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von Eadee
24.09.2018 23:28
Forum: Allgemeine Diskussion
Thema: Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln
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Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln

Wolfio hat geschrieben:
24.09.2018 23:20
Auch ohne Argumentationskette
kann ich doch an Hand der Probe entscheiden, ob gelungen oder nicht.
Nein. Wenn der Spieler alle einfachen Argumentationsansätze ablehnt dann ist die Probe eben schwerer. Das ist wie der Jagdmeister der sich weigert in seinen Praiostagsstiefeln über den feuchten Erdboden zu schleichen, weil er später beim Empfang des Staatsgastes seinen Herrn nicht mit dreckigen Stiefeln blamieren will und deswegen lieber auf dem gepflasterten Weg schleicht. Eine Probe ist eben schwerer wenn es Gründe gibt wegen derer man nicht den leichtesten Weg nehmen will. Und nachdem ein Spielleiter selten gedankenlesen kann sollte ein Spieler schlicht klar kommunizieren was er tun will. Da ist nichts unfaires dran.

(Außerdem: wer verdeckt würfelt frisst auch kleine Kinder :P )
von Eadee
24.09.2018 23:12
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Thema: Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln
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Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln

Wolfio hat geschrieben:
24.09.2018 23:03
Zumal es im Notfall eh eine Vergleichsprobe sind. Und seit wann muss ich bitte als Meister offen würfeln?
Das muss nicht jeder Meister, in unseren Runden ist es aber üblich. Denn wenn der Ausgang der Probe feststeht braucht man nicht würfeln, auch nicht verdeckt, ich verarsche meine Spieler nicht. Deswegen werden Schwierigkeiten auch im Voraus angesagt, oder notfalls verdeckt notiert (zB wenn es um Giftstufen für einen Klarum Purum geht). Meine Spieler würden mir zwar auch glauben wenn ich es nicht notiere... aber ich finde das einfach den richtigen Weg.
Wolfio hat geschrieben:
24.09.2018 23:03
Die junge Dame hat gegen die Überreden eine Menschenkenntnis und die ist bei einer Leibdienerin eben recht hoch.
Und am Ende setzt du deren Wert also auf einem beliebigen Wert fest der dir gerade passt? Bei vergleichenden Proben sage ich als Meister idR das Ergebnis des NSCs zuerst an (oder notiere es verdeckt) bevor der Spieler seine Probe würfelt.

In all meinen Jahren ist mir noch kein Spieler untergekommen der sich von mir unfair behandelt gefühlt hat. Und das obwohl ich von den Spielern abverlange mir zu sagen wie sie soziale Interaktionen angehen wollen... auch wenn ihr Held mehr Socializer ist als sie selbst.

Ich empfinde die Ansage dass man einfach verdeckt würfelt oder im nachhinein einfach beschließt wie gut die Menschenkenntnis eines NSCs ist damit es einem in den Kram passt weitaus schlimmer als das der Spieler einfach mal klar definieren soll WAS er für Argumente verwenden will.
von Eadee
24.09.2018 22:52
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Thema: Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln
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Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln

S: "Ich möchte das Mädchen Überreden uns zu verraten wer ihr Herr ist."
M: "Gut, würfle Überreden."
S: "Alle 10 Punkte übrig!"
M: "Gut, nachdem du ihr klar machst, dass sie vergiftet wurde und das Gegengift bei ihrem Herrn liegt..."
S: "Nein! Das mit dem Gift wollte ich auf keinen Fall erwähnen, ich will sie doch nicht traumatisieren!"
M: "Gut... du nutzt also dein gutes Aussehen und deinen Stand um sie davon zu überzeugen, dass du sie ehelichen willst, aber ihren Herrn um Erlaubnis fragen musst bzw sie freikaufen musst. Sie sagt dir also..."
S: "Spinnst du? Dann halten mich doch alle für Pädophil!"
M: "Na gut... bedrohen willst du sie vermutlich auch nicht, um sie nicht zu traumatisieren, du hast nicht die Zeit um sie Stundenlang heimlich auszuhorchen weil das Gift sie sonst umbringt... Du versuchst sie also mit Geld zu bestechen... was... um 12 Punkte erschwert ist, weil sie bei ihrem Herrn schon Zeit ihres Lebens wohnt, immer gut von ihm behandelt wurde und du für sie zwar ein gutaussehender Mann von Stand bist, aber immernoch ein Fremder... Hättest du denn deine Eigenschaften bei deinem Wurf vorhin um 2 Punkte unterboten gehabt?"
S: "Das weiß ich doch jetzt nicht mehr! Die Erschwernis hättest du vorher ansagen müssen!"
M: "Dann hättest du vielleicht vorher ansagen müssen WIE du sie Überreden willst!"
von Eadee
24.09.2018 16:58
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Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln

Ich rede meinen Spielern doch auch nicht rein wenn sie einen Gezielten Stich gegen einen ungerüsteten machen obwohl sie mit einem gleich erschwerten Wuchtschlag mehr Schaden anrichten würden.

Die Entscheidungen muss immernoch der Spieler treffen und wenn er sich unsicher ist kann er ja nachfragen. Ich verwehre niemandem eine Menschenkenntnisprobe wenn er wissen will ob sein Gegenüber Argument XYZ empfänglich sein sollte oder nicht.
von Eadee
24.09.2018 16:34
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Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln

Wolfio hat geschrieben:
24.09.2018 15:36
Das finde ich aber sehr sehr sehr unfair. Warum darf Jonas, weil er einfach im RL genial im Überreden ist, den Händler runterhandeln, obwohl sein Krieger
Überreden auf 2 hat

während Paul, der eher etwas ruhiger ist, aber extra Überreden auf 15 gesteigert hat, würfeln muss?
Keine Ahnung, das ist nämlich nicht das was ich geschrieben habe.
Ich lasse die Spieler erst ausspielen um zu sehen was sie überhaupt sagen. Dann bekommen sie eine Probe deren Schwierigkeit davon abhängt WAS sie sagen, nicht eine die abhängt davon WIE sie es sagen.

D.h. der Spieler will einen Kämpfer um Beistand in einem bevorstehenden Kampf bitten. Ich lasse ihn seine Bitte ausspielen. Höre ich dass er demjenigen Geld bietet ist die Probe leichter, erwähnt er gegenüber dem Andergaster Söldner dass es gegen Nostria geht erleichtere ich die Probe (egal wie eloquent oder stumpf vom Spieler vorgetragen). Erwähnt er dass zuvor ein stundenlanger Marsch durch den Sumpf bevorsteht erschwere ich die Probe (wieder, unabhängig davon ob das eloquent vorgetragen wird).
Erwähnt er gegenüber dem Rondra Geweihtem, dass es darum geht Dämonen zu bekämpfen, muss er gar keine Probe würfeln (wieder vollkommen unabhängig davon wie überzeugend der Spieler klingt).

Im Kampf muss der Spieler doch auch ansagen ob er einen Wuchtschlag, eine Finte oder einen Gezielten Stich machen will und ich lasse ihn erst dann würfeln und nicht man würfelt erst und guckt dann welche Manöver sein Held mit diesem Wurf geschafft hätte weil der Held ja mehr vom Kampf versteht als der Spieler...
von Eadee
14.09.2018 21:01
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Thema: Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln
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Gesellschaftsproben: Argumentieren vs. Würfeln

Ich lasse die Spieler erst die Verhandlung ausspielen, damit klar ist welche Argumente/Fakten/Behauptungen sie einbringen und welche sie bewusst auslassen. Je nachdem wie wichtig diese Fakten/Behauptungen/Argumente dem NSC erscheinen (ganz unabhängig davon wie der Spieler sie vorgetragen hat) lege ich dann die Erschwernis/Erleichterung der Überreden-Probe fest.

Manchmal ist auch gar keine Probe mehr nötig wenn die Argumente so schlagend sind, dass die Art wie sie vorgebracht werden egal ist.

Wie viel welches Argument wiegt hängt dabei vor allem vom Charakter und Hintergrund des NSCs ab und ist daher nicht bei jedem gleich.