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von Cherrie
14.11.2018 21:34
Forum: Abenteuer & Reisen
Thema: Gefangen im Vergessen
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Gefangen im Vergessen

Isabellas Zimmer

“Meine Freunde?“
Isabella´s Gedanken schweifen kurz ab. Sind die anderen ihre Freunde? Sie kennt sie schließlich gar nicht. Nein, Freunde sind es nicht. Oder kannte sie die Leute? Früher? Also vor ihrem Gedächtnisverlust? Den sie ja irgendwie freiwillig herbeigeführt haben. Zugelassen haben. Um etwas herauszufinden hier. Um unauffällig agieren zu können. Als Bekloppte. Toller Plan!
Frustriert räuspert sie sich und ist kurz davor auszuspucken, als könne sie damit einfach den ganzen Müll loswerden. Gerade noch so beherrscht sie sich, eigentlich nur wegen Abelmir. Der immer noch auf ihre Antwort wartet.

“Friedgut, der große Kerl, ist vermutlich wirklich nett. Ich glaube sogar, ihr habt viel gemeinsam. Er ist auch recht schüchtern und manchmal weltfremd. Im Herzen ein wenig Kind. So wie Du.“ Das sagt sie völlig neutral, ohne gehässig zu klingen oder abwertend.

“Rahjades ist hübsch und aufbrausend zugleich. Sie ist direkt und geht Probleme an, das macht sie sympathisch. Aber sie ist launenhaft, manchmal unkonzentriert und ein wenig unberechenbar, glaube ich. Da sei ruhig vorsichtiger. Ich glaube nicht, dass sie Dir etwas tut, aber sie könnte es wohl, wenn sie gerade vom Hafer gestochen wird. Im Moment scheint ihr allerdings alles egal zu sein. Alles außer ihr Pferd und Elysia. Elysia ist eine Halbelfe. Hast Du schon mal Halbelfen getroffen? Nicht Fisch, nicht Fleisch. Immer ein Kind zweiter Welten. Menschen finden sie komisch, da man sie als Elfe sieht. Elfen sehen sie als komisch, da man sie als Mensch sieht. Nur Rahjades findet sie nicht komisch, sondern anziehend. Sie stehen aufeinander, das wird Dir aufgefallen sein.“
Und falls nicht, dann freu Dich, dass Du ihre Lustschreie nachts nicht gehört hast.
Gut, so laut waren sie dann sicherlich nicht gewesen, aber alleine die Tatsache die Zeit mit Liebesspielen zu verbringen statt einen Ausbruch zu planen oder sich zumindest Gedanken über ihre Situation zu machen ist ihr im Moment wirklich zuwider. Dafür war später genug Zeit. Oder mal kurz, um den Kopf frei zu bekommen, aber dann reichen auch zehn Minuten.
Da es Abelmir ist mit dem sie redet, verzichtet sie hier auf weitere Ausführungen.

“Sie ist Magierin, deshalb die Eisenringe und die Halskrause.“
Kann man super Fesselspielchen mit machen und Baden gehen, rostet nur minimal anschließend. Lange genug und sie rosten vielleicht durch. Sollte nur 20 oder 30 Götterläufe dauern!
Grummelnd schiebt sie auch diese Gedanken beiseite. Nein, eine negative Einstellung zu allem wird sie hier nicht retten. Irgendwie muss sie wieder positiv werden, konstruktiv. Aber es ist verdammt schwer...
von Cherrie
13.11.2018 20:55
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Gefangen im Vergessen

An die Wand gelehnt hört sie dem jungen Mann zu, mehr kann sie gerade eh nicht tun. Je länger er redet, desto mehr tut er ihr nun aber auch leid. Es ist schwer für sie selbst, hier zu sein. Wie schwer muss es erst für jemanden sein, der wirklich Probleme mit sich und der Welt hat?

