@Hexe; Entwicklung eures Chars, Glaubenbilder...

Von A wie Abenteuerpunkte bis Z wie Zwerg: Alles über Erstellung und Entwicklung von Charakteren.
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Romin Aranthal
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@Hexe; Entwicklung eures Chars, Glaubenbilder...

Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 12.04.2018 10:54

Hallo,

ich spiele seit kurzem eine Hexe und stehe so noch am Anfang ihrer Entwicklung, zwar habe ich schon ein paar Ideen davon, wie sie sich entwickeln soll, doch hoffe ich durch die Beschreibungen eurer Hexen in Hinsicht auf Charakter, Glaubenswelt und Wirken weitere Ideen für die Entwicklung meiner Hexe zu bekommen.

Vorstellung meiner Hexe:

Die Glaubenswelt: Swafnir und Hrangar als Inkarnationen von Los und Sumu, die sich über ihren Tod und ihre Inkarnation hinaus im Kampf befinden. Swafnir, Satuaria und die Hexen als deren Töchter, Ifirn, Firun, die Runjas etc. sind allesamt inkarnierte Wesenszüge Sumus.

Das Auftreten im Dorf: Sie tritt als Godi auf, durch die Anrufung der Runjas schafft sie es Kranke und Verletzte zu heilen, durch sie wirken für einen Teil der Bevölkerung die Runjas. Darüber hinaus agiert sie auch als Schicksalsdeuterin und will, indem sie die Zukunft anderer sehen kann, deren Lebensweg beeinflussen. Das ist von ihr nicht gespielt, sondern ist durch ihren heftigen Aberglauben ihre Realität.

Ihr Ziel: So viel Rückhalt in der Dorfgemeinschaft zu gewinnen, dass sie neben dem Hetmann und für den Hetmann, die wichtigste Person im Dorf wird. So dass letztlich die Dorfgemeinschaft durch eine Doppelspitze geführt wird. Einen kriegerischen und weltlichen Hetmann, eine spirituell und charismatische Priesterin.

Zauberei: Ihre Zauberei ist andern als bei der normalen Hexe an schamanische Riten und Ritualgegenstände geknüpft, wodurch sie nicht Erdgebunden aber Symbolgebunden ist. Damit sollte sich auch ihre archaische Glaubenswelt in ihrer Magie wiederfinden lassen.

Emotionale Charakteristika: Verschaut sich schnell in jemanden, lässt ihn aber genauso schnell wieder fallen. Meldet jemand einen Anspruch auf sie an, dann kann er schonmal flott ne Faust ins Gesicht bekommen (eben thorwalisch, Kommunikation durch Reden steht nicht immer an erster Stelle). Darüber hinaus ist sie emphatisch und leidet mit anderen stark mit. Kann aber auch zur Furie werden oder in überbordenede Freude und Heiterkeit ausbrechen.


Ich freue mich auf eure Hexenberichte
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Exar
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Ungelesener Beitrag von Exar » 16.04.2018 16:06

Deine Hexe gibt sich also nicht als solche zu erkennen?
Haben die Dorfbewohner da Vorbehalte? Wollen sie lieber ein Seherin?

Wie sieht es mit deiner Schwesternschaft und dem Vertrauten aus?

chizuranjida
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Ungelesener Beitrag von chizuranjida » 16.04.2018 18:31

Wenn du ans Schamanistische anknüpfen willst, warum dann eine Hexe, warum nicht ein Druide? Da ist die Überschneidung schon angelegt, und die Dorfpriesterrolle zumindest in Andergast auch.

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milamber81
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Ungelesener Beitrag von milamber81 » 17.04.2018 02:17

Hhm... Ich bin mir nicht so sicher, ob dem TE meine Hexe so viel bringen wird: Als mittelreichische Rabenschwester dürfte zwar (ausgehend von der Godi-Rolle) die Schwesternschaft die gleiche sein, aber das war's dann auch schon...

Meine Hexe stammt jedenfalls aus dem schönen Kosch, aus einem kleinen, frei erfundenen Dorf etwas nördlich von Auersbrück, nahe dem Borrewald. Dort ist sie mit ihren Eltern und mehreren (nichtmagischen) Geschwistern aufgewachsen. Von der Mutter hat sie Schwesternschaft und Magie geerbt, von dem Vater eine, für Rabenhexen eher ungewöhnliche, Liebe zur Natur. Tarnprofession in der Fremde ist dadurch Jägerin. Einer Prophezeiung (*hust* Plot spielt dort *hust*) folgend hat es sie mittlerweile nach Andergast verschlagen, wo sie dank ihrer mittelreichischen Einstellung zu Geschlechtergleichberechtigung durchaus schon angeeckt ist. Anfangs versuchte sie, unauffällig zu bleiben, aber nachdem sie während einer Flutkatatrophe fliegend durch Andergast gesaust ist, um möglichst viele Leben zu retten, ist es mit der Unauffälligkeit wohl vorbei...

Die Glaubenswelt:
Die wichtigsten Gottheiten sind für sie Satuaria und Ifirn, die sie für eine Art Ziehschwester Satuarias hält. Bei den restlichen zwölfgöttlichen Geweihten verdienen Tsa-, Rahja- und Peraine-Diener besondere Achtung, da ihrer Meinung nach Satuaria unter diesen Namen angebetet wird. Zumindest bei Zweien merkt man's ja sogar am Namen: TSAtuRAHJA. Besonders Boron sieht sie als engen Verbündeten Satuarias, wodurch sie auch eine gute Beziehung zu seinen Geweihten zu halten versucht. Jup, sie hält nicht viel vom Silem-Horas-Edikt, die Kleine...

