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von Sarafin
14.08.2018 22:25
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Ah, da seid ihr ja wieder - und Peraine zum Gruße", begrüßt Curthan das Mädchen und nickt der Heilerin freundlich zu, während sie ihn mustert.
"Je nachdem, was Euer Bruder hat, könnte ich ihm vielleicht auch helfen. Ist die Verletzung schwer?" erkundigt sich der Zauberer mit einem - so hofft er - vertrauenswürdigen Lächeln.
von Sarafin
12.08.2018 21:54
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Thema: Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan hat dem Mädchen nachgesehen. Wie viel man mit einem Blick und einem Satz sagen konnte. Was war wohl vorgefallen?
Nachdenklich sieht er zu, wie die anderem mit dem Jungen sprechen und spielen.

Etwas resigniert ist sein Blick, als er Siegfried bei seinen Worten wieder ansieht.
"Ich brauche diese Zauberei öfter, als mir lieb ist", gibt er zu. Und seufzt dann. "So wie alles, was ich kann. Eigentlich würde ich am liebsten niemals zaubern müssen, weil das bedeuten würde, dass alles gut ist", fügt er hinzu. Und macht dann eine wegwischende Handbewegung. Themenwechsel.

"Peraine mit dir, Albrecht. Mein Name ist Curthan Seehoff", stellt er sich dann auch noch vor.
Am besten biete ich seiner Schwester und der Heilerin Hilfe an, wenn sie wieder da sind. Nachher fürchtet er sich nur.
von Sarafin
02.08.2018 08:36
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer sieht auf, als Siegfried ihn anspricht. Ein etwas müdes Lächeln stiehlt sich auf seine Lippen.
"Ich bin in Perricum ausgebildet worden", erklärt er.
"Mein Fachgebiet ist das, was man gemeinhin Antimagie nennt. Das ist gegen andere Zauberei gerichtete Magie. Ich kann Flüche und böse Zauber brechen, ich kann Dämonen bannen und vor ihrem Einfluss schützen und kümmere mich um die rastlosen Seelen Verstorbener, die allein keinen Frieden finden können. Ich räume auf, wo andere Zauberkundige nachlässig oder gar bösartig mit ihrer Magie um sich werfen. Das ist mein Spezialgebiet."
Curthan schmunzelt. "Herr Calhenheri hier hat es für Rübe mal als magischer Müllmann zusammengefasst. Und auch wenn ich die Bezeichnung immer noch mehr als despektierlich finde, ist sie im Kern doch recht zutreffend, muss ich zugeben."
Anschließend blickt er zu dem Kind.
"Es ist also nicht meine eigentliche Befähigung Menschen körperlich zu heilen, auch wenn es zu meiner Arbeit gehört seelischen Beistand bieten zu können. Das heißt nicht, dass ich nicht in der Lage wäre kleinere Verletzungen mit Magie zu heilen. Ich beherrsche den sogenannten Großen Heilzauber, wie der größte Teil der reisenden Zauberkundigen. Ich weiß nicht, ob der Junge nur verletzt ist - diese Verletzung könnte ich wohl heilen - doch wenn die Wunde bereits brandig ist, oder er anderweitig krank, so vermag ich gegen das Fieber oder die anderen Zeichen des Siechtums nichts zu tun. Magie wirkt nicht gegen Krankheiten. Krankheiten sind Ungaben der Fauligen Monarchin des ewigen Siechtums und als solche nur von der göttlichen Kraft der Herrin Peraine und den Gaben, welchen sie den Sterblichen zu diesem Zwecke an die Hand gab, zu besiegen."
Eine ziemlich erschöpfende Art zu sagen: Ich weiß es nicht genau.
Der Magier legt den Kopf schräg.
"Ich hoffe ich habe ausreichend verzichtet auf akademische Fachausdrücke? erkundigt er sich wohlmeinend.
von Sarafin
01.08.2018 22:08
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Travia segne dieses Haus", bittet Curthan, als Arlinde sie einlässt. Mit einem gutmütigen Gesichtsausdruck sieht er sich um. Doch je länger er schaut, desto mehr runzelt er die Stirn.
"Ihr ... lebt allein." Mehr eine Feststellung, als eine Frage. Ganz ruhig vorgebracht. Der Zauberer zieht in der Nähe der Tür Mantel und Stiefel aus und geht dann erstmal zum Tisch hinüber, um sich zu setzen.
"Seid unbesorgt, wir kommen schon zurecht", versichert er Arlinde ebenfalls.
von Sarafin
24.07.2018 23:43
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Als man aufbricht, holt Curthan nach, was bisher irgendwie unter gegangen ist: Er stellt die Gruppe vor. Bisher hatten sich ja nur Siegfried und Arlinde einander vorgestellt.
Auf dem weiteren Weg ist der Zauberer recht schweigsam.
Als man den nächsten Ort endlich erreicht, sieht er sich nach einem Gasthaus um. Keines zu finden, hebt seine Laune nicht gerade.

