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von Sarafin
24.04.2018 21:54
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Stürmischer Herbst
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Stürmischer Herbst

Elindir und Vara

Der Ritter blinzelt kurz überrascht, als Vara in Aussicht stellt die Nacht unter den Sternen zu verbringen. Schalk klettert schon in seinen Blick, da erklärt sie einen Stern nach ihm benennen zu wollen.
"Wirkelich?" entfährt es ihm eine kleine Spur zu laut, dass er selbst etwas zusammenzuckt und mit einem verlegenden Grinsen den Kopf einzieht.
"Wirkelich?" wiederholt er raunend. "Das geht?" Er schaut sie aus großen Augen an und ist leicht errötet.
von Sarafin
23.04.2018 21:46
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Stürmischer Herbst
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Stürmischer Herbst

Vara und Elindir

Elindir tanzt recht sicher. Diese Kleidung scheint ihn wirklich auch innerlich verwandelt zu haben. Er mustert Vara immer wieder, wirft auch mal hier und da einen Blick über ihre Schulter, um zu verhindern, dass sie gegen einen der anderen Tänzer prallt, ganz wie es die Aufgabe desjenigen ist, der den Tanz führt.
Als sie die Minne erwähnt, zucken seine Mundwinkel in ein Schmunzeln.
"Gehabt? Nein, das wole niht. Aber was macht dich gelouben, darumbe gäbe es keine?"
Er beginnt zu lächeln, warm und liebevoll.
"Nur wile ..." Er unterbricht sich und überlegt einen Moment. "Nur wile ich dich erhoert habe", erinnert er sich richtig daran, wer hier wen minnen wollte, auch wenn es schlussendlich mehr ein Tanz umeinander geworden war, "und dir min Herze geschenkt habe, heißt dies ja niht, dass man das Werben be­en­di­gen mueß?"
Diese kindliche Begeisterung ist wieder in seinem Blick - was ihn nicht an dem koketten Augenaufschlag hindert, mit dem er sie bedenkt. Er beugt sich etwas näher zu ihr. "Es gibt keine Regel, die besagt, dass ich dir niht immer und immer wider sagen darf, wie bezoubernd ich dich vinde", raunt er an ihrem Ohr.
"Dass deine Ougen wie die Sterne vunkeln und ich sie gern einemal dar in sehen will."
Er blickt ihr mit glänzenden Augen wieder ins Gesicht. Sie hat ihn offenbar recht erfolgreich von allen anderen Dingen abgelenkt.
von Sarafin
19.04.2018 22:54
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Stürmischer Herbst

Elindir schaut kurz etwas überrascht, als der Geweihte zu singen beginnt. Dass dass man ein Liebeslied wählte zum Anlass eines Geburtstags ... auf der anderen Seite ... es war ja die Rahjakirche, wen wunderte es? Doch die Melodie gefällt ihm. Er beginnt unweigerlich zu lächeln und lässt sich vom Takt tragen.
Die beiden tanzen einen höfischen Tanz, kein Vergleich zu dem, was Vara und Vadiro am Abend ihres Kennenlernens vorgeführt hatten. Eher schon so, wie die beiden am gleichen Abend tanzten. Man berührt sich dabei vor allem an den Händen und Armen, Körperkontakt oder gar eine Hand am Rücken der Dame ziemt sich nicht. Sie drehen sich, mal nacheinander, mal gleichzeitig, verneigen sich voreinander, stets mit großer Geste, machen einige Schritte in die eine oder andere Richtung. Die Absätze der Stiefel klacken auf dem Holzdielen im Takt mit.

In ihrem Gespräch schweigt Elindir zu ihren Worten einen Moment, dreht sie erneut, blickt sie an.
"Ich will euch beschutzen", sagt er leise und hält ihren Blick einen Moment.
"Dar umbe werde ich immer Ahte geben bei vremden Bewafneten, deren Worte mir seltsaene erschinen."
Er schweigt einen Moment, macht ein paar Schritte von ihr fort, zu ihr zurück, verneigt sich, nimmt ihre Hand wieder.
"Es mag Lüge oder Übertribung sin, wir wißßen es niht, da her ist es ouch einerlei, wer nacher an der Warheit ist. Ich habe das Gevüel, es geht gar niht so sere um den Vremden", murmelt er.
"Dar über künnen wir danne ouch spaeter reden, Liepste", sagt er zu ihr, leise und vertraut und blickt ihr für einen Moment in die Augen.
"Was ist los?"
Er drückt ihre Hand sacht und sieht sie offen an.
von Sarafin
17.04.2018 22:34
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Stürmischer Herbst

Vara und Elindir

Ach daher weht der Wind.
Man kann Elindir dabei zusehen, wie er versteht und die irritierte Miene einem Schmunzeln weicht.
"Nein, niht doch", antwortet er eher langgezogen und in beruhigendem Ton.
"Also, ja, das hat sie, aber nur selten offen und nur so lange wir Kinder waren. Danach wagte sie es niht mer.
Und du bist doch niht sie ..."

Er schaut sie ruhig an. Er fügt es nicht hinzu, aber Vara kann sich sicher denken, dass den Prinzen des Fürstentums vom Adel niemand offen verspottete.
Stattdessen wechselt er das Thema.
"Ich habe nur geschaut", erwidert er nun doch noch auf ihre Bitte sein Missfallen anders auszudrücken.
"Das ander war eine stume Bitte zu swigen. Niht wile ich deine Stimme niht hoeren wollte, sundern wile ich niht deine, iedoch die Antwürte von diesem Vremden auf min Vrage bruchte", erklärt er sich.
"Wile ich geloube er lügt", fügt er an. Womit genau erwähnt er nicht, doch seinen Zweifel hatte man bei Tisch ja schon bemerken können.
von Sarafin
17.04.2018 21:33
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Stürmischer Herbst

Vara und Elindir

Elindir setzt gerade dazu an etwas zu erwidern, da stellt sie die Frage nach Adaque. Er blinzelt etwas verdutzt.
"Adaque?" echot er überrascht.
"Was soll mit ihr sein?" erkundigt er sich seinerseits - offenbar ohne eine Ahnung, worauf sie hinauswill.
von Sarafin
16.04.2018 22:31
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Stürmischer Herbst

Elindir & Vara

Ihr Gegenüber schweigt einen Augenblick und denkt offenbar nach. Seine Augenbrauen zucken, bevor er tief einatmet und sich erstmal ganz auf die Bewegung konzentriert.
Mehrfach setzt er dazu an etwas zu sagen und bricht im letzten Moment wieder ab.
"Ich wiß niht, was ich sagen soll", gesteht er schließlich.