Das Auftreten:
Tja, wie gesagt, mittlerweile versucht sie zwar immer noch, nicht vor aller Augen herum zu fliegen, um die Leute nicht noch mehr zu verärgern, aber mittlerweile ist der Zug wohl abgefahren. Wie gesagt, sie ist geoutet. War sie aber eh schon, da der nette Bannstrahl versucht hat, sie für einige seltsame Kampagnenvorkommnisse verantwortlich zu machen, bei denen sie aber nun wirklich unschuldig war. Das hat auch ein mit der Heldengruppe verbündeter Praiosgeweihter glaubhaft darstellen können, so dass es zum Freispruch kam. Aber nicht, weil sie keine Hexe ist, sondern weil sie für die Scheiße schlicht nicht verantwortlich war...

Ihr Ziel:
Ein großes Übel für die Leute in Andergast abwenden, die Welt sehen, sich um ihre Freunde kümmern und ihnen beistehen, sofern sie Hilfe benötigen...
Außerdem strebt sie nach Anerkennung für ihre Taten. Es müssen nicht unbedingt wertvollen Belohnungen sein, sie will aber spüren, dass die Leute ihre Taten wertschätzen. Zusätzlich verfolgt sie aktuell ein Projekt, eine "gerettete" Kindersoldatin zu resozialisieren... Für irgendwas muss ja HK:Seele gut sein ;-)

Zauberei:
Mittlerweile hat sie mit Verständigung, Hellsicht und Eigenschaften drei Merkmalskenntnisse und wenn jetzt auch noch genügend ZEs und APs zur Verfügung stehen, kann man da mal weiter steigern. Ansonsten gehen die ASP auch noch gerne für Tränke raus, die mit Meisterhandwerk Kochen und einem 17er TaW doch sehr potent werden können...

Emotionales:
Eine hilfsbereite junge Frau, deren große Schwäche Kinder sind. Wenn auch nicht die eigenen, dafür fühlt sie sich noch zu jung. Aber zusammen mit ihrem (festen) Freund, einem Waffenschmied kümmert sie sich um mehrere Straßenkinder, die die beiden während eines sehr harten Winters aufgenommen haben. Wer aber meint, sich mit ihr anlegen oder schlecht behandeln zu müssen, kann auch sehr schnell eine Seite an ihr kennen lernen, die im allgemeinen nicht so offen zu Tage tritt: Sie ist sehr nachtragend, auch wenn sie normalerweise versucht, die Strafe der Schuld anzupassen. Das bedeutet natürlich, dass die ebenfalls bereit ist, Leute zu Boron zu schicken oder ihr Leben zu zerstören, wenn sie diese als Gefahr für ihr Leben oder das ihrer Lieben ansieht. Kampagnenbedingt wurde diese dunkle Seite in letzter Zeit verstärkt gereizt, so dass ich als Spieler schon recht gespannt bin, ob und wann es da mal zu einem unschönen Ausbruch kommen wird.
:borbi:
Krieg ist nur die Fortsetzung der Staatspolitik mit anderen Mitteln.

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 17.04.2018 17:37

@Exar Sie weiß nicht explizit, ob die Dorfgemeinschaft gegen Hexen Vorbehalte hat, sie verheimlicht ihre Natur, weil es ihr von ihrer Mutter so aufgetragen wurde und sie auch keine guten Erfahrungen bzgl. des Umgangs mit Hexen gemacht hat.
Eigentlich ist sie als Heilerin aufgetreten, doch ruft sie zur profanen und magischen Heilung eben die Runjas an, wodurch sie für einige Dorfbewohner zur Godi wurde. Was sie zur Manipulation auch nutzt. In dem Szenario ist die thorwalische Götterwelt für die NSC allgegenwärtig und auch anerkannter als magisches Wirken durch Menschen.

Die Schwesternschaft spielt eigentlich keine Rolle, habe nach Werten, Zaubern und dem Vertrauten die Hexe gewählt nicht wegen des Hintergrunds der Schwesternschaften

@chizuranjida Ich hab einfach nicht an Druiden gedacht

@milamber81
Glaubenswelt: Warum sieht sie gerade Boron als engen Verbündeten, wie kam es dazu, welche Aspekte Borons findet sie ansprechend - ah ok Rabenhexe alles klar - aber abgesehen davon, was macht Boron für deine Hexe noch interessant? Edit: Und steht Boron als Todesgott nicht gerade im Widerspruch zu Tsa, Ifirn, Peraine und Rahja. Die für das Leben, die Ausschweifungen und die (Nächsten-)Liebe stehen. Wie bekommst du das Zusammen und wer ist Boron, wenn Tsa, Rahja und Peraine für dich nicht existieren und lediglich Satuaria unter anderem Namen sind?

Ihr Ziel: Was ist wenn sie keine Anerkennung erfährt, wie würde sie dann reagieren?

