DSA4 Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
Nelya
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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von Nelya » 20.08.2018 20:19

@chizuranjida : Sehr cool, danke für's Teilen ^^ Das trage ich mal als Vorschlag in unsere Gruppe.

@Advocatus Diaboli: Stimmt, Inigo Schaumlöffel passt auch gut^^ Und ich bin auf dein Bastelergebnis gespannt!

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 21.08.2018 01:32

Schwertgeselle nach Falconieri 21 GP
Voraussetzungen: MU 12, IN 12, GE 13, KO 11
Modifikationen: SO 5–8
Automatische Nachteile: Arroganz 5, Eitelkeit 5, Prinzipientreue 10
Empfohlene Vor- und Nachteile: Ausdauernd, Ausrüstungsvorteil, Balance, Beidhändig, Eisern, Gefahreninstinkt, Gut Aussehend, Gutes Gedächtnis, Hohe Lebenskraft, Schnelle Heilung, Soziale Anpassungsfähigkeit, Verbindungen, Zäher Hund / Autoritätsgläubig, Krankhafte Reinlichkeit, Verpflichtungen, Vorurteile
Ungeeignete Vor- und Nachteile: Adlig, Kampfrausch / Blutrausch, Glasknochen, Jähzorn, Schlechte Regeneration
Kampf: Dolche +3, Raufen +5, Ringen +4, Schwerter +7, Wurfmesser +4
Körper: Athletik +2, Klettern +1, Körperbeherrschung +3, Reiten +1, Schleichen +3, Sich Verstecken +2, Selbstbeherrschung +4, Sinnenschärfe +3, Tanzen +1, Taschendiebstahl +3, Zechen +2
Gesellschaft: Etikette +4, Gassenwissen +1, Lehren +1, Menschenkenntnis +4, Sich Verkleiden +2, Überreden +2
Natur:
Wissen: Götter/Kulte +1, Heraldik +3, Kriegskunst +2, Magiekunde +2, Rechnen +4, Rechtskunde +1, Schätzen +2, Tierkunde +1
Sprachen: Sprachen Kennen [Muttersprache] +2, Lesen/Schreiben [Schrift der Muttersprache] +4
Handwerk: Fahrzeug Lenken +2, Handel +1, Hauswirtschaft +4, Heilkunde Gift +2, Heilkunde Krankheiten +1, Heilkunde Wunden +2, Holzbearbeitung +2, Kochen +2, Lederarbeiten +2, Malen/Zeichnen +2 Schlösser knacken +3, Schneidern +2
Sonderfertigkeiten: Aufmerksamkeit, Finte, Improvisierte Waffe, Kampfreflexe, Linkhand, Meisterparade, Parierwaffen I, Waffenloser Kampfstil: Mercenario, Wuchtschlag
Verbilligte Sonderfertigkeiten: Ausfall, Ausweichen I und II, Binden, Defensiver Kampfstil, Gegenhalten, Kampfgespür, Klingenwand, Parierwaffen II, Schnellziehen, Tod von Links, Waffenspezialisierung Schwerter (Kusliker Säbel), Waffenspezialisierung Raufen (Drachenklaue)



horasische Leibwachtdienerschule von Constanze Falconieri

Lehrort: irgendeine Stadt im Horasreich, passend wäre Vinsalt oder Kuslik oder so, nur nicht Belhanka (der republikanische Geist dort passt nicht zum Konzept, Diener für v.a. Adlige auszubilden)

Gelehrter Stil: Parierwaffenstil aufbauend auf Uinins Stil (Albernisches Raufen), allerdings ohne Kampf zur See im Fokus, dafür wird Wert gelegt auf den Einsatz versteckbarer Waffen, darum wird als Parierwaffe die Drachenklaue dem Buckler vorgezogen

Leitspruch: Schützen und dienen

Allgemeine Beschreibung:
Wo die Adersiner nur Adlige und die daraus hervorgegangenen Stile nach Uinin noch bevorzugt Adlige und sonst reiche Bürger ausbilden, nimmt Falconieri ein völlig anderes Klientel auf. Ihre Lehrlinge entstammen voranging der niederen Mittelschicht, denn sie werden ausgebildet, um zu dienen. Sie werden zu erstklassigen Leibwächtern ausgebildet, die Elite des Reiches zu schützen. Gleichzeitig sollen sie die Tätigkeiten eines Leibdieners/einer Zofe ausüben können. Neben den eingesparten Personalkosten hat diese Personalunion den unschätzbaren Vorteil, dass sich die Leibwächter immer unauffällig in der Nähe ihrer Schutzbefohlenen bewegen können. Tatsächlich werden an Falconieris Schule auch Grundzüge in unauffällig und verdecktem Agieren gelehrt. Obwohl die Abgänger mit Brief und Siegelring, welcher den Kusliker Säbel auf einem Tablett zeigt, als Schwertgesellen bestätigt werden, tragen häufig weder Ring noch sichtbare Waffen - weswegen sie unter anderen Schwertgesellen schlecht angesehen sind. Oft sind die besonderen Fähigkeiten dieser Leibdiener bloß dem Arbeitgeber bekannt - was nicht dieselbe Person sein muss, die der Leibdiener zu beschützen verspricht. So mancher hoher Adliger stellt seinem zu unüberlegten Handlungen neigenden Erben gerne einen Diener zur Seite, ohne ihm von dessen eigentlichen Aufgabe zu berichten.
Manche von Falconieris Schülern bekommen gar noch Aufträge, von denen auch ihr Arbeitgeber gar nichts weiß. Falconieri ist nämlich nicht nur eine überzeugte Patriotin, die ihren Schülern eintrichtert an die Überlegenheit der horasischen Kultur zu glauben. Sie ist auch seit Jahren treues Mitglied des DBA und bildet an ihrer Schule für diese Agenten aus: Wer von ihren Schülern patriotisch und intelligent genug wirkt, wird direkt vom DBA eingestellt und entweder in einen zu überwachenden Haushalt vermittelt oder anderweitig auf Missionen geschickt. Diese Abgänger sollten mit dem Nachteil Verpflichtungen DBA erstellt werden. Alle anderen Anhänger sind nur - unwissentlich - Informanten des DBAs, da Falconieri einen regen Briefkontakt mit allen ihren Anhängern pflegt und sich stets sehr interessiert zeigt am Leben ihrer ehemaligen Schüler und deren Herren.

