Die Suche ergab 41 Treffer

von crYshell
21.10.2018 17:24
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Curthan Mercatio hat geschrieben:
21.10.2018 15:04
Dann würde das Metagaming aber auch sagen: Kümmern wir uns nicht um den Verwundeten, denn in zwei Stunden sind wir beim nächsten Tempel... Ich bin mir nicht sicher, ob das besser ist.
Wenn du dir nicht sicher bist, übernehme ich gerne das Zünglein an der Waage, denn ich bin mir sicher ;)

Spaß beiseite: auch im realen Leben würde ich als Laie niemals an jemandem mit einer ernsten Verletzung herumdoktern, wenn ich die Gelegenheit hätte, zu einem Arzt zu gehen. Habe ich letztere Möglichkeit nicht (LOST auf einer einsamen Insel), dann würde ich gegebenenfalls versuchen, etwas mit meinen beschränkten Mitteln zu erreichen. Insofern sehe ich keinen Grund, nicht eine entsprechende Beschränkung oder negative Auswirkung einer fehlgeschlagenen Probe zu implementieren.

So oder so glaube ich, dass hier eine Diskrepanz zwischen der Vision der Regelautoren und dem geschriebenen Wort besteht. Eine Lücke, die man leicht stopfen könnte wenn man es wollte. Selbst falls für euch keine der genannten Alternativen in Frage kommt, könnte man, wie gesagt, zumindest den Hinweis auf die Gruppenprobe anbringen. Es so zu belassen, wie es geschrieben steht, erscheint mir als unnötiges Konfliktpotential. Schließlich hake ich nur deshalb nach, weil es bereits in meiner Runde Diskussionen dazu gab.
von crYshell
21.10.2018 11:06
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Aeolitus hat geschrieben:
21.10.2018 10:33
Ja, das ist immer so eine Sache, wenn die Spieler anfangen auf diese Art zu metagamen... Ich würde Heilkunde vermutlich einfach als Gruppenprobe deklarieren, aus genau dem Grund, oder Verbrauchsmaterialien und Zeit limitieren. Es soll ja aber auch durchaus weiterhin möglich sein, den Kranken zu einer Perainegeweihten oder so zu schleppen, wenn man selbst nicht damit klarkommt, also die Hilfe eines Kompetenteren in Anspruch zu nehmen.
Wenn dieses Metagaming nicht gewollt ist, würde ich es an dieser Stelle unterbinden. Mir ist bewusst, dass Ilaris nicht primär darauf ausgelegt ist, sämtliches Abusing zu verhindern. Aber hier lädt das Regelwerk ja fast schon dazu ein. Und schließlich ist das kein unwichtiges Thema, es geht (vielleicht) um Leben und Tod. :)

Eine Möglichkeit wäre, das Wort "erfolgreichen" schlicht wegzulassen. Bei nur einer zugelassenen profanen Probe pro SC/Tag hätte eine misslungene Probe eben eine deutliche Konsequenz: auch der profane Superheiler kann dann an diesem Tag nichts mehr ausrichten, weil einfach schon herumgepfuscht wurde. Der erwähnte Perainegeweihte wiederum kann ja immer noch einen Segen wirken. Alternativ könnte man eine negative Auswirkung einer fehlgeschlagenen Probe implementieren. Beispielsweise eine weitere Einschränkung, so dass weitere Proben (ab der dritten Einschränkung) automatisch schwerer werden. Der profane Superheiler könnte dann immer noch etwas bewirken, aber die SCs überlegen sich gründlicher, ob sie als Laien wirklich Hand anlegen wollen, anstatt einfach mal durchzuprobieren (weil ja nichts Schlimmes passieren kann). Sollte beides nicht gewünscht sein, würde ich zumindest den Hinweis auf die Gruppenprobe einbringen.
von crYshell
21.10.2018 09:25
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Darauf folgen heilungsfördernde Maßnahmen, wodurch der Patient sofort eine Wunde regeneriert. Eine solche Probe kannst du für einen Patienten nur einmal am Tag versuchen und ein Patient kann nur von einer erfolgreichen Behandlung pro Tag profitieren
Ist das Wort "erfolgreich" hier ganz bewusst gewählt worden? Denn wenn ich nicht etwas übersehen habe, gibt es bei einem Fehlschlag keine negativen Folgen. Also könnte und würde dann solange reihum jeder Spieler probieren, bis es mal klappt. Ohne das Wort "erfolgreich" wäre grundsätzlich nur ein Versuch pro Tag möglich, was impliziert, dass nur ein Spieler (vermutlich der mit dem besten Wert) die Probe versucht. Das würde meiner Meinung nach eher zum Ilaris-Konzept passen (analog zu Gruppenproben: "Gelingt es dem muskelbepackten Ferkina nicht, die Tür aufzubrechen, hat der schmächtige Magier erst recht keine Chance).
von crYshell
10.10.2018 06:34
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Aeolitus hat geschrieben:
09.10.2018 19:13
[...] ist ein niedriger DG zu deinem Vorteil - sollte aber nicht auf Basis dessen beschlossen werden, sondern aus der Situation (Notfalls als SL gegenhalten).
Natürlich sollte die Wahl des Detailgrads situationsbedingt entschieden werden. Sowohl als SL als auch als Spieler würde ich DG 4 in beschriebenen Fällen jederzeit vorziehen, ist ja viel spannender. Deswegen ist diese Frage auch eher akademischer Natur. Der Nandus in mir interessiert sich dennoch brennend für die Wahrscheinlichkeiten dahinter. Die Antwort auf a) konnte ich noch aus meinem mathematischen Ärmel schütteln, für b) und c) müsste ich mir Zeit nehmen. Daher zielte meine Frage vor allem darauf ab, ob von euch schon mal jemand sowas gerechnet hat. Da dies offensichtlich nicht der Fall ist, werde ich bei Gelegenheit mal selber tüfteln - spätestens dann, wenn das Gefühl der Unkenntnis überhand nimmt und ich im Begriff bin, dem Wahnsin anheim zu fallen :)
von crYshell
08.10.2018 10:30
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Themenkomplex Handwerk und Detailgrad.