Arlindes Worte und Siegfrieds daraufhin lassen ihm jedoch ein Lächeln über die Lippen huschen. Er nickt.
"Ja. Ich denke der Platz sollte kein Problem darstellen, wenn ihr den Raum entbehren könnt", stimmt er zu.
von Sarafin
11.07.2018 23:13
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Arlinde hat die Unterhaltung mit immer mehr Stirnrunzeln verfolgt. Es ist offensichtlich, dass sie kaum etwas von dem versteht, was die hohen Herrschaften da reden.
Sie sieht sich das Hin und Her ein wenig an. Auch wenn sie sicher nicht schüchtern ist, will sie sich in den Disput nicht einmischen - es schickt sich nicht hohe Herrschaften zu unterbrechen, man redet nur, wenn man gefragt wird. Das hat man ihr nachdrücklich eingebläut.
Überhaupt eine merkwürdige Gruppe ... Ein Ritter, ein Geweihter der jungen Göttin - dabei so dunkel, wie der Fahrende, der letzten Sommer da war -, ein Elf, ein Gaukler, ein junges Mädchen - die ziemlich viel Angst hat, wenn man ihre Reaktion auf die Orks bedenkt - und ... ein Zauberer. Der schien zumindest keine Scheu zu haben sich einzumischen - und er hatte immerhin den Ork getötet. Außerdem sprach er gerade mit niemandem und würde wohl nicht plötzlich weglaufen, so wie er da saß.

"Verzeiht, Herr Zauberer", spricht sie ihn an und ruft Curthan damit aus seinen Gedanken.
"Die Herrschaften scheinen sich noch länger unterhalten zu wollen ... ich verstehe davon nichts, aber ... ich muss wirklich schnell zu meinem Bruder ..."
Ihr Blick ist ernst und auch wenn sie ihre Stimme nicht erhoben hat, waren die Worte doch vernehmlich. Wenn man nicht durch eine Diskussion abgelenkt ist, heißt das.
Curthan mustert die junge Frau und sieht dann zu den anderen hinüber.
"Sie werden wohl kaum einen Konsens finden", pflichtet er ihr bei - das Mädchen runzelt nur die Stirn, noch mehr Wörter, die sie nicht versteht - und erhebt sich.
"Wollt ihr Euch vielleicht unterwegs weiter unterhalten?" schlägt er in die Runde vor.
von Sarafin
09.07.2018 21:06
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Da Sandro seine unausgesprochene Frage ignoriert - oder zumindest nicht so beantwortet, wie es ihm recht gewesen wäre - , verzieht der Zauberer unzufrieden das Gesicht. Doch da erklärt ihm Siegfried, dass Pandlaril eine Efferdheilige sein soll. Curthan runzelt die Stirn und zuckt mit den Schultern.
"Mag sein, der Efferdglauben ist nun wahrlich nicht mein Spezialgebiet", gibt er zu. Sein Gesichtsausdruck gibt jedoch keinen Anlass zu glauben, dass er deswegen davon überzeugt wäre eine Fee anzubeten. Oder vielleicht ist er einfach eingeschnappt, weil er das nicht wusste?

Aus der restlichen Diskussion hält Curthan sich raus. Disput mit einem Tsageweihten würde vermutlich überall und zu jeder Zeit in Streit ausarten, wenn er auf konservativen Glauben traf. Und der Magier war müde, viel zu müde, um Sandro zu erklären, wie wichtig es sein konnte an Werten festzuhalten - oder Siegfried, warum auch ein über tausend Jahre altes Manifest dem Fluss der Zeit unterworfen war, wie alles auf dieser Welt.
Er hat auch nicht recht Lust dem Elfen zu erklären, wer Silem Horas war. Eigentlich hatte er gerade gar keine Lust zu reden. Welch wundervolle Gabe war die Stille ...

Ohne ein weiteres Wort zieht sich der Zauberer zu dem Feuer zurück, setzt sich auf die Sitzgelegenheit, die er mit seinem Hintern bereits getrocknet hatte, und starrt etwas trübsinnig in die Flammen.
von Sarafin
06.07.2018 20:26
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan sitzt auf seinem Baumstumpf und bohrt mit seinem Stab im weichen Waldboden. Er hört nur mit einem Ohr zu, er hat jetzt keinen Sinn dafür sich über Musik zu unterhalten ... Entsprechend ist es Siegfried auch nicht möglich einen Blick mit ihm zu tauschen. Der Zauberer bemerkt das stumpf nicht.