Ausprägung der Prinzipientreue:
Loyalität wird gefordert gegenüber der Lehrmeisterin, dem Horasreich und dem Auftraggeber . Das ist also die SG typische "mach deiner Lehrmeisterin keine Schande!"-Loyalität, aber auch im Sinne des "handelt nie gegen die Interessen des Landes / Auftraggebers", wie es beim Geheimagenten auch drin ist. Der Auftraggeber ist natürlich das DBA, falls man zu deren Agenten gehört. Da könnte es natürlich Loyalitätskonflikte geben irgendwann, wenn der DBA-Agent seinen Herrn, die zu überwachende Zielperson, irgendwann so nett findet, dass er dessen Geheimnisse eigentlich nicht ausplaudern mag.
Aus Schutz der Schwachen wird Schutz des Schutzbefohlenen und das sollte auch nicht mit der Loyalität in Konflikt kommen. Falconieris Schüler werden nicht als Attentäter ausgebildet (dafür hat das DBA andere Ausbildungsstätten). Natürlich könnte es vorkommen, dass jemand höheres im DBA dem Agenten befielt, seinen Schutzbefohlenen auszuschalten - oder einen Attentäter auf den Schutzbefohlenen ansetzt. Rechtzeitig offiziell von seinem Schutzauftrag zurück zu treten wäre dann für den Leibwachtdiener der einzige Ausweg, seinen Prinzipien treu zu bleiben. Hier kann es natürlich erst recht Gewissenskonflikte geben, wenn er seinen Schutzbefohlenen zuvor lieb gewonnen hat.
Ehrenhaftigkeit wird zu gutem Benehmen. Schon beim Stil nach Uinin ist Respekt an die Stelle der Ehrenhaftigkeit getreten. Für Falconieris Schüler kommt dazu etwas ähnlich der Wahrung von Stil und Ästhetik bei den Balayan der Ishannah al'Kira von Elburum. Die Leibwachtdiener müssen sich immer tadellos benehmen: Sie müssen den Umständen entsprechend immer top gekleidet sein, Haltung bewahren, höflich und taktvoll bleiben. D.h. nicht, dass sie freundlich sein müssen, geschweigedenn einem Angreifer nicht den Bauch aufschlitzen dürfen. Aber dabei würden sie den Angreifer eben mit, "Sie Schuft!", beschimpfen und sich nicht vulgär ausdrücken. Außerdem werden sie sich nach dem Kampf und Versorgung etwaiger Wunden recht schnell der Säuberung ihrer blutbefleckten Kleidung widmen.



Ich hoffe, das ist was für dich, @Nelya. :) Constanze Falconieri ist mein aktueller Char und ich hatte ja eh vor, dass sie irgendwann so eine geheime DBA-Agenten-Schule gründet. Ich habe jetzt den Dieneraspekt da mit aufgenommen, er passt hervorrangend! Also, ob du das nun verwendest oder nicht, ich hatte auf jeden Fall viel Input für meine eigenen Pläne. Danke dafür. :)
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Nelya
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Ungelesener Beitrag von Nelya » 21.08.2018 22:19

@Advocatus Diaboli : Oooh, das ist auch sehr interessant^^ Gerade die Ausprägungen der Prinzipientreue gefallen mir sehr gut. Ganz lieben Dank^^ (und es freut mich, dass es für dich auch nützlich war)

Ich nehme beide Professionen mal mit in unsere Gruppendiskussion und wenn es irgendwie geht, werde ich eine davon auch nehmen. Das passt schon ziemlich gut.
Ich denke auf jeden Fall, dass ich damit gut weitergekommen bin und habe einige neue Ideen. Danke an alle! :cookie:

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B.O.B.
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Ungelesener Beitrag von B.O.B. » 22.08.2018 01:48

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
21.08.2018 01:32
[...] dafür wird Wert gelegt auf den Einsatz versteckbarer Waffen, darum wird als Parierwaffe die Drachenklaue dem Buckler vorgezogen
Versteh ich diesen Satz irgendwie falsch? :???:

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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 22.08.2018 09:00

B.O.B. hat geschrieben:
22.08.2018 01:48
Advocatus Diaboli hat geschrieben:
21.08.2018 01:32
[...] dafür wird Wert gelegt auf den Einsatz versteckbarer Waffen, darum wird als Parierwaffe die Drachenklaue dem Buckler vorgezogen
Versteh ich diesen Satz irgendwie falsch? :???:
Wie verstehst du ihn denn? Der Stil nach Falconieri baut auf dem Stil nach Uinin auf. Uinin verwendet Buckler. Falconieri verwendet Drachenklaue. Beides ist per Raufen führbar, beides zählt sowohl als Schild, als auch als PW. Aber einen Buckler kann man m.E. schwer verstecken. Eine Drachenklaue kann je nach Machart durchaus unter weiten Ärmeln verschwinden. Es ist jetzt kein Dolch im Stiefel, aber es ist unauffälliger. Klar könnte man Dolche besser verstecken, aber Dolche werden halt über Dolche geführt und nicht über Raufen - außer ggf. mit Versteckter Klinge. Wer mag, kann hier natürlich auch Dolche statt Raufen nutzen.