(1) Sagt ein Spieler eine hohe Qualität an, dann gilt das für alle Proben. Er muss also für die Ansitzjagd bei einem Detailgrad von 4 sowohl Überleben als auch Pirschen und Fernkampf mit der entsprechenden Erschwernis ausführen. Korrekt?

(2) Wenn der Spielleiter bei einem Detailgrad von 4 insgesamt drei unterschiedliche Talente fordert, wird ergo eines dieser Talente doppelt geprobt. Kann der Spieler dieses Talent selbst wählen oder gibt das eher der Spielleiter situationsbedingt vor?

(3) Zusammenarbeit wird für jede Einzelprobe isoliert betrachtet. Ein Helfer könnte also beispielsweise bei Überleben hilfreiche Tipps geben, während er beim Fernkampf oder Pirschen nichts beizutragen hat. Korrekt?

(4) Der Einsatz eines Mirakels ist per Defintion nur für kurze Handlungen (maximal wenige Minuten) einsetzbar. Eine Pirschjagd im ewigen Eis ist mit 4 Stunden angegeben. Bei einem Detailgrad von 4 dauert jede Teilprobe also eine Stunde. Nimmt man das Regelwerk wörtlich, ist ein Mirakel dafür nicht einsetzbar. Das ist aber bestimmt nicht in Stein gemeißelt, sondern eher als Richtschnur zu sehen, oder? Bei der besagten Pirschjagd würde ich etwa argumentieren, dass die Suche und das Anschleichen den größten Teil der Zeit beansprucht und der finale Schuss auch mit einem Mirakel gesegnet sein darf.

(5) Das war die Pflicht. Jetzt kommt die Kür mit einer Spezialfrage für Regelfüchse ;) Ein Schmied möchte ein besonders gutes Messer herstellen. Um die angesagte hohe Qualität zu erreichen, möchte der Spieler einen Schicksalspunkt einsetzen, um bei passender Eigenheit fünf Würfel einsetzen zu können. Ich gehe davon aus, dass sich der Einsatz des Schicksalspunkts nur auf eine Teilprobe bezieht. Spontant fühlt sich der höhere Detailgrad zunächst als Nachteil an, so dass ich als Spieler, der einen Schicksalspunkt einsetzen möchte, lieber einen Detailgrad von 1 wünschen würde. Auf der anderen Seite aber könnte ich bei einem Detailgrad von 4 erstmal abwarten, wie die ersten Proben ohne Einsatz eines Schicksalspunkts laufen um dann im Verlauf spontan zu entscheiden, ob ich einen Schicksalspunkt einsetze. Das muss ich ja erst dann machen, sobald zwei Fehlschläge dabei waren und könnte mir andernfalls den Schicksalspunkt sparen. Ich habe das jetzt nicht durchgerechnet, ist vielleicht auch nicht ganz trivial. Interessieren würde es mich aber schon, daher meine Frage: hat das von euch schon mal jemand an Beispielen durchgerechnet? Etwa bei einem Probenwert von 16 und einer Schwierigkeit von 28: a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit schaffe ich die Probe bei einem Detailgrad von 1 und dem Einsatz von 5 Würfeln? (74%) b) Wie häufig schaffe ich die Probe bei einem Detailgrad von 4 ohne den Einsatz von Schicksalspunkten? c) Wie häufig schaffe ich die Probe bei einem Detailgrad von 4, wenn ich nach zwei Fehlschlägen einen Schicksalspunkt einsetze und 5 Würfel einsetze?
von crYshell
28.09.2018 12:57
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Wir drehen uns im Kreis. Wie gesagt, ich differenziere zwischen Regeln und Würfeln auf der einen Seite und der erzählerischen Umsetzung auf der anderen. Vielleicht ein paar Beispiele, um das ganz deutlich zu machen (davon ausgehend, dass der Angreifer den Vorteil Aufmerksam hat):

Fall a): AT gegen VT misslingt. Interpretation: "Dein Gegner weicht deinem Hieb geschickt aus".