"Es tut mir leid, dass ich Dich bei der Sache mit der Tür da vorgeschickt habe", murmelt sie ihm zu und drückt kurz seinen Oberschenkel als bestätigende Geste, der eh neben ihrem Arm ruht, lässt ihn dann aber auch gleich wieder los. Mehr will sie nun wirklich nicht hineininterpretiert wissen, Charine hat da schon recht: Abelmir ist zu jung für Frauen. Im Geiste ein Kind. Sie seufzt leise.
von Cherrie
10.11.2018 13:21
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Gefangen im Vergessen

Isabellas Zimmer

“Ich bin nett?“ Kurz muss sie trocken husten, fängt sich dann aber schnell wieder und denkt über die Worte nach.
Eigentlich ist Isabella wirklich eine recht nette Person, zumindest kann sie es sein. Nein, sie ist es sogar die meiste Zeit. Nur halt nicht hier. Hier ist sie genervt, bissig und mit extrem kurzem Geduldsfaden ausgestattet.
Warum eigentlich?
Nach ein paar weiteren Gedankengängen findet sie für sich die Antwort: Zu 50% liegt das am Kloster und der Tatsache, dass man sie als Verrückte behandelt, wo sie es doch gar nicht ist. Und die anderen 50% tragen die Mitinsassen dazu bei. Entweder sie sind wirklich bekloppt oder scheinen den Ernst der Lage gar nicht zu begreifen. Wandern naiv durch den Tag und versuchen sich mit den Verrückten hier anzufreunden, sich zu arrangieren. Mit einer Lage, die so etwas von maximal falsch ist, wie sie nur sein kann. Ihre noch ´treusten Verbündeten´ haben nur sich gegenseitig im Kopf, fummeln an sich herum als wären sie im Rahjatempel oder irgendwo sorglos auf einer grünen Wiese mitten im Wald. Anstatt sich Gedanken zu machen wie man die Ketten und den eisernen Ring um den Hals abbekommt, nutzen sie diese lieber für Fesselspielchen und gehen gemeinsam Baden. Hoffentlich kratzt der Rost bald. Was kommt als nächstes? Verlobung? Oder gemeinsames Singen am Abend mit den anderen im Hof? Kein Wunder, dass ich da aggressiv werde!

“Erzähl mir von den anderen.“
Sie lässt offen, welche sie damit meint. Die netten, die gemeinen, die seltsamen, die bösen, egal. Vielleicht einfach alle.
von Cherrie
10.11.2018 12:58
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Gefangen im Vergessen

Isabellas Zimmer

“Echt, ja?“
Viel mehr ist eh nicht zu tun, dann kann sie auch mit Abelmir reden. Irgendwie ist ihr das gerade sogar lieber als alleine zu sein.
“Warum?“
Sie stellt die Frage ohne jeden Hintergedanken, einfach um ihn am Plaudern zu lassen.
von Cherrie
07.11.2018 21:55
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Gefangen im Vergessen

Einen Moment bleibt sie in der Tür stehen, unschlüssig, wie sie darauf reagieren soll. Dann seufzt sie tief und ihre Schultern sinken nach unten.

“Na komm, rutsch rüber.“ Dann lässt sie sich auch sitzend auf das Bett sinken, den Rücken an die Steinwand der Zelle angelehnt, so das jeder eine Hälfte an Platz hat.
“Danke“, murmelt sie leise, nimmt den Apfel als Zeichen des Friedens und beißt gedankenverloren hinein. Dann schweigt sie, nur das leise Kauen ist von ihr zu hören, ab und zu ein schwaches Krachen, wenn sie ein neues Stück abbeißt.
Dabei schaut sie geradeaus. Die gegenüber liegende Mauer an. Und wenn Abelmir auch schweigt, genießt sie einfach die Stille im Raum. Wenn es sein muss für Stunden.
von Cherrie
07.11.2018 20:54
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Gefangen im Vergessen