@Nelya, es freut mich, dass die Profession dir gefällt. Dass die Prinzipientreue nach deinem Geschmack ist, hab ich mir gedacht. ;) Wenn dir oder deiner Gruppe Einzelheiten nicht gefallen, könnt ihr natürlich auch noch Dinge ändern. Die Berechnung der Kosten kam glaube bei 21,1 exakt raus. Wenn ihr was ändert, solltet ihr das nach den Regeln aus WdH auch leicht selbst umrechnen können. Oder du fragst hier noch mal.
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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 22.08.2018 13:29

Sorry, aber: Nein. Eine Drachenklaue versteckt man nicht. Das ist ein massiver Panzerhandschuh mit ordentlich Extrazentimetern, der die Hand komplett blockiert und den man zeitaufwändig an- oder ablegen muss.

Wenn es darum geht: Linkhand o. Ä.
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 22.08.2018 16:50

Sorry, @Jeordam, aber: Doch. :) Eine Drachenklaue besteht an der Hand aus Kettengeflecht, die Hand bleibt "beweglich", was ich als eingeschränkt einsatzfähig verstehen würde. Der lange Dorn steckt in einer Schiene, kann also entfernt werden. Wenn man je nach gewünschtem Vorgehen verschiedene Einsätze reinstecken kann, kann man es auch ganz ohne Einsatz tragen - und im Bedarfsfall einen Einsatz ziehen und einstecken.

Ich behaupte nicht, dass es optimal wäre. Klar sind Dolche leichter zu verbergen. Schwerter sind fast gar nicht mehr zu verbergen, trotzdem nehme ich das als Hauptwaffentalent. Mit verstecken Dolchen allein scheint man mir sehr schlecht aufgestellt zu sein: keine Reichweite, kein Schaden, einige Paradeeinschränkungen.
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GossenPrinz
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Ungelesener Beitrag von GossenPrinz » 22.08.2018 18:00

Jeordam hat geschrieben:
22.08.2018 13:29
Sorry, aber: Nein. Eine Drachenklaue versteckt man nicht. Das ist ein massiver Panzerhandschuh mit ordentlich Extrazentimetern, der die Hand komplett blockiert und den man zeitaufwändig an- oder ablegen muss.

Wenn es darum geht: Linkhand o. Ä.
Ich glaube, du meintest eine Orchidee. Also so Wolverine-artig.
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Ungelesener Beitrag von Denderajida_von_Tuzak » 23.08.2018 00:22

WdS definiert die Drachenklaue als Variante des Panzerarms. Jeordams Beschreibung als großes massives Stahlding (wg. der Führungsschiene und den Aufsätzen wohl eher noch massiver) dürfte mE zutreffen, selbst wenn das Teil beweglichere Finger mit Kettengeflecht hat.

Insgesamt schade finde ich, dass der LeibDIENER (der Mensch, der beim Anziehen hilft, der den Nachttopf ausleert, der die intimsten Details deines Lebens kennt,...) irgendwo komplett verloren gegangen ist. Und wenn man einen Leibwächter spielen will, kann man ja auch einfach einen Leibwächter nehmen, entweder in der profanen Variante (Söldner) oder der arkanen (z.B. Alanfa, mag. Rüstung Gareth, Riva,...).

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Ungelesener Beitrag von Vetrecs » 23.08.2018 08:19

Wenn man den Diener eines anderen Spielercharakters spielt, hat man doch auch eine super Möglichkeit
eine Exoten zu spielen. Beispielsweise einen Achaz oder einen Festumer Goblin oder so etwas.
Gerade wenn der "Herr" ein Magier ist passt das doch wunderbar. Schließlich weiß der gemeine Volksmund
ja bekanntlich das alle Magier total verschroben sind und außerdem ist es doch immer besser, wenn sich der gelehrte Herr mit
Goblins als mit Dämonen oder ähnlichen abgibt.

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Ungelesener Beitrag von GossenPrinz » 23.08.2018 08:31

Denderajida_von_Tuzak hat geschrieben:
23.08.2018 00:22
WdS definiert die Drachenklaue als Variante des Panzerarms. Jeordams Beschreibung als großes massives Stahlding (wg. der Führungsschiene und den Aufsätzen wohl eher noch massiver) dürfte mE zutreffen, selbst wenn das Teil beweglichere Finger mit Kettengeflecht hat.

Insgesamt schade finde ich, dass der LeibDIENER (der Mensch, der beim Anziehen hilft, der den Nachttopf ausleert, der die intimsten Details deines Lebens kennt,...) irgendwo komplett verloren gegangen ist. Und wenn man einen Leibwächter spielen will, kann man ja auch einfach einen Leibwächter nehmen, entweder in der profanen Variante (Söldner) oder der arkanen (z.B. Alanfa, mag. Rüstung Gareth, Riva,...).
^ Letzeres unterschreibe ich absolut. Den Eindruck habe ich auch gewonnen.