Fall b): AT gegen VT ohne Manöver gelingt und du verursachst 2 Wunden. Interpretation: "Dein Gegner hat versucht, deinem Hieb auszweichen, aber du warst schneller, rammst ihm dein Schwert in seinen Bauch und verursachst eine hässliche Wunde".

Fall c): AT gegen VT mit Manöver gelingt und du verursachst zwei Wunden, Passierschlag gegen VT gelingt und verursacht eine zusätzliche Wunde. Interpretation: "Du hast den Versuch deines Gegner, deinem Hieb auszuweichen, vorausgeahnt und schaffst es nicht nur, ihm dein Schwert in den Bauch zu rammen, sondern nutzt beim Herausziehen des Schwertes seine zurücktaumelnde Bewegung geschickt aus und schlitzt den Bauch ein Stück weiter auf." Oder aber: "Dein Gegner hat versucht, deinem Hieb auszweichen, aber du warst schneller und rammst ihm dein Schwert in seinen Bauch. Nach dem du das Schwert herausgezogen hast, legst du sofort nach und erwischt deinen Gegner beim Zurücktaumeln mit einem zweiten Treffer.".

Fall d): AT gegen VT mit Manöver gelingt und du verursachst zwei Wunden, Passierschlag gegen VT gelingt, verursacht aber keine Wunde. Interpretation wie b).

Fall e): AT gegen VT mit Manöver gelingt und du verursachst zwei Wunden, Passierschlag gegen VT misslingt. Interpretation wie b).

In der ersten Version von c) interpretiere ich den Passierschlag etwas freier als zusätzliches Aufschlitzen der Wunde, in der zweiten nehme ich den Passierschlag als zweiten Treffer wörtlicher. Im Falld d) und e) passiert regeltechnisch im Ergebnis nichts anderes als bei b), deswegen würde ich das in der Erzählung vielleicht schlicht ignorieren. Wenn man das nicht möchte, kann man natürlich auch diese erfolglose Versuche, mit dem Passierschlag weiteren Schaden anzurichten, beschreiben.

Mein vorheriger Vorschlag "[...] beispielsweise drückst du dein Schwert entgegen der Ausweichbewegung deines Gegners noch tiefer in die Wunde" implizierte bereits den gelungenen Passierschlag. Ich glaube du musst einfach nur versuchen, die Regeln und das Würfeln von der Interpretation zu lösen, dann stellt das Schwert im Bauch keinen Widerspruch mehr zu dem (regeltechnischen) Passierschlag dar.
von crYshell
28.09.2018 06:43
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Deine aufwändige Erklärung wiederholt nur, was du bereits geschrieben hast. Ich denke, du haftest zu sehr an deinem Beispiel, bei dem dein Schwert in dem Bauch steckt. Ab dieser Stelle fehlt dir dann die Vorstellungskraft, wie man gleichzeitig noch mal einen Schlag ausführen kann. Der Punkt dabei ist: im Ilaris-System wird nirgendwo definiert, dass nach einem erfolgreichen Treffer die Waffe im Körper des Gegners steckt. Das hast du dir überlegt. Und genau so funktioniert es in einem abstrahierten Regelsystem: Das eine sind die Regeln, das andere, wie du es erzählerisch im Spieltisch umsetzt (man muss ja nicht mal zwingend einen regeltechnischen Angriff plus Verteidung als genau einen Hieb und genau eine Abwehraktion darstellen, sondern kann das ebenso erzählerisch als Schlagabtausch abhandeln). Ich würde ganz einfach zuerst die Regeln innerhalb einer Initiativephase abhandeln und danach das Ergebnis erzählerischt verwursteln. Du steckst in deinem Beispiel quasi erzählerisch in der Mitte der Initativephase und kommst dann ins Straucheln, weil der Passierschlag nicht mehr so recht zu dem im Bauch feststeckenden Schwert passt (verlangst du eine KK-Probe, um es wieder rauszuziehen? Kleiner Scherz ;)). Eine mögliche Interpretation, die auf deinem Beispiel aufbaut, hatte ich ja geliefert: "[...] beispielsweise drückst du dein Schwert entgegen der Ausweichbewegung deines Gegners noch tiefer in die Wunde.". Ist diese Interpretation für dich nicht akzeptabel? Insofern habe ich persönlich mit den Regeln keine Probleme, weil ich den Passierschlag an dieser Stelle als abstraktes Regelkonstrukt sehe, das man einfach nur passend interpretieren muss. Und als solches macht dieses Regelkonstrukt einen guten Job, finde ich. Über die Aufmerksamkeit profitiere ich von einem Fehler des Gegners und hole damit noch mehr aus meinem erfolgreichen Angriff heraus.
von crYshell
27.09.2018 22:29
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Ich verstehe dein Problem noch nicht so ganz. Ein Kämpfer, der sich durch eine überdurchschnittliche Intuition auszeichnet, seine Gegner durchschaut und entsprechend antizipiert, wird doch in Kampf erfolgreicher sein als ein Kämpfer mit ansonsten gleichen Qualitäten, der diese Aufmerksamkeit nicht hat. Genau das drückt dieser Vorteil gut aus, finde ich. Und ich sehe es auch diesem Beispiel so: ich treffe nicht wegen meiner Aufmerksamkeit, sondern weil mein Angriff besser war als die Verteidigung. Ansonsten gäbe es ohne Aufmerksamkeit keine Treffer. Aber durch die Aufmerksamkeit setze ich dem Gegner noch mehr zu.
von crYshell
27.09.2018 21:43
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

