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von GrisGris
15.01.2017 20:41
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Dämonenbeschwörung - böse?!?
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Re: Dämonenbeschwörung - böse?!?

Man sollte dabei auch sehen, dass das Rechtssystem in Mittelaventurien und von dort ausgehend immer weniger wirkend auf geographisch entferntere Regionen auf wenigen impulsgebenden Schriften aufbaut. Darunter das Garether Pampleth, das als Reaktion auf die Magierkriege verfasst wurde. Es verbietet Beherrschungsmagie, führte zur Schließung vieler Magierakademien und schloss Zauberkundige von der Regierungsgewalt aus. Darüber hinaus führte es auch zur Trennung zwischen weltlicher und geistlicher Macht. Da scheint mir weniger der Fokus auf Dämonologie zu liegen, als mehr auf Gewaltenteilung, ganz im Sinne des Spruches: "Teile und herrsche." Denn für den Regenten steht idealerweise eine funktionierende Gesellschaft mit friedlich lebender Bevölkerung und starken äußeren Grenzen und die Bewahrung seiner Urteilskraft und jener seiner eingesetzten Vertreter im Vordergrund. Es wirkt zwar verlockend zu sagen, dass die Bedrohung der Magier im Verlauf der nach ihren benannten Kriegen beschränkt werden musste (wobei da ja auch maßgebliche Akzente gesetzt wurde), aber ebenso sorgte man sich wohl vor einen Rückfall in die Priesterkaiserzeit, wo religiöse Bünde machtvoll und für nicht wenig Unrecht verantwortlich waren. Zudem war die Antwort wohl weniger spezielle Regularien, sondern generell mal ein Beschneiden von magischen (und auch kirchlichen) Institutionen und deren Machteinfluss im Generellen. Zumal die kontrollierenden, gewissenhaften und machtvollen Vertreter der Zunft wohl tot in der Gor lagen... Im Verlauf der Magierkriege kann man wohl auch annehmen, dass der Spruch sich bewahrheitete: "Die Bosheit trinkt die Hälfte ihres eigenen Gifts". Also, dass viele der problematischen Magier sich schonmal in ihren Auseinandersetzungen gegenseitig ausschalteten. Zudem gebe ich zu bedenken, dass es nicht mal abwegig wäre, dass sich der ein oder andere Schwarzmagier für die Normalisierung der Zustände im Reich verantwortlich gemacht hat. Aber da haben wir noch weniger verwertbare Daten, als der für das Thema interessierte Magier oder Rechtsgelehte ingame...

Bezüglich Dämonologie in Punin: hier könnte man ein Argument des Themas Drogenabhängigkeit reinbringen. Wenn du es schlichtweg verbietest, gibt es ebenso Drogen - du drängst die Szene nur in den Untergrund und machst die Dienstleistung nicht nur teurer, sondern eventuell auch begehrenswerter. Es hilft durchaus zu wissen wer sich mit dem Fach beschäftigt - so kann man die Verantwortlichen zumindest im Auge behalten, notfalls zur Rechenschaft ziehen und hat zur Not auch eine Expertise. Und die Puniner mögen noch so weltfremde Forscher sein - das Institut (wie, aber bezüglich Kompetenz wohl auch mehr als jede andere Akademie) ermöglicht Einflussnahme auf Gildenpolitik. Auch wenn ich als Staatenlenker jetzt nicht direkt Befehle dirigieren kann, darf ich als solcher wohl annehmen, dass die Akademie die Agenden des heimischen Reiches wohl tendenziell eher unterstützt, als die anderer. Das kann über Umwege relevant werden, aber auch relativ direkt ins Staatsgeschehen eingreifen (ODL als grauer Orden). Und da bin ich auch bereit angesehenen Meistern der Magie, die gemeinhin für ihre Kompetenz berüchtigt sind (wenn auch nicht für ihre realpolitischen Winkelzüge und Ansichten [kann übrigens auch von Vorteil sein]) gewisse Freiheiten einzuräumen.

Bezüglich Elementarismus vs Dämonologie: Es gibt einen recht einfachen Grund warum es Dämonologie trotz der Nützlichkeit der Elementarherbeirufung ohne relevante Risiken gibt - weil es Lehrmeister gibt. Als Schüler kann ich mir sowohl in den relevanten Akademien, als auch bei Privatlehrmeistern nicht ausssuchen was ich lerne. Wenn ich es in der Sparte, auf die ich mich hauptsächlich spezialisiert habe (zumal es durch die Spezialisierung nur eine ungefähre Ahnung bezüglich Kosten-Nutzen-Faktor geben wird und mir der Meister seiner Kunst jetzt nicht gerade eine andere schmackhaft machen wird), zu einiger Kompetenz gebracht habe, werde ich eher selten meinen Fachbereich wechseln.

Es kann gut sein, dass ich maßgebende Punkte in meinen Argumenten übersehen habe. Falls dem so ist - tschuldigung schonmal...
von GrisGris
10.01.2017 19:41
Forum: Götter, Dämonen und ihre Diener
Thema: Dämonenbeschwörung - böse?!?
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Re: Dämonenbeschwörung - böse?!?

Eadee:
Die Kenntnisse zur Dämonenbeschwörung helfen den Kontrollwert für Dämonen zu erhöhen. Dieser ist relevant wenn man versucht die "Übernahme der Beherrschung" durchzuführen (WdZ 192). Für 6 bzw 10 AsP bekommt man da unter Umständen die Kontrolle über einen Dämon, wenn das Gelingt ist der Dienst "Zurückschicken" Gratis. Im Vergleich dazu stinkt der Pentagramma mit 11 bzw. 17 AsP kostentechnisch ab. Auch die Dauer der Kontrollübernahme ist fast immer kürzer, man braucht Beherrschungswert/2 Aktionen was bei 95% der Dämonen <6 ist (Ausnahmen sind dann Dämonen wie Karmoth oder Rahastes). Während der Pentagramma gegen niedere 6+1w3 und gegen gehörnte 9+1w3 Aktionen dauert WENN man ein vorgefertigtes Pentagramm dabei hat.

Ich behaupte daher dass ein kompetenter entschwörer durchaus Grund hat sich im Invocatio zu bilden so gut es geht. Dann das Bannschwert nicht vergessen und den Mut via Artefakt/Elixier oder Schnellsteigerung hoch zu pumpen. Dann kann man ganz ohne Pentagramm Dämonen ordnungsgemäß auf ihr Zimmer schicken.
Das hat auch einen Vorteil, der bei ausreichender magietheoretischer Bildung bei Weißmagiern auf großes Gehör treffen sollte. Wenn ich nicht irre, ist diese Vorgehensweise auf arkaner Ebene abgesehen vom Auge des Limbus mit Direkttor in die Niederhöllen (da wäre die Gefährdung Beistehender halt offensichtlich enorm) die einzige Möglichkeit den Dämon nicht in den Limbus, sondern dorthin zu schicken, wo er wirklich herkam.