Warum befragst du nicht den Spieler des Magiers, was er dir an Waffen gibt? Wollt ihr nicht eure Charaktere zusammen erstellen und dann auch die Frage klären, *warum* ausgerechnet dein Charakter in seine Dienste als Leibdiener getreten ist? Hat er vielleicht irgendwann etwas mitbekommen, was er nicht sollte? Oder ist er wirklich ein adliger Sproß, der nicht das Lehen bekommen würde, aber sich als Leibdiener gut eignen würde, weil er bestimmte Begabungen auf der gesellschaftlichen Ebene hat? Oder war es etwas ganz anderes? Hat der Diener seinem Chef mal aus der Patsche geholfen und durch bestimmte Dinge geglänzt und wurde aus Dankbarkeit eingestellt? Wie alt ist der Magier? Wie alt soll der junge Mann sein, der ihm dann zur Hand geht und ihm den Rücken freihält? Welche Sorte Magie praktiziert der Magier? Nicht, daß er dir einen Aquafaxius (nur beispielhaft gemeint) hinterher schickt, weil du irgendwas vergessen hast.

Fragen über Fragen. Und das Ganze ähnelt ein bißchen einem Praeludium bei V:tM. Das macht auch ziemlich viel Spaß.

Damit lernst du deinen Char auch besser kennen. Du mußt nicht sämtliche Wissenstalente auf 7+ haben, um dich halbwegs anständig mit einem Magier (oder anderem Wissenden) zu unterhalten.

(Ich habe aus einem unerklärlichen Grund immer wieder Prof. Abronsius und Alfred im Kopf, wenn ich an diesen Thread denke. Vielleicht, weil ich TdV sehr gern mag. Sei's drum. Gehört hier nicht hin.)

Ad Vorposter: Achaz sind im Mittelreich/LF (diese Regionen hat die TE als Spielwiese genannt) ziemlich ungewöhnlich und würden sich auch wohl aufgrund des Klimas nicht so wirklich wohlfühlen.

Goblins? Fände ich auch eher seltsam, wenn der Magier bei hohen Herrschaften eingeladen ist.

Insgesamt ziehe ich - für mich! - das Fazit, daß man erst etwas Normales spielen sollte, bevor man auf sämtliche Exoten (und das sind Achaz und Goblins, auch wenn letztere in Festum zum Straßenbild gehören) kommt.

Ein guter Freund hat einen Leibdiener eines meiner Charaktere (zu DSA 3-Zeiten) als Magiedilettant mit "Penetrizzel" (mir fallen die anderen Zauber leider nicht mehr ein, könnte aber nachhören) gespielt. Das fand ich sehr passend. Und äußerst gelungen gespielt. Der Herr war ein strammer S&Sler und auf seine ganz eigene Art verschroben (sind das nicht alle Charaktere irgendwo?).
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 23.08.2018 13:16

Soweit ich die(?) TE verstanden habe, will sie einen Diener spielen, der ein bisschen die typisch schurkischen Fähigkeiten hat, ohne moralisch ein Schurke zu sein und der gerne im Bereich Kampf was können soll oder zu zumindest später können soll, weil der Gruppe sowas fehlt und sie gerne ihren Anteil zur Lösung von Abenteuern leisten will. Letztere ist nunmal - machen wir uns nichts vor - schwierig wenn die Profession nur Domestik, Hausdiener, Leibdiener ist und die Gruppe sonst aus zwei Magiern besteht. Da ist es nunmal naheliegend, aus dem Leibdiener einen Leibdiener & -wächter zu machen. Wieso hierbei der Aspekt des Leibdieners verloren gehen soll, verstehe ich nicht.
An der Drachenklaue braucht man sich doch bitte wirklich nicht aufhängen. Die lässt sich natürlich leicht mit einem Dolch austauschen. Ich hab in meiner Version halt die Drachenklaue aus Gründen persönlicher Vorliebe. Jedem steht es frei, das auf seine Vorlieben anzupassen.

Wenn ein SG-Stil der TE zu sehr Richtung Kampf geht, kann sie natürlich auch was anderes machen. Mit BgB lässt sich viel bauen in die Richtung Kampf oder Schurke. Der Domestik lässt sich, da er günstig ist, sehr leicht als BgB auf etwas anderes drauf setzen oder ganz ohne BgB die nötigen Talente einfach entsprechend hoch steigern, wenn die AP reichen. Die Grundprofession könnte dann z.B. ein Söldner sein oder ein Einbrecher oder halt... alles mögliche. Man kann leicht einen Wilikins bauen mit Domestik BgB Soldat o.ä. und dem eine ähnliche Prinzipientreue drauf packen, wie mein SG-Stil sie hätte. Das wäre dann halt nicht so elitär, der Char könnte gut eine sehr schmutzige Vergangenenheit haben: Halt Gossenkind mit evt. noch nem Feind oder Gesucht aus der Zeit, beim Militär dann Disziplin gelernt und Geld gespart und hochgearbeitet und dann über einen Offizier den Absprung in die feinere Gesellschaft geschafft - wenn auch nur, um derselben die Nachttöpfe zu leeren. Oder, um näher an der Vorlage Wilikins zu bleiben, kann man den Domestik Domestik sein lassen und ihm einfach eine Begabung für ein Kampftalent geben oder für alle Kampftalente. Dann lernt er erst im bespielten Heldenleben zu kämpfen und macht sich erstaunlich gut. Er wird ohne SF-Vergünstigungen durch Profession halt nie so effektiv darin sein, wie ein ebenso erfahrener SG/Krieger/Söldner/Soldat/etc. Das ist halt die Krux am DSA4.1-Heldenerstellungssystem. Da ist DSA5 fairer. In DSA5 kann man leicht einen Diener erstellen, der mit genug Erfahrung so gut kämpfen kann wie ein Krieger. In DSA4.1 halt nicht. Aber solange es keinen anderen Kämpfer in der Gruppe gibt, ist das vermutlich nicht schlimm.
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Ungelesener Beitrag von Vetrecs » 26.08.2018 11:52

GossenPrinz hat geschrieben:
23.08.2018 08:31
Ad Vorposter: Achaz sind im Mittelreich/LF (diese Regionen hat die TE als Spielwiese genannt) ziemlich ungewöhnlich und würden sich auch wohl aufgrund des Klimas nicht so wirklich wohlfühlen.