Irgendwann jedoch registriert er die veränderte Tonmelodie des Gesprächs. Curthan blickt auf und verfolgt die letzten Gesprächsfetzen nun doch aufmerksamer. Seufzend erhebt er sich, nachdem Siegfried Sandro aufgezählt hat, was dieser seiner Meinung nach in seiner Ausbildung hätte lernen müssen. Schon wieder diese Leier? Nun gut, ein festes Weltbild kann auch ein Segen sein.
"Lass Euch davon nicht beirren, Euer Hochgeboren", wendet er sich in einem sanften Tonfall an den Ritter und kommt etwas näher. Curthan blickt kurz Sandro an, mustert ihn, bevor er wieder zu Siegfried schaut.
"Was jemandem heilig ist und was nicht, das ist teilweise sehr unterschiedlich. Ihr selbst habt in unserer Anwesenheit schon mehrfach eine Fee als heilig bezeichnet - da sehe ich die Überschreitung darin, eine Göttin als Geist zu bezeichnen, doch als eher gering an", meint er zieht eine Augenbraue und einen Mundwinkel schmunzelnd hoch.
"Die Kirche der jungen Göttin ist seit jeher ein Sammelbecken für abweichendes Gedankengut, welches im besten Falle als wunderlich, im schlimmsten Falle als häretisch einzustufen ist", erklärt er und dreht sich kurz zu Sandro um. "Nichts für ungut", meint er ganz ehrlich und spricht dann wieder mit dem Ritter.
"Und dennoch erwählt die Herrin Tsa diese Leute zu ihren Dienern, schenkt ihnen einen wahrhaftigen Teil ihr Göttlichkeit. Wer sind wir Sterblichen dann zu beurteilen, nach welchen Regeln sie dem Willen ihrer Göttin folgen sollen?"
Curthan nickt Sandro nochmal zu. "Wenn sie Euch bei den ihren Willkommen geheißen und Euch mit ihrer Kraft erfüllt hat, wird Tsa es wohl nicht besonders stören ein großer Geist genannt zu werden."
So nachsichtig sein Gesicht und sein Tonfall sind, so deutlich schwingt in seinen Worten die Frage Hat sie das denn? mit. Die im Halblicht des Waldes grauen Augen des Zauberers mustert den Südländer einen Augenblick sehr aufmerksam. Ein sichtbares Wunder seiner Göttin hatte Sandro ihnen bisher nicht gezeigt ...
von Sarafin
03.07.2018 22:21
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Während der Zeremonie schweigt der Zauberer. Er blickt kurz zu Phexis, wie diese das Geschehen verpackt.
Ein Ohr ist auch bei dem Gespräch zwischen dem Ritter und dem Mädchen. Doch ansonsten rauschen die Worte eher an ihm vorbei.
Curthan greift nach seinem Stab und sucht sich einen Baumstamm, um sich zu setzen, bis das Feuer heruntergebrannt ist. Wenn Phexis möchte, nimmt er sie mit. Das Schweigen bleibt allerdings.
von Sarafin
02.07.2018 23:21
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan nickt zu Phexis Worten. Er grübelt kurz über die rechten Worte, drückt nochmal die Hand des Mädchens. "Vielleicht hat es nicht auf eine Art geholfen, die du sehen konntest, doch sich an die guten Götter zu wenden ist niemals vergebens. Daran glaube ich ganz fest."
Er weiß, dass es ein schwacher Trost ist.
"Aber vielleicht unterhalten wir uns wann anders darüber weiter. Jetzt geben wir diesen unfreundlichen Gesellen erstmal das letzte Geleit."

Als Sandro nach dem Glauben der Orks fragt, schüttelt der Zauberer zur Antwort den Kopf, auch wenn der Geweihte nicht wirklich eine Antwort erwartet hat.
"Die Orken haben ihren eigenen Glauben ... sie huldigen unter anderem einem Blutgötzen", wirft er ein.
Dann schweigt der Zauberer. Er hält noch immer Phexis Hand. Seinen Stab hat er an einen Baumstamm gelehnt, um mit der freien Hand das zerbrochene Rad zu schlagen. Während Sandro spielt, bewegt er Gedanken über den Tod in seinen Sinnen.
von Sarafin
02.07.2018 20:56
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Im Wald

Der Magier lächelt, als sie erwähnt, welches Handwerk sie erlernen will.
"Das klingt schön", findet er.