Wie eines Igelchens rotes Näschen, welches mit Obst aus dem Kugelball seiner Stacheln gelockt wird, kehrt langsam, ganz langsam die Weichheit zurück in Elindirs Züge.
"Ich wiß, dass du mir nur helfen wolltest ..." sagt er.
"Und doch ... ich ..." Er sucht nach Worten sich zu erklären.
"Ich gab dir meinen Rat beim Tanz ..." erinnert er sie schließlich an den ersten gemeinsamen Abend, wo er ihr unter vier Augen einen Rat zum Umgang mit ihren Feinden gab. "Ich brachte dich in ein Gotteshus, niht hier her, als du in Not warst, da mit es nieman ungenot sehe ... gab min Wort, dass es nieman ervarn müge", fügt er eine weitere Situation hinzu, wo er ihr half ihr Gesicht zu wahren.
"Und nun ... erklaerst du mir Dince under allen Oren ... so dass ieweder hoere, was ich niht wiß", endet er und sucht in ihrem Gesicht nach Verstehen. Und er hofft so bitterlich, sie würden ihn verstehen. Elindir hat sich wohl wirklich sehr vorgeführt gefühlt.
von Sarafin
16.04.2018 21:47
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Stürmischer Herbst

Vara & Elindir

Der Ritter schüttelt nur ganz sacht den Kopf.
"Ich versten niht", murmelt er halblaut.
"Was für ein Sic? Mit dir zu tanzen? Nein, Vara."
Elindir seufzt lautlos.
"Du hast mich gekrenkt", erklärt er. "Sere."
Und nun schaut er auch wieder verstimmt.
"Die du von allen hier die einzece bist, die mich über houbet krenken kann ... hast mich ußgelacht und belert."
Wenn Gesang und Musik einsetzen, wird Elindir beginnen sich zu bewegen.
"Warum?" will er wissen. Und das nagt wohl wirklich an ihm, so wie seine Stimme klingt.
von Sarafin
16.04.2018 21:22
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Stürmischer Herbst

Elindir & Vara

Ein zufriedenes Blitzen huscht durch Elindirs Blick, als sie ihm die Hand reicht. Er nimmt ihre Hand, führt sie zur Tanzfläche und möchte zu tanzen beginnen. Als sie dann unvermittelt eine Niederlage eingesteht, schaut er für einen kleinen Moment überrascht. Und sie wirkt so traurig dabei. Er zieht eine Braue hoch und zieht sie etwas näher zu sich, um in Haltung auf den Anfang der Musik zu warten.
"Ich habe gewonnen?" fragt er zurück, ganz ruhig.
"Was genou?" will er wissen.
von Sarafin
16.04.2018 20:34
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Stürmischer Herbst

Elindir sieht den Musikanten zu und lässt den Blick dann über die Anwesenden schweifen. Kurz bleiben seine Augen bei Tamila hängen, die anscheinend irgendwie mit ihm Kontakt aufnehmen will. Er sieht nur ganz ruhig zurück.
Sein Blick streift auch Vara. Registriert er ihre Unsicherheit? Aus den paar Schritt Entfernung ist das schwer zu sagen. Seine Augen ruhen einen Augenblick länger auf ihr. Der Vergleich mit einer Statue ist nicht weit hergeholt. Er sieht nicht aus, als könne ihn irgendetwas zu Fall bringen gerade. Was auch immer in ihm vorgeht ist verborgen in diesem ruhigen, tiefen See, in dem er sich so gerne zurückzieht.
Die Unsicherheit der beiden Friedenskinder bemerkt er jedoch in jedem Fall und er schmunzelt leicht. Falls sie gerade zu ihm sehen, schließt er nochmal langsam beide Augen, um ihnen zu signalisieren, dass alles in bester Ordnung ist.

Dann spricht seine Gnaden Riemerin zu ihm. Kurz neigt Elindir das Haupt in dessen Richtung in einer Geste der Zustimmung. Ohne ein weiteres Wort wendet er sich um. Er hat bei seinem Rundblick ganz genau gesehen, wohin er gehen muss. Ohne zu zögern tritt er zu Vara und Arlaine. Er hält Vara seine Rechte hin, blickt ihr suchend ins Gesicht.
"Domnatella?" sagt er, erst nach einem winzigen Moment Verzögerung, ruhig, mit tiefer Stimme, warm.
"Darf ich Euch um diesen Tanz bitten?" fügt er hinzu, schnurrt beinahe, könnte man sagen und seine Mundwinkel zucken verräterisch.

Da ist noch irgendwas in seinem Blick. Erkennbar nur, wenn man ihm nahe ist. Er weiß genau, dass sie eigentlich nicht ablehnen kann. Und diese Tatsache scheint er irgendwie als Trumpf zu empfinden. Warum auch immer genau. Da ist, sehr subtil, aber vorhanden, eine Anspannung in seiner Haltung. Ein Abwarten. Erwartungsvoll blickt er sie an.

Edit: typo
von Sarafin
13.04.2018 22:44
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Stürmischer Herbst

Elindir schüttelt sacht den Kopf, sowohl in Vadiros, als auch Rhiannons Richtung.
"Menschen hinder Gegiter sind oft bereite zu sprechen", erwidert er sacht auf Vadiros Bedenken und klopft ihm beruhigend auf die Schulter.
Anschließend wendet er sich an Rhiannon und berührt sie mit der Hand kurz am Oberarm. "Überlaßt das nur ganz mir", fügt er mit einem Lächeln hinzu. "Wir werden sehen, wie wit es reicht", spricht er leise zu ihr.
Überzeugen ... ja. Ich werde sie überzeugen - auf die ein oder andere Weise. Aber das soll eure Seelen nicht beschweren, Kinder des Friedens.