Goblins? Fände ich auch eher seltsam, wenn der Magier bei hohen Herrschaften eingeladen ist.

Insgesamt ziehe ich - für mich! - das Fazit, daß man erst etwas Normales spielen sollte, bevor man auf sämtliche Exoten (und das sind Achaz und Goblins, auch wenn letztere in Festum zum Straßenbild gehören) kommt.
Nun,es kann für die feine Gesellschaft sehr interessant sein, wenn man einen exotischen Diener hat. Wann hat eine hohe Dame schon mal die Möglichkeit einen Achaz oder einen Goblin zu sehen? Und zumindest Früher war das mal Mode (Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kammermohr)

Für ein Magier hat ein Goblin als Diener den Vorteil das dieser nicht viele Fragen stellt, äußerst unterwürfig ist und nicht wirklich versteht was er tut.

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Ungelesener Beitrag von GossenPrinz » 26.08.2018 11:59

Vetrecs hat geschrieben:
26.08.2018 11:52
GossenPrinz hat geschrieben:
23.08.2018 08:31
Ad Vorposter: Achaz sind im Mittelreich/LF (diese Regionen hat die TE als Spielwiese genannt) ziemlich ungewöhnlich und würden sich auch wohl aufgrund des Klimas nicht so wirklich wohlfühlen.

Goblins? Fände ich auch eher seltsam, wenn der Magier bei hohen Herrschaften eingeladen ist.

Insgesamt ziehe ich - für mich! - das Fazit, daß man erst etwas Normales spielen sollte, bevor man auf sämtliche Exoten (und das sind Achaz und Goblins, auch wenn letztere in Festum zum Straßenbild gehören) kommt.
Nun,es kann für die feine Gesellschaft sehr interessant sein, wenn man einen exotischen Diener hat. Wann hat eine hohe Dame schon mal die Möglichkeit einen Achaz oder einen Goblin zu sehen? Und zumindest Früher war das mal Mode (Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kammermohr)
Das ist mir durchaus bekannt, was du da sagst. Aber bedenke bei einem Achaz das Klima. Ich glaube, die Echsen fühlen sich eher in Richtung Selem wohl. Und ob sie als Diener geeignet sind, wage ich jetzt mal zu bezweifeln.
Für ein Magier hat ein Goblin als Diener den Vorteil das dieser nicht viele Fragen stellt, äußerst unterwürfig ist und nicht wirklich versteht was er tut.
Das Ding ist, daß der Diener eben der Butler sein soll. Also irdisch gesprochen. Da kann ich mir einen Goblin ehrlich gestanden weniger vorstellen. Ich glaube ebenfalls nicht, daß ein Butler total devot ist. Und er stellt auch Fragen.

Es geht sicherlich nicht darum, einen total tumben Subalternen zu spielen.
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Ungelesener Beitrag von Vetrecs » 26.08.2018 12:05

GossenPrinz hat geschrieben:
26.08.2018 11:59
Es geht sicherlich nicht darum, einen total tumben Subalternen zu spielen.
Deswegen sagte ich ja, dass man wenn ein "Festumer Goblin" spielen sollte.
Die sind zivilisiert und ausgebildet. Das interessante an einen Goblin ist eben deren Einstellung zu allem.
Wenn der Magier Nachts auf den Friedhof möchte um sich Forschungsmaterial zu beschaffen, wird ein Goblin
damit wenig Probleme haben. Er wird wissen das das die Glatthäute nicht mögen weshalb er es wohl sinnvoll findet
den Friedhof nachts aufzusuchen. :rolleyes: Mehr nicht :)
Und was das Schurkische angeht, so kommt ein Goblin ohne Magie auf erstaunliche Werte.
Unschlagbar, solange man auf Magie verzichtet...

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Ungelesener Beitrag von Nelya » 28.08.2018 20:14

Danke für den Gedanken mit den Fremdrassen, Vetrecs. Aber es soll dann doch einfach ein ganz normaler Mensch werden :)

Ansonsten hat AdvocatusDiaboli sehr schön erklärt, was mein Anliegen war. Ja, es soll primär ein Leibdiener sein. Das ist nur ein wenig untergegangen, weil der Teil für mich feststeht und auch relativ leicht mit Talenten abzubilden ist. Aber auf die Dauer ist das zu wenig, wenn ich in Abenteuern nicht nur der lustige Sidekick sein möchte. Daher ein zweites Standbein.
Domestik BgB Soldat finde ich übrigens auch keine schlechte Idee, werde ich auch noch einmal mit in meine Überlegungen aufnehmen.