Isabella hört dies schon nicht mehr. Nur wenig später ist sie aus dem Wirtschaftstrakt wieder nach draußen auf den Hof getreten und steuert nun das ´Gästehaus´ an. Alleine die Bezeichnung ist schon Hohn genug und kurz überkommt die der undamenhafte Drang kräftig auszuspucken. Nur mühsam widersteht sie dem Gefühl, sich auf ihre Werte berufend. Nein, nur weil alles hier bekloppt war muss man selbst noch lange nicht alle Manieren vergessen. Sein Selbst vergessen.
Sie bleibt stehen und atmet die kalte Luft ein. Vermutlich sind es Minusgrade. Langsam, ganz langsam wird sie wieder klarer im Kopf und die Gedanken wieder geordneter. Dann strafft sie die Schultern und setzt den Weg fort. Falls sie niemand anspricht oder sonstwie ihre Aufmerksamkeit erregt, wird sie in ihr Zimmer gehen und warten. Und grübeln. Bis irgendwas passiert, vermutlich.
von Cherrie
06.11.2018 20:51
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Gefangen im Vergessen

Ich könnte sie unterstuken, bis sie Sterne und Lares zusammen sieht.
Ich könnte sie aus den Haaren aus ihrem Bottich zerren und durch den Hof schleifen. Einfach so.
Ich könnte... so viele schöne Sachen machen...


“Nichts. Alles gut. Genieß Dein Bad.“
Damit dreht sie sich dann um und überlässt den jeweiligen Personen ihre Zuber.

Irgendwann mach ich echt was Dummes hier... dauert nicht mehr lange...
von Cherrie
30.10.2018 20:45
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Gefangen im Vergessen

Mit einem Gesicht wie sieben mal sieben Tage Regenwetter schaut sie von links nach rechts, schwankt zwischen Friedgut und dem Duo bestehend aus Rahjades und Elysia hin und her und kann sich wirklich nicht entscheiden, in welchen der beiden Zuber sie nun steigen möchte. Überhaupt: Steigen KÖNNTE! Von Wollen ist noch gar keine Rede. Von Ausziehen auch nicht.

Das ist doch alles albern hier!

Ihr Blick wandert zurück zur Eingangstür, die gleichzeitig nun der Ausgang wäre. Ja, die Richtung wäre ihr definitiv die liebste gerade. Kurz sieht man ihre Kiefer mahlen, dann lässt sie einen Stoßseufzer aus und strafft sich, geht auf den mittleren Zuber zu und zieht den Vorhang beiseite.
“Wir müssen noch einmal reden, Charine“, eröffnet sie sogleich. “Was hat Lares noch gesehen? Bitte, frag ihn noch einmal. Tu es für mich. Bitte.“ Gerade die letzten Worte klingen fast flehend und ja, Isabella leidet wirklich gerade. Wenn auch aus anderem Grund.
von Cherrie
28.10.2018 11:06
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Gefangen im Vergessen

Für einen Moment schließt Isabella die Augen und konzentriert sich ganz auf ihre Atmung.
Zu viele Gedanken sind zu sortieren.
Sind sie nun zum Baden hier oder um Informationen aus Charine herauszuholen?
Friedgut wird das Bad kaum genießen können, wenn das bekannte Stöhnen wieder auftritt. Und dieses mal hat er keine Stoffzipfel dabei, um sie sich erneut in die Ohren zu stopfen.
Wie stellt sich die Frau das mit der ´Aufteilung´ vor? Also klar, die beiden Täubchen zusammen. Bleiben ja nicht mehr viele für den zweiten Zuber. Glaubt Rahjades wirklich, sie würden nun pärchenweise in´s lauwarme Wasser hüpfen und wild rummachen, während in der Mitte hinter´m Vorhang Charine und Lares Fantasiegespräche führten? Und Isabella hofft inständig, sie reden nur miteinander und machen nicht andere fantasievolle Dinge zusammen...
von Cherrie
03.10.2018 13:11
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Gefangen im Vergessen

"Und genau das ist der Grund, warum man unverbindlich bleiben sollte. Keine Reue, keine Verpflichtung, nicht wahr?", erklärt sie dem erst besten ´Mitgast´, der gerade neben ihr steht und klopft ihm dabei freundschaftlich auf die Schulter, egal ob dieser ihre Worte nun versteht oder nicht. Das es sich bei diesem um den Thorwaler ´Tar Honak´ handelt, ist Zufall.