Emotionales: Witzig, meine hat sich auch in einen Schmied verkuckt, von dem sie eigentlich garnichts wissen wollte, doch hat der NSC sie durch sein Verhalten überzeugt, wogegen sie sich aber noch wehrt.
Wie wird die dunkle Seite deiner Hexe ausgespielt, ist sie nur Reaktion auf äußeres oder hat die dunkle Seite auch eigenen Antrieb? Wie stellst du dir einen Ausbruch ihrer dunklen Seite vor, wird sie zum blinden Racheengel, der im Zorn auch emotional nahe stehende in Mitleid ziehen könnte oder wird es ein gezielter Ausbruch?
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milamber81
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Ungelesener Beitrag von milamber81 » 17.04.2018 22:29

Zur Glaubenswelt:
Auch kein größerer Widerspruch als Tsa und Rondra oder Phex und Praios im klassischen Zwölfgötterkult... Für sie ist es eben einfach so. Dass es so ist wird ja schon dadurch bewiesen, dass Satuaria den Rabenhexen die Macht über Träume gegeben hat, die ja Boron zuzuorden sind. Damit muss es ja von ihm kommen... Sie geht auch davon aus, würde sie in Träumen jemals so herum Pfuschen, dass es Boron nicht passen würde, dann würde der sich schon melden und sie hochkant aus dem entsprechenden Traum heraus befördern. Dazu kamen noch einige positive Erfahrungen mit verschiedenen Boronis (ein SC und mehrere NSCs) und schon war das geklärt...

Zu den Zielen:
Wenn ihr die Anerkennung verwehrt bleibt, kommt die genaue Reaktion auf die Umstände an. Als ein Freund einmal meinte, dass es das beste Essen der Stadt Andergast in ner Taverne gäbe, während er doch wusste, wie gut sie Kochen kann, war sie eingeschnappt und zickte nur etwas rum. Immerhin hatte derjenige ja die ganze Gruppe dorthin im gleichen Satz auch zum Essen und Trinken eingeladen.
Ein anderes Mal hatte sie hingegen das Gefühl, vom damaligen Anführer einer Gruppierung, der sie sich angeschlossen hatte (nicht ihr Zirkel), trotz vorheriger Zusicherung, auf ihre Einschätzung zu hören, übergangen zu werden. Ihre Freunde konnten sie nur in der Gruppierung halten, indem sie den (damaligen) Anführer dazu brachten, seinen Platz zumindest eine Zeit lang zu räumen. Unter diesem Anführer wäre sie nicht weiterhin Mitglied geblieben.
Sie ist also sehr wohl bereit, für andere Einiges einzusetzen. Wenn diese das aber nicht Wert schätzen, können sie gefälligst selber sehen, wo sie bleiben...

Zum Emotionalen:
Na, bei ihr ging's eher von ihr aus... und von ner Menge Met und nem vorherigen Abenteuer in eisiger Firunskälte, so dass man bis auf die Knochen durch gefroren war. Und das gemeinsame Bad im Zuber führte dann zu recht interessanten Entwicklungen, die sich dann eben weiter entwickelten. Und jedes mal, wenn die Würfel rollen, um herauszufinden, wie sie zu ihrem Freund steht, zementieren sie das Bild noch etwas mehr. Besonders amüsant dabei ist, dass sie sich selber nicht ganz klar ist, wo sie ihren großen Schmied auf einer Skala zwischen Freund mit gewissen Vorzügen und Zukünftigem denn bitte einordnen soll...
Bisher war ihre dunkle Seite eher Reaktion als aus eigenem Antrieb ausgebrochen. Aktuell ist sie aber zum Bsp so weit, dass sie nach einer Schlacht mit einer gewissen Gruppierung(Abenteuerrelevant) nichts lieber täte, als eventuelle Gefangene langsamst zu Tode zu foltern. Was sie von denen mitbekommen hat, hat ihre Rachsucht gründlich getriggert. Dabei würde sie das nicht genüsslich tun, es aber sozusagen als ihre Pflicht erachten. Ein schneller Tod ist ihrer Meinung nach eben zu gut für die und irgend jemand muss es ja tun... Ein Verhalten, dass ich bei Generierung nicht wirklich für möglich erachtet hätte. Nicht umsonst hat sie als Vertrauten nen Blauhäher (ja, der zählt zu den Rabenvögeln). Das sollte eben das freundlichere, weniger düster wirkende unterstreichen... Aber es gab halt in den letzten Abenteuern einige Ereignisse, die meine Kleine doch etwas gebeutelt haben...
Zum Aufzählen sind diese allerdings zu lang. Da müsste ich hier mehrere Abenteuer zum Besten geben. Als kurzer Einblick mag dieses gelten: Wenn man auf eine eigentliche spaßige Reise aufbricht um sich etwas zu erholen und zu entspannen um dann mittendrin festzustellen in einem Alptraum aus Kannibalismus, Kindsmord und Massenmord gelandet zu sein, hinterlässt das eben Spuren. Und wenn man als jemand, der Kinder als sehr wichtig empfindet, sich dabei auch noch gezwungen fühlt, ne Gnadentötung an dem jungen Mädchen durchzuführen, bevor dieses langsam und qualvoll verreckt, dann ist das auch nicht unbedingt gut für die Psyche...
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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 17.04.2018 23:25

Meine "jüngste" Hexe ist in ein gehobenes Elternhaus geboren worden. Ihre Mutter ist eine Schöne der Nacht, die sich auf dem Parkett des garetischen Bürgertums bewegt, aber natürlich sozial viel zu viel zu verlieren hätte um ihr Geheimnis preis zu geben. Ihr Mann ist allerdings eingeweiht.

Die Tochter hat das magische Talent geerbt, aber war offensichtlich eher zum Bücherwurm als zum Salonlöwen bestimmt. Daher wurde sie für die Ausbildung in die Hände einer befreundeten Schwester des Wissens gegeben, die sich auf magisch unterstützte Seelenheilkunde spezialisiert hat. Ihre Magie dreht sich folglich vor allem um Einfluss und Antimagie.

