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von Hesindian Fuxfell
14.07.2017 07:52
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?
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Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?

sagista hat geschrieben:
14.07.2017 00:00
Schon richtig was du sagst, gleichwohl finde ich es gerade bei Knobelaufgaben oder Detektivgeschichten völlig in Ordnung und lasse das auch explizit zu, wenn die Spieler das ooc diskutieren. Gerade wenn es wirklich knifflig, aber auch spannend ist, finde ich es unproblematisch, sich von den Charakteren und deren Fähigkeiten zu lösen.
Dafür bin ich wahrscheinlich zu sehr auch im LARP verwurzelt, wo diese Trennung eben nicht stattfinden darf im Spiel.
Es klappt am Tisch nicht immer und man ist da keinem böse, aber es sollte versucht werden sich zurückzuhalten. Und als Spieler, der das Rätsel (halbwegs) durchschaut hat den anderen Spielern über Tipps zu helfen kann auch recht schön für das Spiel sein.
von Hesindian Fuxfell
13.07.2017 11:37
Forum: Rollenspiel & Spielwelten
Thema: Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?
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Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?

Nehmen wir mal ein praktischer beleuchtbares Beispiel:

Ein Charakter im Freiklettern an einer Felswand scheitert an einer Kletternprobe und würde in den sicheren Tod stürzen. Jetzt gebe ich ihm eine Körperbeherrschungsprobe, um sich gerade noch so an einem Vorsprung festzuhalten, 1W6 SP durch Abschürfung und den Zerrung des Armes zu erleiden und er kann, jetzt etwas erschwert, versuchen die Kletterparte abzuschliessen oder zurückzuklettern und nen anderen, längeren Weg versuchen.

War die erste Kletternprobe jetzt obsolet, weil er doch noch das Ziel erreichen kann, wenn auch auf anderem Weg und in anderem Zustand am Ziel (deine Meinung) oder war die Probe relevant, eben weil sich die Art, wie er das Ziel erreichte verändert hat (meine Meinung)?

Und natürlich kann in letzter Instanz, wenn man sich alle Wege verbaut hat (z.B. die Körperbeherrschung patzt), auch ein finales Ende stehen. Aber das muss nicht bei jeder einzelnen Probe der Fall sein, genauso wenig wie bei jeder einzelnen ausgespielten Szene. Es sollte höchstens eine Folge einer Summe von Proben/Szenen sein. Im Endeffekt ähnlich einem Kampf, wo auch nicht die einzelne Probe entscheidet sondern meist eine Abfolge vieler Proben.

EDIT: Im Endeffekt: Was Gorbalad sagt.
von Hesindian Fuxfell
13.07.2017 11:09
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Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?

BenjaminK hat geschrieben:
13.07.2017 10:45
Wenn dafür dann Umwege gefunden werden, egal ob 2, 3 oder 4 zusätzliche Proben, bei deren Gelingen es dann doch weiter geht, dann entwertet das einfach die Probe an sich, weil dann doch nicht mehr der Ausgang der Probe über das Vorankommen entscheidet.
Entwertet wird da nichts und die Probe entscheidet über das Vorankommen. Nämlich über die Art des Vorankommens (an der Stelle erstmal nicht mehr).
Und in sofern ist es auch eine Entscheidung für Probenabhängigkeit, da die Probe entscheidet, ob diese Art des Vorankommens jetzt zur Verfügung steht.
BenjaminK hat geschrieben:
13.07.2017 10:45
Im Speziellen Fall des Detektivplots, egal wie viele Spuren nun konkret auslegen, sage ich, dass es sehr frustrierend für beide Seiten sein kann, wenn schlussendlich an einer Stelle das Vorankommen durch eine gescheiterte Probe verhindert wird.
Und dazu sage ich: Das ist ein Designfehler, wenn sowas passieren kann. Dieser Designfehler sieht dann andersherum (gar keine Probenabhängigkeit) so aus: "Es kann sehr frustrierend für beide Seiten sein, wenn schlussendlich an einer Stelle das Vorankommen verhindert wird, weil die Spieler nicht auf den Dreh kommen, den der Meister zurechtgelegt hat."