So verstehe ich es auch, ja. Deswegen ist Aufmerksamkeit ein Vorteil ;) Du antizipierst den Ausweichversuch deines Gegners und kannst darauf reagieren, regeltechnisch mittels eines Passierschlags. Im Erfolgsfall (der Passierschlag könnte ja verteidigt werden) kann man es erzählerisch passend einfließen lassen, beispielsweise drückst du dein Schwert entgegen der Ausweichbewegung deines Gegners noch tiefer in die Wunde.
von crYshell
27.09.2018 10:31
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

(2) Mir geht es regeltechnisch um den kausalen Zusammenhang zwischen Status und Einkommen und der vorgesehenen Verwendung. Ich sehe zwei unterschiedliche Interpretationen der Ilaris-Regeln: (a) Das Einkommen deckt sich mit den Lebenserhaltungskosten. Am Spieltisch dient es denjenigen Gruppen, die eine kreuzergenaue Buchhaltung scheuen, den entsprechenden Lebensstil auf Reisen beizubehalten und damit pauschal abzuhandeln. (b) Das Einkommen kann auch höher als der Status gewählt werden und damit einen Überschuss darstellen, den der Charakter im Spiel frei verwenden kann.

Ich halte die Loslösung von Status und Einkommen (beides unabhängig voneinander wählbar) für etwas unglücklich, wenn gleichzeitig die Argumentation auf dem Tisch liegt, dass das Einkommen primär nur die Lebenserhaltungskosten deckt. Das Hummer-Argument unterstellt ja, dass der reiche Charakter sein ganzes Einkommen verfuttert, so dass er kein Geld übrig hat für den Kauf von Ausrüstung, zum Bestechen der Wachen usw.. Wenn (a) eure Intention ist, dann ist die Höhe der Lebenserhaltungskosten eigentlich irrelevant. Transparenter wäre es, wenn man sich passend zum Status einen entsprechenden Vorteil wählt oder sogar den Status als Vorteil definiert.

Ist es hingegen eure Intention, dass man mit dem Vorteil Einkommen tatsächlich mehr von der Ressource Geld zur freien Verfügung hat, dann wäre es vielleicht besser, das Einkommen als ein Zusatzeinkommen (quasi als Taschengeld) zu definieren, das man über die Lebenserhaltungskosten hinaus zur Verfügung hat. Ansonsten besteht die paradoxe Situation: Je höher der Status, desto niedriger der mögliche Überschuss aus dem Einkommen abzüglich Lebenserhaltungskosten. Deswegen als Optimierungsvorschlag: "Deine Familie, Organisation oder ein persönlicher Mäzen stellt dir ein monatliches Einkommen zur Verfügung, das zum Bestreiten deiner Lebenshaltungskosten plus einem Handgeld von 1/4/16/64 Dukaten ausreicht, das du beispielsweise über eine Filiale der Nordbank ...". So fände ich das rund und gut. Der Spieler wählt weiterhin zunächst seinen Status und entscheidet danach, ob er einfach nur seine Lebenserhaltungskosten "im Hintergrund" automatisch gedeckt haben möchte (und gegebenenfalls Privilegien aus seinem Status genießt) oder ob er regeltechnisch einen monetären Vorteil aus seinem Status ziehen und über ein regelmäßiges Handgeld zur freien Verwendung verfügen möchte.

(1) Schneider- und Lederarbeiten als eigenes verbilligtes Talent einzuführen gefällt mir, denn eine Lederrüstung mit -1 BE herstellen zu können halte ich durchaus für regeltechnisch relevant. Gibt es sonst wirklich keine regeltechnisch relevanten Dinge, die man mit dem Handwerk anstellen kann? Eine atemberaubende Abendgarderobe schneidern, die einen Bonus auf soziale Konflikte gibt? Verbandsmaterial herstellen, das als Werkzeug für Heilkunde dient? Wenn man im Regelwerk drei Beispiele aufführen könnte, wäre das genau die Hälfte der Beispiele von Mechanik, Holzbearbeitung und Schmieden und damit auch visuell ein verbilligtes Talent. Nur so als Idee in den Raum geworfen :)
von crYshell
26.09.2018 18:01
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Hab nochmal ein paar Fragen zu ein paar unterschiedlichen Themen, sorry :)

(1) Handwerk und Rüstungen: irgendwie fehlt mir ein Handwerk, um leichte Rüstungen, also Leder- oder Tuchrüstungen, herzustellen (beispielsweise auch, um mit 2 mal hoher Qualität die BE um 1 zu senken). Gibt es einen Grund, warum das nicht vorgesehen ist?