Da Phexis seine Hand fester drückt, hält er ihre Hand noch fester.
"Wusstest du, dass es in der Kirche des Herrn Boron Gebete gibt, mit denen man ihn um Schutz gegen Wiedergänger anruft?" fragt er sanft.
"Wenn du willst, sage ich dir, wie die Worte gehen."
Curthan schenkt ihr ein aufmunterndes Lächeln.
von Sarafin
26.06.2018 19:24
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Im Wald

Curthan schaut überrascht auf, als das Mädchen so verständig reagiert. Er lächelt und drückt ihre Hand.
"Ganz genau", antwortet er halblaut und sieht für einen Moment geradeaus.
"Weißt du, ich mag es nicht, wenn Leute sterben - und noch viel weniger sie zu töten ... aber Beerdigungen ... es hat etwas sehr Tröstendes einen Toten dem Herrn Boron anzuempfehlen, finde ich", unterhält er sich leise mit ihr.
"Ich finde den Gedanken tröstlich, dass es jemanden gibt, der sich um die Toten sorgt. Jemand der möchte, dass sie Frieden finden können."
Er seufzt leise, hängt einigen Gedanken nach.
"Gibt es eigentlich etwas, das du werden möchtest, wenn du älter bist? Oder möchtest du Priesterin werden, wie dein Vater?" erkundigt er sich mit einem sprunghaften Themenwechsel bei ihr.

Langsam erreicht man auch den Wegesrand, die anderen sind in ihren Bemühungen Feuerholz zu sammeln und eine Grube auszuheben kaum zu übersehen. Abgesehen von Calhenheri vielleicht.
von Sarafin
24.06.2018 17:21
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Im Wald

"Nur, wenn du möchtest", antwortet der Magier dem Mädchen.
Curthan schenkt Phexis ein Lächeln und reicht ihr die Hand, falls sie diese ergreifen möchte. Er geht nur ganz gemächlich, um dem Mädchen nicht das Gefühl zu geben, er wollte gerne zurück zu den anderen und sie müsse sich beeilen zurück zu den Toten zu kommen.
"Du bist wirklich ein sehr mutiges Mädchen, finde ich, Phexis", sagt er zu ihr, um sie mit ihren vermutlich düsteren Gedanken nicht allein zu lassen.
von Sarafin
23.06.2018 22:56
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan sieht mit einigem Wohlgefallen, wie sich die Meinungsverschiedenheit in Wohlgefallen auflöst.
"Entschuldigung angenommen", entbietet er und lächelt. Zu Siegfrieds übrigen Worten schweigt er schlicht. Natürlich, Phexis ging es schlecht, doch so furchtbar es war, sie wäre nicht davon gestorben sich einen Augenblick länger zu fürchten. Vielleicht wäre später nochmal ein Augenblick dieses Thema zu vertiefen, jetzt jedoch wird der Zauberer den Ritter nicht weiter beschämen und lässt ihm den Raum sich zurückzuziehen.

Auf Gerons Frage schüttelt er noch den Kopf, dann sieht er zu Phexis hinüber. Höchstwahrscheinlich sah das Mädchen in ihm gerade ebenfalls einen Aggressor, immerhin hatte er den Ork getötet. Noch so ein Grund, warum er das Töten den Leuten überließ, die ohnehin schon nach Gewalt aussahen.
"Möchtest du, dass ich bei dir bleibe, bis die anderen zurückkommen?" fragt er das Mädchen sanft, nachdem die anderen Männer mit den toten Körpern den Wald verlassen.
von Sarafin
21.06.2018 21:15
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer staunt bei Siegfrieds Worten ebenfalls nicht schlecht. Mies gelaunt stopft er das Tuch wieder in die Tasche.
"Wenn Ihr das wusstet, ist es nur noch ungeheuerlicher, dass Ihr mich bittet ihn zu heilen, um ihn anschließend zu töten.
Und wo es ehrenhaft und göttergefällig ist, einen Sterbenden, einen Leidenden, auf ein Todesurteil warten zu lassen, erschließt sich mir nicht. Aber vermutlich hat meine Ausbildung da wohl eine Lücke gelassen ..."
fügt er sarkastisch an.
"Ich passe meine Göttergefälligkeit und meine Moral mitnichten der des Feindes an, sondern ich passe sie dem Feind an", meint er gefährlich ruhig.
"Ein kleiner aber feiner Unterschied."