Er nickt beiden nochmal zu und will zurück zu seinem Platz. Da spricht jemand von Tanz und alles ist ganz in Unruhe. Nach höfischer Etikette würde es ihm gebühren den Tanz zu eröffnen. Es sei denn Vadiro wollte eine Vorstellung für sie geben - doch er wirkte gerade nicht so, als sei ihm das genehm. Also bleibt Elindir stehen, um seine Bereitschaft zu genau diesem ersten Tanz zu signalisieren.
Mit unbewegter Miene sieht der Ritter zu, wie die Musikanten sich vorbereiten. Stoisch wartet er ab, bis die Geweihten ihm ein Zeichen geben würden, dass alles bereit ist.
von Sarafin
12.04.2018 22:23
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Stürmischer Herbst

Elindir hatte die Worte des fremden Kämpfers mit einer gehobenen Augenbraue quittiert. Man muss nicht gut in Gesichtern lesen können, um zu sehen, dass er die Geschichte Shafirs für beschönigt hält. Aber er scheint es nicht auf ein Diskussion ankommen lassen zu wollen. Sicherlich hatte der Mann seine Gründe in dieser Weise davon zu berichten.

Als die Wirtin so betrübt dreinsieht, beugt er sich noch etwas näher zu ihr.
"Gremt Euch niht. Ich sage Euch dies, da mit ich nun wider das Fest genießßen kann."
Er lächelt ihr noch zu und nickt, bevor er zurück zum Tisch geht.

Doch Elindir setzt sich nicht. Er steuert direkt Vadiro an. Der Ritter taxiert Rhiannon kurz, die neben dessen Stuhl steht. Ahnt oder weiß sie, was hier vorgeht? Er beschließt, dass ihr etwas unsicherer Gesichtsausdruck bedeuten muss, dass sie zumindest etwas ahnt. Er nickt ihr kurz beruhigend zu, bevor er sich zu Vadiro herab beugt und ihm leise etwas ins Ohr tuschelt.
"Ich habe ieman geschickt die Geschiht zu prüeven. Falls sie stimmt, werde ich versuchen mit den Novadis zu sprechen. Und herausfinden, ob sie wirkelich dich suchen."
Unvermittelt legt er Vadiro eine Hand auf die ihm abgewandte Schulter und drückt sie einmal.
"Du genießt meinen Schutz. Laße das niht so einen swachen Trost sin", meint er und grinst leicht, der Ton beinahe spottend in gespielter Kränkung.
"Manches Mal ist es sere klug zu loufen", erinnert er ihn sacht. "Hiute ist niht so ein Tac", fügt er mit einem aufmunternden Lächeln hinzu und sieht ihm anschließend offen ins Gesicht, um seinerseits zu lesen, wie der Zahori auf seine Worte reagiert.
von Sarafin
10.04.2018 23:27
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Stürmischer Herbst

Elindir zieht eine Braue hoch, als Shafir angibt, mit den vier Novadis allein fertig geworden zu sein.
"Ihr alein gegen vier Gegenere?" gibt er noch seinen Zweifel preis und mustert den Kämpfer mit gerunzelter Stirn. Er ist unverkennbar ein Kundiger der Waffe. Doch so gut? Vielleicht ist er auch einfach ein Angeber und es waren gar nicht vier Gegner oder er nicht ganz allein. Wer weiß das schon.

Vara sieht er nur kurz und mit neutralem Gesichtsausdruck hinterher, als sie sich entfernt. Dann spricht Vadiro ihn an. Mit leicht gekrauster Stirn hört Elindir zu und sieht anschließend aufmerksam zu seinem Freund. Er schüttelt sacht den Kopf und hebt eine Hand wie als wolle er ihn zum inne halten auffordern.
Unvermittelt erhebt er sich. "Entschuldigt mich kurz", meint er und nickt einmal in die Runde, bevor er sich schnurstracks zur Wirtin aufmacht und ein paar leise Worte mit ihr wechselt.

"Ihr habt sicher die Geschiht vernomen, welche dieser Gast erzelt hat?" erkundigt er sich und wartet kurz auf ihre Antwort. Falls sie nichts davon mitbekommen hat, wiederholt er für sie, dass sich ein paar Novadis aus Amhallasih offenbar in der Nähe als Wegelagerer betätigt haben.
Elindir bittet die Wirtin in knappen Worten jemanden zu schicken, der bei der Wache erfragen möge, ob wirklich ein paar Novadis festgenommen wurden, in der Art, wie Shafir erzählte, und was aus ihnen geworden ist. Vor allem: Sind sie noch eingesperrt oder womöglich schon wieder auf freiem Fuß?
Er möchte auch ausrichten lassen, dass er selbst mit diesen Männern gerne sprechen würde, falls sie noch festgesetzt sind. Was durch seinen Namen durchaus dazu führen mag, dass sie etwas länger eingesperrt sind, falls man sie freilassen wollte. Oder ein paar Stunden länger leben, falls ihnen der Strang zugedacht ist.
von Sarafin
09.04.2018 22:50
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Stürmischer Herbst

