie aber niemals die Umwelt erzwingen/manipulieren würden, sondern sich in den Gesamtklang einfügen.

Man könnte es damit umschreiben, dass ein Waldelf den Wald fragt, ob es in seine AHrmonie passt, zu zaubern. Wenn bspw. eine Wetteränderung die HArmonie stören würde, oder das Reh direkt vor den Augen des Rehs nicht zur Beute bestimmt ist, würde ein Waldelf bestimmte Handlungen und Zauber unterlassen, ob er dies nun bewusst oder unbewusst tut.

Aber wie ist das bei Firnelfen?
Ich habe keine Ahnung, wie sie sich im Verhältnis zur belebten und unbelebten Umwelt, vor allem zur Tierwelt sehen:
Würde ein Firnelf einfach mit Wasseratem fischen gehen oder die Bösen Jungs verfolgen, wenn seine Kameraden ihn darum bitten, oder erst einmal die Hände ins Wasser halten und den Geruch des Meeres einatmen und auf den Gang der Wellen hören, ob dieses den Elfen duldet?
Wie häufig sing oder musiziert ein FIrnelf? usw.

Noch etwas abstrakter und - ich weiß! - eigentlih falsch formuliert: WIe "(wald)elfisch(klischeeelfisch" ist ein Firnelf?
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von smarrthrinn » 28.11.2018 10:57

Also erst mal zu den Vor/Nachteilen. Zauberhaar ist für den Fluff vielleicht nicht schlecht, brauchst Du aber nicht, und AM 6 würd ich komplett streichen, da Du bei der ersten Großen Medidation schon 4-5 AsP schaffen solltest (TaW/2 von Musizieren oder Singen dürfen zu den IN/3 dazugerechnet werden).

Firnelfen versuchen natürlich auch mit der Natur im EInklang zu leben, aber die Natur im eisigen Norden ist halt nicht Eitel Wonne Sonnenschein, sondern brutal und hart.

Außerdem verabscheuen die Firnelfen Götter und ihr Streben gilt dem Widerstand gegen Glorana, Pardona und den Schergen des Namenlosen, was mMn durchaus ein Grund für einen Firnelfen sein könnte, Olport zu verlassen und sich einer Abenteuergruppe anzuschließen, sofern die natürlich auch den Namenlosen Umtrieben den Kampf angesagt hat.

Klassisches Beispiel für intuitives Zaubern bei allen Elfen ist natürlich die Anwendung von HK: Wunden zusammen mit dem Balsam. Jedwede Magie soll die Tätigkeiten des Elfen unterstützen, das ist bei Firnelfen nicht anders. Der Metamorpho Gletscherform unterstützt den Iglubau, der Firnlauf und der Movimento das Vorankommen im ewigen Eis, ....

Die Musik/der Gesang und das Miteinander ist dabei auch bei Firnelfen von entscheidender Wichtigkeit.

Grakhvaloth
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Grakhvaloth » 28.11.2018 11:07

Wenn du einen möglichst elfischen Elfen haben willst, warum soll er dann aus Olport kommen? Ein Elf aus einer menschlichen Siedlung ist in den meisten Fällen deutlich gemäßigter in seinem Elfsein, denke ich.

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Seidoss-Anima von Seelenheil
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 28.11.2018 12:09

Grakhvaloth hat geschrieben:
28.11.2018 11:07
Wenn du einen möglichst elfischen Elfen haben willst, warum soll er dann aus Olport kommen? Ein Elf aus einer menschlichen Siedlung ist in den meisten Fällen deutlich gemäßigter in seinem Elfsein, denke ich.
Achso, das vergaß ich zu erwähnen: Den Elfen erstelle ich für eine Thorwaler (Theme)Gruppe: Wir werden viele Abenteuer im Thorwal spielen und ich soll den "Zauberer" der Gruppe stellen, hatte aber einerseits keine Lust auf Druiden oder eine der beiden MAgierakademien, andererseits habe ich derzeit richtig Lust, Elfen zu spielen.

Daher bot sich der Olporter Siedlungself kulturell und geographisch an: Er ist nicht verweltlicht, aber den Kontakt mit der Runajasko und den Olportern gewöhnt, hat THorwalsch als Zweitsprache und ist als Bewahrer nicht gerade zum Walfang prädestiniert.

