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von Milamber83
18.09.2018 20:50
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Thema: Kreise der Verdammnis (DSA 5)
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Epilog

An Dejida die Samtene

Gepriesen sei unser Meister Borbarad! Nur durch seine göttliche Fügung bin ich in der Lage, diese Zeilen zu verfassen und zu verschlüsseln. Durch einen unglücklichen Zufall gelangte ich vor der Schlacht bei Eslamsbrück in Gefangenschaft dreier mittlereichischer Agenten. Leider war es mir nicht möglich, ihren Plan vorherzusehen und zu vereiteln. Aber das Wichtigste vorab: Der Angriff durch Rhazzazor auf Galottas Einheiten war eine Finte, eingeleitet durch ein Artefakt, das von den Spionen im Kastell deponiert wurde!

Ich habe die drei Agenten anschließend noch während ihrer Flucht begleitet. Bei der Frau in der Gruppe muss es sich um eine Magierin oder Geweihte gehandelt haben. Zumindest hat sie uns auf einen Weg geleitet, der ihr offensichtlich zuvor noch selbst unbekannt war. Immer wieder erhielt sie Visionen von einem der verabscheuungswürdigen Zwölf bis wir in eine Höhle mir Proviant und Pferden gelangten. Von dort aus erreichten wir schließlich nach einigen Tagen Perainefurten. Es muss sich wahrlich um wichtige Personen gehandelt haben, denn sie marschierten dort getadewegs zur Kanzlei. Leider habe ich dort nicht überall Zugang gehabt und konnte nur Einzelheiten in Erfahrung bringen.
Immer wieder wurde über einen Falken gesprochen. Der Hüne der Gruppe – ein großer Kerl mit dunkler Hautfarbe – hat dem Kanzler ein Medaillon überreicht und eine kleine kaputte Armbrust. Ich bin mir nicht sicher, ob das zum Auftrag gehört hat. Außerdem lag eine silberne Scheibe auf dem Tisch, die keiner so recht anfassen wollte, bis ein Geweihter erschien und sie in eine kleine steinerne Truhe gepackt hat. Ich kann nur mutmaßen, dass es sich um das oben genannte Artefakt gehandelt haben könnte.
Danach bedankten sich mehrere Männer bei den Agenten. Ich erinnere mich an die Namen Gerdenwald und Eisenrath. Es waren aber noch mehrere anwesend. Anschließend war die Rede von einem neuen Auftrag. Bevor ich jedoch mehr hören konnte, wurde ich hinausgeschickt. Wahrscheinlich hätten sie mich gleich abgeschoben, hätte ich nicht so getan, als ob ich kaum Garethi spräche. Danach haben mich diese verblendeten Anbeter der Zwölf doch tatsächlich sicher nach Maraskan verschifft!

Es ist von größter Wichtigkeit, dass ihr Haffax Bescheid gebt. Die Heptarchen müssen geeint stehen und dürfen sich nicht von mittelreichischen Spionen entzweien lassen. Ihr könnt mich hier in Boran treffen, am üblichen Ort.

Depesche abgefangen nach Liquidation des Verfassers durch die Bruderschaft.
Nach Entschlüsselung zur weiteren Verwahrung übergeben an die Priesterschaft der Zwillinge.
von Milamber83
13.09.2018 22:04
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Galottas Kastell

Das Tor schließt sich immer weiter. Gerwin beschleunigt nochmal. Er kann es schaffen. Ein Spalt ist noch offen als ihn nur noch wenige Schritt von der rettenden Freiheit trennen - aber es ist unmöglich. Das Tor ist nun zu schnell, vielleicht erreicht er die andere Seite mit einem Arm, aber das Gewicht der schweren Holzbohlen würde ihn einfach erdrücken. Stolpernd kann er gerade noch abbremsen, ohne in dem schlammigen Boden auszurutschen. Verdammt!