Elindir lacht nicht. Er zieht eine Braue hoch und mustert Vara für einen Moment ganz ruhig. Unangenehm lange und unangenehm ernst, wo sie doch gerade einen Witz gemacht hatte.
Das sie hier vor allen Leuten über ihn lacht, das gefällt ihm nicht. Und anschließend belehrt sie ihn. Ihre Motive sind wohlmeinend, so erscheint es ihm, doch sein Blick ist eindeutig verstimmt.
"Ein Pfert beleidigt?" meint er mit einem Moment Verspätung zunächst zweifelnd und zuckt dann mit den Schultern.
"Es gab mit Verloub schone nichtigere Grünte vür Kriec."
Dann blickt er zu Shafir.
"Mich interessiert iedoch, was diese Novadis hier wollen." In meinem Land. Er sagt es nicht, doch es schwingt sehr deutlich mit.
Eine Hand legt sich an Varas Unterarm, falls sie gerade etwas erwidern will, und ein kurzer, aber eindringlicher Blick trifft sie. Irgendwie steckt da doch mehr hinter seiner Frage ...
von Sarafin
09.04.2018 21:30
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Stürmischer Herbst

Elindir hat Shafirs Geschichte ruhig und aufmerksam gelauscht. Und mittlerweile glaubt er auch nicht mehr, dass der Südländer seinen Freunden etwas anhaben will. Er hatte ja mit Tamila sprechen wollen, nicht mit Vadiro oder Vara. Und selbst wenn er sich die Geschichte nur ausgedacht hatte, bedeutete das auch, dass er so subtil vorgehen wollte, dass hier im Schankraum wohl nichts geschehen würde.

Der Albernier ist etwas amüsiert darüber, dass Vara Tamila wohl offenbar für die schönste Frau hält, die auf Deren wandelt. Er bemerkt, dass Vadiro und Rhiannon tuscheln und er wirft ihnen einen beruhigenden Blick zu. In diesem Moment fällt ein Wort, das ihn aufhorchen lässt.
Amhallassih? Etwa Amhallasih? Das ist doch ... Und gestern erst? Er ist zu Fuß ... also sind sie innerhalb der Grenzen!
Seine Erfahrung mit hohen Gesellschaften erlaubt es ihm, seine Gesichtszüge nicht entgleisen zu lassen. Doch er tauscht einen unmissverständlichen Blick mit Vadiro und zieht dabei einmal die Brauen hoch. Der Ritter hat ganz genau verstanden, was die Worte des Reisenden bedeuten. Anschließend schließt er beide Augen einmal langsam in einer beruhigenden Geste. Er hatte Vadiro seinen Schutz versprochen. Ein Ritter hält sein Wort.
"Novadis?" fragt er dann Shafir und muss das irritierte Stirnrunzeln nicht spielen.
"Was tuon die denne hier ..." Weniger eine Frage, als ein Ausdruck des Unmuts.
"Wie vile waren es? Bewafnete? Wohin under wegen? Und souchen sie Strit? Oder plundern sie?" erkundigt er sich weiter, recht militärisch knapp. Nicht nur, weil er diese Fragen stellen kann, ohne dass es auffällt, sondern auch, weil es ihn wirklich interessiert. Die Novadis sind neu, zu neu, als dass sie schon zu Zeiten des alten Havena existiert hätten, aber dass sie im Horasreich plündern, das hat sogar der Prinz aus der Vergangenheit schon gehört.
von Sarafin
08.04.2018 00:11
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Stürmischer Herbst

Elindir lächelt einfach huldvoll auf die Begrüßung und nickt dem nunmehr nicht mehr so Fremden zu.
Schwertgeselle ... ist das nicht diese neumodische Art von Bewaffneten aus dem Süden?
"Habt Danc, werter Shafir ibn Tamerlan, vür eure Segenswünsche."
Er wirft Vara einen Seitenblick zu und lächelt.
"Die bezoubernde Dame hat reht. Ihr stoert niht."
Der Ritter mustert Shafir. "Khunchom ist reht verre von hier. Was vüert euch hierher?"
Ein guter Menschenkenner mag merken, dass Elindir diese Frage nicht nur aus vordergründigem Interesse stellt. Unterschwellig ist er immer noch etwas angespannt. Der Kämpfer ist eingeladen, so fällt er unter das Gastrecht und würde seine Ehre beschmutzen, begänne er eine Auseinandersetzung in diesem Hause. Doch was wusste er, Elindir, schon von Sitten und Ehre in einem anderen Land, zu einer anderen Zeit als der seinen?
von Sarafin
05.04.2018 22:48
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Stürmischer Herbst

Bei seinem Rundblick hat der Ritter auch Vadiros Anspannung bemerkt. Gleich mustert er den Fremden aus einem anderen Blickwinkel. Gab es für seinen Freund Grund zur Furcht?
Doch Tamilas Erklärung nimmt Elindirs Miene das Aufmerksame und lässt ihn stattdessen schmunzeln. Natürlich hatte sie ihn eingeladen. Sie ist immerhin eine Rahjageweihte.
"Seid willekomen an unserem Tisch, teilt mit uns Spis und Tranc", lädt er den jungen Mann ein.
von Sarafin
04.04.2018 23:56
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Stürmischer Herbst

Da er Varas Hand nicht fand, hat Elindir mit dem frivolen "Suchen" aufgehört und wollte die Hand ruhig auf ihrem Bein liegen lassen. Da geht die Tür. Und herein tritt ein Bewaffneter. Elindir taxiert den Fremden. Ein Südländer. Schwer bewaffnet. Und die Bewegungen verraten, dass er mit den Waffen umzugehen weiß. Unwillkürlich richtet sich der Ritter wieder etwas gerader auf und strafft die Schultern, wobei sich seine Hand zu seinem Bedauern Varas Kreisen entziehen muss.
Wer ist denn das?
Zugleich ist Tamila ja vollkommen entspannt. Und warum sollte überhaupt Gefahr drohen? Er selbst war auch bewaffnet durch diese Tür gekommen. Zugleich ... sein Schwert lag in seinem Zimmer ...
Jaja, diese blöde Angewohnheit sich nur mit blankem Stahl in der Hand wirklich sicher zu fühlen ...
Elindir zwingt sich bewusst zur Ruhe. Er schaut einmal kurz in die Runde der Anwesenden, ob jemand irgendwie besonders auf den Fremden reagiert. Ansonsten wartet er auf Tamilas erklärende Worte.
von Sarafin
03.04.2018 18:04
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Stürmischer Herbst