Edit/NAchtrag:
Ah, wieder ein Detail, das ich vergessen habe, ich Schussel:
Auf lange Sicht soll diese Gruppe das Thorwal nicht verlassen. Hintergrund für den Auszug meines Elfen ist eine Sippenentscheidung vor dem Hintergrund der letzten Unruhen wegen Aberglaube und dem Vorwurf der Waljagd, dass mein Held zum Schutz der Siedlung als Heiler (deshalb ja auch Bewahrer) durch das LAnd ziehen soll und den THorwalern klarmachen soll, dass die Elfen zwar anders sind und bleiben, aber keine GEfahr für die THorwaler darstellen.
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Koronus
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Koronus » 05.12.2018 01:57

Wobei der Vorwurf der Waljagd durchaus berechtigt ist da von allen Firnelfen die Wogentanz Sippe als einzige in Harmonie mit den Walen lebt anstatt sie zu jagen. Leider lebt nahe Olports die Sippe der Windlacher die stattdessen heimlich versucht die den Thorwalern geheiligten Wale zu jagen. Die Standardprozedur für sie ist übrigens wenn die Vermutungen der Thorwaler zu fest werden und die wie ein mittelländischer Bauernmob versuchen die Ketzer zu erschlagen verkrümmeln in ihrer Eisstadt, alle Zugänge zufrieren und die Sache aussitzen bis nach Jahren mal wieder Gras drüber gewachsen ist.
Die Thorwaler sehen übrigens in den Elfen keine Gefahr sondern wenn Walfanggerüchte auftreten eher einen Affront gegen Swafnir weshalb sie dann den selben Zustand einnehmen wie der versklavenden Al'anfaner oder unsanktionierte Schwarzmagier für Praios Geweihte.
Du kannst es zwar gerne versuchen aber das wäre vergleichbar mit den Pfeilen des Lichts zu erklären, dass Borbarad es doch nur gut meint oder einem Rahja Geweihten das Belkelelwürdiger Sex auch nur ein Fetisch ist.
Fragt mich nicht wieso!
Ich habe auch keine Ahnung.

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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Skalde » 05.12.2018 12:06

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
28.11.2018 09:49
Noch etwas abstrakter und - ich weiß! - eigentlih falsch formuliert: WIe "(wald)elfisch(klischeeelfisch" ist ein Firnelf?
Ich denke, dass ein Firnelf zwar nicht in größerem Maße in die Harmonie eingreifen würde, seine Philosophie sich da aber grundsätzlich von der waldelfischen unterscheiden würde. Die Waldelfen leben inmitten des lebensfreundlichen Elements Humus, die Firnelfen mit dem grundsätzlich lebensfeindlichen Eis. Sie leben weniger mit dem herrschenden Element als in ständigem Kampf damit. Für Firnelfen zählt laut ALuT nur das Überleben der eigenen Sippe, und er setzt seine Magie so wie seine körperlichen Fähigkeiten ein, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn er das Eis fragen würde, was es will, wäre die Antwort wohl nur: "Dich töten." Mit Wasseratem fischen, sich mit Bärenruhe vor dem Verhungern im harten Winter retten oder den Firnlauf benutzen, um nicht im Eis einzubrechen, wäre wohl ganz natürlich und eine überlebenstechnische Notwendigkeit für einen Firnelfen.

Daher wird ein Firnelf wohl nicht die Harmonie, sondern das Überleben an erste Stelle setzen. (Was natürlich nicht heißt, dass er nicht trotzdem mit Empörung auf Jagdfrevler oder dämonische Verseuchung reagiert.) Während ein "wilder" Firnelf wohl nur im Kreis seiner Sippe musizieren würde, schon um keine Beute zu verscheuchen oder Shakagra anzulocken, gehen Siedlungselfen m. M. n. deutlich entspannter damit um. In Olport muss man ja nicht damit rechnen, fürs Flötespielen von Schwarzelfen erschlagen zu werden oder zu verhungern, sondern höchstens mit Beschwerden der Nachbarn.

Andererseits: Wenn er in einer Siedlung aufgewachsen ist, wird dein Elf vielleicht nicht so radikal wie seine wildlebenden Brüder sein. Warum sollte man eine so strenge Philosophie haben, wenn der Markt mit dem Essen direkt um die Ecke ist? Einen Elfen zu spielen, der durch das Siedlungsleben "verweichlicht" ist und im ewigen Eis plötzlich wie seine Vorfahren werden muss, um zu überleben, wäre sicher eine spannende Herausforderung.
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 06.12.2018 11:13

Vielen Dank für eure bisherigen Beiträge, die haben mir Teilweise schon etwas weitergeholfen :).