Dann öffnet sie die Tür wieder und folgt den beiden Ex-Turteltäubchen.
Immerhin können sie sich kaum an die Kehle gehen. Zumindest die Magierin trägt diesen Eisenring dort, da ist würgen schwer, schmunzelt sie. Irgendwie muss man sich in dieser Situation den Humor ja erhalten.
von Cherrie
01.10.2018 22:43
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Gefangen im Vergessen

"Klar, folgen wir der Bekloppten. Ist ja wie im richtigen Leben." Ohne die Erwartungshaltung ihrer Mitstreiterinnen zu teilen, steht sie auf und tappert hinterher.
von Cherrie
26.09.2018 19:01
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Gefangen im Vergessen

"Götter, steht mir bei.", seufzt sie leise und rollt die Augen gen Himmel.
"Es war klar, das Charine bekloppt ist, sonst wäre sie nicht hier. Aber so verrückt kam sie mir gar nicht vor, eigentlich noch recht normal, verglichen mit den anderen hier. Also gut, Lares, ihr Fantasie-Freund, hat was gesehen. Das ist etwa so stichhaltig als hätte Tar Honak seine Flotte draußen im Hof angelandet. Wunderbar."
Damit ist das Thema ´schwarze Gestalt im Hof´ für sie dann auch bereits wieder gegessen.
von Cherrie
24.09.2018 20:51
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Gefangen im Vergessen

"Sie ist verrückt, das ist los", konstatiert sie recht emotionslos.
"Und nein, ich habe keine Ahnung, welcher der Leute hier Lares ist. Aber da der Raum recht begrenzt scheint, sollte es nicht schwer sein, ihn zu finden."

Und damit wendet sie sich an den erstbesten Mitinsassen: "Hey, wer hier ist Lares?"
Auf den Kommentar mit dem Bad geht sie gar nicht erst drauf ein.
von Cherrie
21.09.2018 20:39
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Gefangen im Vergessen

"Ja, mach das." Viel mehr fällt ihr auch nicht dazu ein. Entweder sie hat sich wirklich Flöhe eingefangen, hat Wahnvorstellungen oder dieser Witzbold der ´Feuer! Feuer!´ geschrien hatte, der Kerl mit den roten, zum Zopf gebundenen Haaren und den Eisenringen um Hals und Hände, den zwar schon gesehen hatte im Speisesaal, aber dessen Namen sie noch nicht kennt, steckt dahinter.
Witzig genug war er ja, grummelt sie in Gedanken. Aber letztendlich ist es ihr eigentlich wirklich egal.

Reichlich ideenlos schaut sie sich in der Gemeinschaftshalle um. Ist dieser Lares zu sehen? Wer genau ist das eigentlich noch mal?
Und Bier gibt es auch keins. Frühstückszeit hin oder her, Alkohol würde es vielleicht erträglicher machen.
von Cherrie
19.09.2018 21:11
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Gefangen im Vergessen

"Also gut, Charine, warum kratzt Du Dich ständig?", fragt sie irgendwann genervt nach. Die gereizte Stimmung am Tisch scheint sie anzustecken und beste Laune hatte sie hier im Kloster eh selten gehabt die letzten Tage.
In das Angezicke der beiden Mitstreiterinnen mischt sie sich gerade lieber nicht ein, da lauern ihr zu viele Fettnäpfchen. Dann lieber die Bekloppte vor ihr.
von Cherrie
18.09.2018 20:30
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Gefangen im Vergessen

