Die Suche ergab 3 Treffer

von Ardor
15.11.2017 15:51
Forum: Jahr des Feuers
Thema: Tod Galottas Umarbeitung - Dexter Nemrod als Mond?
Antworten: 13
Zugriffe: 370

Tod Galottas Umarbeitung - Dexter Nemrod als Mond?

Dingleberry hat geschrieben:
15.11.2017 15:16
Meinst du vielleicht Leonardo den Mechanicus oder ist der Reichserzmarschall nicht nur Answinist sondern auch gleich noch Heptarch? :censored:
Ups - danke für den Hinweis - schon ausgebessert ;-)

Ja, das ist viel Arbeit. Aber in Wahrheit gibt's keine Möglichkeit, so eine Kampagne so zu erstellen, das der Spielleiter NICHT viel Arbeit bei der Vorbereitung hätte (was nicht heißt, das man es nicht so erstellen könnte, dass man dem Spielleiter die Arbeit wesentlich erleichtern könnte...).

Ich sehe einen unschlagbaren Vorteil in der Tatsache, dass man bei den - mittlerweile auch schon - alten Kampagnen ja weiß, wo es nachher im offiziellen Aventurien hingeht (sofern man Wert darauf legt, sich möglichst nahe am offiziellen Aventurien zu bewegen, was bis zu einem gewissen Grad sehr zu empfehlen ist, wenn man weiterhin offizielle Abenteuer und Quellenmaterial kaufen und verwenden möchte). Das heißt man hat eine Ausgangslage und einen Endergebnis und kann dazwischen relativ frei gestalten, auch ohne das man der Railroad folgen muss. Im kaum umzusetzenden Idealfall legt man vorab die grobe Richtung fest und reagiert auf die Spieleraktionen von Spielsitzung zu Spielsitzung (wobei das in den folgenden Teilen wichtiger ist als bei "Schlacht in den Wolken").

Back to Toppic heißt das: ich würde im Zweifelsfall die Erkenntnis mit "Nemrod ist der Mond" den Spielern nicht mit Gewalt aufs Auge drücken, wenn Sie irgendwie selber auf grandiose Ideen kommen und so gar nicht als Spielfiguren des Manns im Hintergrund funktionieren wollen. Ändert aber nichts daran, dass Du die Idee meiner Meinung nach unbedingt weiterverfolgen solltest.
von Ardor
15.11.2017 10:52
Forum: Jahr des Feuers
Thema: Tod Galottas Umarbeitung - Dexter Nemrod als Mond?
Antworten: 13
Zugriffe: 370

Tod Galottas Umarbeitung - Dexter Nemrod als Mond?

Um Nemrod, wie er laut Beschreibung sein sollte gerecht zu werden (ob Mond oder nicht) könnte man in irgend einer Form anspielen/deuten das es sehr wohl erfolgreiche Spionagetätigkeit seitens der KGIA gegeben hat, sprich das man wusste DAS mit der fliegenden Festung etwas großes im Entstehen ist, hier versucht hat mehr herauszufinden (Schwachstellen etc.). Nur sind die Agenten halt in der "Stadt der 1000 Augen" alle früher oder später aufgeflogen. Aber so kann man den Helden Informationen über die Fliegende Festung zugänglich machen die eben vom KGIA beschafft wurden und sich das Zwischenspiel "Gefangennahme der Helden bei Wehrheim-Flucht aus der Fliegenden Festung mit Leonardos Hilfe" nur um dann bei Gareth wieder zu versuchen, in die Fliegende Festung zu gelangen sparen.

(Ich würde dann auch irgendwie Leomar gleich in der Fliegenden Festung irgendwie an den Splitter kommen und mit ihm verschwinden lassen, wenns den sein muss, z.B. während die Helden versuchen, die Festung "kontrolliert" abstürzen zu lassen und nicht ganz Neu-Gareth zu zerstören. Damit könnte man sich die unschöne "Ha wir haben den Splitter, ui jetzt ist er uns wieder abhanden gekommen"-Sache gleich zu Beginn von "Aus der Asche" sparen. So Augenblicke gibt's nämlich eh genug in der Kampagne.

Na`rats Überlegungen zur Sinnhaftigkeit von Nemrods Feldeinsatz sind berechtigt ( @Na'rat wenn Du lösungs- und nicht problemorientiert bist finde ich Deinen Input eigentlich immer nachvollziehbar und hilfreich :wink: )

Das er irgendwo im Hintergrund agiert und andere Wege sucht, klingt irgendwie seinem Charakter angemessener (die Zeiten, wo er an Seiten seines Kaisers am Schlachtfeld gestanden ist sind da auch schon 3 Jahrzehnte vorbei). Wenn Du ihn dennoch in der Festung haben willst, dann könnte Galotta ihn ja gezielt zu Beginn/vor der Offensive entführt haben. (Entführt und nicht einfach ermordert weil er seinen persönlichen Rachetrieb an ihm ausleben will - sein Pakt mit dem Herrn der Rache macht das plausibel).

In so einem Fall könnte Nemrods Plan ja wirklich gewesen sein, genau das zuzulassen (wie Dumbledore bei HP seine Ermordung zugelassen hat). Und da ist auch plausibel, das er sich mit dem Rotkappentrank gestärkt hat.

Was Selbstaufopferung eines Phexgeweihten betrifft: für das Seelenheil von so vielen halte ich das auf jeden Fall für Plausibel - den trotz allen ist ein Phexgeweihter noch immer auf der Seite der Schöpfung und Alverans.