Leider habe ich immer noch viele Lücken in meinem Firnelfenverständnis, aber ich glaube, dass ich zumindest meine Fragen inzwischen besser formulieren kann und es sei nochmal betont, dass bis auf ein paar wenige Regelsachen (wie die elfische Repräsentation, die von DSA4.1 zu 5 mininale Unterschiede erfahren hat), sich hier auch gerne DSA5 SPieler beteiligen dürfen, da es ja ums RPG geht :)




Ich habe leider den Eindruck, dass ganz viele Eindrücke 1:1 auf viele Au- und Waldelfen anzuwenden sind, wohingegen die Firnelfen weniger detailliert ausgearbeitet wurden

Mir fehlen in LuT Absätze, die konkret gewisse Konzepte gegenüberstellen.

Sprich, als Ergänzung der - wie ich finde, inspirierend und auch anrührend geschriebenen - Ingamequellen (die aber eben überwiegend von Au- und Waldelfen kommen), so wie die Kästen "Badoc in Augen der [Kultur] bräuchte ih eigentlich noch...
- Mandra, Taubra, Zertaubra in den Augen der [Kultur]
- Harmonie/Gleichgewicht und das Verständnis von Nurda und Zerza in den Augen der [Kultur]
- Wie die [Kultur] sich als Teil der Natur/Welt/Wirklichkeit/Umwelt betrachten.
- Die Bedeutung und die Anwendung der Musik in Zauberei und 'nichtmagischem' Alltag der [Kultur].

Da fühle ich mich halt etwas ungleichmäßig mit Informationen gefüttert:
Während ich nämlich glaube, ein Au- und Waldelfenexperte zu sein, habe ich immer noch keine Ahnung von Firnelfen, außer dass die aus Überlebensgründen bestimmte Jagdkonzepte der Wald- und Auelfen nicht teilen (können), wie bspw. dass man niemals Herrschaftsmagie auf Tiere wirkt, um sie zu jagen, oder dass man nur 2 Versuche hat, weil sonst das Tier nicht als Beute bestimmt ist.

Allein zu diesem Thema und zur Zauberei bin ich mir über bspw. folgende zwei Fragen im Unklaren:
- Jagd: Sehen Firnelfen es auch so, dass sie quasi eins mit ihrer Beute werden und dass ihre Beute sie nicht als Feind ansieht, sondern sich gewissermaßen für sie opfert?
- Zauberei: Da der Tanz mit dem Tod für Firnelfen (nicht nur, aber vor allem in Bezug auf die Jagd) von maximaler Prägung ist, scheinen sie einen etwas pragmatischeren (und hochelfischeren?) Umgang mit ihrem Mandra zu pflegen.
Würde ein Waldelf das Zaubern eines Firnelfen als Mandra oder Taubra sehen?

Allerdings haben auch Firnelfen die elfische Repräsentation, die die verdoppelte Zauberdauer bzwp. die Kosteneinsparnis eben dadurch erklärt, dass sie - in Gelertensprache formuliert - nicht gegen die Matrix der Umwelt, sondern mit ihr/in sie hinein/als Teil der ihren wirkt.
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Ungelesener Beitrag von Skalde » 06.12.2018 14:04

Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
06.12.2018 11:13
Würde ein Waldelf das Zaubern eines Firnelfen als Mandra oder Taubra sehen?
Ich denke, dass ein Waldelf die Firnelfenmagie nicht als Taubra betrachten würde. Alle Elfen wirken ihre Magie im Einklang mit der (genauer gesagt: ihrer) Welt; und in der Welt der Firnelfen ist Zerzal nun einmal die bestimmende Kraft. Ein Waldelf mag manchen Magieeinsatz am Anfang fragwürdig finden, aber irgendwann wird er einsehen, dass in einer Welt, in der das Zerzal so stark ist, das Mandra eben das Nurdra etwas stärker unterstützen muss, um das Gleichgewicht zu wahren.
Seidoss-Anima von Seelenheil hat geschrieben:
06.12.2018 11:13
Sehen Firnelfen es auch so, dass sie quasi eins mit ihrer Beute werden und dass ihre Beute sie nicht als Feind ansieht, sondern sich gewissermaßen für sie opfert?
Warum nicht? Alle, ob Elf, Robbe oder Eisbär, wollen im ewigen Eis das gleiche: Überleben, wenn es sein muss durch den Tod anderer. Kraft, Klugheit und Geschick werden letztlich darüber entscheiden, wer durch wessen Tod weiterleben wird. Auf dieser Basis kann ein Firnelf sich durchaus in seine Beute einfühlen und sie respektieren. Umgekehrt würde er sich natürlich wehren bis zum letzten Blutstropfen, seinen Tod aber schließlich akzeptieren, wenn der Wolf sich als der bessere Kämpfer erweist.