Als nur noch ein winziger Spalt offen ist, erzittert die Pforte. Trotz des Schwungs endet die Bewegung des Tors und der Soldat wird durch den unerwarteten Widerstand von den Beinen geworfen. Eine riesige Pranke streckt sich durch die verbliebene Öffnung und winkt dem Scharlatan zu. Gerwin hört nur die Worte: „Mickriger Mann kommen. Sonst sterben!“ Als Gerwin sich durch den schmalen Spalt schiebt, sieht er den mutigen Mann, der mit wuchtigen Hieben nach allen Seiten austeilt und marode Gerippe zertrümmert. Ossippa hat ihre Hände abwehrend erhoben und dreht sich in alle Richtungen, während Djurdjin wie ein wildes Tier mal hierhin und mal dorthin läuft, aber sich nicht aus dem Kreis untoter Angreifer befreien kann.
Dann ruft die Geweihte: „Los! Die dunklen Mächte sind stark an diesem Ort. Ich weiß nicht, wie lange ich sie noch aufhalten kann!“
von Milamber83
20.08.2018 21:53
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In Galottas Kastell

Nachdem Gerwin den magischen Nagel ins Banner gedrückt hat, verlässt er die Putzkammer. Auf den Gängen herrscht helle Aufregung. Die Arbeiter laufen kopflos hin und her. Droht etwa ein Angriff?
Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, aber als Gerwin auf den Hof tritt, steigt von einem der Türme eine flammende Kugel auf und explodiert einige Schritt über dem Kastell als Feuerball. In diesem Licht erkennt der Scharlatan, dass eines der Tore bereits geschlossen ist. Beim anderen Eingang müht sich eine der Wachen mit den schweren Torflügeln ab. Der zweite Soldat jagt dem Skelett eines toten Schweins hinterher. Anscheinend zeigt das Banner Wirkung.

Vor Galottas Kastell


Über dem Kastell explodiert ein großer Feuerball und taucht die Winterlandschaft in ein unheimliches Licht. Einer der Torflügel beginnt sich langsam zu schließen. Die Aufmerksamkeit von Ossippa und des mutigen Mannes wird allerdings vom schneebedeckten Boden beansprucht: Überall bohren sich knöcherne Hände durch das Weis. Hier muss einst eine große Schlacht stattgefunden haben, nach der die Toten nur verscharrt wurden.
von Milamber83
17.08.2018 22:44
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In Galottas Kastell

Vor Gerwins innerem Auge zieht die Geschichte vorbei, wie man sie sich später in Gasthäusern und an Lagerfeuern erzählen wird:
Gerwin steht mit seinen Gefährten auf dem höchsten Turm des Kastells. Er schwenkt das Banner frenetisch, während der mutige Mann mit weiten Hieben alle weltlichen Gegner und Ossippa mit göttlicher Macht die Untoten fernhält. Phex persönlich lässt alle Geschosse der Feinde fehlgehen…

In der Realität hängt an einer viel zu kurzen Stange ein braun-fleckiges Tuch schlapp herab. Da kommt plötzlich Wind auf. Das Tuch strafft sich und gibt den Blick auf eine mit goldenen Fäden gestickte knöcherne Hand frei. Den Scharlatan überkommt wieder das gleiche Gefühl wie im Molchenberg, obwohl er sich sicher ist, das Banner nicht berührt zu haben. Hat jemand Erde in seine Kehle gestopft? Der Geschmack nach Verwesung ist überwältigend. Gerwin versucht, sich zu übergeben, aber nicht einmal das ist ihm mehr möglich. Irgendetwas greift nach ihm, aber da geht er schon röchelnd zu Boden.
Als er wieder erwacht, herrscht lautes Geschrei im Kastell: „Lasst das verdammte Schwein! Schließt die Tore!“ Das Atmen ist für Gerwin noch immer eine übermenschliche Anstrengung, doch der faulige Gestank ist verschwunden.