"Guten Morgen. Und gleich nochmal guten Morgen." Sie verbeißt sich einen bissigen Kommentar, die beiden Damen waren im Moment genug auf Touren.
"Charine hier hat von Lares gehört, eine finstere Gestalt hätte sich gestern im Hof herumgedrückt und sich sehr, sehr, seeehhhr verdächtig verhalten. Das ist doch mal was!"
Sonderlich lange und gut kennen die beiden Isabella nun wirklich noch nicht, aber ihre schöne Stimme täuscht die zwei nicht über den ätzenden Spott hinweg, der in den Worten jenseits des Wohlklangs steckt.
von Cherrie
18.09.2018 08:48
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Gefangen im Vergessen

"Bettwanzen?" Mit einer Kopfbewegung deutet sie in Richtung ihrer kratzenden Hand. Gestern fiel ihr dies bei Charine noch nicht auf. "Du solltest überlegen, wo und mit wem Du Deine Nächte verbringst." Automatisch wandert ihr Blick dabei zu Elysia und Rahjades, gerade noch rechtzeitig um den Kuss zu sehen, wie Travieke aufspringt und lachend weggeht, während gleich darauf der Blick der Magierin Blick zu ihr geht. Zufällig treffen sich ihre Augen in dem Moment.

Das ist ja schlimmer als in einem Bordell hier. Bäumchen wechsel Dich, mh? Viel mehr bleibt einem ja auch nicht zu tun...
von Cherrie
17.09.2018 22:22
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Gefangen im Vergessen

"Oh ja, ein schwarzer Kapuzenumhang. Das hilft mir sehr weiter."
Noch ein paar Tage hier und ich drehe wirklich durch! Trotzdem versucht sie, ihr freundliches Lächeln aufrecht zu erhalten.

Gedankenverloren schaut sie zu den anderen hinüber, sieht die drei Frauen an ihrem Tisch tuscheln und flüstern, nimmt es aber irgendwie gar nicht so bewusst wahr.
Vielleicht ist das wirklich ein Hinweis. Die ´Gäste´ tragen keine solchen Umhänge, denke ich. Also wird es einer aus dem Kloster gewesen sein. Aber warum? Sie kommen doch viel leichter in den Wirtschaftstrakt, müssen dazu kaum nachts im Regen herumstehen und sich auffällig verhalten.
Doch einer der Verrückten hier?


Sie nimmt sich vor, nachher einmal durch die Zimmer der Leute zu gehen und nach einem solchen Kleidungsstück Ausschau zu halten. Wenn man das Buch nicht findet, dann vielleicht diesen Mantel?
von Cherrie
10.09.2018 21:41
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Gefangen im Vergessen

"Oh, eine finstere Gestalt", entgegnet sie Charine und lässt dabei offen, ob es beißender Spott oder echtes Interesse ist, beide wäre in ihr Gesicht hinein interpretierbar. "Was genau macht eine Gestalt den finster? Schwarze Kleidung? So wie einer der Priester hier? Oder hat sie geknurrt und böse, stechende Blicke versandt?"
Innerlich seufzt sie über so viel Blödheit wie hier versammelt scheint. Einzig interessant ist die Reaktion der Geweihten, die dieses Tagebuch anscheinend doch ernst nehmen. Sonst hätten sie kaum danach gesucht. Aber warum lagern sie etwas Wertvolles oder Kompromittierendes im Wirtschaftstrakt, wo jeder ran kommt? Gut, wenn es denn überhaupt dort gewesen ist, die Leute hier reden ja eh nur verrücktes Zeug.
Verrückt. Ja, das passt sehr gut.
von Cherrie
06.09.2018 14:46
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Gefangen im Vergessen