Sie hat es gemeistert, nach außen als die untadelige Gelehrte aus besserem Hause zu wirken, niemand würde so schnell auf den Gedanken kommen dass etwas mit ihr unkoscher sein könnte (Vorteil Vertrauenswürdig). Trotzdem ist natürlich permanente Achtsamkeit erforderlich, und selbst "Kunden" sollten von wenigen ausgewählten Ausnahmen abgesehen nichts von ihren besonderen Fähigkeiten erahnen. Als Seelenheilerin ist sie aber glücklicherweise eine Spezialistin, die sich erlauben kann hohe Preise für ihre Dienste zu veranschlagen, auch ohne zu verraten WAS sie eigentlich alles kann. Obwohl sie natürlich noch nicht ansatzweise das Renommee aufgebaut hat, das ihre Lehrmeisterin genießt.

Ihre Emotionalität lebt sie weniger im Verspielten aus, und auch wenn sie nicht prüde ist, führt sie auch kein allzu verlottertes Leben. Dafür sind Neugier und Mitgefühl die Bereiche, in denen sie ihren Gefühlen freien Lauf lässt. Natürlich kann sie auch eine rachsüchtige Feindin sein, wenn man ihr krumm kommt. Aber da spielt sie eher ihre durch den sozialen Stand gegebenen Mittel aus (was jetzt auch nicht soooo mächtig ist), was magische Arten der Heimzahlung betrifft ist sie de facto relativ zahnlos - was aber weniger eine "Designentscheidung" war als die schiere Notwendigkeit, da sich DSA5-Zauberer auf einen sehr engen Rahmen beschränken müssen. Ich musste mich an so ziemlich allen Ecken und Enden zurückhalten, für Fluchmagie o.ä. war da beim besten Willen kein Platz mehr.

Ihre Religion hängt sie natürlich nicht an die große Glocke, und leistet bereitwillig Lippenbekenntnisse zu den Zwölfen. Wobei sie wie viele andere Hexen durchaus bereit ist, in den Alveranischen das Wirken Saturias zu sehen. Für sie bildet dabei auch Hesinde einen Aspekt der Sumu-Tochter, immerhin ist für sie die Gelehrsamkeit und Wissbegierde ein wichtiger Weg, ihre Gefühle zu ehren - und dass ihr heiliges Tier die Schlange ist, kann ja auch nicht ganz zufällig sein. Vielen anderen Göttern wie Praios steht sie eher skeptisch gegenüber, aber es ist Teil ihrer Tarnung davon nichts nach außen dringen zu lassen. Die Tarnung ist auch Dienst an der Göttin! Sie weiß allerdings auch, dass Praiot nicht gleich Praiot ist, und musste noch keine persönlichen schlimmen Erfahrungen machen, so dass man da jetzt auch nicht von glühender Feindschaft als von gesunder Vorsicht sprechen kann. Ansonsten neigt sie wie viele Hexen allerdings weniger dazu, Satuaria allzu sehr zu theologisieren, sondern sucht eher ihre Nähe in täglichen Handlungen.

Ihre Ziele sind zunächst erstmal lernen und die Welt entdecken. Sie folgt bislang noch sehr stark den Fußstapfen ihrer Ausbildung, wohin die Reise geht wird sich wohl erst mit der Zeit zeigen (wobei leider in den Sternen steht, ob ich sie überhaupt weiterspielen kann :( ). Sie entspricht eigentlich kaum dem Klischee der gefährlichen Hexe, und lässt sich in erster Linie durch Forscherdrang und Hilfsbereitschaft leiten. Sie hat allerdings auch schon gemerkt, dass man auf manche Schweinehunde einen echten Hass entwickeln kann, und dabei eine zufällige, aber überraschend erfolgreiche (glückliche) Freundschaft mit einer Armbrust geschlossen. Man nimmt, was man kriegen kann. :ijw:

Was Lust, Leidenschaft und Party angeht: Was auf dem Hexenfest geschieht, bleibt auf dem Hexenfest 8-). Davon abgesehen ist das aber wie gesagt nicht ihr großer Schwerpunkt. Aber wer weiß, wenn sie der richtigen Person begegnet wird sie sich sicher auch sehr leidenschaftlich vergucken können.

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 18.04.2018 10:54

@milamber81
Glaubenswelt: Ich sehe du bist durch deine Mit-SC und das Setting angewiesen deutlich liberaler gegenüber den 12 zu sein, dadurch dass wir im thorwalischen Raum unterwegs sind, habe ich den Luxuss meine Hexe feindseliger gegenüber den 12 zu spielen.

Emotionales: Deine Hexe aht ja an einigem zu knabbern, scheinen mir Weltbild verändernde Geschehnisse sein zu können, siehst du darin Entwicklungspotential hin zu einer dunkleren Seite deiner Hexe?

@Madalena Ich finde es eigentlich ganz gut Gefühle der Rache und des Hasses mit profanen Mitteln auszuleben, positive Gefühle und Emotionen werden im Spiel ja meist auch profan umgesetzt, aber natürlich ist es schade, wenn DSA5 einem die Möglichkeit nimmt so etwas auch magisch umzusetzen.
Sind Praios und co bei dir dann auch Aspekte Sumus oder von Los, also des Mörders ihrer Mutter? Im zweiten Fall finde ich auch schon Lippenbekenntnisse und Toleranz gegenüber diesen und ihren Geweihten schwer, auch wenn es für die Gruppendynamik manchmal besser ist.
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Exar
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Ungelesener Beitrag von Exar » 18.04.2018 11:36

Mit DSA5 habe ich mich noch nicht so viel auseinander gesetzt. Die Hexen sind ja glaube ich erst Ende letzten Jahres überhaupt in der 5. Edition gelandet mit Aventurische Magie 2. Die Flüche haben eigene Fertigkeitswerte bekommen und brauchen wesentlich länger, bis die Wirkung eintritt (1 Tag?).
Sind die Möglichkeiten für Hexen da denn (noch) so eingeschränkt im Vergleich zu 4.1?

