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von Amat von Lowangen
27.01.2014 17:50
Forum: Spielhilfenbewertungen
Thema: S06 Von Toten und Untoten
Antworten: 79
Zugriffe: 19804

Re: Von Toten und Untoten

@ Iowfyr:
Was ist denn daran nicht nachzuvollziehen? Tatsächliche Fragen zur Nekromantie werden durch Ingame-Spekulationen nicht bentwortet, daher wird mir hier nichts beantwortet. Ich habe also nicht weniger Fragen als vorher. Wäre ich so dumm, die neuen Regeln benutzen zu wollen, hätte ich sogar noch mehr Fragen als vorher. Das ist kein Nutzen, das ist nur ärgerlich.

Die neuen Untoten sind zu kompliziert, denn sie stellen keine Vereinfachung der Regeln oder Klarstellung bisheriger Fehler dar. Ich will dir nichts Fieses unterstellen, aber hast du mal mit den Regeln aus WdZ mittels Totes Handle einen Untoten erhoben und hast ernsthaft gedacht, du bräuchtest mehr Optionen? In all den Situationen (was sehr, sehr wenige sind), in denen ein SC-Nekromant tatsächlich Untote benutzen könnte, standen schon vorher mehr Optionen zur Verfügung als man über ein ganzes Heldenleben hätte ausschöpfen können. Dass der Wächter in der Höhle jetzt auch noch ein Kapitän oder nur 'ne Hand sein kann, macht es zwar lächerlich, aber erweitert nicht meine tatsächlichen Möglichkeiten. Und was meine tatsächlichen Möglichkeiten nicht erweitert, trägt (allen Optionen zum Trotz) auch nicht zur Abwechslung bei.

Und ich will, aus oben erläuterten Gründen, nicht mal mehr Optionen oder Abwechslung! Ich will handhabbare Regeln und eine stimmige Spielwelt.
von Amat von Lowangen
24.01.2014 20:09
Forum: Spielhilfenbewertungen
Thema: S06 Von Toten und Untoten
Antworten: 79
Zugriffe: 19804