Vor Galottas Kastell

Ossippa, der mutige Mann und ihr maraskanischer Gefangener haben sich mittlerweile einige Dutzend Schritt vom Kastell entfernt. Noch immer sind die Wangen der Phexgeweihten knallrot. Aufregung und Zorn waren nicht gespielt.
Im Kastell scheint etwas zu passieren. Ein lauter Schrei ertönt von einem der Türme: „Lasst das verdammte Schwein! Schließt die Tore!“
von Milamber83
16.08.2018 22:28
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In Galottas Kastell

Gerwin kann mehrere Besen erkennen, die mit Haken an der Wand aufgehängt sind. Daran könnte man das Banner sicher befestigen…
von Milamber83
10.08.2018 21:21
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In Galottas Kastell

Im Obergeschoss befindet sich ein T-förmiger Flur. Die meisten Türen stehen offen und geben den Blick in Schlafsäle frei. In grob gezimmerten Kisten am Fußende der Betten verstauen gerade einige Arbeiter ihre Habseligkeiten, bevor sie zum Essen gehen.
Am langen Ende des Flurs (wo keine Treppe hinab führt) steht eine Tür einen Spalt offen. Gerwin kann dort ein ganzes Arsenal an Besen und Putzgeräten ausmachen. Anscheinend werden diese jedoch nicht allzu häufig genutzt, sonst wäre das Gebäude sauberer…
von Milamber83
03.08.2018 21:25
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In Galottas Kastell

Gerwin hört hinter sich ein Gezeter am Tor. Der Streit scheint aus dem Ruder zu laufen und wird immer lauter. Schließlich kann der Ossippa ziemlich deutlich vernehmen: „Wie könnt ihr es wagen? Ihr seid daran schuld, wenn die nächste Proviantlieferung ausbleibt und eure Kameraden Schuhsohlen essen müssen. Seid euch sicher, Galotta persönlich wird davon erfahren!“
Als Gerwin einen vorsichtigen Blick wagt, sieht er Ossippa, die mit hochrotem Kopf abzieht und dabei den mutigen Mann und den maraskanischen Söldner hinter sich herzieht. Jetzt ist der Scharlatan wohl auf sich allein gestellt.

Auf dem Weg zu dem Steingebäude, kann er auch einen Blick durch das große Tor des hölzernen Baus werfen. Er besteht aus einem einzigen großen Raum, der Wagen und Werkzeuge beherbergt. Ebenfalls hölzerne Pfeiler stützen ein weiteres Geschoss, das über eine Treppe erreicht werden kann.

Als Gerwin durch eine breite Tür das Steingebäudes betritt, erblickt er dort ebenfalls einen einzigen großen Raum mit zahlreichen Bänken und Tischen. Durch eine Ausgabe am Ende des Raums wird Essen gereicht. Dort liegt wahrscheinlich die Küche. Neben der Durchreiche ist auch eine Tür, sie ist jedoch geschlossen. Zahlreiche Handwerker und Arbeiter sind am Essen.
In den Ecken befinden sich zwei Wendeltreppen, die in das obere Stockwerk führen.
von Milamber83
28.07.2018 23:20
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In Galottas Kastell

Im Innenhof findet Gerwin drei Gebäude: Ein steinernes Haupthaus mit Turm, der Galottas Banner trägt, ein kleineres Gebäude aus Stein und einen großen Holzschuppen.

Die zahlreichen Arbeiter bringen Tiere und Werkzeug in den großen Schuppen oder begeben sich in der Dämmerung zu dem kleineren der beiden Steingebäude. Das Haupthaus scheint den Wachen vorbehalten zu sein. Auf der Palisade patroulieren Soldaten und die Ecktürme sind mit großen, armbrustartigen Geschützen bestückt. Gegenüber dem Tor, durch das Gerwin die Festung betreten hat, befindet sich ein weiteres, das ebenfalls von zwei Mann bewacht wird.