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milamber81
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Ungelesener Beitrag von milamber81 » 18.04.2018 12:02

Romin Aranthal hat geschrieben:
18.04.2018 10:54
Glaubenswelt: Ich sehe du bist durch deine Mit-SC und das Setting angewiesen deutlich liberaler gegenüber den 12 zu sein, dadurch dass wir im thorwalischen Raum unterwegs sind, habe ich den Luxuss meine Hexe feindseliger gegenüber den 12 zu spielen.
Genau deswegen hatte ich auch anfangs meine Zweifel, ob dir ne mittelreichische Hexe so viel Inspiration liefern kann. Sie befindet sich halt in nem komplett anderen Umfeld, als ne thorwaler Godi. Dazu kommt erschwerend noch das erzkonservative und verklemmte Andergast als aktueller Kampagnenort...
Das macht halt solche Inspirationsfindungen eher schwierig, da der gesellschaftliche Unterbau einfach komplett anders ist.
Romin Aranthal hat geschrieben:
18.04.2018 10:54
Emotionales: Deine Hexe aht ja an einigem zu knabbern, scheinen mir Weltbild verändernde Geschehnisse sein zu können, siehst du darin Entwicklungspotential hin zu einer dunkleren Seite deiner Hexe?
Potential würde ich es nicht nennen, eher Gefahr. Es kann sehr wohl sein, dass sie im Verlauf der weiteren Ereignisse einige deutlich unschöne (vielleicht auch dauerhafte) Züge entwickelt. :devil:
Falls das geschehen sollte, werde ich sehen, wie ich damit ingame umgehe. Vermutlich würde als erster Schritt ihre Hilfsbereitschaft Fremden gegenüber deutlich abnehmen. Man weiß ja nie, was die für Dreck am Stecken haben. Da sie mir bisher aber eigentlich durchaus so getaugt hat, wie sie von der Einstellung her war, kann ich das einfach nicht als Potential betrachten, auch wenn es streng genommen natürlich eines ist. :wink:
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 18.04.2018 19:15

Romin Aranthal hat geschrieben:
18.04.2018 10:54
Sind Praios und co bei dir dann auch Aspekte Sumus oder von Los, also des Mörders ihrer Mutter? Im zweiten Fall finde ich auch schon Lippenbekenntnisse und Toleranz gegenüber diesen und ihren Geweihten schwer, auch wenn es für die Gruppendynamik manchmal besser ist.
Für sie sind alle Götter entstanden durch die Vermischung der Essenz von Los und Sumu, wobei manche natürlich mehr durch das eine oder das andere geprägt sind. Und Praios steht da eindeutig eher auf der Seite von Los.

Davon abgesehen ist sie da eher die Pragmatikerin, und lebt ihren Glauben im Alltag anstatt sich in theologischen Überlegungen zu verirren. Das heißt: Pass auf mit denen, einige Hexen mussten böse Erfahrungen machen - und versuche dich nicht in die Schusslinie zu bringen.
Exar hat geschrieben:
18.04.2018 11:36
Mit DSA5 habe ich mich noch nicht so viel auseinander gesetzt. Die Hexen sind ja glaube ich erst Ende letzten Jahres überhaupt in der 5. Edition gelandet mit Aventurische Magie 2. Die Flüche haben eigene Fertigkeitswerte bekommen und brauchen wesentlich länger, bis die Wirkung eintritt (1 Tag?).
Sind die Möglichkeiten für Hexen da denn (noch) so eingeschränkt im Vergleich zu 4.1?
Das weiß ich gar nicht so genau. Ich habe noch nicht so einen guten Überblick über die Magie in DSA 5. Aber man muss allgemein viel mehr mit seinen Punkten haushalten. Ein fixes Budget für Magie, wie es Vollzauberer bei 4 bereitstellt gibt es nicht mehr, und Prpfessionsrabatte eh nicht, d.h. alles was man können will muss man sich bei den profanen Fähigkeiten absparen. Wenn du einen kompetenten Seelenheiler, Gelehrten und Gesellschaftschar willst, wird es da schon sehr dünn.