In sofern ist es auch ein Extrem, wenn du postulierst, eine misslungene Probe die einen Umweg einleitet, aber das schlussendliche Ziel nicht verhindert wäre obsolet.
von Hesindian Fuxfell
13.07.2017 10:32
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Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?

BenjaminK hat geschrieben:
13.07.2017 10:20
Legt man so viele Spuren aus und/oder macht so leichte Proben, dass einfach nicht so viele Proben schief gehen können und in jedem Fall irgendwer schon den Plot weiterverfolgen kann, dann....kann man die Probe gleich ganz sein lassen. Ein Probe, damit es mal auf dem Tisch klackert, aber eigentlich kein Unterschied besteht, welches Ergebnis erzielt wurde, ist überflüssig und lässt auch nichts auf Werten fußen.
Du übertreibst gerne oder arbeitest nur in Extremen?
Es gibt sehr wohl dann Unterschiede im Erleben des Plotes und welche anderen Auswirkungen bestehen. Vielleicht kommen die Helden durch den zeitweiligen Verlust einer Spur zu spät an einen bestimmten Ort um ein weiteres Verbrechen zu verhindern, aber wenn sie dort sind können sie die Spur wieder aufnehmen.
Manchmal ist es auch ganz interessant, auf einer Spur zu scheitern, wieder zum Start zurück zu müssen um festzustellen, dass man etwas übersehen hat und dann auf einem Umweg zurück auf die Spur kommt. Der Unterschied kommt dann nicht durch die Frage, welches Ergbnis man erzielt hat, sondern wie man es erzielt hat.
von Hesindian Fuxfell
13.07.2017 09:53
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BenjaminK hat geschrieben:
13.07.2017 09:42
Der Detektivplot hat insofern nur ein Problem, dass er dann einfach aufhört, wenn eine Probe nicht geschafft wird.
Das wäre dann aber ein sehr einfacher Detektivplot. Einfach mehrere Spuren zur Verfügung haben und auch öfter mal ne Verzweigung zulassen. Dann kann man zwar bei einer Spur mal in eine Sackgasse geraten, aber wenn man bei einer anderen weiterkommt vielleicht wieder einen Hinweis auf Spur 1 bekommen und dann dort auch wieder weitermachen.
sagista hat geschrieben:
12.07.2017 22:18
Da muss das schon hinten anstehen, weil ein "Ich weiß die Lösung, aber mein Char käme nie darauf" ist wirkluch ziemlich blöd.
Bedingt. Wenn der KL8-Barbar in jedem Detektiv-Plot nach 3 Hinweisen auf die Lösung kommt, weil sein Spieler gerne Krimis liest und bei der Kripo arbeitet finde ich das blöder!
Interessanter fände ich dann, wenn der Spieler die anderen auf Details stösst "Gehört der Blutfleck da drüben auch dazu?", Ansätze liefert "Haben wir eigentlich den Wirt schonmal befragt?" und so weiter.
von Hesindian Fuxfell
12.07.2017 14:53
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Gesellschaftstalente: Ausspielen oder Auswürfeln?

Mein schönstes Beispiel, zwar nicht aus DSA würde aber auch hier rein passen:

Helden erreichen den gesuchten Ort, in dem sich aber bereits eine andere Gruppe verbarrikadiert hat. Wortführer der Helden: "Wir wollen euch nicht gleich töten."

Ich hab ihm noch ne erschwerte Probe zugestanden, ob er es schafft im Satz die Kurve zu bekommen, aber dann wars das...

Aber grundlegend hat der Wert Vorrang vor der Eloquenz des Spielers. Ich würde es nur immer wieder sprachlich schlechter begabten Spielern ans Herz legen, nicht gerade das Face der Gruppe zu spielen. Es ist zwar ein wenig unfair (weil selbst der Unsportlichste darf ohne Einschränkung den besten Kämpfer spielen und Zaubern kann real auch niemand), aber zu den gesellschaftlichen Talenten gehört halt etwas mehr das Ausspielen dazu und dann sollte man das zumindest ansatzweise beherrschen.