(2) Status und Einkommen: ist der Vorteil Einkommen ausschließlich dazu gedacht, die Lebenshaltungskosten zu decken oder auch, um dem Spieler darüber hinaus eine regelmäßige Geldquelle zur freien Verfügung zu stellen? Anders gefragt: ist es legitim, den Status Mittelschicht zu wählen mit Einkommen IV, um monatlich 256-16 Dukaten zur freien Verfügung zu haben?

(3) Sind Vorteile wie Eindrucksvoll I/II aufeinander aufbauend oder könnte man auch nur Eindrucksvoll II wählen?
von crYshell
24.09.2018 16:24
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Das sehe ich ganz genau so, nur hatte ich anfangs wohl zu wenig Fantasie für konkrete ad-hoc-Anwendungen und war zu sehr darauf fokussiert, dass manche Dinge eben nicht funktionieren. Wie im echten Leben: Erfreue dich an dem, was du hast, anstatt zu bedauern, was du nicht hast ;) Vielleicht hätte ich, um das zu unterstreichen, noch das Wort "gut" einbauen sollen: Unter genannten Umständen kann ich dann auch mit Alchemie und Heilkunde gut leben.
von crYshell
24.09.2018 15:57
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Der Ansatz des Aufsummierens aller Steigerungsfaktoren, um eine Vergleichbarkeit herzustellen, gefällt mir. Das relativiert manchen subjektiven Eindruck. Für einen Boroni ist natürlich gerade das Mirakel auf Warnehmung ist nicht nur spielstark, sondern auch sehr passend ("Folge dem Vorbild der Seelenwaage Rethon und strebe danach, das Wesen eines Sterblichen zu ergründen, um Menschen hilfreich auf den Weg zu Boron vorzubereiten."). Unter genannten Umständen kann ich dann auch mit Alchemie und Heilkunde leben. Vielen Dank auch für die Beispiele. Damit habe ich nun ein besseres Gefühl dafür, wie die Mirakel einzusetzen sind. Wie häufig so etwas "in der freien Wildbahn" dann tatsächlich aufgegriffen werden kann, wird sich zeigen.
von crYshell
23.09.2018 11:18
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Ich habe noch mal ein paar Fragen zu dem Themenkomplex profanes Handwerk und karmale bzw. astrale Buffs. Eine meiner ersten Fragen in diesem Forum war, ob es Absicht sei, dass Magiedilettanten kein Meisterhandwerk haben. Das wurde bejaht mit der Begründung, dass dadurch profanes Handwerk unterminiert würde (sinngemäß). So ganz stellte mich die Antwort schon damals nicht zufrieden, weil es an vielen anderen Stellen ja möglich ist, mit Zaubern, Liturgien oder Mirakeln die profanen Fertigkeiten aufzupeppen. Dafür ist es ja nun mal eine Spielwelt mit ebendiesen Elementen. Natürlich muss zum Schluss das Balancing passen, das ist mir auch klar. Ich spreche das mit dem Meisterhandwerk nur deswegen an, weil es artverwandt ist. Diesmal geht es mir aber um die Mirakel, die ich mir gerade im Zusammenhang mit meinem ersten Ilaris-Charakter, einem alanfanischer Borongeweihten, genauer angesehen habe. Neben den vier Attributen gibt es Mirakel auf die Fertigkeiten Alchemie, Heilkunde, Mythenkunde und Wahrnehmung. Da gibt es spontan ein paar Fragezeichen. Bei Mythenkunde und Wahrnehmung ist alles klar, aber Alchemie und Heilkunde? Wie genau kann ich im Spiel von diesen Mirakeln profitieren? Denn Mirakel sind ja ausschließlich auf kurze Handlungen von maximal einigen Minuten anzuwenden. Bei der Alchemie bleibt dann ja nur noch die Analyse, aber auch nur der erste kurze Blick - eine längere Strukturanalyse fällt schon aus dem Raster. Bei Heilkunde bleibt nur die erste Hilfe. Das macht diese beiden Mirakel für mich als Spieler weitgehend uninteressant. Da das Gras beim Nachbarn immer grüner ist, habe ich einen kleinen Blick auf die "Konkurrenz" der anderen Götter geworfen und muss dann neidvoll Fertigkeiten wie Autorität (die meinem Boroni bestimmt auch gut zu Gesicht stehen würde) oder auf den ersten Blick sehr spielstarke bzw. in der Praxis sehr gut anwendbare Mirakel wie z.B. Nah- und Fernkampf, Beeinflussung, Selbstbeherrschung. Aber ich sehe natürlich auch Handwerk, was ich als ebenso problematisch wie Alchemie empfinde.