Elindir ist etwas länger fort, als es benötigen würde, um einfach nur die Laute zu holen. Als er zurückkommt, sieht er zufrieden aus. Die Laute - ein schmuckloses, recht einfaches Instrument - trägt in der Linken. Mit langsamen und gemessenen Schritten kommt er die Treppe hinab in den Gastraum. Da seine Freunde teilweise noch speisen, stellt er das Instrument zunächst hinter sich an der Wand ab.
"Hab ich etewaß verpasst?" erkundigt er sich, als er sich setzt. Seine Hand schlüpft gleich wieder unter das Tischtuch und streicht auf der Suche nach Varas Hand flüchtig an der Innenseite ihres Oberschenkels entlang. Selbstverständlich ohne dass er nach außen eine Miene verzieht. Das war bestimmt ein Versehen. Bestimmt.
von Sarafin
27.03.2018 21:40
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Thema: Stürmischer Herbst
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Stürmischer Herbst

Elindir ist ein wenig überrascht, als ihn Varas so hungriger Blick trifft. So recht versteht er nicht, warum sie so intensiv auf sein Kompliment reagiert. Oder war es das Streichen über die Wange? Vielleicht beides?
Während er grübelt, was das bedeuten mag, und verschiedenste Gründe durchdenkt und teilweise verwirft, errötet er unter ihrem Blick und schlägt verlegen die Augen nieder. Was hatte er mittlerweile mehr als einmal gehört? Almadaner sind leidenschaftlich? Ohne sein Zutun huschen seine Gedanken hoch in das Schlafgemach, das sie in der Nacht zu teilen ja schon irgendwie verabredet hatten ... Ganz ohne falsche Scham ist ihm klar, was passieren würde, sobald sie allein waren. Er wusste, wie lange er selbst schon enthaltsam gewesen war. Wie lange es wohl für Vara her war? Mit klopfendem Herzen sieht er zu ihr.
In seine Gedanken hinein jedoch sagt sie irgendwas, das so ähnlich klingt wie sein Name - soviel versteht er - und er blinzelt kurz verständnislos. Was wollte sie ihm damit sagen? Sicherlich war es etwas Nettes - eine Erwiderung auf das Kompliment?

Doch da ist ihre Aufmerksamkeit schon wieder bei dem Gespräch am Tisch. Elindirs Gedanken sind etwas zähflüssig, als er versucht herauszuhören, worum es geht.
Ah, immer noch die Necker.
Er selbst gibt sich Mühe an etwas Unverfängliches zu denken. Vielleicht ...
"Ich denke ich hole meine Lute", meint er. Er lächelt Vara an und drückt kurz ihre Hand, bevor er sie loslässt. Wenn ihn weiter niemand aufhält, würde er aufstehen und die Schankstube in lockerem Schritt die Treppe hinauf verlassen.
von Sarafin
26.03.2018 22:52
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Stürmischer Herbst

Elindir schmunzelt tadelnd in Varas Richtung, kommentiert es die Geschichte mit diesem Fremden aber nicht weiter. Er ist ja ohnehin nicht der Hausherr und auch streng genommen nicht der Gastgeber. "Lediglich" der Ehrengast. Nichtigkeiten. Das würden sie alles schon unter sich ausmachen.

Wieder lauscht er aufmerksam, als Vara erzählt. Und erneut legt er dabei den Kopf schräg. Der Ritter blinzelt. Es ist offenbar, dass er von so etwas noch nie gehört hat. Er zuckt mit den Schultern und lächelt aufmunternd, da sie so unsicher aussieht.
"Ich versten von so etewaß nihts, doch vür mich seht Ihr niht siech aus", meint er und hebt die freie Hand, um ihr über die Wange zu streichen.
"Ich wüßßte ouch niht, was valsches darane sin sollte, den Mond zu betrahten. Gerade wenne es Euch gelückelich macht. Warumbe trägt es dieser Zit einen Namen und gilt als Siechtum?" erkundigt er sich etwas verwundert.
Dann beugt er sich etwas näher zu ihr.
"Nekkerbluot würde ouch erklaeren, warumbe Ihr so schoene seid", säuselt er leise und zwinkert ihr zu. Das Kompliment ist dabei zwar etwas keck vorgetragen, doch durchaus ernst gemeint; mehr eine genutzte Gelegenheit, als eine leere Phrase. Warum sollte er auch mit seiner Meinung hinter dem Berg halten?
von Sarafin
26.03.2018 21:32
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Stürmischer Herbst

Elindir mustert Vara, während sie spricht. Er ist milde überrascht, dass sie plötzlich doch so offen erzählt, lauscht ihr sehr aufmerksam und legt den Kopf leicht schräg. Er lächelt gerade nicht, dazu ist er viel zu gebannt von den Dingen, die sie erzählt.
"... als Vadiro ...?" echot er halblaut und sieht zu dem Erwähnten, um Vara zum Weitersprechen aufzufordern, doch sie wendet sich ab und der Tür zu. Er könnte in die Tischkante beißen! Was auch immer da an der Tür passiert, es wäre besser wichtig.
Entsprechend fällt die Antwort an die Geweihte Gorimila etwas einsilbig - doch nicht unfreundlich - aus: "Ja, das sind wir."

Bevor er es selbst ganz registriert hat, nickt er Tamila etwas automatisch in dieser huldvoll erlaubenden Weise zu. Anschließend wirft er selbst einen Blick zu dem Geschehen. Er hat das Kinn leicht gereckt, um an den anderen vorbei zur Tür sehen zu können, dabei etwas die Stirn gerunzelt.