"Ein weiterer, spannender Tag im Paradies", murmelt sie halblaut zur Begrüßung der anderen ´Gäste´, als sie den Speisesaal betritt.
"Schau an, das alte Tagebuch schlägt hohe Wellen." Also entweder war es wirklich wichtig oder es ist einfach das einzige, was hier so passiert. Worüber sonst sollte man sich auch das Maul zerreißen? Die Hose der ´Katzendame´. die ausschaut, als hätte sie ihre eigenen Krallen daran gewetzt? Den Bart eines der Mitinsassen, der noch das Abendessen von gestern zeigte? Nein, dann doch lieber das gestohlene Buch!
So setzt sich Isabella dann auch zum Frühstück mal hierhin, mal dahin, lauscht den Geschichten und spekuliert fleißig mit. Nachdem ihr klar wird wie das Spiel geht, beschuldigt sie fröhlich den Tulamiden, den Al´Anfaner, ein paar der Geweihten und einige der anderen Mitgäste, allerdings von letzteren nur diejenigen, die sie wirklich für durchgeknallt hält. Natürlich alles hinter vorgehaltener Hand und nicht plump oder gar offen, eher säht sie hier und da Gerüchte und nährt andere Ideen, auf die sie die Leute erst selbst gebracht hat.
Kurzum: Eigentlich hat sie einen Heidenspaß.

"Irgendwas muss man ja aus der Lage machen", grummelt sie leise und nimmt an einem weiteren Tisch platz, den eigenen Teller in der Hand einfach mitgebracht. Rahjades und Elysia wirft sie nur einen kurzen Blick zu, die beiden scheinen miteinander genug beschäftigt zu sein.
Schon witzig, die zwei scheinen sich völlig genug zu sein. Gesucht - gefunden.
von Cherrie
20.06.2018 21:00
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Gefangen im Vergessen

"Das Kloster ist riesig und wenn der Dieb schon etwas länger hier ist, kennt er bestimmt Tausend Plätze ein Buch zu verstecken", wirft sie ein. "Es in seinem Zimmer aufzubewahren, wäre sicherlich das Dümmste an Alternativen.
Die einzige Chance haben wir eher, wenn wir jemanden sehen, der sich wegschleicht oder aus einer seltsamen Richtung zurück kehrt.
Oder es ist im Geweihtentrakt, dann können wir 100 Jahre suchen."

Isabella seufzt.
"Von daher schlage ich vor, wir gehen Schlafen."
von Cherrie
13.06.2018 20:22
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Gefangen im Vergessen

"Na dafür, dass es NICHTS ist, machen sie ´ne ziemliche Welle, finde ich."
Da Schwester Dythlinde aber wohl nicht weiter über die Sache sprechen will, spart sie sich alle Fragen.
von Cherrie
06.06.2018 21:04
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Gefangen im Vergessen

Wenn man weiß was gestohlen wurde, kann man wohl recht leicht sagen, wer es hat. Wie weltfremd sind die hier eigentlich? Oder deutete der entwendete Gegenstand wirklich auf mich hin?
Immerhin, die Grundidee die gerade in ihrem Kopf entsteht war vielleicht zu gebrauchen: Man konnte so leicht andere Leute in die Einzelzellen im Keller bringen und damit aus dem Weg räumen. Was klauen und bei ihm oder ihr verstecken. Scheint hier eine gute Chance auf Erfolg zu versprechen.

So schweigt sie und wartet auf Dythlinde´s Antwort auf die Frage ihrer ´Mitinsassin´.
von Cherrie
02.06.2018 23:15
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Gefangen im Vergessen

"Ihr erinnert euch aber schon daran, dass der Abt meistens ohne Besinnung ist. Und noch immer hinter einer verschlossenen Tür. Und jeder andere uns dort ebenfalls rauswirft und anschließend im Keller einsperren lässt, wenn wir es erneut probieren? Da braucht es nicht einmal einen Herrn Galvus zu", gibt sie ihre Meinung zu dem gefassten Plan kund.
"Interessant fand ich eher, dass Galvus wohl regelmäßig mit ihm redet. Mit uns tut er das nicht. Warum mit ihm? Die Sache stinkt doch. Oder besser: Der Al´Anfaner stinkt gen Himmel."