Re: Von Toten und Untoten

Ich habe den gesamten Bewertungsthread durchgelesen und habe trotzdem nach wie vor keine Ahnung, was irgendwem an diesem Band gefallen könnte.
Ich habe das Buch hier neben mir und habe nichts gefunden, das ich nicht schlecht finde. Ich gebe dem Band einen Punkt, was ich seit langem keiner Publikation mehr gegeben hab, und möchte hier erklären warum:
  • Das Cover ist hässlich.
  • Der Index fehlt.
  • Geister werden nicht behandelt, obwohl der Titel dies suggeriert.
  • Ich mag den inneraventurischen Stil nicht und schließe mich damit Olvirs Kritik von oben an - ziehe aber auch die Konsequenz daraus.
  • Nachdem ich nun schon seit Jahren einen Nekromanten spiele, meinen hochstufigsten Charakter, hat das Buch mir trotzdem keine einzige Frage, die ich zur Nekromantie hatte, beantwortet. Das Buch ist für Leute, die keine Nekromanten spielen (sei es als SC oder als NSC) nutzlos, aber eben auch für Nekromantenspieler.
  • Die Einführung neuer Untoter macht alles komplizierter und vereinfacht nichts. Wem DSA bisher nicht komplex genug war, der kann hier mit noch mehr unausgewogenen Regeln rechnen.
  • Das Layout ist hässlich, und viele der Bilder sind es auch.
  • Das Buch enthält mehrere offene Regelbrüche und versteht entweder die bisherige Weltmechanik nicht oder stellt sich bewusst gegen sie. Regeln werden auf allen Ebenen, von einfacher TP/KK bis hin zu Nayrakis/Sikaryan ignoriert und verletzt.
Zu antizipierter Gegenrede angesichts der für mich völlig unverständlichen bisherigen Bewertungen dieses Bandes will ich diese Punkte weiter vertiefen und verteidigen.
  • "Aber mir gefällt das Cover!"
    Mir nicht. Bewerte du es gut, ich bewerte es schlecht, dadurch wird sich der allgemeine Geschmack schon abzeichnen.
  • "Ich brauche keinen Index, das Inhaltsverzeichnis ist gut genug!"
    Doch, brauchst du.
  • "Mit Geistern drin wäre es viel zu umfangreich geworden!"
    Quatsch. Geister haben bisher keine vernünftigen Regeln gehabt, Untote waren immerhin handhabbar. Man hätte hier mindestens ein Dutzend schlechte Neueinführungen, inklusive der gesamten "Verlorenen" streichen können, um Platz zu schaffen und eine bislang schlechte Stelle zu verbessern. Statt dessen hat man eine schlechte Stelle, Geister, nicht behandelt, und eine schlehte, aber annehmbare, Untote, verschlechtert.
  • "Ich mag inneraventurische Quellen und will aus einer Spielhilfe gar keine für das Spiel verwertbaren Informationen beziehen können!"
    Wer will denn bitte von einer Spielhilfe keine Hilfe bekommen? Und dass die braune Reihe durchweg nutzlos ist, sollte ihr als Minuspunkt angerechnet werden! Man sollte es nicht benutzen um bei jedem Werk darin all seine Fehler zu ignorieren und fünf Punkte zu geben.
  • "Aber mich hat das Buch dazu inspiriert, einen Nekromanten spielen zu wollen!"
    Cool. Und woher nimmst du jetzt brauchbare Regeln und Informationen, um es zu tun? Nicht aus diesem Buch, soviel ist klar. Mir Lust auf etwas zu machen, mir dann aber seine Ausführung zu erschweren oder sogar zu versauen, ist kein Pluspunkt!
  • "In einer neuen Spielhilfe will ich neue Regeln und Machtausbau für die davon betroffenen Charaktere sehen!"
    Hast du schonmal von Sammelkartenspielen gehört? Jede Erweiterung schlägt die nächste, und das hat zwei einfache Gründe: Jeder, der nicht benachteiligt sein will, muss die neuen Sachen kaufen. Außerdem spart man sich damit die Mühe, ein Gleichgewicht zwischen verschiedenen Klassen durchzudenken, man macht einfach jede nächstes Mal jeweils stärker als vorher.
    Kurz gesagt: Es führt zu einer kurzsichtigen und schlampigen Herausgabepolitik, unter der die Immersion in die Spielwelt leidet oder sogar zerbricht. Die einzige Möglichkeit, den Machtzuwachs der jeweiligen Gruppierungen nicht auch in der Spielwelt darzustellen, ist, die Spielhilfe und ihre undurchdachten Konsequenzen zu ignorieren.
  • "Ich mag das Layout und die Bilder!"
    Ich nicht.
  • "Mich stören offene Regelbrüche und Widersprüche nicht!"
    [An dieser Stelle wurde mir vom Forum eine Unflätigkeit gegen meinen fiktiven Gegenspieler untersagt.] Leute wie du sind, was schlecht an DSA ist.
    Nur eine schlüssige, funktionierende Weltmechanik erlaubt ein freies Benutzen der Welt, das dennoch mit anderen zusammen geschehen kann. Die Abenteuer in den verschiedenen Runden sind unsere Geschichten, die wir uns erzählen können, aber der Hintergrund und die Regeln sind die gemeinsame Sprache, die wir teilen müssen, um miteinander darüber sprechen zu können. Spielhilfen wie diese ignorieren dies entweder, oder respektieren die Spieler als Gemeinschaft nich ausreichend, um es zu achten.
    Sollte dieses Argument dich nicht überzeugen: Wechsel in den Regelteil des Forum und schau, wie hitzig Diskussionen dort verlaufen können, sollten die Regeln unklar sein. Am Spieltisch kann genau sowas, der Verlust der gemeinsamen Sprache über die Spielwelt, zum Abbruch des Abenteuers führen. Und nein, keine Spielhilfe darf sich erlauben, die Regeln weiter zu verwischn und zu verschlechtern, statt sie einfacher und klarer zu machen.
Ich hoffe, ich konnte klar geng darstellen, warum ich diese Spielhilfe schlechter bewertet habe als jede andere zuvor, und welche Einwände ich erwarten und entkräften konnte.