"Ich werde wole niht gevragt?" frotzelt er, als Vara den Fremden kurzerhand einladen lässt, und lacht. Wie gerne würde er jetzt sein Gesicht in ihrem Haar vergraben und sich davon kitzeln lassen. Er seufzt leise, schließt die Augen für einen Moment, während er sich leicht in ihre Richtung neigt. Aber nur ein klein wenig. Dann sieht er - selbst neugierig - wieder zur Tür.
von Sarafin
25.03.2018 21:42
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Stürmischer Herbst

Die Hand an seinem Bein bringt den Ritter ein klein wenig aus dem Konzept - erkennbar an dem leichten Stutzen, dem Weiten seiner Pupillen und dem Blinzeln. Schließlich lächelt er. Er tastet unter dem Tisch nach Varas Hand, ergreift und drückt diese leicht.
Für einen Moment muss er überlegen, was Vara eigentlich gerade zu ihm gesagt hat. Irgendwas scheint das weggewischt zu haben ...

"Euer Wunsch sei mir Bevel, Mylady", entbietet er ihr dann mit einem verschmitzten Grinsen.
"Sere gern werde ich vür Euch singen und spiln", fügt er hinzu und schickt ihr ein Lächeln. Auch wenn es aus seinen Worten allein nicht deutlich wird, sein Gesicht sagt, dass es ein Euch war, mit dem er Vara anredet, und kein euch, das die Gruppe meint.
Der junge Mann wird nicht müde Vara anzulächeln.
"Sere gern künnen wir miteinander üeben die Klingen zu kriuzen", meint er, während sein Daumen über Varas Handrücken streichelt.
"Etwenne kann ich Euch den ein oder ander Knipp noch zeigen", schmunzelt Elindir.

Er will wohl gerade noch etwas hinzufügen, da erhebt sich Thimorn. Nur Vara, die merken kann, dass die Hand, die ihre hält, kurz zuckt, mag merken, dass er etwas ungehalten über die Störung seiner Unterhaltung ist. Denn auf seinen Zügen ist nur das altbekannte freundliche Lächeln.
"Habt meinen allergrößten Danc, Zouberer Thimorn. Einen Vriunt will ich niht um den wole verdienten Slaf bringen. Gehabt Euch wole, und bis morgene", verabschiedet Elindir sich und wartet eine angemessene Zeit, bis Thimorn sich entfernt hat, bevor er sich wieder Vara zuwendet.

"Was sind denne diese Dince, die Euch interessieren und Euch darob die Zit rauben?" möchte er wissen und mustert sie neugierig, während die Wirtin und jene, die ihr zur Hand gehen, die Tische wegräumen. Da klopft es plötzlich. Wieder zuckt Elindirs Hand, doch er lässt sich nicht beirren und sieht Vara weiter an. Sucht nach Zeichen, dass diese Frage ihr vielleicht auch wieder unangenehm ist. Vor allem aber würde er diesmal die Störung ignorieren so lange als möglich.
von Sarafin
22.03.2018 21:53
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Stürmischer Herbst

Der Ritter hat auf Rhiannons Worte mit diesem Nicken reagiert, das Zustimmung signalisiert und doch nicht - die Übereinkunft sich nicht einig zu sein, dies aber nicht vertiefen zu wollen.

Er bemerkt durchaus, dass Vara seine eigentliche Frage gar nicht beantwortet, ihr elegant ausweicht. Warum nur? Für einen Augenblick tastet sein musternder Blick über ihr Gesicht in dem Versuch ihr Verhalten zu deuten.
Diese Worte über ihre Heimat ... Wovon will sie ablenken? Irgendwie war seine Frage ihr unbehaglich. Über die Gründe konnte er nur mutmaßen. Doch offenbar berührte er hier etwas, über das sie nicht sprechen wollte, also lässt er es auf sich beruhen.

Ein flüchtiges Schmunzeln huscht über Elindirs Gesicht bei dem Gedanken an seine Antwort auf ihre Frage, dann lächelt er. Er beugt sich etwas näher zu Vara.
"Der zite mit Gedance an Euch", raunt er ihr leise, aber nicht unhörbar, mit seiner besten Samtstimme die schmeichelhafte Wahrheit zu und mustert sie für einen Moment einfach nur.
Eine eventuelle Verlegenheit ihrerseits übergeht er im Folgenden und spricht weiter. Offenbar um ihr Gelegenheit zu geben sich zu sammeln, falls nötig.
"Doch ansunsten gehoert min Herze der Musik. Ich übe mich vil und gern im Spil auf der Lute, wanne immer ich Zit vinde. Ein Abent wie dieser, bei Musik, Gesanc und Tanz, das ist ganz reht nach meinem Gesmac. Ganz gelich obe in einem Gasthus oder um ein Viur im Vreien."
Er schmunzelt.
"Witerhin ... ich reite sere gerne. Vrüeher habe ich gerne ausgedente Ausritte unternomen, durch die Wälter, wenne ich in Honingen war oder am Mer entlang, so es mich hierher verslahte. Es gibt wenec, wobei die Gedance so vrei streifen, wie bei einem Ritt auf dem Rücken eines Pfertes. Und ich kann niht zelen, an wie vilen Orten ich auf diese Wise bereits habe die Sonne untergen sehen."
Elindir amüsiert sich leicht darüber, dass er genau das aufzählt, was Vara ja auch nannte.
"Bis vor einer Wile war ich auch ein glüejender Jeger. Doch das ist Vergangenheit", fügt er mit einem lächelnden Seitenblick auf Rhiannon zu. "Ouch wenne ich den Umbeganc mit einem Boge dennoch gesuocht habe, so es sich ergab", erklärt er.
"Ohnedem: Ich übe mich oft in den Wafen. Niht aus Sensuht nach dem Kampf. Sundern vil mer, wile ouch dem Kunst innewont. Es gibt Kepfer, die geradezu tenzerisch anmuten. So lihte wie eine Veder und doch so beharrsam wie ein Vels. Das bewundere ich - und ouch wenne ich das etwenne nie selbes ervolge ... und sere gut wiß, dass die Gotter mir in ihrer Wisheit ander Talente gegeben haben ... werde ich doch niht müede dem Versuoch es nachzuamen", gibt er preis.
"Überdies eigent es sich hervorragend um den Kopf zu bevrien", fügt er mit einem verschmitzten Grinsen einen deutlich weniger achtbaren Grund hinzu.
von Sarafin
20.03.2018 23:05
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Stürmischer Herbst