In dem Tumult, scheint keiner Gerwin Aufmerksamkeit zu schenken. Oder zumindest kann er niemanden entdecken, der ihn beobachtet.
von Milamber83
23.07.2018 20:33
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Galottas Kastell

Als sei es das Natürlichste der Welt, nähern sich die Helden selbstsicher dem Kastell. Ein Stück vor Ihnen fährt ein Ochsenkarren von der Baustelle, beladen mit allerlei Werkzeugen und Baumaterial. Als die Handwerker am Tor ankommen, entflammt schnell ein heftiger Disput. Anscheinend ist man sich uneinig über die Befehle: Die Wachen möchten den Wagen nicht durchlassen, die Handwerker wollen ihn über Nacht im Kastell unterstellen. Unauffällig stellt sich der mutige Mann mit Djurdjin dazu, als ob sie zwei Hilfsarbeiter wären.

Gerwin späht vorsichtig hinter dem Gefährt hervor und wirkt unauffällig zwei Zauber. Dann schlendert er einfach an den Wachen vorbei. Das Banner hat er dabei wie ein Stück Baumaterial über die Schulter gelegt. Trotzdem achtet er peinlich darauf, dass das Tuch nicht verrutscht, um Hautkontakt zu vermeiden. Der Soldat, der ihm an nächsten steht, winkt Gerwin nur genervt weiter.

Ossippa schickt ein kurzes Stoßgebet zu Phex: „Listiger, lass mich die richtigen Worte finden, um die Feinde der Zwölf zu verwirren!“
von Milamber83
12.07.2018 21:47
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Am Unheiligtum

Ossippa legt den Kopf schief: „Es herrscht ziemlich viel Verkehr. Wahrscheinlich könnten wir uns dem Tor zunächst nähern, ohne viel Aufsehen zu erregen. Falls eure Magie nicht ausreicht, hilft mir der Listige vielleicht, die Wachen zu überreden…“
von Milamber83
02.07.2018 20:48
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Am Unheiligtum

Djurdjin ist sichtlich wenig begeistert von der Reiserichtung der Helden. Trotzdem lässt er sich zusammen mit den anderen drei übersetzen. Der weitere Weg querfeldein durch das verschneite Buschland ist beschwerlich, aber zum Glück nicht mehr weit.

Etwa eine Meile vom nördlichen Ufer entfernt erhebt sich der Stumpf eines riesigen Bauwerks aus dem Boden. Aus der Ferne gesehen scheint es, als könne man es nicht richtig fixieren. Immer wieder verschwimmen Teile vor den Augen der Helden. Sie erkennen eine große Anzahl von Zelten und Holzschuppen, die um die Baustelle herum errichtet wurden. Riesige Steinquader und Holzstapel liegen um und auf dem Bauplatz. Die für Baustellen typischen Hebebalken sind jedoch nicht auszumachen. Hinter einigen Büschen versteck erblicken die drei Gefährten und der maraskanische Söldner verschiedenste Dämonen, Untote und Golems, die neben etlichen Menschen an dem Bauwerk arbeiten. Weiterhin sehen sie einen Altarstein, auf dem ein lebloser, blutverschmierter Jüngling liegt.

Das Kastell daneben besteht aus einer hölzernen Palisade, vier Ecktürmen und Wehrgängen. Im Innern können die Helden die Dächer von zwei Steingebäuden ausmachen. Das Tor steht offen, wird aber von zwei Gardisten bewacht. Es ist bereits später Nachmittag und zahlreiche Waagen poltern von der Baustelle in das Innere des befestigten Geländes.
von Milamber83
19.06.2018 00:38
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Am Ufer der Tobimora

Aus der Kehle des Mannes ertönt ein Gurgeln, dass wohl als Lachen durchgehen soll: „Viele Händler wollen den Zoll nicht zahlen. Andere – ohne Waren – haben keinen Passierschein.“ Dabei gleiten die Glupschaugen vielsagend über die Helden. „Mich geht das nichts an, solange das Gold stimmt. Unseren Fisch kauft schon lange keiner mehr. Und von irgendetwas muss man ja leben.“ In diesem Moment treibt eine aufgedunsene Leiche den Fluss entlang. „Der Drache und der große Zauberer streiten um Land und Straßen, aber die Herrin der Tiefe ist die einzige Herrscherin über das Wasser.“ Dabei reckt der Mann sein Doppelkinn stolz empor, als ob er der persönliche Gesandte der Erzdämonin wäre.