In einer bewussten Willensanstrengung schüttelt der Zauberer seinen Zorn ab und schaut etwas nachsichtiger drein.
"Ich nahm an Ihr hättet noch irgendetwas zu der Sache zu sagen. Mir ist gleich, dass ich de jure dasselbe Recht hätte über diesen Ork zu urteilen. Ich bin ein Magier und Ihr seid ein Ritter. Ihr seid der Mann von Stand hier und wir sind in Eurer Heimat. Ich betrachte es normalerweise nicht als meine Aufgabe oder gar mein Recht mich in derlei weltliche Belange einzumischen. Unabhängig davon, ob ich es dürfte. Dafür hat der Herr Praios in meinen Augen den Adel eingesetzt", erklärt Curthan jetzt wieder ganz bedächtig und besonnen. Er hat das Gefühl, dass der junge Ritter sich der Autorität, die der Zauberer ihm einräumt, vielleicht nicht ganz bewusst ist. Und tief drinnen hat er auch erkannt, dass er in erster Linie zornig auf sich selbst ist, die Situation dermaßen verkannt zu haben.
"Sei es, wie es sei. Ich will mich auch gar nicht weiter zanken. Bitte nehmt es einfach als gegeben hin, dass ich Euch in solcherlei Angelegenheiten die höhere Autorität einräume. Ich halte Euch für die geeignetere Person in unübersichtlichen Situationen Anweisungen zu erteilen", fügt er entspannt an.

In Richtung Sandro schüttelt er den Kopf.
"Ich schätze man macht mit einer Feuerbestattung nichts falsch", mutmaßt er.
Den ironischen Kommentar des Elfen ignoriert er. Im Prinzip war er ja mit Calhenheri einer Meinung.
von Sarafin
20.06.2018 21:08
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan betet noch still zu Boron und seinen Dienern, bevor er sein Bannschwert vom Blut des Orken befreit und es zurück in die Lederscheide schiebt. Er wischt auch die Handschuhe an einem Tuch ab, während er sich erhebt. Und er seufzt, als er die folgenden Worte des Ritters vernimmt.
"Ihr sagt zu dem Herren Elfen, dass er nichts von Ehre versteht, dabei benimmt er sich im Großen und Ganzen zumindest unter Menschen wie ein zivilisiertes Wesen.
Nicht einmal das tut diese Kreatur und dennoch gesteht Ihr Ihr genug Ehre zu, dass es die Eure beleidigt ihn hinterrücks zu erschlagen?
Ich verstehe wohl auch nichts von Ehre in diesem Fall"
, kommentiert er säuerlich.
"Vermutlich würdet Ihr auch ehrenhaft gegen einen tollwütigen Hund antreten, statt ihn von seinem Leid zu erlösen ...?" mutmaßt er etwas bissig - und nicht ganz gerecht, doch da sind ihm die Worte schon entschlüpft.
"Denn um nichts anderes ging es hier: Das Ende von Leid.
Und was meine Ausbildung angeht: Ja, ich bin tatsächlich recht bewandert in der Kunde des Rechts - das bringt mein Beruf so mit sich. Und ich kann Euch sagen, dass niemand hier in Weiden Euren Richtspruch über einen Ork angezweifelt hätte. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens nach sind diese Wesen hier so etwas wie vogelfrei. In jedem Fall aber persona non grata."
von Sarafin
19.06.2018 22:04
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan schnaubt bei Sandros Worten darüber, dass die Orks zurückkehren würden, um die Toten zu rächen. Natürlich würden sie - ob dieser lebte oder starb. Siegfrieds Bitte den Ork zu heilen, damit er ihn anschließend töten könne, lässt ihm die Kinnlade herunterklappen. Die Tirade, die der Elf daraufhin loslässt, nutzt der Magier um seine Contenance zurück zu erlangen.
"Manchmal verstehe ich die Menschen ebenfalls nicht", kommentiert er kopfschüttelnd das von dem alterslosen Wesen Gesagte.
Er wartet ab, bis Sandro mit seiner Kreide fertig ist. Ohne ein weiteres Wort zieht der Magier das Kurzschwert von seinem Gürtel und wenn ihn niemand aufhält, bemüht er sich nach Kräften dem Leiden des Orks ein Ende zu machen.
"Die Götter allein wissen, nach welchem Paradies sich deine Seele sehnt und ob du diese Gnade verdient hast. Möge Rethon darüber ein gerechtes Urteil fällen", sagt er leise.
von Sarafin
18.06.2018 23:04
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan wirft Siegfried einen Blick zu, doch der zieht es vor das Mädchen zu trösten, was Zeit hätte ... mehr Zeit als die Entscheidung über das Leben dieses Orks, die Golgari ihnen vermutlich gleich abnehmen würde.
"Bei allem gebotenen Respekt, Euer Gnaden, aber dieses Wesen zu heilen würde mich einen nicht unerheblichen Teil meiner Kraft kosten, die ich lieber für die Rettung von Leben und Seelenheil verwende - vor allem weil dieses Wesen sterben wird. Entweder durch Unterlassung, von unserer Hand oder durch den Strick."
Er sieht das Mädchen mit dem Dolch in der Hand an.
"Ginge es nach mir, solltet Ihr ihm die Gnade eines schnellen Todes gewähren dürfen, Fräulein", wendet er sich an sie.
"Es geht jedoch nicht nach mir. Euer Hochgeboren?" ruft er - hoffentlich - Siegfried auf den Plan.
"Dürfte ich Eure hochgeschätzte Aufmerksamkeit auf eine Sache von gewisser Dringlichkeit richten?" So ein mitzibisschen ungehalten klingt er schon, der Zauberer.
Prioritäten verdammt ... ist das eigentlich so schwer?
Zumindest schien ein Teil der Gruppe seine Ansicht zu teilen.
von Sarafin
17.06.2018 14:55
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Nachdem der Kampf vorbei ist und sich keine weiteren Feinde nähern, entspannt sich auch der Zauberer sichtlich. Etwas nachdenklich sieht er sich um, bis Sandro ihn anspricht.
Curthan geht ein paar Schritte auf den am Boden gebundenen Angreifer herum und mustert ihn.
"Grundsätzlich ja", meint er und blickt zu Sandro.
"Und dann? Was soll dann mit ihm geschehen, Euer Gnaden?" Der Zauberer hat sich wieder voll aufgerichtet.
"Wir sind in Weiden. "Der Ork", wie man hier sagt, ist im besten Falle vogelfrei. Diese beiden haben eine augenscheinliche Weidenerin angegriffen und wenn wir ihn dafür der Gerichtsbarkeit übergeben, erwartet ihn der Strang", erklärt er recht nüchtern mit Blick auf den Sterbenden.
"Wenn wir ihn nicht zusammenflicken und laufen lassen, wird er sterben. Und da empfinde ich es als größere Gnade ihn rasch auf Golgaris Rücken zu setzen, als das einem wütenden Mob zu überlassen, der sich sicherlich einige Abscheulichkeiten einfallen lassen wird, bevor der Tod ihn erlöst."
Curthan sieht wieder zu Sandro.
"Oder gedenkt ihr ihn laufen zu lassen?" erkundigt er sich. Tsageweihte waren aufgrund ihrer teilweise unorthodoxen Ansichten ja nicht umsonst öfter mit dem Gesetz in Konflikt. "Denn ich schätze mit diesem Ansinnen stündet Ihr allein da", fügt er kurz seine eigene Position und die Einschätzung um dieselbe der anderen hinzu.
von Sarafin
15.06.2018 08:14
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Ja, Weiden ... Orks ... natürlich", hatte Curthan Calhenheri noch gesagt, da waren all seine Gefährten davongelaufen.
"Orks ... oder Wildschweine ..., erklärt der Zauberer der leeren Luft um sich herum.
Seufzend macht er sich daran den anderen zu folgen. Er läuft so schnell es ihm angenehm ist ohne außer Atem zu geraten - zu japsen, wenn man vielleicht zaubern muss ist keine gute Sache. Und so hört er vor sich bereits den Kampflärm und die Schreie.
Nein, keine Wildschweine.