Das war viel Text als Vorlauf, nun folgen konkret die Fragen:

(1) Was gibt es an sinnvollen Einsatzmöglichkeiten von Alchemie, Handwerk, Heilkunde bei gleichzeitiger Einschränkung auf Handlungen von wenigen Minuten?

(2) Das ist nun vielleicht sehr subjektiv, weil ich gerade einen solchen Charakter spiele, aber ist ein Borongeweihter nicht ebenso geeignet für ein Mirakel Autorität wie beispielsweise eine Travia- oder Peraine-Geweihte? (Heimlichkeit und Selbstbeherrschung fände ich auch nicht unpassend).
von crYshell
22.09.2018 13:16
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Macht alles absolut Sinn, mir war der Unterschied "Kosten" und "Basiskosten" nur bis jetzt nicht so deutlich bewusst. Müssten dann nicht konsequenterweise bei jedem Zauber und jeder Liturgie die "Basiskosten" anstatt der "Kosten" angegeben werden? Wäre etwa bei der Waffenweihe "Basiskosten: 8 KaP, davon 2 gKaP" angegeben, dann wäre die Aussage "Die Kosten der Liturgie sinken um ein Viertel der Basiskosten" nicht mehr falsch zu verstehen.
von crYshell
22.09.2018 12:38
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Gehe ich recht in der Annahme, dass sich die spontane Modifikation Kosten sparen auch auf Mirakel auswirkt (weil regeltechnisch ein Mirakel einer Liturgie gleichgestellt ist)?

Etwas unklarer ist für mich, ob es sich auf die gKaP auswirkt. Vermutlich soll es das nicht, aber explizit ausgeschlossen wird es nicht, sofern ich nicht schon wieder etwas überlesen habe ;) Da gAsP und gKaP per Definition in Relation zu den Kosten stehen ("Ein Viertel der Basiskosten der wirkenden Sprüche, aber mindestens 1 AsP, strömen als gAsP in das Artefakt [...]"), könnte man vermuten, dass damit auch diese Kosten gesenkt werden.
von crYshell
21.09.2018 19:49
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Oups, diesen Absatz auf Seite 61 hatte ich überlesen, obwohl ich genau diesen Hinweis gesucht hatte. (Vermutlich, weil die Überschrift und der erste Absatz darüber um ein ganz anderes Thema ging). Mea culpa!
von crYshell
21.09.2018 16:59
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Mir ist noch nicht ganz klar, wie der Vorteil "Empathie" funktioniert, speziell der Satz "Du kannst dieses Wissen in sozialen Konflikten nutzen". Kann mir jemand dazu ein Beispiel liefern?
von crYshell
30.04.2018 06:54
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

@Alrik Normalpaktierer: Es geht doch gar nicht um alte klapprige Magier, sondern einen typischen Umstand: Menschen, die sich viel mit ihren geistigen Kräften beschäftigen, haben eher Defizite im körperlichen Bereich und umgekehrt. Magier mit einer hohen Konstitution brechen aber sozuzusagen ein in eine Domäne der Krieger, Athleten, Waldäufer etc. Das ist es, was mich am meisten stört. Man wird als Magier irgendwann diesen Vorteil haben wollen, demzufolge werden alle Magier mindestens so robust wie der gestählte Krieger oder der zähe Waldläufer. Bei all den Diskussionen, dass Magier zu stark sind und profane Charaktere gestärkt werden sollen, empfinde ich das als etwas unglücklich. Wie auch immer, für mich sind wir damit durch. Ich kann mit dem Ist-Zustand leben, wollte an dieser Stelle nur noch efahren, ob da überhaupt Anpassungen angedacht sind. Das hat Curthan beantwortet.

Ideensammlung für KL-Kampfvorteile würde ich aber wirklich in einen separaten Thread auslagern, sofern es vom Team überhaupt in Erwägung gezogen wird, diese Lücke füllen zu wollen (sonst macht es wenig Sinn). Denn ich kann mir vorstellen, dass da schon ein paar Ideen zusammenkommen. Das würde aber den Rahmen hier an dieser Stelle ("Fragen & Antworten") sprengen, finde ich.
von crYshell
29.04.2018 17:40
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Verständlich. Aber wenn das tatsächlich der einzige Grund ist, wäre es dann nicht einen Versuch wert, über die Community (in einem separaten Thread) Ideen und Vorschläge zu sammeln um danach zu prüfen, ob man nicht vier wirklich sinnvolle Vorteile zusammenbekommt?
von crYshell
29.04.2018 16:15
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Ich glaube, was manche Spieler (zumindest mich) daran irritiert sind nicht die Kosten, sondern schlicht die Tatsache, dass man für eine hohe Regeneration zwingend ein körperliches Attribut steigert. Das steht dem typischen Bild eines körperlich schwächlichen Magiers entgegen. Mit KO 10 geht ja auch eine höhere Wundschwelle einher, höhere Chance gegen Wundschmerz, Gift usw. — plötzlich ist also der Magier so robust wie der gestählte Krieger. Dabei will er doch nur Astralregeneration 😀 Geweihte sind diesem Dilemma nicht ausgesetzt, hier gibt es keine Vorteilszweige, die ein körperliches Attribut voraussetzen. Wobei ich aber zugeben muss, dass KO natürlich perfekt zu Verbotenen Pforten passt. Aber den wertvollsten Vorteil mit KO 10 vorauszusetzen empfinde ich nach wie vor als heikel.