Währenddessen stellt sich Djurdjin mit dem Rücken zum Ufer und flüstert zu Gerwin so leise, dass es der Mann im Boot unmöglich hören kann: „Lazzt misch Mann bringen zu Schwesterschen Tza. Wir nehmen Boot. Ich kenne Führer von grozes Boot an Küste. Unz bringen zu schöne Insel.“

Soweit es Gerwin von seiner Position beurteilen kann, scheint das Boot in erstaunlich gutem Zustand zu sein. Die Geschäfte des Fischers laufen anscheinend gut.
von Milamber83
14.06.2018 22:50
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Am Ufer der Tobimora

Korlosch und seine Gehilfen verabschieden die Helden mit einem fröhlichen Winken. Allerdings haben die drei Gefährten noch lange das Gefühl, dass der kalte Blick von Grundelstein auf ihnen ruht, als die Ochsenkarren bereits nur noch ein kleiner Punkt auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück ist.

Trotz des Schnees kommen die Helden gut voran und nach weniger als einer Stunde taucht ein großes Ruderboot auf der Tobimora auf. Der feiste Ruderer hat sichtlich Probleme, das Gefährt auf Kurs zu halten. Denn obwohl von dem Fluss ein abgestandener Gestank nach brackiger Verwesung ausgeht, führt er viel Wasser.
Wenige Schritt vom Ufer entfernt hält die glupschäugige Gestalt ohne sichtbaren Hals das Boot an: „Charyptoroth zum Gruße! Für 3 Goldstücke setze ich euch über, aber einer muss rudern helfen.
von Milamber83
11.06.2018 20:47
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Reichsstraße nach Eslamsbrück

// Ich greife mal den Vorschlag von Marty auf, da es keine Gegenstimmen gibt. Ich gebe aber Gelegenheit, nochmal einzugreifen.

Erschöpft nehmen die Helden das Angebot des Steinmetzes an und lassen die müden Füße von der Ladefläche baumeln. Zumindest bis zur Brücke wollen sie mitfahren. Die Ochsen laufen langsam, aber stetig und die Gesellschaft ist ausgelassen. Der Zwerg sowie seine Gehilfen sind froh, Warunk und seinen Alpträumen zu entfliehen. Es wird viel gescherzt und gelacht. Nur Grundelstein ist wortkarg und durchbohrt die Helden mit kalten Blicken.
Die Zeit vergeht schnell. Am frühen Nachmittag tauch plötzlich ein befestigtes Lager am Horizont auf: die Grenzfeste.
von Milamber83
26.05.2018 22:22
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Korlosch schüttelt so heftig den Kopf, dass ihm die Backen schlackern: „Das ist die einzige Brücke flussauf- und abwärts in vielen Meilen. Vielleicht habt ihr Glück und findet einen Fischer, der euch rüberbringt. Trauen sich die aber kaum mehr. Die neuen Herren sind nicht zimperlich, was Grenzverstöße angeht. Passt auf jeden Fall auf, dass euch nicht die Krakonier holen, har, har, har!"

Djurdjin betrachtet derweil sehr konzentriert seine Stiefel und macht keine Anstalten zu fliehen.
von Milamber83
25.05.2018 00:04
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Der Zwerg grüßt auch Gerwin freundlich. Bei dem Mann neben ihm muss es sich um Grundelstein handeln. Er trägt wie der Zwerg Hammer und Meißel im Gürtel. Allerdings lässt er im Gegensatz zu seinem Kollegen keine Gefühlsregung erkennen. Aus kalten blauen Augen starrt er die Helden an.
Als Gerwin seinen Blick schweifen lässt, kann er nun noch zwei weitere Arbeiter auf dem Kutschbock entdecken. Sie unterhalten sich mit der dritten Arbeiterin, die zu Fuß nebenher läuft.