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 20.04.2018 09:41

Na gut, das ist bei DSA4 ja ähnlich
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Advocatus Diaboli
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Ungelesener Beitrag von Advocatus Diaboli » 20.04.2018 22:25

Hallooo, du wieder. :)

Nachdem ich den Thread vor Tagen schon gesehen hatte, komme ich endlich mal zum Antworten:

Ich habe sehr lange eine aranisch-/mittelreichische Schöne der Nacht BgB Kurtisane gespielt, bei der die BgB fest im Hexendasein samt Überzeugungen verankert war. Ihre Uroma hatte als Mohasklavin in Fasar von einer Hexe das Hexensein gelernt und gleichzeitig die Fähigkeiten einer Lustsklavin. Das hat sie nach ihrer Freilassung zwar an ihre Tochter weiter gegeben, ist allerdings mit der nach Aranien, weil man dort Frauen besser behandelt. Mit der Tochter gab es ziemlichen Streit, als es der gefiel, ganz unaranisch Kurtisane für die Mittelreicher vor Ort zu werden und sogar nach Gareth zu ziehen. Dort ist sie schwanger geworden - nicht von einem Kunden, sondern auf einer Hexennacht - und legte ein Ei. Daraus schlüpfte meine Hexe. Die hat dann eben auch Hexe+Kurtisane als ein Paket gelernt und das gar nicht als zwei trennbare Dinge wahrgenommen. Natürlich gab es auch andere Hexen, aber "wir machen das so".
Satuaria war für sie eine Göttin der Gefühle, Rahja nur ein Teilaspekt für ihre freundliche Seite. Sie ging also davon aus, dass so ziemlich alle Menschen, inklusive der Geweihten, die Göttin einfach nicht richtig begreifen würden, da sie Gefühle wie Wut und Hass nicht als anbetungswürdig erachten könnten. Das war schon okay. So tiefgreifende Wahrheiten kann nicht jeder verkraften. Auch viele Hexen nicht, viele beten ja Satuaria an, ohne zu sehen, dass Rahja Satuaria ist. Naja. Aber als Tochter Levthans und somit Enkel Rahjas aka Satuarias weiß man eben mehr, man ist ja auch zu größerem bestimmt (Größenwahn). Die restlichen Zwölfte wurden zwar als existent aber nicht als wichtig angesehen. Charakterlich war die Dame also sehr von sich und wenig von anderen überzeugt, konnte aber äußerst charmant sein und bekam fast immer, was sie wollte. Sie hat das Leben in vollen Zügen genossen, liebte Herausforderungen, war sehr neugierig und aufgeschlossen und immer Mittelpunkt des Geschehens.


Bald werde ich eine andere Hexe spielen, die tatsächlich auch Thorwalerin ist und als Godi auftritt. Ich habe ich da evt. ein klein wenig von dir inspirieren lassen. ;) Allerdings sieht meine Hexe sich auch ganz als Godi. Sie sieht sich auch als Hexe, aber man kann ja leicht Hexe und Godi sein und noch mehr. Da sie ihre Ausbildung bei einer Krötenhexe begonnen hat, wird sie auch eine passable Heilerin abgeben. Ich habe ihr als BgB Hebamme gegeben, um das abzubilden. Je nachdem, mit wem sie es zu tun hat, wird sie sich also als Godi, als Seherin (/von Heute und Morgen), als Hexe, als Heilerin oder als Hebamme vorstellen, ohne jemals zu lügen dabei. :)
Satuaria soll für diese Hexe der Name des Wesens sein, das aus Firun und Ifrin besteht und die Gegensätze Tod und Leben vereint. Ich bin aber selbst noch unschlüssig, wie ich die anderen thorwalschen Götter damit verbinden soll. Ich denke, Swafnir wird als Ehemann Ifrins/Satuarias dazu kommen und Travia fällt einfach raus, weil deren Aufgaben im Norden Thorwals eh gerne Ifrin zugeschoben werden.
Charakterlich soll sie ganz anders werden als meine erste Hexe. Die neue soll sehr ruhig sein, geistesabwesend und wird vermutlich eine ziemliche Außenseiterin werden, wenn sie weit weg von ihrer throwalschen Sippe durch die Lande zieht, um Antworten auf ihre Träume zu finden bzw. eben ihr Schicksal zu suchen, was die Runjas ihr vorherbestimmt haben.


Diese Threads könnten evt. auch interessant für dich sein:

Satuaria, eine schwer zu erfassede Göttin

Katzenhexe
( o _
/ / \
V_/_

~ Boronskuttentaucher sind toll <3 ~

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Madalena
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Ungelesener Beitrag von Madalena » 21.04.2018 00:03

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
20.04.2018 22:25
Aber als Tochter Levthans und somit Enkel Rahjas aka Satuaria
Glaubt sie dann, dass Satuaria mit ihrem eigenen Sohn...? :censored:

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Beans
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Ungelesener Beitrag von Beans » 21.04.2018 00:20

Warum nicht? Bei Göttern in grechenland völlig normal. Fröhliches Knickknack überall... Also 2 Dinge die mir sponatn in den Sinn kommen:

Was sind denn die anderen Spieler und welches Jahr haben wir? Also egal welcher Char, sie werden doch alle geprägt durch ihre Gruppe und ihre Situationen, die sie durchleben. Ein arkanophober Bannstrahler mit Arkanophobie 11 und Vorurteile: Magiewirker 6 sollte da natürlich nicht auftauchen. Dennoch haben die Hexen, die ich gesehen habe immer damit funktioniert - oder sind daran gescheitert - wie die Gruppe drauf war. Gegnüber einem lockeren Moh-Jäger und dem aufgeschlossenen Puniner Magier die Hexenschaft verschweigen wirkt allenfalls lächerlich. Gab es eine andere weibliche Figur? Wird es Zickenkrieg oder Freundschaft? Sind Vorurteile in der Gruppe vorhanden oder will man schnell kooperieren? Ist es wichtig, die Karten schnell auf en Tisch zu legen oder sich eher bedeckt zu halten? Ab wann wird es für die Spieler und die SCs einfach nur noch nervig-lästig, nicht ingame zu wissen, was man ist? Zumindest die letztere Frage kann ich gut beantworten: In der lebensbedrohlichen Situation(gal ob Heilung gerade vonnöten, ein Pentagramma oder ein Einfluss bannen) und die Hexe offenbart sich nicht&opfert lieber ein Gruppenmitglied, dann hat dieser SC in der Gruppe eigentlich nichts mehr verloren, denn die Frage: Warum sollen wir die noch mitnehmen? kann dann einfach nicht mehr beantwortet werden. Ich hab genau durch so eine Aktion einen SC verloren. :???: Nein danke, nicht wieder. Tatsächlich habe ich nur diese Frage gestellt. daraudie anderen Spieler+der SL nach kurzem Überlegen: "Ja, wir haben gerade 2 SCs verloren." Das hat auch nichts mit Charplay zu tun, ist einfach nur daneben einen SC ohne Empathie zu erstellen. :grübeln:

Um die typischen Positivbeispiele zu bringen: Was mag sie an den anderen Chars? Eine Katzenhexe fand es toll dasselbe Hobby zu haben wie eine Sölnderin & der Orkjäger(Akrobatik), eine war auf Menschenkenntnis aus und hat sich gern die Geschichten und Gedanken der anderen angehört. usw. usw. Eine von uns war mal mit dem Praioten aufgewachsen. :ups: :lol: Ein Tipp: Lass den langweiligen Egozentrismus bei Hexen bissl raus. Der ist auch im Forum schon totgeschrieben wurden(Sei arrogant bei da, sei egoistisch bei diesen, sei aggressiv/jähzornig/rachsüchtig bei jenem). Blablabla.... Manchmal denk ich, man spielt keinen Magiewirker-SC mit besonderen Fähigkeiten, sondern ein Nachteilspaket mit lauter emotionalaggressiv-nervigen Einstellungen. Klar hat man durch die Erstellung bei DSA4.1 wegen Autorenmist ne Menge Nachteile abbekommen. Aber wie man mit diesen schön und nicht assozial umgeht, liegt ja einem selbst in der Hand. 2 Beispiele:

Wir hatten den typischen ichbezogenen Hexer(gespielt von einer Frau :lol: ) in der Gruppe. Passenderweise auch noch Horasier, die sich laut unserer damaligen Lesart für was Besseres halten. Mit der Praioskirche, Rondra und Hesinde spinnefeind, mit Magiern spinnefeind, mit dem Ingrimmpriesterschaft spinnefeind, ..., mit meinem etwas Magie gegenüber unsicherem Zwerg spinnefeind. Man hat sich bei diesem Psychopathen und Manipulator echt gefragt, was er überhaupt mochte(außer jedem hübschen Rock natürlich). Jeden in der Gruppe mindestens 1x verflucht.... Die Nachteilskombo Vourteile andere Magiewirker, Arroganz, Eitelkeit, Rachsucht und Neid war echt daneben. Ich lästere normalerweise ungern über SCs, aber hier lästert die Spielerin längst selbst darüber :lol: Nach 8 Abenden haben wir gesagt: Okay das war´s. Hat keinen Sinn. Den Char ausgespielt hat die Spielerin echt. Aber iwie hat sie vergessen, dass es am Spieltisch alle Spass machen muss. Stark war der Char auch nicht. Die Spielerin hat es so beschrieben: "Ich habe mich so darauf konzentriert, die Aufmerksamkeit an mich zu ziehen&den Ersten, den Anführer zu spielen, dass ich vergessen habe, warum ich dies tun sollte. Sorry" Ihre dannach erstellte impulsiv kreative Efferdgeweihte war super. Dannach haben wir umgestellt auf ein dezenteres Nachteilssystem als in DSA 4.1. ;) Läuft seitdem(2010) echt viel angenehmer.
Also vergiss eine Sache nicht: Jeder Char sollte als Wert Humor 100 haben ;)

2. Beispiel: Andere Spielerin mit Katzenhexe, ähnliche Nachteilskombo. Ich(Meisterin) und 2 der anwesenden Spieler wussten wie wir´s machen. Und haben ihr halt schnell zu verstehen gegeben: Hey mit solchen Nachteilen wird man halt auch nirgendwo Gruppenmitglied. Und dadurch erst setzte die Charakterentwicklung ein.
- Von arrogant zu expermentierfreudig, zu aufgeschlossen.
-von aggressiv(alle gegen mich, ich gegen alle) zu Gruppe beschützend
-von Satuaria ist wichtig, die 12 sind egal/scheiße zu Okay, die geweihten sterben gerade für uns. Die 12e sind echt gut. Zusammen mit Satuaria.
- von rachsüchtig zu geplant(Hey der hat uns damals verraten, dem sollen wir trauen?)
Am Ende war sie Rahja- und Satuariageweihte(war G7, von daher okay und nur ein Karmapool), hatte den in ständig dunkeln Dungeons sehr nützlichen Flimflam hochgepusht und war unsere Gruppenheilerin, auch bei Angst und Beeinflußungseffekten. Meine gespielte Scharlatanin(Meisterchar und 4. Zeichen) war ihr so oft dankbar, dass sie sie geheiratet hat. D.h. nicht, dass sie nicht noch ihre Nachteile hatte(Verschwendungssucht blieb auf dem Erstelungswert - und ständig zwischen 50 und 300 Dukaten Schulden. :rolleyes: ).
Der SL an sich ist im Grunde ein bemitleidenswertes Geschöpf.

und der Plot ist die bedrohteste Wesen des PnP.