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Koronus
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Koronus » 06.12.2018 15:11

Eigentlich sehen es die normalen Firnelfen so, dass im ewigen Eis keine Rücksicht auf das Gleichgewicht sondern den ewigen eisigen Tod gibt.
Besser gesagt für einen normalen Firnelfen ist der Jagd und Kampf mit der Beute ein Ringen darum wer Jäger und wer Beute ist und somit wer am Ende des Tages wieder ein bischen länger lebt. Oder um es Söldnersprache zu sagen, nichts persönliches. Persönlich und Gleichgewichtgefährdend wird es für sie, wenn man dort nicht mehr für Nahrung zum Überleben sondern für Beute wegen Geldgier jagt. Denn das Eis regelt alles von selbst solange man dort nur sich Nahrung beschafft aber nicht mehr. Ich sagte deswegen normal weil es auch mindestens zwei unnormale Sippen gibt. Zum einen wie ich schon erwähnte die Wogentanzsippe. Die lebt im Einklang mit Walen und Delphinen und hat so eine Bindung die keine andere Firnelfensippe hat. Dafür helfen sie ihnen bei der Jagd nach Kraken um weiter zu leben.
Die Windlachersippe aus der dein Firnelf stammt ist die andere. Die leben vor allem davon, was das Meer ihnen gibt und sind sonst pragmatisch darüber sich den Rest über Handel mit Olport zu holen falls nicht mal wieder Zorn zu hoch ist, darüber, dass die Langohren auf Waljagd waren. Für die Olporter Firnelfen ist ein Wal nämlich eine Nahrungsquelle für Wochen. Ansonsten haben diese Firnelfen keine Ahnung von den restlichen Firnelfen da sie schon dort abgeschieden von allen anderen Elfen leben noch bevor überhaupt die Thorwaler nach Aventurien kamen. Soll heißen was für normale Firnelfen gilt, gilt nicht für die Windlacher. Also hast du da Spielraum für Eigeninterpretation was nicht in Quellen zu Olport und der Runajasko steht wo sie auch unterrichten.
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Kolops von Rhodos
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Ungelesener Beitrag von Kolops von Rhodos » 18.12.2018 16:02

Moin!

Ich bin in der Situation, Spielleiter einer Gruppe zu sein, in der ein firnelfischer Charakter erstellt wird, und dachte ich mir, das ich meine Gedanken hier mal in die Runde werfen könnte...

Vieles ist bereits angesprochen: Auch mich macht es ein wenig rantig, dass die meisten Texte, die die Elfen untersuchen, nicht auf Firnelfen gemünzt werden können (oder nur schwer). Der Regionalband zum (hohen) Norden könnte für einen Einblick in die firnelfische Kultur hilfreich sein. Hoffentlich.

Das Problem, was wir in der Gruppe haben: Welche Zauber sollte man mit den VR aktivieren? Als Firnelf mit der der Kultur "Elfische Siedlung/ Firnelfisch geprägte Siedlung hat man ja noch nicht einmal Zugriff auf die klassischen Zauber der Firnelfen: Firnlauf, Metamorpho, etc.
Als Bewahrer hast Du ja einen Fokus auf Heilzauber, sodass Dich das nicht so sehr betrifft. Wir haben eine firnelfische Zauberweberin in den dunklen Zeiten, wo es die Kultur "Elfische Siedlungen" noch nicht gibt. Auch diese Elfe wird in Olport (oder Olafjord) mit an den Start gehen.
Neben dem "kleinen EInmaleins der Firnelfenzauberei" brauchen wir noch Ideen, welchen Fokus man als Zauberweber neben einem Olporter Magier (DDZ-Version) haben kann. Dies betrifft vor allem die Startmerkmalskenntnis und die passenden Zauber.

Ich hoffe, dass die Lösungen auf die Probleme, die ich habe, auch Dir bei Deinem Elfen helfen können.