Gossenprinz: Ja, mein "Herr" und ich erstellen unsere Charaktere zusammen. Ich bin ein absoluter Fan von auf einander abgestimmten Charakterkonzepten ^^ (Und Abronsius/Alfred wäre auch ein absolut spaßiges Konzept :lol:)

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Ungelesener Beitrag von Jeordam » 28.08.2018 23:40

Domestik BGB Soldat hat halt genau wie alles, was nicht auf Krieger/SG/Geweihtem/Magiebegabten aufgesetzt wird, diese 5000 AP Rückstand. Ist leider so.
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Ungelesener Beitrag von GossenPrinz » 29.08.2018 13:41

Nelya hat geschrieben:
28.08.2018 20:14
Danke für den Gedanken mit den Fremdrassen, Vetrecs. Aber es soll dann doch einfach ein ganz normaler Mensch werden :)

Ansonsten hat AdvocatusDiaboli sehr schön erklärt, was mein Anliegen war. Ja, es soll primär ein Leibdiener sein. Das ist nur ein wenig untergegangen, weil der Teil für mich feststeht und auch relativ leicht mit Talenten abzubilden ist. Aber auf die Dauer ist das zu wenig, wenn ich in Abenteuern nicht nur der lustige Sidekick sein möchte. Daher ein zweites Standbein.
Domestik BgB Soldat finde ich übrigens auch keine schlechte Idee, werde ich auch noch einmal mit in meine Überlegungen aufnehmen.

Gossenprinz: Ja, mein "Herr" und ich erstellen unsere Charaktere zusammen. Ich bin ein absoluter Fan von auf einander abgestimmten Charakterkonzepten ^^ (Und Abronsius/Alfred wäre auch ein absolut spaßiges Konzept :lol:)
^ Du kannst ja das Ergebnis hier publik machen, wenn du magst. Bin jedenfalls daran interessiert. Auch wenn ich mich eher weniger als Domestiken-Spieler eigne.

Auf jeden Fall hat mich dein Thread zum Nachdenken angeregt.
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 30.08.2018 03:10

Jeordam hat geschrieben:
28.08.2018 23:40
Domestik BGB Soldat hat halt genau wie alles, was nicht auf Krieger/SG/Geweihtem/Magiebegabten aufgesetzt wird, diese 5000 AP Rückstand. Ist leider so.
Deswegen nimmt man ja nicht Domestik BGB Soldat, sondern Soldat BGB Domestik. Oder einen Soldaten, bei dem mit Start-AP die Talente des Domestiken gekauft werden. Dafür könnten normale Start-AP schon reichen. Domestiken brauchen kaum mehr als einige Handvoll B-Talente auf 1-3. Da hat man halt den Vorteil Verbindungen nicht mit drin. Bei BGB Domestik hat man den. Aber wie nützlich der Vorteil ist, hängt extrem vom SL ab und davon, ob man viel, wenig oder nie in der Gegend ist, wo die Verbindungsleute sind.
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zwensch
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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von zwensch » 30.08.2018 08:26

Hi, auf eine Idee ist noch niemand gekommen. Spähtweihe Rahja. Der Diener hat ein Händchen für Weinauswahl, Kleidung und Mode sowie der Ausrichtung von Feierlichkeiten. Etikette, musische Talente und ein Sinn für Schönheit lassen ihn nach einer Weile in Game zum Akoluthen der Rahja werden. Das spricht nicht gegen einen Diener, ergänzt sich eher wie ich finde. Und später, wenn der Herr des Dieners in Rang und Ansehen aufsteigt, ggf. ein eigenes Lehen erhält, zum persönlichen Rahjageweihten werden.
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Jeordam
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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von Jeordam » 30.08.2018 08:55

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
30.08.2018 03:10
Jeordam hat geschrieben:
28.08.2018 23:40
Domestik BGB Soldat hat halt genau wie alles, was nicht auf Krieger/SG/Geweihtem/Magiebegabten aufgesetzt wird, diese 5000 AP Rückstand. Ist leider so.
Deswegen nimmt man ja nicht Domestik BGB Soldat, sondern Soldat BGB Domestik. Oder einen Soldaten, bei dem mit Start-AP die Talente des Domestiken gekauft werden. Dafür könnten normale Start-AP schon reichen. Domestiken brauchen kaum mehr als einige Handvoll B-Talente auf 1-3. Da hat man halt den Vorteil Verbindungen nicht mit drin. Bei BGB Domestik hat man den. Aber wie nützlich der Vorteil ist, hängt extrem vom SL ab und davon, ob man viel, wenig oder nie in der Gegend ist, wo die Verbindungsleute sind.
Leider hat der Soldat trotzdem kaum automatische oder verbilligte SFs, Zauber oder Liturgien und baut damit vielleicht 300 der rund 5000 AP Rückstand ab.
Unterm Strich vernachlässigbar.
Tactician 92%, Butt-Kicker 67%, Specialist 67%, Power Gamer 67%, Method Actor 50%, Storyteller 42%, Casual Gamer 17%

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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von GossenPrinz » 30.08.2018 09:29

zwensch hat geschrieben:
30.08.2018 08:26
Hi, auf eine Idee ist noch niemand gekommen. Spähtweihe Rahja. Der Diener hat ein Händchen für Weinauswahl, Kleidung und Mode sowie der Ausrichtung von Feierlichkeiten. Etikette, musische Talente und ein Sinn für Schönheit lassen ihn nach einer Weile in Game zum Akoluthen der Rahja werden. Das spricht nicht gegen einen Diener, ergänzt sich eher wie ich finde. Und später, wenn der Herr des Dieners in Rang und Ansehen aufsteigt, ggf. ein eigenes Lehen erhält, zum persönlichen Rahjageweihten werden.
Akoluten stehen immer mit einem Bein in der Kirche, in der sie den Status erhalten haben.