Alle sind gut genährt und kräftig gebaut, allerdings trägt keiner Waffen, sieht man von den Meißel einmal ab.
von Milamber83
18.05.2018 22:54
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Der Zwerg ergreift „Nadjeschas“ Hand: „Korlosch Kaltstahl, Sohn des Xolgorim. Ich reise mit meinem Kollegen Grundelstein und unseren Hilfsarbeitern.“ Dann holt er ein Papier hervor und wedelt stolz vor den Augen der Helden damit herum: „Wir müssen wichtige Arbeiten am Pandämonium zu Eslamsbrück verrichten. Natürlich können wir euch nur bis zur Brücke von Eslamsbrück mitnehmen. Der Passierschein gilt nur für uns. Am Pandämonium selbst, wird man ohne die richtigen Papiere ohnehin gleich geopfert. Har, har, har.“

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von Milamber83
11.05.2018 21:05
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück
Als der Zwerg Ossippa und den mutigen Mann erblickt, winkt er die beiden näher heran: „Rhazzazor zum Gruße! Wollt ihr ein Stück mitfahren? Wir sind auf dem Weg zum Unheiligtum von Eslamsbrück. Allein zu reisen, ist nicht sicher.“ Grinsend spricht der Zwerg weiter: „Zwar kann man auch nicht allen Lebenden trauen, aber zumindest sehr ihr nicht aus, wie die toten Alriks.“
von Milamber83
08.05.2018 23:00
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Die Gruppe scheint frohen Mutes zu sein.
Immer wieder trägt der Wind Wortfetzen zu Ossippa und dem mutigen Mann herüber:
„… Arbeit am Unheiligtum bei Eslamsbrück…“
„… den alten Alrik in der Taverne…“
„… keine Alpträume mehr…“
„Platten … Galottas Kastell…“
von Milamber83
07.05.2018 19:57
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Zurück auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Als Ossippa sich dem Ochsenkarren nähert, erkennt sie zwei Personen, einen Mann und einen Zwerg, die hinten auf der Ladefläche hocken. Eine Frau geht, ihren Blick zum Kutschbock gewandt, gestikulierend neben dem Wagen her und unterhält sich offenbar mit dem Wagenlenker. Ossippa kann nicht erkennen, was dort so schwer von Tieren gezogen wird. Einzig die Aufschrift auf der Plane, "Steinmetz Grundelstein", mag verraten, was sich im Innern verbergen könnte.
von Milamber83
04.05.2018 19:59
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

//gelöscht
von Milamber83
04.05.2018 19:57
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Scheune auf dem Weg nach Eslamsbrück

Ossippa beobachtet einige Momente den von Ochsen gezogenen Planwagen. Ohne Reitereskorte: somit wahrscheinlich eher keine Soldaten und zumindest keine unmittelbare Gefahr. Für Händler ist das Tempo zu gemächlich. Vielleicht Handwerker, die nach Arbeit- und Anreisetagen gezahlt werden?

Die traditionsbewussten Handwerker Warunks sind mit den neuen Herren sicher nicht sehr zufrieden, auf der anderen Seite sind diese die einzigen Auftragsgeber…
von Milamber83
24.04.2018 16:32
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Scheune auf dem Weg nach Eslamsbrück

Ossippa
blickt auf eine schmutzig graue Schneelandschaft. Ein besonders ebenes Stück markiert den Verlauf der Reichsstraße. Am wolkenbedekten Himmel sind keine Verfolger zu sehen. Nur kurz taucht am Horizont ein schwarzer Punkt auf, aber vielleicht war es auch nur ein einsamer Mäusebussard, auf der Such nach Beute, die das Land noch nicht selbst verschlungen hat. Wer mag das auf diese Entfernung schon zu sagen?
Auch auf der Straße sind keine feindlichen Soldaten zu entdecken. Nur ein Ochsenkarren rumpelt in einiger Entfernung in Richtung Eslamsbrück die Straße entlang. Allerdings kann das feindliche Heer nicht mehr weit sein. Durch die beschwerliche Flucht querfeldein haben die Helden Zeit verloren.
Bis zum Abend wäre es theoretisch möglich Galottas Kastell bei Eslamsbrück zu erreichen, wo die Helden nach dem Plan der KGIA das Banner entrollen sollen. Bei dieser Witterung und der Erschöpfung der Gefährten könnte es jedoch länger dauern.