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Romin Aranthal
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Ungelesener Beitrag von Romin Aranthal » 21.04.2018 22:00

@Advocatus Diaboli schön das ich dich inspirieren konnte, freut mich. Wie willst du denn die Godi ausspielen? Mir kommt es dabei sehr darauf an, dass dir andere auch glauben. Denn die genaueste Prophezeihung bringt garnichts, wenn die NSC die Wahrsagerei nicht abkaufen. Daher habe ich mir ja auch so viele Gedanken über die Anwendung von Magie gemacht, weil eine Godi einfach viel Hokuspokus braucht, und im Hokuspokus der Godi ließ sich halt auch schön die Magie der Hexe verstecken. Denn jede Magie ist somit für außen stehende erstmal ein Eingriff der Runjas ins Schicksal.
Wenn du also Ideen zu Ritualen der Prophezeihung hast, nur raus damit, bin total interessiert.

Meine Hexe hat Knochenrunen, die sie immer mal wieder vor Entscheidungen in die Luft wirft, um ihr Handeln quasi den Göttern anzuvertrauen oder sich bei diesen Ratschläge zu holen. Daneben zeichnet sie vor Heilhandlungen (ist ja ebenfalls auch Heilerin) gerne Runen aus Blut, Asche etc. auf ihre Patienten oder stellt in allen Himmelsrichtungen Kerzen auf, daneben trommelt, singt und tanzt sie vor größeren Anrufungen der Runjas, natürlich nicht ohne das passende Feuerchen. Beliebt ist auch das schnelle bemalen von Gesichtern mit Schnee, Dreck etc. Thorwaler sind ja nicht zimperlich und dankbar abergläubisch.
Dei Schneeeule als Vertraute eignet sich auch ganz hervorragend für die Darstellung göttlichen Eingreifens, so landete sie kürzlich einem sterbenden kurz auf der Brust und flog in dem Moment wieder von dannen als der Zauber ihn aus dem Reich der Toten/Bewusstlosigkeit zurück geholt hatte. Die Sippe war schwer beeindruckt und ich freue mich schon auf ihre Reaktion, wenn sie den Vogel wieder sehen.
Sex, Drugs `N Dsa

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Ungelesener Beitrag von Laske Hjalkason » 22.04.2018 09:49

Advocatus Diaboli hat geschrieben:
20.04.2018 22:25
Satuaria soll für diese Hexe der Name des Wesens sein, das aus Firun und Ifrin besteht und die Gegensätze Tod und Leben vereint. Ich bin aber selbst noch unschlüssig, wie ich die anderen thorwalschen Götter damit verbinden soll. Ich denke, Swafnir wird als Ehemann Ifrins/Satuarias dazu kommen und Travia fällt einfach raus, weil deren Aufgaben im Norden Thorwals eh gerne Ifrin zugeschoben werden.
Deine Beschreibung inspiriet mich. Besonders diese Dualitäten zwischen Satuaria/Ifirn und Ifirn/Firun.
Thorwaler Glaube soll ja auch immer was mit Ragnarök zu tun haben, dem Ende von Allem und das Vergehen, wobei da die Wiedergeburt ausgespart wird. Aber ich steh auf sich wiederholende, sich selbst bedingende zwangsläufige Paradoxien. :wink: Lass mich das mal weiterspinnen.

Wichtig ist dabei, das man Satuaria als "Tsa Uthari" verstehen kann. "Tsa" für Wiedergeburt und "Uthari" als Anspielung auf Uthars Pforte ins Totenreich. Was dann soviel bedeutet, wie diejenige die wiedergeboren wird.
Der eiskalte Jäger Firun bringt immer den Tod und Swafnir ist der Beschützer und gute Ehemann.

Das bedeutet, das Satuaria nach ihrer Wiedergeburt die Ehefrau von Swafnir wird. Vielleicht einfach da sie nach der Wiedergeburt noch hilflos ist und einen Beschützer braucht und das ist ja seine Aufgabe. Dadurch findet er in Satuaria seinen Selbstzweck und kommt nicht umhin sich in sie zu verlieben. Mit der Zeit wächst sie aber heran und über sich selbst hinaus und wird zu Ifirn, die den Tod heilt. Dadurch erweckt sie das Interesse von Firun und er begehrt sie. Firun nimmt sich Ifirn, da sie ja den Tod heilt, also ihn selbst oder sein Herz, dabei stirbt sie aber. Der Akt zwischen Ifirn und Firun bringt aber nicht nur den Tod, sondern pflanzt neues Leben. Vielleicht könnte man ja auch soweit gehen und sagen das sie stattdessen von Swafnir erschlagen wird, das passt ja auch wunderbar zu seiner Raserei. Gefällt mir vielleicht sogar noch besser, Firun bringt ihr ungewollt den Tod indem er die Walwut in Swafnir weckt.
Nach dem Tod Ifrins wird sie wiederum als Satuaria wiedergeboren und die Geschichte beginnt von neuem...

Satuaria ist sozusagen die Tochter von Ifirn und Firun... wenn sie heranwächst wird sie zunehmend zu Ifirn, da sie den Firun-Anteil in sich aus sich herrausheilt... Als Satuaria ist sie die perfekte Partnerin von Swafnir, der beschützt. Als Ifirn ist die einzig mögliche Kandidatin für Firun, da nur sie den Tod halten kann. Durch ihr Schicksal und ihre Existenz bedingt sie diesen Konflikt. Das Vergehen und wiedergeboren werden ist nichts anderes als die zwei Schläge des Herzschlages des Kosmos.
Leben = Wahrheit + Gott
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Wahrheit = Leben - Gott

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