Als er den Ort des Geschehens erreicht, stockt ihm etwas der Atem. Der Kampf scheint bereits fast vorbei zu sein und er würde den Namenlosen tun sich in den Klingentanz einzumischen. Also schaut er sich kurz in der Umgebung um. Sind da noch mehr Schwarzpelze? Er stellt sich schützend zu Phexis und achtet aufmerksam darauf, dass ihm nichts entgeht.
von Sarafin
12.06.2018 19:49
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Am Vortag

Curthan hatte sich die Erzählung Siegfrieds ruhig angehört und hier und da genickt.
Opfergaben, ja, das war eine übliche Art und Weise mit Naturgeistern umzugehen, seien sie nun als heilig verehrt oder nicht. Bei dem Lärm zum Neujahrsfest horcht er auf.
"Die bösen Geister hassen Lärm?" fragt er nach und spekuliert nach Siegfrieds Bestätigung, dass die Verbindung von Humus und Erz, also die Elemente des Ortes, wo die Geister sich eingenistet haben, durch die Geräusche wieder in Schwingung versetzt werden und dann ... nach einer kleinen Weile ist es nicht mehr ganz leicht dem Gefasel des Zauberers zu folgen.
"Das mit der Liebe ist interessant", murmelt er dann irgendwann aus dem Zusammenhang. Das passt sehr gut zu der Geschichte, die vorher Siegfried erzählte, fürwahr.
Ich in mir jedoch nicht sicher, ob es einfach eine allgemeine Abwehr der Heptsphärischen sein soll, indem das Hauptmotiv für die Hinwendung zu ihnen - Verzweiflung - geschwächt wird. Soll es die Leute einfach innerlich wappnen oder steckt mehr dahinter?
Grübelnd bedankt sich der Zauberer für den Hinweis, stellt noch ein paar Rückfragen, scheint jedoch alles in allem zufrieden zu sein.
"Ich muss noch eine Weile darüber nachdenken. Wenn mir etwas Hilfreiches einfällt, dann werde ich es Euch mitteilen."
Den leicht abfälligen Kommentar des Elfen über die fremden Sitten hat Curthan einfach mit einem nachsichtigen Kopfschütteln übergangen. Vor allem da dieser sich selbst noch relativiert. Doch das hat ihn neugierig gemacht.