Der mutige Mann
findet zahlreiche alte Narben und neue Verletzungen an seinem Körper. Nach dem Kampf scheinen jedoch keine neuen hinzugekommen zu sein. Trotzdem fühlt er sich schlechter als vor der Pause.

Gerwin
bewacht zunäht den Gefangenen, um bei dem kleinsten Zeichen von Widerstand (Notfalls mit seiner Kristallkugel) eingriffen zu können.
von Milamber83
19.04.2018 22:49
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Scheune auf dem Weg nach Eslamsbrück

Die Helden und ihr neuer maraskanischer Freund laufen um ihr Leben. Noch einige Male taucht der geflügelte Schatten am Nachthimmel der Warunkei auf, zieht aber immer wieder vorbei. Erst als die Dunkelheit abnimmt und den Gefährten bewusst wird, dass der fahle Morgen in diesem unwirtlichen Land graut, suchen sie Unterschlupf in einer verlassenen Scheune, die am Wegesrand nach Eslamsbrück liegt.
Obwohl allen die Gefahr bewusst ist, fallen sie in eine kurzen unruhigen Schlaf. Jeder hat den gleichen Traum:

Du sitzt in einem riesigen Becken, nein, es ist kein Becken, es ist ein gigantischer Drachenschädel, der bis unter den Rand mit körperwarmem Blut gefüllt ist. Du fühlst dich gut und merkst, wie das Bad dich kräftigt und dir reinste Lebensenergie zuführt. Wohlige Wärme hüllt dich ein, und der eiserne Geruch des Blutes lässt dich an weit zurückliegende Zeiten denken — gute Zeiten. Deine Augenlider werden immer schwerer, denn die Wärme des Bades ist reinste Geborgenheit.
Doch jäh wirst du aus deinem Schlummer gerissen, denn aus den Lachen des übergeschwappten Blutes wachsen riesige Kristalle empor und umwinden deine Gliedmaßen. Die scharfen Kanten ritzen dich und niederhöllische Kälte fährt in deinen Körper. Du windest dich, versuchst, die Fesseln zu zerreißen, doch sie geben dich nicht frei. Das Blut, welches eben noch so wohlige Wärme verbreitete, wird immer heißer und beginnt zu kochen. Du leidest höllische Schmerzen. Die kalten Fesseln. Das kochende Blut. Ein roter Nebel steigt empor und sammelt sich unter der Decke deines Gemachs. Immer heißer scheint das Blut zu kochen. Hautfetzen schwimmen obenauf— ja, es ist deine Haut!
Die blutigen Nebel bilden einen Strudel, immer schneller dreht er sich und zerrt an dir bis er dich aus dem Bad hebt. Die Fesseln reißen und der Rest deines Daseins wird hineingesogen. In weiter Ferne erkennst du eine gigantische Feste aus reinster Nacht, in deren Mitte eine Mühle steht. Abertausende Blutstropfen, in denen du die Gesichter deiner Opfer erkennst, begleiten dich — sie lachen.