Wenn ich Kritik an Deinem Bewahrer äußern darf: Mir gefällt die Idee eines Bewahrers, der auf ein harmonisches Zusammenleben von Thorwaler und Elfen abzielt. Allerdings finde ich den Nachteil "Verpflichtungen" im dem von Dir genannten Zusammenhang unpassend. Du hast geschrieben, dass dies den Hang zum Nurdra und zur Volksverständigung dient. Ich bin der Meinung, dass dies besser mit "Prinzipientreue" abgebildet werden kann. Lies mal den Eintrag in WdH zum Gerasimer Magier, der eine vergleichbare Prinzipientreue hat! "Verpflichtungen" würden eher zur Windlachersippe passen. Das mag jetzt wie Haarspalterei klingen...
Zum Dialog mit den Thorwalern wäre es vielleicht 'ne gute Idee, ein passendes (vielleicht sogar swafnirgefälliges?) Seelentier mit Adlerschwinge-Version zu haben. Das mag jetzt nach Mittel zum Zweck klingen, würde aber das Verlangen nach Harmonie zwischen Thorwaler und Elfen unterstreichen. Leider sind Wale zu groß, aber ein Delfin könnte doch passend sein, oder?


Ich hoffe, dass das alles jetzt nicht zu inkohärent war.
Schadensfreude eines SL mit 3 Wörter: War'n Versuch wert...

Koronus
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Firnelfischer Siedlungself aus Olport

Ungelesener Beitrag von Koronus » 18.12.2018 17:10

Danke Kolpos auch wenn die Olporter Firnelfen wie ich schon sagte nochmals eine andere Hausnummer sind da sie sich schon vor Jahrhunderten von den anderen gelöst haben und deswegen wirklich eine andere Kultur und nicht bloß sesshaft gewordene Firnelfen sind. Bezüglich Verständnis zwischen Firnelfen und Thorwalern habe ich es schon gesagt auch wenn es viele wohl nicht hören wollen, weniger mit den Thorwalern als mit den restlichen Windlachern müsste ein Dialog geführt werden. Die Thorwaler sind in dieser Hinsicht nicht diskrimierend, es ist ihnen gleich ob ein Elf, Ork oder Mitmensch Wale jagt, für sie ist das einfach unverzeihlich Punkt. Wenn sie weiter friedlich neben den Thorwalern leben wollen ohne ihren Zorn auf sich zu ziehen müssen sie nur aufhören Wale und Delphine zu jagen. In dieser Hinsicht könnte der Firnelf vielleicht auch in den Norden ziehen um zu schauen ob andere Firnelfen dagegen eine Lösung sehen. Aber meiner Meinung nach müsste man beim Konzept sich im klaren sein, dass man in der Minderheit ist und seine eigene Sippe nach der Erkenntnis zu überzeugen hat.
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Ungelesener Beitrag von Seidoss-Anima von Seelenheil » 18.12.2018 17:28

Vielen Dank :)
Ja, ich habe auch in Anlehnung an die Wogentänzer einen Delphin als Seelentier und Hauszauber - auf für dich als Tipp: Zwar ist es bei Waldelfen am meisten ausgeprägt, aber der Adlerschwinge ist sowohl aus Fluffgründen, wie auch aus Kosten/Effizienzgründen immer eine gute Wah für einen Hauszauber und dmit VR :)

Daneben kannst du, wenn euer Elf aus Olport(ähnlichen Verhältnissen) kommen soll einfach schauen, welche Zauber mit den Merkmalen Eigenschaften, Umwelt, Elem Luft, Wasser, Eis, zur Verfügung stehen.

Dass der Metamorpho nicht zur Verfügung steht, ist doof, ja. Aber man kann auch gut mit Aeolitus, Haselbusch und Motoricus arbeiten, auch wenn dass dann fast wie ein Former aussieht.

Balsam, Klarum Purum und Pestilenz erspühren (letzten Zauber können glaubeich nur die Elfen und Druiden zum Start aktivieren wegen der geringen Verbreitung!) können dein Nurda ausdrücken, wohingegen Falkenauge und Pfeil der Luft für dein Zerza stehen und Chamelioni - auch ein Zauber den (fast?) nur Elfen beherrschen kann dein Eins sein mit der Natur ausdrücken, genauso wie er neben dem Axxeleratus auch ein wichtiger Kampfzauber ist.

So möglich würde ich den [ELement]lauf und Leib [des Elements] mit VR aktivieren: Passt zur Naturangepasstheit und ist mega teuer.

Apropos: Wie haltet ihr es mit dem Steigern?

Wir machen es idR. so, dass wir verteilt steigern und uns am Kasten Talentwerte in Aventurien un WdH. S. 18. So dass wir sagen, die 7 HAuszauber dürfen auf ZFW 7, einer auf 10, der Rest auf max 5.
Um es kurz zu machen: Je teurer der Zauber zu steigern ist, desto mehr lohnt es sich, ihn anfangs mit VR hochzuziehen - als Zauberweber hat der Elf ja auch genug VR dafür :).
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