Und ein Diener sollte wissen, welcher Wein sich zu welchem Essen empfiehlt. ;o) Das ist eine der Grundfertigkeiten sozusagen. Und zu wissen, wer neben seinem Herrn sitzt. "Oh nein, nicht der Thorwaler neben dem Al'Anfani. *Das* gibt Ärger."
"Tempora mutantur, nos et mutamur in illis."

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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von Anchaz » 30.08.2018 09:31

Nachdem ich mir einige Antworten hier durchgelesen habe, bin ich bei folgenden Punkten hängen geblieben.

Leibdiener anstatt Leibwächter
Kein reiner Sidekick
Entwicklungsmöglichkeiten über 10k AP
Kämpferisch etwas nützlich
Mensch und vermutlich mittelreichisch
Phexisch in der "Spionage"-Variante

Wirklich auf lange Zeit hin bieten natürlich nur Magier/Geweihte genug Steigerungsmöglichkeiten. Profan ist man irgendwann am Ende und noch den 6. Waffenlosen Kampfstil lernen und die 8. Waffengattung bringt es auch nicht wirklich.

Ein Leibdiener wird seinen Herren immer im Auge haben, einen Terminkalender für ihn führen und sich um alles kümmern, worum es sich zu kümmern gibt. Dazu sind natürlich noch andere wichtige Talente gefordert: Lesen und Schreiben, Gesellschaft und auch Wissen sowie Handwerk.

So einen Diener kann man natürlich immer rein profan spielen, ich würde aber empfehlen auf Viertelmagier/Magiediletant aufzurüsten.

Dafür bekommt man für 15GP auch den Viertelmagier und dazu 5 Meisterhandwerke und 5 übernatürliche Begabungen.
Bei uns in der Gruppe mussten wir bestimmte Meisterhandwerke einschränken, weil sie zu mächtig sind (Überreden z.b.).
Für die Übernatürlichen Begabungen sind die Zauber etwas eingeschränkt, meist nur sich selbst verzaubern zu können. Trotzdem gibt es interessante Zauber. Ignorantia um praktisch unauffällig zu sein. Außerdem lohnen sich Zauber wie Armatrutz oder Axxel super um auch im Kampf etwas zu schaffen. Lederrüstung und Armatrutz geben ordentlichen Rüstschutz, Axxel sorgt für Autofinte und absurde Ini.
Dazu kann man noch ein paar Fluffzauber wie das Zauberhaar nehmen und nach ein paar Punkten kann man dann auch dort punkten. Als Mann/Frau mit bunten Haar, dürfte man sicher der Blickfang auf jedem Fest sein und kann so die Rolle des Lockvogels/Köders einfach übernehmen.

Außerdem stehen dir später noch die Tore offen, die Alchemistenausbildung zu machen und somit an Heiltränke und auch Gegengifte zu kommen. Das Stinktöpfchen ist übrigend sehr einfach herzustellen und eine super Ablenkung. Außerdem darf ein magiebegabter Alchemist auch Zauberzeichen erlernen, die nochmal einen ordentlichen Boost für die ganze Gruppe bringen. Damit werden Rüstungen verbessert, Gepäck kann leichter gemacht werden. Kleidung, die im Winter immer warm ist und im Sommer immer kühlt. Jeder Magier dürfte sich darüber freuen, wenn sein Leibdiener dafür sorgt das er in Fasar nicht in den Dicken Roben schwitzen muss.

Theoretisch lässt sich das ganze noch um eine Spätweihe erweitern: Hesinde für Wissen, Phex für das heimliche oder auch Rahja für die "Überzeugungsarbeit". Allerdings sollte man bedenken, das Geweihte sich nicht sonderlich als Diener für einen weltlichen Herren eigenen, da sie bereits Diener ihres Gottes sind.

Als Rüstung sollte man bei Magiedilletanten natürlich auf Metall verzichten. Die Waffen sind eigentlich auch frei wählbar, aber auch dort gibt es bessere und schlechtere. Generell ein Degen oder Dolch(eventuell einKurzschwert) dürfte aber egal in welcher Lage auch für einen Diener eine passende Waffe sein

Für die Generierung würde ich einfach mal schauen, was bei den Gesellschaftlichen Professionen am besten passt. Vom Taugenichts über die Kurtisane geht vermutlich alles bis zum Herold.(Sozialstatus und Geschichte sind hier die Faktoren) Natürlich ist das keine Tier1-Kombi, aber sie bietet viele Möglichkeiten nützlich zu sein und mit Rollenspiel lässt sich auch die ein oder andere Schwäche einfach ausbügeln

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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von Thorgrimma » 30.08.2018 09:35

Ich bin mir nicht sicher, ob das schon vorgeschlagen wurde (hatte keine Zeit, alles im Detail zu lesen), aber:

Ich würde den Diener von einem Geheimdienst anheuern lassen, wenn klar geworden ist, dass sei Herr immer wieder im Kern verschiedener Ereignisse steht (das tut er natürlich, weil ihr ja Abenteuer spielt). Hier könntest du dann deine heimlichen Talente ausbauen, aber auch so etwas wie Klettern, bessere Kampfkünste, vielleicht den Umgang mit Giften/Schlafpulvern, Verkleiden, Überreden (im Sinne von Schauspielern und Rollen spielen), Verführen, Körper- und Selbstbeherrschung, Schlösserknacken, Schriften fälschen und was weiß ich noch alles, was eben für einen Agenten/Spion wichtig ist, lernen. Und Diener sind für sowas einfach perfekt, immerhin fallen sie meistens gar nicht auf und können alles mögliche von der Herrschaft mitbekommen.
Die Frage ist natürlich, wie der Diener heimlich ausgebaut werden kann, ohne dass das sei Herr mitbekommt (Dienerpflichten hat er ja schließlich auch und das heißt in Aventurien von 6 Uhr morgens bis spätabends zur Verfügung zu stehen). Aber dein Herr wird ja vielleicht trotz aller Miesepetrigkeit vielleicht ein weiches Herz haben und einsehen, dass du als Familienmensch dennoch dein (falsches) krankes Kind oder die alte Mutter pflegen musst und daher zu bestimmten Zeiten nicht anwesend bist. Und das ist so anstrengend, dass du da immer völlig ermattet nach Hause kommst ;) Oder im Stil von Mr & Mrs Smith: Die dich ausbildenden Agent*innen helfen tatkräftig mit, den Haushalt in Schuss zu halten, während dein Herr weg ist - wahrscheinlich heuern sie jemand anderen an, der dann schnell kocht und putzt, während du ausgebildet wirst.

Für so etwas würde ich ihm noch bestimmte Vorteile verpassen, die ihn als Spion noch attraktiver machen, wie eidetisches Gedächtnis oder Schlangenmensch oder was weiß ich.

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Advocatus Diaboli
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Diener mit Entwicklungsmöglichkeiten

Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 30.08.2018 09:57

@Jeordam, da hast du schon recht. Auf Effektivität getrimmt darf man eigentlich nur Krieger oder Gildenmagier spielen. Geweihte auch nicht wirklich. Man lernt gefälligst erst zu kämpfen/zu zaubern und weiht sich dann spät. :lol: Manche SG halten mit Kriegern mit, wenn man der Linie treu bleibt, die sie vorgeben und nur die verbilligten SF kauft (Adersin ist mit AHH und Gegenhalten gut, Federino mit Fechtwaffen nicht). Darum ja mein Vorschlag des Leibwachdiener-SG mit Schwertern als Hauptwaffentalent, so wenig unauffällig das sein mag. Diese Profession scheint mir ein guter Kompromiss zwischen effektivem Kämpfer und "Ich putz hier nur.". Aber je nachdem, wie effektiv sonst in einer Gruppe geskillt und gespielt wird, kann auch ein Soldat in Kämpfen ne gute Figur machen - erst recht, wenn es sonst in der Gruppe keinen Krieger oder SG oder sonstwie Profikämpfer gibt. Ein paar SF bekommt der Soldat ja schon.
Das ist alles immer sehr von der Gruppe abhängig. Was in der einen Gruppe voll PG ist, kann in einer anderen Gruppe Low sein. In meiner ersten DSA-Runde war meine thorwalsche Piratin die beste Kämpferin der Gruppe. Eine Piratin! Die kriegen quasi nix an nützlichem Kram für den Kampf. Später war ich in einer anderen Gruppe mit der als PG verschrienen Kombo Söldner (bzw. Soldat) und BGB Fasarer Gladiator nur die drittbeste Kämpferin der Gruppe. Ich hätte halt nicht mit Speeren kämpfen sollen. Ein Trollzacker Krieger und ein effektiv gesteigerter Golgarit waren halt besser.

Ich denke, wenn @Nelya den einzigen Kampfchar der Gruppe spielt, wird ein Soldat völlig ausreichen, um nützlich zu sein. Den Magiern bleibt man da einfach schon dadurch überlegen, dass man Rüstung und große Waffen nutzen kann und viel AP in die Talente und SF steckt, wo die Magier Zauber, magische SF und Wissenstalente steigern. Die Magier werden ja hoffentlich auch irgendwann checken, dass es sich mehr lohnt, den einzigen Kämpfer unter ihnen zu buffen, als sich mit Ignis leer zu zaubern. Mit Armatruz und Axxel und so räumt man eh das Feld leer. Das ist dann auch viel effektiver als einen Viertelmagier mit den entsprechenden ÜBs zu spielen. Der ist bei Rüstungen eingeschränkt, steigert die Zauber verflixt teuer und muss sich beim Kämpfen noch auf's Zaubern konzentrieren (was je nach Regelauslegung mal hinderlich bis immer fast unmöglich ist).
Je nachdem, was sonst noch in der Gruppe ist oder später dazu kommt oder an NPC mit geschickt wird oder wie hoch das Powerniveau der Gruppe bzw. das eigene Bedürfnis nach dem befriedigenden "Ich bin der geilste, ich erledige sie alle"-Gefühl ist, wäre halt eher der SG geeignet für Spielspaß. Wäre die Eingangsfrage hier gewesen, wie man trotz dienender Position einen krassen Kämpfer spielen kann, wären die Ratschläge natürlich anders ausgefallen. Dann würde man vielleicht das Trollzacker- oder Elfenfindelkind empfehlen, dass eine Krieger-/SG-Ausbildung abgeschlossen hat und dann durch Schicksalsschläge gezwungen ist, incognito unter zu tauchen und sich darum in ein Dienstverhältnis begibt. Alles legitim, wenn Effektivität Priorität hat.

@Thorgrimma, schöne Ideen. :) Das wäre ja bei meinem Leibwachdiener-SG von Start an möglich.
( o _
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V_/_

~ Boronskuttentaucher sind toll <3 ~

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