Dass seine Frage auch so anzüglich verstanden werden kann, war Elindir seinem Gesicht nach zu urteilen zunächst nicht klar. Für einen Moment entgleisen seine Gesichtszüge und er verschluckt sich an dem Stückchen Fleisch, das er gerade im Begriffe war zu essen.
Nachdem er gehustet und die Speise in den rechten Schlund befördert hat - und einen großen Schluck Apfelwein später - sieht er Vara mit amüsiertem Tadel im Blick an. Elindir ist errötet - Glück für ihn, dass man nicht so recht unterscheiden kann, ob des Hustens wegen, oder der Worte - und schüttelt grinsend den Kopf, ein anerkennendes Blitzen im Blick. Ein guter Spielzug.
"Win? Tanz? Ein Ausritt?" fragt er. "So liebt ihr das vergängliche Vergenüegen des Genußßes?"
von Sarafin
20.03.2018 21:56
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Stürmischer Herbst

Ihre Aussage, dass sie Blumen mag, die man essen kann, lässt Elindir leise lachen.
"Die Bluomen des Himels ... die Bluomen der Nacht ...", wiederholt er murmelnd und lächelt.
Doch bei der Geschichte der Madablüte, wird er ganz ruhig und mustert Varas verträumtes Gesicht. Er schaut ganz versonnen, bemerkt, dass er starrt, errötet ein wenig und rettet sich in ein verlegenes Lächeln.
"Das klingt bezoubernd", findet er. "Das würde ich ouch gern sehen ..."
Er lächelt. Elindir braucht einen Moment, bis ihm wieder etwas einfällt.
"Das Madamal ... die Sterne ... all gar unvergänglich. Gibt es vür Euch ouch vergängliche Vergenüegen?"
Der zarte Braten zerfällt während seinen Worten unter seinem Messer und das braucht kurz seine Aufmerksamkeit, dann ist sie wieder bei Vara.
von Sarafin
20.03.2018 19:46
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Stürmischer Herbst

Elindir blinzelt etwas verblüfft, als Rhiannon sich so an ihn wendet. So sehr niedergeschlagen sieht er gar nicht aus - gerade war er für einen kurzen Moment aufgewühlt, doch das ist schon vergangen. Er schenkt der Priesterin ein Lächeln.
"Habt Danc, doch das wird niht noetic sin." Der Ritter schüttelt sacht den Kopf, dass seine Locken etwas tanzen.
"Das Welken einer Bluome macht den Tod gegenwertec. Sie ist die Verkörperung der Vergenlichkeit. Da kommt es mir falsch vor, einer Toten niht welkende Bluomen zu bringen", erklärt er und legt den Blumenkranz zurück auf den Tisch.
Ein Lächeln hat er auch für den Geweihten.
"Wie schoene. Das vröuwt mich", antwortet er diesem und isst dann weiter.

"Mügt Ihr Bloumen, Domnatella?" fragt er Vara - und, so wie er sie ansieht, nicht nur, um Konversation zu machen. Was sie sagte, ist ja wahr: Sie wissen so wenig voneinander.
Ihm ist nicht entgangen, dass Vara und Tamila immer mal wieder getuschelt haben und so wirft er auch der Geweihten kurz einen wohlwollenden Blick zu, bevor er sich wieder auf Vara konzentriert.
von Sarafin
19.03.2018 22:43
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Stürmischer Herbst

Der junge Ritter hört aufmerksam zu, als er darüber aufgeklärt wird, woher die Blumen stammen. Er lächelt.
"Ich vüele mich geert. Bitte richtet meinen Danc an Ihro Hochwürden aus."
Dann mustert er die Blumendekoration mit einem suchenden Blick. Plötzlich lässt er das Besteck sinken und nimmt einen der Kränze in die Hand.
"Kornbluomen ... tatsächlich ..." meint er ergriffen und betrachtet eine der kleinen blauen Blüten, die mit den anderen zusammengesteckt wurde. Er lässt das Bou­quet sinken und sieht seine Gnaden Riemerin an.
"Werden die Bluomen morgen ouch noch vorzeigbar sin?" erkundigt er sich.
"Ich ... würde sie gern ..."
Elindir stockt.
"Kornbluomen waren die liebsten Bluomen meiner Muoter ... ich ..."
Er atmet einmal tief ein und aus, hebt die Blüten und riecht daran. Etwas gefasster sieht er erneut zu Riemerin.
"Sind sie morgen ouch noch so hübsch?" wiederholt er einfach seine Frage.
von Sarafin
16.03.2018 20:57
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Stürmischer Herbst

Nachdem er geendet hat, setzt Elindir sich wieder. Er grinst bei Rhiannons Lob verschmitzt.
"Danke."
Als er sein Glas wegstellt, wirft er Vara noch ein Lächeln zu.

Elindir beobachtet seine Freunde einen kleinen Moment beim Essen, bevor er sich selbst etwas nimmt. Er trägt dabei ein nachsichtiges Schmunzeln. Es ist ja ganz offensichtlich, dass manche von ihnen mit der Etikette hoher Gesellschaft nicht vertraut sind. Der Kontrast zwischen den feinen Kleidern und den fehlenden Tischmanieren amüsiert ihn auf eine wohlwollende Art.
Der Ritter selbst versucht heute nicht seine Tischmanieren anzupassen, um nicht aufzufallen. Heute gönnt er es sich so zu essen, wie es sich für ihn gut anfühlt - und das bedeutet deutlich manierlicher als bisher.
"Das ist kostelich!" lobt er die Gastwirtin, unwissend, ob sie das überhaupt gekocht hat. Doch falls nicht, würde sie das Lob wohl weitergeben.
"Woher stammen die Bluomen?" erkundigt er sich dann.
"Ich habe gestern versuocht welche zu koufen und da gab es keine zu bekomen."
von Sarafin
15.03.2018 19:59
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Stürmischer Herbst

Elindir lässt sich auch von den Geweihten beglückwünschen und prägt sich deren Namen bewusst ein.