Diese Argumente kamen teilweise bereits an anderer Stelle. Mich interessiert jetzt primär, ob ihr überhaupt in Erwägung zieht, hierfür eine andere Lösung zu finden in Hinblick auf V2 oder ob das gesetzt bleibt wie es ist.

Ansonsten freue ich mich noch auf euer Feedback zur bislang unbeantworteten Frage bezüglich der KL-Vorteile.
von crYshell
29.04.2018 10:30
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Dann hast du aber vermutlich einen deutlich höheren EP Pool! Bevor ein Magier mal EP übrig hat, um nebenbei KO hochzuziehen, ausgehend von einem Startcharakter mit 2.000 EP und der Annahme, dass er pro Spielabend einen Zuwachs von 40 EP hat und man im Idealfall 2-3 mal pro Monat zusammenkommt, vergehen mindestens 3 Jahre. So lange gibt es Ilaris noch gar nicht 😉
von crYshell
29.04.2018 09:35
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Gefällt mir gut! Es müsste nur explizit beschränkt sein auf eine fehlende Attributvoraussetzung, damit man sich darüber nicht den 10er Vorteil aus einem aufbauenden Zweig holt (Kampfstil, Repräsentation, Tradition). Und vielleicht auch mit der Einschränkung, dass zumindest irgendein anderes Attribut auf diesem Wert ist, damit sich nicht schon ein Anfänger einen der mächtigen 10er Vorteile holen kann.
von crYshell
29.04.2018 09:11
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Jedem Baum zwei Attribute zuzuordnen halte ich für die schlechtere Lösung, denn dies unterminiert die Vorteilsbäume in höherem Maß, finde ich. Beim Kauf einzelner Vorteile bei fehlendem Attribut hingegen müsste der Aufpreis lediglich so gewählt sein, dass es sich nur bei einzelnen Vorteilen lohnt. Das wäre beispielsweise bei einem Aufpreis um das Vierfache der Vorteilskosten gegeben: Der Aufpreis aller vier Vorteile wäre 800 EP vs. 880 EP für das Attribut von 0 auf 10. Mehr darf es nicht kosten.

Für eine perfekte Lösung halte ich das aber auch nicht, eher für einen Kompromiss. Aber zumindest für einen besseren als a) ein zweites Attribut hinzuzufügen oder b) ganz auf die Attributsvoraussetzung zu verzichten. Um deine Frage zu beantworten: ja, man würde diese EP wieder erstattet bekommen, wenn man das Attribut nachträglich steigert.

Mal anders gefragt: seid ihr denn mit dem Status Quo wirklich zufrieden, dass Magiern die Astralregeneration weitgehend verwehrt bleibt? Ich bin ja schließlich nicht der einzige, der dies kritisch sieht (und dabei spiele ich nicht mal Magier).
von crYshell
28.04.2018 15:28
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Thema Attribute und Vorteile: Auf Seite 28 springt einem die leere Fläche rechts unten förmlich ins Gesicht. Nachdem ihr ja ansonsten sehr viel Wert auf Symmetrie legt frage ich mich, was hier wohl der Grund dafür war, Klugheit als einziges Attribut keine Kampfvorteile zu spendieren. Eher weil es einfach unpassend ist und/oder euch zu wenig passende Vorteile in den Sinn kamen? Oder eher deswegen, weil Klugheit vielleicht im Gesamtkontext an dieser Stelle bewusst abgewertet werden sollte? Letzteres würde mich wundern, denn weder sehe ich bei den profanen Fertigkeiten Klugheit als überproportional vertreten, noch basiert ein abgeleiteter Wert auf Klugheit. Und die profanen Vorteile scheinen mir auch nicht als zu stark, im Gegenteil: Brillanz empfinde ich sogar im Vergleich mit den anderen 10ern als den am wenigsten begehrenswerten Vorteil (genaugenommen sehe ich da gar keinen Vorteil, denn üblicherweise wird der Meister, sollten die Spieler in einer Sackgasse stecken, so oder so Tipps geben, die in der Regel ingame den schlaueren Charakteren zufallen).