// Die Helden erwachen gleichzeitig. Keine Regenerationsphasen. Alle -3 LE
von Milamber83
17.04.2018 20:05
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In der Nähe der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Plötzlich reißt die Wolkendecken auf und das Madamal erhellt eine sicher zehn Schritt messende Schlange, die vielleicht zwanzig Schritt über den Helden schwebt. Getragen wird der Körper von grotesken Fledermausflügeln, die eigentlich niemals genug Auftrieb für den Leib bieten können. Auf dem Rücken trägt der Dämon eine Gestalt in schwarzer Kutte, die sich suchend hinunterbeugt.
Das Gebüsch ist nun nur noch ein unzureichenden Sichtschutz, aber die Winterlandschaft bietet insgesamt kaum Deckung. Zudem reflektiert der Schnee das spärliche Licht des Madamals.
Im letzten Moment löst Gerwin den Zauber aus. Der Dämon scheint die Magie allerdings zu durchschauen. Das Biest kreist noch einige schreckliche Momente über den Helden, dann ruft der Reiter jedoch etwas in einer eigentümlichen Sprache. Die Worte erscheinen verdreht und grotesk. Sie zeigen aber Wirkung. Mit einem widerwilligen Zischen dreht das Flugmonster nach Norden ab.
Allerdings kommen nun Stimmen vom Heerzug näher.
von Milamber83
13.04.2018 21:15
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Der Luftzug wird immer stärker. Der Schatten bleibt über den Helden.
von Milamber83
11.04.2018 23:16
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In der Nähe der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Der Maraskaner deutet auf sich und sagt „Djurdjin“. Dann schüttelt er die ihm von Ossippa dargebotene Hand.
Nachdem ihn die Norbardin in seiner Muttersprache angesprochen hat, scheint er sich etwas zu beruhigen. Anscheinend versteht er auch einige Brocken Garehti. Zumindest antwortet er dem mutigen Mann: „Vielleischt erz in näschten Leben. Auf Schlange reizen Mann. Mann häzlisch. Aber weniger!“ Dann erhellt sich der Blick des Spähers: „Wir vier. Gut!“ Sogleich kauert sich der Gefesselte wieder auf den Boden, als der Schatten erneut das Madamal verdunkelt. Vor dem inneren Auge der Helden zeichnet sich die Silhouette einer riesigen geflügelten Schlange ab – in der Dunkelheit sind jedoch nur vage Umrisse zu erkennen. Auf jeden Fall schwebt etwas Großes über der Position der Helden und ein deutlicher Luftzug ist zu spüren.
von Milamber83
10.04.2018 19:59
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In der Nähe der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Plötzlich beginnt auch Ossippa in dem grauenhaften Kauderwelsch zu dem Gefangenen zu sprechen.
von Milamber83
06.04.2018 11:34
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

In der Nähe der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Der Mann schaut erst verwirrt zu Ossippa, dann scheint er zu verstehen und schüttelt energisch den Kopf. Da verdunkelt ein Schatten den spärlichen Schein des Madamals. Die Helden haben das Gefühl, dass etwas unglaublich großes über sie hinwegzieht, dann sind die Gesichtszüge des Gefangenen wieder im spärlichen Mondschein zu erkennen. Unter den Knebel schauen Bartzöpfe hervor, die mit dem Haupthaar verflochten sind. Angsterfüllt streckt der Mann ohne viel Nachzudenken fünf Finger aus.
Er wirft sich gegen seine Fesseln, zieht dabei aber die Knoten nur fester. Lediglich der Knebel verrutscht. Heraus kommt jedoch kein Warnruf, sondern nur ängstliches Flüstern. Seine Sprache besteht aus einem schrecklichen Kauderwelsch, das sich nach einer Mischung aus Tulamidya und Garethi anhört. Nur ein einziges Wort können die Helden verstehen. Es wiederholt sich immer wieder: „Häzlisch… Häzlisch!“
von Milamber83
03.04.2018 23:04
Forum: Abenteuer Archiv
Thema: Kreise der Verdammnis (DSA 5)
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Kreise der Verdammnis (DSA 5)

Auf der Reichsstraße nach Eslamsbrück

Die Durchsuchung fördert weder Beute noch Informationen zu Tage. Neben Pfeil und Bogen trägt der Späher nur seine Kleidung. Er muss sein Gepäck im Tross abgelegt haben. Seine Hautfarbe lässt auf eine südländische Abstammung schließen.
Nach dem Feuerschweif am Himmel dringen Stimmen und weniger menschliche Laute vom feindlichen Lager herüber. Etwas kommt.