Was die Fragen zum Einsatz von mächtigen Liturgien, ihren potentiellen Einfluss auf den Plot und warum sie von NSCs nicht eingesetzt werden betrifft: ich bin noch immer der Meinung, dass hier die Rädchen auf der Regelseite gedreht werden müssen, da fast alle großen Kampagnen durch die Thematik unplausibel werden und eine Reduzierung der regeltechnischen Möglichkeiten der Geweihten sinnvoller ist als hier jedes Mal eine innerweltliche Erklärung bei den Haaren herbeizuziehen (und das wurde ja mit DSA 5 AFAIK auch gemacht, bei DSA 4.1 muss ich mich in die Liturgie-Thematik einarbeiten bevor das in meiner Spielrunde so richtig relevant wird: Stichwort Hausregeln).

So, back to toppic: Nemrod generell und überhaupt Nemrod als Mond braucht unbedingt einen genialen Plan, der geschickt gestrickt, nicht leicht zu durchschauen aber nicht (und das wird ja auch gerne in Filmen und Serien so gemacht) auf haufenweisen Zufällen beruht (zufällig die Schlacht überleben, erkannt werden und zu Galottas Schoßhündchen werden, zufällig Helden treffen denen man die Hinweise geben kann und die dann auch zufällig ent- und wieder rechtzeitig zurück kommen).

Optimal ist meiner Meinung nach eine Lösung, bei der die Arbeit bei den Helden liegt und sie erst hinterher erkennen, wo überall subtile aber doch wichtige Hilfestellung von Nemrod im Spiel war und das auch noch (und jetzt wird's knifflig) ohne die Helden zu gängeln, sondern indem sie ausreichend Informationen bekommen und selbst den/einen der richtigen Wege zu gehen.

Eigentlich ganz einfach :ijw:
von Ardor
14.11.2017 12:34
Forum: Jahr des Feuers
Thema: Tod Galottas Umarbeitung - Dexter Nemrod als Mond?
Antworten: 13
Zugriffe: 370

Tod Galottas Umarbeitung - Dexter Nemrod als Mond?

Dingleberry hat geschrieben:
14.11.2017 10:45
Meine Frage ist jetzt, haltet ihr es für plausibel, dass Dexter Nemrod der Mond ist, oder ist das zu weit hergeholt. Ich weiß er wird in manchen Büchern, glaube Answinreihe, zu seiner jüngeren Zeit genauer beleuchtet, also wenn da irgendwas steht was eindeutig darauf hinweist, dass er definitv kein Phex-Geweihter, geschweige den Mond, sein kann lasst es mich wissen.
Soweit ich mich erinnern kann (ist schon eine Weile her) wird er in der Answin-Reihe (und auch in den Galotta-Romanen) als ehrgeizig, zielstrebig und praiosgläubig beschrieben (keine große Überraschung).

Sein Verhältnis zu Answin ist zunächst eine Mischung von Wertschätzung und Konkurrenz (nämlich um den Posten des Reichserzkanzlers) und nachdem Answin ihm dort zu vor kommt, schlägt das in Antipathie seitens Nemrods über. Auch wird in dem Roman die Verschwörung von Gareth uminterpretiert
Verschwörung von GarethAnzeigen
Answin möchte in Wirklichkeit Kaiser Hal beim großen Bankett zu Ende des Turniers "Dollsaft" unterjubeln, dadurch würde der Kaiser sämtliche Hemmungen verlieren und Answin hofft, dass das reichen würde, Hal abzusetzen und er könnte - da von Hal zum Vormund von Brin bestimmt - regieren bis Brin Volljährig ist und den Prinzen bis dahin in seinem Sinne erziehen. Die Sache mit der Vergiftung Brins ist nur ein Köder, der Nemrod ablenken soll den dieser auch bereitwillig schluckt. Die ganzen Geschehnisse des Abenteuers werden im weiteren Verlauf als Täuschungsmanöver Answins bzw. Nemrods dargestellt, der den Verdacht auf Answin lenken will damit dieser von dritter Seite auffliegt. Der ganze Verlauf wird ziemlich verworren.
In der ganzen Sache wirkt Nemrod jetzt nicht wirklich als fähiger Intregant, was er schon allein als führender KGIA-Mitarbeiter (Leiter ist da ja noch Answin selbst) sein sollte. Erst recht, wenn er später als eine Art Graue Eminenz dargestellt wird. Für den Mond eher unwürdig, finde ich.

Bei den Galotta-Romanen ist Nemrod widerum ein natürlicher Feind Galottas, weil Nemrod als Praios-Akoluth (in der Jugend Bannstrahler später sogar als Nichtgeweihter Großinquisitor des Mittelreichs) es nicht gutheißen kann, das ein Freidenker und Magierphilosoph wie Galotta, der auch in der eigenen Magiergilde äußerst umstritten ist, so viel Einfluss am Hof hat. Auch in dem Buch wirkt er weniger geschickt als vielmehr fanatisch verbohrt.

Direkte Widersprüche kann ich in den Romanen nicht erkennen. Und es ist ja auch offiziell gesetzt, dass Nemrod erst nach und nach eher phexgefällig den offen praiosgefällig agiert. So könnte er ja auch erst viel später zum Mond aufsteigen.

Was mich an dem Konzept eher irritiert ist die beschriebene Auflösung. "Ich hinterlasse Hinweise, die sicher Helden bis zu Galotta führen und wenn die da sind und ihn ablenken, dann hau ich ihm so richtig eine Liturgie rein" ist für den Mond ein noch mieserer Plan als für den Reichsgeheimrat. Aber prinzipiell finde ich die Idee ausbaufähig und -würdig ;-)