Nachdem sich alle gesetzt haben und die Wirtin Getränke verteilt - vor Elindir steht bald ein Glas Apfelwein - erhebt sich der Ritter noch einmal. Er sieht in die erweiterte Runde und lächelt.
"Meine Vriunte
- und die, die es hiute etwenne werden"
, wendet er sich an die Versammelten und hebt in einer einladenden Geste die Hände.
"Ich bin vro und gelückelich euch so festlich zu sehen. Dieser Raum, diese Spisen, diese ganze Gestaltung ...
Das ist mer, so vil mer, als ich mir in meinen küenesten Troumen ausgemalt habe, als ich am gestrigen Tace verluten liß, hiute sei min Tsatac."

Er wirft Vara ein Lächeln zu und wendet sich wieder an die Anwesenden.
"Ich müchte euch allen danken darvür, dass ihr hier seid und mit mir gemeinsam diesen Tac viren wollt. Von Herzen.
Denne ouch wenne der Anlass ein Heiterer ist, so macht mir eine Sache das Herze doch swaer: Das Letste dieser Feste virete ich im Kreiße meiner Lieben."

Er macht eine kurze Pause, damit auch die, die es nicht wissen, sich ihren Teil denken können.
"Ouch wenne ihr Verlust mich mer smerzt, als Worte beschriben künnen, vüele ich mich hiute niht einsam. Das Geschenke der Werme eurer Herzen ist mer, so vil mer, als ich mir zu erhoffen wagte, als mein Tsatag näher rückte."
Elindir lächelt. Es ist ein schmerzliches und glückliches Lächeln zugleich.
"Danke, dass Ihr hier seid und mit mir diesen niuwen Anvanc begen werdet. Und ouch wenne ieweder Tac niuwe und ein Geschenke der ewic Wandelbaeren ist, erschint mir zu diesem Zwece doch keiner so passend wie dieser."
Mit diesen Worten greift er nach seinem Glas Apfelwein und hebt es.
"Vor zwei Tacen habe ich mit einicen von euch bereits einemal das Glas gehoben. Und ich müchte es wider tuon.
Ich müchte min Glas erheben uf diesen Niuwanvanc."
Er hebt sein Glas in Rhiannons Richtung.
"Auf niuwe Vriunte." Sein Glas kreist im Rund.
"Auf die Liebe." Er blickt zu Tamila und prostet ihr zu, während seine Linke Varas unauffällig auf Varas Schulter zu liegen kommt und sie sanft drückt.
"Und zuletst, doch niht am wenecsten, auf al die absenten Vriunte."
Er macht eine kleine Pause, um allen die Gelegenheit zu geben ihre Krüge, Becher und Gläser zu erheben und mit ihnen anzustoßen.

Mit einem Grinsen senkt er sein Glas etwas.
"Belibt mir nur zu sagen:
Laßt uns spisen und trinken und vroelich sin, denne wer wiß wanne dermaleinst die Gotter uns abberuofen!"
von Sarafin
13.03.2018 21:02
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Stürmischer Herbst

Elindirs Augen blitzen, als Vara ihn duzt. Er zieht einmal in einer schelmischen Geste eine Augenbraue hoch und schmunzelt. Sie hatten keine Verständigung verabredet, mit der er einen Punkt für sich beanspruchen kann - das könnte man ja vielleicht später noch nachholen. Doch zumindest in seinen Augen hatte das seinen faux-pas vom Zimmer so ausgeglichen und er wieder gleichgezogen.
"Natiurlich ist es mir reht", bestätigt er jedoch auch noch ihr Ansinnen und lächelt warm.

Dass auch Vadiro ihn so stürmisch umarmt, entlockt dem Ritter ein leises Lachen. Er drückt ihn kräftig an sich und lächelt. Er erwidert die Küsse auf Vadiros Wangen. Und unterdrückt den Impuls durch dessen Mähne zu wuscheln. Das würde nicht nur Vadiro ganz und gar brüskieren - auch wenn er es ihm vermutlich verzeihen würde - sondern ihn auch einen Punkt kosten. So grinst er einfach nur bei dem Gedanken daran und neigt dem Zahori den Kopf zu.
"Danke, Vadiro. In so guter Geselleschaft wie der zite wird es wole aufregend werden", antwortet er.

Anschließend beginnt Rhiannon ihr Lied zu singen. Elindir kennt es nicht - es ist zu neu. Was nicht verwundert, bei einem Lied der Kirche der Wandelbaren. Nach einem Moment des Erstaunens lächelt er wieder. Er blickt sich um, registriert, dass auch die anderen mitsingen und freut sich. Sein Blick verweilt einen Moment länger bei Vara, er schenkt ihr ein Lächeln, so sie zu ihm sieht und rückt ein klein weniger näher zu ihr in einer stummen Geste der Verbundenheit. Der Takt ist eingängig, so dass er bald auch mitklatscht.


Nachdem das Lied geendet hat, klatscht er begeistert Beifall.
"Was vür ein schoenes Liet!" findet er.
"Danke, Vriunte", lächelt er in die Runde. In Rhiannons Richtung gewandt legt er eine Hand auf das Herz und beugt sich leicht vor.
"Priesterin. Eure Stimme ist waerlich ein Geschenke, das die Gotter an einem schoenen Tac den Menschen gemacht haben", lobt er die Halbelfe.
Er lässt einen Moment Raum für weiteren Applaus oder weitere Worte des Lobes, während er Vara einen warmen Blick schenkt. Als er wieder in die Runde sieht, hat er sich etwas gestrafft und aufgerichtet.
"Doch ich hoerte von Labesal vür Hunger und Durst und würde ganz dem Vürslac der Domnatella volgen: Setzen wir uns doch", bittet er und reicht Vara wieder den Arm. Einfach auch schon, damit sie ihn dort platziert, wo er sitzen soll. Auch wenn er sich denken kann, dass die Stirnseite des Tisches für ihn vorgesehen ist.