Eine ganz andere Frage, die sich aber ebenfalls auf Vorteile bezieht: an verschiedenen Stellen wurde bereits die strikte Einschränkung der Vorteilsbäume durch je ein Attribut als Voraussetzung diskutiert. Ich persönlich finde diese Vorteilsbäume toll. Ich verstehe aber auch den Frust beispielsweise der Magier, für die eine hohe Astralregeneration schier unerreichbar ist. Wenn man nun hausregeln wollte, dass Vorteile auch bei fehlender Attributsvoraussetzung zu höheren Kosten kaufbar sein sollen, wie hoch sollte dieser Faktor euer Meinung nach sein? 4fach vielleicht (statt z.B. 80 EP also 320 EP)? Und wäre so etwas nicht sogar als Optionalregel für V2 denkbar?
von crYshell
24.04.2018 15:10
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Fein. Das deckt sich mit meinem Verständnis und der ursprünglichen Aussage von WeZwanzig: auf die MR von 4 kommt im Durchschnitt noch 10,5 hinzu. Es kommen nicht 14,5 dazu, auf die er sich danach mit Aeolitus geenigt hat.

Edit: der Groschen ist kein Sturzbomber! Die 14,5 Korrektur bezog sich auf die 16. Alles klar. Sorry!
von crYshell
24.04.2018 15:00
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Ihr verwirrt mich! ;) Die erste Antwort von WeZwanzig habe ich verstanden und war dankbar für die Aufklärung (denn das hatten wir tatsächlich in unserer ganzen Gruppe falsch verstanden). Aber die Aussage, dass im Schnitt 10,5 zur MR dazukommt, passt doch. Wo kommen nun die 14,5 her?
von crYshell
24.04.2018 13:38
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Standardzauber gehen gegen eine Schwierigkeit von 12, während das Verzaubern von Lebewesen gegen deren MR geht. Die MR ist aber häufig deutlich kleiner als die Standardschwierigkeit von 12. Gegen ein Opfer mit einer MR von 4 ist im Vergleich quasi zwei mal Mächtige Magie schon inklusive. Ein solcher Horriphobus ist auch für Anfänger machbar, würde somit Furcht IV verursachen und den Gegner damit direkt aus dem Kampf nehmen. Ist das genau so gewollt oder haben wir etwas falsch verstanden?
von crYshell
18.03.2018 18:18
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

Die letzten beiden Antworten waren deutlich hilfreicher, eure Intention dahinter und euren Standpunkt zu verstehen. Im Grunde kann man es dann auch so stehenlassen, meine Frage nach dem warum ist beantwortet. Danke euch allen für die inzwischen vielen Posts zu dieser Frage! Ich möchte abschließend betonen, dass ich durchaus ein Freund von Symmetrie und Konsistenz bin und gerade auch aus diesem Grund Ilaris toll finde. Trotzdem bin ich mir noch nicht sicher, ob man hier nicht eine bessere Lösung finden kann. Ich werde es erst mal sacken lassen und gegebenenfalls im Thread Kritik & Komplimente darauf zurückkommen — auch auf die Gefahr hin, dass ihr mich irgendwann geteert und gefedert aus dem Forum jagt ;)
von crYshell
18.03.2018 11:59
Forum: Ilaris
Thema: Ilaris - Fragen & Antworten
Antworten: 787
Zugriffe: 44777
Geschlecht:

Ilaris - Fragen & Antworten

"Inselbegabte geweihte Kampfmagier" – davor also habt ihr Angst? :) Also gut, lassen wir den Hintergrund mal vollkommen außer Acht, der eine solche Kombination in den meisten Fällen ausschließt. Ich beginne zu verstehen, wo das eigentliche und sehr viel naheliegendere Problem liegt. Nach meiner Definition könnte ein Rondrageweihter GE oder KK als Leitattribut wählen und damit gleichzeitig den Kampfstil maxen. Und das ist vermutlich problematischer als ein hesindegeweihter Magier, der über KL sowohl Repräsentation als auch Tradition gleichzeitig maxen kann.

Für mich ist das trotzdem kein Grund, Geweihte und Magier auf ein vielleicht nicht ganz so passendes Leitattribut festzunageln, denn KK und GE ließen sich ja leicht aussschließen. Je nach Charakterkonzept kann das Leitattribut passen, denn ein tumber kraftloser Waffenmeister ist ebensowenig vorstellbar wie ein einfältiger Hesindegeweihter. Oder es passt eben nicht, und dann empfinde ich die Einschränkung als Nachteil. An anderer Stelle ist euch die Diversität wichtig. Ihr habt z.B. erfolgreich geschafft, dass alle Attribute als gleichwertig anzusehen sind. Hier nehmt ihr aber eine gewisse Gleichschaltung in Kauf: für die gemaxte Tradition muss eben jeder Borongeweihte sehr klug sein, egal ob es der eigenbrötlerische Totenbestatter, der menschenkennende Seelensorger oder der Streiter wider unheiliger Kreaturen ist.

Wenn man argumentiert, dass ein profaner Kämpfer die Wahlfreiheit hat, ob er eher auf KK oder GE geht und dann einen entsprechenden Kampfstil wählt, wäre es dann nicht der Symmetrie und dem Balancing geradezu geschuldet, auch dem Magier oder Geweihten eine Wahlfreiheit zwischen zwei Attributen zu lassen? ;)