Erst am Abend, beim gemeinsamen Zusammensitzen erkundigt Curthan sich bei dem Elfen nach deren Gebräuchen und Traditionen. Die Unterhaltung ist höflich und von Toleranz geprägt, auch wenn der Zauberer durchblicken lässt, dass er sich von etwas anderem als dem Zwölfgötterglauben nicht wird überzeugen lassen.

Am folgenden Tag

Das miese Wetter kann dem Zauberer nicht aufs Gemüt schlagen. Am Morgen hat er sich freundlich von den Dorfbewohnern verabschiedet und erklärt auf dem Rückweg bald wieder vorbei zu kommen. Falls man dann Rat und Hilfe bei etwas benötigt, solle man sich einfach vertrauensvoll an ihn wenden. Er wusste ja, dass man im Hinterland manchmal etwas länger brauchte, um Vertrauen zu fassen.

Die Wanderung erträgt der Gelehrte immer noch mit einem für seine Zunft eher ungewöhnlichen Langmut. Doch die Unterbrechung der Monotonie durch den Hilferuf lässt ihn aufhorchen.
"Huch!" macht der Zauberer und wendet sich nach dem Geräusch um. Da ist Siegfried schon auf dem Weg zur Quelle des Schreis.
"Hochgeboren!" ruft er ihm nach. "Eine Falle! Es könnte eine Falle sein!"
Er selbst sieht sich aufmerksam um, packt den Stab fester.
von Sarafin
29.05.2018 19:59
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan zieht eine Braue hoch.
"Hättet Ihr ein Beispiel für eine solche Zeremonie?" bittet er erneut um Details.
"Vielleicht lässt sich daraus etwas extrahieren, das für uns hilfreich sein könnte."
von Sarafin
28.05.2018 20:59
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Hättet Ihr ein Beispiel?" erkundigt er sich und wedelt dann mit der Hand.
"Oder noch besser: Habt Ihr vielleicht eine Idee, ob irgendeiner dieser Bräuche Eure Pandlariel stärkt und ihre Gegenspielerin schwächt?"
von Sarafin
28.05.2018 20:40
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan hat dem kleinen Schauspiel mit einem gutmütigen Lächeln auf den Lippen und wohlmeinendem Spott in den Augen zugesehen.
Gut, dass die beiden sich vertragen. Da kann ja doch noch etwas Gutes gesät werden.
Zufrieden packt er alles wieder ein und folgt den anderen über die Brücke.

"Dieser Brauch ..." fängt er dann ein Gespräch an. "Diese Opfergabe ... gibt es noch anderer solcher Sitte und Gebräuche hier?" erkundigt er sich.
"Ihr müsst wissen", erklärt er den Grund seiner Frage, "dass in alten überlieferten kultischen Handlungen oftmals Wissen eingewoben ist, das für einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Zeit wichtig sein kann. Ein Fest zu einer gewissen Zeit in einer bestimmten Art zu feiern kann manchmal eine einfache Form der Wissenstradierung darstellen, um wichtige Rituale zur Stärkung guter Kräfte oder zur Schwächung bösartiger weiterzugeben."
Neugierig sieht der Zauberer Siegfried an.
von Sarafin
18.05.2018 20:03
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer verzieht unmerklich das Gesicht, als Siegfried seine Fee in seiner Rede mal wieder mehrfach als heilig bezeichnet. Für ihn sind nur die Götter und deren Diener heilig, doch keine magische Wesenheit wie eine Fee und sei sie noch so gutmütig und wohlwollend. Aber darüber würde er nicht mit dem Ritter diskutieren. Hier war sie eine allerheiligste Fee, da würde er sich nicht einmischen. Er diskutierte ja auch nicht mit den Tulamiden über deren Glauben.
Also sieht er nur abwartend zwischen Geron, den Wachposten und Siegfried hin und her und wartet ab, was da noch kommen möge.
von Sarafin
17.05.2018 21:21
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Den Brückenwächtern begegnete Curthan mit ausgesuchter Höflichkeit. Je griesgrämiger sie wirkten, desto höflicher wird sein Gebaren.
"Die Zwölfe zum Gruße", entbittet er und lupft kurz den Hut.
"Natürlich", nickt er und kramt nach seiner Geldkatze. Er wirft kurz einen Blick zu Siegfried, ob dessen Reaktion. Er war immerhin von hier. Vielleicht würde seine Angehörigkeit zum lokalen Adel ihnen den Zoll ersparen?
von Sarafin
17.05.2018 21:13
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan hat die Gesellschaft bei ihrem Weg in den Wald durchaus bemerkt, doch außer einer gerunzelten Stirn und einem Schulterzucken nicht weiter kommentiert. Diese Leute sehen so aus, als wüssten sie, was sie tun.
"Vielleicht ein Fest?" spekuliert er.