Als sie dann zurück auf ihre Etage kommen, bleibt sie überrascht stehen.
"Spazieren, ja. Und wenn ich schon ein so schönes Zimmer bekommen habe, darf ich im Gegenzug fragen, warum man es durchsucht? Und gleich mit Leibwächtern anrückt?", mit dem Kopf deutet sie auf die beiden Zwillinge, auch wenn sie nur zu Schwester Dythlinde spricht.
"Was genau ist denn nicht in meinem Zimmer?"
von Cherrie
23.05.2018 23:01
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Gefangen im Vergessen

"Witzig, dass er Dich fragt, aber niemanden von uns", murmelt sie leise und mehr zu sich selbst, nur von den direkt Umstehenden zu hören.
Dann wartet sie ab, ob noch jemand dieses sinnlose Frage- und Keine-sinnvolle-Antwort-krieg-Spiel fortsetzen möchte oder ob es allgemein reicht.

Vielleicht sollten wir uns aber dieses kleine Heftchen von ihm mal genauer anschauen...
von Cherrie
16.05.2018 19:06
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Gefangen im Vergessen

Das Schlimme ist, sie glaubt ihm seine Geschichte sogar. Seine Verzweiflung und sein Schmerz scheinen echt zu sein.
"Das bringt uns nicht weiter."

Und dann noch einmal an den Tulamiden gewandt: "Was hast Du mit Galvus besprochen? Er hat sich lange mit Dir unterhalten."
von Cherrie
12.05.2018 14:16
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Gefangen im Vergessen

"Und deshalb willst Du den Abt töten? Und dann? Eine Art Handel machen? Den Abt zu Boron schicken, während er Dir Deine Frau und Dein Kind wiedergibt?"
Mitgefühl liegt nicht in ihrer Stimme, eher Unglauben.
von Cherrie
10.05.2018 16:55
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Gefangen im Vergessen

"Du willst einen Toten zurückholen?" Das war Isabella´s Stimme von hinten, die sich nun ein, zwei Schritte nach vorne bewegt um die Reaktion des Tulamiden sehen zu können.
"Wen hast Du verloren? Deine Frau? Dein Kind?"

Ihr Gesicht wirkt starr dabei, ihre Stimme neutral.
von Cherrie
13.04.2018 16:52
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Gefangen im Vergessen

"Zu erschöpft von... den Ereignissen des... Tages?" Erst schaut sie etwas unintelligent drein, könnte man meinen, dann zieht sie einen Mundwinkel zur Seite und zeigt ein recht humorloses Grinsen. "Nennt man das jetzt so, ja?"

Noch während sie den Nachsatz spricht, fällt ihr wieder ein, dass sie ja eigentlich ´nett´ sein wollte. So zieht sie sich wieder schweigend in den Hintergrund zurück und lässt die anderen vorgehen.
von Cherrie
04.04.2018 20:58
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Gefangen im Vergessen

Alles andere als überzeugt folgt sie den anderen, wohin auch immer sie nun gingen. Adubter einzuschüchtern oder zusammenzuschlagen würde in ihren Augen eher wenig bringen, wenn er sich nämlich - genau wie sie - an nichts erinnern kann, wird dies ein aussichtsloses Unterfangen. Und warum sollte man IHNEN die Erinnerung nehmen, IHM aber die seine lassen?

Anderseits, hier machte im Moment herzhaft wenig Sinn für sie.

So trabt sie hinterher, vielleicht würde ja doch etwas Interessantes aus der Situation heraus entspringen. Und etwas Besseres hat sie gerade auch nicht zu tun...