Bei dem Gesang des Elfen summt der Zauberer fröhlich mit. Trotz seines eher akademischen Auftretens scheint der Magier sich im Freien und auf Reisen wohl zu fühlen.
von Sarafin
15.05.2018 21:13
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

"Gegen schlechte Laune auf jeden Fall", meint der Magier vergnügt auf die Skepsis des Elfen beim Thema Musik.
"Ja, so halte ich es auch, Euer Hochgeboren", stimmt er dem Ritter zu.
"Meine Frau hat so eine wunderschöne Stimme", plaudert er dann aus dem Nähkästchen. "Das liegt offenbar in der Familie, ihre Schwester ist sogar Bardin. Meine liebe Gattin hält nicht so viel vom Leben als reisende Musikerin, doch wenn sie wollte, könnte sie das wohl auch", fügt er hinzu. Irgendwie wirkt der sonst so ernste und ruhige Mann viel ausgelassener, wenn er von seiner Frau erzählt. Das fällt ihm wohl selbst auch auf, denn er lacht leise und etwas verhalten.
"Entschuldigt bitte, ich plappere", gibt er mit einem Schmunzeln zu.
von Sarafin
14.05.2018 21:21
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Der Zauberer war vor dem Aufbruch nochmal bei Gunelde. Zum einen, um nach der Patientin zu schauen, zum anderen, um sich von Rübe zu verabschieden. Und drittens, um einzuhalten, was er versprach: Er schreibt der Hexe sehr genau auf, was er bei seiner Analyse erfahren hat, und lässt die Abschrift bei ihr.
"Falls wir nicht zurückkehren sollten, muss der nächste, der es versucht, nicht ganz am Anfang anfangen", erklärt er noch und verabschiedet sich dann auch von der Hexe.

Ansonsten hat er sich beim Krämer noch mit einer Zeltplane ausgerüstet und in seiner Tasche aufgefüllt, was ihm nützlich erschien: Ein paar Vorräte, ein paar Kerzen, ein neuer Kohlestift - bei dem Wetter sind Feder und Tinte doch eher unhandlich -, eine oder zwei Seiten Pergament ...
"Darf die Plane auf Eurem edlen Ross mitreisen?" bittet er den Ritter.
"Wenn wir bei diesem Wetter draußen schlafen müssen, sollte das Wasser nicht aus allen Richtungen kommen dürfen", fügt er hinzu.

Als man dann schließlich aufbricht, steht der Magier wieder da, so wie man ihn kennen lernte: Den Spitzhut gegen das Wetter etwas in die Stirn gezogen, die graue Robe unter einem wetterfesten Mantel verborgen, über dem Rücken eine Tasche und den Zauberstab in einer behandschuhten Hand - ohne das Wetter ein Bilderbuchexemplar eines Zauberers.
Curthan summt unterwegs etwas gedankenverloren.
"Möchte nicht jemand singen?" hatte er nach einer Weile gefragt und dabei vor allem in Richtung des Elfen gelächelt.
von Sarafin
03.05.2018 20:39
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Falkenherz (Märchenwälder, Zauberflüsse)

Curthan hat zu den Worten bezüglich der Vorbereitung genickt. Nachdem Siegfried nun zurückgekehrt ist, mustert er diesen kritisch und neugierig zugleich.

Dessen Worte quittiert er mit einer hochgezogenen Augenbraue.
"Selbstverständlich werde ich Euch nicht allein losziehen lassen", erklärt er.
Anschließend runzelt er die Stirn.
"Böse Monster, gefährliche Ungeheuer, und Spinnen?" echot er.
"Hm ... gewöhnliche Spinnen werden das wohl nicht sein ... Ob es Wesen dieser Sphäre sind?" grübelt er.
"So oder so: Solcherlei Dinge gehören durchaus in den Aufgabenbereich eines Exorzisten. Ich werde tun, was ich kann - auch wenn das mit profanen Waffen gegen Tiere reichlich wenig ist."
Er lächelt dem Ritter zu.
"Aber genau dafür sind ja Helden da."